[go: up one dir, main page]

DE18435C - Neuerungen an Telephonen - Google Patents

Neuerungen an Telephonen

Info

Publication number
DE18435C
DE18435C DENDAT18435D DE18435DA DE18435C DE 18435 C DE18435 C DE 18435C DE NDAT18435 D DENDAT18435 D DE NDAT18435D DE 18435D A DE18435D A DE 18435DA DE 18435 C DE18435 C DE 18435C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plate
current
receiving apparatus
line
wire
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT18435D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. E. DOLBEAR in Somerville (Mass. V. St. Amerika)
Publication of DE18435C publication Critical patent/DE18435C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R19/00Electrostatic transducers
    • H04R19/02Loudspeakers

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Transmitters (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate. Q
Neuerungen an Telephonen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. April 1881 ab.
Der wesentlichste Theil der Erfindung besteht in der Construction eines Empfangstelephons, welches durch eine secundäre Leitung in einer solchen, unten näher beschriebenen Weise in Thätigkeit gesetzt wird, dafs die Töne, welche auf einen beliebigen Uebertrager in der primären Leitung wirken, wiedergegeben werden.
Ein anderer Theil der Erfindung bezieht sich auf die Anordnung zweier oder mehrerer Empfangstelephone und zweier oder mehrerer Uebertrager in Verbindung mit einander für den praktischen Gebrauch. Diese Anordnung besteht in einer eigenartigen Combination zweier Inductionsrollen, zweier Empfangsapparate und zweier Uebertrager, wie nachbeschrieben.
Wie in Fig. 3 dargestellt, ist das Gehäuse des Empfangsapparates A. aus drei Stücken zusammengesetzt, aus einem Untertheil oder Rücken r, einem Obertheil oder einer Ohrplatte ί und einem Ring t, welcher Ober- und Untertheil zusammenhält, α und b sind dünne, elastische Platten, am besten aus Eisen, welche mit den Enden der secundären Leitung einer Inductionsrolle verbunden sind. Diese Platten sind am Rand fest eingespannt und liegen sehr nahe an einander, ohne sich jedoch zu berühren, indem ein dünner Ring d sie aus einander hält. Dieser Ring wird am besten durch einen nach innen vorspringenden dünnen Rand des Schrauberiringes / gebildet, die Platten a b liegen dann zu beiden Seiten des Randes d. Der Obertheil oder die Ohrplatte .? des Gehäuses hält die Platte α so eingespannt, dafs sie in ihrer ganzen Ausdehnung schwingen kann. Die Platte b wird von dem Untertheil r des Gehäuses gehalten.
An jede der beiden Platten α b ist eine schmale Zunge a2, Fig. 4, geformt, welche mit der Klemmschraube in der in der Zeichnung angedeuteten Weise verbunden ist. Mittelst dieser Zungen läfst sich der Druck gleichmäfsig auf den Umfang der Platten vertheilen.
In diesem Empfangsapparat ist die Platte a mit dem einen Ende der secundären Leitung, die Platte b mit dem anderen Ende derselben verbunden.
Die Regulirung des Instrumentes wird bewirkt durch die Schraube A1; dieselbe berührt die Rückseite der Platte b und verhütet die Schwingungen derselben, welche auf diejenigen der Platte α störend einwirken würden.
In dem hier beschriebenen Telephonsystem ist die Anwendung starker elektro-motorischer Kraft nothwendig; diese wird am besten erhalten durch eine secundäre Leitung mit starkem Widerstand; die besten Resultate werden erzielt mit einer Drahtlänge von 4 bis 5000 Faden oder Ohms Kupferdraht No. 36.
Die übertragenden Medien, welche meistens in Gebrauch sind, können in dem vorliegenden Empfangsapparat Anwendung finden.
In dem vorbeschriebenen Empfangsapparat werden beide Enden der secundären Leitung nutzbar gemacht; da jedoch nur die Verbindung mit einem Ende wesentlich und charakteristisch ist, so sind in den Fig. 6 und 7 drei andere Modificationen des Empfangsapparates dargestellt.
In jedem dieser Apparate besteht das Gehäuse aus dem Obertheil oder der Ohrplatte s,
dem Untertheil r und dem Verbindungsring /, der r und s mit einander verbindet. Die Platte α des Apparates I besteht aus einer dünnen, elastischen Scheibe, am besten aus Eisen, deren Schwingungen den Ton wiedergeben, welcher die Wand des Uebertragers T in Vibration versetzt. Dieser Uebertrager T von beliebiger Construction und die Batterie B sind in den Strom der primären Leitung eingeschlossen, was nicht näher beschrieben zu werden braucht.
Im Empfangsapparat I bildet die Platte a das eine Ende der secundären Leitung F, und jede Aenderung in der Elektricität der Rolle F beeinflufst die Wirkungskraft der Platte α im Apparat I und deren Anziehungskraft auf Platte b, welche dicht neben α liegt, ohne letztere zu berühren. Da jedoch die Platte b im Apparat I nicht vibriren kann, so wird α vibriren, je nachdem ihre Wirkungskraft variirt.
In dem Empfangsapparat I sind die Platte b, der Untertheil r und die Stellschraube u alle aus Metall. Es ist zu bemerken, dafs keiner dieser drei Theile mit der Leitung F verbunden ist, sondern dafs nur ein Ende dieser Leitung, nämlich die Platte a, sich in diesem Apparat befindet. Die Platte b kann hier mit dem Untertheil r des Gehäuses aus einem Stück bestehen, aber zum Zweck der Regulirun g ist es besser, die angegebene Einrichtung beizubehalten.
Die Anziehungskraft zwischen der mit Elektricität geladenen Platte α und irgend einem Nebenkörper ist gering, so lange letzterer nicht viel voluminöser als die Platte und selbst leicht elektrisirbar ist. Wenn folglich dieser Nebenkörper eine Platte ist (wie es sich wegen der Regulirung empfiehlt), so ist es gut, sie elektrisch mit einem Körper von gröfserem Volumen zu verbinden. Deshalb ist der Untertheil r des Gehäuses des Apparates I von Metall und hat metallischen Contact mit der Platte b. Im vorliegenden Falle bildet also die Platte b, der Untertheil r und die Schraube u, welche alle von Metall sind und unter sich metallischen Contact haben, demnach als ein Ganzes wirken, den Nebenkörper der Platte a, welcher von dieser angezogen wird. Es kann, wie gesagt, statt der drei Theile b r und u ein einziger metallischer Körper benutzt werden, die Regulirung müfste dann auf andere Weise bewirkt werden.
In dem Empfangsapparat II ist die Platte a, welche das Ende der secundären Leitung bildet, auf dem Gehäuseuntertheil r montirt, so dafs sie nicht vibriren kann und folglich isolirt sein mufs; es besteht deshalb der Untertheil r aus Hartgummi. Die Platte /;, welche in diesem Apparat II den Nachbarkörper bildet, ist durch den Draht b* mit einem Metallring r2, welcher den Untertheil r umspannt, in Verbindung, um die Anziehungskraft zu vergröfsern, die ein gröfseres Volumen,, als das der Platte b an sich, bedingt. Durch die vorliegende Einrichtung wird die Schwingung der Platte b, welche in diesem Apparat II proportional zu der elektrischen Ladung der Platte a vibrirt, nicht beeinträchtigt.
. Es können beide Platten b mit Erde verbunden sein, um ihre Elektrisirung zu erhöhen; es ist aber nicht nothwendig, dafs diese Verbindung bestehe, und die reproducirten Töne sind in Wirklickeit ebenso hörbar, wenn der Untertheil r des Gehäuses in der Hand gehalten wird, als wenn beide Platten b mit Erde leitend verbunden sind; auch macht es keinen Unterschied, ob dies bei beiden Platten oder nur bei einer geschehen ist. Mit anderen Worten, der Empfangsapparat I wird articulirte und sonstige Töne wiedergeben, wenn auch der Gehäuseuntertheil r aus Hartgummi oder sonstigem nichtleitenden Material besteht und die Platte b ganz aufser Verbindung mit der Leitung F ist, die Töne werden aber dann schwach, wenn auch deutlich hörbar sein; lauter werden sie, wenn der Untertheil. r, wie beschrieben, von Metall ist, oder wenn die' Platte b oder der Gehäusetheil r mit Erde in Verbindung steht. Der Unterschied ist sehr gering; die Töne sind in Wirklichkeit ebenso laut, wenn der Gehäusetheil r von Metall ist, als wenn die Platte b mit Erde leitend verbunden ist. Ebenso verhält es sich mit dem Apparat II; die Töne sind deutlich hörbar, wenn der Draht P und Metallring r2 fehlen, aber sie sind lauter, wenn diese Theile angewendet sind, wie gezeichnet, oder wenn die Platte b des Empfangsapparates II mit Erde in Verbindung steht.
Ueberdies hängt die Wiedergabe von Tönen durch den Empfangsapparat I ganz und gar nicht davon ab, ob ein Theil des Apparates II mit Erde leitend verbunden ist; denn der Apparat I wird genau ebenso functioniren, wenn die Platte b des Apparates II nicht mit Erde in Verbindung steht, als wenn dies der Fall ist; ebenso wird der Apparat II genau ebenso wirken, ob die Platte b des Apparates I leitende Verbindung mit der Erde hat oder nicht.
Anstatt, dafs die Platte b aus Metall besteht und in metallischem Contact mit dem Gehäusetheil r oder dem Ring r2 steht, kann sie auch aus einem nichtleitenden Material gefertigt sein, und in diesem Falle wird die Verstärkung des Tones dadurch erzielt, dafs die Platte b vor ihrer Einsetzung elektrisirt wird. Oder es kann die im Apparat III, Fig. 7, gezeigte Einrichtung getroffen sein. Hier ist b eine Gummiplatte und P eine Filzscheibe, welche auf dem Hartgummibolzen b* befestigt ist. Durch Drehung dieses Bolzens mit dem Filz wird die Gummiplatte ' b durch Reibung elektrisch.
Wie in Fig. 8, 9 und 10 gezeigt, können
eine Anzahl . der vorbeschriebenen Empfangsapparate As As A1 in verschiedener Anordnung mit der Leitung F verbunden sein.
Die Hauptvörtheile des vorliegenden Systemes vor allen bekannten Systemen bestehen darin, dafs es nicht merklich durch die gewöhnlichen inducirten Ströme der Linie gestört wird; es hat keinen Magneten, der an Kraft nachläfst, die Regulirung ist einfacher und unabhängig von barometrischen und hygrometrischen Einflüssen; es fehlt die feine Drahtspirale der gewöhnlichen Empfangsapparate, welche so oft der Reparatur unterworfen ist; es ist ferner sehr wirksam selbst bei sehr langen Linien. .
Die beste praktische Anwendung findet das beschriebene System in der in Fig. 5 schematisirten Anordnung, und die beste Form der Apparate ist die in Fig. 1 und 2 gezeigte.
In diesen Figuren stellt A die Empfangsapparate, T die Trahsmissionsinstrumente oder die übertragenden Medien, B die Batterien, F die Inductionsrollen und G die Umschaltungen dar.
Der Uebertrager T und die Batterie B sind in den Strom der primären Leitung der Inductionsrolle F eingeschlossen; dieser Strom wird geschlossen, wenn der Uebertrager in Function treten soll, indem das Glied g des Umschalters G überspringt und mit dem Anschlag gl in Contact kommt; dadurch wird die Kette der Batterie durch den Uebertrager und die primäre Leitung geschlossen. Die in der secundären Leitung inducirte Elektricität wirkt auf die Platten in dem entfernten Empfangsapparat mittelst der Drahtabzweigung ?«', welche von einem Ende der secundären Rolle F ausgeht und nach dem Glied g des Umschalters G, dem Glied ^2 des Umschalters G, dem Draht / der Linie (welcher eine Verlängerung von g2 ist), den Draht /2 (einer Abzweigung des Drahtes /), den Empfangsapparatdrähten albl, dem Draht»/2, den Gliedern g g3 des Umschalters G, dem Draht r"' und zur Erde führt. Auf diese Weise wird der 'Empfangsapparat der Aufgabestation (links in Fig. 5) und die secundäre Rolle F (rechts in Fig. 5) ausgeschlossen.
Befindet sich jedoch die Aufgabestation rechts in Fig. 5, so wird der Umschalter G rechts so gestellt, wie vorher links, und der Empfangsapparat zur Linken wird elektrisirt durch den Draht P, die Apparatdrähte a1 b1 (links in Fig. s), den Draht »z2, die Glieder g gs des Umschalters G (links) und den Draht nl, welcher zur Erde führt.
Der Umschalter G ist zusammengesetzt aus zwei Federn g g2 und zwei Anschlägen g1gs, welche in der gezeichneten Weise angeordnet sind; wenn die Feder g mit dem Anschlag g1 in Contact gebracht ist, so wird sie zugleich mit der Feder g 2 Contact haben, und wenn die Feder g mit dem Anschlag g3 in Contact ist, so ist sie aufser Contact mit der Feder g2 und dem Anschlag g1.
Das eine Ende der secundären Rolle ist mit der Feder g bezw. dem Draht b1 durch die Drahtabzweigungen m2 m2 verbunden.

