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Gebrauchsmusteranmeldung der Firma Pohlschröder & Co. K. G. Dortmund,
Hannöversche Str. 22 Aus Sockel und Oberteil bestehendes Stahlschrankelement, insbesondere
Untersatz für Schreibtische, Schreibmaschinentische und dergleichen. Stahlschrankelemente,
wie sie als Schränke, als Registraturen Schreibtischuntersätze oder-kästen oder
dergleichen bei Stahlmöbeln Verwendung finden, sind in verschiedenen Ausführungsformen
bekannt. Insbesondere kennt man solche, die aus Sockel und Oberteil bestehen. Diese
Ausführungsform wird bevorzugt, weil sie fertigungsmäßig Vorteile bieten und die
Sockel durch Ausbildung oder Verstärkungen auf einfache Weise zur Aufnahme der Beanspruchungen
eingerichtet werden können. Die bekannte Ausführungsform ist jedoch in anderer Hinsicht
nicht frei von Nachteilen. Tatsächlich ist bei den bekannten aus Sockel und Oberteil
bestehenden Schrankelementen im allgemeinen der z. B. wannenförmig gestalteten Sockel
mit einem oberen, abgekanteten Rand versehen, auf den allseitig das Oberteil, gleichsam
haubenartig den Sockel um ein oder mehrere Zentimeter umfassen, aufgesetzt ist.
Auf diese Weise springt das Oberteil allseitig über den Sockel vor. Zumindest ist
zwischen Sockel und Oberteil allseitig in gleicher Höhe eine umlaufende Trennfuge,
mit oder ohne Vorsprung bzw. Rücksprung zwischen den beiden Teilen vorhanden. Letzteres
stört einerseits in architektonischer Hinsicht, und zwar insbesondere an der Vorderfront,
unlvermindert in den meisten Fällen andererseits auch die in den
Oberteilen
für die Aufnahme von Gefachen oder Zügen zur Verfügung stehende freie Bauhöhe, da
die Gefache oder Züge nicht ohne Randleiste, die das Oberteil zum Sockel hin abschließt,
an den Sockel angeschlossen sind. Diesen Nachteil will die Erfindung vermeiden.
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Die Erfindung betrifft aus Sockel und Oberteil bestehende Schrankelemente,
insbesondere Untersätze oder Kästen für Schreibtische, Schreibmaschinentische und
dergleichen, wobei der Sockel mit einer oberen Abkantung zum Aufsetzen des Oberteils
versehen und letzteres den Sockel überfassend auf diese Abkantung aufgesetzt ist.
Die Erfindung besteht darin, zumindest an der Vorderseite auf eine derartige Überfassung
zu verzichten und an dieser Vorderseite die Gefache oder Züge unmittelbar an den
Sockel anzuschließen.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist nur an den Seiten die bekannte
Überfassung verwirklicht und rückseitig das Oberteil auf die Abkantung mit einer
zugeordneten Abkantung, aber ohne Uberfassung aufgesetzt.
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Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind vor allem darin zu
sehen, daß bei den erfindungsgemäßen Schreibtischen an der Vorderfront zwischen
dem Sockel und den Gefachen, beispielsweise den Vorderwände von Zügen, Wandleisten
und damit eine Trennfuge zwischen Oberteil und Sockel nicht mehr vorhanden ist.
Vielmehr geht der Sockel gleichsam in die Trennfuge über, die für den Gefachkasten
bzw. dessen Tür Frontwand oder desgleichen sowieso vorhanden sein muß. Um die so
erreichte Wirkung in architektonischer Hinsicht noch zu
verbessern,
schlägt die Erfindung vor, daß die Vorderwand des Sockels in Höhe des Überfassungsrandes
eine geringe horizontale Abwinklungskante aufweist und nach hinten leicht eingezogen
ist.
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Die beschriebene Ausführungsform eines aus Sockel und Oberteil bestehenden
Stahlschrankelementes ist für die verschiedensten Zwecke einsetzbar. Insbesondere
ist es möglich, den Sockel selbst mit oder ohne Füße einzusetzen.
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So geht ein Vorschlag der Erfindung dahin, den Sockel so auszubilden,
daß an den Sockel Füße etwa in mittlerer Sockelachse, d. h. mittig über die Tiefe
des Schrankelementes, anschraubbar sind, wozu es sich empfiehlt, in den Sockel selbst
Versteifungen einzulegen. Im übrigen empfiehlt es sich, insbesondere für den Fall,
daß Füße nicht vorgesehen sind, den Sockelbolen bis auf einen Rand einzuziehen und
ihn so mit einem Aufstellrand zu versehen. Jedenfalls kann so das Stahlschrankelement
in seiner Höhe z. B. für Schreibmaschinentische eingerichtsi. werden, um zugleich
durch Unterschrauben von Füßen für Schreibtische geeignet zu sein.
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Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind neben den erwähnten
auch darin zu sehen, daß infolge der Einsparung des Leistenabschlusses zwischen
den Gefachen der Vorderfront bzw. den Zügen, dem Oberteil und dem Sockel bedarfsweise
auch der Sockel in seiner Höhe vergrößert werden kann, was es ermöglicht, dem Sockel
in statischer Hinsicht eine größere Steifheit infolge größeren Widerstandsmomentes
zu geben, so daß die Möglichkeit besteht, das Schrankelement vollkommen schwingungs-und
verwindungssteif aufzubauen und den Sockel selbst noch als Aussteifungselement zu
verwenden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich
ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert ; es zeigen
: Fig. 1 ein Stahlschrankelement nach der Erfindung von vorn, Fig. 2 vergrößert
und teilweise im Schnitt sowie unter Verzicht auf die Gefach-oder Zugausbildung,
den Gegenstand nach Fig. 1 und Fig. 3 einen Längsschnitt in Richtung A-A durch den
Gegenstand nach Fig. 1.
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Das in den Figuren dargestellte Stahlschrankelement besteht in bekannter
Weise aus Sockel 1 und Oberteil 2. Es deint insbesondere als Untersatz für Schreibtische,
Schreibmaschinentische, und dgl. Der Sockel besitzt, wie insbesondere die Fig. 2
und 3 erkennen lassen, eine umlaufende obere Abkantung 3 zum Aufsetzen des Oberteils
2. Letzteres ist den Sockel 1 überfassend, was durch die Überfassungen 4 angedeutet
ist, auf diese Abkantungen 3 mit Abkantungen 5 aufgesetzt, was insbesondere in den
Figuren 1 und 2 erkennbar ist. An der Vorderseite fehlen jedoch diese Überfassungen
4, so daß, wie sich aus der Fig. 3 ergibt, die in dieser Fig. nicht eingezeichneten
Züge 7 an den Sockel 1 bei 6 unmittelbar angeschlossen sind. An den Seiten ist dagegen
die Überfassung 4 verwirklicht, wobei jedoch rückseitig (vergl. Fig. 3) ebenfalls
auf eine Überfassung verzichtet ist, aber das Oberteil auf die Abkantung 3 des Sockels
mit einer zugeordneten Abkantung 5 aufgesetzt ist.
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Der Sockel 1 selbst besitzt an der Vorderwand in Höhe des Uberfassungsrandes
der Seitenteile eine in horizontaler Richtung verlaufende Abwinklungskante 8, so
daß die Sockelvorderfront nach hinten von oben nach unten leicht eingezogen ist.
| Wie die Fig. 3 erkennen läßt, können an den Sockel 1 Füße 9 |
angeschraubt werden, die im Ausführungsbeispiel in mittlerer Achse des Schrankelementes
vorgesehen sind. Der Sockelboden selbst ist bis auf einen Rand lo eingezogen, wobei
dieser Rand, beim Aufsetzen des Sockelelementes ohne Füße den Aufstellrand bildet.
Bei Aufstellung mit Füßen 9 werden in das Sockelelement 1 Versteifungselemente 11
eingesetzt. Jedenfalls kann es vorteilhaft sein, ein Winkelstück 12 vorzusehen,
welches an die vordere Abkantung 3 des Sockels 1 anschließt und diese versteift.
Schutzansprüche: