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Mehrpolige Kabelkupplung mit Schaltvorrichtung Die Neuerung bezieht
sich auf eine Anordnung zum lösbaren Verbinden elektrischer Leitungen mit ortsbeweglichen
Geräten oder mit unbeweglichen Einrichtungen bzw. Anlagen. Derartige Kabelkupplungen
werden beispielsweise zu Übertragungszwecken in Bereichen der Hoch-und Niederfrequenztechnik,
aber auch vielfach in der industriellen Elektronik zwecks Übermittlung von Steuer-,
Regel-und Überwachungsvorgängen verwendet.
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In diesem Zusammenhang tritt häufig die Forderung auf, in Abhängigkeit
des mit der Verbindungsherstellung eingeleiteten Schaltvorganges einen anderen,
bis zu diesem Zeitpunkt bestehenden Funktionszustand oder auch spezielle Schaltmaßnahmen
in der nunmehr angeschlossenen Einrichtung einzuleiten, aufzuheben oder umzurangieren.
Diese Erfordernis kann zudem sowohl an die Bedingung der Gleichzeitigkeit mit der
Verbindungsherstellung gebunden sein, als auch zeitlich gesehen kurz vor oder nach
der eigentlichen Verbindungsherstellung zu erfolgen haben.
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Abgesehen von besonderen Schaltmaßnahmen, beispielsweise die zusätzliche
Bedienung entsprechender Schaltorgane vor, bei oder nach der Verbindungsherstellung
sind zu diesem Zweck bereits mit dem Buchsenteil kombinierte Schaltvorrichtungen
bekannt, bei denen das Einführen des Steckerteiles selbsttätig den erforderlichen
Schaltvorgang auslöst, indem der Steckerteil ein geeignet mit dem Buchsenteil verbundenes
Antriebselement mechanisch betätigt, das seinerseits auf einen Arbeits-, Ruhe-oder
Umschaltkontakt wirkt.
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Die konstruktive Ausführung einer derartigen Schaltvorrichtung in
Abhängigkeit des bloßen Betätigungsvorganges beim Herstellen und Trennen einer Steckverbindung
ist bei mehrpoligen Kleinkupplungen an sich mit Schwierigkeiten verbunden.
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Dazu treten die bekannten Kontaktierungsprobleme sowohl für die eigentliche
Verbindungsherstellung als auch für den oder die mit dieser Verbindungsherstellung
gleichzeitig noch zu bewerkstelligenden Schaltvorgänge an ein und demselben Bauelement.
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Hier setzt die Erfindung ein und geht einen beträchtlichen Schritt
über den bisher bekannten Stand der Technik hinaus, indem sie die bauliche Kombination
einer steckbetätigungsabhängigen Schaltvorrichtung mit mehrpoligen Kabelkupplungen
für beliebige Polteilung, insbesondere in Miniatur-Rundbauweise, derartig ausbildet,
daß bei dem von einem Metallgehäuse umgebenen Isolierkörper der ortsfesten Kupplungshälfte,
der außer der Bestückung mit den Buchsenkontakten, mit einem oder mehreren beliebig
angeordneten Ruhe-oder Arbeitskontaktfedern versehen ist, deren sicherheitshalber
doppelt ausgebildete Kontaktstelle je nach Bedarf vorlaufend oder erst in der Endstellung
schaltet, der zur Aufnahme der jeweiligen Kontaktfeder erforderliche Hohlraum vorteilhafterweise
so geformt ist, daß in ihm
| anstelle einer solchen Kontaktfeder wahlweise ebenso ein normaler
Vollkontakt, |
| , |
| d. h. ein Buchsenkontakt ohne besondere Schaltfunktion, eingesetzt
werden kann. |
| Eine derartige Ausbildung ermöglicht es, bedarfsweise ein-und
dasselbe Kupp- |
lungsteil sowohl als t'Schaltkupplung"mit simultan-, vor-oder nachlaufender Schaltfunktion
als auch als üblichen Kupplungsteil mit einem zusätzlichen Normalkontakt auszugestalten.
