[go: up one dir, main page]

DE1719363B - Verfahren zur Behandlung von natürlichem und/oder synthetischem Fasermaterial zur Verbesserung von Rutschsicherheit, Mattglanz und/oder Widerstand gegen Trockenverschmutzung - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von natürlichem und/oder synthetischem Fasermaterial zur Verbesserung von Rutschsicherheit, Mattglanz und/oder Widerstand gegen Trockenverschmutzung

Info

Publication number
DE1719363B
DE1719363B DE1719363B DE 1719363 B DE1719363 B DE 1719363B DE 1719363 B DE1719363 B DE 1719363B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sio
units
silsesquioxanes
resistance
fiber material
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Sharon Rosalie Lansing; Yates Gerald Paul Midland; Mich. Mohrlok (V.StA.)
Original Assignee
Dow Corning Corp., Midland, Mich. (V.StA.)

Links

Description

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Behandlung von Fasermaterial, insbesondere von Geweben oder Teppichen, wodurch gleitfcste und mattierende Eigenschaften und/oder Widerstandsfähigkeit gegen Trockenverschmutzung erzielt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Behandlung von natürlichem und/oder synthetischem Fasermaterial mittels wäßriger Polysüoxanemuls.ionen zur Verbesserung von Rutschsicherheit, Mattglanz und/oder Widerstand gegen Trockenverschmutzung durch Auftragen kolloidaler Suspensionen von festen Silsesquioxanen und anschließendes Trocknen des Fasermatcrials ist dadurch gekennzeichnet, daß als Silsesquioxane solche aus Einheiten der allgemeinen Formel
RSiO372
worin 5 bis 100% aer Reste R substituierte Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 7 C-Atomen, deren Substitucnten Amino-, Mercapto-, Hydroxyl-, Epoxy-, Acrylat-, Cyano- oder Carboxylgruppen sind, und bis zu 95% der Reste R einwertige, gegebenenfalls halo-Senierte Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 7 C-Atomen bedeuten, mit Teilchengrößen im Bereich von 10 bis 1000 A, verwendet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann zur Behandlung von beliebigem Fasermaterial natürlichei oder synthetischer Herkunft verwendet werden, wobei <ik verschiedenen erfindungsgemäß verwendbaren SiI-sesquioxanc ähnlich wie bei den bekannten Behandlungsmethoden für einige der Fasermaterialien besser geeignet sind, als für andere. Nichtsdestoweniger wird jedoch durch die Behandlung gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Verbesserung der Gleitfcstigkeil. Mattierung und/oder Widerstandsfähigkeit gegen Trockenverschmutzung bei allen Fasermaterialien erzielt. Fasermaterialien, die erfindungsgemäß behandelt werden können sind z. B. solche aus Wolle, Jute, Flachs, Asbest, Baumwolle, Reyon, Nylon. Acrylatcn, Polyacrylnitril, Polyvinylidenchlorid, Polyestern, Celluloseacetat, Glas und Gemische hiervon.
Wie bereits ausgeführt, erfolgt die erfindungsgemäße Behandlung des Fasermaterials mit einer kolloidalen Suspension aus festen Silsesquioxan:n der angegebenen Art. Unter »festen« Silscsquiojanen ist zu verstehen, daß diese weder gasförmig, noch flüssig sind. Zur Erzielung der besten Ergebnisse sollte nach Verdampfen der kolloidalen Suspension das niedergeschlagene Silscsquioxan ein leicht verreibbarer oder spröder Feststoff sein, wobei das erst ere bevorzugt ist. Selbstverständlich können gegebenenfalls auch Gemische und Mischpolymerisate der Silsesquioxane verwendet werden. Die durchschnittliche Teilchen- größe derselben muß in dem angegebenen Bereich liegen; Teilchengrößen von IO bis 400 A sind jedoch bevorzugt.
