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DE1857775U - Fotografischer zentralverschluss. - Google Patents

Fotografischer zentralverschluss.

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Publication number
DE1857775U
DE1857775U DE1959A0014355 DEA0014355U DE1857775U DE 1857775 U DE1857775 U DE 1857775U DE 1959A0014355 DE1959A0014355 DE 1959A0014355 DE A0014355 U DEA0014355 U DE A0014355U DE 1857775 U DE1857775 U DE 1857775U
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sector
photographic
shutter
lever
central
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1959A0014355
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Agfa AG filed Critical Agfa AG
Priority to DE1959A0014355 priority Critical patent/DE1857775U/de
Publication of DE1857775U publication Critical patent/DE1857775U/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Diaphragms For Cameras (AREA)

Description

  • Fotografischer Zentralverschluß Gegenstand der Erfindung ist ein Zentralverschluß für fotografische Kameras mit zwei die Verschlußsektoren steuernden Sektorenringen, welche in an sich bekannter Weise gleichsinnig und gleichzeitig beim Verschlußaufzug unter Spannung ihrer beiden Antriebsfedern verschwenkt werden, wobei die Sektoren geschlossen bleiben, und die durch ebenfalls gleichsinnigesaber nacheinanderfolgendes Ablaufen unter der Wirkung ihrer Antriebsfedern die Verschlußsektoren derart steuern, daß ein Öffnen und Schließen des Verschlusses erfolgt. Bekannt ist, beim Auslösen des als Spannverschluß ausgelegten Verschlusses ein Hemmwerk für die Zeitregelung gleichzeitig mit dem einen Sektorenring für das Öffnen der Sektoren mit auszulösen, welcher seinerseits nach der eingestellten Verschlußzeit den anderen Sektorenring für das Schließen der Sektoren freisetzt.
  • Bekannt ist weiterhin bei als Spann-oder Automatverschlüssen ausgelegten Verschlüssen, den Sektorenring für das Schließen der Sektoren unmittelbar durch die Öffnungsbewegung des Sektorenringes für das Öffnen der Sektoren freizusetzen, wobei die gewünschte Zeithemmung zweckmäßig dadurch erreicht wird, daß der zunächst gesperrte Schließring durch ein Steuerorgan am Ende der Ablaufbewegung des Öffnungsringes freigesetzt und in seiner Ablaufbewegung zunächst noch über ein Hemmwerk verzögert wird. Diese Hemmung erfolgt mit Rücksicht auf die Güte des Diagramms zweckmäßig innerhalb des Offenbereichs des. Verschlusses.
  • Verschlüsse der erstgenannten Art sind aufwendiger als die zweite Verschlußart. Von Nachteil ist bei diesen Verschlüssen ferner, daß ein dem ersten Sektorenring für das Öffnen der Sektoren nachlaufender Steuerhebel sowohl auf das Hemmorgan als auch auf den Sperrhebel für den zweiten Sektorenring für das Schließen der Sektoren einwirken muß. Dies bedeutet, daß längere Zeiten schwer zu verwirklichen sind, weil
    dann die Antriebsfeder des durch das Hemmorgan verzögerten
    Steuerhebels leichtzu schwach wird, um den Sperrhebel für
    den Sektorenring zum Schließen der Sektoren zu betätigen.
  • Ein gewisser Mangel der letztgenannten Verschlüsse ist andererseits darin zu erblicken, daß das Auslösen des den Schließring sperrenden Steuerorgans sowie die'Hemmung der anfänglichen Aublaufbewegung des Schließringes mit Rücksicht auf die Güte des Verschlußdiagramms im Bereich voll geöffneter Verschlußsektoren erfolgt. Dies setzt ein gewisses Überschwingen der Sektoren über den eigentlichen Sffnungsdurchmesser voraus. Damit ergeben sich verhältnismäßig günstige Verschlußdiagramme mit einem hohen Wirkungsgrad. Jedoch wird durch die funktionell bedingte große Offenzeit des Verschlusses die Verwirklichtung kurzer Verschlußzeiten erschwert.
  • Hierbei spielt auch die zur Betätigung des Steuerorgans aufzubringende Auslösearbeit eine gewisse Rolle. Andererseits wäre es statthaft, bei kürzeren Verschlußzeiten, z. B. von 1/400 s oder 1/500 s, auch mit einem geringeren Verschlußwirkungsgrad zu arbeiten.
  • Gemäß der Erfindung wird ein Zentralverschluß der obengenannten Art vorgeschlagen mit einer Einrichtung zur gleichzeitigen Auslösung beider Sektorenringe und mindestens einem mit dem einen der beiden Sektorenringe zusammenwirkenden Hemmwerk. Erfindungsgemäß ist das Hemmwerk derart angeordnet, daß es den Bewegungsablauf des einen Sektorenringes nach Bewegungsbeginn beider Sektorenringe zwecks Öffnung der Sektoren und Erzielung der gewünschten Belichtungszeit verzögert.
  • Gemäß einem Merkmal der Erfindung besteht die Einrichtung zur gleichzeitigen Auslösung beider Sektorenringe aus einem mit dem zweiten Sektorenring zusammenwirkenden Hebel und zwei ineinandergreifenden Lappen an beiden Sektorenringen.
  • Sie kann aber auch aus einem mit beiden Sektorenringen gleichzeitig zusammenwirkenden Hebel bestehen. Bei Ausbildung des Verschlusses als Automatverschluß ist es zweckmäßig, daß der Spannhebel zugleich den Auslösehebel bildet.
  • Nach einem anderen Merkmal der Erfindung sind zwei oder mehr mit dem einen der beiden Sektorenringe zusammenwirkende Hemmwerke vorgesehen. Dabei ist es vorteilhaft, wenn das eine Hemmwerk durch einen Massehebel gebildet wird und das andere Hemmwerk ein Räderhemmwerk ist. Nach der Erfindung ist an dem als Massehebel ausgebildeten Hemmwerk ein Justierlappen zur Veränderung der Massenträgheit vorgesehen.
  • Gemäß der Erfindung wirkt der die Hemmwerke steuernde Zeiteinstellring über einen Anschlag mit einem Stift des Blendeneinstellers zusammen. Vorzugsweise ist der Anschlag dabei so angeordnete daß bei bestimmten Verschlußzeiten die Blende nicht über ein bestimmtes Maß hinaus geöffnet werden kann.
  • Mit einem erfindungsgemäßen Verschluß werden die Nachteile der bekannten Antriebs-und Steuerprinzipien vermieden. Dies wird dadurch erreicht, daß nach einem Merkmal der Erfindung beide Sektorenringe bei der Verschlußauslösung beim Spannverschluß bzw. nach dem Abreißen vom Spannorgan beim Automatverschluß gleichzeitig freigesetzt werden. Während nun der eine Sektorenring unter Wirkung seiner Antriebsfeder ungehemmt zurücklaufen kann, wird der andere Sektorenring in seiner Ablaufbewegung mit Hilfe eines Hemmwerks verzögert.
  • Es ergibt sich so die für das Öffnen der Sektoren erforderlichen Phasenverschiebung im Ablauf der beiden Sektorenringe, deren Größe unmittelbar die Verschlußzeit beeinflußt.
  • Dabei kann in an sich bekannter Weise durch Beeinflussung des Eingriffs des Hemmgliedes die Verschlußzeit in den gegebenen Grenzen òeliebig verwircklicht werden. Insbesondere ist es auch möglich, das Maß der Hemmung so zu wählen, daß sich eine nur geringfügige Offenzeit der Sektoren ergibt, so daß die Verschlußzeit, bei vergleichbaren Verhältnissen hinsichtlich Verschlußöffnung, Antriebskräften und zu bewegenden Massen wesentlich verkürzt gegenüber den eingangs erwähnten Antriebsprinzipien wird. Im Grenzfall kann die Offenzeit des Verschlusses zu Null werden. Wird die wirksame Hemmung noch kleiner als in diesem Grenzfall gewählt, so tritt keine vollständige Öffnung des Verschlusses mehr ein. Bei einer entsprechenden Abblendung des Verschlusses kann dieser Umstand zur weiteren Verkürzung der Verschlußzeiten ausgenutzt werden. Dabei kann die Blende, z. B. eine Irisblende, mit einem Verschlußzeiteinsteller in geeigneter Weise derart gekoppelt sein, daß die kürzesten Verschlußzeiten nur bei entsprechender Abblendung einstellbar sind.
  • Die Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden an Hand einer Zeichnung, welche eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Verschlusses zeigt, näher erläutert.
