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Kabeltrommel Die Neuerung betrifft eine Kabeltrommel,, bestehend
aus einem zur Aufnahme des Kabels bestimmten Trommelkörper und zwei den Trommelkörper
begrenzenden fest mit ihm verbundenen Seitehflansehen.
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Die bisher bekannten Kabteltrommeln dieser Art sind in der Regel
aus Holz oder Stahl hergestellt. Beide Materialen haben den Nachteil, daß sie ohne
besondere Schutzüberzüge gegen Witterungseinflüsse, denen Kabeltrommeln in hohem
Maße ausgesetzt sind, nicht hinreichend widerstandsfähig sind.
| Ein'weiterer wesentlicher Nachteil der bekannten Kabeltrom- |
| meln liegt in dem hohen Gewicht, das durch die aus Stabilitäts- |
gründen bisher meist gewählte massive Bauweise bedingt ist. Die bekannten Kabeltrommeln,
die in der Regel zusammengenagelt oder - geschweißt sind, lassen sich im übrigen
meist nicht zerlegen, was insbesondere für die Lagerhaltung sowie für den Leertransport
dieser Trommeln, die einen Durchmesser bis zu 3 m haben können, außerordentlich
nachteilig ist.
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Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Kabeltrommel
zu entwickeln, die die erwähnten Nachteile der bekannten Ausführungen nicht aufweist
und die sich darüber hinaus durch eine einfache, rationelle Fertigung auszeichnet.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Neuerung dadurch gelöst, daß die Seitenflansche,
aus je zwei einander gleichen und zu einem Hohlkörper verbundenen Schalenteilen
aus glasfaserverstärktem 125-x819-TH (8)
Kunststoff bestehen, die
mit einem Durchbruch zur Aufnahme einer metallischen Nabe versehen sind und die
eine ringförmige Abstufung aufweisen, auf der sich der durch mehrere aus glasfaserverstärktem
Kunststoff bestehende Segmente gebildete zerlegbare Trommelkörper abstützt.
| durch das erhebliche Vorteile bedingt sind, |
| urch das erhebliche |
| Ein wesentliches Merkmal der neuerungsgemäßen Kabeltrommel)/ |
liegt somit in der Wahl von glasfaserverstärktem Kunststoff als Material für die
Seitenflansche und den Trommelkörper. Werden - wie dies neuerungsgemäß vorgesehen
ist-die Seitenflansche aus je zwei zu einem Hohlkörper verbundenen Schalenteilen
aufgebaut, so ergibt sich trotz eines geringen Gewichtes eine außerordentlich hohe
Steifigkeit der Kabeltrommel. Durch Verwendung einer metallischen Nabe wird darüber
hinaus erreicht, daß an den Stellen der größten Belastung keine unzulässig hohe
Flächenpressung auf die Schalenteile der Seitenflansche ausgeübt wird.
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Der Aufbau des rommelkörpers aus mehreren Segmenten ergibt den außerordentlichen
Vorteil, daß die neue Kabeltrommel ohne weiteres zerlegbar ist und damit auf kleinem
Raum gelagert oder leer transportiert werden kann.
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Indem sich neuerungsgemäß die Trommelkörpersegmente auf einer ringförmigen
Abstufung der Seitenflansche abstützen, wird ferner eine einwandfreie unmittelbare
Kraftübertragung vom Trommelkörper auf die Seitenflansche gewährleistet.
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Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Neuerung weisen die die
Seitenflansche bildenden Schalenteile in ihrem äußeren Bereich eine weitere ringförmige
Vertiefung zur Aufnahme von
das aufgewickelte Kabel abdeckenden
Leisten auf.
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Durch eine derartige Ausgestaltung der Seitenflansche wird eine formschlüssige
tlalterung der Abdeckleisten erreicht, so daß das übliche Festnageln dieser Leisten
entfällt. Auf diese Ueise wird das Verpacken sowie das Auspacken der Kabeltrommel
außerordentlich erleichtert, so daß es auch von ungeübten kräften rasch durchgeführt
werden kann.
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Da die Seitenflansche durch je zwei zu einen Hohlkörper verbundene
Schalenteile gebildet werden, bereitet fertigungstechnisch die Herstellung einer
ringförmigen Vertiefung in den Seitenflanschen keine Schwierigkeit ; es ergibt sich
insbesondere beim Gieß-oder Preßverfahren zur Herstellung der Schalenteile praktisch
kein Mehraufwand.
