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Musterständer Die Neuerung betrifft einen Musterständer für bahnförmige
Ware, wie z. B. Teppiche oder Textilien, bei dem die Ware auf einer Anordnung von
waagrechten auswechselbaren Stäben hängt, die zwischen seitlichen Schilden befestigt
sind.
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Derartige Ständer werden dazu benutzt, um in Geschäften oder auf Ausstellungen
eine Auswahl der betreffenden Ware oder Mustern davon bequem zur Hand zu haben,
raumsparend aufzubewahren und schnell überstehen zu können. Insbesondere kann der
Käufer sich auf Grund des auf einem Ständer liegenden verhältnismäßig großen Musterstück
ein besseres Bild von der betreffenden Ware als an Hand kleiner Proben machen.
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Bei bekannten Musterständern der eingangs genannten Art hängt die
Ware auf einer aus Stäben gebildeten Trommel, welche zwischen zwei Haltearmen drehbar
ist. Die Ware kann hierbei auf verschiedenste Weise aufgelegt oder aufgehängt sein
und entweder jeweils nur um einen Stab herum gehen oder durch die Trommel hindurchgeführt
sein und an beiden Seiten nach unten hängen, wobei sie dann entsprechend auf zwei
im wesentlichen einander gegenüber angeordneten Stäben aufliegt.
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Bei diesen bekannten Nusterständern besteht jedoch ein gewisser Nachteil
darin, daß die Anbringung der Muster auf der käfigartigen Trommel insofern schwierig
ist, als diese sich drehen kann und nur für relativ wenige übereinander anzuordnende
Muster Raum bietet.
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Zweck der vorliegenden Neuerung ist es daher, einen Musterständer
zu schaffen, der eine große Anzahl von verschiedenen Mustern aufzunehmen vermag,
leicht mit Mustern zu behängen ist, ein ansprechendes Äußeres bietet und eine Übersicht
über alle in ihm enthaltenen Muster gestattet.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird neuerungsgemäß vorgeschlagen, daß bei
einem Musterständer der eingangs genannten Art die die Stäbe haltenden Schilde als
gleichschenkelige Dreiecke ausgebildet sind, deren Grundseite waag-recht verläuft.
Vorteilhaft hierbei ist es, die die Schenkel des Dreiecks bildenden Seiten der Schilde
länger als die Grundseite des Dreiecks auszuführen. Auf diese Weise kann eine etwa
dach-oder pultförmige Anordnung von zwischen zwei Seitenschilden befestigten Querstäben
hergestel'werden, deren Höhe und damit deren Fassungsvermögen beliebig bemessen
werden kann.
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Um eine zu scharfe Knickung der zuoberst liegenden Muster zu vermeiden
und um der Anordnung ein ansprechenderes Äußeres zu verleihen, ist es vorteilhaft,
die die Schenkel des Dreiecks bildenden Seiten der Schilde mit einer Rundung ineinander
übergehen zu lassen. Da nach einem weiteren vorteilhaften Vorschlag die die Varenmuster
haltenden Stäbe entlang der die Schenkel und die Abrundung bildenden Ränder an den
Schilden befestigt sind, sind die
betreffenden Stäbe beim Beladen
des Ständers mit Mustern oder beim Auswechseln derselben'alle leicht zugänglich,
wodurch sich eine verbesserte Brauchbarkeit des Ständers ergibt.
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Der neuerungsgemäße Musterständer wird an Hand der Zeichnung, die
ein Ausführungsbeispiel wiedergibt, nachstehend näher erläutert.
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Es zeigt : Fig. 1 den neuerungsgemäßen Musterständer in der Seitenansicht
und Fig. 2 der Ständer nach Fig. 1 in perspektivischer Darstellung und mit Ware
bzw. Nüstern behängt.
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Der neuerungsgemäße Ständer besteht aus einem vorzugsweise aus Rohren
gebildeten Gestell 2, das etwa in Au-genhöhe eines Menschen eine aus zwei Seitenschilden
4 und dazwischen querverlaufenden Stäben 3 bestehende dachförmige Anordnung zur
Anbringung der Ware oder der Muster bildet.
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Die Schilde 4 bilden, von der Seite gesehen, gleichschenklige Dreiecke,
deren die Schenkel bildenden Seiten mit 4b bezeichnet sind, während die Grundseite
mit 4a angegeben ist. Der der Grundseite 4a entsprechende Rand der Schilde 4 verläuft
waagrecht. Die Seiten 4b gehen mit einer Abrundung 4c ineinander über.
