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DE1772305A1 - Verfahren zur Herstellung einer Vervielfaeltigungs-Druckplatte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Vervielfaeltigungs-Druckplatte

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Publication number
DE1772305A1
DE1772305A1 DE19681772305 DE1772305A DE1772305A1 DE 1772305 A1 DE1772305 A1 DE 1772305A1 DE 19681772305 DE19681772305 DE 19681772305 DE 1772305 A DE1772305 A DE 1772305A DE 1772305 A1 DE1772305 A1 DE 1772305A1
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DE
Germany
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image
sheet
donor
acid
receiving sheet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19681772305
Other languages
English (en)
Inventor
Van Dorn Warren Guy
Greeno Thomas Merle
Mihajlov Vsevolod S
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Xerox Corp
Original Assignee
Xerox Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Xerox Corp filed Critical Xerox Corp
Publication of DE1772305A1 publication Critical patent/DE1772305A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G13/00Electrographic processes using a charge pattern
    • G03G13/26Electrographic processes using a charge pattern for the production of printing plates for non-xerographic printing processes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S101/00Printing
    • Y10S101/37Printing employing electrostatic force

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

Verfahren zur Herstellung einer Vervielfaltigungs-Druckplatte
In der Vervielfältigungstechnik wurden bereits verschiedene Verfahren zur Herstellung von Vervielfaltigungsplatten entwickelt, die eine Vervielfältigung von Originalschriftstücken ermöglichen. Eines der grundlegenden Verfahren ist die Erzeugung von Ilohlekopien auf der Schreibmaschine. Außer der begrenzten Anzahl lesbarer Kopien weist dieses Verfahren noch weitere llachtöil-G auf. Beispielsweise muß das verwendete Kopiepapier im allgemeinen extrem dünn sein, um einen Durchschlag von zumindest zwei oder drei Kopien zu erreichen. Ferner ist es bei einer hohen Anzahl gewünschter Kopien erforderlich, extrem hohen Druck auf die Buchstabentypen beim Anschlag auszuüben, wodurch dao Original beschädigt werden kann. Außerdem läßt die Lesbarkeit der Kohlekopien mit jeder v/eiteren Reproduktion nach.
Um a\f-i vielen Nachteile der Kohlekopien zu vermeiden, wurde eine Anzahl Vervielfältigungsverfahren entwickelt, bei denen vorwahledenartig ausgebildete Druckplatten verwendet werden, böiijj/3 o/iijweiije die öpirituijvervielfä.ltlgung, die Adhärografie
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und die Thermografie. Ein Spiritus-Vervielfältigungsverfahren besteht darin, daß durch Schreiben von Hand oder mit der Maschine eine Matrize hergestellt wird, die sich durch die Übertragung eines wachsähnlichen Stoffes auf die Oberfläche eines Matrizenblattes ergibt. Eine Vervielfältigungsmaschine feuchtet das wachsähnliche Bild mit einer Spirituslösung an und drückt es gegen die Oberfläche eines Kopieblattes, wodurch auf dieses ein Duplikat des Originals übertragen wird. Die Adhärografie besteht darin, daß ein Kopierstoff in Form eines Bildes infrarote Strahlung selektiv absorbiert. In den Bildflächenteilen des Originalbildes wird Wärme ausgestrahlt, wodurch eine selektive Erweichung eines darunter liegenden Übertragungsblattes erfolgt, welches einen flüchtigen Übertragungsstoff enthält. Damit ist die Übertragung des flüchtigen oder auch klebrigen Stoffes auf ein Kopieblatt in bildmäßiger Verteilung möglich. Es ist dann im allgemeinen erforderlich, das übertragene Bild mit einem trockenen Pulver zu entwickeln. Die Thermografie ist ein Kopierverfahren, bei dem eine besondere wärmeempfindliche Platte zwischen ein Original und ein Kopieblatt gebracht und infraroter Strahlung ausgesetzt wird. Die selektive Absorption der Strahlung verursacht eine Reaktion zwischen einem Bestandteil des wärmeempfindlichen Papierüberzuges und einem Bestandteil des Kopieblattes, wodurch sich ein gefärbtes Bild ergibt.
Während diese Verfahren grundsätzlich zur Vervielfältigung geeignet sind, weisen sie doch noch Nachteile auf. Allgemein sind sie kostspielig, wenn eine nur geringe Anzahl Kopien eines
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OriginaTbildes hergestellt werden soll. Gegenwärtig wird die Matrize normalerweise durch Schreiben von Hand oder mit Maschine, Drucken oder Zeichnen auf ein Matrizenblatt oder durch direkte Einwirkung spezieller Farbbänder, Kohlepapiere, Druckfarben oder ähnlicher Bildstoff quellen erzeugt» Diese Verfahren sind umständlich und zeitraubend und erfordern gut ausgebildetes Personal zur Erzeugung hinreichend guter Kopien. Alle diese Faktoren erhöhen die Kosten des jeweiligen Verfahrens.
Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, ein Vervielfältigungsverfahren zu ermöglichen, das die vorstehend genannten Nachteile nicht aufweist, wozu eine Vervielfältigungs-Druckplatte auf neuartige-Weise hergestellt werden soll. Diese soll universell für verschiedene Druckverfahren geeignet sein.
Die vorstehenden sowie weitere ¥/es ens züge werden durch die Erfindung, allgemein gesprochen, erreicht, indem auf die Oberfläche einer Spenderunterlage eine zäh-weiche lichtempfindliche Bildstoff zusammensetzung als Überzug aufgebracht wird, wodurch sich ein Spenderblatt ergibt. Die lichtempfindliche Bildstoffzusammensetzung kann als homogene Schicht ausgebildet sein, allgemein besteht sie jedoch aus einem lichtempfindlichen Pigmentstoff, der in einem zäh-weichen, nichtleitenden Bindemittel dispergiert ist. Vorzugsweise besteht die lichtempfindliche Stoffzusammensetzung aus einer Bindemittelmatrix, in der ein metallfreier Phthalocyanin-PIgmentstoff dispergiert ist. Auf die Oberfläche
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der Bildstoffschicht wird ein Empfangsblatt aufgelegt. Die so gebildete Anordnung wird als Mehrfachplattenanordntuag bezeichnet, Die Bildstoffschicht kann dann durch Behandlung mit einem flüssigen Aktivierungsmittel aktiviert werden, welches allgemein aus einer Lösung, wie z.B. Sohio Odorless Solvent 3440, ein Kerosinanteil der Standard Oil of Ohio, besteht. Der Aktivierungsschritt kann unterbleiben, wenn die lichtempfindliche Schicht ausreichend viel Lösungsmittel enthält, nachdem sie aus einer Lösung oder Paste als Überzug auf die Unterlage aufgebracht wurde. Der Aktivierungsschritt erfüllt die doppelte Funktion des Versetzens der Oberfläche der Bildstoffschicht in einen leicht klebenden Zustand und ihrer Erweichung, so daß sie längs einer ausgeprägten. Linie, die das zu reproduzierende Bild bestimmt, leichter gebrochen werden kann. Dann wird ein elektrisches Feld an der Mehrfachplattenanordnung erzeugt, während gleichzeitig eine bildmäßig verteilte Belichtung mit einem Licht-Schatten-Muster des zu reproduzierenden Bildes vorgenommen wird. Bei Trennung des Empfangsblattes von der Spenderunterlage bricht die lichtempfindliche Bildstoffschicht längs der durch das Lichtmuster bestimmten Linien, wobei sie teilweise am Übertragerblatt, teilweise an der Spenderunterlage anhaftet, so daß auf der einen Fläche ein Positivbild, auf der anderen ein Negativbild erzeugt wird. Die Spenderunterlage oder das Empfangablatt oder beide Elcment© sind durchsichtig, 'so daß dio Belichtung von jeder Seite der Mehrfach- . plattenanordnung uuu erfolgen kann. Ferner können einen oder
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beide Elemente aus einem leitfähigen Stoff "bestehen, jedoch ■ v/erden besser besondere Elektroden auf einander entgegengesetzten Seiten einer nichtleitenden Spenderunterlage und eines nichtleitenden 'Empfangsblattes zur Erzeugung eines elektrischen Feldes während der Belichtungsphase des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen. Eine oder beide Kombinationen aus Elektrode und zugeordneter nichtleitender Schicht können durchsichtig sein, so daß die Belichtung der Bildstoffschicht von beiden Seiten der Mehrfachplattenanordnung aus möglich ist. Das erzeugte Bild kann dann als Druckplatte in verschiedenen Vervielfältigungsverfahren verwendet werden, wie aus der folgenden Beschreibung noch hervorgeht.
Es wurde ausgeführt, daß ein nach dem vorstehenden Verfahren erzeugtes Bild als Vervielfältigungsplatte bei verschiedenen Verfahren verwendet werden kann. Beispielsweise kann es mit der Oberfläche eines Kopieblattes unter Druckeinwirkung in Beruhruns gebracht werden, so daß ein Abdruck des Bildes auf das Papierblatt erfolgt. Daher erfüllt die Bil-dstoffschicht die doppelte Funktion eines lichtempfindlichen Elementes und eines i'ärbungsmittels für das übertragene Bild. Andere Färbungsmittel, wie Farbstoffe und/oder Pi^mentstoffe können der lichtempfindlichen Matrix beigegeben v/erden, um "die Färbung des endgültig erzeugten.Bildes zu verstärken oder zu ändern. Das Bilderzeugungsverfahren durch Druckübertragung kann durch Veroetzen des Bildes in einen klebi'igen Zustand, beispielsweise durch Einwirkung von Wärme, durch Erzeugung eines Lösungsmitteldampfea oder durch den
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Einschluß eines nicht flüchtigen Lösungsmittels in die Bildstoffsuspension und damit verbundene leichtere Übertragungsfähigkeit verbessert werden. Falls erwünscht, kann das übertragene Bild oder sein Abdruck verbessert werden, indem noch, eine Behandlung mit einem Entwicklerstoff vorgenommen wird, der eine verstärkende Wirkung auf das Bild ausübt. Dies wird vorzugsweise im klebenden Zustand des Bildes durchgeführt.
