DE1784325A1 - Verfahren zur Baugrubensicherung mittels Profiltraegern und vorgefertigten Platten aus Stahlbeton oder Spannbeton - Google Patents
Verfahren zur Baugrubensicherung mittels Profiltraegern und vorgefertigten Platten aus Stahlbeton oder SpannbetonInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
- Beschreibung Verfahren zur Baugrubensicherung mittels Profilträgern und vorgefertigten Platten aus Stahlbeton oder Spannbeton Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Sicherung von Baugrubenwänden durch Profilträger mit dazwischen angeordneten vorgefertigten Platten aus Stahl- oder Spannbeton. Baugrubenwände bedürfen immer dort einer besonderen Sicherung, wo aufgrund der örtlichen Umstände nicht in natürlicher Böschung ausgeschachtet werden kann. Die Baugrubensicherung soll einerseits den Schutz des zu errichtenden Bauwerks gewährleisten und andererseits verhindern, daß in der Nachbarschaft schädliche Setzungen auftreten können.
- Das Verfahren zur Sicherung einer Baugrubenwand im sogenannten Berliner Verbau ist bekannt. Zwischen eingerammte oder in vorgebohrte Löcher eingestellte Profilträger werden im Zuge des Aushubs der Baugrube Holzbohlen eingebaut und verkeilt. Die Profilträger werden in aller Regel nach Beendigung der Bauar-. beiten wieder gezogen, die Holzbohlen verbleiben im Erdreich. Neben dem hohen Arbeitsaufwand für den Einbau der Holzbohlen ist dieses verfahren mit dem Nachteil behaftet, daß durch die im Laufe der Zeit eintretende Verrottung des Holzes mit Setzungen in der Nachbarschaft gerechnet werden muß. In manchen Fällen wurden deshalb anstelle der Holzbohlen auch vorgefertigte Stahlbetonbalken zwischen die Profilträger eingebaut. Damit werden zwar Setzungen durch Verrottung vermieden, infolge des größeren Gewichts der Stahlbetonfertigteile wird aber der Einbau der Verbohlung noch aufwendiger. Die vorgenannten Nachteile vermeidet die Erfindung dadurch, daß zwischen die Profilträger vorgefertigte Platten aus Stahl- oder Spannbeton eingestellt werden, welche im Zuge des Baugrubenaushubs durch ihr Eigengewicht, falls erforderlich unterstützt durch statische oder dynamische Belastung, nach unten gleiten und so die Baugrubenwand sichern. Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung können diese Platten statisch und konstruktiv mit in das zu ersteilende Bauwerk einbezogen werden, wodurch besonders wirtschaftliche Lösungen entstehen. Weitere Merkmale der Erfindung und Einzelheiten der durch sie erzielten Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zeichnerisch dargestellter Ausführungsbeispiele: Fig 1 zeigt den Beginn des Baugrubenaushubs. Zwischen die bereits niedergebrachten Profilträger (1) sind vorgefertigte Stahlbeton- oder Spannbetonplatten (2) eingesetzt, welche mit dem Fortschreiten des Aushubs, geführt durch die Flansche der Profilträger, nach unten gleiten. Zur Verminderung der dieser Bewegung entgegenwirkenden Reibungskräfte.kann es in Einzelfällen zweckmäßig sein, in den Plattenfuß eine über die Rückfläche geringfügig vorstehende Schneide (3) einzubauen und an den Auflagern Gleitschichten (4) zwischenzuschalten. Fig 2 zeigt den Zustand nach Beendigung des Baugrubenaushubs. Die Stahlbetonplatten sind bis auf die Sohle der Baugrube abgesenkt und bilden jetzt den eigentlichen Baugrubenverbau. Bei größeren Höhen der Baugrubenwände ist es zweckmäßig, anstelle einer einzigen zwei oder mehrere übereinander angeordnete Platten vorzusehen. Die Rammträger werden durch Blechstreifen (5) abgedeckt, um eine Verbindung mit der Konstruktion zu verhindern und ein leichtes Wiedergewinnen zu ermöglichen. Die vorgefertigten Platten können als Träger und Schutzschicht für eine eventuell erforderliche Isolierung (6) der Bauwerkswände (7) herangezogen werden.
