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DE1719320A1 - Isolierstoffe fuer elektrische Leitungen - Google Patents

Isolierstoffe fuer elektrische Leitungen

Info

Publication number
DE1719320A1
DE1719320A1 DE19671719320 DE1719320A DE1719320A1 DE 1719320 A1 DE1719320 A1 DE 1719320A1 DE 19671719320 DE19671719320 DE 19671719320 DE 1719320 A DE1719320 A DE 1719320A DE 1719320 A1 DE1719320 A1 DE 1719320A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
insulating materials
weight
percent
fillers
diorganopolysiloxanes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19671719320
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Dipl-Chem D Nitzsche
Karl-Heinrich Dipl-C Wegehaupt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wacker Chemie AG
Original Assignee
Wacker Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wacker Chemie AG filed Critical Wacker Chemie AG
Publication of DE1719320A1 publication Critical patent/DE1719320A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
    • H01B3/30Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances plastics; resins; waxes
    • H01B3/46Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances plastics; resins; waxes silicones
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/02Elements
    • C08K3/04Carbon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Organic Insulating Materials (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Isolierstoffe für elektrische Leitungen Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zusatzstoff für zur Herstellung von Isolationen elektrischer Leitungen, s. B. in Kabeln, verwendeten, zu Elastomeren härtbaren Massen auf Grundlage von Diorganopolyßiloxanen und Füllstoffen.
  • Die Verwendung von zu Elastomeren härtbaren Nassen auf Grundlage von Diorganopolysiloxanen und Füllstoffen zur Herstellung von Isolationen elektrischer Leitungen, z. B. in Kabeln, ist schon lange bekannt. Die dielektrisohen Eigenschaften der aus solchen Nassen hergestellten Isolationen bleiben in einem weiten emperatur-und Frequenzbereich völlig oder praktisch völlig unverandert. Die Durchschlagsfestigkeit solcher Isolationen bei Spannungen über 250 V, insbesondere über 1 KV, ist jedoch nicht immer befriedigend.
  • Die erfindungsgemäßen Isolierstoffe ergeben dagegen Isolationen mit überraschend hoher Durchschlagsfestigkeit. Es empfiehlt sich daher ihre Anwendung für die Herstellung von Isolationen elektrischer Leitungen, die bei Spannungen von mindestens 250 V, insbesondere mindestens 1 KV, betrieben werden.
  • Gegenstand der Erfindung sind Isolierstoffe für bei mindestens 250 V betriebene elektrische Leitungen, bestehend aus zu Elastomeren härtbaren Massen auf Grundlage von Diorganopolysiloxanen und Püllstoffen, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0,5 bis 7 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Massen, an leitfähigem Kohlenstoff. ils Diorganopolysiloxane können auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung alle Diorganopolysiloxane verwendet werden, die bisher in als Isolierstoffe verwendbaren zu Elastomeren härtbaren Nassen auf Grundlage von Diorganopolysiloxanen und Füllstoffen verwendet wurden bzw. verwendet werden konnten. Am meisten verwendet werden und daher auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugt als Diorganopolysiloxane sind Dimethylsiloxane oder Mischpolymere aus 99 bis 85 Molprozent Dmethylsiloxan- und 1 bis 15 Molprozent Diphenylsiloxan- und/oder Phenylmethylsiloxaneinheiten, insbesondere Mischpolymere aus 99, 9 bis 99,8 Molprozent Dimethylsiloxan-und 0,1 bis 0,2 Molprozent Vinylmethylsiloxaneinheiten. Die Viskosität dieser Diorganopolysiloxane beträgt im allgemeinen mindestens 100 cSt/250 C, vorzugsweise mindestens 5 000 cSt/25° C und insbesondere mindestens 100 000 cSt/250 C; sie kann aber auch 107 cSt/25°C und mehr betragen.