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit des gemäß der Erfindung hergestellten Bildes ist bei der Spiritus-Vervielfältigung möglich. In diesem Falle ist das in der Bildstoffschicht enthaltene Färbung mittel oder Bildverstärkungsmittel ein in Spirituslösung löslicher Farbstoff bzw. eine Farbstoffzusammensetzung. Mit einer derartigen Bildplatte ist die Erzeugung von Kopien möglich, indem die Bildfläche mit einem Kopieblatt bei Vorhandensein eines Alkohols oder einer anderen Spirituslösung in Berührung gebracht wird, die einen Teil des Farbstoffes aufnimmt und ihn auf das Kopieblatt in bildmäßiger Verteilung überträgt. Auch kann das erfindungsgemäß hergestellte Bild als Widerstand oder Maske bei der Erzeugung einer Hektografiematrize verwendet werden, indem das Bild entweder auf die Oberfläche einer üblichen Hektografiematrize übertragen wird oder die Bilder direkt auf der überfläche eines Matrizenblattes erzeugt werden, wonach die nicht abgedeckten Fläo chenteile zum Drucken mit einem üblichen Spiritus-Vervielfälti-CD eiungsverfahren verwendet werden. Bei einem ähnliehen Verfahren
*- kann das erzeugte Bild einen chemisch reaktionsfähigen Anteil ent-
halten, der bei Berührung mit einem Papierkopieblatt, welches mit einem Reaktionspartner für diesen Anteil Überzogen oder imprägniert ist, zusammen mit einem selektiven Lösungsmittel eine Reaktion
verursacht, die eine Reproduktion des Bildes auf dem Kopieblatt veruraaont.
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G-emäß der Erfindung wird ein Spenderblatt hergestellt, indem auf die Oberfläche einer Spenderunterlage eine lichtempfindliche Spender- oder Bildstoffschicht aufgebracht wird. Obwohl die lichtempfindliche Bildstoffschicht aus einer homogenen Schicht einer einzelnen Komponente oder einer festen Lösung zweier oder mehr Komponenten bestehen kann, wobei die letztere die erwünschten Lichtempfindlichkeits- und physikalischen Eigenschaften hat, stellte es sich allgemein heraus, daß vorzugsweise ein lichtempfindlicher Bildstoffüberzug verwendet werden soll, der aus einer Dispersion eines lichtempfindlichen Pigmentstoffes in einer nichtleitenden Bindemittelmatrix besteht. Optimale. Ergebnisse erhält man, wenn ein metallfreier Phthalocyaninpigmentstoff in einem Y/achsbindemittel bei Vorhandensein eines petroleumähnlichen Lösungsmittels, wie z.B. Petroleumäther, dispergiert wird. Die Bildstoffschicht kann auf die Unterlage durch jedes geeignete Verfahren aufgebracht werden, beispielsweise durch Aufgießen oder Aufstreichen, und die gebildete Schicht kann beispielsweise durch Einwirkung von Hitze oder in Luft bei Zimmertemperatur getrocknet werden. Die endgültige Stärke des Spenderblattüberzuges oder der Bildstoff schicht liegt im allgemeinen im Bereich von ca. 0,5 bis ca. 45 Mikron, wobei mit Werten am oberen Ende dieses Bereiches der maximale Nutzen erzielt wird. Optimale Ergebnisse erhält man bei einer Stärke von ca. 15 bis ca. 43 Mikron. Die für die Bildstoffschicht erwünschte grundsätzliche physikalische Eigenschaft besteht darin, daß sie brüchig ist und
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eine relativ geringe Kohäsionskraft im Zustand als Überzug oder nach Aktivierung durch. Einführung eines flüssigen Aktivierungsmittels besitzt. Das Volumenverhältnis von fotoleitfähigem Pigmentstoff zu Bindemittel in der Dispersion oder dem heterogenen System kann zwischen ca. 10 ; 1 und ca. 1 : 10 liegen, vorzugsweise werden jedoch Verhältnisse von ca. 1:2 bis ca. 2 : 1 für optimale Ergebnisse verwendet.
Fach der Herstellung der Spenderschicht wird ein Empfangsblatt auf die Oberfläche der Bildstoffschicht aufgelegt. Jedes Element dieser so gebildeten Anordnung kann leitfähig sein und ζ'.B. aus leitfähigem Zellophan bestehen. Guns tigerweise sind sie jedoch in jedem Falle aus einem nichtleitenden Stoff gebildet, der auf einer leitfähigen Elektrode befestigt ist. In einer vorzugsweisen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird Mylar, Polyäthylenterephthalat, als Spenderunterlage mit einer darunter liegenden leitfähigen Elektrode verwendet. Diese kann aus optisch transparentem Glas bestehen, das mit einem dünnen, optisch transparenten Überzug aus leitfähigem Material, wie z.B. Zinnoxid, überzogen ist. Das Empfangsblatt, das auch aus Mylar bestehen kann, ist mit einer Elektrode hinterlegt, welche normalerweise undurchsichtig ist und z.B. aus leitfähigem schwarzem Papier bestehen kann.
Nach der Bildung der vorstehend beschriebenen Anordnung wird das Empfangsblatt angehoben oder die Mehrfachpiattenanordnung
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geöffnet und ein Aktivierungsmittel auf die lichtempfindliche Bildstoffzusammensetzung aufgebracht, wonach die Schichten wieder aneinandergelegt -werden. Das Aktivierungsmittel wird normalerweise in Form einer Iiösungsflüssigkeit, wie z.B. Petroleumäther, aufgebracht. Der Aktivierungsschritt kann jedoch, wie bereits ausgeführt, weggelassen werden, wenn die lichtempfindliche Schicht derart hergestellt ist, daß sie nach den überzugsvorgang einen ausreichenden Anteil an lösungsmittel enthält, oder wenn die Bildstoffschicht eine ausreichend geringe Kohäsionskraft hat. Vorzugsweise wird jedoch der Aktivierungsschritt durchgeführt, um die Herstellung einer stärkeren und dauerhafteren Bildstoffschicht zu ermöglichen, die eine längere Lebensdauer hat, gelagert werden kann und nach der Bilderzeugung eine dauerhaftere Druckplatte ergibt.
Das Aktivierungsmittel kann diirch jedes geeignete Verfahren aufgebracht werden, beispielsweise mit. einer Bürste, einer Holle mit glatter oder rauher Oberfläche, durch Aufgießen, durch Dampfkondensation oder ähnliche Verfahren, wobei zweckmäßig ein Aufsprühen auf die Oberfläche der Bildstoffschicht durchgeführt wird. "Nach dem Aufbringen der Aktivierun^aflüssigkeit wird die Mehrfachplattenanordnung in beschriebener Weise geschlossen, wobei zur Verteilung des Aktivierungsmittels und zur Cieherstellung des erforderlichen flächenhaften Kontaicteo zwischen den verschiedenen Schichten ein Druck ausgeübt wird, der auch eine]&rtfornung überschüaaiger AktivierungBi'lü.ai3igkeit ermöglicht. Daa Aktivierungomittol dient
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zur Erzeugung einer adhäsiven Bindung zwischen der Bildstoff-3chioht und dem Empfangsblatt sowie zur Quellung oder anderweitigen Erweichung und damit zur Verringerung der Kohäsionskraft der Bildstoffschicht. Ferner soll das Aktivierungsmittel einen hohen spezifischen Widerstand haben, so daß es nicht eine elektrisch leitfähige Brücke von der Bildstoffschicht aus bildet und auf diese Y/eise eine Schwächung des elektrischen Feldes während der Belichtungsphase bewirkt. Deshalb ist es günstig, handelsübliche Aktivierungsmittel zu reinigen und hierzu die eine Leitfähigkeit bewirkenden Verunreinigungen zu entfernen. Dies kann durch Hindurchleiten der Flüssigkeit duroh ein Tonfilter oder durch jedes andere geeignete Reinigungsverfahren geschehen.
Nach der Herstellung, der Bildstoffschicht und der Mehrfachplatt enanordnung wird ein elektrisches Feld an der Bildstoffschicht erzeugt, während sie mit einem zu reproduzierenden Bildmuster mittels elektromagnetischer Strahlung belichtet wird. Bei Trennung der Spenderunterlage von dem hydrophilen Empfangsblatt bricht die lichtempfindliche Schicht längs der durch das Lichtmuster der Belichtung bestimmten Linien sowie an der Oberfläche, mit der sie an der Spenderunterlage oder dem Empfangsblatt anhaftet. Nach der Trennung befinden sich die belichteten Teile der Bildstoffschicht auf dem einen Element, während die nicht belichteten Teile auf dem anderen gehalten werden, wodurch gleichzeitig ein Positivbild und ein Negativbild erzeugt wurde. Ob die belichteten Teile auf der
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Spenderunterlage verbleiben oder auf das Empfangsblatt übertragen werden, hangt von dem. jeweils verwendeten lichtempfindlichen Stoff der Bildstoffschicht sowie von der Polarität des einwirkenden Feldes ah. Optimale Ergebnisse erhält man, wenn die positive Klemme der Spannungsquelle an eine WESA-Grlaselektrode als Spender und die negative Klemme an die undurchsichtige Elektrode angeschaltet ist.
Das auf der jeweiligen Unterlage erzeugte Bild kann dann entweder automatisch oder durch Verdunstung der flüchtigen Bestandteile oder durch Wärmeeinwirkung auf die Bindemittelmatrix fixiert werden. Die so hergestellte Druckplatte kann in einem der oben genannten Yervi elf ältiguu&sverf aiii* en ver-7/auIet werlon, de-2'υιι Aucv;alil von den Bestandteilen der Platte abhängt.
