DE1729145B2 - Schneckenstrangpresse für Kunst stoff - Google Patents
Schneckenstrangpresse für Kunst stoffInfo
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Description
>ie Erfindung betrifft eine Schneckenstrangpresse Kunststoff mit einer in einem hohlzylindrischen
Gehäuse mit durchgehend glatter Innenwand drehba angeordneten Schnecke, die anschließend an einer
ersten Abschnitt einen Mischabschnitt aufweist.
Es sind Schneckenstrangpressen für thermopla
stische Kunststoffe bekannt, bei denen dadurch ein< bessere Mischwirkung der Schnecken erzielt werder
soll, daß die Schnecken verschieden ausgebildeu Mischabschnitte aufweisen (USA.-Patentsrhrifter
2453 088, 2496625, 2 765490, 2 868 517, 3 00602Ϊ
ίο und 3 221369). Diese Schneckenstrangpressen arbeiten
jedoch, was die Dispergierung und das Mischer der eingebrachten Kunststofimassen anbelangt, nichi
rufriedenstellend. Dies ist einmal darauf zurückzufunren, daß das Strangpreßgut keine einheitliche
t5 Temperatur aufweist, wodurch die pro Zeiteinheit
aus der Schneckenstrangpresse austretende Gutmenge nicht konstant gehalten werder. kann
Die Gleichmäßigkeit der Temperatur des Stranggutpreßgutes hängt bekanntermaßen von der Güte
der Durchmischung des Gutes ab, die in der Presse stattfindet. Dabei soll auf die höher viskosen Bestandteile
des Strangpreßgutes eine hohe Scherspannunc und auf die niedriger viskosen Bestandteile eine niedrige
Scherspannung ausgeübt werden, ein Vorgang.
as der als dispergierendes Mischen bezeichnet wird. De«
weiteren ist die Temperatur des Strangpreßgutes von der Art und Weise der Preßschnecke abhängig, wie
diese das Gut beim Mischen verteilt. Dieses sogenannte verteilende Mischen kennzeichnet sich durch
den Abstand, den zwei Teilchen des thermoplastischen Kunststoffes an der Schneckenaustrittsöffnung
voneinander aufweisen, die an der Schneckeneintrittsöflnung nebeneinander gelegen haben.
Die Mischwirkung der Schneckenstrangpresse erlangt bei der Beimengung von Farbstoffen zur Kunststoffmasse
oder bei der Vermischung von zwei oder mehreren verschiedenen Polymerisaten von unter
Umständen unterschiedlicher Viskosität für die Homogenität des Endproduktes besondere Bedeutung.
Bei einer anderen bekannten Schneckenstrangpresse, die gleichfalls eine Mischzone aufweist, dient
diese Mischzone zum Einführen eines Gases und kennzeichnet sich durch einen vergrößerten Produktraum,
der die bei der Gaseinführung aufschäumende Kunststoffmasse aufnimmt (USA.-Patentschrift 2 860 377).
Diese bekannte Preßschnecke ist eingängig und weist auch in der Mischzone nur eine einzige, schraubenförmig
verlaufende Nut auf. Ihre Eignung zur dispergierenden und zur verteilenden Mischung von Kunststoff
ist deshalb gering.
Bei einer anderen bekannten Schneckenstrangpresse werden zwei Mischabschnitte mit je zwei Nuten
verwendet, die identisch ausgebildet sind (USA.-Patentschrift 3 221369). Zwar wird hierbei durch eine
sich in Förderrichtung ändernde Nuttiefe im Vergleich zu der nur einen Mischabschnitt aufweisenden
Schneckenstrangpresse eine bessere Mischung erreicht, die jedoch die Vermengung von heißeren bzw.
niedriger viskosen Bestandteilen der Kunststoffmenge und der weniger heißen bzw. höher viskosen Bestandteile
zwischen den Schneckenstegen und der Schnekkenzylinderwand in einem nur mangehaften Maß bewirkt.
Bei einer anderen bekannten Schneckenstrangpresse zum Mischen von Kunststoff wird ein Schnekkenabschnitt
verwendet, bei dem die Tiefe der Schneckennut in Förderrichtung von der Einzugs- zur
Ausstoßzone hin fortschreitend abnimmt und an-
schließend wieder zunimmt (Patentschrift 41 733 des Durch deren abnehmende Tiefe erhöhen sich Preß-Amtcs
für Erfindungs- und Patentwesen in Ost-Ber- druck und Temperatur, wodurch die Viskosität dielin).