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Der weitaus größte Teil der Abdeckleisten kann ohne weiteres von
vorn in der Weise eingesetzt werden, daß die Leisten zunächst etwas schräg gehalten
und in der Höhe der Vertiefung dann in ihre gerade Lage ausgerichtet werden. Um
das Einbringen der letzten Abdeckleisten zu erleichtern, weisen gemäß einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung der Neuerung die Schalenteile an einer Stelle der ringförmigen
Vertiefung einen Durchbruch zum seitlichen Einschieben dieser letzten Leisten auf.
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Vorteilhaft ist dieser Durchbruch durch einen Schieber von außen
verschließbar, so daß keine Abdeckleisten herausfallen können.
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Bei einer weiteren günstigen Ausgestaltung der Neuerung tragen
die
beiden zusammen einen Seitenflansch bildenden Schalenteile an ihrer Außenseite einen
gemeinsamen elastischen Laufreifen.
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Hierdurch wird nicht nur ein unzulässig hoher örtlicher Druck auf
den Boden, auf dem die Kabeltrommel liegt, vermieden, sondern es wird auf diese
leise zugleich ein Schutz gegen Beschädigungen der Seitenflansche bei einem versehentlichen
Fallenlassen der vollen Kabeltrommel erreicht.
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In konstruktiver Hinsicht ist es weiterhin günstig, wenn die Trommelkörpersegmente
mittels durchlaufender Schraubbolzen, die zugleich die beiden Schalenteile der Seitenflansche
zusammenhalten an den Seitenflanschen befestigt sind.
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Zur zusätzlichen Verbindung der Schalenteile können ferner im Bereich
der zur Aufnahme der Abdeckleisten bestimmten Vertiefung Niete vorgesehen sein.
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Es hat sich ferner gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Neuerung
als günstig erwiesen, wenn durch die beiden Naben in den Seitenflanschen eine gemeinsame,
durch aufgeschweißte Ringe gegen Längsverschiebung gesicherte Stahlrohrachse hindurchgesteckt
ist.
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Diese Stahlrohrachse ist zwar aus konstruktiven Gründen nicht unbedingt
erforderlich, sie erleichtert jedoch das Einführen einer gesonderten Lagerachse,
an der beim Transport der Kabeltrommel Kranseile befestigt werden können und mittels
der die Trommel zum Abspulen des Kabels auf zwei Böcken gelagert werden kann. Ist
nämlich eine Stahlrohrachse in der Kabeltrommel vorgesehen, so muß die verhältnismäßig
schwere Lagerachse nicht mühsam durch die beiden Naben in den Seitenflanschen hindurchgefädelt
werden,
sondern kann mit einem einzigen Handgriff durch die Rohrführung hindurchgesteckt
werden.
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Diese und weitere Einzelheiten der Neuerung gehen aus der folgenden
Beschreibung eines in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispieles hervor
; es zeigen : Fig. 1 eine Aufsicht auf eine leere Kabeltrommel ; Fig. 2 einen Schnitt
längs der Linie II-II der Fig. 1 ;
| Fig. 3 einen vergrößerten Teilschnitt durch einen Seiten- |
| flansch; |
| Fig. 4 einen weiteren, stark vergrößerten Teilschnitt |
| durch den äußersten Bereich eines Seitenflansches ; |
Fig. 5 eine Aufsicht auf eine mit Abdeckleisten versehene Kabeltrommel ; Fig. 6
eine Seitenansicht (teilweise aufgebrochen) der Kabeltrommel gemäß Fig. 5 ; Fig.
7 eine vergrößerte Teilansicht eines Seitenflansches der Trommel gemäß den Fig.
5 und 6.
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Die in der Zeichnung dargestellte neuerungsgemäße Kabeltrommel besteht
im wesentlichen aus einem zur Aufnahme des Kabels bestimmen Trommelkörper 1 und
zwei diesen rommelkörper begrenzenden, fest mit ihm verbundenen Seitenflanschen
2,2'.
