DE1794768U - Vorrichtung zur beseitigung von reflexionsstoerungen beim fernsehempfang. - Google Patents
Vorrichtung zur beseitigung von reflexionsstoerungen beim fernsehempfang.Info
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Description
- Vorrichtung zur Beseitigung von Reflexionsstörungen beim Fernsehempfang Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zur Beseitigung von Reflexionsstörungen beim Fernsehempfang. Diese äußern sich durch Mehrfachbildwiedergabe (sog. Geisterbilder) auf dem Bildschirm.. Die Ursache dieser Störung besteht darin, daß die Antenne neben der direkten Strahlung des Senders auch noch an Gebäuden, Bergen o. dgl. reflektierte Signale aufnimmt, die infolge des Wegunterschiedes gegenüber dem direkt vom Sender empfangenen Signal verzögert im Empfänger eintreffen. Zur Abhilfe gegen diese Störung wurden bisher Richtantennen benutzt, deren Minimum möglichst in Richtung der reflektierenden Stelle ausgerichtet wurde. Es tritt jedoch hierbei der Mangel auf, daß dann meistens das Maximum der Antennenrichtcharakteristik nicht auf den gewünschten Sender ausgerichtet ist. In vielen Fällen ist besonders bei schwachen Sendern durch diese bekannten Mittel eine befriedigende Bekämpfung von Reflexionsstörungen nicht möglich. Ein Antennenrichtdiagramm, bei dem das Maximum an Empfindlichkeit mit der Richtung des Senders und eine Nullstelle des Richtdiagramms mit der Richtung, aus der die störenden Reflexionen einfallen, übereinstimmt, ist nur für wenige Fälle herstellbar. Besondere Schwierigkeiten treten auf, wenn die Einfallrichtung der direkten Senderstrahlung und der reflektierten Strahlung einen spitzen Winkel bilden. Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, die angegebene Störung auf andersartige Weise zu beseitigen.
- Es ist bereits bekannt, Antennenanlagen mit Einrichtungen zur Kompensation von Störungen zu versehen. Hierbei werden die Störung bevorzugt aufnehmende Elemente vorgesehen, die eine Kompensationsspannung liefern.
- Die Neuerung besteht darin, daß das von der auf den Sender gerichteten Antenne gleichzeitig aufgenommene störende reflektierte Signal durch Einspeisung eines bezüglich des reflektierten Signals gegenphasigen Signals gleicher Amplitude in die Antennenableitung kompensiert wird, das von einer weiteren auf die reflektierende Stelle gerichteten Antenne empfangen wird, indem der Zusammenführungspunkt der beiden Antennenableitungen veränderbar angeordnet ist. Es ist zweckmäßig, daß die beiden Antennen sowie deren Ableitung bis zu ihrer Zusammenführung gleiche Beschaffenheit aufweisen. Gemäß einer Ausführungsform der Neuerung sind in die Ableitung der auf die reflektierende Stelle gerichteten Antenne vorzugsweise frequenzunabhängige Mittel zur Regelung der Spannung und Phasenlage eingeschaltet. Für den Fall einer ungenauen Anpassung zwischen Antenne-und Ableitung ist es zweckmäßig, daß die von der auf die reflektierende Stelle gerichteten Antenne kommende Leitung über einen Richtungskoppler an die von der anderen Antenne kommende Leitung angeschlossen ist, der nur in Richtung auf den Verbraucher (Empfänger) zufließende Energie einkoppelt. Gemäß einer anderen Ausführungsform der Neuerung ist zur Phasenregelung der Zusammenführungspunkt der beiden Antennenableitungen durch Längenänderung der einen Ableitung veränderbar. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Neuerung ist in die Ableitung der direkt auf den Sender gerichteten Antenne ein Leitungsstück eingeschaltet, das z. B. aus einem Leiter mit U-förmigem Profil und einem weiteren in dessen Öffnung isoliert angeordneten Leiter besteht und das mit einem verschiebbaren Abgriff versehen ist, über den die Kompensationsspannung von der anderen Antenne her zugeführt wird. Das veränderbare Leitungsstück kann gleichzeitig mit dem Spannungsregler zusammengebaut sein und gegebenenfalls einen Richtungskoppler enthalten. An Hand der Figuren werden im folgenden Ausführungsbeispiele der Neuerung erläutert. Fig. 1 stellt eine neuerungsgemäße Vorrichtung zur Beseitigung von Reflexionsstörungen beim Fernsehempfang dar. Die Antenne 1 ist auf den Sender, die Antenne 2 auf eine die Wellen dieses Senders reflektierende Stelle, z. B. Bergwand, Gebäude o. dgl., gerichtet. Die Anordnung der Antennen 1 und 2 übereinander, wie in Fig. 1 dargestellt, dient zur besseren Übersicht der Verhältnisse, die Antennen können jedoch auch in anderer Lage zueinander angeordnet werden.