Jeder geeignete Id.chtempfindliche Stoff kann bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet werden, wobei seine Auswahl weitgehend von seiner lichtempfindlich- · keit und seinem Empfindlichkeitsspektrum sowie dementsprechend von dem Kontrast des endgültigen Bildes, von der Verwendung einer heterogenen oder homogenen Anordnung und ähnlichen Überlegungen abhängt. Typische fotoleitfähige Stoffe sind; Substituiertes und nicht substituiertes Phthalocyanin, Chinacridon, Zinkoxid, Quecksilbersulfid, Algol Yellow (O.I.Nr, 6? 500), Kadmiumsulfid, Kadmiumseienid, Indofast Brilliant
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Scarlet Toner (C.I.Nr. 71 14-0), Zinksulfid, Selen, Antimonsulfid, Quecksilberoxid, Indiumtrisulfid, Titandioxid, Arsensulfid, Pb-zO., . G-alliumtriselenid, Zinkkadmiumsulfid, Bleijodid, Bleiselenid, Bleisulfid, ^leitellurid, Bleichromat, ΰ-alliumtellurid, Quecksilberselenid und die Jodide, Sulfide, Selenide und Telluride von Wismutli, Aluminium und Molybdän. Perner die'löslicheren organischen lichtempfindlichen Stoffe (welche die Herstellung homogener Anordnungen erleichtern), insbesondere bei Zusammensetzung mit geringen Anteilen (bis zu ca. 5 0Jo) geeigneter Lewis-Säuren. Typische derartige organische lichtempfindliche Pigmentstoffe sind 4,5-Diphenylimidazolidinon, 4»5-Diphenylimidazolidinäthion, 4,5-bis-(4'-Aminophenyl)-imidazolidinon, 1,5-Dicyanonaphthalin, 1,4-Dicyanonaphthalin, Aminophthalodinitril, Nitrophthalidinitril, l,2,5,6r Tetraazacyclooctatetrain-(2,4,6,8), 3»4-di-(4' -Methoxyphenyl)-7,8-diphenyl-l,2,5» 6-tetraazacyclooctatetrain-(2,4,6,8), 3»4-di-(47-phenoxy-phenyl-7,8-diphenyl-l,2,5,6-tetraazacyclooctatetrain-(2,4f6,8), 3»4>7»8-Tetramethoxy-1,2,5,6-tetraazacyclooctatetrain-(2,4,6,8), 2-Mercaptobenzthiazol, 2-Phenyl-4-diphenyliden-oxazolon, 2-Phenyl-4-p-methoxy-benzylidenoxazolon, 6-Hydroxy-2-phenyl-3-(p-dimethyl-aminophenyl)-benzofuran, 6-Hydroxy-2,3-di-(p-methoxy-phenyl)-benzofuran, 2,3,5»6-tetra-(p-Methoxyphenyl)-furo-(3»2f)-benzofuran, 4-I)imethylamino-benzyliden-benzhydrazid, 4-Dimethylaminobenzylidenisonicotinsäurehydräzid, Furfuryliden~(2)-4' -dimethylaniinobenzhydrazid, 5-Benziliden-aiEino-aoenaphthen, 3-Benzylidenamino-carbazol, (4-N,N-I)iiüethylaiiiino-benzyliden)-p-N,ii-Di~
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methylaminoanilin, (2-lTitro-benzyliden)-p~bromanilin, If ,Ii-. Dimethyl -F1 -( 2-nitro-4-cyano-benzyliden)-p-phenylen-diamin, 2,4-Diphenyl-chinazolin, . 2-(4>-Amino-phenyl)-4-phenyl-chinazolin, 2-Phenyl-4-(4'-di-methyl-amino-phenyl)-7-methoxychinazolin, 1,3-Diph.enyl-tetrahydroimidazol, l,3-di(4'-Chlorphenyl)-tetrahydroimidazol, 1,3-Diphenyl-2-4'-dimethylaminophenyl)-tetrahydroimidazol, l,3-di-(p-Tolyl)-2-,chinolyl-(2'-)! tetra-hydroimidazol, 3-(4f-Dimethylaminophenyl)-5-(4"-methoxy-phenyl-6-phenyl-l,2r4-tria2iin, 3-Pyridil-(4')-5-(4"-dimethyl-amino-phenyl)-6-phenyl-l,2,4,-triazin,. 3,(4*- Amino-phenyl)-5,6-di~phenyl-l,2,4-triazin, 2,5-bis[4*-Aminophenyl-(l')]-l,3i4-Triazol,. 2,5-"bis[4'-(N-Äthyl-lT-aGetyl-amino)-airiino-phenyl-(l'). -l,3»4-triazol, 1,5-Diphenyl-3-methyl-pyrazoline 1» 3*4,5-Tetraphenyl-pyrazolin, 14Iethyl-2-(3'4*-dihydroxymethylenphenyD-henzimidazol, 2-(4'-dimethylaminophenyl)-benzoxazol, 2-(4*-Methoxyphenyl)-benzthiazol, 2,5-"bis-[p-Ajuinophenyl-(l)] -1,3,4-OxIdIaZoI, 4,5-DiphGnyl-imidazolen, ^-Aiiiinocarbazol, Oopolyraere und Mischungen dieser Stoffe. Jede geeignete Lewis-Säure (Elektronenakzeptor) kann mit vie- ■ len'.uer vorstehenden löslicheren organischen Stoffe sowie mit vielen der unlöslicheren zusammengebracht werden, so daß «ohr vTööenfcliohe Anstiege der Lichtempfindlicldceit auftreten, l'yxjiaohe Lewis-Säuren sind: 2,4,7-Trinitro-y-fluorenonj 2,4,5,7-TetraxLitro-9-f luorenon, Picrinsäure, 1/3 ρ 5-i'rini trohenzolchloranil, ßenzochinon, 2,^-Diohlorbenzochinon, 2-6-Dlöhlorbenzochinon, Chloranil, Naphthochinon-(1,4), 2,3-I/ichlornaphthochinon-(l,4);} Anthrachinon, 24Äethylanthra-
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chinon, 1,4-Dimethyl-anthrachinone, 1-Chloranthraehinon, Anthrachinon-2-carboxylsäure, 1,5-Diehloranthraehinon, l-Chlor-4-nitroanthrachinon, Penanthrenchinon* Acenaphthenchinon, Pyranthrenchinon, Chrysenchinon, Thionaphthenchinon, Anthrachinon-jS-disulfonsäure und Anthrachinon-2-aldehyd, Iriphthaloyl-benzol-aldehyde, wie Bromal, 4-Nitrobenzaldehyd, 2f6-di-Chlorl3en2ialdehyd-2, Äthoxy-1-naphthaldehyd, Anthracen-9-aldehyd, Pyren-3-aldehydf Oxindol-3-aldehyd, Pyridin-2,6-dialdehyd, Biphenyl-4-aldehyd, organische phosphorige Säuren, wie 4-Chlor-3-nitrolDenzol--phosphorige Säure, Nitrophenole, wie 4-Nitrophenol und Picrinsäure, Säureanhydride, z.B. Essigsäureanhydrid, Bernsteinsäureanhydrid, Maleinsäureanhydrid, Phthalsäureanhydrid, Tetrachlorphthalsäureanhydrid, Perylen-3,4, 9,10-tetracarboxylsäure- und Chrysen-^^jS^-tetracarboxylsäureanhydrid, Dibrommaleinsäureanhydrid, Metallhalogenide der Metalle und Metalloide der Gruppen IB, VII B, II A-VA und der Gruppe VIII des periodischen Systems, z.B. Aluminiumchlorid, Zinkchlorid, Chloreisen, Zinntetrachlorid (Zinnchlorid), Arsentrichiοrid, ZinnchlorUr, Antimonpentachlorid, Ma^^nesiumchlorid, Magnesiumbromid, Kalaiuniibromid, Kalziuiajodid, Strontiurabromid, Chrombromid, Manganchlorid, Kobaltclilorür, Kobaltchlorid, ICupferbrornid, Gerohlorid, Thoriumchlorid, Arsentrijodid, Borhalogenverbindun.i<en, z.B, Bortrif luorid und Bortrichlorid, Ketone, wie Acetophenon, Büiizophenon, 2-Acetyliiaphthalin, Benzil, Benzoin, 5-Bensoylacenaphthen, Biacendion, 9-Acetylanthracen, 9-Benaoylanthracen, 4-(4-Dimethylamino-
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cinnymoyli-l-acetylbenzol, Acetoessigsäureanilid, Indandion-(1,3)-(l-3~Biketo-hydrinden), Acenaphthenchinon-Dichlorid, Anisil, 2,2-Pyridil, FurilJ Mineralsäuren, wie die Wasserstoff halogenide, Schwefelsäure und Phosphorsäure', organische Carboxylsäuren, wie Essigsäure und deren Substitutionsprodukte wie Monochloressigsäure, Dichloressigsäure, Trichloressigsäure, Phenylessigsäure und ö-jyiethyl-coumarinylessigsäure (4)» Maleinsäure, Ginnamy!säure, Benzoesäure, l-(4>-Diäthyl-aminöi'-■benzoyl)-t>enzol-2-carboxylsäure, Phthalsäure und Tetrachlorphthalsäure, alpha-beta-di-Brom-beta-formyl-acrylsäure (Muco-."b-romsäure) , Di"biOmmaleinsäure, 2-Broinbenzoesäure, G-alliussäure, 3-Nitro-2-hydroxyl-l-"benzoesäure, 2-Uitrophenoxy-Essiga.äure, 2-Ni tr ob enz ο e säure, J-NitrolJenzoesaure, 4-Nitrobenzoesäure, 3-Nitro-4-A'thoxy"benzoesäure, 2'-Chior-4-iiitro-l-benzoesäure, 2-Chlor-4-nitro-l-benzoesäure, 3-NitrO-4^methoxy-benzoesäure, 4-Nitro-l-methylbenzoesäure, 2-Chlor-5-nitro-l-benzoesäure, 3-Chlor-6-nitro-l-benzoesäure, 4-Chlor-3-iiitro-l-benzoesäure, 5-Ohlor~3-nitro-2-hydroxybenzoesäure, 4-0hlor-2~hydröxybenzoesäure, 2f4-Dinitro-l-benzoesäure, 2-Brom-5-nitro-b'enzoesäurej 4-Chlorphenylessigsäure, 2-Chlorcinnamylsäure, 2-Cyano-cinnamylsäure, 2,4-Dichlorbenzoesäuref 3t5-Dinitrobenzoesäure* 3,5-Dinitrosalycylsäure, Malonaäure, Schleimsäure, Aceliösalycylsäure, Benzilsäure, Butaii-tetra-carboxyisäure, ÖitronehsäUre, Oyano-Essigsäure, Cyclöhexan-dicarbOxylsäure^ Cyölohexän, carboxylsäure, 9,10-^ichlor-stearinsäure, Fumarsäure, ttacönsäure^ Lävulliisäure, (Lävularsäure)i Apfelsäure, Bernsteihsäure.