  • Der Ausdruck "Diorganopolysiloxane" soll einen Gehalt der Diorganopolysiloxane an Nischpolymeren Nicht-Diorganosiloxaneinheiten neben den Diorganosiloxaneinheiten nicht ausschließen. Beispiele für Nicht-Diorganoæiloxaneinheiten, wie- sie manchmal, wie allgemein bekannt, als Verunreinigungen oder absichtlich in Diorganopolysiloxanen vorhanden sind, sind Dimethylvinylsiloxan-, Trimethylsiloxan-, Methylhydrogensiloxan-, Monomethylsiloxan-, SiO4/2-und Dimethylsilphenyleneinheiten. Soweit es sich dabei um Methylhydrogensiloxan- oder limethylsilphenyleneinheiten handelt, sollte ihr Anteil nicht mehr als 20 Molprozent, und wenn es sich um andere der vorstehend genannten Nicht-Diorganosiloxaneinheiten handelt, ihr Anteil nicht mehr als 1 Molprozent in den Polysiloxanmolekülen betragen. ile Füllstoffe könen im Rahmen der vorliegenden Erfindung ebenfalls alle Füllstoffe verwendet werden, die auch bisher in als Isolierstoffe verwendbaren zu Elastomeren härtbaren Massen auf Grundlage von Diorganopolysiloxanen und Füllstoffen verwendet wurden bzw. verwendet werden konnten. Es handelt sich dabei um hitzebeständige, feste Füllstoffe mit hohem elektrischem Widerstand. Beispiele für solche Stoffe sind insbesondere pyrogen in der Gasphase erzeugtes Siliciumdioxyd, unter Erhaltung der Struktur entwässerte Kieselsäurehydrogele, gefälltes Siliciumdioxyd, Diatomeenerde, Quarzmehl, Aluminiumoxyd, Eitandioxyd, Eisenoxyd, Zirkoniumsilikat, Aluminiumsilikat, Bariummetazirkonat und Calciummetatitanat. Es können Gemische verschiedener Füllstoffe verwendet werden.
  • Die Füllstoffe werden vorzugsweise in Mengen von 20 bis 70 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht von Diorganopolysiloxan und Füllstoff- verwendet.
  • Neu, erfindungsgemäß wesentlich und hinsichtlich der dadurch erzielten Wirkung überraschend ist, daß zusätzlich zu Diorganopolysiloxan und Füllstoff, wobei es sich jeweils um Stoffe mit hohem elektrischem Widerstand handelt, in Isolierstoffen für elektrische Leitungen leitfähiger Kohlenstoff verwendet wird.
  • Unter dem Begriff "leitfähiger Kohlenstoff" sollen hier alle Kohlenstoffarten verstanden werden, deren spezifischer Widerstand bei Raumtemperatur, d.h. bei etwa 180 C bis 250 C und einem Druck von 100 bis 300 kg/cm2 kleiner als 0,5 Ohm . cm, insbesondere kleiner als 0,2 Ohm . cm, ist. Als Leitfähiger Kohlenstoff sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung wegen ihrer leichten Zugänglichkeit, die leitfähigen Rußsorten, d.h. die Rußsorten, deren spezifischer Widerstand unter den vorstehend angegebenen Bedingungen kleiner als 0,5 Ohm . cm, insbesondere kleiner als 0,2 Ohm . cm ist, beispielsweise Acetylenruß, bevorzugt. Als leitfähiger Kohlenstoff können jedoch auch z. B. die meisten Graphitsorten verwendet werden.
  • Vorzugsweise beträgt die durchschnittliche Teilchengröße des erfindungsgemäß verwendeten Kohlenstoffs höchstens 1 Mikron.
  • Zahlreiche Sorten von leitfähigem, für die Anwendung im Rahmen der vorliegenden Erfindung geeignetem Kohlenstoff sind ebenso wie viele Arten aller übrigen hier beschriebenen Stoffe im handel erhältlich.
  • Bei einem Gehalt unter 0,5 Gewichtsprozent und bei einem Gehalt über 7 Gewichtsprozent, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Massen, an leitfähigem Kohlenstoff, besitzen die Isolationen eine unbefriedigend niedrige Durchschlagsfestigkeit bzw. einen zu niedrigen Durchgangswiderstand. Die höchste Durchschlagsfestigkeit wird bei einem Gehalt von 1,5 bis 3 Gewichtsprozent, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Nassen, an leitfähigem Kohlenstoff erzielt.
  • Zweckmäßig ist der leitfähige Kohlenstoff in den Isolierstoffen möglichst gleichmäßig verteilt.
  • Der Ausdruck "Gesamtgewicht der Massen" bezieht sich jeweils auf die Summe der Gewichtsmengen aller in den erfindungsgemäßen Isolierstoffen vorhandenen Stoffe, d.h. der Diorganopolysiloxane, Füllstoffe, leitfähigem Kohlenstoff und gegebenenfalls mitverwendeten weiteren Stoffe.