- Fig 3 zeigt am Beispiel einer eingeschossigen Tiefgarage, wie die primär der Baugrubensicherung dienenden vorgefertigten Platten statisch und konstruktiv mit in das eigentliche-Bauwerk einbezogen werden können. Nach Beendigung des Baugrubenaushubs und dem damit verbundenen Absenken der vorgefertigten Platten (2) werden nacheinander Fundament (8), Wand (7) und Decke (9) betoniert. Die vorgefertigten Platten (2) sind durch eine Schubbewehrung (10) mit dem an Ort betonierten Teil der wand verdübelt, so daß zur Ableitung der vertikalen lasten und zur Aufnahme der Biegemomente aus Erddruck der Gesamtquerschnitt (Fertigteil + Ortbeton) herangezogen werden kann. Ohne zusätzliche Aufwendungen läßt sich die Konstruktion so gestalten, daß die vorgefertigten Platten gleichzeitig als Brüstung für die Garagendecke dienen. Von den individuellen Gegebenheiten des Einzelfalles hängt es ab, welche Maßnahmen zur Verfüllung der durch die Rammträger verbleibenden Hohlräume getroffen werden (11). In Betracht zu ziehen ist neben einem Verguß von oben eine Injektion mit Zementmörtel. Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß der bei den bekannten Verfahren hohe Arbeitsaufwand für den Einbau der Verbohlung auf ein Bruchteil reduziert wird. Dadurch läßt sich der Bauablauf beschleunigen und wirtschaftlicher gestalten. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß Setzungen in der Nachbarschaft infolge Verrottung der Baugrubenwand ausgeschlossen werden. Zusätzliche Vorteile lassen sich noch dadurch erzielen, daß die primär der Baugrubensicherung dienenden Fertigteilplatten statisch und konstruktiv mit in das in ihrem Schutze zu erstellende Bauwerk einbezogen werden.
Claims (4)
- Patentansprüche 1) Verfahren zur Baugrubensicherung mittels Profilträgern (1) und vorgefertigten Platten aus Stahlbeton oder Spannbeton (2), dadurch gekennzeichnet, daß diese Platten zwischen die zuvor niedergebrachten Profilträger eingestellt werden und im Zuge des Aushubs, geführt durch die Flansche der Profilträger, nach unten gleiten, wobei diese Bewegung erforderlichenfalls durch statische oder dynamische Belastung unterstützt wird.
- 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbesserung der Gleitung der vorgefertigten.Platten diese an ihrer Unterseite mit einer Schneide (3) versehen und daß zwischen Platte und Trägerflanschen Gleitschichten (4) eingebaut werden.
- 3) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die primär der Baugrubensicherung dienenden Platten (2) gleichzeitig als Träger und Schutzschicht einer Bauwerksisolierung (6) verwendet werden.
- 4) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die primär der Baugrubensicherung dienenden Platten (2) statisch und konstruktiv mit in das in ihrem Schutze zu errichtende Bauwerk einbezogen werden, wobei der Verbund durch eine den statischen Erfordernissen des Einzelfalls entsprechende Verdübelung (10) erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681784325 DE1784325A1 (de) | 1968-07-27 | 1968-07-27 | Verfahren zur Baugrubensicherung mittels Profiltraegern und vorgefertigten Platten aus Stahlbeton oder Spannbeton |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19681784325 DE1784325A1 (de) | 1968-07-27 | 1968-07-27 | Verfahren zur Baugrubensicherung mittels Profiltraegern und vorgefertigten Platten aus Stahlbeton oder Spannbeton |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1784325A1 true DE1784325A1 (de) | 1971-08-05 |
Family
ID=5705559
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|---|---|---|---|
| DE19681784325 Pending DE1784325A1 (de) | 1968-07-27 | 1968-07-27 | Verfahren zur Baugrubensicherung mittels Profiltraegern und vorgefertigten Platten aus Stahlbeton oder Spannbeton |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1784325A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3341483A1 (de) * | 1983-11-17 | 1985-05-30 | Emunds & Staudinger GmbH & Co KG, 5142 Hückelhoven | Verbauvorrichtung |
| EP0803613A1 (de) * | 1996-04-23 | 1997-10-29 | Jan Forster | Verfahren zum Einbringen einer Wand in einen Boden |
-
1968
- 1968-07-27 DE DE19681784325 patent/DE1784325A1/de active Pending
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3341483A1 (de) * | 1983-11-17 | 1985-05-30 | Emunds & Staudinger GmbH & Co KG, 5142 Hückelhoven | Verbauvorrichtung |
| EP0803613A1 (de) * | 1996-04-23 | 1997-10-29 | Jan Forster | Verfahren zum Einbringen einer Wand in einen Boden |
| DE19616188A1 (de) * | 1996-04-23 | 1997-11-13 | Jan Dipl Ing Forster | Verfahren zum Einbringen einer Wand in einen Boden |
| DE19616188C2 (de) * | 1996-04-23 | 1998-07-02 | Jan Dipl Ing Forster | Verfahren zum Errichten einer Wand in einem Boden |
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