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alpha-Brom-stearinsäure, Citraconsäure, Dibrombernsteinsäure, Pyren-2,3»7j8-tetra-carTDoxylsäure, WeinsäureJ organische Sulfonsäuren, wie 4—Toluolsulfonsäure und Benzolsulfonsäure, 2,4-Dinitro-l-methylbenzol-6-sulfonsäure, 2,6-Dinitro-lh.Fdroxybenzol-4-sulfonsäure und Mischungen dieser Stoffe.
Bs können weitere fotoleitfähige Stoffzusammensetzung en gebildet werden, indem eine oder mehrere geeignete Lewis-Säuren mit Polymeren zusammengesetzt v/erden, die normalerweise nicht als lichtempfindlich angesehen werden. Typische hierzu verwendbare Polymere sind: Polyäthylenterephthalat, Polyamide, Polyimide, Polycarbonate, Polyacrylate, Polymethy!methacrylate, Polyvinylfluoride, Polyvinylchloride, Polyvinylacetate, Polystyrol, Styrol-Butadien-Copolymere, Polymethacrylate, Siliconharze, Chlorkautschule und Mischungen sowie Copolymere dieser Stoffe, ferner wärmehärtbare Harze wie Epoxyharze, Phenoxyharze, Phenole, Epoxyphenol-Copolymere, Epoxy-Harnstofformaldehyd-Copolymere, Epoxy-melaminformaldehyd-Oopolymere und deren Mischungen. Andere typische Harze sind Epoxyester, Vinylepoxyharze, mit Tallöl geänderte Epoxyharze und deren Mischungen,
Für die heterogene Anordnung können die fotoleitfähigen Teilchen selbst aus einem oder mehreren der vorstehend genannten Fotoleiter organischer oder anorganischer Natur bestehen und mit jedem geeigneten nichtleitenden Harz in Dispersion, fester Lösung oder copolymer!siert zusammengebracht sein, wobei das
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Harz selbst-nicht fotoleitfähig sein muß. Das Harz soll die Dispersion der Teilchen erleichtern, unerwünschte Reaktionen zwischen dem Bindemittel und dem fotoleitfahigen Stoff oder zwischen dem fotoleitfahigen Stoff und dem Aktivierungsmittel vermeiden und andere ähnliche Zwecke erfüllen. Derartige Harze sind Polyäthylen, Polypropylen, Polyamide, Polymethacrylate, Polyacrylate, Polyvinylchloride, Polyvinylacetate, Polystyrol, Polysiloxane, Chlorkautschukarten, Polyacrylnitril, Epoxyharze, Phenole, Kohlenwasserstoffharze und andere natürliche Harze, wie Kolophoniumderivate sowie Mischungen und Copolymere dieser Stoffe.
Wie bereits ausgeführt, wurde, soll die lichtempfindliche Bildstoff schicht eine relativ geringe Kohäsionskraft als Überzog oder nach der Aktivierung besitzen. Dies trifft selbstverständlich für homogene und heterogene Anordnungen zu. Ein Verfahren zur Verwirklichung geringer Kohäsionskraft in der Bildstoffschicht besteht darin, daß relativ weiche Stoffe mit geringem Molekulargewicht- verwendet v/erden. So kann beispielsweise in einer aus einer einzigen Komponente bestehenden homogenen Schicht eine monomere Verbindung oder ein Polymer mit geringem Molekulargewicht zusaimuen mit einer Lewis-LJäiu'e für hub.<:i Lichtei.^.nndlichkoit verwendet werden, iihnlich küimen bei einer h-üiiiogonen Schicht mit zwei oder mehr Komponenten .in -feuüer Lösung als Spenderochichfc eine oder beide Komponenten aun einem ί'Λοϋί' geringen Molekulargewichtes bestehen, so daß die SoMcIib
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die erwünschte geringe Kohäsionskraft hat. Dies kann auch bei der Herstellung einer heterogenen Bildstoffschicht verwirklicht v/erden. Das Bindemittel in der heterogenen Anordnung kann zwar selbst lichtempfindlich sein, dies ist jedoch nicht notwendig, so daß auch Stoffe, wie mikrokristallines Wachs, Paraffinwachs, Polyäthylen mit geringem Molekulargewicht sowie andere Polymere mit geringem Molekulargewicht als Bindemittel allein nach ihren physikalischen Eigensciiaften und ihrer isolierenden Wirkung ausgewählt werden können, und zwar ohne Rücksicht auf ihre Lichtempfindlichkeit. Dies trifft auch zu für eine aus zwei Komponenten bestehende homogene Anordnung, bei der nicht lichtempfindliche Stoffe mit den erwünschten physikalischen Eigenschaften in fester Lösung mit lichtempfindlichen Stoffen verwendet werden können. Jedes andere geeignete Verfahren zur Verwirklichung einer geringen Kohäsionskraft in der Bildstoffschicht kann gleichfalls angewendet werden. Beispielsweise können geeignete Mischungen unverträglicher Stoffe z.B. aus einem Polysiloxanharz mit einem PoIyacrylesterhara entweder als Bindemittelschicht in einer heterogenen Anordnung oder in einer homogenen Anordnung verwendet werden, in der der lichtempfindliche Stoff entweder eine der miteinander unverträglichen Komponenten zusammen mit einer Lewis-Säure oder eine besondere ,,tisätzliche Komponente der Schicht ist.
Es wurde bereii;a ausgeführt," daß die Si enderunterlage und/oder das Erapfangsblatt büw. dessen Unterlagt- leitfähig sein können
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■und hierzu aus leitfähigem Zellophan bestehen. Durch die Verwendung derartiger flexibler, durchsichtiger leitfähiger Stoffe ergibt sich meistens eine relativ schwache Unterlage. Deshalb ermöglicht eine nichtleitende Spenderunterlage und ein Eoipfangsblatt mit einer dahinterliegenden Elektrode die Verwendung fester nichtleitender Polymere, wie Polyäthylen, Polypropylen, Polyethylenterephthalat (Mylar), Zelluloseacetat, Saran, ein Vinylchlorid-Vinylidenchlorid-Copolymer sowie ähnlicher Stoffe. Diese Art fester Polymere bildet nicht nur eine starke Unterlage für die auf dem Spender und dem Empfangsblatt der Mehrfachplatt enanordnung erzeugten Bilder, sondern auch eine elektrische Sperrschicht zwischen den Elektroden und der Bildstoffschicht, die elektrische Überschläge innerhalb der Anordnung vermeidet. Struktureile Kombinationen einer· Mehrfachplattenanordnung sind ausführlicher in der französischen Patentschrift 1 478 172 beschrieben.
Jedes geeignete Aktivierungsmittel kann zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet werden. Allgemein gesprochen muß es aus einem Lösungsmittel bestehen, dessen Eigenschaften beschrieben wurden und das die beschriebene Wirkung auf die Bildstoff- oder Spenderschicht hat. Unter der Bezeichnung ''Lösungsmittel" sollen hier nicht nur Stoffe verstanden werden, die im üblichen Sinne als Lösungsmittel bezeichnet werden, sondern auch diejenigen, die als teilweise Lösungsmittel, Quellmittel oder Erweichungsmittel für die Bildstoffschicht
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arbeiten. Vorzugsweise sollen die Aktivierungslösungen einen relativ niedrigen Siedepunkt haben, so dai3 die Fixierung des sich ergebenden Bildes durch Lösungsmittelverdampfung bei eventuell sehr schwacher Wärmeeinwirkung erfolgen kann. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß die Erfindung nicht auf die Verwendung dieser relativ fluchtigen Aktivierungsmittel beschränkt ist. Es können auch nicht flüchtige Aktivierungo-
* mittel mit sehr hohem Siedepunkt verwendet werden, beispielsweise Siliconöle wie Dimethylpolysiloxane und langkettige aliphatische Kohlenwasserstofföle, die normalerweise als Transformatorenöle verwendet werden. Ein derartiges Öl ist beispielsweise Wemco-C Transformatorenöl der Westinghouse Electric Co., welches mit gutem Ei^folg bei dem erfindungsgemäfSen Verfahren angewendet wurde. Allgemein kann daher jedes geeignete flüchtige oder nicht flüchtige Lösungsmittel als Aktivierungsmittel verwendet werden. Typische Lösungsmittel
ι sind Sohio Odorless Solvent 3440, ein aliphatischer (Kerosin) Kohlenwasserstoffanteil der Standard Oil Co. of Ohio, Tetrachlorkohlenstoff, Petroleumäther, Freon 214 (Tetrafluortetrachlorpropan), andere halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie Chloroform, Methylenchlorid, Trichloräthylen, Perchloräthylen, Chlorbenzol, Trichlormonofluormethan, Tetrachlordifluoräthan, Trichlortrifluoräthan, Amide wie Formamid, Dimethylformamid, Ester wie Äthylacetat, Isopropylacetat, Butylacetat, Amylueetat» Cyclohexylacetat, Isobutylpropyunat und Butyllactat, Äther wie Diäthylätlier, Diiaopropyläther, Dioxan, Tetrahydrofuran»
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Äthylenglycolmonoäthyläther, aromatische und aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol» Toluol, Xylol, Hexan, Zyclohexan, Benzin, Mineralspiritusarten und weißes Mineralöl, Ketone wie Aceton, MethyläthyIketon, Methylisobutylketon und Zyclohexanon sowie pflanzliche Öle wie Kakaonußölr Bamboo Bassu-Ül, Palmöl, Olivenöl, Castoröl, Erdnußöl, Klauenfett Lind deren Mischungen.
Y/ährend der Belichtungsphase wird an der Mehrfachplattenariordnung ein elektrisches I'eld erzeugt. Dadurch, daß die anfängliche Haftung der Spenderschicht an der Spenderunterlage nur etwas stärker ist als diejenige der Spenderschicht an dem liripfangsblatt, verbleibt die Bildstoff schicht auf der Spenderunterlage, wann nicht die kombinierte Wirkung der Belichtung und des elektrischen Feldes die Bindungskraft des Empfangs-r blattes und der Spenderschicht unterstützt und damit die Haftkraft zwischen Spenderschicht und Spenderunterlage übersteigt. Auf diese Weise wird eine Veratärkungswirkung erzielt, und die Schiohtübertragung kann bei relativ geringen Belichtungswerten erfolgen. .'Die elektrische Feldstärke kann zwischen ca. 39 000 und 985 000 Volt/mm, liegen, vorzugsweise beträgt aits oa. b9 000 bis 79 000 Volt/mm. Bei einigen Stoffen zeigt aioh eine Vorzugarichtung der Polarisation,, Daher zeigte oich für eine Bildstoffachient aus fein verteilten motallfroien t'hihalocyunin bei lohen diopergiert in einem mikrokristallinen ,- dak dio iioaten Bilder dann erzeugt werden, wenn die
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belichtete Elektrodenrückseite der Spenderunterlage positiv, die nicht belichtete Empfangsblattrückseite baw. die entsprechende Elektrode negativ ist.
Zur Belichtung der erfindungsgemäßen Mehrfachplattenanordnung kann eine Quelle für sichtbares Licht, ultraviolettes Licht oder jede andere geeignete aktivierende elektromagnetische Strahlung verwendet werden. Bessere Bilder ergeben sich bei Belichtung von der Spenderseite her, und entsprechend wird das Empfangsblatt von den übrigen -Schichten der Mehrfachplattenanordnung kurz nach der Bildbelichtung bei angeschalteter Spannung getrennt. Jedoch haben kurze Verzögerungen der Trennung nach dem Belichtungsschritt keine schädliche Auswirkung auf die erzeugten Bilder. Es werden im wesentlichen dieselben Ergebnisse erzielt, wenn die Blattrennung nach Abschaltung der Spannung vorgenommen wird. Jedoch sind die Bilder dann geringfügig; schlechter. Die ijulicIitim^r.Lar^ouer wie die Hohe ·1-?λ' au ; ^it-hul !.o ' -. ~.i wwannu/i-' α.".. λ\\;ι-Ί ·::·.'. :-.i,'}\ in der bereits genannten fraiicüaisehen Patentschrift 1 478
Y/ix-d ein relativ flüchtiges Aktivienmjomit toi verwendet, beiüpielöwelBö Petrol eiiHüther, Teürachloriiohlenr.tofr oder Fr eon öü tritt die Fi.:ierLUig deö erzeugten Bildes fast augenblicklich am', da nur noch ein relativ geringer Antoil der Aktivieiamgs-
Git vorhanden ist. hit etwas w-jniger flüchtigen Aktiviegitfceln wie z.B. Sohio üdot-less Solvent 3440 oder i'reon kann die lUxieiiuig durch Bliuseu von Lui't über die Bilder oder Er
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hitzung auf eine Temperatur τοη ca, 65 G beschleunigt werden, während sie "bei noch weniger flüchtigen Aktivierungsmitteln wie z.B. Transformatorenöl durch einen Löschblatteffekt erzielt wird, der mit einer zusätzlichen Auflagefläche hervorgerufen wird. Außer den vorstehend "beschriebenen Fixierverfahren kann auch jedes andere bekannte und geeignete Verfahren angewendet werden.
Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Vervielfältigungsbild kann, wie bereits ausgeführt,abhängig von den verschiedenen Bestandteilen der Spenderschicht, auf die verschiedenste Weise als Vervielfältigungs-Druckplatte verwendet werden. Bei der Auswahl der lichtempfindlichen Stoffzusammensetzung sollen deren Bestandteile so gewählt werden, daß ein intensiv gefärbtes Bild erzeugt wird. So können beispielsweise-bei.einem aus zwei Phasen bestehenden System intensiv gefärbte lichtempfindliche Pigmentstoffe, wie blaue Phthalocyanine, rote Chinacridone und ähnliche Pigmentstoffe, mit der kristallinen alpha- und x-Form metallfreien Phthalocyanins verwendet werden, wobei letzteres gemäß dem in der französischen Patentschrift 1 447 277 beschriebenen Verfahren hergestellt ist und im Hinblick auf seine sehr hohe Lichtempfindlichkeit gute Ergebnisse liefert. Das erhaltene Vervielfältigungsbild kann dann in einem durch DruckEinwirkung erfolgenden Übertragungsverfahren verwendet werden, indem es mit der Oberfläche eines Eopieblattes, z.B. normales weißes
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Feinpapier, in Berührung gebracht und auf eine oder beide Flächen ein Druck ausgeübt wird. Der zur Bildübertragung erforderliche Druck hängt von vielen Faktoren ab, beispielsweise von der jeweiligen Farbstoffkomponente des Bildes, dem Zustand des klebenden Bildes, der jeweiligen Bindemittelmatrixf der Terzögerungszeit vor der Eingabe der Platte in eine Druckeinrichtung, der Feuchtigkeit und Temperatur der Umgebung bei der Bildübertragung u.a. Es wurde erwähnt, daß durch Verwendung des Vervielfältigungsbildes relativ schnell nach der Bilderzeugung der Druck in der Größenordnung von ca. 0,9 bis ca. 108 kg/cm, vorzugsweise zwischen ca. 1,8 und 72 kg/cm mit einer Druckrolle ausgeübt werden kann, wobei sich optimale Bedingungen zwischen ca. 27 und 36 kg/cm ergeben. Ferner sei bemerkt, daß das Bindemittel selbst einen Farbstoff oder Pigmentstoff zur Verbesserung der Färbung des entwickelten Bildes in einem einphasigen oder zweiphasigen System enthalten kann und eine intensive Färbung des lichtempfindlichen Stoffes selbst zwar erwünscht, jedoch nicht kritisch ist. Daher können sogar durchsichtige Stoffe als lichtempfindlicher Bestandteil verwendet werden. Falls erwünscht, kann jedes geeignete Färbungsmittel, wie Farbstoffe und/oder Pigmentstoffe zu der lichtempfindlichen Matrix hinzugefügt werden, um die Färbung des endgültigen Bildes zu verstärken oder zu ändern. Typische Pigmentstoffe sind: Titandioxid, Bleiweiß, Bisenoxid, Chromoxid, Bleichromat, Zinkchromat» Kadmiumgelb, Kadmiumrot, Bleirot, Antiuundioxid, Magnesiuiusilikat, Kalziumkarbonat, Kalziumsilikat, Benzidine, Dini tr aniline*,
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Naphthole, Toluidine "und Druckerschwärze. Typische Farbstoffe sind: Methylenblau, ein wasserlöslicher Farbstoff der Eastman Kodak Co., Methylene violet, Rose Bengal, und Quinoline yellow, wasserlösliche Farbstoffe der Allied Chemical Co., Kaliumpermanganat, erhältlich von Mallinckrodt Chemical Works, und Chloreisen, erhältlich von der Fisher Scientific Co.
Die Übertragung durch Druckeinwirkung kann verbessert werden, wenn das Bild in einen klebenden Zustand versetzt wird, wodurch seine Übertragungsfähigkeit bei Berührung mit der Oberfläche einer Übertragungsunterlage erhöht wird. Dies kann durch geeignete Verfahren, wie Einwirkung einer Wärmequelle, Erzeugung eines Lösungsmitteldampfes oder durch Einschluß'eines relativ nicht flüchtigen Lösungsmittels, wie z.B. Transformatorenöl, in die Bildstoffsuspension erreicht werden. Falls erwünscht, kann bei Fehlen eines starken Färbungomitteis in der Bildstoffschicht der Färbentwicklungsschritt verzögert werden, bis die Bilderzeugung und die Bildübertragung beendet sind, wonach dac übertragene Bild mit dem jeweiligen Farbstoff und/oder Pigmentstoff in Berührung gebracht wird. Die oben beschriebenen Schritte zur Erzeugung eines klebenden Zustandes können auch zur Verbesserung der Entwicklung des übertragenen Bildes angewendet werden.
Eb kann günstig sein,, das gemäß der Erfindung erzeugte Bild als eine OpiritUB-Vervielfältdgungsplatte' zu verwenden, in diesem
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Falle soll das zur Verstärkung des Bildes verwendete Färbungsmittel einen Farbstoff enthalten, der in den üblichen Spiritus-Vervielfältigungsflüssigkeiten, wie Methylalkohol oder Äthylalkohol löslich ist. Typische Farbstoffe sind die Grundfarbstoffe Rhodamine, Crystal Violet, Malachite Green, ein Diphenylmethanfarbstoff, erhältlich von Victor Chemical Works, Nigrosine und Induline. Vorzugsweise ist es hierbei günstig, ein Färbungsmittel wie den roten Pigmentstoff H'Nl!-Dimethyl-4-methyl-3-phenylazo-3-carboxy-2'-naphtholsulfonamid zu verwenden, der lichtempfindlich und in einer herkömmlichen Spiritus-Vervielfältigungsflüssigkeit leicht löslich ist. Kopien können erzeugt werden, indem die Vervielfältigungsplatte mit einem Kopietelatt bei Vorhandensein eines Alkohols und/oder eines anderen Spirituslösungsmittels, z.B. Wasser bei Verwendung eines wasserlöslichen Stoffes, in Berührung gebracht wird, wobei ein Teil des Farbstoffes aufgenommen und auf das jeweilige Kopieblatt übertragen wird. Bei einer anderen Ausführung8form kann das erzeugte Bild als ein Widerstand bei der Herstellung einer Hektografiematrize dienen, wobei eine handelsübliche. Hektografiematrize als Eiapfangsblatt der Mehrfuohplattenanordnung dient und von dem nicht abgedeckten Hintergrund der Matrize nach einem üblichen Spiritus-Vervielfälfcigungsverfahren Kopien hergestellt werden.
Bei einer weiteren Ausführungsform, kann die gemäß der Erfindung hergestellte Mehrfachplattenanordnung ein chemisches Reaktions-
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C- -
mittel enthalten, welches "bei Berührung mit einem geeigneten ÜTDertragungs- oder Kopieblatt, welches mit einem Reaktionspartner für das chemische Reaktionsmittel behandelt ist, mit einem gleichfalls vorhandenen Spiritus-Lösungsmittel, z.B. Tetrahydrofurfury!alkohol oder Azeton, eine Reproduktion des Bildes auf dem tlbertragungsblatt erzeugt. Beispielsweise kann eine Verbindung wie Gallussäure, Gerbsäure, Rubeansäure, Hematoxyliii, Natriumthiocyanat oder einer der üblichen Farbbildner in der Matrix der Mehrfachplattenanordnung eingeschlossen sein. Es werden Übertragungsblätter verwendet, die mit komplementär ausscheidenden Metallsalzen von Eisen, Vanadium, Kupfer oder Nickel behandelt sind. An Stelle der Verwendung des .Farbbildners in dem erzeugten Bild und des Metallsalzes im Übertragungsblatt kann auch umgekehrt das Metallsalz als Teil des Bildes und der Farbbildner als Teil des Übertragungsblattes verwendet werden. Das Übertragungs- oder Kopieblatt kann mit dem jeweiligen Stoff angefeuchtet werden, oder der jeweilige Anteil kann als Überzug auf das Kopieblatt durch ein Überzugsverfahren oder durch Imprägnierung des Blattes oder des Papierbreies bei der Herstellung der Blätter aufgebracht sein. YiTenn das chemische Reaktionsmittel nicht in der Bildstoffsuspension vorhanden ist, so kann das erzeugte Bild durch eines der oben genannten Verfahren klebend gemacht und danach mit einer chemisch reagierenden Substanz entwickelt werden, worauf es mit einem einen geeigneten Reaktions partner für chemische Reaktionsmittel enthaltenden Übertragungablatt in Berührung, gebracht wird.
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Das letztere SnJritus-YervielfültigungsverfahrerL kann bei eineu As ο-Farbstoff angewendet werden, wobei zumindest eine in ",/ac σ or und Alkohol lösliche Komponente eines Az ο-Färbst off es gebil.iet wird, die in relativ hohen Konzentrationen in dem Bild auf der erfindungsgemäßen Bildplatte vorhanden ist. Bei dem Verfahren wird eine Diaz.ο-Verbindung verwendet, vorzugsweise in Kombination mit einem Koppler in dem Spenderüberzug, der das Bild auf der Platte darstellt. Das Kopieblatt wird in flächenhafte Berührung mit der Bildfläche der Platte gebracht, deren Bild die Diaso-Verbindung mit oder ohne den Koppler enthält. Das Kopieblatt wird mit einer Flüssigkeit benetzt, die ein Lösungsmittel für die Diazo-Verbindung und/oder den Koppler sowie einen Stoff zur· pH-Einstellung enthält, so daß die Kopplungsreaktion zur Bildung eines Farbstoffes stattfindet. Dann wird die benetzte Oberfläche des Kopieblattes in Berührung mit dem Bild der Vervielfältigungsplatte gebracht, die Diazo-Verbindung und der Koppler werden zur Übertragung auf das Kopieblatt ausgelaugt, wo die Reaktion in den Bildflächenteilen zur Bildung eines Farbstoffes in bildmäßiger Verteilung stattfindet. Enthält das Bild auf der Platte die Diasο-Verbindung selbst oder eine Komponente dieser Verbindung, so kann der Koppler zur Farbstoffbildung in der Spiritusflüssigkeit oder in den Kopieblättern als Überzug oder Imprägnierung enthalten sein. Die Diazo-Verbindung und der Koppler haben bei diesem Verfahren selbst praktisch keine Farbübertragungs*virkung» das Bild ergibt sich nur aus der Kombination oder Wechselwirkung zwischen beiden Komponenten. Jede geeignete, einen Diazo-Farbatoff
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■bildende Verbindung kann hierbei verwendet werden. Typische Diazo-Verbindungen sind in der US-Patentschrift 2 838 994 "beschrieben und sind beispielsweise Paradiazodiäthylanilinzinkchlorid, Paradiazoäthylhydroxyäthylanilinzinkchlorid, Paradiazodimethylanilinzinkchlorid und Paradiazodiäthyltoluidinzinksalz. Als Koppler können Verbindungen verwendet werden, die ein Wasserstoffion zur Kombination mit dem·Chloridion oder einem anderen Anion der Diazο-Verbindung zur Farbstoffbildung entfernen. Derartige Verbindungen sind aromatische, in Form von Aminen, wie z.B. Anilin und substituierte Aniline, Diiaethylanilin, Phenolverbindungen, wie Phenol, Resorcinol, Phloroglucinol, 2,3-Dihydro:xynaphthalin-6-sulfQnsäure, Phenylmethylpyrazolon, Thioverbindungen, wie Thiobarbitürsäure und Cyanverbindungen, wie Cyanaoetamid. Die Diazο-Färbstoffkomponente und der Koppler werden innerhalb des Bildstoffes gegen eine Kopplungsreaktion durch Einstellung des pH-Wertes geschützt,
Ed ist vorteilhaft und erwünscht, die Farbstärke der Farbstoffe zu verbessern und damit die Qualität der Reproduktionen zu erhöhen,, indem die Farbstoffe des vorstehenden Spiritus-Verfahrens iitit einer Aminbase behandelt werden, vorzugsweise mit einer ο öl oh en, die nicht zu schwach, jedoch auch nicht übermäiBig giftig ist, Typische .Behandlungsstoffe sind Harnstoff, Äthylen-■alanin-, Triethanolamin, Ammoniak, Fettamine, Kolophonrumamine, Guanidine und Amidine, wobei Harnstoff vorzugsweise verwendet wird. ■-■·■-
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Figuren beschrieben. Es zeigen:
Fig» 1 den Schnitt einer gemäß der Erfindung aufgebauten lichtempfindlichen Bildplatte,
FJg 1 .< 2 den Schnitt einer anderen Ausführungsform der er-
findungsgemäßen Platte,
t Fig» 3 die Wirkung der Belichtung auf die lichtempfindliche Schicht der in Fig. 2 dargestellten Bildplatte,
Fig. 4 den Schnitt des gemäß Fig. 3 erzeugten Bildes,
welches als Vervielfältigungs-Druckplatte verwendet wird, und
Fig. 5 die perspektivische Darstellung der in Fig. 4 gezeigten Bildplatte, bei der das mit dem übertragenen Bild versehene Kopieblatt· teilweise von der Platte entfernt ist.
In Fig. 1 ist eine Spenderunterlage 11 und eine lichtempfindliche Bildstoffschicht 12 dargestellt. Diese besteht aus einem fotoleitfähigen Pigmentstoff 13, der in einer Bindemittelmacrix 14 dispergiert ist. über der Bildütoffschicht 12 befindet sich oine dritte Schicht, das Empfangsblatt 16. Die gesamte Anordnung wird als WIehrfachplattunanordnung bezeichnet. In der dargestellten Ausfütonirigsform bestehen die Spenderunterlage 11 und das .Empfangsblatt 16 aus einem elektrisch leitfähigen Stoff, wie z.B. ieitfähigem Zellophan, wobei zumindest die
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eine !Fläche optisch durchsichtig ist, um eine Belichtung der Schicht 12 zu ermöglichen*
Die in Pig. 1 dargestellte Struktur ist eine der einfachsten Formen der erfindungsgemäßen Mehrfachplattenanordnung, eine andere und vorzugsweise verwendete Anordnung ist in Fig. 2 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist eine nicht leitende Spenderunterlage 21 auf ihrer Oberfläche mit einer Bildstoff- i schicht 22 versehen. Wie in Fig. 1 kann die Bildstoffschicht aus einer der verschiedenen bereits beschriebenen Stoffzusammensetzungen bestehen. Sie ist im vorliegenden Fall aus fotoleitfähigen Pigmentstoffteilchen 23 gebildet, die in einer Bindemittelmatrix 24 dispergiert sind. Über der Bildstoffschicht befindet sich das Empfangsblatt 26. Die nicht leitende Spenderunterlage 21 ist auf ihrer Rückseite mit einer leitfähigen Elektrode 25 versehen, während das Empfangsblatt 26 gleichfalls eine leitfähige Elektrode 27 trägt. Wie bereits ausge-
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führt, können eines oder beide aus den Schichten 21 und 25 bzw. 26 und 27 gebildeten Paare durchsichtig sein, so daß eine Belichtung der Bildstoffschicht 22 möglich ist.
Fig. 3 zeigt die Auswirkung einer selektiven Belichtung der in Fig. 2 dargestellten Plattenanordnung mit Strahlungsenergie, die durch die linien 29 angedeutet ist. Gleizeitig wirkt ein elektrisches Feld ein, welches durch die Spannungsquelle 30 erzeugt wird. Durch die Eigenschaften der Bildstoffschicht
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oder der Matrix bricht die Schicht längs der durch die elektromagnetische Strahlung bestimmten Linien, wodurch bei Trennung der Plattenanordnung ein Bild 32 auf dem Empfangsblatt 26 entsteht, während das komplementäre Bild 31 auf der Spenderunterlage 21 zurückbleibt.
* In Fig. 4 ist ein Kopieblatt 41 auf das auf der Fläche 26 | durch die in Fig. 3 gezeigte Belichtung erzeugte Bild aufgelegt. Durch die Druckrolle 42 wird ein Druck auf die dargestellte Anordnung ausgeübt. Fig. 5 zeigt den Vervielfältigungseffekt nach der Druckbehandlung, wozu das Kopieblatt 41 teilweise zurückgebogen oder von dem Bild 32 und dessen Unterlage 26 getrennt wird. Auf der Oberfläche des Kopieblattes 41 ist dann das erfolgreich übertragene Bild 45 zu erkennen.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung dienen die folgenden
Beispiele, die jedoch nicht einschränkend verstanden werden )
sollen. Anteile und Prozentwerte beziehen sich, falls nicht anders angegeben,, auf das G-ewicht. Die Beispiele stellen einige vorzugsweise Ausführungsformen de3 erfindungsgemiÜ3en Verfahrens dar.