  • Durch den erfindungsgemäß wesentlichen Zusatz an leitfähigem Kohlenstoff wird, wie bereits erwghnt, die Durchschlagsfestigkeit der Isolationen aus den diesen Zusatz enthaltenden Isolieretoffen, bestehend aue zu Elastomeren härtbaren Nassen auf Grundlage von Diorganopolysiloxanen und Füllstoffen beträchtlich gesteigert; die übrigen elektrischen Eigenschaften dieser Isolationen, wie spezifischer Durchgangswiderstand, Verlustfaktor tg delta und Dielektrizitätskonstante, werden durch den erfindungsgemäß wesentlichen Zusatz nicht oder praktisch nicht verändert.
  • Zusätzlich zu den bisher genannten Stoffen können die erfindungsgemäßen Isolierstoffe gegebenenfalls für zu Elastomeren härtbare Massen auf Grundlage von Diorganopolysiloxanen und Füllstoffen herkömmliche Zusätze enthalten. Beispiele für solche Zusätze sind Zusätze zur Verminderung des Verstrammens beim Lagern, d.h. zur Verminderung des sogenannten"crtpe ageing" oder der Strukturbildung, peroxydische Härtungsmittel, Farb-Pigmente, wie Chromoxyd und Pigmente auf Grundlage von Eisenoxyd, Oxydationsinhibitoren, Hitzestabilisatoren, Lichtschutzmittel und Mittel zur Verhinderung oder Verminderung der bleibenden Verformung.
  • Die erfindungsgemäßen Isolierstoffe können bei der Herstellung der Isolationen nach beliebigen, zur Härtung von Organopolysiloxanen zu Elastomeren geeigneten Verfahren gehärtet werden.
  • So können sie beispielsweise, wenn sie peroxydische Härtungsmittel, wie 2, 4-Dichlorbenzoylperoxyd, Di-tert.-butylperoxyd und/oder 2, 5-3i8 (tert.-butylperoxy ;-)-2, 5-dimethylhexan, enthalten, durch Erhitzen, oder durch Vermischen mit Polykieselsäurealkyiestern oder Methylwasserstoffsiloxanen und Salzen von Carbonsäuren, wie Ferrinaphthenat oder Dibutylzinndilaurat, oder durch Hochenergiestrahlen, z. B. aus einem Van-de-Graaff-Generator oder von Kobalt 60, gehärtet werden. Weil damit eine besonders hohe Hitzebeständigkeit der Isolationen erzielt wird, ist die Härtung mit peroxydischen Härtungsmitteln bevorzugt. Die peroxydischen Härtungsmittel werden zweckmäßig in Mengen von 1 bis 6 Gewichtsprozent, vorzugsweise 2 bis 4 Gewichtsprozent, jeweils bezogen auf das Gewicht der Diorganopolysiloxane, verwendet.
  • Die Herstellung der erfindungsgemäßen Isolierstoffe kann in der bei der Herstellung von zu Elastomeren härtbaren Massen auf Grundlage von Diorganopolysiloxanen und Füllstoffen üblichen Weise, d.h. durch möglichst gleichmäßiges Vermischen aller Bestandteile mittels in der tautschuk-Industrie üblicherweise verwendeten Mischgeräten, wie Walzenstühlen, erfolgen.
  • Weil dadurch eine besonders hohe Durchschlagsfestigkeit der Isolationen erzielt wird, erfolgt vorzugsweise die Formgebung und Härtung der erfindungsgemäßen Isolierstoffe in bekannter Weise so, daß unmittelbar danach die fertige Isolation auf dem zu isolierenden elektrischen Leiter vorliegt, d,h, der Isolierstoff wird durch Extrudieren auf den elektrischen Leiter aufgespritzt und dort gehärtet, oder daß unmittelbar danach zumindest die Isolation in ihrer endgUltigen Form, meist eines Schlauches, vorliegt.
  • Die erfindungsgemäßen Isolierstoffe eignen sich ausgezeichnet z. B. zur Herstellung von Zündleitungen für Gasentladungslampen und Explosionsmotoren sowie für bei über 250 V betriebene Leitungen in Fernsehgeräten.
