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Laboratoriumseinheiten, insbesondere Schrank-und Arbeitstische
| Die Neuerung betrifft Laboratoriumseinheiten, die insbesondere |
als Schrank-und Arbeitstische Verwendung finden.
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Laboratoriumseinheiten sind in verschiedenen Ausführungen bereits
bekannt. Dabei ist es üblich, für die verschiedenen Laboratorien unterschiedliche
Bauweisen in Form und Konstruktion zu verwenden. Dies ergibt sich aus dem Verwendungszweck
heraus, ob die Laboratoriumseinheiten für radiochemische, chemische, physikalische,
medizinische oder sonstige Untersuchungen verwendet werden sollen.
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Bei den bereits bekannten Laboratoriumseinheiten ist. es hierbei allgemein
üblich, die verschiedenen Laboratoriumseinheiten als unlösbar verbundene Gestelle
zu fertigen. Dies wirkt sich aber als Mangel bei der Lagerung wie auch beim Transport
ungünstig aus. jenen hierbei einmal ein großer Platzbedarf besteht, ist zum anderen
eine G-lattflächigkeit der einzelnen Laboratoriumseinheiten nicht gewährleistet,
aufgrund der verschiedenen Verkleidungen, Einbauten und Gestelle. Die Glattflächigkeit
ist jedoch insbesondere bei Laboratorien für chemische und medizinische Zwecke Voraussetzung,
um Staub-und Schmutzfestsetzungen auszuschließen und eine gründliche Reineigung
leicht zu ermöglichen. Dies trifft ebenso auf Isotopenlaboratorien zu, wo Rohrgestelle
und einschiebbare Unterbauten in den Laboratoriumseinheiten aufgrund der geringen
Glattflächigkeit eine gründliche Reinigung ebenfalls nicht gestatten.
Beim
Einsatz bekannter Laboratoriumseinheiten in radiochemischen Laboratorien ist weiterhin
ein Nachteil bei der
| Dntseuchung der Schrank-oder Arbeitstische festzustellen, |
da hierbei große Entseuchungskammern erforderlich sind, über die nicht jedes Institut
verfügt.
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Die verschiedenen Bauwesen für radiochemische und sonstige Laboratorien
haben den Nachteil, daß z. B. ein chemisches Laboratorium ohne große Neuanschaffungen
nicht in ein radiochemisches Laboratorium umgebaut werden kann.
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In Laboratorien, in denen mit vielen Chemikalien gearbeitet wird,
ist die Oberfläche der Bauteile, außer der Platte, größtenteils aus Holz natur lasiert
oder lackiert den chemischen Einflüssen ausgesetzt. Holz und die verwendeten Lacke
sind bei weitem nicht in jedem Falle gegen Chemikalien widerstandsfähig. Die bekannten
Laboratorien entsprechen auch nicht mehr den jetzigen Erfordernissen in Form und
farbigebung.
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Die vorgenannten Nachteile an Laboratoriumseinheiten zu be-
| seitigen war Aufgabe vorliegender Neuerung. |
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Die Lösung dieser Aufgabe bei Laboratoriumseinheiten besteht darin, daß diese aus
einheitlichen Bauteilen bestehen, welche mit Hilfe von Schraubverbindungen, bestehend
aus Winkelschienen und Befestigungsschrauben miteinander leicht lösbar verbunden
sind.
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Hehrere Beispiele vorliegender Neuerung sind in den folgenden
Abbildungen,
teilweise perspektivisch dargestellt.
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Es zeigen : Abb. l und 2 zwei verschieden groß ausgeführte Arbeitstischeinheiten
mit Schubkästen, 3 und 4 zwei verschieden groß ausgeführte Arbeitstischeinheiten
mit Schubkästen und Schiebetüren, " 5 und 6 zwei verschieden groß ausgeführte Ansatztischeinheiten,
7 eine Schreibtischeinheit " 8 ein Wägetischeinheit ohne Sandbehälter, 9 eine Titriertischeinheit,
" lo eine Spülbeckeneinheit, " 11,12,13 einheitliche Bauteile, die für die Zusammenstellungen
auf den Abb. 1 bis lo erforderlich sind, 14 perspektivisch die Zerlegbarkeit der
in-ibb. 1 dargestellten Arbeitstischeinheit als Sinnbild, " 15,16,17 Befestigungsarten
einzelner Bauteile zueinander.