Diese Schneckenstrangpresse besitzt jedoch ser Teile abnimmt, die nun auch durch den kleinen
keine durchgehend zylindrische Innenwand, sondern Spielraum zwischen den Stegen und der Innenwand
bei Abnahme der Ganghöhe der Schnecke langsam 5 des Zylinders durchtreten können,
sich in der Gangtiefe vergrößernde und wieder ab- Bei dem erfindungsgemäßen Mischabschnitt treten nehmende, im entgegengesetzten Drehsinn der also zunächst die heißeren bzw. niedriger viskosen Schneckengänge verlaufende Zylindergänge, die bei Bestandteile über die die Stege hinweg, während die Erreichnung der Endhöhe der Schneckengänge aus- weniger heißen bzw. höher viskosen Bestandteile zulaufen. Dadurch wird eine stärkere Erhitzung des io nächst in den Eintrittsnuten verbleiben, bis ihnen Kunststoffs im mittleren Abschnitt der Schnecken- genügend Energie zugeführt ist, um ihre Temperatur strangpresse bewirkt, jedoch keine homogene Ver- zu erhöhen und die Viskosität herabzusetzen, so daß mischung. auch diese Teile über die Stege hinweggehen können.
sich in der Gangtiefe vergrößernde und wieder ab- Bei dem erfindungsgemäßen Mischabschnitt treten nehmende, im entgegengesetzten Drehsinn der also zunächst die heißeren bzw. niedriger viskosen Schneckengänge verlaufende Zylindergänge, die bei Bestandteile über die die Stege hinweg, während die Erreichnung der Endhöhe der Schneckengänge aus- weniger heißen bzw. höher viskosen Bestandteile zulaufen. Dadurch wird eine stärkere Erhitzung des io nächst in den Eintrittsnuten verbleiben, bis ihnen Kunststoffs im mittleren Abschnitt der Schnecken- genügend Energie zugeführt ist, um ihre Temperatur strangpresse bewirkt, jedoch keine homogene Ver- zu erhöhen und die Viskosität herabzusetzen, so daß mischung. auch diese Teile über die Stege hinweggehen können.
Schließlich ist noch eine Schneckenpresse zur Ver- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
arbeitung von theimoplastischen Kunststoffen be- 15 in den Unteransprüchen gekennzeichnet,
kanntgeworden, bei der im Schneckensteg radiale Die Erfindung wird nachfolgend an Hand des in
Kanäle angeordnet sind, die einerseits in den Spalt cleT Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
zwischen Schneckensteg und Zylinderinnenwand und näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
andererseits in einen als Sammelraum dienenden und F i g. 1 einen Längssc! iiitt des Zylinders einer
eine Ausstoßöffnung an der Schneckenspitze aufwei- ao Schneckenstrangpresse für Kunststoff mit einer
senden axialen Kanal innerhalb de? Schneckenkerns Schnecke, die einen speziell gestalteten Mischab-
münden (deutsche Auslegeschrift 1 207 074). Bei die- schnitt besitzt, wobei zwecks besserer Darstellung
ser Schneckenpresse wird jedoch in erster Linie eine einzelne Teile weggebrochen sind,
Aufteilung des zu verarbeitenden Kunststoffes wäh- Fig. 2 in größerer Darstellung den Mischabschnitt
rend des Fördervorgangs in der Schnecke erreicht, 25 der Schnecke nach Fig. 1 in einer Seitenansicht,
indem die flüssige Phase von der festen Phase des F i g. 3 einen Querschnitt nach der Linie 3-3 in
Kunststoffs während des Durchtritts durch den Spalt F i g. 2,
zwischen Schneckensteg und Zyünderinnenwand ge- F i g. 4 einen Querschnitt nach der Linie 4-4 in
trennt wird. Fig. 2,
Aufgabe der Erfindung ist es daher, den Misch- ?o F i g. 5 einen Querschnitt nach der Linie 5-5 in
abschnitt einer Schneckenstrangpresse so auszubil- F i g. 2 und
den, daß die Schnecke den zu verarbeitenden Kunst- Fig. 6 eine Abwicklung der Schnecke nach
stoff sowohl dispergierend mischt, d. h. gleichzeitig F i g. 2.