  • Beispiel 1 Aus jeweils 100 Gewichtsteilen eines Diorganopolysiloxans aus 99,9 Molprozent Dimethylsiloxan- und 0,1 Molprozent Vinylmethylsiloxaneinheiten mit etwa 900 000 cSt/250 C, 8 Gewichtsteilen eines durch Hydrolyse von Phenylmethyldichlorsilan erzeugten Siloxans mit 5 Gewichtsprozent Si-gebundenen Hydroxylgruppen, einer Paste (als Härtungsmittel) aus gleichen Gewichtsteilen 2,4-Dichlorbenzolperoxyd und eines durch Trimethylsiloxygruppen endblockierten Dimethylpolysiloxans mit 250 cSt/250 C, Füllstoffen und nach dem Öl-Furnace-Verfahren hergestelltem Ruß mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 27,7 m Mikron, einer Oberfläche von 133 m2/g nach 3ET und einem spezifischen elektrischen Widerstand, gemessen bei Raumtemperatur und einem Druck von 300 kg/cm2, von 0,06 Ohm. . cm werden Mischungen hergestellt.
  • Die Mengen von als Härtungsmittel verwendeter Paste, Füllstoffen und Ruß sowie die Art der Füllstoffe sind in der folgenden Tabelle I angegeben.
  • Tabelle I
    Gewichtsteile auf 100 Gewichtsteile Diorganopolysiloxan Gewichtsprozent Ruß,
    in Mischung Nr. bezogen auf das Ge-
    samtgewicht der Mischung
    1** 2** 3** 4** 5** 6** 7** 8 9 10 11 12 13 14
    Pyrogen in der 1 0
    Gasphase erzeug- 50 45 50 45 45 45 50 50 45 50 45 45 45 50
    tes Siliciumdi- 2 0
    oxyd *)
    Diatomeenerde*) 0 20 0 0 0 0 0 0 20 0 0 0 0 0 3 0
    4 0
    Quarzmehl*) 0 0 20 0 0 0 0 0 0 20 0 0 0 0 5 0
    6 0
    Titandioxyd*) 0 0 0 20 0 0 0 0 0 0 20 0 0 0 7 0
    8 1,5
    Eisenoxyd (Fe2O3) 0 0 0 0 20 0 0 0 0 0 0 20 0 0 9 1,9
    *) 10 2,4
    Zirkoniumsilikat 0 0 0 0 0 20 0 0 0 0 0 0 20 0 11 1,9
    *) 12 1,9
    Ruß 0 0 0 0 0 0 0 2,4 3,5 4,5 3,5 3,5 3,5 5 13 1,9
    14 3,0
    Paste aus Per-
    oxyd und Di- 2,4 2,6 2,6 2,6 2,6 2,6 6,4 6,4 7,0 7,0 7,0 7,0 7,0 6,5
    methylpoly-
    siloxan
    *) Füllstoff **) Vergleichsmischungen Aus den 14 Mischungen werden jeweils durch Extrudieren und Erhitzen in Heißluft von 300° C als Prüfkörper Schläuche mit einem äußeren Durchmesser von etwa 8 mm, einer Wandstärke von 1,55 + 0,05 mm und einer Länge von 1 m hergestellt. Zur Messung der Durchschlagsfestigkeit wird Jeder dieser Schläuche mit einer wässrigen 10 gewichtsprozentigen Natriumchlorid-Lösung gefüllt und in U-Form in eine wässrige 10 gewichtsprozentige Natriumchlorid-Lösung so eintauchen gelassen, daß die beiden Schlauch-Enden jeweils etwa 20 cm über die Flüssigkeitsoberfläche herausragen. Dann wird eine Elektrode in die den Schlauch umgebende Lösung und eine Elektrode in die im Schlauch befindliche Lösung getaucht. An die Elektroden wird eine Wechselspannung von 50 Hz (Schwingungen je Sekunde) angelegt, die innerhalb von 20 Sekunden auf 15 000 V gesteigert wird. Durch eine in den Stromkreis eingeschaltete Uhr wird die Zeit bis zum Durchschlag gemessen. Je länger diese Zeit ist, desto höher ist die Durchschlagsfestigkeit des Prüfkörpers. Wenn nach 50 Stunden kein Durchschlag erfolgt, wird die Prüfung abgebrochen.
  • Die Brgebnisse dieser Prüfungen sind in der folgenden Tabelle II wiedergegeben. Darin bedeutet die ZahL 50 jeweils, daß nach 50 Stunden die Prüfung abgebrochen wird, ohne daß vorher ein Durchschlag erfolgte.