  • Im Verschlußgehäuse 1 sind um Zentrierungen 2 die beiden Sektorenringe 3,4 zum Steuern der Sektoren 5, von denen wegen der besseren Übersicht nur einer dargestellt ist, mittels der Stifte 6, 7 verschwenkbar geführt. Der Sektorenring 3 umfaßt einen Mitnehmer 8 sowie zwei radial herausstehende Lappen 9,10. Er steht unter der Wirkung einer Antriebsfeder 11. Der Sektorenring 4 umfaßt einen Mitnehmer 12 sowie Stift 13 und eine Aussparung 14. Er steht unter der Wirkung einer Antriebsfeder 15. Der Mitnehmer 12 des Sektorenringes 4 kommt im abgelaufenen Zustand an einem gehäusefesten Zapfen 16 zur Anlage ; er wirkt zudem mit dem Mitnehmer 8 des Sektorenringes 3 zusammen. Auf den Stift 15 des Sektorenringes 4 kann ein seitlich aus dem Verschlußgehäuse herausgeführter Aufzugshebel 17 einwirken, der um einen Gehäusezapfen 18 verschwenkbar zwischen Gehäuseanschlägen 19,20 ist und unter der Wirkung einer Rückstellfeder 21 steht. Ein ebenfalls aus dem Verschlußgehäuse herausgeführter und um einen Gehäusezapfen 22 schwenkbarer Auslösehebel 23 stützt sich unter der Wirkung einer Feder 24 an der Außenkontur des Sektorenringes 4 ab. Mit seiner Sperrnase 25 kann er in die Aussparung 14 des Sektorenringes 4 bei aufgezogenem Verschluß einfallen und den Verschluß gegen vorzeitigen Ablauf sperren. Die Lappen 9, 10 des Sektorenringes 3 können einzeln, gegebenenfalls auch gemeinsam, mit Hemmorganen für die Verschlußzeitbeeinflussung zusammenwirken. Das eine der beiden Hemmorgane ist als Räderhemmwerk ausgebildet. Es umfaßt ein um einen Gehäusezapfen 26 schwenkbares und unter der Wirkung einer Rückstellfeder 27 stehendes Zahnsegment 28, welches mit nachgeschalteten Ritzeln, Rädern und Schwungscheiben, gegebenenfalls auch mit Anker und Steigrad, im Eingriff steht. Das Zahnsegment 28 umfaßt noch einenStift 29 zum Zusammenwirken mit dem Lappen 10 des Sektorenringes 3 sowie einen Steuerstift 30, mit welchem eine Zeitkurve 31 eines nicht in allen Einzelheiten dargestellten Zeiteinstellringes 32 abgetastet werden kann. Das andere Hemmorgan ist ein einfacher, um einen Gehäusezapfen 33 schwenkbarer Hebel 34, welcher unter der Wirkung einer Feder 35 steht und ebenfalls zwei Stifte 36, 37 umfaßt. Der Stift 36 dient für das Zusammenwirken mit dem Lappen 9 des Sektorenringes 3, während der andere Stift 37 eine Zeitkurve 38 des Zeiteinstellringes 32 abtastet. Der Hebel 34 weist noch einen Justierlappen 39 auf, welcher für eine Beeinflussung seiner Massenträgheit geeignet ist. Der Zeiteinstellring 32 umfaßt ferner eine Anschlagkante 40, mit welcher auf einen durch einen Gehäusedurchbruch 41 ragenden Stift 42 des nicht weiter dargestellten Blendeneinstellers eingewirkt werden kann.
  • Der Verschluß wird durch Verschwenken des Aufzugshebels 17 im Sinne des Pfeiles 43 aufgezogen, wobei über den Aufzugshebel 17 und den Stift 13 der Sektorenring 4 entgegen der Richtung des Pfeiles 44 unter Spannen der Antriebsfeder 15 verschwenkt wird. Am Ende der Aufzugsbewegung fällt der Auslösehebel 23 unter der Wirkung seiner Feder 24 in die Aussparung 14 des Sektorenringes 4 ein, so daß dieser entgegen der Wirkung der Antriebsfeder 15 zunächst gehalten bleibt.
