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DE1773920A1 - Laboratoriumsreagens zur Bestimmung von AEthanol in Fluessigkeiten - Google Patents

Laboratoriumsreagens zur Bestimmung von AEthanol in Fluessigkeiten

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Publication number
DE1773920A1
DE1773920A1 DE19681773920 DE1773920A DE1773920A1 DE 1773920 A1 DE1773920 A1 DE 1773920A1 DE 19681773920 DE19681773920 DE 19681773920 DE 1773920 A DE1773920 A DE 1773920A DE 1773920 A1 DE1773920 A1 DE 1773920A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ethanol
reagent
determination
acid
alcohol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19681773920
Other languages
English (en)
Inventor
William Drell
Gerber Louis Percy
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Smith Kline and French Laboratories Ltd
Original Assignee
Smith Kline and French Laboratories Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Smith Kline and French Laboratories Ltd filed Critical Smith Kline and French Laboratories Ltd
Publication of DE1773920A1 publication Critical patent/DE1773920A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12QMEASURING OR TESTING PROCESSES INVOLVING ENZYMES, NUCLEIC ACIDS OR MICROORGANISMS; COMPOSITIONS OR TEST PAPERS THEREFOR; PROCESSES OF PREPARING SUCH COMPOSITIONS; CONDITION-RESPONSIVE CONTROL IN MICROBIOLOGICAL OR ENZYMOLOGICAL PROCESSES
    • C12Q1/00Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions
    • C12Q1/26Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions involving oxidoreductase
    • C12Q1/32Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions involving oxidoreductase involving dehydrogenase

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Measuring Or Testing Involving Enzymes Or Micro-Organisms (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)

Description

DR. ELISABETH JUNG, DR. VOLKER VOSSIUS. DIPL.-ING. GERHARD COLDEWEY PATiNTAHWALTf ' ' ' ^ " ^ ^
• MÖNCHEN JS- 8ΙΕΟΕ8 8ΤΒΑ83Ε2β · TELEFON »4 »0*7 · TELfQBAMM-ADBEtSE: IN VENT/MDNCH EN
u.Z.* D 413
Smith Kline & French Laboratories
Philadelphia, Pa. 19101, V.St.A.
laboratoriumareagens zur Bestimmung von Äthanol in Flüssigkeiten
Priorität« 26. Juli 1967, V.St.A., Nr. 656 032
Pie Erfindung betrifft Reagentienmlachungen zum Haohweia und eur Bestimmung von Substanzen, die durch Bnayrawirkung in oarbonylhaltlge Verbindungen überfuhrt werden. Di· Erfindung betrifft ferner ein Verfahren cu deren Anwendung bei der Bestimmung von Xthanol In Körperflüssigkeiten und Qeweben.
Di· Bestimmung von Xthanol im Atem, Blut und Urin de· Menschen hat Eunehmend an Bedeutung gewonnen} eie wird immer häufiger bei gerlohtllohen Untersuchungen gefordert, insbesondere bei Veritöflen gegen die Straßenverkehrabeetimiaungen. Drei Klassen oder Typen Ton leetrerfehren werden eur Zelt angewendet, oh«~ mieohe.ensymatisoh· und gaaohr'omatographiaoh·. Unter ihnen geigt da· eneymatieoh· Verfahren die Voratige der Genauigkeit, d*r hohen Speelfltät für Xthanol in Körperfltiaeigkeiten, der BInfaohheit der Aueführung im laboratorium, der hohen Empfindlich^
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und dea geringen Kostenaufwandes für die Ausrüstung. I;;:
Das eneymatisohe Verfahren kann als physiologisches Verfahren verstanden werden, da die beteiligte Reaktion in ihren ffeaen gltioh ist der Reaktion, die im lebenden Körper abläuft. In der Anwendung bei der Bestimmung Von Äthanol im Blut oder Urin werden die Resultate nicht durch das Vorhandensein flüchtiger oder oxydierbarer Substanzen beeinflußt, wae bei rein ohemiochen Verfahren der Fall wäre. Nur der Xthanolgehalt wird bei rieh- _ tiger Entnahme einer Blut« oder Urinprobe durch daa eneyraatiaohe Verfahren bestimmt. Dies sichert die Speaifität des Testes*
Der eneymatiaohe fest eur Bestimmung von Ithanol in Körperflüeaigkeiten liefert somit euverläeeig· Aussagen für gerioht-1IeIi* Zweck·.wegen seiner Genauigkeit, Empfindlichkeit und 8p«eifität.
Bas ensymatiflche Verfahren dee Äthanolteetee beriet auf folgender chemieoher Reaktion}
O2H5OH + NAS > OBjOHO ♦ UDB + B+
. Di« übertragung das Wasserstoffs tob Ithanol stuf das Coeniya Hlootinaaid'-adsnin-dinuoleotid (HAD) unter Bildung von Aostal~ dshyd und reduslertem Nicotinamid-adenin-dinucleotid (IADH) wird katalysiert durch das Bneym Alkoholdehydrogenaae (ADB).
Di· Umwandlung von Äthanol in Acetaldehyd wird rolletändig ablaufen, wann daa letetere produkt abgefangen wird und die Reak-
S t % C' \i « ä? £ if f 10984970315 bao original '
tion in alkalischer Lösung ausgeführt wird« In Gegenwart ausreichender Mengen dee Enzyms ADR wird Xthanol au Acetaldehyd oxydiert unter gleichzeitiger Bildung von reduaiertem HAD5 das bei einer Wellenlänge Ton 340 mjUL, Höht abeorbiert. Die Messung dee Betrages der Änderung der Liohtabsorption erlaubt die Berechnung der Menge Xthanol, die während dee Teatee umgewandelt wurde, und daraus seine Konzentration in der geteate~ r ten Probe,
Bisher war daa in diesem Test meietverwendete Aldehyd abfan- ~ gende Reagens Seraicarbaeid in form seines Hydrochloride. Analoge Ve rl) indungen, wie !-(CarboatymethyD-pyridiniumehloridhydrazid und Ieoniootinaäurehydrazid, können ebenfalle dazu dienen, den Aldehyd abgefangen·
Die bisher verwendeten Abfangreagentien haben Jedooh aohwere'
lachteile. Sie bilden bekanntHöh Kouplexe mit IAD, die folglich die eniyaatische Beetinmung etören. Die Koeplexe können sieh bei der lagerung eerseteen, was tu falaohen Photoaeterab-
IeBungen führt. , - i
Be ist «in Ziel der Erfindung, ein neues Reagens iur Alkoholbeetieaung tu eohaffen, das ein Agens sua Abfangen der Carbonylgruppe eines Aldehyde enthalt, welches in der eneyeatieoben Oxydation au· «ine« in einer biologischen iltieeigkeit Torliegenden Alkohol entsteht«
If let ein weitere» Ziel der Erfindung, ein Reagene ibt Alkohol-
*tt iöhaffen, da β auf enzymkatalyeierteti Äeaktionen 10984S/0315
beruht und ein oarbonylabfengendes Agens enthält, das Snsysu» weniger inhibiert, ale die bisher verwendeten Kittel.
Se iet ein weiteres Ziel, ein Verfahren aur Bestimmung von Äthanol aufsueeigen, daß eioh des neuen Reagens' bedient, weicheβ Abfangagentien enthält, die für Menschen weniger toxisch sind als die bisher verwendeten.
ist ein weiteres Ziel, ein neues Reagens zui Bestimmung von A Äthanol aufzuzeigen, das ein Abfangagens enthält, das relativ unempfindlich gegen hohe Feuchtigkeit und wechselnde Pg-Bedingungen ist, zur Einbringung in ein stabiles Reagens stur Bestimmung von Äthanol.
2b ist ein weiteres Ziel der Erfindung, ein Verfahren but Bestimmung von Äthanol aufeuzeigen, welches das neue Abfangagena in einem Teetreagens für Äthanol im Blutserum einschließt und keine Snteiweifiung vor dem Test voraussetet.
" Be ist bekannt, daß Hydroxylamin die eneymatisohe Wirkung von ADH hemmt· Überraschenderweise wurde gefunden, daß bestimmte Analoga davon als Acetaldehyd abfangende Agentien im oben beschriebenen fest tVir Äthanol dienen können, ohne die Aktivität der ADH au beeinträchtigen.
Die im besonderen verwendeten ale Abfänger wirkenden Cbtyaminagentien^ die Carbonylverbindung in Gegenwart anderer fieagentien· bestandteile binden können, sind Aminooxyalkanoarbonsäuren mit
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«we! bie fünf Kohlenstoffatomen. Die höheren Alkylhoaologen dor Aminooxyessigsaure bis zu fünf Kohlenstoffatomen sind in der Erfindung brauchbare Äquivalente.
Zur ersteren Gruppe gehören Aminooxyesaigsäure, Aminooxypropionsäure, Aminooxybutteraäure, Amino oxy valeriensäur β und cL-Ajninoaminooxybuttersäure (Canalin aus Saubohnen).
Eine andere vorssugBwoise verwendete Gruppe von Agentlen sind die Aminooxyalken-O-sulfonB&uren mit bis au 4 Kohlenstoff at omen im Molekül· Hydroxylamin-O-sulfonaäure wird bevorzugt. Ihre Alkylhomologen Aminooxymethansulfonsäure, Aminooxypropanaulfonßäure und Aminooxybutanaulfonsäure sind Äquivalente in der Erfindung.
Aminooxyessigsäure wird in der Literatur im allgemeinen ale metabölißcher Inhibitor beeohrlebenl vgl· z.B. Pavour und Hitarbeiter, Chemical Abstracte, ££, 2316 a (1948). Sieher ist jedoch noch nicht berichtet norden, daß Aminooxyverbindungen mit Vorteil bei enzymatisohen Reaktionen des in der vorliegenden Erfindung angesprochenen Typs verwendet werden können.
Die Geschwindigkeit der Waeeeretoffttbvtragung let eine Punktion verschiedener Paktoren in der Reaktlonemlsohung. Wenn alle Faktoren In optimalen Mengen vorliegen, hängt diese Qeschwindlgkelt nur mehr von der Geschwindigkeit der Entfernung des Acetaldehyde ab. Die Heft!·"-·. .·-■: ^r!Hi)?t langeam, wenn 3emioarba*id als abfangendes Agens eingesetzt wird. Die Zeit bis zum vollständigen Ablauf der Reaktion beträgt bei Verwendung von Semi-
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-L-
. carbazid 30 bis 60 Minuten. Ee ist gefunden worden, daß die oben genannten Analoga von Hydroxylamin beträchtlich schnellere Reaktionsgeschwindigkeiten ergaben. Bei einer Eeakt^onemischung, die 0,035 molar an Aminooxyesaigslure war, betrug beispielsweise die Zeit bis :■ : : 7 .;ä".ci5lr?eK Ablfcüf 'tr ^-aktion zwischen 5 und 15 Minuten, in Abhängigkeit von der Menge dee vorhandenen Äthanols. Der Vorteil eines kürzeren analytischen Verfahrene ohne Verlust an Genauigkeit wird bei Situationen deutlich, in welchen häufige und schnelle Teste für Äthanol gefordert v/erden,
Allgemein sind Aminooxyverbindungen in einem Test wertvoll, ; bei dem ein Enaym eine Reaktion katalysiert, bei der ein Aldehyd oder ein Keton ale Produkt auftritt«
Alkoholdehydrogenase (ADH) ist eines der weniger stabilen Enzyme«, Die stabileren Präparationen des kristallinen Sneyms bestehen aus einer Suspension in starken Lösungen von Aamoniumsulfat, stabilisiert mit Hatriuspyrophosphat und Glycin. Solche Suspen-. βionen können im nachstehend beschriebenen Reagens nicht verwendet werden. Völlige Trockenheit 1st sine wesentliche Bigeneohaft aller Bestandteile des Reagens. Deshalb «ruß das Bneya lyophiliaiert werden. Die Laboratoriumsreagentien der Erfindung werden in wasserfreier Form hermetisch verschlossen in Behältern verpackt, um die Stabilität während der Lagerung su erhalten»
Stabilisierung dea
Bine Minimalieierung des Aktivitätsverlustes während oder nach der !lyophilisation wird erreicht durch Suspendieren des kristall!.·
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nen Enzyme in einer Lösung, aie stabilisierende und aktivierende Substanzen entsprechend dem folgenden Beispiel enthält*
Wasser 100 ml
Gummi arabicum 5,0 g Nicotinamia-äüenin-dinucjxeotid 15 mg Cystein-hyärochlorid 50 mg
Glycin 1,5 g
Albumin 1,0 g
Tris-Versen Puffer Pg 8,0 5,0 ml
5 Alkoholdehydrogenaae 100 000 I.TJ,
Dieee lösung wird gründlich gefriergetrocknet und anschließend in eine wasserfreie Atmosphäre überführt. Der Aktivitätsverlust im oben beschriebenen Verfahren ist geringer als 10 £.
Die bevoräugten Abfangegentien sind die Aminooxyalkansäuren; die AainooxyeeBigatture ist besondere vorteilhaft. Ep hat eich gezeigt, daß sie besonders stabil und dabei unreaktiv sind, wenn sie innig mit den Bestandteilen dee Reagens vermlsotat werden. Barüberhinaus hat sich gezeigt, daß die Konzentrations~ grenzen weniger kritieoh sind als bei dem bisher verwendeten Semlcarbazid«
In einem Behälter wird ein festes Laboratori innereagens her gestellt, das besonders der Bestimmung der in einem Serum vorhandenen Meng© an Äthanol angepaßt ist. Das vollständig bereitete fceagens besteht aus einer trockenen Mischung der folgenden Substanzen:
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Enzym Alkoholdehydrogenase Puffer Pyrophosphat, Alkalimetalleali Stabilisator Glycin und Albumin Abfangagena Aminooxyessigsaure, Neutralisationsmittel Natriumcarbonat Coenzym Nicotinamid-adenin-dinucleotid
Um eine große Zahl von Einheiten dieses Teetmateriale oder Reagens herzustellen, kann nach dem folgenden Verfahren ein P Ansatz eines trockenen Testmaterials oder Reagens bereitet werden» der dann in kleine Mengen geteilt und in Behälter, z.B. Kapseln, verpackt werden kann. Wenn Mengen angeführt werden, so gelten diese für die Herstellung eines Ansatzes, der etwa 10 000 Kapseln ergibt. Diese Werte können jedoch zur Herstellung größerer oder kleinerer Ansätze variiert werden.
Der erste Schritt im Verfahren 1st die Bestimmung der Menge an Ifeutralieationsffiittel, z.B.» Natriumcarbonat, die nötig 1st, . die Aoidität des neuen Abfangagens eu neutralisieren· Hierzu werden zwei Mischungen bestehend.aus den folgenden Chemikalien in den angegebenen Mengen bereitet:
Natriumpyr©phosphat, getrocknet 400 mg Aminooxyessigeäure 200 mg
Glycin 100 mg
Albumin 27 mg
Die Mischung wird in 27 ml destilliertem Wasser gelöst. Die Menge wasserfreien Natriumcarbonate, die erforderlich iatt
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die Lösung auf pg a,8 bis 9,2 zu "bringen, wird bestimmt♦ Diese Mengs natriumcarbonat wird dann einer zweiten lösung zugesetzt und zur Kontrolle der pg-Wert gemessen· Die Menge an wasserfreiem Natriumcarbonat, die normalerweise nötig ist, den ge-» wünschten Pg-Bereich einzustellen, beträgt 280 mg für die oben beschriebene Mischung*.
Der nächste Schritt im Verfahren ist der Test der Alkoholdehydrogenasepräparationa die dem vereinigten Reagens zugesetzt werden soll« Dieser Test kann nach irgendeinem der in der Literatur beschriebenen Verfahren ausgeführt werden. Das bevorzugte Verfahren ist jeaea von Vallee und Hoch» Proe.Sat.Aoad.Sci., &1, 327 {1955). '. - ' >
Auf diese Weise wird die Aktivität in internationalen Einheiten (I.ü.) pro Milligramm lyophilisiertea Enzym ermittelt· Das bestimmt die Menge der Enzympräparation,~die erforderlich ist, die nötige Aktivität in jeder Kapsel zu ergeben, vorzugsweise 200 I.U. Sin Versuchsansats wird dann bereitet, der auf den durch obige Teste ermittelten Mengen natriumcarbonat und ADH | basiert. Hierzu werden die folgenden verbindungen in trockener Form vermischt und durch Mahlen homogenisierts '
Hatriumpyrophosphat 400 ag
Aminooxyessig - 200 mg
Glyoin 100 mg
Albumin 27 ag
Alkoholdehydrogenase (200 I.TJ.
■ ■ ·■ /mg) 1 ag
Hieotinamid-adenin-dinucleotid 31,6 mg Hatrlumcarbonat 280
109849/0315 «3»,6 «β
TTm eich der Brauchbarkeit dieser Zusammensetzung (Veraucheansatz) für den lest von Äthanol in biologischen Flüssigkeiten au versichern, wird ein !eil dee Pulvers im Gewicht von 110 bis 120 mg in 2,6 ml destilliertem Waseer in einer optischen Küvette mit dem Lichtweg 1 cm völlig gelöst. TTm den durch die Reagentien selbst verursachten Aktivitätspegel zu bestimmen, d.h. den Reagentien-Kontrollwert, wird die Küvette in ein Photometer gestellt, welohes die Measung der Idohtabsorption bei einer Wellenlänge von 340 m/i* erlaubt. Da die Reaktion beendet ist, wenn alles Substrat, d.h. Äthanol, oxydiert 1st, ist W , es nicht nötig* die Temperatur in der Küvette konstant zu halten. Für die Qualitätskontrolle bei der Herstellung dieses Produktes ist es jedoch nützlich, die Aktivitäten verschiedener Aneäteö dt? gltiohen Temperatur eu vergleichen·
Eine Temperatur von 300C wurde für Teetsweoke ausgewählt, doeh kann jede Temperatur «wischen 250C und 570O verwendet werden.
Sie Küvette, die die Reagentienlöeung enthält, läßt aan 30 Klnuten im Photometer stehen, wobei die Absorption bei 340 mpc in Intervallen von 5 Minuten gemessen wird.
Bei einem brauchbaren Reagens beträgt die AbeorptionoEUnahme nicht mehr als 0,001 pro Minute bei der Kontrolle. Sine Zunahme von 0,001 pro Hinute bei der Kontrolle entspricht 0,01 jf (Gew./Yol.) Äthanol in einem 10 Kinuten dauernden Test. Der YerBUchsaneatz wird durch Testen einee Referenz-Standard· weiter geprüft. Der bevorzugte Standard 1st wasserfreies Äthanol, das mit destilliertem Wasser auf eine Konsentration von etwa
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0,2 £ (Gew./Vol.) verdünnt 1st. Zum Test wird die Standardssung des Äthanols mit destilliertem Wasser 1+49 verdünnt. Eine Menge von 110 "bis 120 mg des Reagenspulvers wird in 2,7 ml destilliertem Wasser gelöst und dient als Kontrolle. Gleichzeitig wird eine «weite Portion von 110 bis 120 mg in 2,6 ml destilliertem ■Sasser gelöst. Verdünnter Alkoholstandard (0,1 ml) wird der letzteren Lösung zugesetzt, vermischt und 5 Minuten stehen gelassen« Das Photometer wird mit dör Kontrolle auf Hull eingestellt. Dann wird die Absorption der Standardlösung gemessen. Diese Schritte werden in Intervallen von 5 Minuten wiederholt, bis zwei aufeinander folgende Ablesungen des, Standards sich nur mehr tun 0,005 oder weniger unterscheiden·
Im allgemeinen ist die Reaktion nach 10 Minuten beendet« Die endgültige Absorptionsablesung 1st äquivalent den Alkoholgehalt in Gew.-Vol.-?C« Die Ausbeute der XthanolbeStimmung soll bei einem brauchbaren Test ICO # - i© £ der zugesetzten Menge betragen. ·
SIn Großansatz wird bereitet, wenn mit den Komponenten des Versuchsansatzes ein brauchbarer Test erhalten wurde· Da die Stabilität des Heagenepulvers wesentlich auf der vollständigen Trockenheit der Komponenten beruht, wird jede Vorsichtsmaßnahme getroffen, um die Bestandteile durch Vakuumtrocknung zu entwässern und alle Auawägungen und Mischoperationen in einer wasserfreien Atmosphäre auezuführen.
Pulver auereichend für die Herstellung von 10 000 Kapseln wird öurch Mischen dor folgenden Bestandteile erhalten.
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~ 12 -
ffatriumpyrophosphat, getrocknet 400 g Aminoosyeesigsäure 200 g
Natriumcarbonat, wasserfrei 280 g Eine zweite Mischung wird folgendermaßen hergestellt* Glycin 100 g
Albumin 27 g
Alkoholdehydrogenase, lyophill-
eiert Ig
Die beiden Pulver werden dann vereinigt und zu einer homogenen P Mischung vermengt· Bin Aliquot dieses Pulvere (1,1 g) wird in 30 ml destilliertem oder entmlneralisiertem Wasser gelöst und der pg-Wert gemessen. Bin Pg-Wert zwischen 8,8 und 9,2 ist brauchbar für Zwecke dieses Testes. Die Aktivität dieser Lösung wird durch Test des ithanol-Referene-StaRdards ermittelt, wie es oben beschrieben wurde. v
Das vollständig· Beagens in Form eines trockenen Pulvers kein Jetzt in Einheiten verpackt werden, wobei jede dieser Bin-
heiten nach lösen in 2,6 ml Wasser »lie Reagentien enthält, ψ
λ die für einen eineigen Test von Xthanol nötig sind. .>
Bin Verpackungsmaterial, das sioh als Schute des trockenen Pulvere eignet, 1st eine ßelatinekapsel, die ihrerseits in einem umschlag aus laminierten Schichten wasserdichten Materials zum Schute gegen Feuchtigkeit eingeschlossen let. Tabletten eines Trockenmittel, wie Aluminiumoxid oder Silikagel, werden sweokmäeigerwelse als weiterer Schutz des Pulvers gegen Feuchtigkeit in den Umschlag gegeben.
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Im allgemeinen wird bei Aufeinanderfolgenden Ansätzen die GrSSe der Teile, in welche die gesamte Mischung zerlegt wird, variieren. Dies beruht auf Unterschieden in der Aktivität der ADH. Um im wesentlichen gleichgroße Teile bei allen Ansätzen zu erhalten, wird eine Standardgröße gewählt, die die erforderliche Maximalgröße noch tibertrifft. Eine geeignete Menge eines stabilisierenden Füllstoffes, wie Mannit, kann der Miechung noch zugesetzt werden, um ihr Volumen eo zu vergrößern, daß jeder Teil ein Volumen erhält, welches gerade die Packung füllt. f
Variationen in den Verhältnissen oder Mengen der Beatandteile des Reagens sind möglich, da die Erfindung auf der neuen Kombination der Beetandteile beruht und nicht auf irgendwelchen kritischen Mengen. ABR z.B. muß nur in einer Menge vorliegen, die ausreicht. d«n gesamten in der zu bestimmenden Probe vorhandenen Alkohol eu oxydieren; ähnliches gilt für die Mengen der anderen Komponenten des Reagens.
BIe Verwendung von Aminooxyverbindungen ist in ihrer Brauchbarkeit nicht beschränkt auf die direkte Bestimmung von Ithenoi in biologischen Flüssigkeiten. Zusätzlich können el« wegen ihrer großen Wirksamkeit beim zuvor beβohriebenen Xthanoltest alt Erfolg auch zur Bestimmung der Alkoholdehydrogonaee selbst eingesetzt werden, unter geeigneter Modifikation der Bestandteile des Reagens, einschließlich des Alkohols an Stelle des Enzyms. ,
Die enzymatische Beetimmung von Alkohol kann bei allen Systemen
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angewandt werden, die Alkohol enthalten oder freisetzen, die die Aktivität der ADH nicht hemmen oder die Idchtabsorption bei der Wellenlänge von 340 mji, nicht stören. Demzufolge kann das hiev beschriebene Verfahren al 3 Inäikatorreaktion bei der Bestimmung der Trypsinaktivität herangezogen werden. Zu diesem Zweck läßt man Trypsin das Substrat Benzoylargini.uäthylester hydrolysieren. Die Geschwindigkeit der Xthanolfreisetzung, gemessen durch die ADH-Reaktlon, 1st ein HaS der Trypeinaktivität. In ähnlicher Weise kann die Aktivität anderer Enzyme, wie Proteasen oder Esterasen, bestimmt werden, die Äthanol, Propanol oder Butanol freisetzen.
Aminooxyverbindungen, wie Amlnooxyeseigeäur·, sind auch von Torteil ale earbonylabfangende Agentien in anderen enzymatieohen .Analysen· Sin besondere? Beispiel ist die Bestimmung von Milchsäure. Werden Laotatdehydrogenase, HAB und eine Aminooxyalkaneäurc vereinigt alt einem geeigneten Puffer, Stabilisator und Beutralleationamittel, wie ee oben beeohrieben wurde, bo resultiert ein brauchbares Beagena zur quantitativen Be» etimmung von Milchsäure. In ähnlicher Weise kann ß-Hydroacybuttersäure durch Ersatz der ADH durch ß-Hydroxybuttereäuredehydrogenaee getestet werden.
Da» trockene Reagens kann direkt in einer Standardizing« Wasser zu einer HeagensXösung gelöst werden. Diese* flüssige Reagans wird dann mit der biologischen Probe vermischt, wobei eine enaymatische Reaktion einsetzt. Dae Ausmaß und die Geschwindigkeit, mit welcher die Reaktion abläuft, Bind eine Funktion dor Menge dee Substrates, d.h. des Äthanole in der ursprüng-
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Hohen Probe*
Jeder Test im Rahmen der Erfindung beinhaltet unabhängig von besonderen Typ dee Testes die Umwandlung eines Coenzyme aue einer Porm in eine andere, wobei eine form bei einer bestimmten Wellenlänge Licht absorbiert. Dementsprechend wird die optische Dichte der Probe bei dieser Wellenlänge als Tunk« tion der au bestimmenden Substanz variieren. Durch Messung der optischen Dichte dee Mediums eu verschiedenen Zeiten können also die Menge oder die Aktivität der zu bestimmenden Substanz in der ursprünglichen Probe errechnet werden.
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Claims (2)

Patentansprüche
1. Laboratoriumsreagens zur Bestimmung von Äthanol in Plüasigkeiten, gekennzeichnet durch einen Gtahalt an Alkohol deliydrogenaae, Nicotinamid-adenin-dinucleotid, einen Puffer und Säureacoeptor, um den pg-Wert des Reagens nach dem Auflösen in Wasser auf Pg 8,8 bis 9,2 einzustellen^sowie eine Aminooxyalkanoarboneäure mit 2 "bis 5 Kohlenstoffatomen im Molekül oder einer Aminooxyalkan-O-eulfonsäure mit bis au 4 Kohlenstoffatomen im Molekül als Acetaldehyd abfangende Verbindung.
2. Laboratoriumsreagena nach Anspruch 1/ gekennzeichnet durch einen Gehalt an Aminooxyessigsäure als Acetaldehyd abfangende Verbindung.
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DE19681773920 1967-07-26 1968-07-26 Laboratoriumsreagens zur Bestimmung von AEthanol in Fluessigkeiten Pending DE1773920A1 (de)

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