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Klemmbügel zum Verschließen und Aufhängen von Textilbeuteln Bei einigen Waren, die
in einer Verpackung verkauft werden, ist es üblich, daß diese Waren vor dem Verkauf
aus der Verpackung herausgenommen werden, damit sie von dem Käufer besser begutachtet
werden können. Man hat daher, beispielsweise bei Textilien, die in Verpackungen
verkauft werden, damit zu rechnen, daß der Beutel zwischen dem Verpacken der Ware
und ihrem Verkauf mehrmals geöffnet und die Ware aus ihm mehrmals entfernt und in
ihn wieder hineingetan wird. Das gilt auch für Beutel aus durchsichtigem Material.
Bei Textilien sollen die Verpackungen vielfach nicht nur gegen Staub und Schmutz
schützen und außerdem durchsichtig sein, sondern sie sollen es auch gestatten, daß
die Ware in Hängeregalen aufgehängt wird.
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Für diesen Zweck hat man daher schon besonders ausgeführte Beutel
vorgesehen, zum Beispiel solche, die mit einer Aufhängeschlaufe und mit einem wiederholt
öffnungsfähigen und verschließbaren Verschluß, beispielsweise Klebestreifen oder
Kunststoffklemmverschluß, versehen sind. Solche Beutel sind indessen nicht nur verhältnismäßig
teuer, sondern erfordern vielfach auch besonders für sie hergerichtete Vorrichtungen
zum Füllen der Beutel.
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Gegenstand der vorliegenden Neuerung ist ein Klemmbügel zum Verschließen
und Aufhängen von Textilbeuteln, der in einfacher Weise ermöglicht, jede Art der
bisher üblichen, ohne Aufhänge-und Verschlußvorrichtung versehenen Beutel für den
Verkauf von Textilwaren in der oben geschilderten Weise zu verwenden. Neuerungsgemäß
besteht der Klemmbügel aus einer Hülse, die eine unten offene, längs verlaufende,
elastische aufspreizbare Nute bildet und in der Mitte eine Aussparung aufweist,
und aus einem in die Nute einklemmbaren, wenigstens teilweise keilförmigen Einsatz,
der in der Mitte mit einem durch die Aussparung durchführbaren, zum Aufhängen des
Bügels dienenden Haken versehen ist.
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Ein Klemmbügel gemäß der Neuerung ist beispielsweise in den Fig.
1 bis 4 abgebildet. Fig. 1 zeigt eine Darstellung der Neuerung in Vorderansicht
in verkürzter Länge, sonst aber in etwa natürlicher Größe und Fig. 2, in einem etwa
fünfmal größeren Maßstab als Fig. 1 und unter
teilweisem Weglassen
des Hakens, einen Querschnitt durch den Klemmbügel an der in Fig. 1 mit II... II
bezeichneten Stelle mit dem oberen Teil eines eingeklemmten Beutels.
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Fig. 3 und 4 zeigen die beiden Teile, aus denen die Neuerung besteht,
für sich, nämlich Fig. 3 die Hülse. in einem Zustand, als ob sie aufgespreizt würde,
und Fig. 4 den keilförmigen Einsatz. In der nachstehenden Beschreibung des Klemmbügels
wird auf die Fig. 1 bis 4 Bezug genommen.
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Der Klemmbügel besteht aus zwei voneinander trennbaren Teilen, nämlich
der Hülse 1 und dem mit dem Haken versehenen keilförmigen Einsatz 2.
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Die Hülse 1 hat beispielsweise im Querschnitt etwa die Form eines
nach unten offenen U, so daß sie zwischen den beiden Schenkeln des U eine nach unten
offene Nute 3 bildet. Sie besteht aus elastischem Material, so daß die beiden von
der Hülse 1 gebildeten Flanken der Nute 3 auseinanderspreizbar sind und nach Auseinanderspreizen
in ihre ursprüngliche Lage zurückzufedern trachten. Die Hülse 1 besitzt eine Aussparung
5 zur Durchführung des weiter unten zu beschreibenden Hakens 4, der zum Aufhängen
des Bügels dient. Die Aussparung kann in einem länglichen Schlitz bestehen, der
sich an der Krümmung der Hülse zweckmäßig in der Mitte befindet. Diese Aussparung
kann aber auch nach der einen
Seite hin so erweitert sein, daß an
dieser Stelle die ganze eine Flanke der Nute fehlt, wie es in Fig. 1 und 3 dargestellt
ist.
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Der wenigstens teilweise keilförmige mit dem Haken 4 versehene Einsatz
2 ist meist etwa ebenso lang wie die Hülse 1 und so dick, daß er sich in die Nute
3 einführen läßt und dabei sein breiteres unteres Ende von den federnden Nutenflanken
eingeklemmt wird. Der Haken 4 kann, wie in dem abgebildeten Beispiel, mit dem keilförmigen
Einsatz 2 aus einem Stück bestehen.
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Der Einsatz 2 weist die Keilform wenigstens an seinem oberen Teil
auf, der untere, breitere Teil des Einsatzes kann von gleichbleibender Dicke sein,
und in seiner Mitte kann der Einsatz 2, wie in dem abgebildeten Beispiel insbesondere
aus Fig. 4 hervorgeht, gemeinsam mit dem Haken von oben bis unten von gleichbleibender
Dicke sein.
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Beim Gebrauch des Klemmbügels wird der offene Rand des aufzuhängenden
Beutels B (in Fig. 2 ist sein oberster Teil dargestellt) in die Nute 3 der Hülse
1 eingelegt und durch Einschieben des Einsatzes 2 in der Nute festgeklemmt und zugleich
dicht verschlossen. Der Beutel kann dann mittels des Hakens 4 aufgehängt werden.
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Das Gewicht des Beutelinhalts wirkt bei dem Klemmbügel in der Weise,
daß es die Klemmwirkung des Bügels vergrößert, so daß der Bügel mit größter Sicherheit
festgehalten wird.