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Die die betreffende Ware bzw. die Muster haltenden Stäbe 3 sind auf
geeignete Weise zwischen den Innenseiten der Schilde 4 und parallel zu den Rändern
4b einschließlich der Rudnung 4c befestigt. Die Stäbe 3 können aus Federstahl gefertigt
und auswechselbar zwischen den Schilden 4 angeordnet sein.
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Zu diesem Zweck können in der Nähe der Seiten 4b bzw. 4c der Schilde
4 Vertiefungen angebracht sein, in die die Enden der Stäbe 3 eingreifen. Die entsprechend
dem Abstand zwischen den Schilden 4 bemessenen Stäbe 3 werden beim Auswechseln aus
ihrer geraden Richtung ausgebogen, so daß ihre Enden aus den entsprechenden Vertiefungen
freikommen. Anstatt an den Innenseiten . der Schilde 4 Vertiefungen zur Befestigung
der Stäbe anzuordnen, können auch andere Einrichtungen, wie z. B. kurze Rohrstücke
oder nach oben offene Hülsen, die den gleichen Zweck wie die Vertiefungen erfüllen,
vorgesehen werden.
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Die aus den Schilden 4 und den Stäben 3 bestehende dachförmige Anordnung
ist zwischen den senkrechten Haltearmen eines Gestells befestigt. Das zwischen den
oberen Enden der senkrechten Rohre 2 verlaufende Tragrohr 5 geht vorzugsweise durch
die waagrechte Schwerachse der aus Stäben und Schilden bestehenden Anordnung 1.
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An den unteren Enden der durch einen waagrechten Querbügel 8 verbundenen
senkrechten Rohre 2 sind schräg nach unten verlaufende Dtützrohre 7 befestigt, die
an den Enden mit lenkbaren Laufrollen 6 ausgestattet sein können.
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Jrforderlichenfalls kann der neuerungsgemäße Musterständer zerlegbar
ausgebildet sein, wobei die einzelnen Bauteile beispielsweise durch Steck-oder Schraubverbindungen
od. dgl. vereinigt werden können.
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Auf der dachförmigen Anordnung 1, bestehend aus den Seitenschilden
4 und den dazwischen angeordneten Stäben 3, kann die Ware oder können die Muster
auf verschiedenste Weise aufgelegt oder aufgehängt
werden. So kann
es beispielsweise zur Vorführung von Läufern oder Tapeten vorteilhaft sein, das
zuoberä ; liegende Muster unter dem an der höchsten Stelle der Anordnung 1 befindlichen
Stab hindurchzuführen, während es im übrigen an den beiden gegenüberliegenden Außenseiten
der Anordnung 1 nach unten fällt. Das nächst darunterliegende Muster kann dann unter
den beiden, beiderseits folgenden Stäben hindurchgeführt werden, und ebenfalls auf
beiden Seiten nach unten hängen, wobei das untere Muster bei gleicher Länge mit
seinem unteren Rand unter dem darüberliegenden sichtbar ist. In entsprechender Weise
können die weiteren Muster angeordnet sein, wobei jedoch beim Anbringen der Muster
auf der Anordnung 1 zweckmäßigerweise so verfahren wird, daß zunächst das erste
Muster über die beider einandergegenüber-liegenden untersten Stäbe gelegt und das
nächste Muster entsprechend höher aufgehängt wird.
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Es ist jedoch auch möglich, jedes Muster nur über einen Stab zu hängen,
so daß es mit beiden nden, bezogen auf die senkrechten Stützrohre 2, auf der gleichen
Seite des Ständers gehaltert ist.
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In diesem Fall können die einzelnen Muster auch am einen Ende mit
einer Schaufel od. dgl. versehen sein, durch die der betreffende Stab hindurchgeführt
ist und von dem sie dann nach Art einer Fahne nach unten hängen. Hierbei ist das
Fassungsvermögen des neuerungsgemäßen Musterständers entsprechend größer als bei
der Anbringung der Muster nach der zuerst beschriebenen Art.
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Der besondere Vorteil des neuerungsgemäßen Musterständers besteht
darin, daß die anzubietenden Muster leicht zugänglich und bequem austauschbar, dabei
aber auch für die Ware schonend und insgesamt raumsparend untergebracht sind.