- Es ist zweckmäßig, die Antennen 1 und 2 sowie ihre Ableitungen A und B in gleicher Weise aufzubauen. Zwischen den Antennen 1 und 2 und den Ableitungen A und B können Antennenübertrager 3,4 vorgesehen sein. Wird die Länge L1 der Leitung A gleich der Länge L2 der Leitung B gewählt, so stehen am Verzweigungspunkt P die von der Antenne 1 und der Antenne 2 empfangenen direkten und indirekten Signale beispielsweise nur in einem von der Polung der Leitung abhängigen Phasenverhältnis zueinander. Durch geeignete Polung der Antenne 2 gegenüber der Ableitung B kann erreicht werden, daß die von den Antennen aufgenommenen reflektierten Strahlungen am Verzweigungspunkt P angenähert in Gegenphase zueinander stehen. Eine Kompensation der die störenden Mehrfachbilder bzw. Geisterbilder verursachenden indirekten Strahlung läßt sich mit Hilfe eines Phasenreglers R, der eine Veränderung des Zusammenführungspunktes ermöglicht, und eines Spannungsreglers S erreichen. Die Regler S und R werden zweckmäßig für den betreffenden Wellenbereich in ihren Eigenschaften frequenzunabhängig und an den Wellenwiderstand der Leitung angepaßt ausgebildet. Die von der Antenne 2 von der indirekten Strahlung herrührende abgegebene Spannung ist größer als die entsprechende Spannung der Antenne 1, so daß zur Kompensation am Punkt P durch den Spannungsregler S, der aus einem veränderbaren angepaßten Widerstandsnetzwerk, einer Meßleitung o. dgl. bestehen kann, ein Teil der Antennenspannung vernichtet werden muß. Hierdurch wird gleichzeitig auch die von der direkten Strahlung des Senders herrührende Spannung der Antenne 2 geschwächt, so daß keine nennenswerte Schwächung der von der Antenne 1 gelieferten Nutzspannung durch Kompensation auftritt. Die vom Verzweigungspunkt P zum Fernsehgerät F führende Leitung ist mit C bezeichnet.
- Die Antennenanordnung ist auch für vertikal und zentral polarisierte Wellen verwendbar. Das Ausführungsbeispiel in Fig. 1 ist zum Empfang horizontal polarisierter Wellen bestimmt.
- Zur Einstellung der günstigsten Länge einer der beiden Antennenableitungen kann ein teleskopartig ausziehbares Leitungsstück verwendet werden.
- In Fig. 2 ist die Ausführungsform eines Gerätes dargestellt, in dem Spannungs-und Phasenregler vereinigt sind. Dieses Kompensationsgerät besteht im wesentlichen aus einem Leitungsstück, das durch einen Leiter mit U-förmigem Profil 10 gebildet wird. Der Leiter 10 umschließt in seinem Inneren einen weiteren Leiter 11, der auf einem Streifen 12 aus isolierendem Material befestigt ist. Die aus den Teilen 10 und 11 gebildete Doppelleitung ist an einem Ende mit der von der Antenne kommenden Ableitung A und an dem anderen Ende mit der zum Empfänger führenden Leitung C verbunden. Auf dem Teil 10 ist ein verschiebbares Gehäuse 13 befestigt, das neben einer leitenden Verbindung mit dem Teil 10 einen auf dem Leiter 11 schleifenden Abgriff 14 enthält. An dem Gehäuse 13 ist ferner ein Knopf 15 befestigt, mit dessen Hilfe sich ein in die Leitung B eingeschaltetes variables Dämpfungsglied als Spannungsregler. bedienen läßt. Dieses Kompensationsgerät wird zweckmäßig in ein Schutzgehäuse eingebaut. Es ist ferner möglich, für den einstellbaren Verzweigungspunkt der Leitungen A und B eine kreisförmig oder spiralig aufgewickelte Leitung vorzusehen. Es empfiehlt sich ferner, die Einkopplung der Kompensationsspannung mit Hilfe eines Richtungskopplers vorzunehmen, wenn die Antenne 1 nicht genau an die Leitung A angepaßt ist. Bei Verwendung einer induktiven und/oder kapazitiven Ankopplung im Verzweigungpunkt läßt sich im übrigen ein Schleifkontakt vermeiden.
- 9 Schutzansprüche 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
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1. Vorrichtung zur Beseitigung von Reflexionsstörungen beim Fernsehempfang, dadurch gekennzeichnet, daß das von der auf den Sender gerichteten Antenne gleichzeitig aufgenommene störende reflektierte Signal durch Einspeisung eines bezüglich des reflektierten Signals gegenphasigen Signals gleicher Amplitude in die Antennenableitung kompensiert wird, das von einer weiteren auf die reflektierende Stelle gerichteten Antenne empfangen wird, indem der Zusammenführungspunkt der beiden Antennenableitungen veränderbar angeordnet ist.Sc h u t z a n s p r ü c h e - 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Antennen sowie deren Ableitungen bis zur Zusammenführung gleiche Beschaffenheit aufweisen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Ableitung der auf die reflektierende Stelle gerichteten Antenne vorzugsweise frequenzunabhängige Mittel zur Regelung der Spannung und der Phasenlage eingeschaltet sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die von der auf die reflektierende Stelle gerichteten Antenne kommende Leitung über einen Richtungskoppler an die von der anderen Antenne kommende Leitung angeschlossen ist, der nur in Richtung auf den Verbraucher (Empfänger) zu fließende Energie einkoppel.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Phasenabgleich der Zusammenführungspunkt der beiden Antennenableitungen veränderbar ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ableitung der direkt auf den Sender gerichteten Antenne ein Leitungsstück eingeschaltet ist, das z. B. aus einem Leiter mit U-förmigem Profil und einem in diesem isoliert angeordneten weiteren Leiter besteht und daß ein verschiebbarer Abgriff vorgesehen ist, über den die Kompensationsspannung von der anderen Antenne her zugeführt wird.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das mit einem Abgriff bzw. einem verschieblichen Richtungskoppler versehene Leitungsstück mit einem Spannungsregler eine bauliche Einheit bildet.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Antennen mit voneinander abweichender Charakteristik vorgesehen sind.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Antennen an einem gemeinsamen Mast befestigt sind.
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