DE1781082C - Luftkissenfahrwerk für Flugzeuge. Ausscheidung aus: 1456011 - Google Patents
Luftkissenfahrwerk für Flugzeuge. Ausscheidung aus: 1456011Info
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Description
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei dem ein- Stützkraft für das Flugzeug an der Hinterkante der
gangs genannten Luftkissenfahrwerk dadurch gelöst, Luftkammer. Das vordere Ende der Luftkammer 32
daß zwei symmetrisch zur Längsachse in Längsrich- 65 ist von der Gegenwirkungsfläche abgehoben und läßt
tung cics Flugzeugrumpfes hintereinander angeord- seinen Luftinhalt frei ausströmen. Das Vorderende
nete einziehbare Luftkammern vorgesehen sind, von der Luftkammer ist dabei relativ entspannt und
denen die eine Luftkammer unter dem Schwerpunkt nimmt eine normale Form ein, während der hintere
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Endabschnitt der Luftkammer 32 den verbleibenden Druck der Stützlast des Luftkissens trägt und deshalb
in allen Richtungen uater größerem Druck steht. Die Luftkammer ist jedoch so aufgebaut, daß sie nur
in Umfangsrichtung des Querschnitts der Kammer S elastisch ist, wodurch sich der Kantenabschnitt der
Luftkammer 32 unter Startbedingungen in vertikaler Richtung ein wenig zusammendrückt, ohne sich
jedoch an seinem Hinterciide auszuziehen (F i g. 4).
Dei beschriebenen Änderungen der Luftkammerform finden gleichzeitig mit einer weiteren Anpassung des
Bodenprofilabschnitts der Luftkammer an die sich bezüglich der Landefläche ändernde Fluglage statt
Das bedeutet, daß der Querschnittsumfangsabschnitt am Boden der Luftkammer in einem geringen Abstand
von der Gegenfläche verbleibt, wodurch die erforderliche vertikale Stützkraft für das Flugzeug
unter Vermeidung einer zerstörenden, reibenden Berührung mit der Gegenfläche erzeugt-wird.
Die beiden Luftkammern 30 und 32 sind hintereinander angeordnet Davon ist eine Luftkammer 32
mindestens doppelt so groß wie die andere. Die größere Luftkammer 32 liegt in Längsrichtang des Flugzeugs
unter dem Schwerpunkt des Flugzeugs, während die kleinere Kammer 30 davor angebracht ist.
Dadurch wird die Anordnung eines dreirädrigen Räderfahrwerks nachgeahmt, und das Flugzeug besitzt
vom Standpunkt des Piloten aus für Lande- und StartvoTgang ähnliche Bedienungseigenschaften wie
bei einem solchen Räderfahrwerk.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Luftkissenfahrwerk für Flugzeuge mit am der größeren Luftkammer angeordnet ist.
Flugzeugrumpf befestigten elastischen Luftkam- An Hand der Figuren wird die Erfindung beispielsmern mit ballonähnlicher Ringform und mit einer 5 weise näher erläutert. Es zeigt
Luftzufuhreinrichtung in dieselben sowie längs F i g. 1 eine Ansicht eines Flugzeugs mit zwei Luftder Bodenumfangslinie der Luftkammem ange- kammern gemäß der Erfindung von schräg unten ordneten Luftauslaßöffnungen, dadurch ge- und vorn,
Flugzeugrumpf befestigten elastischen Luftkam- An Hand der Figuren wird die Erfindung beispielsmern mit ballonähnlicher Ringform und mit einer 5 weise näher erläutert. Es zeigt
Luftzufuhreinrichtung in dieselben sowie längs F i g. 1 eine Ansicht eines Flugzeugs mit zwei Luftder Bodenumfangslinie der Luftkammem ange- kammern gemäß der Erfindung von schräg unten ordneten Luftauslaßöffnungen, dadurch ge- und vorn,
kennzeichnet, daß zwei symmetrisch zur Fig. 2 drei Seitenansxhten des in Fig. 1 darge-
Längsachse in Längsrichtung des Flugzeugrump- io stellten Flugzeugs in drei Stellungen beim Landen
fes (20) hintereinander angeordnete einziehbare und Ausrollen,
Luftkammern (30, 32) vorgesehen sind, von F i g. 3 drei der F i g. 2 entsprechende Seitendenen
die eine Luftkammer (32) unter dem ansichten des Flugzeugs in drei Stellungen beim AnSchwerpunkt
des Flugzeugs angeordnet ist und laufen zum Start und beim Ansteigen und
mindestens doppelt so groß ist wie die andere 15 F i g. 4 einen vergrößerten, schematischen verti-Luftkammer (30), welche vor der größeren Luft- kalen Teilschnitt des Fahrwerkteils des in den F i g. 1 kammer (32) angeordnet ist. bis 3 dargestellten Flugzeugs im Augenblick des
mindestens doppelt so groß ist wie die andere 15 F i g. 4 einen vergrößerten, schematischen verti-Luftkammer (30), welche vor der größeren Luft- kalen Teilschnitt des Fahrwerkteils des in den F i g. 1 kammer (32) angeordnet ist. bis 3 dargestellten Flugzeugs im Augenblick des
2. Luftkissenfahrwerk, dadurch gekennzeich- Steigbeginns, wie er in F ig. 3 dargestellt ist.
net. daß die Luftkammern (30, 32) nur in Um- Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kann bei
fangsrichtung des Querschnitts der Kammern (30, 30 allen Arten von Flugzeugen verwendet werden. Sie
32) elastisch sind. kann in ein Flugzeug eingebaut werden, das allgemein
einen Raumpf 20, Tragflächen 22-22, ein Leitwerk 24 und einen Propeller- oder Düsenantrieb 25 oder
eine andere Antriebsvorrichtung besitzt.
