DE1771761A1 - Elektrische Festkoerperzelle - Google Patents
Elektrische FestkoerperzelleInfo
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Description
1BERLIN33 6MÜNCHEN27
Kto. 32 7608 Kto. 59 515
N 557 Dr.V/G.
North American Rockwell Corporation, El Segundo,
California, V.St.A.
Elektrische Pestkörperzelle
Die Erfindung bezieht sieh auf elektrische Pestkörperzellen
mit verbesserten Kathodenzusammensetzungen. Im spezielleren bezieht sich die Erfindung auf solche elektrischen
Festkörperzellen, die eine ionenleitfähige Silberzusammensetzung als festes elektrolytisches Element
aufweisen.
Elektrische Festkörperzellen unter Anwendung eines festen Ionenleiters als Elektrolyt sind bekannt und sind im
allgemeinen im Vergleich mit üblichen Zellen und Batterien im Hinblick auf eine lange Lebensdauer, eine Leckfreiheit,
mangelnde Druckbildung während der elektrochemischen Reaktion und eine Anpassungsfähigkeit hinsichtlich
des Aufbaus und der Gestaltung in Kleinst-
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BAD ORIGINAL
format vorteilhaft. Eine Zelle, bei der SilberJodid als
fester Elektrolyt verwendet wird, wird in der USA-Patentschrift 2 689 876 "Batterie mit festen Elektrolytionen·
beschrieben. Verbesserte Pestkörperzellen mit einem festen Elektrolyten höherer Ionenleitfähigkeit als die
von Silberjodid werden in der laufenden Patentanmeldung. ... mit der Bezeichnung "Ionenleitfähige Stoffzusammensetzung
und elektrochemisches Gerät" offenbart. Bei diesen Zellen wird im allgemeinen Silber als elektronenspendendes
Anodenmaterial und ein Nichtmetall, das als Elektronenempfänger wirken kann, als Kathodenmaterial
benutzt. Verschiedene derartige Kathodenmaterialien werden in der USA-Abänderungspatentschrift 24 4ü8
angegeben. In einem Kohlenstoffträger verteiltes Jod wird im allgemeinen als Kathodenmaterial bevorzugt, obwohl
andere Jodquellen, wie eine Mischung von AgpS und Jp, RbJ,, CsJ, und NKLJ-,, ebenfalls vorgeschlagen worden
sind. Weil Jod durch Diffusion oder Verdampfung verloren gehen kann, ist die Zelle im allgemeinen mit einem
Schutzharz oder einem anderen Material umkleidet.
Es ist jedoch festgestellt worden, dass die Verwendung von reinem Jod als Kathodenmaterial wegen auftretender
Zellenkorrosionen und einer kurzen Lebensdauer, was auf die übermässig starke Aktivität des Jods zurückzuführen
ist, indem das Jod mit dem im festen Zustand
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BAD ORONAL
vorliegenden Elektrolyten oder mit anderen Zellenbestandteilen reagiert, nachteilig ist. Es sind auch Versuche
unternommen worden, die anorganischen Alkalimetallpolyjodide, z.B. RbJ.,, CsJ,, als Kathodenbestandteile
zu verwenden. Obwohl dadurch eine Verminderung der Jodaktivität erreicht wird, erhöhen sich die Materialkosten
erheblich und vermindert sich das vorhandene Jod in Bezug auf das Raumgewicht des Kathodenbestandteils.
Zusammenfassende Beschreibung der Erfindung Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes
Kathodenmaterial als Jodquelle für eine elektrische Festkörperzelle zu entwickeln. Ein weiteres
Ziel der Erfindung liegt in der Entwicklung eines Kathodenmaterials, α&ΐ ".es -'nc'ers für die Anwendung mit
organischen Ammoniumsilberjodid-Elektrolyten geeignet
Nach der vorliegenden Erfindung ist eine verbesserte F^-otkörperzelle mit einer verbesserten Kathode entwickelt
worden. Die Zelle enthält eine leitfähige Anode, vorzugsweise aus Silber, einen ionenleitfähigen,
festen Silberioneneiektroiyten und eine Kathodenzusammensetzung, die einen organischen Ammoniumpolyjodidbestandteil
ils Kathodenmaterial zum Empfang der Elektroden aufweist. Die organischen Ammoniumjodidsalze
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BAD ORIGINAL
können durch die empirische Formel Q.J ausgedrückt
werden,in der Q ein einwertiges organisches Ammoniumkation,
vorzugsweise ein quaternäres Ammoniumkation, ist. J ist ein anionischer Polyjodidkomplex mit einer
nutzbaren Ladung von minus 1, wobei η einen Wert zwischen 2 und einschliesslich 11, vorzugsweise zwischen
3 und 7> darstellt. Der Stickstoff des organischen
Ammoniumkationenkomplexes kann zwischen organischen w Gruppen liegen oder kann einen Teil einer cyclischen
Struktur bilden.
