DE1182411B - Verfahren und Vorrichtung zum Errichten von mehrgeschossigen, unterkellerten Gebaeuden - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Errichten von mehrgeschossigen, unterkellerten GebaeudenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. KL: E 04 g;
E 04b
Deutsche Kl.: 37 f-7/01
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
P29379 V/37f
11. Mai 1962
26. November 1964
Gegenstand des Patentes 1 138 208 ist ein Verfahren zum Errichten von mehrgeschossigen, unterkellerten
Gebäuden in -Stahlbetonweise, bei dem nach Herstellen der Kelleraußenwände die einzelnen Geschoßdecken
zusammen mit den zugehörigen Geschoßstützen jeweils nacheinander in einem Guß in
einer im Kellergeschoß errichteten, geschoßhohen Schalung hergestellt* dann, mit den bereits fertiggestellten,
auf ihnen lagernden Gebäudeteilen um eine Geschoßhöhe angehoben und auf der Geschoß- ίο
decke des nachfolgend herzustellenden Gebäudeteils abgestützt werden. Es handelt sich dabei also um eine
Bauweise, bei der nach dem Herstellen der Kelleraußenwände zunächst das Dach und die oberste Geschoßdecke
zusammen mit den sie tragenden Geschoßstützen erstellt, danach letztere durch Hubgeräte
um eine Geschoßhöhe angehoben und alsdann jeweils nacheinander die übrigen Geschoßdecken mit
ihren Stützen gegossen und mit den auf ihnen bereits lagernden Gebäudeteilen in der gleichen Weise angehoben
und abgestützt werden. Dabei ist es wesentlich, daß die Geschoßdecken jeweils zusammen mit
den unter ihnen angeordneten Geschoßstützen in einem Guß in der im Kellergeschoß aufgestellten ge- y
schoßhohen Schalung hergestellt werden, weil dadurch für jede Geschoßdecke mitsamt deren Unterzügen
und den darunter befindlichen Stützen ein homogener monolithischer Stahlbetonkörper geschaffen
wird, der es gewährleistet, daß die fertiggestellten Geschosse eine hinreichende Verbindungsfestigkeit
und Steifigkeit besitzen, damit sie jeweils um eine Geschoßhöhe angehoben werden können. Zur vorrichtungsmäßigen
Durchführung des im Hauptpatent beschriebenen Bauverfahrens dienen Stützenfüße aus
Stahl, die die Verbindung zwischen den übereinanderzusetzenden Geschoßstützen sowie zwischen den
Stützen eines Geschosses und der jeweils darunterliegenden Geschoßdecke herstellen und an denen die
Hubgeräte angreifen, die vorzugsweise hydraulisch arbeiten.
Es wurde nun gefunden, daß die im Patent 1 138 208 beschriebene Bauweise zur Errichtung
mehrgeschossiger, unterkellerter Gebäude noch verbessert und vervollkommnet werden kann, wenn
gemäß der Zusatzerfindung die Geschoßstützen der beiden zuletzt hergestellten Gebäudeteile während
des Anhebens seitlich geführt werden und der unterste Gebäudeteil nach dem Anheben durch an seiner
Decke angreifende Stützen abgestützt wird, während die unteren Enden seiner Geschoßstützen beim Herstellen
des nächsten Gebäudeteils unmittelbar mit dessen Decke verbunden werden. Durch die allseitige
Verfahren und Vorriehteaf zain Emehtea-vöa.
mehrgeschossigen, unterkellerten Gebäuden
mehrgeschossigen, unterkellerten Gebäuden
Zusatz zum Patent: 1138 2Q8
Anmelder:
Paul Plückebaum,
Düsseldorf-Hamm, Am Sandacker 22
Als Erfinder benannt:
Paul Plückebaum, Düsseldorf-Hamm
führung der jeweils zuletzt hergestellten Stockwerke
kann das Anheben der fertiggestellten Gebäudeteile mit noch größerer Sicherheit vorgenommen werden,
wobei insbesondere auftretende Windkräfte vollständig abgefangen werden können. Ferner wird durch
die unmittelbare Verbindung der unteren Enden der bereits fertiggestellten Geschoßstützen mit der darunter
angeordneten Geschoßdecke eine noch höhere Verbindungsfestigkeit zwischen den vorerwähnten
Gebäudeteilen sowie der weitere Vorteil erzielt, daß hierfür im Gegensatz zum Hauptpatent keine besonderen
Stützfüße aus Stahl'erforderlich sind. Vielmehr erfolgt die Verbindung an diesen Stellen allein über
die aus den fertiggestellten Geschoßstützen nach unten herausragenden Bewehrungsstäbe.
