DE1703505B - Fußbodenwischer - Google Patents
FußbodenwischerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fußbodenwischer, der aus einem Stütz- oder Druckorgan besteht,
an welchem ein mit der zu reinigenden Fläche in Berührung zu bringendes Wischmaterial entfernbar
angeordnet ist.
Fußbodenwischer bestehen im allgemeinen aus einem geschmeidigen und faserigen Kontaktmaterial,
das über die zu reinigende Fläche geschoben wird, wobei der Schmutz und der Staub an dem Kontaktmaterial
haftenbleiben.
Bekannte Fußbodenwischer sind z. B. der Schwabber, dessen Kontaktmaterial aus Baumwollfadenbündeln
besteht und ein Stütz- oder Dmckorgan, z. B. ein Besen, um welchen ein Staubtuch oder ein
befeuchteter Scheuerlappen geschlagen wird. Auch Papier wird als Kontaktmaterial verwendet.
Bei all diesen bekannten Fußbodenwischern wird also der Schmutz und der Staub auf der Außenseite
des Kontaktmaterials festgehalten, so daß das Kontaktmaterial, nachdem es einige Zeit gebraucht worden
ist, mit Staub gesättigt wird und selbst gereinigt werden muß. Dies geschieht :z. B. dadurch, daß man
den Schwabber und das Staubtuch ausklopft oder den befeuchteten Scheuerlappen ausspült.
Es ist auch ein Entstaubungsgerät bekannt geworden, das aus einem Staubsammelbehälter mit einer
gelochten Arbeitsfläche besi:eht. Beim Überfahren einer Fläche soll der Staub in das Innere des Behälters
gelangen, wobei nach der Beschreibung des offenbar in die Praxis nicht eingeführten Gerätes unklar
bleibt, wie der Staub in den Behälter gelangt.
Die Nachteile bekannter und üblicher Fußbodenwischer bestehen im wesentlichen darin, daß die Reinigung
des Kontaktmaterials besonders zeitraubend ist und nur an bestimmten Plätzen stattfinden kann.
Deshalb verwendet man heutzutage häufig Kontaktmaterialien, welche nach Gebrauch weggeworfen
werden können. Diese Wegwerfmaterialien machen das Wischen aber teuer, da sich ein ziemlich hoher
Verbrauch ergibt, weil das Kontaktmaterial nur eine beschränkte Menge Staub und Schmutz festhalten
kann.
xo Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile beseitigt,
indem als Wischmaterial ein bei geringem Staudruck staubdurchlässiges, vliesartiges Material
verwendet wird. Zwischen dem Stütz- oder Druckorgan und dem Wischmaterial wird mindestens ein
Raum gebildet, der bestimmt wird durch am Stützoder
Dmckorgan befestigte, etwas hervorragende Streifen aus Klettband. Das Wischmaterial wird an
den freien Flächen dieser Teile befestigt.
Der Teil des Staubes, der durch Aufstauung durch das Wischmaterial hindurchtreten kann, sammelt sieb in diesem Raum bzw. diesen Räumen, und der Rest haftet auf der Vorderseite des Wischmaterials, so daß mit einer bestimmten Fläche von Wischmaterial eine größere Menge Staub und Schmutz aufgewischt werden kann als mit den bekannten Wischmaterialien; wenn das Wischmaterial ganz mit Staub und Schmutz gesättigt ist, wird es von dem Druckoder Stützorgan entfernt und weggeworfen, während der Staub, der sich in dem Raum oder den Räumen gesammelt hat, einfach daraus zu entfernen ist.
Der Teil des Staubes, der durch Aufstauung durch das Wischmaterial hindurchtreten kann, sammelt sieb in diesem Raum bzw. diesen Räumen, und der Rest haftet auf der Vorderseite des Wischmaterials, so daß mit einer bestimmten Fläche von Wischmaterial eine größere Menge Staub und Schmutz aufgewischt werden kann als mit den bekannten Wischmaterialien; wenn das Wischmaterial ganz mit Staub und Schmutz gesättigt ist, wird es von dem Druckoder Stützorgan entfernt und weggeworfen, während der Staub, der sich in dem Raum oder den Räumen gesammelt hat, einfach daraus zu entfernen ist.