Infolge einer chemischen Reaktion zwischen dem Bestandteil aus organischem Ammoniumpolyjodid und dem
Silberionenelektrolyten an der Grenzfläche zwischen der Kathode und dem Elektrolyten wird ein organisches
Ammoniumsilberjodidsalz gebildet. Es ist vorteilhaft,
wenn dieses gebildete Salz eine relativ hohe Ionenleitfähigkeit besitzt, z.B. grosser als die von SiI-'
' berjodid, um eine Herabsetzung des Zellenstroms zu
vermeiden. Eine hochleitfähiges Reaktionsprodukt wird
erhalten, wenn Q, e- in organisches Ammoniumkation mit
einem Ionenvolumen zwischen 30 und 85 Ä aufweist,
wie es vollständiger in der laufenden Anmeldung ....,
die das gleiche Anmeldedatum wie die vorliegende Anmeldung aufweist, und zu der durch ausdrückliche Bezugnahme
eine enge Verbindung besteht, beschrieben wird.
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Fig. 1 ist eine Querschnittsansicht einer schematisch dargestellten Ausführungsform einer nach der Erfindung
entwickelten elektrischen Festkörperzelle, und
Fig. 2 ist eine Querschnittsansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemässen elektrischen
Zelle.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
Der erfindungsgemäss als Elektronenempfänger wirkende Kathodenbestandteil kann in irgend einer elektrischen
Festkörperzelle mit einem leitfähigen Anodenelektronenspender, vorzugsweise Silber, und einem festen Elektrolyten,
in dem der Strom vorzugsweise durch Silberkationen transportiert wird, angewendet werden. Die
Kathodenzusammensetzungen QJ bewirken eine geringere Jodaktivität im Vergleich mit der von reinem Jod und
im allgemeinen auch mit der von anorganischen PoIyjodiden,
was eine grössere Zellenstabilität, eine längere Lebensdauer und geringere Korrosion aur Folge hat.
Die Jodaktivität kann als Verhältnis des Gleichgewichts' dampfdruckes von Jod in der Polyjodidverbindung zu dem
des reinen Jods ausgedrückt werden. Ein geeigneter Aktivitätsbereich reicht von 10~J bis 1. Für elektrische
Zellen, die innerhalb einer grossen Temperaturspanne l arbeiten, etwa von -500C bis 15O0C, liegt der bevorzugte
Bereich für die Jodaktivität des Polyjodids bei
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N BAD
-ο-ΐϋ"2 bis 10"*^. Für einen Betrieb bei niedrigerer Temperatur
ist eine höhere Jodaktivität vorteilhaft, und
-1 -2 -2
zwar von 10 bis 10 , bei Raumtemperatur von 10
-4
bis 10 , während bei erhöhten Temperaturen so gerin-
bis 10 , während bei erhöhten Temperaturen so gerin-
ge Aktivitäten wie 10 J geeignet sind. Weil die Jodaktivität
mit der elektromotorischen Kraft der Zelle, wie es durch die bekannte Gleichung von Nernst ausgedrückt
wird, in Beziehung steht, kann die Aktivität
' des Jods für sich in Werten für die Zellenspannung ausgedrückt
werden. Die gewünschte QJ -Komponente wird im allgemeinen in die Kathodenzusammensetzung einer Standardversuchszelle
eingearbeitet, und es wird die Leerspannung der Zelle gemessen. Für eine Kathode aus reinem
Jod wird eine Leerspannung für die Zelle von etwa 0,67 Volt erhalten. Ein geeigneter Bereich für die
Zellenspannungen zur Durchführung der vorliegenden ErA dung liegt zwischen 0,60 und 0,665. Ze11spannungen unter
0,60 sind ungeeignet, weil sie den Strom, der fHessen
könnte, einschränken. Zellenspannungen über 0,665, die bei Anwendung von RbJ^, als Kathodenzusammensetzung
erhalten werden, sind durch eine übermässige Jodaktivität gekennzeichnet und sind ein Zeichen für Zellen,
die eine geringe Stabilität besitzen. Die Wahl einer besonderen Kathodenkomponente als Elektronenempfänger
QJ stellt so einen Ausgleich zwischen dem erwünschter Stromfluss und einer erhöhten Jodaktivät dar und ist
durch die besonderen Eigenschaften der Zelle bestimmt.
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— τ —
Der Wert von η in QJ ändert sich von 2 bis 11, wobei Zusammensetzungen zwischen 0,J^, und QJ„ im allgemeinen
bevorzugt werden. Besonders bevorzugte Zusammensetzungen sind N(CpH )^J^ und N(C2H4-KJ7. Mit dem Ansteigen
der Werte für n, besonders über 9, erhöht sich der Gleichgewichtsdampfdruck des Jods in der Verbindung
in entsprechender Weise und kann sehr gross werden, nahe dem des reinen Jods, weil das gesamte Jod nicht
durch den Q-Kationenkomplex gebunden werden kann. Im allgemeinen erhöht sich in dem Masse, wie das Formelgewicht
von C, wächst, der Wert von n, damit nicht, was nachteilig wäre, die Menge des verfügbaren Jods, bezogen
auf den Gewichtsprozentgehalt, geringer wird. Das Formelgewicht von Q und der Wert für η können unter
Berücksichtigung einer wechselseitigen Beziehung ausgewählt werden, um einen vorbestimmten Wert für die
Jodaktivität zu erhalten. QJ (QJ>n- J ) kann danach
ein einzelnes Material oder eine Mischung von verschiedenen Materialien mit verschiedenen Werten für η
darstellen, um im Durchschnitt eine Zusammensetzung der empirischen Formel Q.J zu ergeben.