eine hohe Scherspannung auf die höher viskosen Fig. 1 zeigt ein zylindrisches Gehäuse 10 einer
Kunststoffbestandteile und eine niedrigere Scherspan- 35 Schneckenstrangpresse. Das Gehäuse ist am hinteren
nung auf die niedriger viskosen Bestandteile ausübt, Ende mit einer Eintrittsöffnung 11 versehen, in die
um ein bezüglich seiner Viskosität und Temperatur Kunststoff aus einem nicht gezeigten Fülltrichter einhomogeneres
Strangpreßgut zu erhalten. gebracht wird. Das Gehäuse ist an seinem Vorder-
Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß vorge- ende mit einem Düsenkörper 12 versehen, der eine
schlagen, daß die Schnecke im Mischabschnitt mit 40 Düsenöffnung 13 besitzt. Quer über das vordere Ende
nebeneinander verlaufenden Stegen und zwischen des Gehäuses erstreckt sich im Hereich seiner Verdiesen
liegenden Nuten mehrgängig ausgebildet ist, bindung mit dem Düsenkörper eine Lochscheibe 14,
daß die Eintrittsnuten jeweils unmittelbar neben den die als Sieb für das Strangpreßgut dient.
Austrittsnuten angeordnet sind und die Umfangs- In dem Gehäuse 10 ist eine Schnecke 15 angeordflächen der Stege im Abstand von der Innenwand 45 net, die einen axialen Fortsatz 16 hat, der mit dem des Gehäuses liegen und daß die Tiefe der Eintritts- üblichen, nicht gezeigten Drehantrieb der Strangnuten in Förderrichtung der Schnecke gesehen fort- presse gekuppelt werden kann. In der dargestellten schreitend abnimmt, während die Tiefe der Austritts- Ausführungsform besteht die Schnecke 15 aus drei nuten fortschreitend zunimmt. Abschnitten, und zwar einem hinteren Abschnitt 17,
Austrittsnuten angeordnet sind und die Umfangs- In dem Gehäuse 10 ist eine Schnecke 15 angeordflächen der Stege im Abstand von der Innenwand 45 net, die einen axialen Fortsatz 16 hat, der mit dem des Gehäuses liegen und daß die Tiefe der Eintritts- üblichen, nicht gezeigten Drehantrieb der Strangnuten in Förderrichtung der Schnecke gesehen fort- presse gekuppelt werden kann. In der dargestellten schreitend abnimmt, während die Tiefe der Austritts- Ausführungsform besteht die Schnecke 15 aus drei nuten fortschreitend zunimmt. Abschnitten, und zwar einem hinteren Abschnitt 17,
In dem Mischabschnitt findet beim Anmeldunps- ',0 einem vorderen Abschnitt 18 und einem mittleren
gegenstand ein kräftiges Durchmischen des thermo- oder Mischabschnitt 19. Die Abschnitte 17 und 18
plastischen Kunststoffes statt, der am Eingang des sind in an sich bekannter Weise ausgebildet. Je nach
Mischabschnittes eine nicht homogene, geschmolzene Erfordernis hinsichtlich der Grüße und Betriebs-Masse
darstellt, d. h., Temperatur und Viskosität sind bedingungen können diese drei Schneckenabschnitte
in der Masse nicht gleichmäßig verteilt. Der Misch- 55 ein einheitliches Ganzes bilden oder voneinander
abschnitt besteht aus zwei hintereinanderliegenden trennbar sein.