  • Dies gilt in gleicher Weise für den Sektorenring 3, welcher im Aufzugssinn der Sektoren 3, 4 durch die Mitnehmer 8,12 zwangläufig mitgenommen bzw. gehalten wird. In der Aufzugsstellung können hinter den verschwenkten Lappen 9,10 des Sektorenringes 3 das Zahnsagement 28 bzw. der Hebel 34 unter der Wirkung ihrer Federn 27,35 nachlaufen in einem Maß, wie es durch die vorherige Einstellung des Zeiteinstellringes 32 mit seinen Zeitkurven 31,38 bestimmt ist. Diese Zustellungen von Hebel 34 und Zahnsegment 28 sind durch Verschwenken der Zeiteinstellscheibe 32 auch nach dem Verschlußaufzug noch beeinflußbar. In der gezeichneten Einstellung des Zeiteinstellringes 32 ist das Zahnsegment 28 durch die Zeitkurve 31 völlig aus dem Bewegungsbereich des Lappens 10 am Sektorenring 3 herausgeschwenkt, so daß von diesem aus beim Verschlußablauf nicht hemmend eingewirkt werden kann. Dagegen kann der Hebel 34, der sich über seinen Stift 36 an der äußeren zentrisch-kreisbogenförmigen Außenkontur des Lap-' pens 9 abstützt, hinter diesem bis zum Anschlag seines Stiftes 37 auf der Zeitkurve 38 während des Verschlußaufzugs nachlaufen. Die dargestellte Einstellung des Verschlusses führt zu einer verhältnismäßig kurzen Verschlußzeit, da auf den Sektorenring 3 beim Schließen der Sektoren 5 nur der Hebel 34 hemmend einwirken kann, und zwar auch dies nur zu einem Teil, da er, gesteuert durch die Zeitkurve 38, nicht über seinen vollen möglichen Bereich dem Lappen 9 nachlaufen kann. Das sich somit ergebende Verschlußdiagramm weist über den vollen Öffnungsdurchmesser des Verschlusses keine oder keine hinreichende Offenzeit mehr auf, bzw. es wird der volle Öffnungsdurchmesser überhaupt nicht mehr freigegeben. Um trotzdem noch zu einem Verschlußdiagramm ausreichender Güte zu gelangen, ist eine Verkleinerung des Öffnungsdurchmessers durch Abblendung vorzunehmen. Dies kann, wie dargestellt, zwangläufig durch Koppelung des Blendeneinstellers mit dem Zeiteinstellring 32 erfolgen. So ist in der gezeichneten Einstellung des letzteren der Einstellbereich der Blende durch Vorverlegung der einen Anschlaglage mittels der Anschlagkante 40 des Zeiteinstellringes 32 im Sinne einer Vermeidung zu großer Blendenöffnungen im notwendigen Maße eingeengt.
  • Die Auslösung des Verschlusses erfolgt durch Verschwenken des Auslösehebels 23 im Sinne des Pfeiles 45. Wenn hierbei die Sperrnase 25 des Auslösehebels 23 außer Eingriff mit der sperrenden Kante 46 der Aussparung 14 am Sektorenring 4 gelangt, können gleichzeitig beide Sektorenringe 3,4 unter der Wirkung ihrer Antriebsfedern 11,15 in Richtung der Pfeile 44,47'ablaufen.
  • Dabei wird die Ablaufbewegung des Sektorenringes 4 bis zur Erreichung der Anschlaglage nicht gehindert. Dagegen läuft der Lappen 9 mit seiner Arbeitskante 48 alsbald gegen den Stift 36 des Hebels 34 auf. Infolge der hierdurch bedingten Hemmung, hervorgerufen durch die mitzubewegende träge Masse und das Drehmoment der Feder 35, tritt eine Phasenverschiebung zwischen den beiden Sektorenringen 3,4 ein, welche zum Öffnen der Sektoren führt. Die Sektoren werden dabei im Sinne des Öffnens bewegt, solange die Phasenverschiebung der gleichzeitig ablaufenden Sektorenringe sich vergrößert, sie verharren im erreichten Öffnungszustand bei gleicher Ablaufgeschwindigkeit der beiden Sektorenringe und bewegen sich im Sinne des Schließens, sobald eine Verkleinerung der erreichten Phasenverschiebung eintritt, was insbesondere nach dem Erreichen der Anschlaglage des Sektorenringes 4 erfolgt. Nach dem Ablauf der beiden Sektorenringe befindet sich der Verschluß im dargestellten Zustand.
  • Für eine weitere Verkürzung der Verschlußzeit wird der Zeiteinstellring 32 im Sinne des Pfeiles 49 verschwenkt. Hierbei wird das Einschwenken des hemmenden Hebels 34 weiter eingeschränkt und damit die Hemmwirkung vermindert. Gleichzeitig hiermit wird die Blendeneinstellung in noch stärkerem Maße eingeengt bzw. zwangläufig eine kleinere Blendenöffnung durch Mitnahme des Stiftes 42 am Blendeneinsteller von der Anschlagkante 40 am Zeiteinstellring 32 eingestellt. Eine Justierung kann, zweckmäßigerweise in der kürzesten Verschlußzeiteinstellung, dadurch erfolgen, daß der Justierlappen 39 vom oder zum Gehäusezapfen 33 verschränkt wird. Dadurch vergrößert bzw. vermindert sich das Massenträgheitsmoment, was längere oder kürzere Verschlußzeiten zur Folge hat. Ein Verschwenken des Zeiteinstellringes 32 entgegen dem Pfeil 49 hat dagegen eine Verlängerung der Verschlußzeiten zur Folge.
