DE1708675C - Verbundstein, insbesondere Pflasterstein, und Vorrichtung zu dessen Herstellung - Google Patents
Verbundstein, insbesondere Pflasterstein, und Vorrichtung zu dessen HerstellungInfo
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Description
1 708 676
f ■ Die Erflndung bezeiht sich uuf einen Vcrbiiiulstoln,
¥ Insbesondere Pflasterstein, bei dem cine Oberschicht
rechteckig begrenzt ist und eine Unterschicht im allen
vier Steinseiten In bezug auf die Oberschicht zurliek- - springende, silgezahnartlge Blnbiichtiingon sowie im
■Λ einem ersten Paar gegenüberliegender Stoinseiten
über die Oberschicht hinuusrugcnde, den EinbucliUingon
entsprechende Vorsprllnge aufweist.
Durartige Vcrbundsteine werden insbesondere aus
Beton hergestellt. Sie können jedoch auch aus KuIksandmaleriul
oder einem anderen Austauschstoff hergestellt sein. Sie dienen für Straiten- und PIaI/.-befesligungen,
Uferdeckwerke, Uferbösehungshclüge oder Mnuerwerke.
Diese bekannten Verbundsteine zeigen zwar sehr
gute Vcrbundcigenschuftcn, haben jedoch den Nachteil,
tlaß ihre MerKtellung sehr schwierig ist, da der
Stein au allen vier Seiten teils Vorspriinge nufweist,
teils untersclinitten ist, und so das Entschalen erschwert
ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Verbundstcin der genannten Gattung ohne fühlbaren
Verlust an Verbundwirkung so ab/uümlcrn,
daß sein Entsehalen wesentlich erleichtert wird.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht crl'iiiduugsgeinüß
darin, daß an dem zweiten Seitenpaar der Uinerschicht neben den Einbuchtungen an Stelle von
Vorspriingen Begradigiingen angeordnet sind, die mil
der Oberschicht fluchten. Hs versieht sich, daß unter
der sägczahnartigen Verzahnung jede bei einem Verbundstein zweckmäßige Form von Einbuchtungen
und Vorspiüngen umfaßt wird.
Hei dem Veibundstein, von dem die Erfindung ausgeht
(USA.-Patenlschrift 1 7% W), wurde /in
Überwindung der ilcrstcllungsscliwicrigkcitcn an
allen vier Stcinseilen in die Unterschicht jeweils ein gewunderter Ver/ahnungssteg nachträglich eingesetzt.
Die Erfindung ermöglicht demgegenüber die Her Stellung des Verbundsteines auf einer Brennmaschine
bei der der Stein mit der lechteckigen Oberschicht zuunterst auf einein /ichblcLh gefertigt wird. Dabei
lassen sieh die zwei Seiten der bei der Formgebung zuunterst liegenden Oberschicht jeweils mittels eines
seitlich ausziehbaren Ziehschweites formen, das die
Verzahnung der bei der Formgebung zuoberst angeordneten späteren Unterschicht untergreift, während
zur Formgebung der beiden anderen Seilen der Oberschicht und der ganzen verzahnten Unterschicht,
die bei der Formgebung zuobeist liegt, eine nach oben abziehbare Kingform, eingesetzt werden kann.
Diese Kingform kann nur an den Seiten die bei der Formgebung zuunterst liegende Oberschicht mit
formen, an denen gemäß der Erfindung keine Vor Si)IUDf1C dem Abziehen der Rinyfmm nach oben entgegeiMehen,
wie es bei ringsum vorgesehenen Voispriingeii
der lall wate. Die VeiWendung von /ich
schwel lern an allen vier Seiten der Ohcischiilit
kommt nicht in Frage, da'sich sonst die an allen vier Seilen vorgesehenen /.ichschwcrter kreuzen müßten.
Aber auch bei einer Herstellung auf einer Rundtischmaschine bietet die neue Formgebung dadurch Vorteile,
daß sich die Steine auf ihrer einen flachen Querseile
absetzen und so auch raumsparend stapeln lassen.
