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Decken, Kissen sowie wärmehaltende Futter für Bekleidung.
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Die Neuerung betrifft Decken, Kissen sowie wärmehaltende Futter für
Bekleidung aller Art unter Verwendung von nichtreißkräftiger Faservliese oder Zellstoff,
ohne daß dieselben wie bisher versteppt werden.
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Die bisherige Herstellung war nur möglich entweder durch Versteppen
des Oberstoffes mit dem Unterstoff in deutlich sichtbare Recht-oder Dreiecke oder
durch Festigung der Faservliese durch Übersprühen, Verkleben oder Verschweißen der
Ober-und Unterseite, um die Vliese dadurch reißkräftiger zu machen.
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Im ersten Fall wird die Wärmerückhaltung an den Steppnähten. unterbunden
dadurch, daß der Oberstoff auf den Unterstoff an den Nähten direkt aufliegt, wodurch
das Füllmaterial zur Seite gedrückt wird und die durch den Füllinhalt geschaffenen
wärmerückhaltenden Luftzellen durch die Nähte herausgepreßt werden. Hinzu ko-lmt,
daß die versteppten Artikel neben der geringeren Wärmerückhaltung an den Steppnähten
das glatte Oberflächenbild unterbrechen und zufolge des Aussehens und Ahne Ins mit
der bekannten russischen Winterbekleidung hiergegen eine Aversion besteht.
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Versuche, lose Faservliese (wie solche aus dem Krempel kommen) durch
Verkleben oder Übersprühen oder Verschweißen (bei synthetischen Fasern) dem Faservlies
eine beschränkte Reißkraft zu geben, haben neben dieser Beschränkung den Nachteil,
daß sie die Elastizität und die Wärmerüokhaltung der Faser durch das notwendige
zu starke Übersprühen, Verschweißen oder Verkleben aufheben.
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Es erübrigt sich auch, mit Hilfe der Neuerung bei Verwendung von Zellstoffvliesen
die Zellstoffschichten in verschiedene Faserrichtungen übereinander zu legen ;,'oderbei
Krempelvliesen die Fasern selbst in verschiedene Richtungen zu bringen, um dadurch
eine größere Reißkraft der Vliese zu erzielen.
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Sämtliche obengenannte Nachteile und Übelstände beseitigt vorliegende
Neuerung.
| Die Abbildung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Neuerung. |
| CD |
Bei der Verwendung von zwei Vliesen wird auf den Unterstoff 1 das erste Zellstoff-oder
Faservlies 2 gelegt.
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Hierauf werden zwischen zwei leichten Kattunnessel 3y4 befindliche,
an den Kreuzungspunkten 5 vernähte diagonale Nesselstreifen 6 gelegt. Darauf wird
dann das zweite Vlies 7 gelegt und dann der Oberstoff 8. Dann wird an jeder offenen
Seite eine Doppelnaht 9 angebracht, die den Unterstoff 1, die beiden Vliesteile
2,7, die Enden der Nesselstreifen 6 fest mit dem Kattunnessel 3, 4 und dem Oberstoff
8 verbindet.
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Die Zugkraft in Kett-und Schußrichtung fängt der Ober-und Unterstoff
auf. Durch die diagonalen Nesselstreifen wird die diagonale Zugkraft :,, die bei
gewissen Geweben gering ist, aufgefangen und das sogenannte Schieben des Ober-und
Unterstoffes zusätzlich verhindert.
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Werden mehr als zwei Vliese aufeinandergelegt, ist es notwendig, diese
zusätzlichen Faservliese durch Kattunnessel (Mullnessel) zu trennen, die in ganzer
Breite, zwischen die übrigen Faservliese zu liegen kommen.... Dadurch wird verhindert,
daß bei leicht besprühen verleimten oder geschweißten Faservliesen die Außenseiten
der Vliese sichr reiben, die leichte Besprühung nicht beschädigt und dadurch gleichzeitig
das gewissen Fasern eigene Knäulen verhindert wird. Außerdem bewirkt der Mullnessel
ein lockeres Aufeinanderliegen der Füllvliese und erhöht damit die Wärmerückhaltung.
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Sämtliche Zugbelastungen werden durch die Randnähte und die dadurch
miteinander oder untereinander verbundenen Nesselstreifen aufgefangen.
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Ein aus mehreren Schichten wie oben hergestelltes Vlies kommt durch
Druckbelastungen nicht zum Reißen weil die Druckbelastungen für die einzelnen Vliese
durch die Nesselstreifen und durch die zwischengelegten Mullnessel vollkommen ausreichend
aufgefangen werden.
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Bei Verwendung des so hergestellten Stoffes als wärmendes Futter können
die Futterteile beliebig herausgeschnitten werden. Sobald sie vernäht sind, fangen
die Nesselstreifen gemeinsam mit den alten und den durch das Vernähen des Futters
notwendigen neuen Nähten alle Zugrichtungen auf.
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Ein solches Futter hat den Vorteil, da es nicht mit dem Oberstoff
in seiner ganzen Fläche verbunden wird (Kaschieren), daß der Fall und das Eigenstreben
des Oberstoffes nicht behindert und derselbe dadurch nicht benachteiligt wird. Schutzansprüche