Teilen, indem zwischen Stegen Nu:?n angeordnet Der Mischabschnitt 19 der Schnecke ist mit mehsind,
die verschieden ausgebildet sind und Eintritts- reren, im wesentlichen koaxialen, vorzugsweise in
bzw. Austrittsnuten bilden. Da die Tiefe der Ein- gleichen Abständen voneinander angeordneten,
trittsnut in Förderrichtung fortschreitend abnimmt, 60 schraubenlinienförmigen Stegen 20, 21, 22 und 23
wird die Kunststoffmasse beim Vorschub stark zu- und mit mehreren schraubenlinienförmigen Nutend,
sammengepreßt und wird durch den kleineren Spiel- 8, C und D versehen, die von je zwei Stegen beraum
zwischen der Außenfläche der Stege und der grenzt werden, und zwar die Nut A von den Stegen
Innenwand des Zj linders hindurch in die Austrittsnut 20 und 21, die Nut B von den Stegen 21 und 22, die
gepreßt. Dabei gelangen die weniger heißen, also 65 Nut C von den Stegen 22 und 23 und die Nut D von
noch stärker vhkosen Teile der Kunststoffmasse den Stegen 23 und 20. In der dargestellten Ausfühnicht
sofort über die Stege in die Austrittsnut, son- rungsform erstreckt sich jede Nut um etwa 360° um
dem werden in der Eintrittsnut weiter vorgedrückt. die Achse des Mischabschnitts 19 herum.
Die Umfangsflächen der Stege 20, 21, 22 und 23 sind Teile der Mantelfläche eines geraden Krciszylinders,
so daß der Durchmesser des um die Stege umgeschriebenen Kreises über die ganze Länge der
Mischzone gleich ist. Der in Fig. 2 mit X bczeichnete,
kleine Radialabstand zwischen einem Steg und der Innenwandung des Gehäuses ist daher für alle
Stege gleich. Diese sind ferner vorzugsweise parallel.
Gegebenenfalls kann aber der Radialabstand zwischen den Stegen und der Innenwandung des Gehäuses
sich von einem Ende des Mischabschnitts 19 zum anderen auch verändern. Beispielsweise können die
Stege und/oder das Gehäuse so ausgebildet sein, daß der Radialabstand von dem Eintritts- zum Austrittsende
des Mischabschnitts zunimmt oder abnimmt oder zuerst zunimmt und dann abnimmt oder zuerst
abnimmt und dann zunimmt. Unabhängig davon, ob der Radialabstand über die Länge des Mischabschnitts
gleich bleibt oder sich ändert, ist zur Erzielung optimaler Ergebnisse der Abstand an allen Stegen
in jedem gewählten Querschnitt durch den Mischabschnitt gleich.
Der Radialabstand X ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zu diesen gehören die Viskosität des
Strangpreßgutes und die Arbeitsleistung der Maschine. Zur Erzielung befriedigender Ergebnisse soll
der Radialabstand etwa 0,2 bis 3% des Durchmessers der Zylindergehäusebohrung betragen. Radialabstände
im unteren Teil dieses Bereiches sind bei Massen relativ niedriger Viskosität und/oder langsam
arbeitenden Maschinen vorzuziehen, Radialabstände in dem oberen Teil dieses Bereiches dagegen bei Massen
relativ hoher Voskosität und/oder schnell arbeitenden Maschinen. Bei Massen mittlerer Viskosität
beträgt der Radialabstand vorzugsweise etwa 0,5 %>
des Durchmessers der Gehäusebohrung.
Die Nuten B und D sind vorzugsweise identisch und haben eine abnehmende Tiefe, die an dem an
den Schneckenabschnitt 17 anschließenden Eintrittsende am größten und an dem an den Schneckenab-
schnitt 18 anschließenden Austrittsende am kleinsten ist und sich dort der Innenwandung des Gehäuses 10
soweit wie möglich nähert. Die Nuten B und D bilden sackgassenartige Eintrittsnuten (vgl. F i g. 3).
Die Nuten A und Γ sind ebenfalls vorzugsweise identisch. Jede dieser Nuten ist den Nuten B und D
ähnlich, doch nimmt ihre Tiefe in der entgegengesetzten Richtung ab. Sie ist am Austrittsende am größten
und am Eintrittsende am kleinsten. Die Nuten A und C stellen Austrittsnuten dar (vgl. Fi g. 4).
Die Eintritts- und Austrittsnuten wechseln miteinander ab. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind zwei Eintrittsnuten B und D und zwei Austrittsnuten A und C vorgesehen, doch kann man je nach
den Anforderungen an die Gesamtkonstruktion jede gewünschte Anzahl von Eintritts- und Austrittsnuten
verwenden. Es sind Konstruktionen denkbar, in denen nur eine Eintrittsnut und eine Austrittsnut erforderlich
sind.
