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| Vorrichtung zur Durchführung eines Zwirnens unter An- |
| wendung von Doppeldraht-Zwirnspindeln mit magnetischer |
Festhaltung Gebrauchsmuster-Anmeldung H 28 545/76c Gm.
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Die Neuerung besteht in einer Vorrichtung bei Zwirnmaschinen zur Durchführung
eines Zwirnens unter Anwendung von Doppeldraht-Zwirnspindeln, bei denen die Garnkörper
durch magnetischen Einfluss in einer Ruhestellung festgehalten werden. Die Garnkörper,
besser gesagt, deren Träger, sitzen dabei in an sich bekannter Weise lose drehbar
auf zugehörigen Spindeln, die wie üblich in Umlauf gesetzt werden.
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Doppeldraht-Zwirnspindeln mit magnetisch beeinflusster Festhaltung
sind allgemein bekannt.
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Die Eigenart im Aufbau bei magnetisch beeinflussbaren Doppeldraht-Zwirnspindeln
besteht gegenüber anderen Doppeldrahtspindeln, die durch ein Bremsband beeinflusst
werden, darin, dass am Rand des an sich lose drehbar gelagerten Garnkörperträgers
in konzentrischer Anordnung in der Regel ein oder mehr Magnetpole befestigt sind.
Diesen Innenpolen gegenüber, und zwar ebenfalls in konzentrischer Anordnung, sind
ortsfeste Aussenpole so untergebracht, dass zwischen den einander zugekehrten Polflächen
Luftspalte für den Durchgang des kreisenden Fadens verbleiben.
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Aus naheliegenden Gründen ist es angebracht, diese Luftspalte zur
Erzielung grösstmöglicher Wirksamkeit und demnach Erreichung eines eng begrenzten
Magnetfeldes, sowie mit Rücksicht auf Betriebssicherheit der Spindeln so klein wie
möglich zu halten. Andererseits müssen diese Luftspalte aber dennoch so gross gehalten
werden, dass der kreisende Faden die Luftspalte
selbst noch ungehindert
passieren kann. Dabei übt der Luftwiderstand eine bremsende Wirkung auf den kreisenden
Faden aus.
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Es wirkt sich nun, wenn bei bekannten Vorrichtungen die Magnetpole
in der Bahn des kreisenden Fadens vorstehen, nachteilig auf den Zwirnvorgang aus,
wenn der kreisende Faden, ehe er seinen Weg durch den oder die Luftspalte findet,
an den Magnetpolrändern anstossen kann. Das führt in solchen Fällen zu einer Stauung
des Fadenlaufes, d. h. der Faden wird während einer gewissen Zeitspanne zurückgehalten.
Das wirkt sich wiederum auf die Fadenspannung ungünstig aus und hat zur Folge, dass
die Fadenspannung, die eigentlich zur Erzeugung eines gleichmässig gezwirnten Fadens
konstant bleiben soll, ständig gestört, also unregelmässig wird. Diese Unregelmässigkeit
erhöht sich erwiesenermassen noch beim Durchgang des Fadens durch den bzw. die Luftspalte
und hat zur Folge, dass das gezwirnte Fadenerzeugnis ungleichmässig ausfällt.
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Man hat in der Praxis schon verschiedentlich Vorkehrungen getroffen,
diesen nachteiligen Begleiterscheinungen bei Doppeldraht, Zwirnspindeln mit magnetischer
Spulenarretierung zu begegnen. Man hat z. B. die Anordnung getroffen, die Magnetpole
stromlinienförmig zu verkleiden, um damit zu erreichen, dass sich der kreisende
Faden besser in den Luftspalt findet. Man hat auch versucht, die Magnetpole mit
einem sie umschliessenden und mit umlaufendem zylindrischem Mantel zu überdecken.
Die getroffenen Massnahmen hatten in manchen Fällen etwas zur Minderung der bekannten
Nachteile beigetragen. Man ist aber stets auf halbem Wege verblieben, d. h. die
Beseitigung der bekannten Mängel konnte bisher nicht vollkommen erreicht werden.
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Nach der Neuerung sind Vorkehrungen getroffen, um vor allen Dingen
die im Magnetfeld an sich unvermeidliche Bremsung
des Fadens auf
dem ganzen Weg, den der kreisende Faden zurücklegt, in gleicher Grösse beizubehalten.
Das erweist sich in der Auswirkung als sehr vorteilhaft.
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Zu diesem Zweck wird nach der Neuerung die Bremsung, welcher der
Faden beim Durchgang durch den Magnetspalt ausgesetzt ist, auf den ganzen Umfang
des Weges, den der kreisende Faden zurücklegt, in gleicher Grösse fortgesetzt und
zu der beim Zwirnen notwendigen Fadenbremsung oder auch als Teil derselben verwendet.
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Aus diesem Grunde ist bei einer Vorrichtung zur Durchführung des Doppeldraht-Zwirnens
die Anordnung getroffen, dass um den Rand der Ablaufglocke herum in einem Abstand,
der dem Magnetspalt entspricht, ein besonderer äusserer und innerer Fadenleitring
mit gegeneinander gekehrten Fadenleitflächen angeordnet ist, bei denen hinter dem
äusseren Leitring der oder die äusseren Magnetpole angebracht sind. Der äussere
Fadenleitring beginnt neuerungsgemäss in der Höhe der Unterkante des Fadenleittellers,
um dessen Rand der vom Spuleninnern kommende Faden geführt ist. Es ist dabei die
besondere Anordnung getroffen, dass hinter vorgesehenen Fenstern im Fadenleitring
die Polflächen etwas zurückstehen, damit der kreisende Faden durch die verbleibenden
Leitflächen über die Polflächen mit Abstand hinweggleitet.
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Um die Grösse der mit einer solchen Einrichtung durchzuführenden Arbeitsweise
entstehenden Fadenbremsung wird dann die in die Spindel selbst eingebaute Fadenbremse
in an sich bekannter Weise entsprechend schwächer ausgelegt.
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In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführung der Neuerung gezeigt.
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Der Faden 1 wird von der im Innern des Spulenträgers 2 befindlichen
Spule abgezogen und von oben her in die hohle
Spindel 3 eingeführt.
In dieser Hohlspindel durchläuft der Faden in bekannter Weise eine nicht dargestellte
Fadenbremse und verlässt dann die Spindel im unteren Abschnitt durch die seitliche
ausmündende Öffnung 4.
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Auf dem weiteren Weg wird der Faden über den Aussenrand des scheibenförmigen
Ablauftellers 5 geführt, der fest auf der Spindel 3 sitzt, und gelangt von da aus
zur Fadenöse 6. Der Spulenträger 2 selbst sitzt mit dem Teller 21 lose drehbar auf
der Spindel 3. Am Tellerrand 2'des Spulenträgers 2 ist der innere Magnetpol 7 angebracht,
während diesem gegenüber der äussere Magnetpol 8 ortsfest untergebracht ist. Das
Magnetpaar hat dabei die Aufgabe, den Spulenträger 2 auf der beim Zwirnen umlaufenden
Spindel 3 in Ruhestellung zu halten.
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In Höhe der Magnetpole 7 und 8 ist nach dem erfindungsgemässen Vorschlag
ein konzentrischer Fadenleitring 9 angeordnet, der in der Höhe der Unterkante des
Fadentellers 5 beginnt und über der Oberkante der Aussenpole 8, diese überdeckend,
ausläuft und an dessen Aussenseite der äussere Magnetpol 8 anliegt, während an der
Innenseite des Fadenleitringes der kreisende Faden streift.