Claims (4)

Patent-AnSprüche:
1. Ein telephonischer Empfangsapparat, der aus den auf die beschriebene Weise in einem Gehäuse eingespannten Platten a b gebildet wird.
2. Die Combination von zwei Inductionsrollen, von denen jede in ihrem primären Strom eine Batterie B und ein Transmissionsinstrument T, und in ihrem secundären Strom je einen Empfangsapparat A vermittelst der aus den Gliedern g g1 g2 g3 bestehenden Umschalter G umschliefst, wodurch der Empfangsapparat an der Absendestation und die Rollen an der Empfangsstation aus der Linie ausgeschaltet werden.
3. Die Combination eines primären Stromes, der in Stromleitung mit einer Batterie und einem Transmissionsinstrument steht, und eines secundären Stromes mit verbreiterter Elektrode a, welche in einem passenden Gehäuse befestigt ist und darin schwingen kann (oder die Platte b in Schwingungen versetzt).
4. Die Combination der Rollen FF1, von denen jede in den Strom einer Batterie eingeschlossen ist, und die so zusammen angeordnet sind, dafs ein durch eine der beiden gehender Strom einen Strom in der anderen inducirt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT18435D Neuerungen an Telephonen Active DE18435C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE18435C true DE18435C (de)

Family

ID=295314

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT18435D Active DE18435C (de) Neuerungen an Telephonen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE18435C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3365146A (en) * 1966-07-27 1968-01-23 Freeman Alfred Pneumatic systems

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3365146A (en) * 1966-07-27 1968-01-23 Freeman Alfred Pneumatic systems

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE18435C (de) Neuerungen an Telephonen
DE17784C (de) Neuerungen an telephonischen Apparaten
DE85182C (de)
DE1011525B (de) Frequenzrelais
DE10021C (de) Neuerungen an Telephonen
DE17544C (de) Neuerungen an Apparaten für tele- j phonische und telegraphische Zwecke
DE73985C (de) Mikrophon
DE10137C (de) Neuernngen an elektrischen Telephonen
AT136473B (de) Musikinstrument für elektrische Tonwiedergabe.
DE15635C (de) Neuerung an Telephonen
DE22633C (de) System, um auf einem und demselben Drahte telegraphiren und mittelst Telephon fernsprechen zu können
DE19285C (de) Telephon-System
DE192011C (de)
DE123971C (de)
DE21444C (de) Neuerungen an Fernsprechapparaten und Fernsprechsystemen
DE31410C (de) Neuerungen an dem unter Nr. 26187 patentirten Mikrophon. (Abhängig vom j Patent Nr. 26187.)
AT113814B (de) Elektrische Schallwiedergabe durch Grammophon- und ähnliche Platten.
DE72024C (de) Linienwähler für Fernsprechstellen
DE191919C (de)
DE205355C (de)
DE60236C (de) Elektrische Signalanlage
DE60996C (de) Mikrophongeber
DE178067C (de)
DE132436C (de)
DE28334A (de) Mikrophon