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DE1771697C2 - Piezoelektrische Keramik - Google Patents

Piezoelektrische Keramik

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Publication number
DE1771697C2
DE1771697C2 DE19681771697 DE1771697A DE1771697C2 DE 1771697 C2 DE1771697 C2 DE 1771697C2 DE 19681771697 DE19681771697 DE 19681771697 DE 1771697 A DE1771697 A DE 1771697A DE 1771697 C2 DE1771697 C2 DE 1771697C2
Authority
DE
Germany
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ceramics
same
piezoelectric
ceramic
nio
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19681771697
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English (en)
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DE1771697B1 (de
Inventor
Hiromu Toyonaka; Nishida Masamitsu Osaka; Ouchi (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Panasonic Holdings Corp
Original Assignee
Matsushita Electric Industrial Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Matsushita Electric Industrial Co Ltd filed Critical Matsushita Electric Industrial Co Ltd
Publication of DE1771697B1 publication Critical patent/DE1771697B1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1771697C2 publication Critical patent/DE1771697C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Pb(Zn1Z3Nb2^Ti5Zr2O3
. · ι λλι λ ,,.
besteht, worin x+y+z=\ ist, χ zwischen 0,01 und 0,500, y zwischen 0,125 und 0,750 und ζ zwischen 0,125 und 0,865 liegt, dadurch g e k e ηη-ζ e i c h η e t, daß sie zusätzlich eine Kombination von 0,1 bis 5 Gew-% NiO und 0,1 bis 5 Gew.-% MnO2 enthält, mit der Maßgabe, daß die Summe ihrer Anteile maximal 7% beträgt.
2. Verwendung der piezoelektrischen Keramik nach Anspruch 1 als aktives Element für einen elektromechanischen Wandler.
Andererseits ist es bei Anwendung der piezoelek-Keramiken als Filter wünschenswert, daß das Wert fQr den mecham-schen
und einen hohen elektromechanischen uMJ Fmer müssen die
^ eine große Beständigkeit mit
^ Temperatur und der Zeit hinsichtlich der Resonanz- ^enz und andere elektrischer Eigenschaften auf-
Ale viplversDrechende Keramik im Hinblick auf Als ^™^eC . Bleititanat-Bleizirkonat in et worden. Es ist jedoch ^ hohen mechanischen Gütefaktor
g, nianaren Konnlun«
zusammen neben «™m ^ütoit^SkoÄeS" koeffizienten bei den Ble.titanat Ble.znkonat Kera-
miSodektSche Keramiken der Grundzusammen-PiczoeleKtriscne jvciam
Setzung
Pb(Zn1J3Nb2Z3)O3-PbTiO3-PbZrOs
Die Erfindung betrifft piezoelektrische Keramiken, im speziellen neue ferroelektrische Keramiken, die polykristalline Aggregate bestimmter Komponenten darstellen. Diese piezoelektrischen Keramiken werden durch an sich bekannte Keramiktechniken gesintert und dann durch Anlegen einer Gleichspannung zwisehen den Elektroden polarisiert, wodurch elektromechanische Wandlereigenschaften entsprechend dem bekannten piezoelektrischen Effekt verliehen werden. Die Erfindung betrifft ferner dit Verwendung der piezoelektrischen Keramiken in elektromechanischen WDi?'erfindünesgemäße Keramik besteht hauptsächlieh aus einer fistln Lösung des ternären Systems ohne weitere Zusätze sind bekannt (DT-AS 16 46 698, GB-PS 11 16 510); derartige Keramiken zeigen auch nicht annähernd eine gute Kombination von hohem Güte'aktor und hohem planaren Kopplungskoeffizienten. . .
AUS der DT-AS 1116 742 ist ein keramisches Material ruf Basis des Systems
PhZrO PbTiO PbSnO3-PbZrO3-PbHO3
mit Zusätzen von E««o«d. Ngdox^d und KobaU-oxid von 0,01 bis 1,0G^·".* «tonnt, eine Mod 1-
zierung mit emer ^^^^^^f^ plus Manganoxid ist nicht vorgesehen Aus J. Amer. Ceram. Soc 49, S. 577 b ^ 582! (1961Ust es bekannt, das ternäre System der Zusammensetzung
Pb(Mg1/3Nb2/3)O3 - Pb 11U3
PWZn , Nb , 10 —
Pb^n1/3Nb2/3jU3
PbZrO3,
das mit kombinierten MnO2- und NiO-Zusätzen bis zu maximal 7 Gew.-% modifiziert worden ist.
Die Anwendung piezoelektrischer Materialien auf den verschiedenen Einsatzgebieten für Wandler bei Herstellung, Messung und Richlungssinnbestimmung eines Tons, eines Stoßes, einer Vibration, eines Drucks usw. nimmt ständig zu. Es werden sowohl Kristall-als auch Keramikwandlertypen weit verbreitet angewendet. Wegen der geringeren Kosten und leichten Herstellung in verschiedenen Formen und Größen und ihrer Kroßeren Beständigkeit gegenüber hoher Temperatur und/oder Feuchtigkeit im Vergleich zu kristallinen Materialien wie dem Rochelle-Salz erlangten piezoelektrische Keramiken auf zahlreichen Einsatzgebieten für Wandler zunehmend an Bedeutung.
Die Anforderungen an die piezoelektrischen Eigenschäften von Keramiken wechseln je nach den Anwendungsarren. Zum Beispiel erfordern elektromechanische Umwandler, wie ein Tonabnehmer und ein Mikrophon, piezoelektrische Keramiken, die durch einen recht hohen elektromechanischen Kopplungskoeffizienten und eine recht hohe Dielektrizitätskonstante ausgezeichnet sind.
4J.
50 mit Zusätzen aus NK), Cr2O3, Fe2O3, MnO2 und CoO zu modifizieren. Offen..chthch ist es be. dieser bekannten Keramik sehr schwierig, bei niedrigen Brenn-Temperaturen sowohl hohe planare Kopplungskoeffi- ^6n aIs auch hohe mechanische Gütefaktoren zu erreichen. Die besten Ergebnisse bei einer Brenntemperatur von 1260 C sind ein Kopplungskoeffiz.ent von 0,553 und mechanischer Gutefaktor von 2OM. Keramiken auf Basis des ternaren Systems
Pb(Mg1Z3Nb2 3)O3 — Pb 11U3 - 1 bz,ru3
werden des weiteren in J. Amcr Ceram ooe 48 (1965), S. 630 bis 635, sowie Bd. 4SI (1966; S. 5 /7 bis 582 der GB-PS 10 66 752 und der US-PS 32 68 4d3 beschrieben.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, neue ver-
besserte piezoelektrische Keramiken zu entwickeln, welche sich durch eine vorteilhafte Kombination eines hohen mechanischen Gütefaktors und eines hohen piezoelektrischen Kopplungskoeffizienten auszeichnen sollten, womit gleichzeitig piezoelektrische Keramiken angestrebt wurden, bei welchen bestimmte Eigenschäften den verschiedenen Anwendungen angepaßt werden können. Erfindungsziel war schließlich auch die Verwendung der neuen Keramiken als aktive Bestandteile in elektromechanischen Wandlern.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wurde gelöst mit der neuen piezoelektrischen Keramik, welche
hauptsächlich aus einer festen Lösung von drei Komponenten gemäß der Formel
besteht, worin χ + y -τ ζ — I ist, χ zwischen 0,01 und OpOO, y zwischen 0,125 und 0,750 und ζ zwischen 0,125 und 0,865 liegt, welche dadurch gekenazeichnet ist, daß sie zusätzlich eine Kombination von 0,1 bis 5 Gewichtsprozent NiO und 0,1 bis 5 Gew.-% MnO2 enthält, mit der Maßgabe, daß die Summe ihrer Anteile maximal 7 % beträgt.
Der durch die neue Keramik erzielbare Fortschritt gegenüber Keramiken der gleichen Grundzusammensetzung (DT-AS 16 46 698) bzw. Keramiken, wie sie durch die DT-AS 11 16 742 beschrieben sind, ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich.
Zusatz
Brenntemperatur
(0C)
Bemerkung
Kein
0,5 Gew.-% NiO
0,5 Gew.- % MnO2
0,1 Gew.-% NiO
98 0,481 1240
2124 0,67 1210
— 0,56 1270
S Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen ert lästert, worin
% F i g. 1 eine Querschnittsansicht eines elektro-
■„! mechanischen Wandlers zeigt,
l*J F i g. 2 ein dreiseitig zusammengesetztes Diagramm ,, von Materialien ist, die nach der vorliegenden Erlindung angewendet werden können,
■ *> F i g. 3 und 4 graphische Darstellungen der Wirkung
Li von Zusatzmengen auf den mechanischen Gütefaktor \ (Qm) und den planaren Kopplungskoeffizienten (K p)
>" von Keramiken der Erfindung bei 200C und 1 KiIo-
\ hertz sind.
In F i g. 1 bezeichnet Ziffer 7 einen elektromechanischen Wandler, der als aktives Bauteil einen vorzugsweise scheibenförmigen Körper 1 aus piezoelektri-
-i schein keramischem Material der Erfindung aufweist.
Der Körper ist elektrostatisch polarisiert und mit einem Elektrodenpaar 2 und 3 ausgestattet, die in einer geeigneten und an sich üblichen Weise auf den entgegengesetzten Oberflächen des Körpers 1 angebracht sind. Die Leitungsdrähte 5 und 6 sind leitend an die Elektroden 2 und 3 mit Hilfe eines Lötmittels 4 angeschlossen. Wenn die Keramik einem Stoß, einer Vibration oder anderen mechanischen Einwirkungen ausgesetzt wird, kann die entstandene elektrische Leitung durch die Leitungsdrähte 5 und 6 aufgenommen werden. Andererseits erzeugt, wie bei anderen piezoelektrischen Wandlern, das Anlegen einer elektrischen Spannung an den Elektroden S und 6 eine mechanische Deformation des keramischen Körpers. Es ist selbstverständlich, daß der Ausdruck »elektromechanischer Wandler«, wie er hier gebraucht wird, in seinem breitesten Sinne zu verstehen ist und piezoelektrische Filter, Frequenzsteuerungsgeräte u. dgl. miterfaßt und daß die Erfindung auch auf verschiedenen anderen Anwendungsgebieten angewendet und diesen angepaßt werden kann, die Materialien mit dielektrischen piezo-., elektrischen und/oder elektrostriktiven Eigenschaften
^ ■' erfordern.
'*'. Es wurde gefunden, daß das ternäre System aus
Pb(Zn113Nb2Z3)O3, PbTiO3 und PbZrO3
-eine morphotrope Phasengrenze hat und daß die piezoelektrische Eigenschaft in der Nähe der morpho-
?"■■ 'ironischen Keramik ausgezeichnet ist. Die vorliegende DT-AS 16 46 698
vorliegende Patent-Anmeldung, Beispiel 22
DT-AS 11 16 742, Tabelle II, Spalte 10
Erfindung basiert auf der Feststellung, daß innerhalb besonderer Bereiche des ternären Grundsystems die mit gemeinsamen MnO2- und NiO-Zusätzen modifizierten Proben einen sehr hohen mechanischen Gütefaktor in Verbindung mit einem hohen planaren Kopplungskoeffizienten besitzen.
Die vorliegende Erfindung weist verschiedene Vorteile bei der Herstellung von keramischen Wandlern und Anwendung für keramische Wandler auf. Es ist bekannt, daß das Verdampfen von PbO während des Brennens ein Problem beim Sintern von Bleiverbindungen, wie bei Bleititanatzirkonat, darstellt. Die erfindungsgemäße Keramik weist jedoch einen geringeren Anteil an verdampftem Blei auf als übliches Bleititanatzirkonat. Das ternäre System kann ohne besondere Kontrolle der PbO-Atmosphäre gebrannt werden. Ein gut gesinterter Körper der Erfindung wird durch Brennen in einem keramischen Tiegel mit einer aus Al2O3 hergestellten Abdeckung erhalten. Eine hohe Sinterungsdichte ist zur Erzielung von Feuchtigkeitsbeständigkeit und starker piezoelektrischer Ansprechbarkeit erwünscht, wenn der gesinterte Körper als Resonator u. dgl. angewendet werden soll.
Alle möglichen Keramiken, die innerhalb des ter-
nären Systems
Pb(Zn1/3Nbs 3)O3 — PbTiO3 — PbZrO3
liegen, werden durch das dreiseitige Diagramm, das F i g. 2 der Zeichnungen bildet, dargestellt. Einige der durch das Diagramm dargestellten Keramiken weisen jedoch keine hohe Piezoelektrizität auf, und viele sind elektromechanisch nur in einem unbedeutenden Maße aktiv. Die vorliegende Erfindung betrifft nur solche Keramiken, die eine piezoelektrische Ansprechbarkeit von erheblicher Größe aufweisen. Der Einfachheit halber wird der planare Kopplungskoeffizient (Kp) der Testscheiben als Maß für die piezoelektrische Aktivität genommen. So zeigen innerhalb des Bereichs, der durch die die Punkte A BCDE (F i g. 2), welche Bestandteile von O1OlO bis 0,500 Molprozent
Pb(Zn13Nb213)O3,
0,125 bis 0,750 Molprozent PbTiO3 und 0,125 bi: 0,865 Moiprozent PbZiO3 einschließt, verbindender Linien begrenzt wird, alle polarisierten und getesteter
Keramiken einen planaren Koppiungskoeffizienten von etwa 0,1 cder höher. Besonders zeigen die Keramiken in dem Bereich des Diagramms, der durch die Punkte FGHIJK (F i g. 2), welche Bestandteile von 0,010 bis 0,375 Molprozent von Pb(Zn1Z3Nb2Z3)Os, 0,250 bis Os625 Molprozent von PbTiO3 und 0,250 bis 0,625 Molprozent von PbZrO3 einschließt, verbindenden Linien begrenzt wird, (!inen planaren Kopplungskoeffizienten von annähernd 0,3 oder höher. Die Molprozente der drei Komponenten der Keramiken ABCDEFGHIJK sind wie folgt:
Pb(Zn1^Nb8Z3) O3 PbTiO3 PbZrO3
A 1,0 62,5 36,5
B 12,5 75,0 12,5
C 50,0 37,5 12,5
D 50,0 12,5 37,5
E 1,0 12,5 86,5
F 1,0 50,0 49,0
G 12,5 62,5 25,0
H 37,5 37,5 25,0
I 37,5 25,0 37,5
J 12,5 25,0 62,5
K 1,0 36,5 62,5
Ferner ergeben die Zusammensetzungen nahe der morphotropen Phasengrenze, insbesondere
Pb(Zn,/3Nb2,3)0,3,5Ti0,:13Zr0>295O3,
Pb(Zni/3Nb2/3)0>i,Ti0i36Zr0i44O3 und
Pb(Zn113Nb2Z3)O107Ti0-11Zr0-49O3
keramische Produkte mit einem planaren Kopplungskoeffizienten von 0,56 und höher.
Es ist gefunden worden, daß die Zugabe von gemeinsamen Zusätzen von Nickeloxid und Manganoxid den Qm und den Kp der ternären festen Lösung, definiert durch den polygonalen Bereich in Fig. 2, welche aus drei Bestandteilen besteht, gemäß der Formel
worin ν '■ y \ ζ \ ist,.χ zwischen 0,010 und 0.500, ν zwischen 0,125 und 0,750 und ζ zwischen 0,125 und 0.o(S5 ist, stärker vergrößert als eine einzelne Zugabe von Nickeloxid und Msnganoxid. Eine wirksame Kombination der Zusätze enthält 0,1 bis 5 Gewichtsprozent Nickeloxid (NiOi und O1I bis 5 Gewichtsprozent Manganoxid (MnO2).
/ur Imcluig eines hohrn Qm und eines hohen λρ ; : ·.'■ _■; u r :·.::;:·_■,, ü,;l· u.··. genannte Kombination der *>° /lisät/c am Nickeloxid und Manganoxid ein Gewichtsverhältnis von 0.2 bis 10 aufweist. Wirksame Gewichtspiivcnic der genannten Kombination betragen nicht mehr ;i!s dn„ 1 in Zusatz von der genannten Kombination \on mehr al*. 7 (icuichtsprozent vermindert Ick iii (ten K1, und deutlich den Qm der ternären festen I i'Minp. I ine vorteilhafte Verbeserung des Kp und Qn, Jer ;crn;iren festen 1 osunp. die durch den polygonalen Bereich FGHIJK in F i g. 2, welche aus drei Bestandteilen besteht gemäß der Formel
Pb(Zn1Z3Nb213)^Ti11Zr2O3,
5
worin χ + y + ζ = 1 ist, χ zwischen 0,010 und 0,375, y zwischen 0,250 und 0,625 und ζ zwischen 0,250 und 0,625 ist, definiert und darin enthalten ist, kann durch Verwendung von 0,5 bis 1 Gewichtsprozent von der
ίο zuzusetzenden Kombination von NiO und MnO2 in einem Gewichtsverhältnis von 0,5 bis 2 erzielt werden. Vorteilhafte Wirkungen von Zusätzen sind der umstehenden Tabelle zu entnehmen.
Die piezoelektrischen Keramiken können nach verschiedenen, an sich bekannten Keramikverfahren hergestellt werden. Ein vorteilhaftes Verfahren besteht in der Verwendung von PbO oder Pb3O4, ZnO, Nb2O6, TiO2, MnO2 und NiO.
Die Ausgangsstoffe, nämlich Bleioxid (PbO), Zink-
»0 oxid (ZnO), Niobpentoxid (Nb2O6), Titandioxid (TiO2), Zirkondioxid (ZrO2), MnO2 und NiO1, alle von relativem Reinheitsgrad (z. B. vom Grad: chemisch rein), werden in einer mit Kautschuk ausgekleideten Kugelmühle innig mit destilliertem Wasser gemischt.
Beim Vermählen der Mischung muß einige Sorgfalt angewendet werden, um eine Verunreinigung durch Abnutzung der Mahlkugeln oder -steine zu vermeiden, es sei denn, die Anteile an den Bestandteilen werden so verändert, daß eine Verunreinigung kompensiert
wird.
Nach dem Naßmahlen wird die Mischung getrocknet und durchmischt, um sicherzustellen, daß die Mischung so homogen wie möglich ist. Danach wird die Mischung in geeigneter Weise durch einen Druck von 400 kg/cm2 in die gewünschten Formen gebracht. Die Preßlinge werden unter Kalzinieren bei einer Temperatur von etwa 85O^C 2 Stunden lang vorerhitzt.
Nach dem Kalzinieren läßt man das umgesetzte Material abkühlen und vermählt es dann zu einer kleinen Teilchengröße. Hierbei muß wiederum sorgfältig vorgegangen werden, um eine Verunreinigung durch Abnutzung der Mahlkugeln oder -steine zu vermeiden, es sei denn, die Anteile an den Bestandteilen werden so verändert, daß eine Verunreinigung kom-
pensiert wird. In Abhängigkeit unter anderem von den gewünschten Formen kann aus dem Material eine Mischung oder ein Schlamm gebildet werden, der bzw. die für das Pressen, Gleitgießen oder Strangpressen, je nach dem einzelnen Fall, nach für sich bekannten keramischen Verfahren geeignet ist. Die Beispiele, die nachfolgend die Daten angeben werden, wurden durch Mischen von 200 g der gemahlenen, vorgesinterten Mischung mit 10 cm3 destilliertem Wasser hergestellt. Die Mischung wurde dann zu Scheiben
von 20 mm Durchmesser und 2 mm Dicke mit einem Druck von 700 kg/cm2 zusammengepreßt. Die gepreßten Scheiben wurden bei einer Temperatur, die in der Tabelle angegeben ist, bei einer Erhitzungsdauer von 45 Minuten gebrannt. Nach der vorliegen-
— ...—v.. uv v,j !!!,.in tiluiuti 11t.11, uic gepreuier
Scheiben in einer PbO-Atmosphäre zu brennen, und ist keine besondere Beaufsichtigung des Temperaturanstiegs in dem Ofen im Vergleich zu dem Stand dei Technik erforderlich. So können nach der vorliegender
Erfindung einheitliche und ausgezeichnete "piezoelektrische keramische Produkte in bequemer Weise durch einfaches Abdecken der Proben mit einem Ton erdetiegel erhalten werden.
Bei Gewünschte Zusammensetzung Zusätze in NiO Brenn 24 Stunden nach dem P<
spiel Grundzusammensetzung Gewichtsprozent kein temperatur Mechanischer Planar
MnO2 1,0 Gütefaktor Koppl
koeffa
kein (0C) Qn,
■1 Pb(Znl/3Nb2/3)o.2Ti0i36Zr0>4403 1,0 1220 253 0,56
%2 desgl. 0,1 1190 259 0,67
3 desgl. 0,1 1,0 1210 712 0,57
4 desgl. 0,2 1210 1150 0,68
5 desgl. 0,2 1,0 1210 1100 0,59
6 desgl. 0,5 1190 1632 0,69
7 desgl. 0,5 1,0 1210 1797 0,60
8 desgl. 1,0 1190 1998 0,66
9 desgl. 1,0 1,0 1210 1605 0,57
10 desgl. 3,0 1190 1802 0,63
11 desgl. 3,0 1,0 1190 950 0,45
12 desgl. 5,0 1190 1163 0,49
13 desgl. 5,0 1,0 1170 504 0,42
14 desgl. 7,0 0,1 1190 652 0,45
15 desrl. 7,0 0,1 1150 298 0,39
16 desgl. 0,2 1170 335 0,40
17 desgl. 0,5 0,2 1210 258 0,60
18 desgl. 0,5 1210 1870 0,63
19 desgl. 0,5 0,5 1210 260 0,62
20 desgl. 1,0 1210 1996 0,64
21 desgl. 0,5 3,0 1210 265 0,69
22 desgl. 0,5 3,0 1210 2124 0,67
23 desgl. 5,0 1190 2002 0,66
24 desgl. 0,5 5,0 1190 270 0,63
25 desgl. 7,0 1190 1915 0,62
26 desgl. 0,5 7,0 1190 281 0,59
27 desgl. kein 1190 1870 0,57
28 desgl. 0,5 0,5 1190 288 0,55
29 desgl. kein 0,5 1190 1540 0,53
30 Pb(Zni;3Nb2/3)o.375Ti0i33Zr0i2e503 0,5 1200 135 0,60
31 desgl. 0,5 1,0 1200 139 0,66
32 desgl. 1,0 1,0 1200 1698 0,65
33 desgl. kein 1200 1860 0,61
34 desgl. 0,5 1200 127 0,68
35 desgl. kein 0,5 1200 1625 0,66
36 Pb(Zn13Nb2Za)0107Ti0144Zr0149O3 0.5 1220 143 0,61
37 desgl. 0,5 0,5 1220 1190 0,58
38 desgl. 1.0 1220 1352 0,60
39 desgl. 1,0 1220 1304 0.53
40 desgl. 1220 1493 0,55
ίο
Die gesinterten Keramiken werden auf beiden Oberflächen bis zu einer Stärke von einem Millimeter geschliffen. Die geschliffenen Scheibenoberflächen können dann mit Silberfarbe überzogen und unter Bildung von Silberelektroden gebrannt werden. Schließlich werden die Scheiben polarisiert, während sie in ein Bad aus Siliconöl von 100° C eingetaucht werden. Ein Gleichslromspannungsgradient von 4 Kilovolt je Millimeter wird 1 Stunde lang aufrechterhalten, und die Scheiben werden in 30 Minuten auf Raumtemperatur durch ein Feld abgekühlt (field-cooled).
Die piezoelektrischen und dielektrischen Eigenschaften der polarisierten Proben werden bei 20 C in einer relativen Feuchtigkeit von 50°0 und bei einer Frequenz von 1 Kilohertz gemessen. Die Messung der piezoelektrischen Eigenschaften wurden mit der IRE-Standardanlage vorgenommen, und der planare Kopplungskoeffizient wurde durch die Resonanzfrequenz- und Antiresonanzfrequenzmethode bestimmt. Beispiele für spezielle Keramiken nach der Erfindung und verschiedene geeignete und elektromechanische und dielektrische Eigenschaften dieser Zusammensetzungen werden in der Tabelle angegeben, und einige dieser Werte sind in F i g. 3 und 4 dargestellt, um die Veränderungen durch die Zusätze zu veranschaulichen. Piezoelektrische Keramiken ohne Zusätze und mit nur einem Zusatz werden ebenfalls in der Tabelle und in F i g. 3 und 4 zum Vergleich angegeben. Aus der Tabelle ist leicht ersichtlich, daß alle beispielhaften Keramiken, die mit einem Zusatz von sowohl 0.1 bis 5 Gewichtsprozent Nickeloxyd als auch mit 0,1 bis 5 Gewichtsprozent Manganoxyd modifiziert worden sind, durch einen sehr hohen mechanischen Gütefaktor, eine hohe planare Kopplung, eine relativ hohe Dielektrizitätskonstante und einen niedrigen Dämpfungsfaktor ausgezeichnet sind, wobei alle diese Eigenschaften für die Benutzung von piezoelektrischen Keramiken bei Filteranwendungen bedeutungsvoll sind. Die Beispiele 1 bis 29, Beispiele 30 bis 35 und Beispiele 36 bis 40, die in der Tabelle aufgeführt sind, entsprechen den Keramiken, die in F i g. 2 durch X, Y und Z definiert sind. F i g. 3 zeigt den Effekt der MnOj-Zusatzanteile auf dem mechanischen Gütefaktor (Qm) und den planaren Kopplungskoeffizienten (Kp) von den als Beispiele angegebenen Grundkeramiken mit 1,0 Gewichtsprozent NiO-Zusatz. Aus dieser Figur der Zeichnung ist ersichtlich, daß die Keramiken, die mit gemeinsamen NiO- und MnO2-Zusätzen modifiziert sind, eine bemerkenswerte Verbesserung des mechanischen Gütefaktors und des planaren Kopplungskoeffizienten im Vergleich mit einer Keramik mit einem einfachen Zusatz von MnO2 aufweisen.
ίο F i g. 4 zeigt den Effekt der NiO-Zusatzanteile auf den mechanischen Gütefaktor (Qm) und den planaren Kopplungskoeffizienten (Kp) von den als Beispiele angegebenen Grundkeramiken mit 0,5 Gewichtsprozent MnOj-Zusatz. Aus dieser Figur der Zeichnung ist ersichtlich, daß die Keramiken, die mit gemeinsamen MnO2- und NiO-Zusätzen modifiziert sind, eine bemerkenswerte Verbesserung des mechanischen Gütefaktors im Vergleich mit einer Zusammensetzung mit einem einfachen Zusatz von NiO aufweisen. Der planare Kopplungskoeffizient der Keramiken, die mit gemeinsamen MnO2- und NiO-Zusätzen modifiziert sind, weist einen etwas geringeren Wert auf, aber dieser Wert ist noch höher als der der Grundkeramik ohne Zusatz. Verbesserungen hinsichtlich des mechanischen Gütefaktors für eine andere Grundkeramik sind ebenfalls aus den Beispielen 32, 33, 35, 38 und 40 in der Tabelle zu ersehen. Aus der vorstehend erörterten Tabelle und den Kurven können die Werte für den mechanischen Gütefaktor, den planaren Kopplungskoeffizienten und die Dielektrizitätskonstante durch Auswahl der Grundkeramik und der Anteile an gemeinsamen Zusätzen eingestellt werden, so daß diese für die verschiedenen Anwendungen geeignet sind. Bei Keramiken, die die gemeinsamen Zusätze in einem Anteil von mehr als 7 Gewichtsprozent enthalten, ist eine Verbesserung des mechanischen Gütefaktors kaum feststellbar und ist der entsprechende planare Koppiungskoeffizient niedrig. Aus diesem Grunde sind diese Keramiken außerhalb des Bereichs der vorliegenden Erfindung.
Außer den oben dargelegten überraschenden Eigenschaften ergeben die Keramiken nach der vorliegenden Erfindung Keramiken von guter physikalischer Qualität und guter Polarisierbarkeit.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

17 71 6S7 ... Patentansprüche:
1. Piezoelektrische Keramik, welche hauptsachlieh aus einer festen Lösung von drei Komponenten gemäß der Formel
DE19681771697 1967-08-16 1968-06-27 Piezoelektrische Keramik Expired DE1771697C2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP5310467 1967-08-16
JP5310467 1967-08-16

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1771697B1 DE1771697B1 (de) 1972-02-03
DE1771697C2 true DE1771697C2 (de) 1977-01-20

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