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DE1793350A1 - Verfahren zur Herstellung von substituierten Glutarsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von substituierten Glutarsaeuren

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DE1793350A1
DE1793350A1 DE19681793350 DE1793350A DE1793350A1 DE 1793350 A1 DE1793350 A1 DE 1793350A1 DE 19681793350 DE19681793350 DE 19681793350 DE 1793350 A DE1793350 A DE 1793350A DE 1793350 A1 DE1793350 A1 DE 1793350A1
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DE
Germany
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oxidation
saponification
chlorine
acid
water
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DE19681793350
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DE1793350C3 (de
DE1793350B2 (de
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Dr Fuenten Helmut Aus Der
Hermann Dr Richtzenhain
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Dynamit Nobel AG
Original Assignee
Dynamit Nobel AG
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Publication date
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Priority to LU59392D priority patent/LU59392A1/xx
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Publication of DE1793350A1 publication Critical patent/DE1793350A1/de
Publication of DE1793350B2 publication Critical patent/DE1793350B2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/08Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides from nitriles
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07C51/29Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with halogen-containing compounds which may be formed in situ

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Iroisdorf, den 28. Aug. 1968
DYJTAMII NOBEL· AKTIENGESELLSCHAFT Troisdorf, Bez. Köln
"Verfahren zur Herstellung von substituierten Grlutarsäuren"
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glutarsäuren der allgemeinen Formel I
f. -
HOOO-O-Oh9-OH9-COOH ,
in welcher R^ und R« Alkylgruppen mit 1-4 C-Atomen bedeuten oder in welcher R^ und R« gemeinsam einen carbocyclischen Ring bilden können, durch Oxydation und Verseifung von Oyanaldehyden der allgemeinen Formel II
H |i
G-O-OH0-OH9-OlT.,
f , 2 2
R2
in welcher R^ und R„ die angegebene Bedeutung haben, wobei die Oxydation mit Ohlor und/oder Brom in Anwesenheit von mindestens der stochiometrischen Menge Wasser durchgeführt wird.
2098 09/1703 " 2-
Nquo Unterlagen iArt.7.11Ab9*N^
BAD ORIGINAL
Es ist bekannt, aus Cyanaldehyden der oben angegebenen Formel durch Oxydation und Verseifung Glutarsäuren der oben angegebenene Formel herzustellen. So wird die Herstellung von Dimethylglutarsäure aus 2,2-Dimethyl-4-oyanbutyraldehyd durch Einwirkung einer Mischung aus Salpeterurid Schwefelsäure von verschiedenen Autoren beschrieben, wobei von Franke und Bueren, Z. Naturforschung 5 b (1950) S. 122, eine Ausbeute von 75% erhalten wurde, während O.K. Warren und B.C.L. Weeden, J. Chem. Soc. 1958, S. 3972-86, nach dem gleichen Verfahren nur eine Ausbeute von 47 # erhalten konnten.JDie Oxydation mit Bichromat-Schwefelsäure ( R.F. Brown u. G.H. Schmidt, J. Org. Chem. (1962) 1288 - 94) erbringt nur geringe Ausbeuten. Auch die alkalische Verseifung der Hltrilgruppe und Oxydation mit Ealiumpermanganat (brit. Patentschrift 1.033.251) erbrachte keine befriedigenden Ausbeuten an substituierten Glutarsäurei Die Oxydation mit Salpetersäure liefert zwar mit 75 $> die bisher besten Ausbeuten, ist aber vom technischen Standpunkt aus nicht befriedigend. Sie ist stark exotherm und - besonders bei technischen Ansätzen - selbst bei sehr sorgfältiger Dosierung nur schwierig zu steuern. Außerdem ist ein beträchtlicher Überschuß an Salpetersäure erforderlich, weil einerseits ein Teil der Salpetersäure in Form von Stickoxyden entweicht und andererseits die Lösung nach beendeter Oxydation noch beträchtliche Mengen Salpetersäure enthält, die wegen der niedrigen Konzentration als Oxydationsmittel nicht mehr verwendbar ist. Aus wirtschaftlichen Gründen müssen die entweichenden Stickoxyde und die Restsalpetersäure wieder In Salpetersäure geeigneter
Konzentrat lon übergeführt werden, wodurch zusätzliche Verfah 209809/1703
i«»1*iiiPO..CAO SAÖ ORlGiNAL
rensstufen erforderlich sind. Weiterhin geht der durch die Verseifung der Nitrilgruppe. entstehende Ammoniak zum größten Teil verloren, weil er unter Verbrauch von Salpetersäure zu Stickstoff oxydiert wird.