Die Vcihundstcinc gemäß der Erfindung lassen
sich gut im sogenannten Krcuzverbiiiid verlegen, bei
dem jeweils eine Schmalseite eines Steines an einer
λ I.änusseile des Nachbarsteines in zentralsymmetiischor
Anordnung anschließt, Die erfindungsgcmllUu
Formgebung gibt dabei die Möglichkeit, aus einem fertigen Kreuzverbund einen Stein einer Außenreihe
wieder herausziehen oder ohne Behinderung durch die Verzahnung als letzten Stein wieder einfügen zu
können.
Bezüglich der Unterschicht wird entsprechend einer Weiterbildung vorgesehen, duß die Winkel zwischen
aufeinanderfolgenden Scitenabschnitteu der
ίο Einbuchlungen bzw. der Vorspriinge an zwei diagonal
gegenüberliegenden Steinecken rechte und sonst stumpfe Winkel bilden und die Einbuchtungen und
Vorspriinge zcntralsymmetrisch angeordnet sind.
Bei den gatlungsgemüßen bekannten Steinen ist es
Bei den gatlungsgemüßen bekannten Steinen ist es
is auch bekannt, daß die Unterschicht au den langen
Steinseiten je zwei Einbuchtungen und an den kurzen Sleinseiten je eine Einbuchtung aufweist. Wenn
nun in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen wird, daß sich die Begradigungen an den
beiden kurzen Steinseiten befinden, läßt sich die Erfindung durch nur jeweils eine Begrndigiing eines
sonst a;l den beiden kurzen Steinseiten vorgesehenen Vorsprungs ausführen.
Insbesondere zur Herstellung der letztgenannten Steinart eignet sieh eine Vorrichtung gemäß der Erfindung
aus einem Zweiplattenwerkzeug mit zwei gegenläufigen Seitenschiebern, die sich senkrecht zur
Diagonalen bewegen, welche durch die beiden Ecken verläuft, an denen jeweils eine Begradigung ejulct.
In der Zeichnung ist ein Ausl'ühiungsbeispiel der
Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig, I die Draufsicht auf den Verbundstein,
F'ig. 2 eine Ansieht einer Längsseite des Verbund-Steines,
F'ig. 2 eine Ansieht einer Längsseite des Verbund-Steines,
F"ig. 3 eine Ansicht einer kurzen Seite des
Verbundsteines,
Fi g. Ί einen Ausschnitt eines Pflasters und
F i g. 5 einen Teil einer Mauer.
Die achteckige Schicht M wird im folgenden stets
4<> als Oberschicht be/eichnet, wahrend die mit sägezahnartigen
Einbuchtungen und Voispiiiiigen versehene
Schicht /V im folgenden stets als Unterschicht bezeichnet wird, da die normale Verlegungsart der
Steine so ist, daß die verzahnte Schicht dein Boden zugewandt ist und die rechteckige Schicht die Sichtfläche
darstellt. Man kann jedoch den Stein gegebenenfalls auch umgekehrt verwenden, so daß
er dann die Lage der Fig. I bis 'J annimmt und dem
Betrachter zickzackförmig begrenzte Seitenflächen darbietet.
Der dargestellte Verbundstein hat eine zwei Quadrate überdeckende Oberschicht V/ und eine Unterschicht
N, die um die rechteckige Begicnzungs· linie (S und // der Oberschicht Λ/ eine geradlinige
S3 Zickzacklinie aus sägezahnartigen Einbuchtungen I
beschreibt, die an den langen Steinseiten mit über die Oberschicht Λ/ des Steines vorspringenden Vorspriingen
2 abwechseln" während an den beiden kurzen Steinseiten an die Stelle der Vorspriinge Begradigmigcn
3 treten, die mit den entsprechenden Seiten der Oberschicht M fluchten.
