DE178523C - - Google Patents
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- DE178523C DE178523C DENDAT178523D DE178523DA DE178523C DE 178523 C DE178523 C DE 178523C DE NDAT178523 D DENDAT178523 D DE NDAT178523D DE 178523D A DE178523D A DE 178523DA DE 178523 C DE178523 C DE 178523C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
- C03C17/00—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
- C03C17/06—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with metals
- C03C17/10—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with metals by deposition from the liquid phase
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- Surface Treatment Of Glass (AREA)
Description
bet
Higt bet.
Higt bet.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ml 78523 KLASSE 32 6. GRUPPE
CARL AUFSBERG'S Erben:
in WIESBADEN.
Ein Verfahren zur Glasvergoldung ist aus der Patentschrift 147562, Kl. 32 b, bekannt,
wobei die zu vergoldende Fläche zuerst mit einem dünnen, nicht sichtbaren und für sich
nicht spiegelnden Überzüge desselben Metalles (Gold) versehen wird, welcher bei
einer zweiten Behandlung mit einer alkalischen, mit einem Reduktionsmittel versehenen
Goldlösung die Niederschlagung einer deckenden und glänzenden Goldschicht veranlaßt.
Der Gegenstand der hier vorliegenden Neuerung ist nun ein entsprechendes Verfahren
, wobei an Stelle von Gold zur Herstellung der für sich nicht sichtbaren oder spiegelnden ersten Schicht Silber oder bleihaltiges
Silber Verwendung findet.
Wird nämlich der zu vergoldende Gegenstand oder die zu vergoldende Fläche mit
einem dünnen Überzuge oder Belag von Silber, oder bleihaltigem Silber überzogen,
dann findet unter Verwendung einer alkalischen und mit reduzierenden Stoffen versetzten
Goldlösung gleichfalls eine glatte und sehr glänzende Vergoldung bezw. innige
Durchgoldung mit unbedingter Sicherheit statt, und zwar auch auf solchen Flächen,
auf denen sonst keine brauchbare Vergoldung zu erzielen ist.
Der Vorteil dieser neuen Methode ist, daß durch die Mitverwendung der für sich nicht
spiegelnden Silberschicht Farbentöne und Nuancen des Goldes in allen Abstufungen
erreicht werden können, und zwar von dem hellsten bis zu dem dunkelsten Grade, eben
je nach der Menge des Silbers und Goldes.
Ferner findet eine fast völlige Ausnutzung der alkalischen · Goldlösung statt, da fast
sämtliches darin enthaltene Gold in Form eines glänzenden, festhaftenden Belages zur
Ausscheidung kommt.
Als praktisches Beispiel wird folgendes ■ gegeben:
Die zu vergoldenden Gläser usw. werden zuerst gründlich gereinigt und gut abgespült,
hierauf wird das Glas mit einer dünnen, für sich nicht sichtbaren oder spiegelnden Schicht von Silber oder bleihaltigem
Silber versehen, z. B. nach Art der Silberspiegelherstellung durch Behandlung mit einer Silbernitratseignettsalzlösung bei
Gegenwart von kleinen Mengen Ammoniak usw. Hat sich ein äußerst dünner Metallbelag
gebildet, so wird die übrige Metalllösung entfernt und der versilberte Gegenstand
recht gut abgespült.
Nun erst wird die eigentliche Goldlösung angewendet, welche längere Zeit mit der
Metallschicht in Berührung sein muß. Handelt es sich um die Vergoldung von glatten
Flächen, z. B. Glasplatten usw., so müssen 6c
diese Glasplatten mit einem Rahmen, z. B. von knetbarem Guttapercha, versehen sein,
um es zu ermöglichen, die Goldlösung längere Zeit aufschichten zu können.
Die Goldlösung enthält zweckmäßig 2 g metallisches Gold und mindestens io bis 15 g Chlornatrium im Liter. Das Gold kann natürlich in Form von Goldchlorid, Goldchloridchlorwasserstoffsäure oder auch in Form von Goldsalz, z. B. Chlorgoldnatrium, Chlorgoldkalium usw., Verwendung finden, nur sind eben diese Lösungen so einzustellen, daß ijn Liter der fertigen Flüssigkeit 2 g metallisches Gold enthalten sind. Die Alkalität wird durch Zusatz von Natronlauge, Kalilauge oder auch durch Ammoniak hervorgerufen, der Zusatz geschehe so lange tropfenweise, bis eine stark alkalische Reaktion eintritt. Kurz vor der Anwendung wird diese stark alkalische Goldlösung mit kleinen Mengen eines kräftigen Reduktionsmittels, z. B. Wasserstoffsuperoxyd, Natriumsuperoxyd, Formaldehyd, Äther, Weingeist, Glyzerin, Aldehyd, Rohr- oder Traubenzucker usw., oder auch mit einem Gemische einiger dieser Stoffe versetzt, worauf dann die Verwendung zur Vergoldung geschehen kann.