Es wurde nun überraschend gefunden, daß sich Cyanaldehyde der obigen allgemeinen Formel mit ausgezeichneten Ausbeuten in die substituierten Glutarsäuren überführen lassen, wenn die Oxydation derAldehydgruppe in technisch einfacher Weise mit Chlor und/oder Brom in Anwesenheit von Wasser vorgenommen wird, wobei die Verseifung der Mtrilgruppe vor, während oder nach der Oxydation der Aldehydgruppe erfolgen kann.
Es ist somit nicht erforderlich, sauerstoffhaltige Oxydations mittel zu verwenden. Die Oxydationsmittel Chlor oder Brom werden lediglich in äquivalenter Menge oder in geringem Überschuß von etwa 5 % verwendet. Die Oxydation läuft schnell ab und ist durch Bestimmung des Halogenverbrauchs verfolgbar. Praktisch ist die Reaktionsgeschwindigkeit nur durch die Einleitungsgeschwindigkeit bzw. die Löslichkeit des Chlors bzw. durch die Zugabegeschwindigkeit des Broms begrenzt. Vorteilhaft kann die Reaktionsgeschwindigkeit von Chlor daher durch Anwendung von erhöhtem Druck gesteigert werden. Ein eventueller Überschuß von Chlor oder Brom kann in einfacher Weise durch Durchleiten von Luft oder Inertgas entfernt werden.
Als Ausgangsmaterialien für das erfindungsgemäße Verfahren eignen sich beispielsweise 2,2-Dimethyl-, 2f2-Diäthyl-, 2-Äthyl-2-isopropyl-> 2-Äthyl-2-n-butyl7 2,2-Tetramethylen-, 2, 2-Pentamethylen-4-CYanbutyraldehyd.
209809/170 3
JAMHKHO OaS 8AD ORIGINAL
Die genannten Oyanaldehyde sind in der Regel durch
-Cyanäthylierung von Aldehyden gut zugänglich. Das Verfahren ist jedoch nicht auf diese Aldehyde beschränkt.
Die erfindungsgemäße Reaktion verläuft nach der folgenden summarischen Gleichung:
R1 R1
H I1 I1
•Ι 00-γ-(0Η2)2-σΝ + Cl2 + 3H2O = HOOC-C-(CHg)2-COOH + HCl + NH4C
R2 R2
Die Gesamtreaktion lässt sich gemäß (l)in einer Stufe durchführen. Sie lässt sich aber auch in Einzelreaktionen aufteilen, je nachdem, ob zunächst der. Cyanaldehyd nur zur Nitrilcarbonsäure oxydiert (Ha) und diese dann sauer· zur Dicarbonsäure verseift (II b) werden soll,
R1 R1
H I1 I1
II a OC-C-(CH2J2-CN + Cl2 + H3O—» HOOC-C-(CH2)2-CN + 2HCl
R2 , R2
R1 R1
i1
II b HOOC-C-(CHg)2-ClT + HCl + 2H3O—> HOOC-C-(CH2)2-C0OH
R2 R2
oder ob zunächst der Cyanaldehyd sauer zur Aldehyd verseift (III a) und diese mit Chlor zur Dicarbonsäure oxy diert (TII.b) werden soll.