Wie am besten aus der F i g. 6 hervorgeht, haben die Eintrittsnuten B und D vorzugsweise je eine
Strecke B'-B" bzw. D'-D" von konstanter Tiefe, der sine Strecke von abnehmender Tiefe folgt, die von
dem Punkt B" bzw. D" in den Endpunkt B'" bzw. D'" der betreffenden Nut führt. Die Austrittsnuten A
und C haben je eine Strecke A'"-A" bzw. C'"-C" /on in dieser Richtung zunehmender Tiefe und eine
Strecke A"-A' bzw. C"-C von konstanter Tiefe, die am Austrittsende der Nuten endet. Die Punkte A"
und B", C" und D"', C" und D" und A" und B"
liegen auf entgegengesetzten Seiten der ihnen gemein samen Stege, annähernd auf einer Linie.
Im Betrieb wird das Strangpreßgut in das Gehaust 10 durch dessen Eintrittsöffnung 11 eingebracht unc
durch die Drehung des hinteren Abschnitts 17 dci Schnecke 14 vorgeschoben. In dem hinteren Schnekkenabschnitt
wird das Strangpreßgut geschmolzen, etwas vermischt und an das Eintrittsende des Mischabschnitts
19 abgegeben. An dieser Stelle besteht das Strangpreßgut aus einem schmelzflüssigen Gemisch
ungleichmäßiger Temperatur und Viskosität. Das Strangpreßgut tritt durch die Nuten B und D in den
Mischabschnitt ein und wird in diesen Nuten unter der kombinierten Wirkung des in dem hinteren
Schneckenabschnitt erzeugten Drucks und der fördernden, schraubenlinienförmigen Stege des Mischabschnitts
vorgeschoben. Wenn das Strangpreßgut an den Punkten B" und D" der Eintrittsnuten vorbeiwandert,
treten die heißeren bzw. niedriger viskosen Bestandteile über die Stege 21 und 23 hinweg in die
Austrittsnuten A bzw. C ein. Infolge des kleinen Radialabstandes zwischen den Stegen und der Innenwandune
des Gehäuses sind die weniger heißen bzw. höher vskosen Bestandteile nicht imstande, über die
Stege hinwcgzugelangen, sondern es werden diese Bestandteile in den Eintrittsni'ten weiter vorgeschoben,
deren Tiefe abnimmt. In den seichter werdenen Nuten wird dem Strangpreßgut zunehmende Energie
zugeführt, so daß die Temperatur erhöht und die Viskosität herabgesetzt werden, bis das Strangpreßgut
über die Stege in die Austrittsnuten gelangen kann.
Eine ähnliche Wirkung wird während des Übertritts des Gutes über die Stege erzielt. Beim Durchtritt
durch den engen Spalt (F i g. 2) zwischen den Stegen und der Innenwandung des Gehäuses wird
das höher viskose Gut einer stärkeren Beanspruchung und stärkeren Erwärmung ausgesetzt als das niedriger
viskose Gut. Der Radialabstand X wird in Abhängigkeit von den gewünschten Ergebnissen gewählt.
Aus den Austrittsnuten fließt das Strangpreßgut in den vorderen Abschnitt 18 der Schnecke. In diesem
Abschnitt werden die Temperaturen und der Druck auf bekannte Weise gesteuert, ehe das Strang^reßgut
durch die Lochscheibe 14 und die Düsenöffnung 13 hindurchgepreßt wird.
Die vorstehend erläuterte Arbeitsweise gilt für Strangpreßgut, das in Form eines schmelzflüssigen
Gemisches durch die Eintrittsnuten B und D in den Mischabschnitt 19 gelangt. Vorzugsweise soll das in
die Eintrittsnuten eintretende Strangpreßgut sich vollständig im schmelzflüssigen Zustand befinden, damit
eine optimale Gleichmäßigkeit der Temperatur und Viskosität erzielt wird. Eine Schneckenstrangpresse
der hier beschriebenen Art arbeitet jedoch auch vollkommen zufriedenstellend, wenn das eintretende
Strangpreßgut sich nicht vollständig im schmelzflüssigen Zustand befindet. Beispielsweise kann ein kleinerer
Anteil des in die Eintrittsnuten eintretenden Strangpreßgutes aus nichtgeschmolzenen oder teilweise
geschmolzenen Teilchen des Ausgangsgutes bestehen. Infolge des geringen Abstands zwischen dem
Gehäuse und den Stegen können diese Teilchen nicht über die Stege hinweggelangen, sondern bewegen sich
weiter in den Eintrittsnuten vorwärts, bis die ver-
stärkte Knetwirkung, der sie infolge der abnehmenden
Tiefe der Eintrittsnut unterworfen werden, diese Teilchen zum Schmelzen bringt.