Die Reste R der Silsesquioxane können beliebige Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Cycloalkjl-, Aryl-, Alkaryl- oder Aralkylreste sein, die Substituenten der genannten Art und je Rest nicht mehr als 7 C-Atome enthalten. Außerdem können bis zu 95% der Reste R beliebige Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Alkaryl- oder Aralkylreste oder halogenierte Derivate hiervon sein. Spezielle Beispiele hierfür sinci Methyl-, Äthyl-, Propyi-, Butyl-, Amyl-, Hexyl-, Heptyl-, Vinyl-, Allyl-, Hexenyl-, Propargyl-, Cyclohexyl-, Phenyl-, ToIyI-, Benzyl-, Chlormethyl-, 3,3,3-Trifluorpropyl-, Dichlorphenyl-, Aminopropyl-,
H2NCH2CH2NH(CRj)3- Aminobutyl-H2NCH2CH2NHCH2CH(CH3)Ch2-
Mercaptopropyl-, Mercaptoäthyl Hydroxypropyl-, O
CH2 — CHCH2O(CH-S)3-
CH2 = CHCOO(CH2)3-CH2 = C(CH3)COO(CH,)3-
Cyanopropyl-, Cyanoäthyl-, Carboxyäthyl·· und Carboxyphenylreste. Selbstverständlich sollten die Substituenten an den Kohlenwassers':offresten weder mit Wasser, noch im Fall von Mischpolymerisaten miteinander reagieren. Wenn ein einziges Silsesquioxan verwendet wird, ist der Mercaptopropylrest als Rest R bevorzugt. Wenn andere Reste R als der Mercaptopropylrest verwendet werden, sind solche Silsesquioxane bevorzugt, die mit Methylsilsesquioxanen im Gewichtsverhältnis von 5 bis 30:70 bis 95 mischpolymerisiert worden sind, d. h. 5 bis 30 Gewichtsprozent der RSiO3VEinheiten sind solche, worin R einen substituierten, aber keinen halogenierten Kohlenwasserstoffrest bedeutet und 70 bis 95 Gewichtsprozent sind CH3SiO3(2-Einheiien.
Die bei der erfindungsgemäßen Behandlung eingesetzten kolloidalen Suspensionen werden durch Zugabe von Silanen der Formel RSi(OR")3 worin R" Alkylreste mit 1 bis 4 C-Atomen (d. h. Methyl-, Äthyl-, Isopropyl- oder Butylreste) oder Reste der Formeln
Il
-CH2CH2OH -CH2CH2OCH3 -CCH3 oder
-CH2CH2OC2H5
bedeutet, unter Bewegung zu einem Gemisch aus Wasser und oberflächenaktiven Mitteln, unter sauren oder basischen Bedingungen, hergestellt. Das bei der Silsesquioxinherstellung verwendete oberflächenaktive Mittel muß entweder anionischer oder kationischer Natur sein. Die besten Ergebnisse im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Behandlung werden jedoch im allgemeinen mit kationischen Suspensionen erhalten. Gegebenenfalls kann die Suspension auch nach der Herstellung neutralisiert werden. Die eingesetzte Silanmenge sollte weniger als etwa 10%. bezogen auf das Gesamtgewicht von Silan + Wasser + oberflächenaktivem Mittel, betragen, obwohl auch bis zu etwa 35 Gewichtsprozent Silan verwendet werden können, wenn dieses zu einem Gemisch aus Wasser und oberflächenaktivem Mittel mit einer Geschwindigkeit von weniger als 1 Mol Silan pro Stunde zugegeben wird. Einzelheiten über die Herstellung von kolloidalen Suspensionen von Silsesquioxanen werden in der französischen Patentschrift 1 460 203 beschrieben.
Die kolloidalen Suspensionen können auf das Fasermaterial in beliebiger Weise aufgetragen werden. Die Fasern können beispielsweise eingetaucht oder durch die Suspension gezogen werden oder die Suspension kann aufgestrichen, gebürstet oder ge-
sprüht werden. Die bevorzugte Methode besteht gegenwärtig darin, die Suspension auf das Material iiufzusprühen, beispielsweise mittels eines Aerosols.
Eine weitere Möglichkeit für die Aufbringung der kolloidalen Suspensionen besteht darin, dieselben in ein Reinigungsmittel einzuarbeiten. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn die Suspension auf Vorleger oder Teppiche aufgetragen werden soll, die in Wohnoder Büroräumen ihren festen Platz haben. Hierbei kann in einem Arbeitsgang die Reinigung und die Ausrüstung gegen Trockenverschmutzung erreicht werden. Die besten Ergebnisse werden jedoch üblicherweise dann erhalten, wenn der Teppich zuerst gereinigt und dann das Silsesquioxan aufgetragen wird.
Wie oben erwähnt, kann die kolloidale Suspension auf das Material durch den Verbraucher aufgetragen v. erden. Di." kolloidale Suspension kann jedoch beispielsweise aach am Herstellungsort der Gewebe oder Teppiche aufgebracht werden. Ferner ist es möglich, «.lic kolloidale Suspension auf die Garne vor deren Verarbeitung zu dem ausgerüsteten Endprodukt aufzubringen.