-
209809/1703 ORIGINAL
R1 R1
I I
ITI a OC-O-(OHg)2-ON" + 2H2O + HOl —} OC-O-(OHg)2-OOOH + R2 R2
?1 R1
Hl. I1
III b 00-0-(CHg)2-OOOH + Cig. + H2O —* HOOO-O-CCH2 J2-OOOH +-2HCl R2- R2
Die Oxydation der Aldehydgruppe mit Chlor in Anwesenheit von Wasser gemäss II a bzw. Ill b verläuft schon "bei niedriger Temperatur unterhalb von 400Cpraktisch vollständig. Palis "genäss II a die Hltrilcarbonsäure als Zwischenstufe angestrebt werden sollte, muss die Oxydation mit Chlor wegen der Gefahr der Nitrilverseifung bei Temperaturen unterhalb 4-00C, vorzugsweise zwischen 5° und 3ο0Cdurchgeführt werde? Pur die Oxydation der Aldehydsäure gemäss II b ist die Temperatur von geringerer Bedeutung. Es kann bei Temperaturen zwischen und etwa 1200Ogearbeitet werden.
Bei der Verseifung der Nltrilgruppen gemäss II b oder III a ist die Temperaturführung nicht von entscheidender Bedeutung. Zur Erreichung eines ausreichenden Verseifungsgeschwindigkeit sind Temperaturen zwischen 50 und 120 0C erforderlich. Vorzugsweise wird im Temperaturbereich von 70 bis 105 C gearbeitet. Bei gleichzeitiger Oxydation und Verseifung wird bei Temperaturen zwischen 50° und 1200C, bevorzugt zwischen 70 und 105 C, gearbeitet.
- 6 209809/1703
* ·:-' 8A0
Bas Verhältnis τοπ Wasser zu Oyanaldehyd ist für die Oxydation selbst nicht von entscheidender Bedeutung. Stöchiometrisch erforderlich ist eine Menge von mindestens 3 Mol Wasser/Mol Cyanaldehyd. In der Regel wird mindestens soviel Wasser verwendet, wie zur lösung des gebildeten Annnoniumchlorids erforderlich ist, wobei bevorzugt mit der 1 bis 3-fachen Gewichtsmenge Wasser, bezogen auf die Cyanald4hyde, gearbeitet wird.
Gegebenenfalls kann die Reaktion auch in Gegenwart inerter Lösungsmittel, bevorzugt den unten genannten Chlorkohlenwasserstoffen, durchgeführt v/erden, wobei lediglich die stöchjo-
metrisch erforderliche Menge Wasser anwesend zu sein braucht. Die Oxydation wird in der Weise durchgeführt, daß der Cyanaldehyd in Wasser oder dem wasserhaltigen Lösungsmittel' verteilt wird und in diese Mischung mindestens die stöchiometrisch erforderliche Menge Chlor eingeleitet wird. In der Regel ist ein geringer Überschuss an Chlor erforderlich. Sin größerer Überschuss kann zur Bildung chlorierter Produkte führen und soll daher vermieden werden. ,
Die gebildeten Glutarsäuren scheiden sich zum Teil aus der sauren Lösung ab und können direkt abgetrennt werden. Zur vollständigen Gewinnung wird die saure Lösung mit geeigneten Lösungsmitteln extrahiert. Geeignete Lösungsmittel sind Chlorkohlenwasserstoffe wie Methylenchlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, 1,2-Dichloräthan, Methylchloroform. Auch Kohlenw9sserstof ie wie Benzol oder Toluol sind brauchbar.
- 7 209809/1703
SADOFiIQJNAi.
Die Reaktion kann vorteilhaft kontinuierlich durchgeführt werden»
Der durch Verseifung der Nitrilgruppe gebildete Ammoniak liegt in Form von Ammoniumchlorid vor, welches als solches verwertet oder in Ammoniak übergeführt werden kann. Bei dem eingangs geschilderten Verfahren der Oxydation mit Salpetersäure geht der überwiegende Seil des gebildeten Ammoniaks als Stickstoff verloren.
In den folgenden Beispielen sind die Konzentrationen in Gew,%, Umsätze und Ausbeuten in Mol $> angegeben.