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Für die in Abb. 1 bis lo abgebildeten, verschiedenen Laboratoriumseinheiten
sind beispielsweise folgende einheitliche Bauteile, wie in Abb. 11, 12 und 13 dargestellt,
erforderlich.
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Hierzu gehören Schäfte links 1 und Schäfte rechts 2. In den Schäften
1 und 2 sind Vorrichtungen zur Aufnahme von zum Justieren vorgesehener Füße 3 und
4 vorhanden. Vorderrahmen 12, 24, 25, 38 und 39, Rückwände 11, 13, 15, 23 und 28,
Zargen vorn 16 und 19, Zargen hinten 17 und 2o sowie ein Kastenvorderrahmen 22 oder
eine Vorderverkleidung 27 werden,
wie in Abb. 15 dargestellt, mit
den Schäften 1 und 2 durch Schraub - verbindungen, bestehend aus Winkelschienen
42, 43
| und Befe-s ti , :- |
| und Befestigungsschrauben 44, zu verschieden großen Labora- |
toriumseinheiten lösbar verbunden. Durch die verschiedenen Längen der auswechselbaren
Füße 3 oder 4 können verschiedene Arbeitstiscblhöhen, für stehende oder sitzende
Arbeiten montiert werden, In den Vorderrahmen 38 und 39 befinden sich Schiebetüren
lo oder 14. Zur Einbaumontage verschieden großer Kästen 8, 9 oder 26 dienen Laufleisten
7, welche, wie in Abb. 16 dargestellt, durch Befestigungsschrauben 46 lösbar mit
den jeweiligen Vorderrahmen und den jeweiligen Rückwänden verbunden sind. Der Schubkasten
8 besitzt einen in das Kastenvorderstück eingeprägten Griff 34 und einen gleichfalls
eingeprägton Halter 35 zur Aufnahme einer entsprechenden Etikette.
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Der Kasten 9 besitzt in der gleichen Ausführung wie Kasten 8, je zwei
Griffe 34 und Halter 35. Die Schiebetüren lo und 14 d@r Vorderrahmen 38 und 39 besitzen
eingeprägte Muschelgriffe 36 und eingeprägte Halter 37, die hier ebenfalls zur Aufnahme
von Etiketten bestimmt sind. Den oberen Abschluß der verschiedenen Laboratoriumseinheiten
bilden Platten 30, 31, 33, 41 oder ein Rahmen 40 mit Spülbecken 32, während für
die untere Steifigkeit der Laboratoriumseinheiten Stege 18 und 21 oder ein Lattenboden
29 vorgesehen sind. Die Platten 30, 31, 33, 41 und der Rahmen 40 können aus verschiedenartigen
Materialien und Werkstoffen hergestellt werden, z. B. in Fliesen, Kunststoff, Spezialstahl
und Polyesterwerkstoff-Ausführung. Befestigt werden diese Platten 30, 31, 33, 41
und
Rahmen 40, wie in Abb. 17 dargestellt, mittels Befestigungsschrauben 45 lösbar mit
den winkelschienen 43 der Vorderrahmen 12, 24, 25,38,39, der Rückwände 11, 13, 15,
23, 28, der Zargen vorn 16,19, oder der Zargen hinten 17 oder 2o. Die Lösbarkeit
trifft für alle vorstehend auf-
| geführten einheitlichen Bauteile der verschiedenen Labora- |
| toriumseinheitenzu, |
| üit dem Vorderrahmen 5, der Rückwand 6, der Platte 30, der |
| Laufleisten 7 und den Kästen 8 und 9 sowie den Schäften 1 |
und 2 und den Füßen 3 oder 4 kann die in Abbildung 1 dargestellte Arbeitstischeinheit
montiert werden.
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Uit dem Vorderrahmen 12, der Rückwand 13, der Platte 41, der Laufleisten
7 und den kästen 8 und 9 sowie den Schäften 1 und 2 und den Füßen 3 oder 4 kann
die in Abbildung 2 dargestellte Arbeitstischeinheit montiert werden.
| I. Iit dem Vorderrahmen 38 einschl. Schiebetüren lo, der Rückwand |
11, der Laufleisten 7 und den kästen 8 und 9 sowie den Schaften und 2 und den Füßen
3 oder 4 kann die in Abbildung 3
| dargestellte Arbeitstischeinheit montiert werden. |
| CD |
l : it dem Vorderrahmen 39 einschl. Schiebetüren 14, der Rückwand 15, der Platte
41, der Laufleisten 7 und den Kästen 8 sowie den Schäften 1 und 2 den Füßen 3 oder
4 kann die in Abbildung 4 dargestellte Arbeitstischeinheit aufgebaut werden.
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Uit der Zarge vorn 16, der Zarge hinten 17, der Platte 30, dem Steg
18, der au, leisten 7 und den Kästen 8 und 9 sowie
den Schäften
1 und 2 und den Füßen 3 oder 4 kann die in Abbildung 5 dargestellte Ansatztischeinheit
montiert werden.
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Nit der Zarge vorn 19, der Zarge hinten 20, der Platte 41, dem Steg
21, der Laufleisten 7 und den Kästen 8 sowie den Schäften 1 und 2 und den Füßen
3 oder 4 kann die in Abbildung 6 dargestellte Ansatztischeinheit montiert werden.
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Mit der Zarge vorn 16, der Zarge hinten 17, der Platte 30, den Kastenvorderrahmen
22, der Rückwand 23, dem Steg 21, der Laufleisten 7 und den kästen 8 und 9 sowie
den Schäften 1 und 2 und den Füßen 3 oder 4 kann die in Abbildung 7 dargestellte
Schreibtischeinheit montiert werden.
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Uit dem Vorderrahmen 24, der Platte 31, der Laufleisten 7 ? dem Kasten
8, dem Steg 18 sowie den Schäften 1 und 2 und den Flissen 3 oder 4 kann die in Abbildung
8 dargestellte Wägetischeinheit montiert werden.
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Mit dem Vorderrahmen 25, der Rückwand 17, der Platte 33, der Laufleisten
7, dem Steg 18, dem Kasten 26 sowie den Schäften 1 und 2 und den Füßen 3 oder 4
kann die in Abbildung 9 dargestellte Titriertischeinheit, ohne den in der Zeichnung
abgebildeten Aufbau, montiert werden.
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Mit der Vorderverkleidung 27 ? der Rückwand 28, der Platte 40 mit
Spülbecken 32, dem Lattenboden 29 sowie den Schäften 1 und 2 und den Füßen 3 oder
4 kann die in Abbildung lo dargestellte Spülbeckeneinheit montiert werden.
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Durch die besondere in Abbildung 14 gezeigte Zerlegbarkeit der Laboratoriumseinheiten,
wodurch erst mehrere Teile die endgültige Abmessung bestimmen, wird für die Lagerung
und Transport ein verhältnismäßig kleiner Raum benötigt. Der weitem Vorteil der
Zerlegbarkeit besteht darin, daß bei auftretender Verseuchung in radiochemischen
Laboratorien, die ein-. seinen Bauelemente der zerlegten Laboratoriumseinheiten
entseucht oder ersetzt werden können.
| Durch die besondere Glattflächigkeit der Bauelemente wird |
| eine Verstaubung und Scbmutzablagerung im wesentlichen |
| fr |
| ausgeschlossen. Außerdem wird durch die Glattflächigkeit, |
| wenn erforderlich, eine leichte Reinigung ermöglicht. |
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Um einen besseren Oberflächenschutz gegen Chemikalien zu erreichen,
werden die der chemischen Zersetzung ausgesetzten Bauteile, wie z. B. Schubkästen
und Füße in Kunststoffausführung oder z. B. Schäfte mit einem farbigen Kunststoffüberzug
(o, 35 mm dick), hergestellt. Dadurch wird die beste chemische Widerstandsfähigkeit
erreicht. Gleichzeitig wird durch die farbigen Folien eine wesentlich bessere Form-und
Farbgebung erzielt.
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Die z. Z. üblichen, wie eingangs beschriebenen, verschiedenen Bauwesen
werden in der Form durch eine ersetzt.
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Lediglich ab Aktivitätsstufe II der Isotopenlaboratorien wird eine
aterialänderung der einzelnen Bauelemente herbeigeführt. Form und Farbe bleiben
jedoch bestehen, so daß Umstellungen die Raumkoposition nicht verändern.