DE1778278B - Tragband fur Gardinen, Vorhange od dgl - Google Patents
Tragband fur Gardinen, Vorhange od dglInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Tragband für Gardinen, Vorhänge od. dgl. und insbesondere auf
Tragbänder mit einem Schuß aus Baumwolle oder einem ähnlichen Mateiial sov Ie einem die Quersteifigkeit
des Tragbandes erhöhenden gegenüber dem Kettfaden des Tragbandes ve hältnismäßig steifen
Schußfaden.
Gardinen- bzw. Vorhangtragbänder der obengenannten Art haben sich als überaus erfolgreich erwiesen,
jedoch sind viele Versuche, sie zu verwenden, vergeblich gewesen, und zwar zufolge der großen Zahl
von Aufhängevorrichtungen, d. h. Schienen und Läufern, deren Ausbildung entweder nicht genug Raum
für die Höhe des steifen Kopfbandes schaffte, um die Ausführung von der Fensteröffnung frei zu halten,
oder bei denen der aufrecht stehende Teil des Kopfbandes nicht ausreichend war, um den Schienenaufbau
zu verdecken, wie es zusätzlich zu seiner anderen Funktion beabsichtigt ist, die darin besteht, ein geregeltes
symmetrisches Falten des oberen Endes des Vorhanges zu ermöglichen.
Aus der deutschen Patentschrift 1 136 073 ist ein Tragband für Gardinen, Vorhänge od. dgl. mit eingewebten
Längslaschen und mehreren in den von diesen Laschen gebildeten Querkanälen einsteckbaren Aufhängebügeln
mit abwärts gerichteten Schenkeln, deren hakenförmige, nach außen umgebogene Enden die
Unterkanten der Laschen umgreifen, bekannt. Die Laschen oder Hakenschlaufen sind lediglich in einer
einzigen Reihe angeordnet. Bei einer Ausführungsform können die Laschen oder Hakenschlaufen durch
Einweben der Kette der Schlaufe an dem Bandkörper entlang der Q'.jrmittellinie der Schlaufe geteilt werden,
wobei das Ergebnis in der Erzeugung einer besonders gestalteten Schlaufe besteht, die einen Haken
aufnehmen kann, der zwei nach unten stehende Arme hat, wobei am freien Ende jedes dieser Arme ein Haken
gebildet ist, der mit einem Teil der geteilten Hakenschlaufe in Eingriff tritt. Bei einer anderen Ausführungsform
sind Hakenschlaufen entlang der gesamten Länge des Bandes gebildet, jedoch ist auch dabei
nur eine einzige Reihe von Hakenschlaufen vorhanden.
Bei Anwendung des bekannten Tragbandes werden die geschilderten Schwierigkeiten nicht beseitigt,
d. h., die Verwendungsmöglichkeit dieses Tragbandes ist nur für eine beschränkte Zahl von Aufhängevorrichtungen
brauchbar.
Gemäß dem deutschen Patent 1 254 836 ist ein Tragband für Gardinen od. dgl. mit Laschen zum Einhängen
von Aufhängern vorgeschlagen, wobei die auf dem Tragband aufliegenden Laschen mit öffnungen
zum Durchstecken der Aufhänger oder deren Teile versehen sind, derart, daß sie wahlweise mit der ganzen
Breite der Laschen oder mit Teilen derselben zusammenwirken. Die Laschen sind dabei in einer Reihe
angeordnet.
Die dem deutschen Patent zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, ein Tragband tür Gardinen
od. dgl. so auszubilden, daß es praktisch für alle Arten von Aufhängern verwendbar ist. Zur Lösung dieser
Aufgabe sind die auf dem Tragband aufliegenden Laschen mit Öffnungen zum Durchstecken der Haken
oder ihrer Teile versehen, derart, daß diese wahlweise mit der ganzen Breite der Laschen oder nur mit Teiler,
derselben zusammenwirken.
Aufgabe de. Erfindung ist die Schaffung eines Tragbandes für Gardinen, Vorhänge od. dgl., das so
ausgebildet ist, daß die Nachteile der bekannten Tragbänder vermieden werden und die Möglichkeit besteht,
das Tragband bei einer Vielzahl von Aufhängevorrichtungen zu verwenden, wobei einwandfrei die
Aufhängevorrichtungen einschließlich der Schienen und Läufer abgedeckt werden und gleichzeitig ein geregeltes
symmetrisches Falten des oberen Endes der Gardinen oder Vorhänge gewährleistet ist.
Das Tragband gemäß der Erfindung für Gardinen, Vorhänge od. dgl. mit einem Schuß aus Baumwolle
od. dgl. sowie einem die Quersteifigkeit des Tragbandes erhöhenden gegenüber dem Kettfaden des Tragbandes
verhältnismäßig steifen Schußfaden und mit mehreren Reihen Hakenschlaufen in Längsrichtung
des Tragbandes sowie einem oder mehreren Zugschnüren ist dadurch gekennzeichnet, daß die mit Abstand
von der oberen Kante des Tragbandes in mehreren Reihen angeordneten Tragschlaufen jeweils zu
den Tragschlaufen einer benachbarten Reihe versetzt sind.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Tragband derart ausgebildet, daß die
Zugschnur jeder dritten Tragschlaufe der Reihe, die der Bandkante am nächsten liegt, flottierend zugeordnet
ist.
Der Vorteil des Tragbandes gemäß der Erfindung besteht darin, daß die Haken wahlweise mit den Hakenschlaufen
einer der Reihen in Eingriff gebracht werden können, beispielsweise mit den Hakenschlaufen
der der Seitenkante des Bandes zunächstliegenden Reihe oder mit den Schlaufen der von der Bandkante
weiter entfernt liegenden Reihe. Es ergeben sich bei Anwendung des Tragbandes gemäß der Erfindung bei
zwei Reihen von versetzten Tragschlaufen schon vier Stellungen in einem Band. Durch Vergrößerung der
Anzahl von Reihen von Tragschlaufen lassen sich leicht sechs, acht oder mehr Stellungen für ein Band
erzielen. Dadurch ist ermöglicht, daß die Höhe des Bandes mit Bezug auf die Aufhängeschiene bzw. die
Haken weitgehend variiert und eingestellt werden kann.
Wenn die Zugschnur jeder dritten Tragschlaufe der Reihe, die der Bandkante am nächsten liegt, flot-
tierend zugeordnet ist, lassen sich besonders bequem die Falten und deren Verteilung an den oberen Enden
der Gardinen und Vorhänge regeln.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
F i g. 1 ist eine Rückansicht eines kurzen Stückes eines Vorhangtragbandes gemäß der Erfindung in ungefaltetem
Zustand;
Fig.2 ist eine schaubildliche Rückansicht des Bandstückes gemäß F i g. 1 in gefaltetem Zustand, wie
es im Gebrauch der Fall ist;
F i g. 3 ist eine schaubildliche Vorderansicht eines Teiles des Bandstückes gemäß F i g. 2.
Gemäß der Zeichnung, in der eine mögliche Ausführungsform
eines Vorhangtragbandes gemäß der Erfindung dargestellt ist, sind in einer Hälfte der
Breite eines Tragbandes 20 zwei Reihen von Tragschlaufen 21, 22 in versetzter Anordnung vorgesehen.
Wenn das Band gefaltet wird (F i g. 2), indem an Zugschnüren 23 gezogen wird, wechseln an den Faltenrippen
die Tragschlaufen 21 der einen Reihe mit den Tragschlaufen 22 der anderen Reihe ab. Es ist zu bemerken,
daß eine der Zugschnüre 23 durch die Tragschlaufen 21 hindurchgeht, die der Kante des
Tragbandes 20 am nächsten liegen. Durch Anordnen der einen Zugschnur 23 in der Reihe der Tragschlaufe
21 ist ein verbessertes Erfassen für diese Schnur geschaffen, um ein unbeabsichtigtes Verschieben der
Faltung nach deren anfänglicher Bildung zu verhindern. Die zwischenliegenden Tragschlaufen, d. h., die
zwischen den Rippen der Falten liegenden Tragschlaufen, sind für die Aufnahme von Haken verfügbar.