209809/ 1703
Beispiel 1
In eine durch Rühren fein emulgierte Mischung von 125 g (1 Mol] 2,2-Dimethyl-4-cyanbutyraldehyd und 125 g Wasser wird so lange und in solcher Geschwindigkeit Chlor eingeleitet, daß im Gasraum oberhalb der Emulsion kein Chlor erkennbar ist. Die Reaktionstemperatur steigt dabei innerhalb einer Stunde von 19 auf 480C, nach Ablauf einer weiteren Stunde auf 54 0C und wird dann für 2 3/4 Stdn. durch zeitweises Erhitzen auf 60-80° C gehalten. Fach 3 Stunden Reaktionszeit ist aus der !Emulsion eine Lösung geworden. Me zu diesem' Zeitpunkt sich bildenden Kristalle werden durch Zusatz von 50 ml Wasser wieder in lösung gebracht. Die noch warme Lösung wird in einem Perforator erschöpfend mit 1,2 Dichloräthan extrahiert. Das im Extrakt enthaltene Wasser wird azeotrop abdestilliert, worauf nach Abfiltration geringer Anteile von ausgefallenem Ammonchlorid der Extrakt eingeengt wird. Der verbleibende Rückstand wird Äther/Petroläther (1:1) umkristallisiert■und getrocknet. Ausbeute 145,8 g (90,7 fo d.Th.), Fp. 77-800C. Der Mischschmelzpunkt mit 2,2-Dimethylglutarsäure zeigt keine Depression. Bei Verwenung der äquivalenten Menge Brom anstelle von Chlor wird ein .entsprechendes Ergebnis erhalten. ..
BeisOJel 2
100 g Chlörwasser, bei 4O°Cmit Chlor gesättigt (0,485 # Cl2) werden in einem verschlossenen Erlenmeyer-Kolben mit der stöchiometrischen Menge (0,981 g) 4,4-Dimethylglutaraldeh3'-däiire versetzt'. Die Temp>ro.tur wird während der konstant auf 400C gehalten. Der Chlorverbrauch wird durch
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- 9
it
jodometrisehe Titration verfolgt. Hieraus berechnet sich der Umsatz nach 0,5 Stdn. zu 78,4 $f nach 1 Std. 87,4 $ und nach 4 Stunden 88,85 ?°- Nach 20 Stunden ■beträgt der Umsatz schließlich 93,7 $. Die wässrige Lösung wird in einen Perforator, überführt und β Stunden
mit 1,2-Dlchloräthan extrahiert. Fach Entfernung des Extraktionsmittels verbleibt die 2,2-Dimethylglutarsäure als kristalliner Rückstand vom Pp. 80-810C, Die Ausbeute entspricht dem Ohiorumsatz.
Beispiel 3 .
In die Emulsion von 187,5 g.2,2-Dimethyl-4-cyanbutvraldehyd und 300 g Wasser wird Chlor mit der Strömungsgeschwindigkeit 7-8 l/h eingeleitet und die Temp, durch Kühlung auf 180C gehalten. Unter diesen Bedingungen wird die gesamte Chlormenge in der flüssigen Phase aufgenommen. Nach 5 3/4 Stunden beträgt die Gewichtszunahme 1112,5 g. Der Chlorstrom wird abgestellt, die Reaktionsmischung langsam auf 400C erhitzt und für 1 1/2 Stdn. auf dieser Temp, gehalten. Unter leichter Gelbfärbung tritt hierbei völlige Lösung der organischen Phase ein. Zur Terseifung wird nunmehr für 3 Stdn. auf 70-80°C erhitzt. Die Lösung wird noch heiß mit 1,2-Dichloräthan ausgeschüttelt, wobei ausgefallenes NiLCl durch Zugabe von Wasser in Lösung gebracht wird. Nach Einengen der organischen Phase kristallisiert die 2,2-Dimethylglutarsäure aus. Ausbeute 129 g. Pp. 79-80,50O. Durch erschöpfende Extraktion der
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ή° ■ 179335Q
wässrigen Phase der Vers elf ungslösimg mit 1,2-Dicliloräthar·. und Einengen der Mutterlauge der Kristallisation wurden nochmals 63»7 g 2,2-Dimethylglutarsäure gewonnen, so daß die Gosamtausbeute damit 192,7 g (80,37 1= der Theorie) "beträgt. Als Nebenprodukt wurden 14,62 g (6,92 $ d. Th.) 2,2-Dimethylglutarimid isoliert, welches durch Hydrolyse ebenfalls in die äquivalente Menge 2,2-Dimethylglutarsäure überführt wird.