BEISPIELE I BIS IV
Ein hand eisübliche a metallfreieo Phthalocyanin wird sun;iolu>t durch Auslaugen in aceton zur Entfernung der organischen Vorunreini,'iungen geläutert. Da dieser Schritt eine weniger envp-
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findliche kristalline "beta-Form ergibt, wird die erwünschte alpha-Form durch Auflösen von 100 g der beta-Form in 600 ocm Schwefelsäure, Ausfällen in 3 000 ocm Eiswasser und Neutralisationswaschung mit Wasser hergestellt. Das erhaltene gereinigte alpha-Phthalocyanin wird 6 Tage lang in einer Salzmühle gemahlen und in destilliertem Y/asser entsalzt, vakuumgefiltert, mit Wasser- und schließlich mit Methanol gewaschen, bis das anfängliche Filtrat klar ist und die x-Form von Phthalocyanin I ergibt. Nach einer Vakuumtrocknung zur Entfernung restlichen Methanols wird die x-Form des Phthalocyanine zur Herstellung einer Bildstoffschicht nach dem folgenden Verfahren verwendet: 5 g Sunoco 1290, ein mikrokristallines Wachs mit einem Schmelzpunkt von ca. 810C werden in ca. 100 com Reagenz-Petroleumäther aufgelöst, auf ca. 5O0C erhitzt und durch Eintauchen des Behälters in kaltes Wasser zur Bildung kleiner Wachskristalle abgeschreckt. 5 g des nach vorstehendem Verfahren erzeugten gereinigten und gemahlenen Phthalocyanine werden dann zusammen mit 280 ecm sauberer Porzellankugeln in einem Mahlbehälter von 570 ecm Inhalt zu der Wachspaste hinzugefügt. Diese Aufbereitung wird dann bei Dunkelheit 3 1/2 Stunden lang mit ca. 70 U/min, gemahlen, wonach 20 ocm Sohio Solvent 3440 hinzugefügt werden. Diese Paste wird dann im gedämpftem grünen Licht auf eine Mylarfolle von 0,05 mm Stärke mit einein Auf streichstab Nr. 12 aufgebracht, wodurch sich nach Trocknung ein Überzug von ca. 2,5 Mikron Stärke ergibt. Dieselbe Paste wird auf drei weitere Mylarfolien aufgebracht, und zwar mit einem
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Aufstreichstalo Nr. 24 zu einer Stärke von ca. 5 Mikron, mit einem Aufstreichstab Nr. 60 zu einer Stärke von ca. 20 Mikron und mit einem Aufstreichstab Nr. 90 zu einer Stärke von ca. 43 Mikron. Jeder dieser Überzüge wird bei Dunkelheit mit einer Temperatur von ca. 600C getrocknet. Die überzogenen Mylarfolien werden als Spenderunterlagen auf eine mit Zinnoxid überzogene NESA-G-lasplatte aufgelegt, wobei die Überzüge die freie Ober-
ψ fläche bilden. Ein Empfangsblatt aus einer 0,05 mm starken Mylarfolie wird über die überzogene Oberfläche einer jeden Spenderunterlage gelegt. Danach wird ein Blatt schwarzes, elektrisch leitfähiges Papier auf das Empfangsblatt zur BiI- · dung der gesamten Mehrfachplattenanordnung aufgelegt. Das Empfangsblatt wird dann angehoben, und die Phthalocyanin-Wachsschicht wird durch einen schnellen Strich mit einem breiten Kamelhaarpinsel aktiviert, der mit Petroleumäther gesättigt ist. Das Empfangsblatt wird dann wieder aufgelegt, und es wird eine Rolle langsam über die geschlossene Mehrfachplattenanordnung geführt, wobei zur Entfernung überschüssigen Petroleumäthers ein leichter Druck ausgeübt wird. Die negative Klemme einer Gleichspannungsquellβ von 8 000 Volt wird dann mit dem NESA-Überzug über einen Widerstand von 5 500 Megohm, die negative Quelle mit der schwarzen, undurchsichtigen Elektrode verbunden. Bei anliegender Spannung wird ein mit weißer Glühlampe erzeugtes Lichtbild durch das NESA-Glas hindurch projiziert, wozu eine Wollen3ak-Vergrößerungsoptik von 90 buh Brennweite und f/4,5 sowie eine Belichtung von ca. 0,108 Lux 5 Sekunden
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lang verwendet wird. Es ergibt sich eine gesamte einfallende Energie von ca. 0,54 Iiuxsec. Nach der Belichtung wird das Empfangsblatt von der Anordnung abgezogen, wobei die Spannungsquelle noch angeschaltet ist. Der geringe noch vorhandene Anteil Petroleumäther verdampft innerhalb kurzer Zeit, wonach sich zwei ausgezeichnete Bilder ergeben, und zwar ein Duplikat des Originals auf dem Spenderblatt und eine Umkehrung des Originals auf dem Empfangsblatt. Mit den vier verschiedenen λ Überzugsstärken wurden Bilder guter Qualität erzeugt. In jedem Falle wird das erhaltene Bild mit der Oberfläche eines Papierkopieblattes unter einer Druckeinwirkung von ca. 36 kg/cm in Berührung gebracht, wodurch eine Reproduktion des Bildes auf die Oberfläche des jeweiligen Kopieblattes übertragen wird. Durch Wiederholung der Blattberührungen können eine Vielzahl übertragener Bilder erzeugt werden. Wird die Stärke der Phthalocyanin-ViTachsschicht erhöht, so erhöht sich auch die Zahl der möglichen Vervielfältigungsbilder.
• ι
BEISPIELE V BIS VIII ·
Die Verfahren aus den Beispielen I bis IV werden wiederholt mit dem Unterschied, daß als Bildstoffsuspension eine Dreistoffmischung verwendet wird, die aus fünf Teilen des metallfreien Phthalocyanine der vorstehenden Beispiele, zwei Teilen des magentafarbenen Pigmentstoffes Y/atchung Red B, 1-(4-V-Methyl-5* -chlorazobenzol-2' -sulf onsäure) ^-hydroxy^-naphthensäure, C.I.Nr.- 15865, erhältlich von E.I. duPont de Nemours und einem gelben Pigmentstoff, Algol Yellow G.C, 1,2,5,6-di-
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(C,C-Diphenyl)-thiazol-anthrachiiion, C.I.Kr. 67300, erhältlich von General Dyestuffs, "besteht. In jedem Falle wird ein Druck von 72 kg/cm bei der Bildübertragung ausgeübt, um Reproduktionen des Originals zu erhalten.
BIgSPIELE IX BIS XII
♦ Fünf Spenderunterlagen werden gemäß dem Verfahren aus Beispiel I ^ mit einem Überzug versehen, wobei jedoch das Verhältnis von Phthalocyaninpigmentstoff zu Wachs in Beispiel IX 5 : 1, in Beispiel Xl : 4, in Beispiel XI 1 : 5 und in Beispiel XII 1 : 10 beträgt. Bei Bilderzeugung mit diesen Spenderunterlagen gemäß dem Verfahren aus Beispiel I ergeben sich Bilder hoher Auflösung mit Ausnahme des Beispiels XII, bei dem ein Überzug geringerer Reflexionsdichte und etwas geringerer Auflösung erzeugt wird. Jedoch ergeben sich in allen Beispielen IX bis XII bei Druckberührung mit einem Kopieblatt Vervielfältigungen.
BEISPIELE XIII BIS XVII
Das Verfahren aus Beispiel I wird wiederholt mit dem Unterschied, daß der Phthalocyaninpigmentstoff im Verhältnis 1 : 1 mit jedem der folgenden Bindemittel gemischt wird: In Beispiel XIII mit dem mikrokristallinen Y/achs Sunoco 5825 mit einem ASTM-D-127-Schmelzpunkt von ca. 660C, im Beispiel XIV mit Sunoco CJ85 mit einem Schmelzpunkt von 89°C, in Beispiel XV mit dem Paraffinwachs Sunoco 5512 mit einem Schmelzpunkt von 67°C (Aü'JM-D-87), Iu Beispiel XVI mit einem PolyäthylenV-erin·-en
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Molekulargewichtes,- erhältlich von der Eastman Chemical Products Inc. unter der Bezeichnung Epolene C-12 mit einem Molekulargewicht von ca. 3 700, einem nach Eing- und Kugelanalyse ermittelten Erweichungspunkt von 920C, einer Säurezahl von 0,05 und einer Dichte von ca. 0,893 bei 25°C, in U ei ti pi el XVII mit Epolene F-Il mit einem Molekulargewicht von ca. 1 ü>00, einem nach Ring- und Kugelanalyse ermittelten ■Erweichungspunkt von 1700C, einer Dichte von ca. 0,924 bei 25°C und einer Säurezahl von 0,05. Zu dieser Mischung wird in jedem Falle ein Kristallviolett-Parbstoff hinzugefügt, und zwar jeweils ein Teil Farbstoff pro Teil der Mischung. Jeder dieser Überzüge wird gemäß Beispiel I mit einem Bild versehen, alle Bilder haben gute Qualität. Jedes Bild wird mit der Oberfläche eines Kopieblattes bei. Anwesenheit einer iiothanollö'sung in Berührung, gebracht, wobei sich jeweils Vervielfältigungen des Originalbildes ergeben.
BEISPIELE XVIII BIS XXII
Fünf Spenderblätter werden gemäß dem Verfahren aus Beispiel I hergestellt mit dem Unterschied, daß die folgenden Aktivierungsiai-ttel verwendet werden: In Beispiel XVIII Sohio Odorless Solvent 3440, in Beispiel IXX Tetrachlorkohlenstoff, in Beispiel XX Jj'reon 214 (Tetrachlortetrafluorpropan), in Beispiel XXI Dow-Coriiing-Siliconöl, DC 200 (Dimethylpolysiloxan), und in Beispiel XXEI Wemco-C-Transformatorenöl, ein langkettiges aliphatioches Öl mit hohem Siedepunkt, erhältlich von. Westinghouse
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T772305
Electric. In jedem Beispiel werden zu der Pigmentstoff-Bindemittel Zusammensetzung zwei Teile Rubeansäure pro 100 Teile der Zusammensetzung hinzugefügt. Jedes der Vervielfältigungsbilder wird mit einem Kopieblatt in Berührung gebracht, das mit Nickelsulfathexahydrat imprägniert ist und bei Vorhandensein einer Tetrahydrofurfurylalkohollösung eine Reproduktion ergibt. Das Verfahren wird einige Male wiederholt, um die Vervielfältigungsqualität der Bilder zu prüfen.
