DE1738740U - Aus holzspanmaterial bestehende koerperstuetzen. - Google Patents
Aus holzspanmaterial bestehende koerperstuetzen.Info
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Description
leue G-ebrauchsmusteranmeldung
D 14455
"Aus Holzspanmaterial bestehende Körperstützen,"
Anmelderin: Firma Holzwerke Zapfendorf G.mob,H,, (15a)Zapfendorf/
0fr.
Körperstützen, insbesondere für Sitzmöbel, z.B. Stuhle oder
Hocker sitze, Rücken- und Armlehnen, sind in den verschiedensten, Ausführungen seit langem bekannt. Bei Erzeugnissen, an die
hinsichtlich Bequemlichkeit hohe Ansprüche gestellt werden, sind die dem Körper zugekehrten Flächen nicht eben, sondern
mehr" oder weniger gemuldet und manchmal auch der Form des dadurch gestützten Körperteiles in etwa anatomisch angepaßt.
Derartige Körperstützen werden mit besonderem Vorteil aus kunstharzgebundenen Holzspanmaterialien in Formpressen hergestellt,
weil bei dieser Art der direkten Herstellung der Erzeugnisse in der gewünschten Gestalt kein Abfall durch Formgebung
oder Flächenbearbeitung usw. entsteht. Derartige Körperstützen sind in der deutschen Patentschrift 872 831
(D ,934) beschrieben, -' ·
Dr»-Ing, Bernhard Raecke
Patentanwalt
D 1445 - 2 -
Aus preßtechnischen Gründen werden nun Körperstützen aus
Holzspanmaterial im allgemeinen mit einer über das ganze Erzeugnis hinweggehenden gleichmäßigen Dicke hergestellt,
d,h, etwaige Yerformungen der dem Körper zugekehrten Fläche
sind auch auf der dem Körper angewandten Seite, die zur Befestigung
der Unterlage dient, vorhanden. Dadurch wird nun die Montage der Körperstützen auf den Unterlagen, "beispielsweise
auf den Stuhllehnen oder Hockerheinen, die aus Holz, Metall,
z,B, Stahlrohr oder anderen ähnlichen Materialien bestehen
können, erschwert, weil vielfach zwischen der Körperstütze
und der Unterlage keine ausreichende Berührungsfläche besteht. Dies erfordert das Anbringen von Zwischenlagen in 3?orm von
Holzklötzen, deren Herstellung und Montage im allgemeinen ein gewisses handwerkliches Können voraussetzt. Daher wird die
Montage der Körperstützen auch oft beim Hersteller durchgeführt. Der Transport der fertigen Stücke zum Händler bzw, zum Käufer
erfordert verhältnismäßig viel Raume
Es wurde nun gefunden, daß man diese Nachteile dadurch beseitigt, daß man die Körperstützen bereits beim Pressen mit an
der Unterseite befindlichen angeformten, d.h., fest mit der Körperstütze verbundenen und im wesentlichen aus demselben
Material wie diese bestehenden Auflageflächen versieht, die eine für das Befestigen der Unterlage ausreichende enge Berührung
zwischen der Körperstütze und der Unterlage herstellen.
Dr,-Ing. Bernhard Raecke
Patentanwalt
D 1445 · - 3 -
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Körperstützen sind alle
mit Kunstharz versetzten Preßmassen auf Basis von zerkleinertem Holz brauchbar, sofern ihr Feuchtigkeitsgehalt klein genug
ist, um sie noch schüttfähig zu halten. Ein Verfahren, nach dem man besonders brauchbare Erzeugnisse erhält, ist in der
englischen Patentschrift 740 242 (E 937) beschrieben. Nach dem Verfahren der genannten englischen Patentschrift kann man in
besonders vorteilhafter Weise kurze Späne, wie sie bei der üblichen Bearbeitung von ÜTaturholz, wie z.B. beim Sägen,
Hobeln, Drechseln usw. anfallen, zu Preßteilen von hoher mechanischer Festigkeit verarbeiten. Diese hohe mechanische
Festigkeit ist teilweise auf das spezifische Gewicht der Erzeugnisse zurückzuführen, das im allgemeinen oberhalb 0,9,
vorzugsweise etwa im Bereich von 1,0 - 1,4 liegt. Die Erfindung ist aber nicht auf die nach dem Verfahren des genannten
englischen Patentes hergestellten Erzeugnisse beschränkt, sondern es können auch Holzspäne oder Holzspanmassen
anderer Spanformen verarbeitet werden,, Beim Pressen arbeitet
man zweckmäßigerweise mit transportablen Preßformen, die beispielsweise in dem deutschen Patent ,,» 0 „ <
> (Patentanmeldung H 7835 XIl/38 1 (D 937) beschrieben sind. Man kann die Preßteile
bereits beim Pressen mit einer.Oberflächenschicht versehen, deren Aussehen oder Zusammensetzung von der Grundmasse abweicht.