Das gemäß der Erfindung zu verwendende Klettband besteht bekanntermaßen aus kleinen steifen
Nylon-Schlingen. Sie halten nicht nur das Wischmaterial
fest, sondern können auch einen Teil des durchgelassenen Staubes zurückhalten. Zur Befestigung
des Wischmaterials wird somit kein nichtwirksames Wischmaterial benötigt.
Als Wischmaterial ist jedes billige vliesartige Material verwendbar, das bei geringem Druck staubdurchlässig
ist. Sehr vorteilhaft sind dafür die sogenannten nicht gewobenen Vliese aus Baumwolle oder
Kunststoff.
Um ein Stauben, z. B. beim Überfahren von Schwellen, wobei der Fußbodenwischer einen
Augenblick angehoben werden muß, zu vermeiden, kann das Vlies mit einem Staubbinder imprägniert
sein oder ein wenig mit Wasser angefeuchtet werden. Als Druck- oder Stützorgan wird gemäß der Erfindung
ein bekannter Schwabber verwendet, um welchen eine Umhüllung angeordnet wird. Auf der
Unterseite dieser Umhüllung sind die hervortretenden Teile, welche zugleich ein Anheften des Wischmaterials
bewirken, angebracht. Bei der Verwendung von Klettenband für diese Teile können sie in einfaeher
Weise als Streifen an der Umhüllung befestigt werden. Die Umhüllung besteht vorzugsweise aus
einem wasserdichten Material, z. B. Kunststoff (Plastik), so daß nicht etwa Fäden des Schwabbers naß
werden können, falls mit feuchtem Wischmaterial gearbeitet wird. Ein feuchter oder nasser Schwabber
könnte nämlich leicht zu einem Bakterienherd werden. Weiter ist die Umhüllung vorzugsweise derartig
ausgeführt, daß diese entfernbar und auswechselbar ist, z. B. in Form einer Tasche. Auf diese Weise wird
gemäß der Erfindung ein billiges, aber nichtsdestoweniger besonders wirksames Stütz- oder Dmckorgan
erlangt, da Schwabber in verschiedenen Abmessungen im Handel erhältlich sind, wobei dieses Stütz-
oder Druckorgan nach Entfernung der umhüllenden Tasche auch als Schwabber verwendet werden
könnte.
An Hand der Zeichnung wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Ansicht der Unterseite eines Fußbodenwischers
nach der Erfindung, wobei das Wischmaterial zum Teil abgezogen ist,
Fig.2 ist eine Aufsicht des Fußbodenwischers nach der Erfindung.
Das Stütz- oder Druckorgan besteht aus einem
bekannten Schwabber, dessen Kontaktmaterial ganz Seite mit Staub und scnmui* s«-"*- ·"* ""T " oe
in der Tasche 1 eingeschlossen ist, die mit einer den «-"- -'« Klettenband abgezogen und wegge-Spalte
2 und Druckknopfverschlüssen 3 versehen ist, '
so daß die Tasche 1 leicht um das Kontaktmaterial des Schwabbers herum anzubringen ist, wobei dieses
Material ganz von der Tasche umhüllt wird und nur das Teil 4 des Gestells, an welchem der Stiel 5 bei 6
gelenkig befestigt ist, aus der Tasche herausragt.
Auf der Unterseite der Tasche sind drei Streifen
aus Klettenband7 befestigt, welche parallel zueinan- sten Anforderungen an U1V1^·—- --·-«---;_-
der und mit Abstand voneinander verlaufen, so daß nichtsdestoweniger in Anschaffung und im Gebrauch
sich zwischen diesen Streifen die Räume 8 bilden. sehr billig ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Fußbodenwischer, der aus einem Stütz- oder Dmckorgan besteht, an welchem ein mit der zu
reinigenden Fläche in Berührung zu bringendes Wischmaterial entfernbar angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Wischmaterial aus einem bei geringem Staudruck stabdurchlässigen
vliesartigen Material (9) besteht, wobei zwischen dem Stütz- oder Druckorgan und
dem Wischmaterial (9) mindestens ein Raum (8) gebildet ist, der durch am Stütz- oder Druckorgan
befestigte etwas hervorragende Streifen (7) aus Klettband bestimmt und das Wischmateiial
(9) an den freien Flächen dieser Teile befestigt ist.
2. Fußbodenwischer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stütz- oder Druckorgan
aus einem Schwabber besteht, welcher mit einer Umhüllung (1) aus wasserdichtem Stoff versehen
ist.
3. Fußbodenwischer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (1) die Form
einer leicht entfernbaren Tasche hat.
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