  • Tabolle II
    Misohungs-Nr. Früfstunden bis zum Durchsching
    Hessungn-Nr.
    1 2 3 4 5 6
    1** 3 0,3 4 3 2,2 3,4
    2** 0,2 1,5 7 0,5 0,7 2
    3** 4,4 9 3 2,2 10 7
    4** 9 4 12 5,5 8 11
    5** 13 9 37 15 40 16
    6** 8 2,5 10 7 5,5 11
    7** 2 1,5 2,7 4,8 8 3,2
    8 50 50 50 50 50 32
    9 50 50 39 42 50 50
    10 50 50 50 50 50 50
    11 50 50 50 50 50 50
    12 50 50 50 50 50 50
    13 50 50 50 50 50 50
    14 38 25 50 35 27 37
    ** - Vergleichsmischungen Beispiel 2 Mit einer Mischung, welche die Zusammensetzung von Mischung 8 gemäß Beispiel 1 aufweist mit der Ausnahme, daß die 2,4 Gewichtsteile Öl-Furnace-Ruß durch 2,4 Gewichtsteile Acetylen-Ruß mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 56 m Mikron, einer Oberfläche von 77 m2/g nach BET und einem spezifischen elektrischen Widerstand, gemessen bei Raumtemperatur und einem Druck von 200 kg/cm2, von p, 14 Ohm . cm ersetzt wurden, wird ein Leitungsmassivdraht mit 1,6 mm Durchmesser durch Extrudieren mit einer Beachichtung von 2,6 mm Dicke, die durch Erhitzen in Heißluft von etwa 3750 C gehärtet wird, überzogen. Stücke von 1 m Länge der so erhaltenen Leitungen werden in U-Porm in eine wässrige 10 gewichtsprozentige Natriumchlorid-Lösung eo eintauchen gelassen, daß die beiden Enden der Stücke jeweils etwa 20 cm über die Flüssigkeitsoberfläche herausragen. Dann wird eine Blektrode in die das zu prüfende Leitungsstück umgebende Lösung getaucht und eine Elektrode mit dem Leitungsstück verbunden. An die Elektroden wird eine Wechselspannung von 50 Hz und 25 000 V angelegt. Es werden drei Messungen durchgeführt, die jeweils nach 200 Stunden abgebrochen werden, ohne daß vorher ein Durchschlag erfolgte.
  • Zum Vergleich werden dir vorstehend beschriebenen Maßnahmen wiederholt mit der Ausnahme, daß nicht die Mischung 8 sondern die Mieichung 1 gemäß Beispiel 1 verwendet wird. Bei den drei Messungen treten Durchsohläge nach 12, 11 bzw. 23 Stunden auf.

Claims (4)

  1. Patentansprüche 1. Isolierstoffe für bei mindestens 250 V betriebene elektrische Leitungen, bestehend aus zu Elastomeren härtbaren Massen auf Grundlage von Diorganopolysiloxan und Füllstoffen, g e -k e n n z e i c h n e t durch einen Gehalt von 0,5 bis 7 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Massen, an leitfähigem Kohlenstoff.
  2. 2. Isolierstoffe nach Anspruch 1, g e k e n n z e i c h n e t durch einen Gehalt von 1,5 bis 3 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Massen, an leitfähigem Kohlenstoff.
  3. 3. Isolierstoffe nach Anspruch 1 und 2, g e k e n n z e i c h n e t durch einen Gehalt an solchem leitfähigem Kohlenstoff, dessen spezifischer Widerstand bei Raumtemperatur und einem Druck von 100 bis 300 kg/cm2'kleiner' als 0,2 Ohm . cm, ist.
  4. 4. Anwendung der-Isolierstoffe nach Anspruch 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Isolierstoffe durch Extrudieren auf den elektrischen Leiter aufgespritzt und dort gehärtet werden.
DE19671719320 1967-04-13 1967-04-13 Isolierstoffe fuer elektrische Leitungen Withdrawn DE1719320A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2391250A1 (fr) * 1977-05-18 1978-12-15 Hotfoil Ltd Perfectionnements aux caoutchoucs electriquement conducteurs

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2391250A1 (fr) * 1977-05-18 1978-12-15 Hotfoil Ltd Perfectionnements aux caoutchoucs electriquement conducteurs

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