Diese Vielseitigkeit in elektrischer Beziehung bei weitgehend einheitlicher Ausstattung
wirkt sich nicht nur günstig auf die Fertigung und Lagerhaltung aus, sondern gestattet
im Bedarfsfalle ebenso, ein bereits installiertes Gerät ohne aufwendige Montagevorkehrungen
durch Austauschen der Kontaktfeder gegen einen Vollkontakt, oder umgekehrt, andersgearteten
Funktionsbedingungen anzupassen.
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Einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung gemäß sind auf dem
Umfang des den Isolier-Kontaktkörper umgebenden Metallgehäuse der geräte-oder anlagenseitig
anzubringenden Kupplungshälfte mehrfache Doppelkrallen verteilt, die im gesteckten
Zustand der Herstellung einer gut leitenden Verbindung zwischen dem Metallgehäuse
und der Ummantelung des Steckerteiles dienen. Diese etwa aus dem Gehäusemantel geprägten
und selbstfedernd ausgebildeten Doppelkrallen sind an ihren Enden mit nach innen
gerichteten Stirnkanten versehen, so daß sie bei jedem Betätigungsvorgang eine selbstreinigende
Wirkung auf die Kontaktfläche ausüben.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die geräte-oder anlagenseitige
Kupplungshälfte, wie auch bei fliegenden Kupplungen, erforderlichenfalls mit einem
zusätzlichen Umschaltkontakt versehen, der mit dem den Isolier-Kontakt= körper umgebenden
Metallgehäuse entweder elektrisch leitend verbunden oder von ihm isoliert angebracht
ist. Dieser Schaltkontakt soll mit einem im Isolierkörper angeordneten Gegenkontakt
zusammenwirken und ebenfalls steckbetätigungsabhängig fungieren. Eine derartige
Anordnung ermöglicht es, geräte-oder anlagenseitig, wie auch bei fliegenden Kupplungen,
einem weiteren Schaltvorgang zu genügen.
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Der korrespondierende Kupplungsteil soll entsprechend den erfindungsgemäßen
Merkmalen der ! festmontierten Kupplungshälfte als einr oder mehrpoliger Stecker,
beispielsweise in bekannter Halbschalenbauart ausgebildet sein, wobei an einer der
Halbschalen vorteilhafterweise eine Reihe zweckmäßiger Einzelvorkehrungen vorgesehen
sind.
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Zunächst ist zum Beispiel eine Halbschale mit einem Bund zur Zentrierung
des mit Steckerstiften in entsprechender Polteilung versehenen Isolier-Kontaktkörpers
ausgestattet. Dabei läuft dieser aus der Halbschale gepresste Bund an beiden Rändern
in ausgeprägte Sperrfedern aus, die zur Erleichterung des Zusammenbaues nach der
Verdrahtung des mit den Steckerstiften versehenen Isolierkörpers zu gleicher Zeit
dessen mechanischer Halterung dient. Um den Isolierkörper
innerhalb
der Halbschale polrichtig zu lagern, ist beispielsweise innerhalb des Bundes eine
Nase eingepresst, die sich in eine entsprechende Ausnehmung des Isolierkörpers einfügt.
In Bezug auf diese Nase trägt eine der Halbschalen an ihrem steckerseitigen Ende
eine weitere Nase, die in Zusammenwirken mit einer entsprechenden Aussparung auf
Seiten der korrespondierenden Kupplungshälfte, beispielsweise einer Nut im Isolierkörper
des Buchsenteiles, der polrichtigen Einführung des Steckerteiles dient.