Die Vorrichtung zur Durchführung des neuen Bauverfahrens
besteht außer der im Kellergeschoß zu errichtenden, geschoßhohen Schalung für das Gießen
einer Geschoßdecke mit Deckenunterzügen und der zugehörigen Geschoßstützen sowie einer Hubeinrichtung
mit mehreren, ttjn eine Geschoßhöhe ausfahrbaren Hubstempeln erfindungsgemäß aus einer um
jede Geschoßstütze vorgesehenen, -sich über das Keller-
und Erdgeschoß erstreckenden Stützkonstruktion, die jeweils aus mehreren die Geschoßdeckenschalung
durchdringenden Stahlträgern besteht, die im Bereich des Kellergeschosses die Geschoßstützenschalung und
im Bereich des Erdgesehosses-tBe 'Geschoßstütze über
Klemmkeile seitlich abtützen sowie mit ihren oberen
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Enden während des Gießens des nächsten Gebäudeteils die angehobenen Gebäudeteile tragen. Die um
eine Geschoßstütze angeordneten Stahlträger sind vorteilhaft durch horizontale Traglaschen miteinander
verbunden, an deren oben keilförmig abgeschrägten Innenseiten die Klemmkeile für die Geschoßstützenschalung
bzw. die Geschoßstütze anliegen. Durch die zwischen den Traglaschen und den fertiggestellten Geschoßstützen liegenden Klemmkeile
wird sichergestellt, daß letztere während des gesamten Hubvorganges an den Geschoßstützen anliegen,
mithin eine entsprechend gute Seitenführung gewährleisten, und bei etwaigem Versagen aller oder einiger
Hubstempel die Abstützung der gehobenen Gebäudeteile dadurch übernehmen, daß sie sich zwischen den
Geschoßstützen und den Traglaschen der Stützkonstruktion bzw. ihrer Stahlträger festkeilen.
An den oberen Enden der Stahlträger sind vorteilhaft Lagerausnehmunge» für eine oder mehrere hier
einzusetzende Tragplatten vorgesehen, die in der angehobenen Stellung der Geschoßdecke deren Unterzüge
untergreifen, miibiö die angehobenen Gebäudeteile
abstützen, so daß die Hubstempel in ihre eingefahrene Ausgangslage zurückgebracht werden
können.
Die ausfahrbaren Hubstempel der Hubeinrichtung greifen zweckmäßig an den unteren Enden der Geschoßstützen
an und sind jeweils in unterhalb des Kellerbodens befindliche Fundamentblöcke eingelassen.
Die Hubstemper-bestehen vorteilhaft aus je einer
Gewindespindel, die mittels zweier in einer Aussparung des Fundamentblockes untergebrachter und getrennt
für sich abgestützter Spindelmuttern verstellbar ist. Die die Gewindespindel· verstellenden Spindelmuttem
sind zweckmäßig hydraulisch anzutreiben.
Einzelheiten des Verfahrens sowie der zu seiner Durchführung dienenden Vorrichtung seien an Hand
eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben. Dabei zeigt
F i g. 1 die im Kellergeschoß erfolgende Errichtung einer Geschoßdecke Mit zugehöriger Stütze und die
letztere umgebende Stützkonstruktion in lotrechtem Schnitt,
F i g. 2 eine sich an F i g. 1 oben anschließende
Darstellung mit dem in Erdgeschoßhöhe liegenden Teil der Stützkonstruktion und der um eine volle
Geschoßhöhe angehobenen, fertiggestellten Geschoßdecke mit zugehöriger Geschoßstütze,
F i g. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der
Fig. 2,
F i g. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV dei
F i g. 1 und
F i g. 5 einen gegenüber F i g. 1 um 90° versetzten lotrechten Schnitt durch einen einen Hubstempel mit
Antriebseinrichtung enthaltenden, im Kellerboden vorgesehenen Fundamentsockel.