Es haben sich Kunstharzpreßmassen mit einem gegenüber der Grundmasse erhöhtem Kunstharzgehalt als sehr brauchbar erwiesen.
Die Grundmasse enthält im allgemeinen 5-20, vorzugsweise 7-17 Gewichtsprozent an gehärtetem Kunstharz„ Eine eventuell zur
- 4 -μ
Dr0-Ing. Bernhard Raecke
Patentanwalt
D 1445 - 4 -
Oberflächenvergütung vorgesehene Schicht "besitzt dagegen meist
mehr als 25 Gewichtsprozent Kunstharz, und sie kann bis zu 100 fo
aus Kunstharz bestehen. Im allgemeinen liegt der Kunstharzgehalt
derartiger Massen zwischen 25 und 75 Gewichtsprozent,, Mit
besonderem Vorteil verw.endet man gefärbte Kunstharzmassen und
hat so die Möglichkeit, dem Erzeugnis ein gefälliges Äußere zu verleihen, wobei diese Kunstharzschicht dadurch erzeugt
wird, daß man die noch nicht gehärtete Kunstharzpreßmasse in
die beim Pressen der Körperstützen verwandten Formen einstreut, darauf die Grundmasse schüttet und nun den Preßvorgang in
üblicher Weise durchführt. Man erhält so eine mit der Grundmasse des Preßteiles fest verbundene Oberfläche und spart auf diese
Weise besondere Arbeitsgänge beim Lackieren ein. Selbstverständlich können aber auch die Holzpreßmassen lackiert werden,
was insbesondere dann zweckmäßig ist, wenn nicht nur die Holzpreßmasse, sondern auch die Unterlage, auf der diese Sitze
befestigt sind, lackiert werden soll.
In den Abbildungen sind einige Körperstützen gemäß der Erfindung dargestellt. Der Einfachheit halber wurde hierzu ein kreisrunder
Hockersitz gewählt, dessen Randpartie tiefer liegt als die Mitte, jedoch ist die Erfindung selbstverständlich auch bei anderen
Körperstützen, insbesondere den in der deutschen Patentschrift 872 831 (D 934) beschriebenen Körperstützen anwendbar,
Mgur 1a zeigt einen runden Hockersitz von unten, bei dem die
nichtebene Unterseite des Hockersitzes 1 mit Stegen 2 versehen .
Dr.-Ing. Bernhard Raecke
Patentanwalt
D 1445' ' - 5 -
ist, die in Richtung auf die Mitte des Hockersitzes verlaufen und deren Auflageflächen in einer Ebene liegen, Vorzugsweise
versieht man diese Stege "bereits beim Pressen mit den zum Einschrauben oder zum andersartigen Einsetzen der Befestigungsmittel
erforderlichen Öffnungen, und in einer "besonders zweckmäßigen Ausführungsform werden die zum Einschrauben der Befestigungsmittel
dienenden, mit einem Gewinde versehenen Metallbuchsen 5 eingesetzt, Figur 1b zeigt einen Querschnitt
entlang der Linie A-Aj in diesem Fall ist der Hockersitz mit einer beim Pressen in einem Arbeitsgang aufgebrachten Oberflächenschicht
4 aus Kunstharzpreßmasse versehen.