Beispiel 4
Verfährt man wie im Beispiel 3 angegeben, nimmt aber statt des 2,2-Dimethyl-4-cyanbutyraldehyda 271,5 g 2-Äthyl-2-butyl-4-cyanbutyraldehyd, so erhält man nach erfolgter Verseifung zwei Schichten. Nach Abtrennung der organischen Schicht wird die wässrige Schicht mit 1,2-Dichloräthan extrahiert, der Extrakt mit der organischen Schicht vereinigt, das "Hbctraktionsmittel abgezogen, zuletzt bei vermindertem Druck. 15ine Probemenge wird durch Zugabe von Nitromethan zur Kristallisation gebracht. Fp* der 2-Äthyl-2-butylglutarsäure: 78 - 80° C.
Bei Verwendung von a) 2-Äthyl-2-isopropyl-4-cyanbutyraldehyd oder b) 2,2-Pentamethylen-4-cyanburyraldehyd werden a) 2—Äthyl-2-isopropylglutarsäure bzw. b) 2,2-Pentamethylenglut'arsäure erhalten.
- 11 209809/1703
0AO ORIGINAL
Beispiel 5'·
In eine gerührte Emulsion von 1250 g 2,2-Dimethyl-4-oyanbutyraldehyd in 2700 g Wasser wurden unter Aufrechterhaltung einer Tempertur von 18 - 200O 710 g Chlor eingeleitet. Nach "beendeter ChIorauf nähme wurde die Mischung 5 1/2 Stunden auf 900C erhitzt. Die Mischung erstarrt beim Abkühlen zu einem Kristallbrei. Durch Extraktion mit 1,2-Dichloräthan wurden 1347 g (84,2 ^d.Th.) 2,2-Dimethylglutarsäure mit,einem Sahmp.- von 80,5 - 81,50C erhalten. Aus der Dichloräthan-Mutterlauge kann noch eine weitere Menge 2,2-Dimethylglutarsäure (7»3 #d. Th.) isoliert werden, so daß sieh eine Gesamtausbeute von 91,5$ der Theorie ergibt.
Beispiel 6
187 g 2,2~Dimethyl-4-eyanbutyraldehyd werden mit verdünnter Salzsäure bei 850C zu 4,4-Dimethylglutaraldehydsäure verseift, worauf in die auf 400C abgekühlte Lösung Chlor eingeleitet und die entstandene 2,2-Dimethylglutarsäure aufgearbeitet wird.
Ausbeute 89 $> der Theorie.
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Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Glutarsäuren der allgemeinen Formel
    . r1
    HOOO-O-Oh2-OH2-COOH , R2
    in welcher R^ und R2 Alkylgruppen mit 1 "bis 4 C-Atomen bedeuten oder in welcher R^ und R« gemeinsam einen carbocyclischen Ring bilden können, durch Oxydation und Verseifung von Oyanaldehyden der allgemeinen Formel
    H *
    ^C-O-CH2-CH2-GIr ,.
    R2
    in welcher R^ und R2 die angegebene Bedeutung haben, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxydation und Verseifung mit Chlor und/oder Brom in Anwesenheit einer mindestens stöchimetrisehen Menge Wasser, gegebenenfalls in Gegenwart eines Lösungsmittels, durchführt, wobei man
    a) die Oxydation zunächst bei 5 bis 400C,vorzugsweise bei 5 bis 3O0C, und anschließend die Verseifung bei 5 bis 1200C, vorzugsweise bei 70 bis 105°0, oder
    b) die Verseifung zunächst bei 5 bis 1200C, vorzugsweise bei 70 bis 1050C, und anschließend die Oxydation bei 5 bis 400C, vorzugsweise bei 5 bis 3O0C, oder
    c) die Oxydation und Verseifung gleichzeitig bei 50 bis 120°C, vorzugsweise bei 70 bis 105°C durchführt.
    Neue Unterlagen {Ait7fi/-bs.2 κ,-.i sau; oe«Änderur*»ges.v.4,g.'U,1. 209809/1703
    BAD ORiGiNAL
DE19681793350 1968-09-04 1968-09-04 Verfahren zur Herstellung von alkylsubstituierten Glutarsäuren Expired DE1793350C3 (de)

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