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Die beiden Flansche 2,2' bestehen aus je zwei einander gleichen und
zu einem Hohlkörper verbundenen Schalenteilen 3a, 3b aus glasfaserverstärktem Kunststoff,
die in ihrem mittleren Bereich mit einem Durchbruch 4 zur Aufnahme einer metallischen
Nabe 5 versehen sind.
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Weiterhin weisen die Schalenteile 3a, 3b der beiden Seitenumlaufende
flansche eine ringförmig/Abstufung 6 auf. Auf der Abstufung 6 der innenliegenden
Schalenteile Da der beiden Seitenflansche stützt sich der zerlegbar Trommelkörper
1 ab, der durch mehrere aus glasfaserverstärktem Kunststoff bestehende Segmente
7a bis 7h gebildet wird (vgl. Fig. 2). Diese Segmente 7a bis 7h sind an ihrer Außenseite
der Kreisform etwa angepaßt und weisen ein U-förmiges Querschnittsprofil auf.
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Die Trommelkörpersegmente 7a bis 7h sind mittels durchlaufender Schraubbolzen
8, die zugleich die beiden Schalenteile 3a, 3b der Seitenflansche 2, 2' zusammenhalten,
an den Seitenflanschen befestigt. Zwischen den Schalenteilen 3a, 3b ist ein Distanzstück
9 vorgesehen, durch das eine unzulässige Verspannung der beiden Schalenteile 3a,
3b beim Anziehen der Muttern 10 verhindert wird.
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In ihrem äußeren Bereich weisen die die Seitenflansche bildenden
Schalenteile 3a, 3b eine ringförmige Vertiefung 11 auf.
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Die Vertiefung 11 der inneren Schalenteile 3a der beiden Seitenflansche
2,2' dient zur formschlüssigen Aufnahme von das aufgewickelte Kabel abdeckenden
Leisten 12. fahrend der weitaus größte eil dieser Abdeckleisten 12 ohne weiteres
von vorn schräg eingesetzt und dann in der Höhe der Vertiefung 11 in eine gerade
Lage ausgerichtet werden kann, ist diese Montagemöglichkeit für die letzten Leisten
nicht gegeben. Diese Leisten müssen vielmehr seitlich eingeschoben werden. Zu diesem
Zweck ist-vgl. insbesondere Fig. 4-in den Schalenteilen 3a, 3b im Bereich der ringförmigen
Vertiefung 11 ein Durchbruch 13 vorgesehen, der etwa die Leistenbreite
aufweist
und durch den die letzten Leisten seitlich eingeschoben werden können.
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Dieser Durchbruch 13 ist durch einen Schieber 14 verschließbar. Um
ein zu großes Längsspiel und damit ein eventuelles IIerausfallen der letzten Abdeckleiste
12 zu verhindern, ist am Schieber 14 ein in den Durchbruch 13 weit hineinragender
Ansatz 14a vorgesehen.
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Aus Fig. 6 sind zwei diametral zueinander angeordnete Verschlußmechanismen
der erläuterten Art im noch offenen Zustand zu ersehen.
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Die beiden zusammen einen Seitenflansch (z. B. 2) bildenden Schalenteile
3a, 3b tragen an ihrer Außenseite einen gemeinsamen elastischen Laufreifen 15, der
mit seinen inneren Rändern 15a in die ringförmigen Vertiefungen 11 eingreift (vgl.
Fig. 4) * Im Bereich der Trommelkörpersegmente weisen die Schalenteile 3a, 3b einen
Durchbruch 16 auf, der zur Hindurchführung und Festlegung des Kabelanfanges dient.
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Die beiden Schalenteile 3a, 3b werden-abgesehen von den Schraubbolzen
8 - zusätzlich durch Niete 17 zusammengehalten, die in der Vertiefung 11 im äußeren
Schalenbereich liegen.
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Durch die metallischen Naben 5 der beiden 3eitenflansche 2,2' ist
eine Stahlrohrachse 18 hindurchgesteckt, die durch aufgeschweißte Ringe 19 gegen
Längsverschiebung gesichert ist. Diese Stahlrohrachse besitzt keine wesentliche
Tragfunktion, sondern
dient vor allem als Führung für eine durch
die beiden Naben 5 der Seitenflansche 2,2' hindurchzuführende Lagerachse der Trommel.