Die Goldlösung enthält zweckmäßig 2 g metallisches Gold und mindestens io bis 15 g Chlornatrium im Liter. Das Gold kann natürlich in Form von Goldchlorid, Goldchloridchlorwasserstoffsäure oder auch in Form von Goldsalz, z. B. Chlorgoldnatrium, Chlorgoldkalium usw., Verwendung finden, nur sind eben diese Lösungen so einzustellen, daß ijn Liter der fertigen Flüssigkeit 2 g metallisches Gold enthalten sind. Die Alkalität wird durch Zusatz von Natronlauge, Kalilauge oder auch durch Ammoniak hervorgerufen, der Zusatz geschehe so lange tropfenweise, bis eine stark alkalische Reaktion eintritt. Kurz vor der Anwendung wird diese stark alkalische Goldlösung mit kleinen Mengen eines kräftigen Reduktionsmittels, z. B. Wasserstoffsuperoxyd, Natriumsuperoxyd, Formaldehyd, Äther, Weingeist, Glyzerin, Aldehyd, Rohr- oder Traubenzucker usw., oder auch mit einem Gemische einiger dieser Stoffe versetzt, worauf dann die Verwendung zur Vergoldung geschehen kann.
Die Vergoldung findet in hellen, jedoch vor unmittelbarem Sonnenlicht geschützten
Räumen statt; die zweckmäßigste Temperatur ist 18 bis 2O° C; durch Erwärmen kann jedoch
die Vergoldung beschleunigt werden. Ist die Vergoldung beendigt, dann gieße man die überschüssige Goldflüssigkeit ab und
spüle die vergoldete Fläche mehrmals mit Wasser nach; zuletzt verwende man hierzu
destilliertes Wasser und lasse dann, nach gutem Abtropfen, trocknen. Um den Goldbelag
zu befestigen, überstreicht man die Belagseite mit gutem durchsichtigen Lack (Schilderlack). Der nach diesem Verfahren
zuerst erzeugten, nicht sichtbaren oder spiegelnden Metallschicht kommt hierbei nur
eine vermittelnde Rolle zu, indem genau an den Stellen, an denen diese Metallschicht (Versilberung)
sich befindet, die Vergoldung anschlägt, indem sich dort das Gold in Form eines glänzenden
zusammenhängenden Metallspiegels ablagert. An sich ist die nasse Vergoldung von Silberniederschlägen, welche, wie üblich,
auf nassem Wege auf Glas erzeugt worden sind, bekannt. Bei diesem bekannten Verfahren
aber ist die erste Silberschicht nicht hauchdünn, sondern von solcher Stärke, daß
sie schon für sich sichtbar und spiegelnd ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur nassen Vergoldung von Glas, Porzellan und anderen nicht metallischen und die Elektrizität nicht leitenden Körpern durch vorbereitendes Niederschlagen einer für sich nicht sichtbaren oder spiegelnden Metallschicht, auf welche der Goldgehalt der alkalischen, mit Reduktionsmitteln versetzten eigentlichen Vergoldungslösung in-einer zusammenhängenden, glänzenden Schicht ausgeschieden wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der ersten Metallschicht Silber oder bleihaltiges Silber verwendet wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE178523C true DE178523C (de) |
Family
ID=442911
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT178523D Active DE178523C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE178523C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3147133A (en) * | 1960-07-05 | 1964-09-01 | Saint Gobain | Method for manufacturing mirrors and articles |
-
0
- DE DENDAT178523D patent/DE178523C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3147133A (en) * | 1960-07-05 | 1964-09-01 | Saint Gobain | Method for manufacturing mirrors and articles |
| DE1286709B (de) * | 1960-07-05 | 1969-04-03 | Saint Gobain | Verfahren zur Herstellung von Spiegeln durch Silbervergolden oder Legieren von Silber und Rhodium auf Glas oder einem Kunststoff |
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