Q kann irgendein organischer Ammoniumkomplex sein. Eine gewisse Reaktion findet jedoch zwischen dem Ag-Ion
und QJ an der Grenzfläche zwischen dem Elektrolyten und der Kathode statt, wobei sich eine organische
Ammoniumsüberjodidverbindung bildet. Es wird daher
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BAD ORfGINAL
im allgemeinen vorgezogen, dass diese an der Grenzfläche
gebildeten Verbindungen leitfähig sind, damit die Stromführungskapazität nicht in ungeeigneter Weise
vermindert oder begrenzt wird. Die Einschränkungen, die durch Q verursacht werden, werden in der laufen-
anmeldung
den Patent^... dargelegt und werden daher auch hier in Verbindung mit den bevorzugten organischen Ammoniumjodidverbindungen berücksichtigt. Im folgenden wird eine speziellere Beschreibung einer bevorzugten Charakterisierung von Q gegeben. Nach den vorteilhaftesten Gesichtspunkten wird danach Q so definiert, dass es ein organisches Ammoniumkation mit einem Kationenvolumen zwischen }0 und 85 Ä ^ (Kubikangström) darstellt. Wenn die Sjbstituenten an dem Stickstoffatom von Q aliphatische Gruppen, z.B. Methyl, Äthyl, oder Aralkylgruppen, z.B. Benzyl, sind, dann ist Q, vorzugsweise einj&rtäres Ammoniumion, d.h. dann sind vier Kohlenstoffatome dem Stickstoffatom benachbart. Das Stickstoffatom des organischen Ammoniumkationkomplexes kann gesonderten organischen Gruppen benachbart sein oder kann ein Teil der heterocyclischen Verbindung bilden.
den Patent^... dargelegt und werden daher auch hier in Verbindung mit den bevorzugten organischen Ammoniumjodidverbindungen berücksichtigt. Im folgenden wird eine speziellere Beschreibung einer bevorzugten Charakterisierung von Q gegeben. Nach den vorteilhaftesten Gesichtspunkten wird danach Q so definiert, dass es ein organisches Ammoniumkation mit einem Kationenvolumen zwischen }0 und 85 Ä ^ (Kubikangström) darstellt. Wenn die Sjbstituenten an dem Stickstoffatom von Q aliphatische Gruppen, z.B. Methyl, Äthyl, oder Aralkylgruppen, z.B. Benzyl, sind, dann ist Q, vorzugsweise einj&rtäres Ammoniumion, d.h. dann sind vier Kohlenstoffatome dem Stickstoffatom benachbart. Das Stickstoffatom des organischen Ammoniumkationkomplexes kann gesonderten organischen Gruppen benachbart sein oder kann ein Teil der heterocyclischen Verbindung bilden.
Es ist gefunden worden, dass bei einem alicyclischen
organischen Ammoniumion, d.h. wenn der Stickstoff kein Teil der Ringstruktur ist, und die Substituenten
aliphatische oder AaLkylgruppen sind, vier Kohlen-
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stoffatome an das Stickstoffatom gebunden sein müssen, d.h. die Ammoniumverbindung ist eine quaternäre
Ammoniumverbindung in dem genauesten Sinne, indem dem Stickstoffatom kein Wasserstoff benachbart
ist. Wenn die vier R-Gruppen aliphatische Substituenten
sind, kann, wie gefunden worden ist, die Gesamtzahl der vorhandenen Kohlenstoffatome von vier bis
neun variieren, Beispiele für geeignete aliphatische Substituentengruppen zur Bindung an das Stickstoffatom
des quaternären Ammoniumkationkomplexes sind Me^, Me,Ät, Me,Pr, Me,i-Pr, Me Ätp, MeAt,,, MeÄtpPr,
MeÄ't2i-Pr, At^, MeAtJBu, Ät^Pr, Me,Al, worin Me =
Methyl, Ät = Äthyl, Pr = Propyl, i-Pr = Isopropyl, Bu = Butyl und Al = Allyl bedeuten. Die Molekülvolumen
dieser quaternären Ammoniumkationen reichen von 42 bis 80 8 . Wegen der leichteren Verfügbarkeit
der Ausgangsstoffe, der befriedigenden Polyjodid-Jod-Aktivität
und der hohen Leitfähigkeit der resultierenden quaternären Ammoniumsilberjodide, die gebildet
werden können, werden die niedrigeren Alkylgruppen, besonders Methyl und Äthyl, als Substitutionsgruppen
bevorzugt.
Andere Substituenten als aliphatische Gruppen können ebenfalls an das nichtcyclische Stickstoffatom gebunden
sein, vorausgesetzt, dass das Volumen des entstandenen Kations Q1 + zwischen 30 und 85 Ä beträgt.
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So können Carboxyl-, Aryl- und Benzylsubstituenten ausser irgend welchen aliphatischen Substituenten
gebunden sein. Beispiele für derartige geeignete Substituentengruppen sind Trimethylcyclohexyl,
Trimethylp-henyl und Trimethylbenzyl.
