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DE1771219C - Verfahren zur Erzeugung vielfarbiger Effekte auf anodisch oxydierten Aluminium oberflachen durch chemische Behandlung - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung vielfarbiger Effekte auf anodisch oxydierten Aluminium oberflachen durch chemische Behandlung

Info

Publication number
DE1771219C
DE1771219C DE1771219C DE 1771219 C DE1771219 C DE 1771219C DE 1771219 C DE1771219 C DE 1771219C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aluminum surfaces
chemical treatment
anodically oxidized
effects
oxidized aluminum
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Die Anmelder Sind
Original Assignee
Gandu Dorel, Luis Antonio, Teruel Jimenez, Jose Luis, Zaragoza (Spanien)
Publication date

Links

Description

rungen in verschiedensten, ineinander übergehenden Farben und Farbtönen entstehen.
Verfahren zur Erzeugung vielfarbiger Effekte auf anodisch oxydierten und einheitlich mit Farbstoffen eingefärbten Aluminiumoberflächen durch Auftragen, vorzugsweise Aufsprühen, von die Oxidschicht nicht angreifenden, aber die Farbstoffe verändernden Flüssigkeiten, dadurch
gekennzeichnet, daß man die eingefärbten io Musterungen in verschiedensten, ineinander über-Aluminiumoberflachen in unregelmäßiger Weise gehenden Farben und Farbtönen entstehen,
in Abwesenheit von Schablonen oder musterge- Aus dieser Aufzählung der Merkmale der Erfin-
mäßen Abdeckungen mit Flüssigkeiten, welche dung ist ohne weiteres ersichtlich der große Unterais die Farbstoffe verändernden Stoffe ent- schied zwischen dem neuen und den bekannten Versprechende Säuren, Alkalien oder Oxydations- 15 fahren, bei welchen fallweise erforderlich sind: nicht mittel enthalten, derart behandelt, daß Muste- nur Abdeckungen zum Schutz bestimmter Oberflächenbereiche vor der ätzenden Flüssigkeit, sondern auch die erwähnten Hilfsmittel für die kontrastscharfe Abstufung der Farben, sowie das mehrmalige Einao färben durch erneutes Eintauchen . in Färbeflotten
organischer oder anorganischer Farbstoffe oder die
Anwendung besonderer Farbstifte, wobei in allen Fällen, vom ästhetischen Standpunkt aus, zu scharfe
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung Abgrenzungen entstehen, die weit entfernt sind von mehrfarbiger Effekte auf anodisch oxydierten und as den vielfarbigen, ineinander übergehenden Effekten, einheitlich mit Farbstoffen in der gewünschten wie sie mit dem Verfahren der vorliegenden Erfin-Tönung eingefärbten Aluminiumoberflächen. dung, das jede Art Farbschattierung hervorzurufen
Bekannt ist die Erzeugung von kontrastscharfen vermag, erzielt werden.
Schwarz-Weiß-Mustern auf Aluminiumoberflächen, Das wichtigste Kennzeichen der vorliegenden Er-
indem man sie durch Behandlung mit Chromsäure 30 findung besteht darin, daß vielfarbige Effekte durch mit einer schwarzen Oxidschicht versieht und letztere eine einzige Einfärbung und eine einzige Nachbehandlung mit ätzender Flüssigkeit erzielt werden.
Beim Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung stellen die vorbekannten aggressiven Einwirkungen nur den Ausgangspunkt dar, der erfindungsgemäß weiterentwickelt wurde, — nämiich auf Grund der überraschenden Aufgabenstellung, ausgehend von einer einzigen Grundeinfärbung, mit Hilfe von an sich bekannten aggressiven Flüssigkeiten Vielfarben-
ten Kalandern stellenweise bzw. auch dies nur teil- 40 effekte zu erzeugen. Die Lösung der gestellten Aufweise unter Erzeugung scharf begrenzter Muste- gäbe besteht im wesentlichen darin, daß man rungen weggeätzt; z. B. erhält man dadurch auf einer
blauen Grundfärbung hellblau getönte Muster.
Nach diesem Verfahren kann aber nur die Grundfärbung mustergemäß entfärbt oder in ihrem Farbton abgeschwächt werden; jedoch kann keine andersartige Farbe erzeugt werden; von besonderem Nachteil ist naturgemäß das gleichzeitige Wegätzen der Oxidschicht.
Bekannt ist zwar auch, eingefärbte oxydierte Aluminiumoberflächen mittels anorganischer Säuren unter Erhaltung der Oxidschicht mustergemäß stellenweise ganz zu entfärben oder nur im Farbton zu verändern, wobei man zur Erzielung verschiedenfarbiger Musterungen zumindestcns einmal die behandelten Oberflächen mit einem anderen Farbstoff erneut einfärben und somit zusätzliche Maßnahmen anwenden muß.
Die bisherigen Verfahren fußen demnach ausschließlich auf dem stellenweisen Wegätzen oder Ab- 60 Nach in üblicher Weise erfolgter anodischer Oxyschwächcn der Grundfärbung oxydierter Aluminium- dation der zu behandelnden Aluminiumoberflächen oberflächen unter
Musterungen.
Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende
Aufgabe besteht in der Entwicklung eines Verfah- 65 zu erzielende Vielfarbigkeit sein soll, trägt man eine rens, gemäß welchem in einem einzigen Arbeitsgang für den jeweiligen Fall geeignete reaktionsfähige auf oxydierten und einmalig eingefärbten Aluminium- wäßrige Flüssigkeit, z.B. wäßrige Säuren, wie oberflächen dekorative Vielfarbeneffekte, die keiner- Schwefel- oder Salpetersäure, oder alkalische Laugen
anschließend mit anorganischen starken Säuren oder Laugen bis auf das blanke Metall mustergemäß wegätzt; farbige Kontraste sind nach diesem Verfahren nicht erzielbar.
Nach einem weiteren Verfahren werden auch anodisch erzeugte und gefärbte Oxidschichten von Aluminiumoberflächen mittels Alkalien unter Benutzung von Schablonen und Spritzpistole oder von gemuster-
Erzeugung kontrastscharfer
anwendet:
1. Farbstoffe zum Einfärben, welche unter dem Einfluß der aggressiven Flüssigkeiten in verschiedene Farben, die von der Grundfarbe sich unterscheiden, übergehen.
2. Aggressive Flüssigkeiten in einer derartigen Auswahl, in einem solchen Ausmaß und in einer derartigen Weise, daß weder die Grundfärbung völlig zerstört, noch die Oxidschichten angegriffen werden, dagegen aber die Grundfärbung in ihrer Farbe geändert wird.
Die Auswahl der erfindungsgemäß angewandten,
an sich bekannten Farbstoffe und Behandlungsflüssigkeiten liegt im Bereich des fachlichen Könnens eines Sachkundigen.
Das neue Verfahren wird wie folgt durchgeführt:
und ihrer gleichmäßigen Einfärbung mit Farbstoffen oder geeigneten Farbstoffgemischen in der gewünschten Tönung, welche die Grundtönung für die
oder wäßrige Lösungen von Oxydationsmitteln, wie Kaliumpermanganat, auf. Für dieses Auftragen gebraucht man vorzugsweise Zerstäubungsvorrichtungen, die eine zweckentsprechende Verteilung auf den der aggressiven Flüssigkeiten zur Benetzung bestimmten Bereichen der vorbehandelten Oberflächen ermöglichen.
Als das ausschlaggebende Merkmal der Erfindung bei der Durchführung des Besprühens ist, die Unregelmäßigkeit in der Verteilung festzustellen. Die handelnde Person befolgt nämlich keine bestimmte Regelmäßigkeit oder Methode, weder in der Aufeinanderfolge noch in der Ausdehnung der besprühten Fläche, vielmehr nimmt sie das Aufbringen in beliebiger Weise vor: sie behandelt willkürlich bestimmte Flächen und läßt andere aus. Werden Flächen von der Behandlung ausgelassen, so ergeben sich, da sie von behandelten Flächen umgeben sind, zahllose vielgestaltene künstlerische Abstufungen von Tönungen, wobei die Besprühungen ganz oder teilweise überlagert werden bei gewissen Stellen. Schließlich bringt man den Zerstäuber nahe zur Oberfläche und bewegt ihn hin und her oder man hält ihn fest in größerem Abstand davon, um dadurch eine größere oder eine geringere Intensität in der Dichte zu erzielen. Durch die angegebenen Maßnahmen wird erreicht, daß die Reaktion der angreifenden Flüssigkeit mit der ursprünglichen Farbe der oxydierten Oberflächen eine Vielzahl von Farbtönungen in allen Schattierungen und in allen möglichen flächenmäßigen Ausdehnungen und Gestaltungen bewirkt.
Wenn die handelnde Person die Ätzung als beendet betrachtet, taucht sie die behandelten Alurainium-
gegenstände in Wasser ein, um die angreifende Wirkung der aufgebrachten Flüssigkeiten zu beenden. Es ist dann nichts weiter mehr zu tun, als die sich ergebenden Farbtönungen unter Zuhilfenahme bekannter Mittel und Methoden zu fixieren.
ίο Die Einfachheit des Verfahrens und seine rasche Durchführbarkeit erlauben die Behandlung von anodisch oxydierten und in gleichmäßiger Tönung gefärbtea Aluminiunioberffächen von Fonnkörpern jeglicher Ausdehnung und Form.
Dank der ungewöhnlichen Durchführungsweise des neuen Verfahrens sind seine Abwandlungsmöglichkeiten zahlreich- Man kann nicht nur jede Art von Aluminiumkörpern mit in beliebiger Weise oxydierten und gefärbten Oberflächen behandeln, son-
ao dem diesen Vorgang vollziehen mit einer ganzen Skala von Farbstoffen und deren Kombinationen mit verschiedensten Tönungen, mit für jeden einzel-
' nen Fall geeigneten angreifenden chemischen Verbindungen, mit Auftragungsvorrichtungen, die vom
as allereinfachsten — wie z. B. dem Pinselstrich — bis zum vollkommensten "Zerstäuber gehen, und zudem durch Personen, die nur ein mehr oder weniger rudimentär entwickeltes künstlerisches Gefühl zu haben brauchen.

Claims (1)

  1. Patentanspiuch:
    lei scharf begrenzte Farbkontraste aufweisen, erhältlich wären.
    Das erfindungsmäßige Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man die eingefärbten Aluminium-5 oberflächen in unregelmäßiger Weise in Abwesenheit von Schablonen oder mustergemäßen Abdeckungen mit Flüssigkeiten, welche als die Farbstoffe verändernden Stoffe entsprechende Säuren, Alkalien oder Oxydationsmittel enthalten, derart behandelt, daß

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