35 Die in den Figuren dargestellte Ausführungsform
weist zwei Luftkammern 30 und 32 auf, mit welchen
Die Erfindung betrifft ein Luftkisenfahrwerk für Luftkissen SO durch Zuleitungen 34 erzeugt werden.
Flugzeuge mit am Flugzeugrumpf befestigten elasti- Dit Luftkammern sind normalerweise während des
sehen Luftkammern mit ballonähn!. ;her Ringform Fluges entleert und derart eingezogen, daß sie sich
und mit einer Luftzufuhreinrichtung in dieselben so- 30 in das aerodynamische Profil des Flugzeugrumpfes
wie längs der Bodenumfangslinie der Luftkammern einfügen. Die Luftkammern 30 und 32 sind aus
angeordneten Luftauslaßöffnungen. einem beliebigen, geeignet flexiblen Folienmateria!
Aus der britischen Patentschrift 935 825 ist ein hergestellt und weisen ballonähnliche Ringform auf.
Luftkissenfahrwerk mit ballonförmigen Luftkammern Die Luftkammem 30, 32 sind bei 40 längs ihrer
bekannt, welche bis zu einem gewissen Grad flexibel 35 auf den Boden einwirkenden Flächen mit Schlitzen
sind, jedoch bei Abschaltung der Luftzufuhr die versehen, damit Druckluftstrahlen von innen aus
gleiche Form aufweisen wie während der Erzeugung nach unten ausgestoßen werden können,
des Luftkissens. Die Luftkammern stehen daher auch In den F i g. 2, 3 und 4 ist dargestellt, wie die aufwährend der Fahrt stets aus dem Rumpf des Fahr- geblasenen Luftkammem 30, 32 das Landen und zeugs hervor, was insbesondere bei schnellen Flug- 40 Starten des Flugzeugs ergänzen. Wie im linken Teil zeugen einen starken Luftwiderstand ergibt. von Fig. 2 dargestellt, kann das Flugzeug beim
des Luftkissens. Die Luftkammern stehen daher auch In den F i g. 2, 3 und 4 ist dargestellt, wie die aufwährend der Fahrt stets aus dem Rumpf des Fahr- geblasenen Luftkammem 30, 32 das Landen und zeugs hervor, was insbesondere bei schnellen Flug- 40 Starten des Flugzeugs ergänzen. Wie im linken Teil zeugen einen starken Luftwiderstand ergibt. von Fig. 2 dargestellt, kann das Flugzeug beim
Weiter ist aus der britischen Patentschrift 894 644 Landen in einer normalen horizontalen Lage fliegen,
und aus der USA.-Patentschrift 239 544 ein Luft- bis es so nahe an die Landefliiche herankommt, daß
kissenfahrwerk bekannt, bei dem zwei Landeluft- die durch den Bodeneinfluß entstehenden Kräfte die
kissen in Längsrichtung des Flugzeugrumpfes hinter- 45 vertikale Stützung des Flugzeugs übernehmen. Die
einander angeordnet sind. Bei den bekannten Anord- Schubrichtung der Propeller oder der Düsen kann
nungen sind die beiden Luftkissen etwa gleich groß nun umgekehrt werden, oder es können Reibungsund
die Unterteilung in zwei getrennte Luftkissen bremsen od. dgl. abgesenkt werden, damit das Flugkönnte
ohne Beeinträchtigung der Wirkung aufge- zeug zum Stillstand oder in eine für die Bodenhoben
werden, so daß sich ein einziges, zusammen- „0 bewegung erforderliche Lage gebracht wird, wie im
hängendes Luftkissen ergäbe. Außerdem handelt es rechten Teil der F i g. 2 dargestellt. Im mittleren Teil
sich bei den bekannten Au; führungen nicht um der F i g. 2 ist dargestellt, wie das Flugzeug gesteuert
elastische Luftkammern mit ballonähnlicher Ring- werden kann, damit das hintere Ende der Kammer
form der eingangs genannten Art. 32 zum Bremsen auf der Landebahn schleift, wenn
Demgegenüber besteht die Aufgabe der vorliegen- 55 dies erwünscht ist.
den Erfindung darin, zwei hintereinander angeord- In F i g. 3 ist das Flugzeug während des Anlaufens
neten Luftkammem von eingangs beschriebenem Typ zum Start und beim Abheben dargestellt. Im rechten
so auszubilden, daß etwa das Verhalten eines drei- Teil der Fig. 3 beginnt das Flugzeug zum Start anrädrigen
Räderfahrwerks nachgeahmt wird. Dadurch zulaufen. Im mittleren Teil der Fig. 3 ist der Bug
ist für den Piloten die Bedienung beim Starten und 60 bereits angehoben. Wie in Fig. 4 dargestellt, liefert
Landen ähnlich wie bei einem solchen Rüderfahr- die große, hintere Luftkammer 32 bei diesem Bewerk.
triebszustand durch den Bodencinfluß die maximale
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