Das Stickstoffatom kann auch einen Teil einer cyclischen Struktur bilden. Beispiele für geeignete Kationen
sind azacyclisch, wie Ν,Ν-Dimethylpyrrolidinium,
azabicyclisch, wie 8,8-Dimethyl-8-azoniabicyclo-
,2. ,\foo.X,ax\, vom Azoniaspiro-Typ, wie 5-Azoniaspiro-
^/nonan, und heterocyclisch, wie Pyridinium,
N-Methylpyridinium, a-Picolinium, N-Methylchinolinium,
N-Methylacridinium, 1,1,2-Trimethylpyrolinium
und N,N-Dimethylindolium.
Die Grosse des Kations Ci ist eine der wesentlichen
Konstanten, die die Leitfähigkeit des organischen Ammoniumsilberjodidsalzes festlegt. Für eine hohe
Ionenleitfähigkeit (die so definiert wird, dass sie grosser als die von Silberjodid ist) liegt die Grosse
des organischen Kations zwischen 30 und 85 Ä .
Die Werte für das Volumen des Kationenkomplexes werden unter Benutzung des Molekülvolumens der entsprechenden
analogen Kohlenwasserstoffe nach der Gleichung
± MW m = 722b
Vm = 7,22b d
bestimmt, in der V das MolekUlvolumen in Kubik-1 09853/0551
- li -
angstrom darstellt, MW das Molekulargewicht und d die orthobare Dichte in Gramm je cnr ist. Die Werte
für die orthobare Dichte von den Kohlenwasserstoffen sind leicht aus der Literatur zu entnehmen oder in
bequemer Weise bestimmbar. Weil das Molekülvolumen V der van der Waals1sehen Konstanten b proportional
ist und b allgemein proportional der orthobaren Dichte d ist, k;tnn das Molekülvolumen leicht berechnet werden.
Die berechneten Volumen für die analogen Kohlenwasserstoffe entsprechen etwa denen der organischen
Ammoniumkationen, weil die C-C-Bindung und die C-N-Bindung meistens die gleiche Länge haben und das
0 -Kation mit seinem analogen Kohlenwasserstoff isoelektronisch ist. Daher stellt das Volumen des isoelektronischen
Kohlenwasserstoffs eine gute Annäherung an die Grosse (das Volumen) von Q dar.
Die Bestimmung des Molekülvolumens des analogen Kohlenwasserstoffs
erlaubt eine einfache Auswahl von geeigneten organischen Ammoniumkationen. Zum Beispiel
wird bei Benutzung der oberen Grenze von Qlj>
JP und wenn alle vier Substituenten nicht aliphatische
Gruppen sind, leicht festgestellt, dass etwa fünf Kohlenstoffatome zu einem Kation, das eine Phenylgruppe
enthält, etwa fünf Kohlenstoffatome zu einem
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Pyridylsystem, etwa drei zu einem Chinoylsystem
und vier bis fünf zugegeben werden können, wenn eine Cyclohexylgruppe als Substituent vorliegt. So ist
At^CgHp-N+ eines der grösstmöglichen Kationen, die
eine Phenylgruppe enthalten. Wenn die Phenylgruppe selbst mit Alkylgruppen substituiert ist oder von dem
Stickstoff durch Methylengruppen getrennt ist, dann müsste der Kohlenstoffgehalt der anderen Substituenten,
die an das Stickstoffatom gebunden sind, entsprechend vermindert sein, um die erwünschte obere Grenze
für das Kationenvolumen einzuhalten.
Die Polyjodidverbindungen können durch Vereinen des
organischen Ammonlumjodids mit einem gewünschten molaren Jodanteil und Erwärmen der Mischung in einem
geschlossenen Qefäss auf eine Temperatur zwischen 60
und 1250C und anschliessendes Abschrecken des Produkts hergestellt werden. Die Kathodenzusammensetzung
kann auch hergestellt werden, wenn man zunächst das quaternäre Ammoniumjodid mit Kohlenstoff und einem
leitfähigen Elektrolyten mischt und dann die Mischung mit Jod erwärmt. In der USA-Patentschrift 3 028 427
werden Verfahren zur Herstellung zahlreicher quaternärer Ammoniumjodidverbindungen beschrieben, die als
germicide Zusammensetzungen benutzt werden.
In Fig. 1 wird eine Querschnittsansicht einer schema-109853/0551
tische« dargestellten Ausführungsform einer erfindungsgemässen
elektrischen Pestkörperzelle wiedergegeben. Die verschiedenen Schichten werden in einer
nicht-maßstabgerechten Form vereinfacht dargestellt,
wobei eine Anode 1 aus einem geeigneten metallischen Leiter besteht, der als Elektronenspender wirkt. Als
Anodenmaterial wird vorzugsweise Silber in Form eines dünnen Blattes oder einer Folie angewendet, obwohl
Kupfer und andere leitfähige Materialien ebenfalls benutzt werden können. Der Elektrolyt 2 weist irgend
ein Silberionmaterial in festem Zustand auf, wie die Silberhalogenide oder Ag^SJ. Früher bestand die
Kathode 3 aus einem nichtmetallischen Elektronenempfänger, wie es zum Beispiel in den USA-Patentschriften
2 690 465, 2 696 513 und der USA-Abände- j
rungspatentschrift 24 4o8 aufgezeigt wird, wobei im allgemeinen elementares Jod in Form einer innigen j
I Mischung von Kohlenstoff und Jod zubereitet wurde, j
Elektrische Leitungskabel (nicht dargestellt) sind in üblicher Weise an die Anode 1 und die Kathode 3
angeschlossen.
Die durch die vorliegende Erfindung geschaffenen Vorteile werden bei Benutzung eines organischen
Ammoniumpolyjodidmaterials als Elektronenempfängerkomponente
der Kathode J5 erhalten, wodurch die Jodaktivität vermindert und eine erhöhte Zellenbeständig-
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keit geschaffen und die Lebensdauer ohne nachteilige
Beeinträchtigung der Kapazität für den Stromtransport der Zelle verlängert wird.
Die grössten Vorteile werden bei Durchführung der Erfindung erhalten, wenn sowohl die Anode als auch die
Kathode der elektrischen Pestkörperzelle eine zusammengesetzte Struktur aufweisen und darin dispergiertes
festes Elektrolytmaterial enthalten, wie es in Fig. 2 dargestellt wird. Wenn nur eine einfach zusammengesetzte
Elektrode angewendet wird, wird die Leistungsfähigkeit der Zelle dadurch verbessert, dass Jede
Elektrode eine zusammengesetzte ist. Der dispergierte Elektrolyt sollte vorzugsweise mit den Materialien,
die für die Kathode und die Anode benutzt werden, nicht reagieren.
In Fig. 2 wird eine bevorzugte Ausführungsform einer
elektrischen Festkörperzellenkonstruktion dargestellt, bei der sowohl die Anode als auch die Kathode einen
dispergierten Elektrolyten enthalten, und bei der ein elektronenleitfähiges Material über der zusammengesetzten
Kathodenschicht liegt und in Berührung mit der KathodenzusammensetJEung ist, aber nicht von
gleicher Ausdehnung wie diese ist. Die zusammengesetzte Anode besteht aus einer elektronenleitfähigen
Schicht 4, z.B. Silber, in Berührung mit einer gemisohten Anodenschicht 5 aus Silber, das darin dis-
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- Vj -
pergiert Kohlenstoff und Elektrolytmaterial enthält. Eine Elektrolytschicht 6 wird - aus ionenleitfähigen
Silberverbindungen, besonders RbAg^Jr, KAg^JV und
NHhAghJV, und den organischen Ammoniumsilberjodidverbindungen
gewählt. Die zusammengesetzte Kathode besteht aus einer Schicht 7 der organischen Ammoniumpolyjodidkomponente
zusammen mit dem darin dispergierten Kohlenstoff und Elektrolytmaterial. Die relativen
Mengen von Kohlenstoff, dem Elektrolyten und dem PoIyjodid
sind nicht kritisch und können innerhalb eines grossen Bereichs variieren. Vorzugsweise können die
relativen Mengen der drei Bestandteile der Kathodenmischung 20-80 Gew.-J6 Poly jodid, 5-6O Gew.~# Kohlenstoff
und 10-50 Gew.-Ji Elektrolyt ausmachen. Das in
der zusammengesetzten Anode und Kathode vorhandene Elektrolytmaterial weist vorzugsweise die gleiche
Zusammensetzung wie das für das elektrolytische Element 6 benutzte Material auf. Eine bevorzugte Festkörperzelle
weist eine silberhaltige Anode, ein festes elektrolytisches Element, das N(CH^)21AgOJ0 enthält,
und eine Polyjodid enthaltende Kathode, die N(CpH; )hJ^ enthält, auf. Wenn das feste elektrolytische
Element RbAgj.Jr oder KAg1^J1 ist, ist es vorteilhaft,
eine Polyjodid enthaltende Kathode mit einem höheren Jodidgehalt, z.B. eine Kathode, die
N(CJI Kj , enthält, anzuwenden.
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BAD ORfQiNAL
BAD ORfQiNAL
Bei bevorzugten Polyjodidverbindungen QJn* die als
Kathodenbestandteil angewendet werden, ist Q ein quaternäres Ammoniumkation, dessen Substituenten aus
Methyl- und Äthylradikalen ausgewählt werden, und variiert η von 3 bis 9· Es ist dargelegt worden, dass
bei einer bevorzugten Bauart die Schicht 7 nicht die gleiche Ausdehnung aufweist wie die leitfähige Schicht
8, um auf diese Weise ein mögliches Kurzschliessen der Zelle zu vermeiden. Dadurch wird das organische Ammoniumpolyjodid,
das einen bestimmten Joddampfdruck aufweist, ebenfalls in dem Kohlenstoffgrundgefüge bequemer
zurückgehalten. Die Schicht 8 besteht aus einem geeigneten elektronenleitfähigen Material, das mit dem
Kathodenmaterial nicht reagiert, z.B. aus Tantal, Molybdän, Niob, Kohlenstoff oder verschiedenen leitfähigen
Plastiken, die im wesentlichen mit Jod nicht reagieren, besonders wenn das Jod eine niedrige Aktivität
aufweist, was zutrifft, wenn ein organisches Ammoniumpolyjodid als Elektronenempfängermaterial angewendet
wird. Elektrische Leitungskabel (nicht dargestellt) werden in geeigneter Weise mit den leitenden
Schichten 4 und 8 der Anode und Kathode verbunden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Durchführung der vorliegenden Erfindung unter Berücksichtigung bezugter
Ausführungsformen für die Festkörperzellen unter Benutzung verbesserter Kathodenzusammensetzungen.
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Diese Beispiele sollen nicht als Begrenzung einer optimalen Angabe für den Strom und die Spannung der Zelle
angesehen werden, die Punktionen des für die Elektroden und den Elektrolyten gewählten Materials, der Zellenbauweisen
und des inneren Widerstands der Zelle sind, soweit dieser durch die Dicke der Elektrolytschicht,
den Berührungswiderstand zwischen den angrenzenden Schich
ten und andere verwandte Konstanten der Zelle festgelegt wird. Bei einer Pestkörperzelle mit einer leitenden Silberanode
und einem Silberionenelektrolyten ist die Zellenspannung im allgemeinen eine Punktion der Kathodenzusammensetzung,
wenn auch der erhaltene Strom von den anderen beschriebenen Konstanten abhängig ist. Ein optimaler
Wert kann für diese verschiedenen Konstanten durch handwerksmässiges Experimentieren in Übereinstimmung mit
den erfindungsgemässen Lehren und dem die Pestkörperzellen betreffenden Stand der Technik erreicht werden.
Herstellung von quaternären Ammoniumpoly.iodiden
Eine molare Menge Tetramethylammoniumjodid wird mit verschiedenen molaren Mengen Jod in einem geschlossenen Gefäss
bei einer Temperatur von 650C umgesetzt, wobei die verwendeten molaren Jodmengen von 1 bis 3 Mole Jod je
Mol Tetramethylammoniumjodid wechseln. In allen Fällen werden Polyjodidverbindungen erhalten, die einer empirischen
Formel entsprechen, die von N(CHU)j,J» bis
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N(CH,)^Jy reicht. Der Gleichgewichtsdampfdruck des
Polyjodidprodukts steigt dabei mit dem wachseinden Jodgehalt an, bleibt aber im wesentlichen unter dem
des reinen Jods. Ähnliche Polyjodidprodukte werden bei Durchführung der Reaktion bei 1200C und nachfolgendem
Abschrecken des Reaktionsprodukts hergestellt. Diese Herstellungsweisen werden auch angewendet, um
andere Polyjodidverbindungen QJ herzustellen. Verschiedene typische Zubereitungen wurden folgendermassen
hergestellt:
Zu 12,16 g (CpH^KNCH-yJ wurden 12,7 S Jp hinzugegeben.
Sobald das Jod hinzugegeben worden war, veränderten sich die Bestandteile zu einer schwarzen Flüssigkeit.
Nach 1 1/2 Stunden wurde kein Jodgeruch festgestellt, und der Inhalt begann zu erhärten.
Zu 15,56 g (C3H5).,NC,H„J wurden 12,7 g J2 hinzugegeben,
und der Inhalt wurde nach der Jodzugabe flüssig. Nach 1 1/2 Stunden wurde der Inhalt hart und wies eine schwarze
Farbe auf. Es wurde kein Jodgeruch festgestellt.
Zu 13,16 g (CH-J-ZNC6H5J wurden 12,7 g J2 hinzugegeben.
Die Verbindungen wurden miteinander gemischt, wobei sich ein silbrig-blau-grünes Produkt bildete. Nach
1 1/2 Stunden wurde ein leichter Jodgeruch festgestellt.
Zu 14,96 g C2H5N(C5H7KJ wurden 12,7 g J2 hinzugegeben,
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- 19 -
wobei der Inhalt flüssig wurde. Nach 1 1/2 Stunden wurde der Inhalt beinahe hart, blieb aber noch feucht. Es
wurde kein Jodgeruch festgestellt.
Zu 15,66 g N(C5H7KJ wurden 12,7 g J2 hinzugegeben. Der
Inhalt wurde miteinander gemischt, wobei keine Flüssigkeit gebildet wurde. Nach 1 1/2 Stunden nahm die Mischung
eine grüne Farbe an und wies einen stark beissenden Geruch auf.
Zu 10,05 g N(CH-J^J wurden 12,7 g J2 hinzugegeben. Der
Inhalt wurde miteinander gemischt, wobei keine Flüssigkeit gebildet wurde. Nach 1 1/2 Stunden nahm der Inhalt
eine grüne Farbe an. Es wurde kein Jodgeruch festgestellt.
Kathodenmischungen aus 1 g Elektrolyten, 1 g Kohlenstoff und 3 g Polyjodid (das von N(C2H ^J, bis zu
Hj-KJg reichte) wurde durch Schmelzen eines
^.J, -Elektrolyten zusammen mit dem Kohlenstoff, Einmischen
in Tetraäthylammoniumjodid und Erwärmen mit dem Jod auf 1200C hergestellt. Obwohl eine geeignete Mischung
erhalten wurde, betrug die Ausnutzung von Jp nur etwa 75#. Eine etwa lOOjfclge Verwertung von Jp
wurde erreicht, wenn der Kohlenstoff zuerst mit einer wässrigen Lösung von Tetraäthylammonlurnjodid vermischt
wurde, und die Mischung dann getrocknet und gepulvert 109853/0551
und zu einer Acetonlösung von RbAg^Jc hinzugegeben
wurde. Das Aceton wurde von der Mischung abgedampft, das gewonnene Produkt wurde getrocknet und gepulvert, und
die gewünschte Jodmenge wurde dann hinzugegeben. Die Mischung wurde 18 Stunden lang bei 115°C und dann
48 Stunden lang bei 650C gehärtet.
Elektrische Zelle unter Benutzung der organischen Ammoniumpolyjodid--Kathodenzusamniensetzung
Es wurden elektrische Zellen mit einem Aufbau, der dem in Fig. 2 dargestellten entspricht, hergestellt. Die
Anodenzusammensetzung bestand aus einer Mischung von Silber, Kohlenstoff und RbAg^JV. Das elektrolytische
Element war RbAg^JV. Die Kathodenzusammensetzunge wurde
im wesentlichen so hergestellt, wie es in Beispiel 2 beschrieben worden ist, und bestand aus Kohlenstoff,
RbAg^Jp. und dem organischen Ammoniumpolyjodid. Die gemessenen
Spannungen der Zelle werden in Tabelle 1 wiedergegeben.
| EMK der Ag/F |
elektrischen Zellen LbAg, ,Jc/QJ,, °4 5 η |
Leerlaufspan- nung(Volt) |
|
| QJ in der | Kathode | Gew.-% vorhandenes Jp |
0,655 |
| (CH5J4NJ5 | 56 | 0,643 | |
| (CH5J4NJ4 | 64 | 0,652 | |
| (CH5J4NJ3 | 73 | 0,667 | |
|
(CH5J4NJ6
1 |
09853/ |
76
0S51 |
|
| BAD ORIQiNAL | |||
| - 21 - | (CH3J4NJ7 | (Portsetzung) | 1771761 |
| Tabelle 1 | (CH3J3NC2H5J3 CH3N(C2H5J3J3 (C2H5J4NJ3 (C2H5J4NJ5 (C2H5J3NC3H7J3 C2H5N(C3H7J3J3 (C3H7J4NJ3 |
80 | |
| (C3H7J4NJ5 | 54 51 50 67 43 46 45 |
0,667 | |
| (C3H7J4NJ7 | 63 | 0,652 0,64 0,640 0,643 0,633 0,6l4 0,604 |
|
| I f^TT 1 XT^* TT ΊΓ 1 \j _Q I _χ^\^ /"ilr— V — (Tr!methylphenyl- ammoniumtrijodid) |
72 | 0,625 | |
| C9H7NHJ3 (Chinoliniumtri- jodid) |
49 | 0,657 | |
| CnH7NHJ1- y ί 5 (Chinolinium- pentajodid) |
50 | 0,639 | |
| C9H7NCH3J3 (1-Methylchino- liniumtrijodid) |
66 | 0,655 | |
| C9H7NCH3J5 (1-Methylchino- liniumpentajodld) |
48 | 0,657 | |
| C5H5NCH3J3 (1-Methylpyridi- niumtrijodid) |
65 | 0,648 | |
| 5 5 3 5 (1-Methylpyridi- niumpentajodid J |
53 | 0,650 | |
| 109853/055 | 70 | 0,658 | |
| 1 | 0,661 | ||
Pur eine typische Zelle unter Benutzung von N(CpH17)^J7 als elektronenempfangene Kathodenkomponente
beträgt das gesamte Kathodengewicht (Gramm) der für die Kathodenmischung benutzten Bestandteile:
0,17 N(C2H5J4J + 0,5 J2 + 0,1 C + 0,27 RbAg4J5 =
1*04 g/100 Milliamperestunden. Für eine Zelle mit
Milliamperestunden werden 2,08 g Kathode, 1,40 g Anode und 1,0 g des Elektrolyten oder 4,48/200 Milliamperestunden
benutzt, woraus sich eine Kraftdichte von 13,0 Wattstunden/454 g ergibt.
Elektrische Zelle unter Benutzung der organischen Ammoniumverbindungen für den Elektrolyten und die Kathode
Eine Versuchszelle mit einem Aufbau, der dem von Fig. entspricht, wurde mit einer Anodenzusammensetzung
(1 g) hergestellt, die aus Ag, C und RbAg4J1- bestand.
Pyridiniumheptasilberoctajodid, Cj-H6-NHAg7Jg, (3 g)
wurde als Elektrolyt verwendet, und die Kathodenzusammensetzung (l g) bestand aus Kohlenstoff, RbAg4J5 und
N(CpH1-)4 Jn.. Die erhaltene Leerlauf spannung betrug
0,66 Volt mit einem Entladestrom (flash current) von 650 Milliampere. Nach einer Lagerung von 7 Monaten
betrug die Leerlaufspannung 0,64, und der Entladestrom
I50 Milliampere.
Ausserdem wurden ähnliche Zellen unter Anwendung von
109853/0551
organischen Ammonlumsilberjodld-F.lektrolyten, aber unter
Verwendung von RbJ, als Elektronenempfänger in einer zusammengesetzten Kathode hergestellt. Nach einer
Lagerung von 7 Monaten hatten die Entladeströme für die besten dieser Zellen von einem Anfangswert von 120 Milliampere
bis zu 0,2 Milliampere und von einem Anfangswert von 100 Milliampere bis zu 1 Milliampere abgenommen,
wodurch die erzielte besonders grosse Beständigkeit bei Verwendung einer organischen Ammoniumpolyjodidzusammensetzung
im Vergleich zu RbJ, demonstriert wird.
Die Kathodenmaterialien mit quaternärem Ammoniumpolyjodid
sind im Vergleich zu reinem Jod vorteilhaft, indem sie eine geringere Jodaktivität entwickeln, was eine geringere
Korrosion und eine längere Lebensdauer der Zellen zur Folge hat. Sie sind ferner gegenüber anderen organischen
Polysulfiden , wie RbJ, oder CsJ, vorteilhaft,
indem sie eine geringere Jodaktivität, einen höheren Gewichtsprozentsatz für verwertbares Jod, geringere
Kosten, keine Reaktionsfähigkeit mit den Elektrolyten RbAghJp. oder KAg^J,-, eine längere Lebensdauer der
Zellen und eine grössere Verträglichkeit mit organischen Ammoniumsilberjodidelektroden bewirken.
Es ist selbstverständlich, dass viele Abwandlungen bei den elektrischen Pestkörperzellen der vorliegenden Erfindung
gemacht werden können, die durch eine verbesser-
109853/0551
- 24 -
te Kathodenzusammensetzung ausgezeichnet sind, ohne von dem erfindungsgemässen Konzept abzuweichen. Verbesserte
Konstruktionsmerkmale, die für übliche elektrische Pestkörperzellen angewendet werden, um die Polarisation
auf ein Mindestmass zurückzudrängen und die Kathoden- und Anodenstabilität sicherzustellen und
dergl., können leicht mit geringen Abwandlungen oder ohne Abwandlungen bei den erläuterten bevorzugten
Zellenkonstruktionen angewendet werden. Die weiteren Vorteile ergeben sich aus den stark überlegenen Eigenschaften
der erfindungsgemässen elektrischen Zelle, insbesondere der langen Lebensdauer, wie auch der Beständigkeit
innerhalb eines grossen Temperaturbereichs auf Grund der in den vorliegenden Zellen benutzten verbesserten
Kathodenzusammensetzungen. Obwohl ferner die vorliegende elektrische Zelle hauptsächlich als Primärzelle
interessant und nützlich ist, kann sie auch als Sekundärzelle benutzt werden, besonders durch Auswahl
des Polyjodids als kathodischer Elektronenempfänger, um auf diexe Weise ein Reaktionsprodukt
mit Silber zu erzeugen, das eine geringere Zersetzungsspannung als die festen Elektrolyten selbst aufweist.
Patentansprüche
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Claims (8)
- - 25 PatentansprücheElektrische Festkörperzelle mit einer Anode, einer Kathode und einem dazwischen in gemeinsam wirkender Beziehung angeordneten festen Elektrolyten, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Kathode enthält, in der als Elektronenempfangsmaterial ein organisches Ammoniumpolyjodid mit der empirischen Formel QJ verwendet wird, wobei Q, ein organisches Ammoniumkation ist und η einen Wert von 2 bis 11 hat.
- 2.) Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Q ein organisches Ammoniumkation mit einem Ionenvolumen zwischen JO und 85 Kubikangström ist.
- 3.) Zelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Q. ein durch aliphatische Gruppen substituiertes quaternäres Ammoniumkation ist, wobei die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome in den Gruppen, die an das Stickstoffatom gebunden sind, 4 bis 9 sein kann.
- 4.) Zelle nach Anspruch J>, dadurch gekennzeichnet, dass die vier Gruppen, die an das Stickstoffatom des quaternären Ammoniumkations gebunden sind, aus Methyl- und Ä'thylgruppen gewählt werden.
- 5.) Zelle nach Anspruch 1, 2, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass Q die Formel N(CH,)^ oder N(C2H5) hat und η einen Wert von 3 bis 7 hat.109853/0551
- 6.) Zelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass QJ N(CpHr)^J„ ist.
- 7.) Zelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Anode Silber
enthält, und der genannte feste Elektrolyt ein Silberionelektrolyt ist, der aus der aus KAg^Jj-* RbAg^J1-*
NHhAg2(J,- und QAg J , bestehenden Klasse ausgewählt ist, wobei der Wert von a zwischen J> und 59 liegt. - 8.) Zelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Anode eine
innige Mischung von Silber, Kohlenstoff und einem
festen elektrolytischen Material enthält, und dass die genannte Kathode eine innige Mischung von Kohlenstoff, QJ und einem festen Elektrolyten enthält.9») Zelle nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Elektrolyt ein organisches Ammoniumsilberjodidsalz ist.109853/0551
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