Wie in den Figuren gezeigt, befindet sich der Mischabschnitt 19 zwischen den beiden Abschnitten
IJ und 18 einer zweistufigen Schnecke. In manchen
Anwendungsfällen wird jedoch die zweite Schneckenstufe weggelassen, so daß der Mischabschnitt das Behandlungsgut
direkt an die Lochscheibe und die Düsenöffnung abgibt. Bei schwierigen Mischaufgaben
kann mehr als ein einziger Mischabschnitt erforderlieh sein. Beispielsweise kann eine zweistufige
Schnecke mit einem Mischabschnitt zwischen den beiden Stufen und einem weiteren Mischabschnitt
nach der zweiten Stufe vorgesehen sein.
Der Mischabschnitt 19 dient nicht nur zum Misehen des Strangpreßgutes, sondern auch zur Steuerung
des Gegendrucks, der auf den hinteren Abschnitt bzw. die erste Stufe der Schnecke ausgeübt
wird. Durch geeignete Wahl des Steigungswinkels der Stege des Mischabschnitts kann dieser Druck erhöht
oder herabgesetzt werden. Wenn der Steigungswinkel 90 ' beträgt, d. h., wenn die Stege zu der Achse der
Schnecke parallel sind, ist der Gegendruck maximal, weil dann der Mischabschnitt keine Förderwirkung
auf das Strangpreßgut ausübt.
Außer dem Steigungswinkel können noch andere Faktoren in Abhängigkeit von den Betriebsbedingungen
und der Art des Strangpreßgutes verändert werden. Zu diesen Faktoren gehören der Radialabstand
zwischen den Stegen und dem Gehäuse, die Länge des Mischabschnitts, die Tiefe der Nuten und die
Anzahl der Nuten. In manchen Fällen ist es zweckmäßig, an einem Ende oder beiden Enden des
Mischabschnitts unterbrochene Schultern 24 vorzusehen, wie sie in den Fig. 2 und 6 gezeigt sind. Diese
Schultern haben einen größeren Durchmesser als die Stege und verhindern daher, daß das Strangpreßgut am
Eintrittsende zwischen den Stegen direkt in die dort geschlossenen Austrittsnuten gelangt oder am Austrittsende
direkt aus den Eintrittsnuten austritt (vgl. F i g. 5).
Das Strangpreßgut muß daher vollständig durch den kleinen Zwischenraum treten, der über dem Steg
zwischen den Eintritts- und Austrittsnuten vorhanden ist; und dieses Strangpreßgut hat in seiner Gesamtheit
beim Verlassen des Mischabschnitts eine im wesentlichen einheitliche Temperatur und Viskosität.
Beispielsweise wurde eine Schneckenstrangpresse von 114,3 mm Durchmesser, in der das Verhältnis
von Länge zu Durchmesser 24:1 betrug, unter Produktionsbedingungen
mit Polystyrol hoher SchlagZähigkeit verwendet. Das Strangpreßgut wurde durch eine Düse stranggepreßt, die so ausgebildet war, daß
eine Folie mit einer Nenndicke von 0,25 mm und einer Breite von 100,3 cm erhalten wurde. Bei Verwendung
einer üblichen Strangpreßschnecke ohne den Mischabschnitt betrug die Dickenstreuung bei
einer Produktionsleistung von 204 kg/h 0,01 mm, Dann wurde eine neue Schnecke eingebaut, die einen
Mischabschnitt nach dem vorstehend beschriebenen ao bevorzugten Ausführungsbeispiel hatte. Dadurch
wurde die Dickenstreuung auf 0,005 mm herabgesetzt, was eine deutliche Verbesserung der Gleichmäßigkeit
der Temperatur und der Viskosität de; Strangpreßgutes anzeigte. Ferner wurde die Produktionsleistung
auf 349 kg/h erhöht und die Temperatur des Strangpreßgutes in wünschenswertei
Weise von 254° C bei der üblichen Schnecke aul 246° C bei der Schnecke mit dem Mischabschniti
herabgesetzt.