Allgemein ausgedrückt ist es vorteilhaft, die Silsesquioxane auf das Filtermaterial in solchen Mengen aufzutragen, daß pro 0.09 m2 0,1 bis 1.5 g Silsesquioxanfeststoffe vorhanden sind. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn die aufgetragene Menge"im Bereich von 0,3 Jis 0,6 g/0,09 m2 liegt. Größere Mengen können aufgebracht worden, -edoch rechtfertigen die erzielten Vorteile nicht d^e damit verbundenen Kostensteigerungen. Auch wenn die ' ilsesquioxane zusammen mit einem Reinigungsmittel verwendet werden, beispielsweise einem Vorleger- oder Teppichreinigungsmittcl, ist es vorteilhaft, daß pro 0.09 m2 mindestens 0,4 g aufgetragen werden. Die Konzentration der Silscsquioxanc in der kolloidalen Suspension ist nicht entscheidend und für das Verfahren von untergeordneter Bedeutung.
Nach dem Aufbringen der kolloidalen Suspension wird das Fa.scrmatcrial durch beliebige geeignete Maßnahmen getrocknet. Die einfachste Art des Trocknens besteht beispielsweise: darin, das behandelte Fa.scrmatcrial der Luft auszusetzen, wobei das Wasser verdunstet. Der Trocken Vorgang kann selbstverständlich durch Darübcrblasen von Luft oder einem anderen geeigneten Gas, insbesondere einem erhitzten Gas beschleunigt werden. Das Trocknen kann auch dadurch bewerkstelligt werden, daß das behandelte Material durch einen Ofen gezogen wird. Weiterhin können auch andere bekannte Maßnahmen zum Trocknen des Materials angewendet werden.
Beispiel 1
ίο Der in diesem Beispiel verwendete synthetische Schmutz wurde wie folgt hergestellt: 748 g Torfmoos mit einer Korngröße von etwa 0,5 mm (30 mesh), 109 g Calciumcarbonat, 21g Siliciumdioxid, 21g Zement, 21 g Kaolin, 5 g Ofenruß und 1 g rotes Eisenoxid wurden in einem Eimer von Hand vermischt. Dann wurde dieses Gemisch in zwei Glasschalen gegeben und 2 Stunden in einem Ofen bei 100° C getrocknet. Anschließend wurde das Gemisch 2 Stunden in einer Kugelmühle vermählen, wobei nach der ersten Stunde 11 g Mineralöl zugegeben wurden.
Die Behandlung wurde mi·, drei verschiedenen Teppichsorten vorgenommen. Der erste war ein blaßgrüner Florteppich aus verzwirnter Wolle, mit einer Haardecke von 1,6 cm; der zweite war ein hellgelber Florteppich aus Acrylatfasern mit einer Haardecke von 1.3 cm und der dritte war ein blaß-teefarbener Schlingenteppich aus Nylon mit einer Haardecke von
0,96 cm.
Auf jeweils die Hälfte eines 15,24 χ 15,24 cm großen
Stückes dieser Teppiche wurden (2,81 kg/cm2) verschiedene Silsesquioxansuspensionen gesprüht, mit einem Silsesquioxanfeststoffgehalt von 0,34%. Die Feststoffaufnahme je 0.84 m2 betrug 3,6 g.
Nach der Behandlung wurden die Proben 60 Minuten bei 100 C getrocknet w,d dann 30 Minuten in einer Trommel von 114 1 Fassungsvermögen bewegt, die 20% des oben beschriebenen synthetischen Schmutzes und 25 Gummistopfen Nr. 7 enthielt. Nachdem die Proben in dieser Weise verschmutzt worden waren, wurden sie sorgfältig mit einem Staubsauger gereinigt. Dann wurde die behandelte Seite gegen die unbehandelte Seite mittels eines photoelektrischen Reflektometers beurteilt. Die Wirksamkeit der Behandlung wurde unter Verwendung der folgenden Formel und der Reflexionscrgcbnisse ermittelt:
Behandelt (verschmutzt) Unbehandclt (verschmutzt) Unbehandelt (nicht verschmutzt) Unbcliandelt (verschmutzt)
100 = Beurteilung
Jc höher der Zahlcnwcrt für die Beurteilung, um so 50 dung von Mischpolymerisaten wurde das Gewichts
besser war die Behandlung. In der folgenden Tabelle üind die Ergebnisse für die verschiedenen Teppichsorten mit verschiedenen Silscsquioxan-homo- und -mischpolymcrisatcn zusammengestellt. Bei Vcrvven-
Sikcsc|uin*an-Einhcil(cn)
H2NCH2CH2NH(CH2)3SiO3,2
H2NCH2CH2NH(CH2KSiO-, 2
CH,SiOV2
H2NCH2CH2NH(CH2).,SiO.V2
CH3SiO-V2
verhältnis der substituierten Kohlcnwassersloffcinheitcn zu den Monomcthylcinhcitcn angegeben. Ferner wurde der Typ der Suspension angegeben.