Bei dem neuen Bauverfahren wird zunächst in herkömmlicher Weise das in F i g. 1 teilweise dargestellte
Kellergeschoß mit seinem Boden 2 und der Kelleraußenwand fertiggestellt. An den unterhalb der zu errichtenden
Geschoßstützen 3 gelegenen Stellen werden im Kellerboden 2 Fundamentblöcke 4 vorgesehen,
die mit einer Aussparung 5 und einem in den Boden 6 eingelassenen Rohr 7 zur Aufnahme
eines um eine volle Geschoßhöhe ausfahrbaren Hubstempels 8 versehen sind. Der Hubstempel 8 ist vorteilhaft
als Gewindespindel ausgebildet, der mit Hilfe zweier Spindelmuttern 9 und 10 verstellbar ist. Letztere
sind getrennt für sich auf Lagerschalen 11 und 12 abgestützt. Der Antrieb der Spindelmuttern 9 und
10 erfolgt, wie F i g. 5 zeigt, über hydraulisch angetriebene und gesteuerte Antriebsräder 13 und 14.
Über die Steuerleitung 15 können alle Hubstempel an ein gemeinsames, nicht dargestelltes Steuerpult aoger
schlossen sein, von dem aus die Hubverstellbewegung der einzelnen Hubstempel zentral überwacht und gesteuert
werden kann.
ίο Auf den Fundamentblöcken 4 sind unter Zwischenschaltung
der Tragplatten 16 jeweils vier um eine Geschoßstütze 3 herum angeordnete Stahlträger 17
befestigt, die sich gemäß den F i g. 1 und 2 über die Keller- und Erdgeschoßhöhe erstrecken. Die Stahlträger
17 können als Kasten- oder als Gitterträger ausgebildet sein. Auch andere ausreichend tragfeste
Stützkonstruktionen sind ohne weiteres möglich. Die Träger 17 sind untereinander durch horizontal angeordnete
Traglaschen 18 und 18' verbunden, .'an
deren oben keilförmig abgeschrägten Innenseiten 19 Klemmkeile 20 bzw. 20' anliegen. Die Klemmkeile 20
stützen im unteren, in Kellergeschoßhöhe liegenden Teil der Stahlträger 17 die Schalungsplatten 21 füi
die Geschoßstützen 3 ab, während die Klemmkeile 20' im oberen, in Erdgeschoßhöhe liegenden Teil $
Stahlträger 17 unmittelbar an der fertiggestellten £ schoßstütze 3' anliegen, so wie das F i g. 2 zeigt.
In Flurhöhe wird die Schalung 22 und 22' für. die Geschoßdecken 23 und deren Deckenunterzüge 24 errjphtet.
Zur Abstützung der Schalung 22 und 22' dienen Schalungsträger 25, die über Stützen 26 am Kellerboden
2 abgestützt und veraakert werden können. Wie F i g. 4 zeigt, sind in der Deckenschalung 22 Jeweils an den Ecken der zu errichtenden Geschoß-
stützen Aussparungen 27 eingeschaltet, durch die die Stahlträger 17 hindurchgeführt sind. Demgegenüber
ist die Schalung 22' für die Deckenunterzüge ununterbrochen an die Schalung 21 für die Geschoßstützen 3
herangeführt.
Nach der vorbeschriebenen Einschalung der Geschoßdecke 23 sowie der Deckenunterzüge 24 und der
Geschoßstützen 3 können die Bewehrungsstäbe 28 für die Geschoßdecke und deren Unterzüge sowie die
Bewehrungsstäbe 29 mit ihren Bügeln 30 für die Geschoßstützen 3 in die Schalung eingelegt werden. Dabei
ist wesentlich, daß die Bewehrungsstäbe 29 für die Geschoßstützen aus der an deren unteren Ende
angeordneten Schalungsplatte 21' nach unten herausragen, damit die überstehenden Stabenden 29' mit
den für die nächstfolgende Geschoßdecke und deren Stützen bestimmten Bewehrungsstäben verbundea
werden können. Nachdem die Schalung und die Bewehrungsstäbe in der vorbeschriebenen Weise verlegt
worden sind, kann mjt dem Gießen der Geschoßstützen
3 sowie der Geschoßdecke 23 und der Defckenunterzüge 24 begonnen werden.