Der in dem vorstehend angegebenen Beispiel ir der Schnecke vorgesehene Mischabschnitt hatte ein«
Länge von 216 mm und war mit zwei Eintrittsnuter und zwei Austrittsnuten versehen. Das Gehäuse hattt
einen Innendurchmesser von 114,30 mm, und di< Stege des Mischabschnitts hatten einen Außendurch
messer von 113,51 mm, so daß der Radialabstand Λ 0,395 mm betrug. Die Nuttiefe am Eintrittsei.de jede;
Eintrittsnut und am Austrittsende jeder Austrittsnu betrag vom Außendurchmesser der Stege aus ge
messen 6,22 mm. Der Steigungswinkel der Stege be· trug 30°. Die Schultern 24 hatten einen Durchmesse
von 113,92 mm.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Schneckenstrangpresse für Kunststoff mit einer in einem hohlzylindrischen Gehäuse mit
durchgehend glatter Innenwand drehbar angeordneten Schnecke, die anschließend an einen
ersten Abschnitt einen Mischabschnitt aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schnecke im Mischabschnitt (19) mit nebeneinander verlaufenden Stegen (20, 21, 22, 23)
und zwischen diesen liegenden Nuten (A, B, C, D) mehrgängig ausgebildet ist, daß die
Eintrittsnuten (B, D) jeweils unmittelbar neben den Austrittsnuten (A, C) angeordnet sind und die
Umfangsflächen der Stege (20, 21, 22, 23) im Abstand (λ) von der Innenwand des Gehäuses
(10) liegen und daß die Tiefe der Eintrittsnutcn (B, D) in Förc'errichtung der Schnecke (15) gesehen
fortschreitend abnimmt, während die Tiefe der Austrittsnuten (A, C) fortschreitend zunimmt.
2. Schneckenstrangpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsflächen
der Stege (20, 21, 22, 23) Teile der Mantelfläche eines geraden Kreiszylinders sind.
3. Schneckenstrangpresse nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstand (.v) zwischen dem Umfang jedes Steges
(20, 21, 22, 23"* und der Innenwand des Gehäuses (10) etwa 0,2 bis 3% des Bohrungsdurchmessers
beträgt.
4. Schneckenstrangpresse nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstand zwischen dem Umfang jedes Steges (20,
21, 22, 23) und der Innenwand des Gehäuses (10) etwa 0,5% des Bohrungsdurchmessers beträgt.
5. Schneckenstrangpresse nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils
einer der Stege (20, 21, 22, 23) sowohl eine Eintrittsnut als auch eine Austrittsnut begrenzt.
6. Schneckenstrangpresse nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Eintrittsnuten (B, D) an ihrem vorderen Ende in die Umfangsflächen der sie begrenzenden Stege
(21, 22; 23, 20) übergehen.
7. Schneckenstrangpresse nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Austrittsnuten (A, C) an ihrem Ende in die Umfangsflächen der sie begrenzenden Ste0c (20, 21;
22, 23) übergehen.
8. Schneckenstrangpresse nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stege (20, 21, 22, 23) parallel zueinander sind.
9. Schneckenstrangpresse nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Tiefe der Eintrittsnuten an ihrem Beginn im wesentlich konstant ist und an ihrem Ende fortschreitend
abnimmt.
10. Schneckenstrangpresse nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Tiefe der Austrittsnuten (A, C) an ihrem Beginn fortschreitend zunimmt und an an ihrem Ende
im wesentlich konstant ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| Date | Code | Title | Description |
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Owner name: LEESONA CORP., 02887 WARWICK, R.I., US |
|
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: TISCHER, H., DIPL.-ING. KERN, W., DIPL.-ING. BREHM, H., DIPL.-CHEM. DR.PHIL.NAT., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN |