-
Rahmenbauwerk für die Verwendung beim Bau von Schränken, Kästen, Tischen,
Einrichtungsgegenständen o. dgl.
| Die Neuerung betrifft Rahmenbauwerke für die Verwendung oein |
Bau von Schränken und Gestellen, wie sie zum Unterbringen elektrischer Geräte verwendet
werden, Kästen, @ischen, Pulten
| und anderen inrichtun'sgegenständen o. dfi auwerke dieser |
| i CD |
Art bestehen aus einzelnen Rahmenträgern, s. ie an den Ecl ; en des Bauwerkes mittels
dreiarmiger Eckstücke @iteinander verbunden werden, deren Arme sich in die Richtungen
der einzelnen Träger erstrecken. Bei einem Skelettrahmenwerk dieser Art für die
Ver'vendung beim Bau eines Schrankes oder Kastens gibt es obere und untere waagerechte
Träger, die rechtwinklig oder unter einem anderen Winkel zueinander angeordnet und
mittels der Eckstücke mit den senkrechten Eckträgern verbunden sind, wobei alle
Träger zur Vervollständigung des Gehäuses mit Füllungen versehen sein können. Bei
einem Tisch sind jedoch
| nur obere waagerechte und querverlaufende Träger vorgesehen, |
| "i CD |
| die mittels Eckstücken mit senkrechten beizen verbunden sind, |
wobei eine Füllung die auf den oberen Trägern gelagerte Tischfläche
bildet, während die Zwischenräume zwischen den Beinen frei bleiben.
-
Es ist bekannt, die Träger mit den Eckstücken mittels einer Anzahl
Schrauben, Bolzen und Muttern oder Nieten an jedem Ende zu verbinden. Dabei werden
die Schrauben o. dgl. durch die zwei sich überlappenden Teile gesteckt, so daß sie
von aussen sichtbar sind. Für ein vollständiges Bauwerk dieser Art ist eine grosse
Anzahl derartiger Schrauben o. dgl. notwendig. Obwohl auf diese Weise ein äusserst
starres Bauwerk erhalten wird, verlangt das Bohren der notwendigen Löcher und das
Einpassen der Schrauben o. dgl. einen grossen Zeit-und Arbeitsaufwand.
-
Aufgabe der vorliegenden Neuerung ist es, ein Rahmenbauwerk zu schaffen,
dessen Teile schnell und ohne einen Verlust an Stabilität zusammengefügt werden
können und bei dem die Verbindungsteile von aussen her verborgen sind.
-
Das wird gemäss Neuerung durch ein Rahmenbauwerk für Schränke, Gestelle,
Kästen, Tische u. a. Einrichtungsgegenstände o. dgl. verwirklicht, bei dem die Rahmenträger
eine Querschnittsform haben, die auf ihrer Rückseite eine sich in Längsrichtung
erstreckende Vertiefung oder einen inneren Hohlraum mit einer in Längsrichtung verlaufenden,
verengten Einführungsnute oder-öffnung aufweist, die schmaler als die grösste innere
Breite des inneren Hohlraumes ist, wobei jeder Träger mit einem Arm eines Eckstückes
des Bauwerkes mittels eines Bolzens verbunden ist, der einen Kopf oder
eine
Mutter aufweist, die in dem inneren Hohlraum gesichert ist, und dessen Bolzenschaft
derart in eine Öffnung in dem Arm des Eckstückes eingreift, daß beim Anziehen des
Bolzens der Träger sicher am Eckstück befestigt ist.
-
Die Neuerung ist in der Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen
veranschaulicht.
-
Fig. 1 zeigt ein oberes Eckstück und Teile seiner zugehörigen Rahmenträger
gemäss Neuerung in schaubildlicher Ansicht, wobei das Eckstück und die Träger im
Abstand voneinander dargestellt sind.
-
Fig. 2 zeigt die Innenseite des mit den Trägern zusammengefügten
Eckstückes in schaubildlicher Ansicht.
-
Fig. 3 ist eine schaubildliche Ansicht eines Eckstückes.
-
Fig. 4 stellt ein Eckstück in Draufsicht dar.
-
Fig. 5 ist ein Querschnitt durch einen der Rahmenträger.
-
Fig. 6 ist ein Querschnitt durch einen mit einem Eckstück zusammengefügten
Rahmenträger.
-
Fig. 7 zeigt einen ähnlichen Querschnitt durch eine abgewandelte
Ausführungsform eines mit einem Eckstück zusammengefügten Rahmenträgers.
-
Fig. 8 zeigt einen Schnitt durch eine andere Ausführungsform eines
Trägers und eines Eckstückes.
-
Fig. 9 zeigt das Innere einer unteren Ecke des Bauwerkes in schaubildlicher
Ansicht, wobei dargestellt ist, wie das Eckstück für die Aufnahme eines Scharniers
verwendet werden kann.
-
Fig. 10 ist ein Querschnitt durch eine abgewandelte Ausführungsform
der Neuerung, wobei die auf dem Befestigungsbolzen befindliche Mutter im Inneren
des Rahmenträgers angeordnet ist.
-
Die Fig. 1 bis 6 veranschaulichen Träger und Eckstücke für die Verwendung
in Verbindung mit einem Rahmenskelettwerk für einen Schrank oder Kasten. Ein solches
Rahmenwerk hat sechs Seiten, die durch acht getrennte Eckstücke gebildet werden,
die durch einzelne Metallträger miteinander verbunden sind, wobei einige Träger
die oberen und unteren Längsträger, andere die oberen und unteren Querträger und
die verbleibenden die senkrechten Eckträgei bilden. Die zusammentreffenden Enden
der waagerechten, querverlaufenden und senkrechten Träger liegen auf den drei Armen
eines Eckstückes auf und sind mit diesen verbunden.
-
Jedes Eckstück besteht aus einem kuppel-oder kugelförmigen Mittestück
1, von dem die drei Arme 2,2,2 zur Aufnahme der Rahmenträger 3,3,3 ausgehen, wobei
zwei der genannten Arme sich in waagerechter Richtung im rechten Winkel zueinander
erstrecken und der dritte Arm senkrecht verläuft. Jeder Arm ist gegenüber dem Mittelteil
1 dès Eckstückes derart an-oder abgesetzt, daß, wenn die Rahmenträger auf den Armen
aufliegen, sie glatt in den Mittelteil übergehen. Jeder Arm ist an seiner Aussenseite
4 schräg abgefischt und mit Flanschen 5 an seinen Rändern versehen, so daß eine
Auflagefläche für den Rahmenträger 3 entsteht. Er hat ferner eine Bohrung 6 zur
Aufnahme einer noch zu beschreibenden Befestigungsschraube.
-
Jeder Rahmenträger 3 ist von einem gezogenen Profilstreifen auf die
für die Grösse des herzustellenden Schrankes erforderliche Grösse zugeschnitten.
Im Querschnitt sind die Rahmenträger 3 derart ggrümmt, daß ein in Längsrichtung
verlaufender äusserer Mittelteil 7 entsteht, der an seinen beiden einander gegenüberliegenden
Kanten mittels Flanschen 8 abgesetzt ist. Diese Flansche, die auf den Randflanschen
5 der Eckstückarme aufliegen, sind im rechten Winkel zueinander angeordnet, und
dienen als Auflage für die mit ihnen verbindbaren Schrankfüllungen.
-
Jeder Rahmenträger 3 hat eine sich in seiner Längsrichtung erstreckende
Ausnehmung oder einen inneren Hohlraum, der auf der Rückseite durch zwei schräge,
gleichgerichtete Flansche 9 begrenzt ist, die mit der gekrümmten Vorderseite einen
segmentförmigen Hohlraum bilden und die in der Mitte zwischen ihren einander gegenüberliegenden
Kanten durch eine Längsnut 10 von wesentlich geringerer Breite als die grösste innere
lichte Weite der Ausnehmung getrennt sind. Die flaschen Flansche 9 können auf die
flachen schrägen Flächen 4 der Winkelstückarme aufgelegt werden, wie aus den Fig.