Sobald der Beton hinreichend abgebunden bzw. erhärtet ist, werden die unterhalb der Geschoßstützen 3
gelegenen Hubstempel 8 langsam und gleichmäßig ausgefahren, wodurch die Geschoßdecke mit ihren
Stützen aus der Schalung ausgehoben und um eine volle Geschoßhöhe in die in F i g. 2 dargestellte Lage
angehoben wird. Während dieses Hubvorganges werden die Geschoßstützen 3 zunächst durch die im KeI-lergeschoß
befindliche Schalung 21 seitlich abgestützt geführt. Sobald die Geschoßdecke um ein hinreichendes
Stück oberhalb ihrer Schalung bzw. der Flurhöhe angehoben ist, können durch Einlegen der Trag-
Claims (7)
1. Verfahren zum Errichten von mehrgeschossigen, unterkellerten Gebäuden in Stahlbetonbauweise,
bei dem nach Herstellen der Kelleraußenwände die einzelnen Geschoßdecken zusammen
mit den zugehörigen Geschoßstützen jeweils nacheinander in einem Guß in einer im Kellergeschoß
errichteten, geschoßhohen Schalung hergestellt, dann mit den bereits fertiggestellten, auf ihnen
lagernden Gebäudeteilen um eine Geschoßhöhe angehoben und auf der Geschoßdecke des nachfolgend
herzustellenden Gebäudeteils abgestützt werden, nach Patent 1138 208, dadurch gekennzeichnet,
daß die Geschoßstützen der beiden zuletzt hergestellten Gebäudeteile während des Anhebens seitlich geführt werden und daß der
unterste Gebäudeteil nach dem Anheben durch an seiner Decke angreifende Stützen abgestützt
wird, während die unteren Enden seiner Geschoßstützen beim Herstellen des nächsten Gebäudeteils
unmittelbar mit dessen Decke verbunden werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer im Kellergeschoß
errichteten, geschoßhohen Schalung für das Gießen einer Geschoßdecke mit Deckenunterzügen
und der zugehörigen Geschoßstützen sowie mit einer Hubeinrichtung mit mehreren, um eine Geschoßhöhe
ausfahrbaren Hubstempeln, dadurch gekennzeichnet, daß um jede Geschoßstütze (3 und 3') eine sich über das Keller- und Erdgeschoß
erstreckende Stützkonstruktion vorgesehen ist, die jeweils aus mehreren die Geschoßdeckenschalung
(22) durchdringenden Stahlträgern (17) besteht, welche im Bereich des Kellergeschosses die Geschoßstützenschalung
(21) und im Bereich des Erdgeschosses die Geschoßstütze (3') über Klemmkeile (20 bzw. 20') seitlich abstützen sowie
mit ihren oberen Enden während des Gießens des nächsten Gebäudeteils die angehobenen Gebäudeteile
tragen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ausfahrbaren Hubstempel
(8) der Hubeinrichtung an den unteren Enden der Geschoßstützen (3) angreifen und jeweils in unterhalb
des Kellerbodens (2) befindliche Fundamentblöcke (4) eingelassen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hubstempel (8) aus einer
Gewindespindel besteht, die mittels zweier in einer Aussparung (5) des Fundamentblockes (4)
untergebrachter und getrennt für sich abgestützter Spindelmuttern (9 und 10) verstellbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Gewindespindel verstellenden
Spindelmuttern (9 und 10) hydraulisch anzutreiben sind.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die um eine Geschoßstütze (3 und 30 angeordneten Stahlträger (17) durch horizontale Traglaschen
(18 und 18') miteinander verbunden sind, an deren oben keilförmig abgeschrägten Innen-
seilen (19) die Klemmkeile (20 und 20') für die Geschoßstützenschalung (21) bzw. die Geschoßstütze
(3') anliegen.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
an den oberen Enden der Stahlträger (17) Lagerausnehmungen für eine oder mehrere hier einzu-*
setzende Tragplatten (31) .aegeordnet sind, die in
der angehobenen Stellung der Geschoßdecke (23) deren Unterzüge (24) untergreifen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 729/28 11.64 Q Bundesdruckerei Berlin
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| FR2285500A1 (fr) * | 1974-09-19 | 1976-04-16 | Harouimi Armande | Procede pour l'edification en chaine verticale d'un immeuble ou d'une partie d'immeuble |
| DE2522158A1 (de) * | 1975-05-17 | 1976-11-25 | Epitestudomanyi Intezet | Verfahren und vorrichtung zum senkrechten bewegen von bauhilfselementen, insbesondere von verschalungsgeruesten, einruest- und raumgitterkonstruktionen |
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