Nylon
Gcsvichts-
vefhältnis der
Einheilen
Suspensionstyp
-- kationisch
30/70 kationisch
15 85 kationisch
5 95 kitt ionisch
Teppichsorten und ί Acryl
Wolle 7
85
23 73
54 61
52
62
64
5 1 7 19 363 T 6 Acryl Beurteilung
7
Silscsquioxiin-Einheiiienl Fortsetzung Suspensionsiyp 31
Probe 99
H1NCH1CH1NH(CH1J3SiO371
CH3Si0;/2
neutralisiert
kationisch
65
E H2NCH2CH1NH(CH1J3SiO371
CH3SiO372
neutralisiert
kationisch
Teppichsorten und 47
F HS(CH2J3SiO372 kationisch Wolle 64
G HS(CH1J3SiO371
CH3SiO372
kationisch 2
H HS(CH2)3Si0372
CH3SiO212
kationisch 42 Nylon
I HS(CH1J3SiO371
CH3SiO372
kationisch 61 9
J 57 40
Gewichts-
verhiiltnis der
62 73
Einheiten 63 59
30/70 62
15/85 55
30/70
15/85
5/95
Beispiel 2
Eine Serie von 5x5 cm großen weißen Baumwollgewebestücken wurde mit verschiedenen Silsesquicxansuipensionen abgesättigt und dann in einem Ofen hei 54°C getrocknet. Die behandelten Baumwollgewebestücke und ein unbehandeltes Gewebestück wurden dann an der Innenseite einer Trommel von 7,57 1 Fassungsvermögen berestigt, die einige Steinchen lind etwas Schmutz enthielt, und 30 Minuten in der Trommel bewegt. Anschließend wurden die Proben herausgenommen, der lose haftende Schmutz abgebürstet und die Proben subjektiv nach einer Skala von ! bis 4 beurteilt. Hierbei bedeutete 1: gut, 4: schlecht und die Vergleichsprobe (unbehandelteProbe) wurde mit 3 beurteilt. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt; die verwendeten Silsesquioxane, das Gewichtsverhältnis der substituierten Kohlenwasserstoffeinheiten zu den M0110-methyleinheiten in den Mischpolymerisaten und der Typ der Suspension wurde gleichfalls angegeben. Aiie Suspensionen wurden vor Gebrauch neutralisiert, mit Ausnahme von F und G.
Probe
A
B
C
D
E
F
G
H
I
Silscsquioxan-Einhcitlen)
HS(CH2)3SiO3/2 CH3Si O3/2
HS(CH2)3Si03/2 CH3SiO372
HS(CH2)3Si03/2 CH3Si03/2
HS(CH,)3Si03,2 CH3SiC)372
HS(CH2J3SiO372 CH3SiO372
H2NCH2CH2NH(CH2)3SiO3,2 CH3SiO372
H2CH2CH,NH(CH2),Si03/2 CH3SiO372"
CH2 = C(CH3)COO(CHj)3SiO372 CH3SiO372
CH2 = C(CH3)COO(CH2J3SiO372 CH3SiO372
CH2 — CHCH2O(CH2J3SiO172 CH3SiO371
CH, — CHCH2 O(CH2)3SiO372 CH3SiO372
Gewichtsverhältnis
der Einheiten
Suspensionstyp
5/95 kationisch
5/95 anionisch
10/90 anionisch
20/80 anionisch
30/70 anionisch
5/95 anionisch
jO/70 kationisch
5/95 anionisch
30 '70 anionisch
5/95 anionisch
30/70 anionisch
Beurteilung
1 1 I 1
2 1 3 2 4
In den folgenden Beispielen wurden Suspensionen aus verschiedenen Silsesquioxanen als Aerosol mit einem Feststoffgehalt von 0,375% auf jeweils die Hälfte eines 45,7 χ 45,7 cm großen Teppichstückes versprüht, so daß die Oberflächenbeschichtung 0,17 g je 0,09 m2 des Teppichs betrug.