2 und 6 ersichtlich.
-
Um ein Ende eines Trägers 3 mit dem zugehörigen Eckstückarm 2 zu verbinden
wird ein Schraubenbolzen 11 mit einem sechseckigen Kopf 12 verwendet. Der. Kopf
12, dessen geringste Breite grösser ist als die Breite der Nute 10 in dem Träger
3 befindet sich zusammen mit einer zugehörigen Unterlegscheibe 13 innerhalb des
Innenhohlraumes des Trägers, nachdem der Schraubenschaft bevor der Träger mit dem
Eckstück zusammengefügt wird, von einem Ende des Trägers her in die Nute 10 geschoben
worden ist. Damit ist der Schraubenbolzen
in seiner Längsrichtung
unlösbar mit dem Träger verbunden.
-
Der Träger 3 wird dann auf den Eckstückarm 2 aufgelegt, so daß der
vorstehende Bolzenschaft durch die Bohrung 6 in dem Arm 2 tritt und aus der Innenseite
des Armes herausragt. Auf den Bolzenschaft wird dann eine Unterlegscheibe 14 gelegt
und eine Mutter 15 auf sein mit Gewinde versehenes Schaftende geschraubt. Wird die
Mutter 15 angezogen, so zieht sie mittels des Schraubenkopfes 12 und der Unterlegscheibe
13 den Träger 3 fest auf die Aussenfläche des Eckstückarmes 2, so daß sein auf der
Aussenseite gekrümmter Teil 7 glatt in den kuppelförmigen Teil 1 des Eckstückes
übergeht.
-
Um beim Festziehen der Mutter 15 eine Drehung des Bolzens 11 zu verhindern,
ist der Aussenteil 7 jedes Trägers an seiner Innenseite mit zwei parallelen Rippen
16 versehen, die einen der Schlüsselweite des Bolzenkopfes 12 entsprechenden Abstand
voneinander haben, wobei der Bolzenkopf zwischen die Rippen greift, wie in Fig.
6 veranschaulicht.
-
Die Eckstücke werden in geeigneter Weise als würfelförmige Gussstücke
ausgebildet, und der vertikale Arm 2 kann eine in Längsrichtung verdickte Rippe
17 aufweisen, durch die die Bolzenbohrung 6 reicht. Diese Rippe ist mit der Nute
10 eines Trägers 3 in Eingriff und mit einer Längsbohrung 18 (Fig. 2) versehen,
die einen Scharnierstift 19 aufnehmen kann, wie aus Fig. 9 ersichtlich (in Verbindung
mit dem unteren Eckstück), um ein Scharnier 20 zu lagern.
-
In der in Fig. 7 veranschaulichten abgewandelten Ausführungsform
der
Vorrichtung gemäss Neuerung wird eine Drehung des Bolzens 11, der den Träger 12
auf den Arm 2 des Eckstückes klemmt, beim Festziehen der Mutter 15 mittels seines
sechseckigen Kopfes 12 dadurch verhindert, daß dieser zwischen die einwärts gerichteten
Rippen 21 greift, die an den einander gegenüberliegenden Wänden des inneren Hohlraumes
des Trägers 3 vorgesehen sind. Bei dieser Ausführungsform sind die Seitenflansche
8 des Trägers in Ebenen angeordnet, die einen stumpfen Winkel miteinander einschliessen.
-
Um eine Drehung des Bolzens zu verhindern, können selbstverständlich
auch irgendwelche anderen Mittel vorgesehen sein. Beispielsweise kann der innere
Hohlraum des Trägers mit Flachen, parallelen, im Inneren vorgesehenen Seitenwänden
(der Flächen versehen sein, zwischen welche die Schraubenköpfe verschiebbar passen.
Wenn Schrauben mit geschlitzten Köpfen verwendet werden, kann auf der Innenfläche
des Teiles 7 des Trägers eine einzige Rippe vorgesehen sein, die mit der Nute in
Eingriff sein kann ; oder es kann eine unterhalb des Schraubenkopfes mit einem Vierkant
versehene Schraube verwendet werden, deren Vierkant in die Nute 10 des Trägers 3
passt.-In der in Fig. 8 veranschaulichten Ausführungsform gemäss Neuerung bildet
der mittlere gekrümmte Teil 7 jedes Rahmenträgers 3 mit den abgesetzten Flanschen
8 eine im Querschnitt gekrümmte Längsnute oder Vertiefung 22 auf der Rückseite des
Trägers, deren Seitenwände 23 in radialen Ebenen im rechten Winkel zueinander angeordnet
sind, so daß an den äusseren Ecken dieser Wände ein in Längsrichtung verlaufender
Eingangschlitz oder eine Öffnung entsteht, deren Breite geringer als die grösste
innere Breite der Ausnehmung in dem Rahmenträger ist, die sich zwischen den beiden
inneren Ecken
der radial verlaufenden Seitenwände erstreckt.
-
Um ein Ende eines Trägers mit dem entsprechenden Eckstückarm 2 (der
im Querschnitt gekrümmt sein kann) zu verbinden, hat der Bolzen 11 einen breiten,
im Querschnitt gekrümmten Kopf 24 von rechteckigem Umfang mit abgeschrägten Enden
und von der Seite her gesehen, ganz allgemeiner Schwalbenschwanzform, wobei seine
Dicke und Breite im Querschnitt der Querschnittsform der schwalbenschwanzförmigen
Nute oder Ausnehmung 22 in dem Träger entspricht. Der Kopf wird, bevor der Träger
mit dem Eckstück zusammengefügt wird, von einem Ende her in die Ausnehmung des Trägers
eingeschoben, so daß er formschlüssig mit ihr verbunden ist. Dann wird der Träger
auf den Eckstückarm aufgelegt, so daß der herausragende Schaft des Bolzens in das
vorgebohrte Loch 6 in den Arm eintritt und aus der Innenseite des Armes herausragt.
Eine an die gekrümmte Innenfläche des Armes 2 angepasste Unterlegscheibe 25 mit
flacher Aussenfläche wird auf dem herausragenden Bolzenende angeordnet, und eine
Mutter 15 auf den mit Gewinde versehenen Teil des Bolzens aufgeschraubt.
-
Beim Anziehen der Mutter 15 kommt sie auf der flachen Fläche der Unterlegscheibe
25 zur Anlage und zieht mittels ihres schwalbenschwanzförmigen Kopfes 24 den Träger
fest gegen die Aussenfläche des Eckstückarmes 2.
-
Anstelle den festliegenden Kopf des Befestigungsbolzens innerhalb
des Rahmenträgers 3 anzuordnen und mittels einer Mutter auf der Rückseite des Armes
2 eines Eckstückes anzuziehen, kann der Bolzen 11 auch umgedreht verwendet werden,
wie aus Fig. 10 ersichtlich, so daß sich die Mutter 151 im Inneren des Trägers 3
und sich dèr Kopf
| i |
| 121 des Bolzens auf der Rückseite des Armes 2 befinden. Eine
Dreh- |
bewegung der Mutter 151 kann mittels irgendwelchen geeigneten Mitteln verhindert
werden, beispielsweise durch die Rippen 16,
wie in Fig. 6 veranschaulicht.
-
Bei jeder der beschriebenen konstruktiven Ausführungen kann ein oder
können beide Seitenflansche 8 der Rahmenträger ggf. weggelassen werden. Die genutete
Ausbildung der in den Fig. 1-7 und 9 und 10 veranschaulichten Rahmenträger erlaubt
die Befestigung verschiedener Teile, beispielsweise Sockel, Platten o. dgl., an
irgendeiner Stelle zwischen din Eckstücken mittels in den Nuten verschiebbarer T-förmiger
Bolzen.