Man erkennt zunächst, daß sowohl die Vorsprünge 2 als auch die Einbuchtungen 1 als auch die
Begradigungen 3 zenlralsyrnmetrisch angeordnet
ßf) sind. Alle Zahnflanken e und g der Einbuchtungen 1
bzw. der Vorspriinge 2 sind geradlinig und erstrecken sich unler derselben Neigung gegenüber der rechteckigen
Bcgrenzungsfläche der Oberschicht Λ/. In der
Mille clur hingen Steinseiten erglinzcn sie sich zu einer
einzigen geraden Seitonflliclie/mit doppeltür Lunge.
Muh erkennt ferner, daß un den Ecken C und D
des Veibundsteins diu nogradigungon 3 bis zur Stein·
ecke reichen und mit den anschließende» Zahn- . S flanken c der Einbuchtungen I jeweils einen spitzen
Winkel b bilden, An den beiden anderen Steinecken
A und ü bilden die Zahnflunken e rler Einbuchtungen
I mit den Zahnflankeng der an den langen vSti'iuseiten anschließenden Vorsprlinge2 jeweils
einen rechten Winkel α, wiihrciid an den beiden
langen ,Steinseiten die Zuhiiflanken e der Vor-,sprllnge
2 untereinander und die Zahnflanke» u der Vorsprung 2 untereinander jeweils einen stumpfen
Winkel miteinander einschließen, »5
Zur Herstellung des in den Fig. 1 bis 3 dargestellten
Veibuiulsleines kann ein Zweiplatlenweikzcug
mit zwei in den Richtungen Ii, S gegenläufigen
Seitenschieber» verwendet werden, so daß deren Weikzeiigtrennfuge der Diagonalen T entspricht, ao
In dem in F i g. 4 dargestellten Pflaster im Kreuzverbimd
ist deutlich gemacht, daß die Oberschicht M dem Betrachter zugewandt ist. Man erkennt deutlich,
«laß trot/, des Auslnssens der Vorsprünge 2 an den
beiden schmalen Steinseiten noch eine befriedigende as
Verbiiiulwirkimg erreicht wird. Fig. 5 zeigt ein auf
dem Doilen K aufgebautes Mauerwerk.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verbundstein, insbesondere Pflasterstein, bei dem eine Überschicht rechteckig begrenzt ist und eine Unterschicht an allen vier Steinseilen in bezug auf die Oberschicht zurückspringende, slisozahnartigc Einbuchtungen sowie an einorn ersten Paar gegenüberliegender Sleinscltcn über die Oberschicht hinausragende, den Einbuchtungen entsprechende Vorsprlinge aufweist, da. d u r c h g e k e η η ζ c i c Im e t, daß an dem zweiten Seitenpaar der Unterschicht (N) neben den Einbuchtungen (I) um Siello von Vorspringe» (2) Begradigungen (3) angeordnet sind, die mit der Oberschicht (JW) fluchten.
- 2 Verbundstein nach Anspruch I, bei dem das Rechteck der Oberschicht zwei Quadrate umsehreibt, dadurch gekennzeichnet, 'laß <l« Winkel zwischen aufeinanderfolgende» Seitenabschnitten der liinbuchiiiiigcii (I) b/.w. der Vor-Sprünge (2) an zwei diagonal gcgenlibei hegenden Steinecken (/I mid U) icclilc und sonst stumpfe Winkel sind und die liiiil)iiclitungeii(I) und Vor-' sprünge (2) zentralsymmutrisch liegen.
- 3. Verbundstein nach Anspruch I oder 2, bei dein die Unterschicht an de» langen Steinseite» je zwei Einbuchtungen und an den kurzen Sinnseiten je eine Einbuchtmij· aufweist, dadurcli gekennzeichnet, daß sich «lie Begradigungen (3) an den kurzen Steinseiten befinde».4, Vorrichtung zum Herstellen eines Verbundsteines nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durcli ein Zweiplattcnwerkzeug mit zwei gegenläufigen Seilen .ehieberii, die sich senkrecht zur Diagonalen (T) bewegen, welche durch die beide» Ecken (C, /-') verläuft, an denen jeweils eine Begracligung (J) endet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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