BEISPIELE XXIII BIS XXVIII
Gemäß Beispiel I werden sechs Spenderblätter hergestellt und mit einem Bild versehen,'wobei jedoch folgende Pigmentstoffe verwendet werdens In Beispiel XXIII die stabilisierte kristalline alpha-Form metallfreien Phthalocyanine, dieser Stoff wird durch Azetonauslaugung, des handelsüblichen metallfreien Phthalocyanine, Ausfällen in Schwefelsäure wie in Beispiel I und eintägiges Mahlen in einer Porzellanlcugeliaühle hergestellt, wodurch die alphar-Form gegen Umwandlung in die beta-Form stabilisiert wirdj in Beispiel XXIV wird die beta-Form metallfreien Phthalocyanine verwendet, diese wird auf die gleiche Weise wie vorstehend beschrieben, jedoch ohne Mahlen hergestellt; in Beispiel XXV wird Algol Yellow G.C, C.I.Nr. 67300 (1,2,5,6-di (C,C'-Diphenyl)-thiazol-anthrachinon) verwendetJ In Beispiel XXVI wird 2,9-Dimethylchinacridon verwendet; in Beispiel XXVII wird nach Frenoh-Verfahren hergestelltes Zinkoxid verwendet; in Beispiel XXVlII wird Queoksilbersulfid verwendet. In der
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Bindemittel-Pigmentstoffmatrix eines jeden Spenderblattes ist für jeweils 100 Teile der Matrix ein Teil Paradiazodiäthylanilinzinkchlorid enthalten* Die erhaltenen Vervielfältigungsbilder wer.den jeweils mit Eapierkopieblättern in Berührung gebracht, die mit einem Stoff überzogen sind, der Dirnethylanilin enthält. Ferner ist eine Spiritus-Xosung aus einem Teil Propylenglycol, 3 Teilen Methanol und 5 Gew.-$ Wasseit vorhanden. Die erhaltenen Bilder zeigen, daß die gemäß der Erfindung hergestellten Platten als Vervielfältigungs-Druckplatten verwendet werden können.
BEESPIEIiE XXIX BIS ZKZII
Gemäß dem Verfahren aus Beispiel I werden vier Bildplatten hergestellt, wobei jedoch, folgende verschiedene Elektroden, Spenderunterlagen und Empfangsblätter verwendet werden:
Beispiel
Nr.
Unter-
elektrode
Spender-
unterlage
Empfangs-
blatt
Ober
elektrode
XXIX Zellophan Elektrode Elektrode Zellophan
XXX If Mylar· Il It
XXZE NESA-Glas Zellulose
acetat
Zellulose
acetat
leitfähiges
schwarzes
Papier
XXZEI Il Mylar Elektrode Aluminium
Die bei diesen Beispielen erzeugten Vervielfältigungsbilder werden dann ähnlich wie in Beispiel I als Druclcübertragungsplatt.en verwendet. Die erhaltenen Bilder zeigen gleichfalls
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BAD
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den Nutzen der erfindungsgemäßen Platten als Vervielfältigungsplatten.
BEISPIEL XXXEII
Unter Verwendung der Bildstoffsuspension aus Beispiel I wird eine Mehrfachplattenano'rdnung hergestellt und belichtet, wodurch sich "bei Trennung der Anordnung zwei Bilder guter Qualität ergeben, und zwar auf dem Spenderblatt ein Duplikat des Originalbildes, auf dem Empfangsblatt dessen Umkehrung. Die mit dem Bild versehene Empfangsblattfläche wird dann unter Druckeinwirkung von ca. 36 kg/cm mit der Oberfläche einerüblichen Hektografiematrize des Typs Crystal Violet Ditto in Berührung gebracht, um die weiter oben beschriebene Abdeckmatrize herzustellen. Diese wird auf die Trommel einer Hektografiermaschine aufgezogen, und es werden Drucke hergestellt, die die Verwendungsfähigkeit der Matrize beweisen.
BEISPIEL XXXIV
Das Bilderzeugungsverfahren aus Beispiel I wird wiederholt mit dem Unterschied, daß als Empfangsblatt eine Matrize der Type Crystal Violet Ditto verwendet wird. Das restliche Verfahren stimmt mit Beispiel XXXIII überein. Die erhaltenen Bilder sind in ihrer Qualität ähnlich denjenigen aus Beispiel XXXIII.
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Obwohl die vorstehenden Beispiele spezielle Bedingungen und Stoffe enthalten, kann auch jeder der weiter oben aufgeführten typischen Stoffe bei ähnlichen Ergebnissen verwendet werden. Ferner können bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Druckplatte weitere Verfahrensachritte oder Änderungen durchgeführt v/erden, fallr: dies erwünscht ist. Beispielsweise kann das auf der openderunterläge erzeugte oder das übertragene Bild selbst als Vervielfältigungsplatte verwendet werden. Ferner können ([ weitere Stoffe in dem lichtempfindlichen Stoff,· dem Bindemittel, dem Spenderblatt, dem Empfangsblatt oder dem Übertragungsblatt vorhanden sein, die eine verbessernde, synergetische oder anderweitig erwünschte Wirkung auf die Eigenschaften der einzelnen Komponenten zeigen. Beispielsweise erreicht man eine erhöhte Bildlebensdauer und -festigkeit durch Behandlung mit einem Härtungsmittel oder mit einer Lesung eines harten Polymers, die den Bildstoff, jedoch nicht dessen Unterlage benetzt. I
Dem Fachmann sind weitere Ausführungsformen der Erfindung möglich. Diese werden insgesamt durch den Grundgedanken der Erfindung umfaß t.
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Claims (1)

  1. ■~"~ 1777305
    Patentansprüche ;
    1. Verfahren zur Herstellung einer Vervielfältigungs-Druokplatte, dadurch gekennzeichnet, daß eine aus einer lichtempfindlichen Bildstoffzusammensetzung (22) zwischen einem Spenderblatt (21) und einem Empfangsblatt (26) gebildete IIehrfachplattenanordnung durch zumindest eine ihrer Oberflächen hindurch mit aktivierender Strahlung (29) belichtet und gleichzeitig ein elektrisches Feld an der Mehrfachplattenanordnung erzeugt wird, wodurch die Bildstoff zusammensetzung (22) in einer der Strahlungsverteilung entsprechenden Verteilung bricht, und daß das Empfangsblatt
    (26) von der Mehrfachplattenanordnung getrennt wird, wonach am Empfangsblatt (26) und am Spenderblatt (21) zueinander komplementäre Bilder (32, 31) anhaften.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Belichtung durch das Spenderblatt (21) hindurch erfolgt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine lichtempfindliche Stoffzusammensetzung (22) verwendet wird, die ein in einer Spirituslösung lösliches Färbungsmittel enthält.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine lichtempfindliche Stoffzusammensetzung (22) verwendet wird, die ein bei Reaktion mit einem komplementären Reaktionspartner eine Färbung erzeugendes Reagens enthält.
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    • - 43 -
    5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Empfangsblatt (26) verwendet wird, welches ein in einer Spirituslö'sung lösliches Färbungsmittel enthält. \
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bilderzeugung ein Aktivierungsmittel auf die lichtempfindliche Stoffzusammensetzung (22) auf der Oberfläche
    des Spenderblattes (21) aufgebracht und dann das Empfangs- I blatt (26) aufgelegt wird.
    7. Vervielfältigungsverfahren zur Verwendung einer gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2 hergestellten Vervielfältigungs-Druckplatte, dadurch gekennzeichnet, daß
    a) zumindest das Empfangsblatt (26) oder das Spenderblatt (21) unter Druck mit einem Kopieblatt (41) in Berührung gebracht wird, wodurch ein Teil des Bildes (32) auf das Kopieblatt übertragen wird, und
    b) dieser Verfahrensschritt bis zur Herstellung der gewünschten Anzahl Kopien wiederholt wird«
    8. Verfahren nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß das Bild (32) vor seiner Übertragung zur Versetzung in einen klebenden Zustand erhitzt wird.
    00-9 84 3./0882 BAD
    9t Vervielfältigungsverfahren zur Verwendung einer gemäß Anspruch 3 hergestellten Vervielfältigungs-Druckplatte, dadurch gekennzeichnet, daß
    a) zumindest das Empfangsblatt (26) oder das Spenderblatt (:?1) bei Anwesenheit eines Spiritus-Lösungsmittels mit der nl/erflache eines Kopieblattes (41) in Berülirung gebracht wird, wodurch ein Bildabdruck auf das Kopieblatt (41) übertragen wird, und
    b) dieser Verfahrensschritt bis zur Herstellung der gewünschten Anzahl Kopien wiederholt wird.
    10. Vervielfältigungsverfahren zur Verwendung . einer gemäß Anspruch hergestellten Vervielfältigungs-Druckplatte, dadurch gekeiinzeichnet, daß
    a) zumindest das Enipfangsblatt (26) oder das Spenderblatt U1I) bei Anwesenheit eines Spiritus-Lösungsmittels mit der Oberfläche eines Kopieblattes (41) in Berülirung gebracht v;ird, welches mit dem genannten komplementären Iteulctionspartnor behandelt ist, so da;J oin Teil des ein ο Färbung erceu. :on.ie!i Reagens mit deu Reaktii onspartner reagiert \niC: .-".: •·λ i-.'.s\:lbaröö Bild (45) uui' den Kcvioblatt (41) erzeugt, und
    b) dieser Vea-falic-nnpohrit t. hie :;nr no:r\;teJ..liuiü der gov.-;iui-'vhten Ansah! Koriej) w:i ed erhol-1. VZJJ1J,
    U. '/erfahren nach Anspruch 10, dadurch, gekennzeichnet, daß als eine Färbung erzeugendes Reagens eine Diazo-Verbindirng und als Reaktionspartner ein Kupplungsmittel verwendet wird.
    12. Yürmelfältigungsverfahren zur Verwendung einer gemäß Anspruch ■5" hergestellten Vervielfältigungs-Druckplatte, dadurch gekennzeichnet, daß ■..'..■
    a) das Empfangsblatt (26) bei Anwesenheit eines Spiritus-Lösungsmittels für das Färbungsraittel mit der OTöerflache eines Kopieblattes (41) in Berührung gebracht wird, v/o'Jurch ein Abdruck von den nicht abgedeckten Hintergrundflächenteilen des Etnpfangsblattes (26) auf die Oberfläche des Loijieblattes (4-1) erfolgt, und . ■
    b) dieser Verfahrensschritt bis zur Herstellung der gewünschten Anzahl Kopien wiederholt wird.
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    Leerseite
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