Figur 2a zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung, bei der die ebene Befestigungsfläche nicht durch Stege, sondern durch
sogenannte Augen 5 gebildet wird, die aus der Unterfläche des Hockersitzes herausragen. Auch hier können löcher für das Anbringen
der Befestigungsmittel und insbesondere mit G-ewinden
versehene Metallbuchsen 3 angebracht werden» In Figur 2a/3b
ist die Befestigungsfläche als ebene kreisrunde Scheibe ausgebildet, die zu dem Umfang des Hockersitzes konzentrisch liegt»
Alle diese Hockersitze zeichnen sich dadurch aus, daß sie aus der Oberfläche der Unterseite des Sitzes hervortretende Auflageflächen
besitzen, die in einer Ebene liegen, so daß das Gestellt, auf dem der Sitz befestigt wird, beispielsweise ein oben gleichfalls
ebenes Holz- oder Stahlrohrgestell, ohne weiteres auch von ungelernten Arbeitskräften beim Händler oder sogar beim
Claims (1)
- Dr.-Ing. Bernhard RaeckePatentanwaltD 1445 - β -Käufer leicht zusammengesetzt werden kann, Diese Möglichkeit erspart nicht nur wertvolle Arbeitskraft, sondern es ist auch möglich, die Sitze und Gestelle voneinander getrennt zu transportieren, wobei man durch Zusammenlegen der Sitze und Ineinander stecken der Gestelle sehr viel Transportraum spart»Sollte die Befestigungsfläche des .Gestells bzw, der Unterlage nicht eben sein, so können die erfindungsgemäßen Körperstützen selbstverständlich" auch mit unebenen Auflageflächen versehen werden, die aber das Gestell an den zur Befestigung vorgesehenen Stellen über eine größere, wenn auch unebene Fläche hinweg "berühren.Die an der Befestigungsseite der nicht ebenen Körperstützen befindlichen erfindungsgemäßen Auflageflächen werden beim Pressen der härtbaren Holzspanmassen zusammen mit den Körperstützen selbst in einem Arbeitsgang hergestellt« Dadurch fällt nicht nur die Herstellung dieser Auflagen und ihre Befestigung auf der Befestigungsseite der Körperstützen fort, sondern sie sind mit der Grundmasse, aus der die Körperstützen bestehen, fest verbunden,, und im allgemeinen bestehen Auflage- und Körperstütze aus derselben Grundmasse, so daß Auflage- und eigentliche Körperstütze homogen ineinander übergehen»Schutzansprüche1 ο Aus zerkleinertem kunstharzgebundenem Holz bestehende, nicht ebene Körperstützen mit einem spezifischen Gewicht von wenig-- 7 -HqDr.-Ing. Bernhard RaeckePatentanwaltD 1445 - 7 -stens 0,9, vorzugsweise im Bereich von 1,0 - 1,4, dadurch gekennzeichnet, daß sie an den zur Befestigung mit der Unterlage bestimmten Stellen beim Preßvorgang hergestellte und mit der G-rundmasse fest verbundene angeformte Auflagen besitzen,2, Erzeugnisse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagen Öffnungen zum Aufnehmen der Befestigungsmittel besitzen.«3e Erzeugnisse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich in den Öffnungen Metallbuchsen befinden, insbesondere solche, die innen mit Befestigungsmitteln, wie z„B, G-ewinden oder ähnlichem versehen sind,4, Hockersitz nach Anspruch 1-3, bestehend aus einem runden, kunstharzgebundenen Preßteil, dessen Sitzfläche in der Mitte tiefer ist als an den Rändern, und das an der Unterseite aus dieser heraustretende und mit der G-rundmasse fest verbundene geformte Auflagen besitzt; deren untere Begrenzungsflächen in einer Ebene liegen.5„ Körperstützen nach. Anspruch. 1-4, gekennzeichnet durch eine mit der G-rundmasse fest verbundene und von dieser verschiedenen, beim Pressen, hergestellten Oberflächenbeschichtung, die vorzugsweise einen höheren Kunstharz gehalt aufweist als die G-rundmasse«(Dr. Eaecke) Patentanwalt Gen.Vollm. 20/1953
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| DE1738740U true DE1738740U (de) | 1957-01-31 |
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| DE1956H0023269 Expired DE1738740U (de) | 1956-11-10 | 1956-11-10 | Aus holzspanmaterial bestehende koerperstuetzen. |
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1956
- 1956-11-10 DE DE1956H0023269 patent/DE1738740U/de not_active Expired
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