  • Dabei wird zunächst durch die Form der Zeitkurve 38 ein größtmögliches Nachlaufen des Hebels 34 hinter dem Lappen 9 des Sektorenringes 3 ermöglicht. Bei einer gleichsinnigen, noch weiteren Verschwenkung des Zeiteinstellringes 32 wird durch die Zeitkurve 38 der Hebel 34 völlig herausgesteuert und die vorher wirksame Sperrung des Zahnsegments 28 in zunehmendem Maße durch die Formgebung der Zeitkurve 31 aufgehoben. Der Ablaufbewegung des Sektorenringes 3 stellt sich nunmehr die wesentlich größere träge Masse des Räderhemmwerks verzögernd in den Weg, so daß längere Verschlußzeiten erzielt werden.
  • Naturgemäß ist das Verschlußprinzip nicht vom Vorhandensein von zwei verschiedenen Hemmorganen abhängig, sondern kann ebenso bei nur einem oder auch bei mehr als zwei voneinander unabhängigigen Hemmeinrichtungen in entsprechender Weise Anwendung finden. Hierfür wird insbesondere der mit dem Verschluß zu beherrschende Zeitbereich den Ausschlag geben.
  • Dies gilt sinngemäß für die zwangläufige Einengung des Blendenbereichs, auf die gegebenenfalls verzichtet werden kann, wenn entweder keine sehr kurzen Verschlußzeiten erforderlich sind oder für solche die Aufwendung größerer Federarbeit statthaft erscheint.
  • Selbstverständlich ist das erfindungsgemäße Verschlußprinzip nicht auf Spannverschlüsse beschränkt. Bei Anwendung auf Automatverschlüsse kann der Auslösehebel 23,25 entfallen.
  • Beim Betätigen des Spannhebels 17 wird dann der Verschluß zunächst gespannt, bis das Ende des Hebels 17 vom Stift 13 abgleitet und damit der Verschlußablauf in bereits vorbeschriebener Weise beginnt.

Claims (9)

  1. Patentansprüche 1. Fotografischer Zentralverschluß mit zwei gleichsinnig bewegten, die Verschlußsektoren steuernden Sektorenringen, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur gleichzeitigen Auslösung beider Sektorenringe (3,4) und mindestens ein mit dem einen der beiden Sektorenringe (3) zusammenwirkendes Hemmwerk (34 ; 28).
  2. 2. Fotografischer Zentralverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hemmwerk (34 ; 28) derart angeordnet ist, daß es den Bewegungsablauf des einen Sektorenringes (3) nach Bewegungsbeginn beider Sektorenringe (3,4) zwecks Öffnung der Sektoren (5) und Erzielung der gewünschten Belichtungszeit verzögert.
  3. 3. Fotografischer Zentralverschluß nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur gleichzeitigen Auslösung aus-einem-mit-'d-em zweiten. Sek-torenring (4) zusammenwirkenden Hebel (25) und zwei ineinandergreifenden Lappen (8,12) an beiden Sektorenringen (3,4) besteht.
  4. 4. Fotografischer Zentralverschluß nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur gleichzeitigen Auslösung aus einem mit beiden Sektorenringen (3,4) gleichzeitig zusammenwirkenden Hebel besteht.
  5. 5. Fotografischer Zentralverschluß nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannhebel (17) zugleich den Auslösehebel bildet.
  6. 6. Fotografischer Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr mit dem einen der beiden Sektorenringge (3) zusammenwirkende Hemmwerk (34,28) vorgesehen sind.
  7. 7. Fotografischer Zentralverschluß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Hemmwerk (34) durch einen Massehebel gebildet wird und das andere Hemmwerk (28) ein Räderhemmwerk ist.
  8. 8. Fotografischer Zentralverschluß, insbesondere nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem als Massehebel ausgebildeten Hemmwerk (34) ein Justierlappen (39) zur Veränderung der Massenträgheit vorgesehen ist.
  9. 9. Fotografischer Zentralverschluß, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der die Hemmwerk (34,28) steuernde Zeiteinstellring (32) über einen Anschlag (40) mit einem Stift (42) des Blendeneinstellers derart zusammenwirkt, daß bei bestimmten Verschlußzeiten die Blende nicht über ein bestimmtes Maß hinaus geöffnet werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1959A0014355 1959-12-11 1959-12-11 Fotografischer zentralverschluss. Expired DE1857775U (de)

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