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Des weiteren sind aus der Halbschale auf Seiten der Kabeleinführung
Gabellappen ausgestanzt, die den elektrischen Anschluß einer etwaigen Kabelabschirmung
und/oder ihrer mechanischen Halterung dienen. Am kabelseitigen Ende des Steckerteiles
bildet jede Halbschale einen Kranz, der zur mechanischen Halterung der Kabelabfangtülle
in eine Ringnut derselben eingreift. Die Kabelabfangtülle selbst ist mit Knickschutz
kombiniert ausgebildet. An ihrem steckerseitigem Austritt ist sie mit einer schraubbaren
Schelle zur mechanischen Abfangung des Kabels versehen.
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Schließlich umgibt zusammengesetzte Halbschalen eine Überwurfhülse
aus elastischem Kunststoff. Diese Hülse ist mit Griffstufen in Zugrichtung versehen
und weist eine angespritzte Wulst auf, die in eine Rille der Halbschale selbstsperrend
einspringt.
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Die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele geben in
typischer Form konstruktive Ausbildungsmöglichkeiten des Erfindungsgedankens wieder.
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Die Figuren 1,2 u. 3 zeigen von beiden Seiten und im Schnitt den Isolier-Kontakt=
körper 2 einer z. B. 3poligen Kabelkupplung, in den in einem zentral angeordneten
Hohlraum 7, der ebenso einen weiteren Buchsenteil 3 aufzunehmen vermag, eine bei
Einführen der korrespondierenden Steckerhälfte vorlaufend, d. h.. vor einer Kontaktberührung
der eigentlichen Verbindungsklemme der Kupplung schaltende Ruhekontaktfeder 4 mit
doppelt ausgebildeter Kontaktstelle 6 eingesetzt ist.
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Zu polrichtiger Einführung der Steckerhälfte ist im Isolierkörper
2 eine Nut 11 vorgesehen, in die eine Nase der Steckerhälfte eingreift,
In
den Figuren 4,5 u. 6 der Zeichnung ist dementsprechend der Buchsenkörper 2 einer
5poligen Kabelkupplung dargestellt, die außer der zentral in einem Hohlraum 7 angeordneten,
hier jedoch mit ihrer doppelt ausgebildeten Kontaktstelle 6 erst in der Endphase
des Einsteckvorganges schaltenden Ruhekontaktfeder 4 einem im Buchsenkörper 2 angebrachten
Gegenkontakt 5 beinhaltet, der mit einem isoliert oder leitend auf dem den Buchsenkörper
2 umgebenden Metallgehäuse befestigten Ruhekontakt im Zuge des Betätigungsvorganges
zusammenarbeitet.
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Die Figuren 7,8,9 u. 10 der Zeichnung veranschaulichen schließlich
die in eine Flanschdose eingeschlossenen, mit Buchsenteilen 3 versehenen Isolier-Kontakt=
körper 2. Aus dieser Darstellung werden über die bereits beschriebenen Einzelteile
hinaus die mit Stirnkanten 9 wirkenden Doppelkrallen 8 des Metallgehäuses 1 der
Flanschdose ersichtlich. Über die zentral angeordnete Ruhekontaktfeder 4 hinaus
ist die Flanschdose gemäß Figur 10 zusätzlich noch mit dem bei Figur 4 beschriebenen
Ruhekontakt 10 bestückt, der isoliert oder leitend mit dem Flanschdosengehäuse 1
verbunden mit dem im Isolier-Kontaktkörper 2 gelagerten Gegenkontakt 5 betätigungsabhängig
zusammenwirkt.
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Darüberhinaus erscheint die zeichnerische Darstellung ohne weitere
Erläuterungen verständlich zu sein, so daß auf die besondere Darstellung der korrespondierenden
Steckerhälfte der Kabelkupplung verzichtet werden kann, da diese mehr oder minder
zum Stande der Technik zu rechnende Merkmale aufweist.
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Die Erfindung ist auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel
nicht beschränkt. Sie bezieht sich vielmehr mit dem gleichen Vorteil unabhängig
von einzelnen Konstruktionsmerkmalen auf andersgeartete Kupplungsvorrichtungen,
die den Wechsel zwischen einer Schaltvorrichtung und einem Normalkontakt ermöglichen,