DE1773750A1 - Verfahren zum Aufschluss und/oder zur Nassveraschung von organischem Material,insbesondere von biologischen Substanzen - Google Patents
Verfahren zum Aufschluss und/oder zur Nassveraschung von organischem Material,insbesondere von biologischen SubstanzenInfo
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Description
GESELLSCHAFT FÜR Neuherberg, den 10.6.1968
STRAHLENFORSCHUNG MBH PTA 68/22 Gb/jd
Verfahren zum Aufschluß und/oder zur Naßveraschung von organischem
Material, insbesondere von biologischen Substanzen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufschluß und/oder zur Naßveraschung von orgcinischem Material, insbesondere von biologischen
Substanzen, wie z.B. Fleisch, Fisch, Milch, Mehl, Gemüse, Knochen, Faeces, Urin und anderen organischen Substanzen wie
z.B. Zucker, Cellulose oder Ionenaustauscherharze.
Sowohl für die Beseitigung als auch Analyse derartiger Substanzen auf anorganische Bestandteile oder Radionuklide ist es bekannt,
durch Trocken- oder Naßveraschung zunächst deren Volumen zu reduzieren und Störungen durch die organische Matrix zu beseitigen.
Dabei ist für beide Anwendungszwecke darauf zu achten, daß sich während des Aufschlusses bzw. der Veraschung die in den Substanzen
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enthaltenen und zu analysierenden giftigen oder radioaktiven
Bestandteile, z.B. Spurenelemente wie Fe, Pb, Hg, Cd, As, Zn, oder Radionuklide wie Cs-137, Na-22, Ru-lO6, nicht verflüchtigen.
Die Trockenveraschung wird daher häufig unter Sauerstoffmangel
durchgeführt, damit die Verbrennungstemperaturen entsprechend niedrig bleiben. Nachteile dieser Methode sind unter anderem
der Verlust flüchtiger Elemente oder Radionuklide, die lange Arbeitszeit, starke Geruchsbelästigung, die nur begrenzte
einsetzbare Probenmenge und die Gefahr örtlicher überhitzung der Probe und damit verbundenen teilweisen Verflüchtigung.
ψ Nicht restlos verglühbare Kohlenstoffreste müssen häufig
noch zusätzlich naßverascht werden. Elementspuren können in das Tiegelmaterial einbrennen und verloren gehen. Eventuelle radioaktive
Abgase müssen in einem Filtersystem sorgfältig von Cs-137, Ru-106, C-14, H-3 u.a. dekontaminiert werden. Die hierbei erforderlichen
Verbrennungsanlagen sind im normalen Labor nicht vorhanden.
Bei den bisher bekannten Verfhren zur NaÄveraschung erfolgt die
Oxydation der organischen Substanz durch stark oxydierende konzentrierte Säuren, vor allem HNO_, HNO /te.SO4, HNO3HClO4.
Diese bauen die organischen Moleküle bei höherer Temperatur von 100 - 300°C zusätzlich durch Dehydration ab. Aber auch
diese Methoden haben den Nachteil, daß starke Geruchsbelästigung durch entweichende Säuredämpfe auftritt, und nur relativ kleine
Mengen in einem Ansatz aufgeschlossen werden können. Manche Elementspuren verflüchtigen sich auch hier, z.B. als Chloride.
Sulfatfällungen können entstehen und die Weiterverarbeitung des Rückstandes stören. Die erhaltenen, dunkel gefärbten Aschen müssen
häufig zur Aufhellung noch mit z.B. H3O3 nachbehandelt werden. Durch
die notwendigen großen Säuremengen können Spurenverunreinigungen
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eingeschleppt werden. Die Einwirkung von Schwefelsäure bei höherer
Temperatur kann gelegentlich zur Bildung von resistenten Verbindungen» z.B. Sulfonsäuren, führen. Perchlorsäure ist wegen seiner Explosionsgefahr
nur unter bedeutenden Vorsichtsmaßnahmen sicher zu handhaben. Um eine Verdünnung der Säuren zu vermeiden, muß die zu veraschende
Substanz meist vorgetrocknet werden.
Die Erfindung hat daher zur Aufgabe, ein Verfahren zum Aufschluß und zur Haßveraschung organischer, insbesondere auch biologischer
Substanzen zu entwickeln, welches die Verarbeitung auch großer Substanzmengen in einem Ansatz, darüber hinaus im Serienbetrieb,
unter milden Bedingungen, möglichst ohne Spurenverluste und in jedem chemischen Laboratorium ohne zusätzliche Einrichtungen, auszuführen
gestattet.
Die Lösung der Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, daß die Substanz in wässriger Suspension dem Angriff von Radikalen, wie
z.B. -OH, *H°2' 'Cl* ausgesetzt werden. Diese lagern sich sehr
leicht und recht allgemein an organische Moleküle an. Dabei werden letztere entweder gleichzeitig oxydativ abgebaut, oder es bilden
sich Anlagerungsverbindungen, die ihrerseits gut oxydierbar sind.
Als besonders geeigneter Radikallieferant hat sich Wasserstoffperoxid
erwiesen. Versetzt man seine wäßrige Lösung mit Spuren von Eisen (II)-Salzen (auch Eisen(III), weniger wirksam sind Cu(II) u.a.) oder
Fermenten wie Katalase, auch Hämin, so bilden sich aus Wasserstoffperoxid katalytisch -OH-Radikale bzw deren Komplexe mit dem
Ketallion:
HO-OH + Fe24"*=* Fe3+ + OH*" + OH.
4+
Analog entstehen mit Spuren Ce . HO2~Radikale (vergl. W.A. Waters, Mechanisms of Oxydation of Organic Compounds, Methuens Monographs on Chemical Subjects, 1963) .
Analog entstehen mit Spuren Ce . HO2~Radikale (vergl. W.A. Waters, Mechanisms of Oxydation of Organic Compounds, Methuens Monographs on Chemical Subjects, 1963) .
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Ein besonderer Vorteil des Reagenz H2O2 ist, daß als einzige
Nebenprodukte Kasser und entweichender Sauerstoff entstehen, z.B. nach
2 H2O2 >
2 H2O + O2.
Außerdem hinterläßt es, abgesehen von Stabilisatorspuren, keinen Salzrückstand. Es ist relativ billig und in sehr reiner Form im
Handel.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren ara Beispiel der
2+
Radikale aus dem Reagenz H~Oo/3Fe näher erläutert:
2 2
Die aufzuschließende oder zu veraschende Substanz wird zerkleinert,
mit Wasserstoffperoxidlösung erwärmt, nach Zusatz einer Spur Eisen(II)-Salz
die spontan einsetzende Hauptreaktion abgewartet und langsam zur Trockene eingedampft. Dann gibt man erneut etwasr Wasserstoffperoxid
zu, dampft ein und wiederholt dies bis eine rein anorganische, nur durch den Eisenzusatz und Ammoniumsalze verunreinigte Asche als
Rückstand zurückbleibt. Als Schnellmethode genügt häufig bereits eine kürzere einmalige Behandlung mit dem Reagenz, wenn die anorganischen
bzw. radioaktiven Bestandteile anschließend aus der erhaltenen Lösung abgetrennt werden. Störendes Fett wird zweckmäßigerweise
in beiden Fällen am besten durch Extraktion oder Separation mit geeigneten organischen Lösungsmitteln entfernt.
Das Verfahren wurde angewendet zum Aufschluß bzw. zur Naβveraschung
von Fleisch, Fisch, Leber, Knochen, Gemüse, Trocken- und Frischmilch, Kakao, Heu, Wolle, Cellulose, Zucker« lonenaustauscherharzen,
Trockenblut, Urin, Faeces, Mäuse- und Rattenkadaver.
Die neue Methode hat gegenüber den bisher bekannten Trocken- und Naßveraschungsmethoden wesentliche Vorteilet
Sie erlaubt den Aufschluß und die Naßveraschung auch großer Substans-n
mengen von bis zu Ober einem kg Substanz in einem Ansatz, sogar im offenen Becherglas. Die Arbeitszeit ist beim Aufschluß von z.B.
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Fleisch, Fisch, Mehl, Trockenmilch, Ionenaustauscherharzen, Urin,
Faeces oder Tierkadavern um ein Mehrfaches kurzer als bei der üblichen Trockenveraschung. Es können daher bei Schnellmethoden
zur Radioaktivitätsüberwachung in Nahrungsmitteln und anderem biologischem Material anschließend erstmals routinemäßig radiochemische
Methoden angewendet werden. Die zeitraubende Vortrocknung der Substanz entfällt. Einzige Nebenprodukte des Reagenz Yiasserstoffperoxid
sind Wasser und entweichender Sauerstoff. Daher entfällt die Geruchsbelästigung der bisher bekannten Verfahren durch
Verbrennungsgase oder aggresive Säuredämpfe. So erübrigen sich auch besondere Einrichtungen wie Säureabzüge oder Nachverbrennungsarilagen.
Aus diesen Gründen ist es wiederum möglich, größere Versuchsreihen
im Routinebetrieb auszuführen und wegen der relativ geringen erforderlichen Aufsicht dabei auch ungeübteres Hilfspersonal einzusetzen.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung gegenüber den bekannten Methoden ist darin zu sehen, daß die Versuchsbedingungen
erheblich milder sind. So verringert die niedrige Arbeitstemperatur von ;<
10O0C die Verflüchtigung von Spurenbestandteilen sehr stark.
Weiterhin kann die Veraschung nicht nur in stark sauren, sondern sogar in neutralem wässrigem Milieu erfolgen. Dadurch werden
säure- oder alkaliempfindliche Bestandteile während des Aufschlusses
geschont. Falls erforderlich, kann nach vorheriger
Fett extrakt ion auch in schwach alkalischen» Medium gearbeitet
werden.
Wasserstoffperoxid ist in sehr reiner Form im Handel. Das verringert
eine unkontrollierte Einschleppung von Spurenverunreinigungen. Häufig genügt bereits billiges technisches Wasserstoffperoxid.
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Das erfindungsgemäße Verfahren kann in gleicher Weise sowohl für die Abfallbeseitigung, insbesondere radioaktiv kontaminierter
Stoffe, als auch für analytische Aufgaben eingesetzt werden. Im exsteren Fall ist man aus Gründen des Transportes« der Lagerkosten
und der Sicherheit, im letzteren zur Konzentrierung der zu analysierenden Spurenbestandteile sowie Beseitigung von Störungen durch
die organische Substanz bestrebt, das Volumen des Ausgangsmateriales
auf ein Minimum zu reduzieren.
Es folgen Beispiele:
1. Als allgemeine Arbeitsvorschriftetf werden z.B. 1OQg zerkleinertes
Frischfleisch mit 300 ml 30%igera Wasserstoffperoxid (Perhydrol)
versetzt. Zur Suspension gibt man so viel Eisen(II)-Salz, bis
die Lösung etwa 0,001 m an Eisen ist. Bei Fleisch genügt oft bereits dessen natürlicher Eisengehalt. Dann erwSrmt man vorsichtig,
bis bei etwa 80 - 90°c die Hauptreaktion einsetzt.
Sie ist durch eine stärkere Gasentwicklung gekennzeichnet. Man nimmt nun das Becherglas von der Heizplatte und zerrührt
hochsteigenden Schaum mit dem Glasstab, ohne dabei die Lösung aufzuwirbeln. Nach Abklingen der Hauptreaktion wird langsam
eingedampft. Das Fleisch ist nach etwa 45 Minuten zu einer gelben Lösung abgebaut. Emulgiertes oder Überstehendes Fett
wird dann mit geeigneten organischen Lösungsmitteln (z.B. Tri.chloräthylen) extrahiert und die wässrige Phase bis fast
zur Trockene eingedampft. Vor beginnender Verkohlung fögt nan
erneut wenig Perhydrol zu, daapft wieder ein und wiederholt
dies mehrmals. Schließlich bleibt ein weifler, nur durch den Eisenzusatz schwach gefärbter Rückstand von z.B. etwa 3 g.
Nach Absublimieren der Ammoniumsalze sind es nur mehr 1 bis
1,5 g Glührückstand. Das entspricht etwa dem theoretischen Aschegehalt der verwendeten Fleischsorte.
- 7 109849/1456
2. In ähnlicher Weise wurden 1 kg Hirschfleisch mit 1,5 Litern Reagenzlösung in etwa 4 Stunden zu 18 g, vorwiegend aus Fett
bestehendem Rückstand, abgebaut. Jedoch bereits nach etwa 45 ii: nuten Aufschlußzeit und anschließender Fettextraktion
konnte aus der gelben AufschIußlösung nach Trägerzusatz
Cäsium-137 durch Ionenaustausch an KL £ CoFe(ClI),. 7 abgetrennt
und im NaJ-Bohrlochkristall in nur 40 Minuten Meßzeit
gammaspektrometrisch identifiziert und bestimmt werden. Die radiochemische Ausbeute für die Abtrennung von Cs-137
lag dabei über 9O-95 %. Diese Schnellmethode erfordert bis zum fertigen Gammaspektrum nur etwa 2 Stunden Arbeitszeit.
Entsprechend lassen sich auch Beta- und Alpha-Strahler als Schnellmethode aus biologischem Material abtrennen und anschließend
messen.
3. 303 g Fisch (eine ganze Makrele im Stück) (500 ml 30%iges
H2O-, 8 Stunden, 10 g Rückstand mit 32 % Glühverlust.)
4. 100 g Rindsleber (400 ml H3O3, 5 Stunden; 1,4 g Rückstand
mit 14 % Glühverlust).
5. 155 g Kalbsknochen (500 ml H3O , 16 Stunden, 56 g Rückstand
mit 8 % Glühverlust).
6. Weißkohl (ein ganzer Kopf mit 1,856 kg) (im Ιο-Liter Becherglas;
1,7 Liter H2O3, 16 Stunden, 22 g Rückstand mit 27 %
Glühverlust).
7. 50 g Trockenmilchpulver (500 ml H2O-, 4 Stunden, 3,8 g Rückstand
mit 28 % Glühverlust).
8. 50 g Kakao, entölt (400 ml H3O3, 5 Stunden, 6 g Rückstand
mit 60 % Glühverlust).
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9. 50 g Heu (500 ml H3O , 8 Stunden; 8,5 g Rückstand mit 6O %
Glühverlust) ■ ■
10. 25 g Trockenblut (470 ml H3O3, 5 Stunden; 0,4 g Rückstand
mit 31 % Glühverlust).
11. 160 g Urin (150 ml H3O3, 4-5 Stunden, 4 g Rest mit 46 %
Glühverlust).
12. 77 g Faeces (300 ml H3O3, 5 Stunden, 3 g Rückstand mit
18 % Glühverlust).
13. 50 g Uolle (700 ml H3O3, 20 Stunden; 5,5 g Rückstand mit
88 % Glühverlust).
14. 45 g Filterpapier (Cellulose)(1,2 Liter H O3, 16 Stunden;
4,7 g Rückstand mit 53 % Glühverlust).
15. 50 g Kationenaustauscher Dowex 50 WX 1 (50-100 mesh) mit
+2
Fe -Ionen beladen. Nach Zugabe von 100 ml 30%igem H3O3 bei
Fe -Ionen beladen. Nach Zugabe von 100 ml 30%igem H3O3 bei
20°C innerhalb einer halben Minute Auflösung zu einer klaren braunen Flüssigkeit.
Dabei sind Fleisch, Mehl, Faeces, Urin, tierisches Fett und
Ionenaustauscherharze besonders gut aufschließbar. Enthält die aufzuschließende Probe bereits den Katalysator, so erübrigt
sich dessen vorherige Zugabe, z.B. Fleisch, Faeces oder mit Fe beladenen Kationenaustauscl
ohne störendes Schäumen eindampfen.
ohne störendes Schäumen eindampfen.
mit Fe beladenen Kationenaustauscherharzen. Urin läßt sich
•Für die Beseitigung biologischer Abfälle hat die erfindungsgemäße
Methode den großen Vorteil, daß z.B. Tierkadaver ohne Geruchebelästigung
durch Säuredämpfe oder Verbrennungsgase in einem nor
malen Abzug, sogar im offenen Becherglas, bei Temperaturen von
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^< 1OO°C unter nur geringer Aufsicht innerhalb kurzer Zeit
naßverascht werden können. Der Kostenaufwand für Heizung und technisches Wasserstoffperoxid ist relativ gering. Dabei wird
allerdings Fett nur langsam aufgeschlossen. Jedoch kann der Fettrückstand rasch mit wässriger oder alkoholischer Lauge verseift
und durch Zugabe von Kalk (Kalziumoxid) in die entsprechende Kalkseife überführt werden. Diese erstarrt zu einem festen, schwarzen
Block, der leicht in Polyäthylen eingeschweißt und in Stahlfässern bei relativ geringem Raumbedarf eingelagert werden kann.
Als Beispiel wurden die Kadaver von etwa 120 Mäusen (2,1 kg
Frischgewicht) im offenen 10-Liter-Becherglas mit 3 Litern
30%igem Wasserstoffperoxid in 16 Stunden bei nur gelegentlicher Aufsicht bis zu einem Rückstand von 700 g verfestigter Kalkseife
(Volumen 450 ml) aufgearbeitet. Das entspricht einer Volumenverringerung etwa um den Faktor 10. Die Kosten für Wasserstoffperoxid
betrugen dabei 3,60 DM, entsprechend etwa 1,70 DM/kg.-In
ähnlicher Weise konnte der Kadaver einer Ratte mit 350 g Lebendgewicht in 5 Arbeitsstunden mit 550 ml 30%igem Wasserstoffperoxid
zu einem Rückstand von 110 g Kalkseife (Volumen 60 ecm) verarbeitet werden. Die Perhydrolkosten betrugen hier
0,66 DM, entsprechend etwa 1,88 DM/kg. Zu den geringen Kosten für Wasserstoffperoxid kommen noch Kosten für Heizung, Rühren
und Arbeitszeit.
Diese Arbeitsgänge lassen sich nach kurzer Einarbeitung auch von ungeübtem Personal ausführen.
Die Anwendung der neuen Aufschluß- Und Veraschungsmethode mit
2+
H2O2/Fe bedeutet also auch für die Beseitigung radioaktiver Tierkadaver einen erheblichen Fortschritt.
H2O2/Fe bedeutet also auch für die Beseitigung radioaktiver Tierkadaver einen erheblichen Fortschritt.
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Claims (1)
- GESELLSCHAFT FÜR Karlsruhe, den 10.6.1968STRAHLENFORSCHUNG MBH PTA 68/22 Gb/jdPatentansprüche tVerfahren zum Aufschluß und/oder Naßveraschung organischer Substanzen, wie z.B. Fleisch, Fisch, Mehl, Knochen« Gemüse, Milchpulver, Cellulose, Ionenaustauscherharz etc., dadurch gekennzeichnet, daß die Substanzen in wässriger Suspension dem Angriff von Radikalen ·0Η, 'HO2, oder *Cl u. dergl. ausgesetzt werden. "Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Substanzen H0O0, vorzugsweise in Form einer 30%igen oder verdünnteren Lösung, in Gegenwart eines Katalysators (z.B. Metallionen wie Fe ,Cu , Ce o
wie z.B. Katalase) zugesetzt wird.g
Metallionen wie Fe ,Cu , Ce oder geeignete Fermente3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch den Zusatz von Eisen(II)- oder Eisen(III)-Salz als Katalysator.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsprodukte nach dem Abklingen der Hauptreaktion mindestens teilweise eingedampft werden.5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß stufenweise jeweils nach dem Abklingen der Hauptreaktion die Reaktionsprodukte eingedampft und anschließend dem Rückstand erneut Radxkallieferanten, insbesondere H2O2, bis zur vollständigen Veraschung der Substanzen zugesetzt werden.109849/U566. Verfahren nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die eingedampften Substanzen nachgeglüht werden.7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei Substanzen, welche den Katalysator bereits als natürlichen Bestandteil enthalten (z.B. Eisen in Fleisch, Fermente u.a. Faeces), entsprechend geringe, gegebenenfalls auch überhaupt keineKatalysatorstoffezugesetzt werden.8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zu bestimmenden Bestandteile zu einem möglichst frühen Zeitpunkt, z.B. nach Beendigung der Hauptreaktion,aus der Aufschlußlösung abgetrennt werden.9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Naßveraschung störendesl Fett vor, während oder nach
der Hauptreaktion, z.B. durch Extraktion mit organischen
Lösungsmitteln oder Separation/abgetrennt wird.109849/1456
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Also Published As
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