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Vorrichtung zur aufeinanderfolgenden Entnahme dünnwandiger Deckel
von einem Deckelstapel
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Die Neuerung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur aufeinanderfolgenden Entnahme
dünnwandiger Metalldeckel am Unterende eines in einen Schacht eingeführten Deckelstapels
mittels eines mittig an eine Unterdruckleitung angeschlossenen elastischen Saugnapfes,
der den Deckel nach der Entnahme festhält und ihn durch gesteuerte Kippbewegung
und Abschalten des Unterdruckes auf das offene Oberende eines zu verschließenden
Behälters, z. B. einer Flasche oder eines Bechers aus Kunststoff oder Pappe, ablegt.
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Solche Vorrichtungen sind als einzubauende Teile vollautomatischer
Maschinen bekannt, bei denen eine Flüssigkeit oder eine Paste in einen Behälter,
z. B. einen Becher, eingefüllt und dann dünnwandige Deckel einem Deckelstapel am
Unterende eines Schachtes mittels eines Saugnapfes entnommen werden, die auf das
offene Oberende der Behälter abgelegt und dann durch eine weitere Vorrichtung auf
dem Behälter befestigt werden.
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Diese Saugnäpfe führen dabei eine Kippbewegung mit einem Winkel von
etwa 1800 aus. Die elastischen Saugnäpfe wurden bisher
mit einer
mittleren Durchbrechung auf das Ende einer Unterdruckleitung aufgeschoben und in
einer Umfangsnut der Leitung gehalten.
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Wenn nun ein solcher Saugnapf von unten gegen die nach unten gerichtete
Deckelfläche eines unteren Deckels im Stapel zur Anlage gebracht wird, so muß das
Material des Saugnapfes einerseits sehr weich sein, andererseits aber so hart, daß
der erfaßte Deckel durch die Elastizität des Saugnapfmaterials nach Abschalten des
Unterdruckes abgestoßen und auf die offene Oberseite des Behälters abgelegt werden
kann. Beim Ablegen des Saugnapfes gegen die Fläche eines unteren Deckels im Stapel
muß der Saugnapf entsprechend weit gepreizt werden und vorher oder zu diesem Zeitpunkt
wird der Unterdruck eingeschaltet, um den Deckel zu erfassen. Wenn nun solche Metalldeckel
sehr dünnwandig ausgeführt werden, so tritt durch den entsprechend zu wählenden
Unterdruck und durch das erforderliche geringfügige Anheben des Stapels beim Anlegen
des Saugnapfes sehr leicht ein Verbeulen der Deckelfläche des zu entnehmenden unteren
Deckels ein, so daß sich Undichtigkeiten am Napfrand ergeben, bzw. kein Haften des
Napfes am Deckel erreichbar ist. Es treten damit Stockungen bei der Entnahme von
Deckeln aus dem Schachtstapel ein oder etwa entnommene Deckel fallen von dem Saugnapf
ab, so daß bei automatischen Füllmaschinen einige Behälter bzw. Becher nicht mit
einem Deckel versehen werden.
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Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, selbst bei Entnahme
sehr dünnwandiger metallischer Deckel aus einem Stapel in einem Schacht ein solches
Verbiegen und Verbeulen der
Deckelflächen zu vermeiden und auch
beliebig hohe Unterdrucke zum einwandfreien Entnehmen der Deckel anwenden zu können.
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Um dies zu erreichen, besteht die Neuerung darin, daß bei der eingangs
erwähnten Vorrichtung die innere Mittelfläche des Saugnapfes von einer starren,
mit dem an der Saugleitung angeschlossenen Saugnapfträger verbundenen Platte abgedeckt
ist, deren nach außen gerichtete Fläche nur von einer Umfangsrandzone des Napfes
überragt wird. Wird nunmehr der Saugnapf von unten gegen den untersten Deckel eines
Deckestapels in einem Schacht zur Anlage gebracht, so übernimmt die starre Platte
das geringfügige Anheben des Deckelstapels, sw daß sich dann die Umfangsrandzone
des Saugnapfes nach Einschalten des entsprechend hoch gewählten Unterdruckes festhaftend
gegen die Deckelfläche legen kann, wobei die starre Platte die Deckelfläche plan
abstützt Um aber die Adhäsion z-wischen dem Teller mit Saugnapf und dem Deckel zu
vermeiden und dadurch das rechtzeitige Abfallen des Deckels nach Abschalten des
Unterdruckes zu gewährleisten, wird der Teller mit konzentrischen Nuten und mindestens
einer Radialnut vom Umfang bis zur Mittelbohrung versehen, so daß die Abhäsion des
Deckels am Teller aufgehoben wird und der elastische Napfrand den Deckel zum Abfallen
bringt.
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Die Praxis bat gezeigt, daß durch diese Maßnahme ein Verbeulen der
dünnwandigen Deckelfläche vermieden wird, so daß bei Anordnung der Vorrichtung in
einer automatischen Füll-und Verschlußmaschine keine Fehler auftreten.
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Auf der Zeichnung ist der an eine Unterdruckleitung anzuschließende
Saugnapf gemäß der Neuerung in einem Ausführungsbeispiel unterhalb eines schematisch
angedeuteten Deckelschachtes und oberhalb eines zu verschließenden Bechers mit einer
vergrößerten Aufsicht auf den Stützeteller dargestellt.
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Die Vorrichtung besteht aus einem Träger 1 mit einer längsverlaufenden
Durchbohrung, wobei dieser Träger auch ein Rohr sein kann. Dieser Träger 1 wird
in bekannter Weise mit einem Kipphebelgestänge gelenkig verbunden und andererseits
an eine Unterdruckleitung angeschlossen. Der Träger 1 ist am freien Ende mit einer
Ringausnehmung 2 versehen, in die sich die Wandung einer mittleren Durchbohrung
eines Saugnapfes 3 auf elastischem Material, z. B. Kautschuk, dichtend eingelegt.
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Entsprechend der Neuerung ist nun der Träger 1 am freien Ende mit
einer starren ebenen Platte, z. B. einer Metallplatte 4t versehen, die mittig durchbohrt
ist und die die innere Mittelfläche des Saugnapfes 3 abdeckt. Es ragt dann nur eine
Umfangsrandzone 3a des Saugnapfes, der sehr dünn ausläuft, über die nach außen gerichtete
Fläche der starren Platte 4 hinaus, Durch eine an sich bekannte vorerwähnte Mechanik
wird nun der Träger 1 mit dem Saugnapf 3 und der Platte 4 von unten nach oben gegen
die nach unten gerichtete Deckelfläche eines Deckels in einem Stapel angehoben,
der in einem Schacht 5 eingelegt ist. Beim Anheben biegt sich der weiche Napfrand
3a leicht nach außen weg, so daß dann die starre Platte 4 gegen den untersten Deckel
im Stapel zur Anlage kommt und nun der vorher oder zu
diesem Zeitpunkt
eingeschaltete Unterdruck gewünschter Höhe zur Wirkung kommen kann, so daß der unterste
Deckel des Stapels durch entsprechende Rückwärtsbewegung des Trägers 1 mit dem Saugnapf
3 ohne Verbiegen oder Verbeulen aus dem Schacht herausgenommen wird.
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Der Träger 1 führt darauf durch seine Mechanik eine Kippbewegung um
1800 aus, was mit der gestrichelten Pfeillinie 6 angedeutet ist, worauf der Unterdruck
abgeschaltet wird, so daß dann der erfaßte und festgehaltene, mit 7 angedeutete
Deckel durch die Blasti zität des Saugnapfmaterials abgestoßen und auf das offene
Oberende eines Behälters abgelegt wird. Der Deckel nimmt dann auf einem Becher 8
einer Flansch od. dgl. die im Beispeil angedeutete Lage ein und wird anschließend
durch einen Verschließkopf od. dgl. fest mit dem Behälter 8 verbunden.
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Um beim Abstmßen des Deckels eine etwaige Adhäsion zwischen dem Deckel
7 und dem Teller 4 zu vermeiden, wird der Teller 4 mit mehreren konzentrischen Nuten
9 und mindestens einer vom Umfang zur Mittelbohrung verlaufenden Radialnut 10 versehen
Wird nun, wie vorstehend ausgeführt, der Unterdruck abgeschaltet so kann der Napfrand
den Deckel 7 durch seine Elastizität ohne weiteres vom Teller 4 abheben und auf
den Becher 8 ablegen.