Im Gebrauch sind zufolge der Schaffung der Reihen von Tragschlaufen 21, 22 in abwechselnden Höhen
liegende Stellen für das Einsetzen von Aufhängehaken oder -ringen vorhanden. Somit kann das Band
zur Aufhängung an stirnseitig befestigten Schienen und zur Unterschienenaufhängung durch Einsetzen
der Haken in die Tragschlaufen 21 verwendet werden. Das verbesserte Band gemäß vorstehender Beschreibung
und gemäß der Darstellung in der Zeichnung kann auch bei an der Oberseite befestigten Schienen
verwendet werden, indem die Aufhängehaken in den der Kante des Bandes zunächstliegenden Tragschlaufen
21 angeordnet werden, so daß die Oberkante des Tragbandes 20 noch die Läufer verdeckt, ohne an
dem Teil zu reiben, an welchem die Schiene befestigt ist. Das Band gemäß der Erfindung ermöglicht weiterhin,
außer bei der zuletzt genannten Verwendungsart, einen schmalen oder einen breiten Streifen relativ zu
der jeweiligen Aufhängungsvorrichtung zu wählen.
Das Band 20 wird zweckmäßig als Flachgev/ebe
gewebt, und es sind ein Schützen oder eine andere Schußfadeneinführeinrichtung zum Weben des Tragbandes
und ein Schützen oder eine andere Schußfadeneinführeinrichtung für jede der Tragschlaufenreihen
vorgesehen. An den Zwischenräumen zwischen den Tragschlaufen jeder Reihe wird der Tragschlaufenschußfaden
in den Körper des Bandes eingetragen, um das Tragschlaufenband mit dem Körper des Bandes
zu verbinden.
Die Erfindung ist offensichtlich nicht auf die Schaffung von hakenaufnehmenden Ausbildungen in
Form gewebter Tragschla. -^n gemäß vorstehender
Beschreibung beschränkt, oov ohl dies eine bevorzugte
Ausführung darstellt. Eine Mehrzahl dickerer Kettfäden könnte vorgesehen und so angeordnet werden,
daß an der Hinterseite des Tragbandes Gruppen ungewebter Längen von Kettfäden geschaffen werden,
die zur Aufnahme von Haken oder Ringen verwendet werden können, wobei der besondere Abstand
zwischen solchen Gruppen ausreichend ist, um zu ermöglichen, daß solche Kettfäden oder Schnüre gegen
Rutschen bei normaler Benutzung wirksam eingebunden werden, weil sonst die Gefahr eines Rutschens
solcher Kettfäden besteht, wenn das Band für schwere und lange Vorhänge verwendet wird.
Die Erfindung umfaßt auch weitere Abwandlungen der Einzelheiten des oben beschriebenen Ausführungsbeispiels,
wie die verschiedene Anordnung und Breite des Tragbandes und der hake.;aufnehmenden
Tragschlaufen. Die Anzahl der Reihen ist nicht auf zwei beschränkt; die Schaffung solcher Reihen von
Tragschlaufen ist auch nicht auf lediglich eine Seite des Bandes beschränkt, wie es in dem besonderen
Ausführungsbeispiel beschrieben und in der Zeichnung dargestellt ist.
Das Band kann auch in umgekehrter Lage (relativ zu der in der Zeichnung dargestellten Lage) verwendet
werden, um die Möglichkeit zu schaffen, Hakenstellen an irgendeiner Anzahl von Stellen relativ zu
der oberen Kante des Vorhanges zu haben.
Hierzu 1 Plat'. Zeichnungen
Claims (2)
1. Tragband für Gardinen, Vorhänge od. dgl. mit einem Schuß aus Baumwolle od. dgl. sowie
einem die Quersteifigkeit des Tragbandes erhöhenden gegenüber dem Kettfaden des Tragbandes
verhältnismäßig steifen Schußfaden und mit mehreren Reihen Hakenschlaufen in Längsrichtung
des Tragbandes sowie einem oder mehreren Zugschnüren, dadurch gekennzeichnet,
daß die mit Abstand von der oberen Kante des Tragbandes (20) in mehreren Reihen angeordneten
Tragschlaufen (21) jeweils zu den Tragschlaufen (22) einer benachbarten Reihe versetzt sind.
2. Tragband nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
üaß die Zugschnur (23) jeder dritten Tragschlaufe (21) der Reihe, die der Bandkante
am nächsten liegt, flottierend zugeordnet ist.
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