Anschließend wurden die Teppichstücke auf 50,8 χ 50,8 cm großen Holzstücken befestigt und in den Laboratoriumsgang gelegt. Nach mehreren Tagen bis mehreren Wochen wurden die Proben regelmäßig staubgesaugt und hinsichtlich ihres Widerstands gegen Verschmutzung beurteilt. Die Proben wurden von der besten (1) bis zur schlechtesten (höchste Nummer
der Proben) eingestuft. Bei allen Proben zeigten die behandelten Teile des Teppichs einen besseren Widerstand gt^en Verschmutzung als die unbehandelten Teile. Die Ergebnisse sind in Tabellenform an die folgenden Beispiele angefügt.
Beispiel 3
In diesem Beispiel wurde ein Teppich aus Nylongewebe verwendet, und alle Suspensionen mit Ausnahme von A und B wurden vor Gebrauch neutralisiert. Die verwendeten Silsesquioxane sind in der folgenden Tabelle identifiziert.
Probe
A
B
C
D
Silsesquioxan-Einheit(en)
H2NCH2CH2NH(CH2)3SiO3;2 CH3SiO3,;,
H3NCH2CH2NH(CH2)3SiO3/2 CH3SiO3,,
HS(CH2)3Si03/2
CH3Si03,2
HS(CHj)3SiO30
CH3SiO3,,
HS(CH2)3Si03/2
CH3Si03/2
HS(CH2)3SiO3,2
CH3Si03/2
/°\
CH2 — CHCH2O(CH2)3SiO3/2
CH3SiO3,2
Gewichtsverhältnis der Einheiten
30/70
5/95
20/80
10/90
5/95
30/70
30/70
Suspensionstyp
kationisch
anionisch
anionisch
anionisch
anionisch
anionisch
anionisch
Einstufung
1 2 3 4 5 6
Be i spi e I 4
In diesem Beispiel wurde ein Teppich aus Wolle verwendet und alle Suspensionen wurden vor Gebraud neutralisiert:
Probe Silsesquioxan-Einheiten GewichtsverhäHnis
der Einheiten
Suspensionstyp Einsutfung
A
B
HS(CH2)3Si03/2
CH3SiO372
HS(CH2)3Si03/2
CH3Si03/2
5/95
5/95
kationisch
anionisch
1
2
Beispiel 5
In diesem Beispiel wurde ein Teppich aus Acrylatfasern verwendet und alle Suspensionen, mit Ausnahm von A. wurden vor Gebrauch neutralisiert.
Probe Silsesquioxan-Einheiten Gew-ichtsverhältnis
der Einheiten
Suspensionstyp Einstufung
A
B
C
H2NCH2CH2NH(CH2)3SiO3/2
CH3Si03/2
HS(CH2)3Si03/2
CH3Si03/2
HS(CH2I3SiO3,,
CH3SiO3/2
30/70
5/95
5/95
kationisch
kationisch
anionisch
1
2
3
Beispiel 6
In diesem Beispiel wurde ein Teppich aus Acrylfasern verwendet, und keine der Suspensionen wurde vor Gebrauch neutralisiert. Alle Suspension:!! waren kationisch und enthielten Mischpolymerisate aus
H2NCH2CH2NH(CH2)3SiO3a-
und CH3SiO3/2-Einheiten,
in folgendem Gewichtsverhältnis: A 10/90, B 20/80, C 5/95 und D 30/70. A war die beste und die testlichen Proben wurden etwa gleich eingestuft.
Beispiel 7
Beispiel 6 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß ein Nylonteppich verwendet wurde. In diesem Fall wurde B als beste Probe eingestuft, D als zweite, A als dritte und C als vierte.
Beispiel8 Jo
Beispiel 6 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß ein Wollteppich verwendet wurde. In diesem Fall wurde A als beste Probe eingestuft, D als zweite, B als dritte und C als vierte.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Behandlung von natürlichem und/oder synthetischem Fasermaterial mittels wäßriger Polysiloxansuspensionen zur Verbesserung von Rutschsicherheit, Mattglanz und/od'sr Widerstand gegen Trockenverschmutzung durch Auftragen kolloidaler Suspensionen von festen Silsesquioxanen und anschließendes Trocknen ties Fasermaterials, dadurch gekennzeichnet, daß man als Silsesquioxane solche aus Einheiten der allgemeinen Formel
RSiO3/2
worin 5 bis 100% der Reste R substituierte Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 7 C-Atomen, deren Substituenten Amino-, Mercapto-, Hydroxyl-, Epoxy-, Acrylat-, Cyano- oder Carboxylgruppen sind, und bis zu 95% der Reste R einwertige, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffreste mit I bis 7 C-Atomen bedeuten, mit Teilchengrößen im Bereich von 10 bis 1000 A, verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Silsesquioxane solche verwendet, worin R einen Mercaptopropylrest bedeutet.
.1. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Silsesquioxane Mischpolymerisate aus
CH3Si03/2- and HS(CH2)3Si03 2-Einheiten
verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Silsesquioxane Mischpolymerisate aus
CH3Si03,2- und H2NCH2CH2NH(CH2)3SiO3/2-Einheiten
verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Silsesquioxane mit Teilchengrößen im Bereich von 10 bis 400 A verwendet.
6. Verfahren nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Silsesquioxane Mischpolymerisate aus 70 bis 95 Gewichtsprozent
CH3Si03/2-Einheiten
und 5 bis 30 Gewichtsprozent
HS(CH2)3Si03/2-Einheiten
verwendet.
7. Verfahren nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Silsesquioxane Mischpolymerisate aus 70 bis 95 Gewichtsprozent
CH3Si O3/2-Einheiten
und 5 bis 30 Gewichtsprozent
H2NCH2CH2NH(CH2)3SiO3/2-Einheiten
verwendet.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1719363A1 (de) Verfahren zur Behandlung von Fasermaterial
DE69914855T2 (de) Wäßrige schmutzabweisende Zusammensetzung vom Dispersionstyp und damit behandelte Textilfasern
EP0058239A1 (de) Verfahren zur Beschichtung von Unterlagen
DE69836248T2 (de) Wasser- und Ölabweisende Zusammensetzung
DE1444117A1 (de) Verfahren zum OEl- und Wasserabweisendmachen von faserartigen Materialien
EP0121078A1 (de) Textilausrüstungsmittel
DE69927832T3 (de) Neue latexzusammensetzung für beschichtung von verschiedenen substraten
DE2730065A1 (de) Verfahren zum gleichzeitigen antistatischen und schmutzabweisenden ausruesten von synthetischen textilmaterialien
DE2225487C3 (de)
DE2225487B2 (de) Bei 25 grad c lagerstabile waessrige dispersion
DE2065210A1 (de) Verfahren zur herstellung von acrylsaeure- und methacrylsaeureestermischpolymerisaten
DE69104448T2 (de) Faserbehandlungsmittelzusammensetzung.
DE1769249A1 (de) Verfahren zur Behandlung von Fasermaterial
DE2616797A1 (de) Verfahren zum behandeln von textilien mit reaktiven polymeren
DE1719363B (de) Verfahren zur Behandlung von natürlichem und/oder synthetischem Fasermaterial zur Verbesserung von Rutschsicherheit, Mattglanz und/oder Widerstand gegen Trockenverschmutzung
DE1469378A1 (de) Mittel zur Verbesserung des Aussehens und zum Schuetzen von Fasern und Fasergebilden
DE1719363C (de) Verfahren zur Behandlung von na turhchem und/oder synthetischem Faser material zur Verbesserung von Rutschsicher heit, Mattglanz und/oder Widerstand ge gen Trockenverschmutzung
DE1469412A1 (de) Verfahren zur Behandlung der Fasern von Teppichen oder Florgeweben
DE2335751C3 (de) Verfahren zur Behandlung von Keratinfasern
DE1419385A1 (de) Verfahren zum Flammfestmachen und zur Erhoehung des Widerstandes gegen Verschmutzen von Textilstoffen,wie Teppichen
DE102009014164A1 (de) Multifunktionelles Beschichtungsmittel
DE2107373A1 (de) Wässrige Athylencopolymensatdispersion und Verwendung derselben zum Beschichten von Polyestertextilstoffen
WO2011104066A1 (de) Benzophenonhaltige dispersionen für textilanwendungen
DE2846982A1 (de) Verfahren und mittel zum reinigen und entfetten von textilmaterial
DE102006047898A1 (de) Neue phosphatierte Organosiloxanylderivate und deren Verwendung zur Behandlung von Leder