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DE1769482C3 - Verwendung von Polyurethanen zur HeiBversiegelung von textlien Flächengebilden - Google Patents

Verwendung von Polyurethanen zur HeiBversiegelung von textlien Flächengebilden

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Publication number
DE1769482C3
DE1769482C3 DE19681769482 DE1769482A DE1769482C3 DE 1769482 C3 DE1769482 C3 DE 1769482C3 DE 19681769482 DE19681769482 DE 19681769482 DE 1769482 A DE1769482 A DE 1769482A DE 1769482 C3 DE1769482 C3 DE 1769482C3
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DE
Germany
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polyurethanes
polyurethane
weight
percent
powder
Prior art date
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DE19681769482
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English (en)
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DE1769482B2 (de
DE1769482A1 (de
Inventor
Wolfgang Dr.; Striegler Hellmut Dr.; 5090 Leverkusen; BoIl Manfred 5673 Burscheid; Müller Erwin Dr. 5090 Leverkusen Keberle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Publication date
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Publication of DE1769482A1 publication Critical patent/DE1769482A1/de
Publication of DE1769482B2 publication Critical patent/DE1769482B2/de
Publication of DE1769482C3 publication Critical patent/DE1769482C3/de
Application granted granted Critical
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Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung von speziellen Polyurethanen zur Heißversiegelung von textlien Flächengebilden.
Textilverklebungen durch Heißversiegelung sind bekannt. Als Heißsiegelkleber werden geeingete Thermoplaste auf Textilien aufgebracht, beispielsweise durch Aufrakeln von verdickten Pasten oder Lösungen oder durch Aufstreuen von rieselfähigen Pulvern. Ferner ist bekannt, die Heißsiegelkleber in Form von Dispersionen oder Lösungen aufzusprühen oder die Kleber in Form von Vliesstoffen oder Fäden aufzubringen. Durch anschließendes heißes Verbügeln werden die Stoffteile dann miteinander verbunden. Die Verklebungen sollen chemischreinigungsbeständig und waschbeständig sein.
Als geeigneter Thermoplast hat sich beispielsweise Polyäthylen erwiesen, das dank seine.· Eigenschaft, bei Temperaturen um 90 bis 130 C zu erweichen bzw. zu schjnelzen und sich nach dem Erkalten mit textlien Stoffen zu verbinden, zur Heißversiegelung von Textilien verwendet werden kann. Die mit Polyäthylenpulvern vorgenommenen Versiegelungen haben jedoch den Nachteil, daß sie einer Reinigung mit Lösungsmitteln, wie z. B. Trichloräthylen oder Waschbenzin, in Folge ihrer Quellbarkeit bzw. Löslichkeit nicht standhalten. Während der Reinigung erfolgt hierbei eine Ablösung des Polyäthylens von der Unterlage, besonders wenn Temperaturen von etwa 50 bis 60 C erreicht oder überschritten werden. Auch die Beständigkeit gegenüber Kochwäschen mit üblichen Waschmitteln ist nicht ausreichend, wenn Polyäthylen als Versiegelungsmaterial verwendet wird.
Es ist auch schon weich eingestelltes Polyvinylchlorid in Pulverform verwendet worden. Diese Produkte haben jedoch den Nachteil, daß die zur Plastifizierung des Polyvinylchlorids verwendeten Weichmacher bei den Temperaturen, die bei der Sinterung oder der Verbügelung auftreten, flüchtig sind. Dadurch verhärten die versiegelten Textilien. Diese Verhärtung kann auch schon allmählich bei Raumtemperatur auftreten. Daher haftet den mit plastifiziertem Polyvinylchlorid versiegelten Textilien oft der Geruch der flüchtigen Weichmacher an. Ein weiterer Nachteil der Verwendung von pulverförmigem Weichpolyvinylchlorid ist, daß während der Heißsiegelung geringfügige Temperaturschwankungen bereits ein Durchschlagen, d. h. ein schnelles Abfließen des geschmolzenen Pulvers in das Textil bewirken können. Dadurch verhärtet das zu verklebende Textil, und die Verbundstelle weist nicht die geforderte Verbundfestigkeit auf.
Auch ist die Verwendung von Polyurethanen als Hpißsieoelkleber für Textilverklebungen bekannt. Man verwendet ein Polyurethan aus 1 „4-ButandioI und 1,6-Hexamethylendiisocyanat, dem zur Erniedrigung seines Erweichungspunktes und der Verbügelungstemperatur Weichmacher, wie beispielsweise weiche PoIyamide, zugesetzt werden. Dennoch sind die erforderlichen Verarbeitungstemperaturen recht hoch und liegen im Bereich von 200 C. Außerdem verringert das als Weichmacher zugesetzte Polyamid die Haftfestigkeit der Verklebungen, besonders wenn es durch
ίο Lösungsmittel, wie beispielsweise Alkohol, aufgequollen, angelöst oder extrahiert wird. Dadurch nimmt die Haftfestigkeit der Verklebung ab und der Griff der verbundenen Textilien verschlechtert sich durch Verhärtung.
Es sind auch schon weich eingestellte lineare Polyurethane verwendet worden, die als weichmachende Aufbaukomponenten Polyisocyanate, Polyamine oder Polyglykole mit seitenständigen Alkylgruppen, wie beispielsweise /i-Methyl-tetramethylendiamin, Methyi-
ao 1,6-hexandiol, Trimethyl-l,6-hexandiol, Methyldiäthanolamin, Neopentylglykol oder Trimethyl-1,6-hexandiisocyanat enthalten. Heißsiegelmassen aus solchen Polyurethanen zeichnen sich durch niedrige Erweichungspunkte und Verbügelungstemperaturen aus,
»5 so daß ihnen keine Weichmacher als solche zugesetzt zu werden brauchen. Die Mangel, die diesen Heißsiegelmassen anhaften, liegen in dem ungünstigen Theologischen Verhalten der geschmolzenen oder angesinterten Polyurethane und in ihrer niedrigen Schmelzviskosität. Oiese Heißsiegelmassen schmelzen scharf innerhalb t..ies kleinen Schmelzintervalls und fließen auf Grund der niedrigen Schmelzviskosität schnell in die textile Unterlage ab. Dadurch kommt es zu einer Verhärtung des Textils, und die erzielten Haftfestigkeiten sind mäßig und oft unzureichend. Auf Grund des ungünstigen rheologischen Verhaltens sind diese Produkte technologisch schwierig zu handhaben, da bereits geringe Temperaturabweichungen von den Sinter- und Verbügelungstemperaturen die Haftfestig-
•t° keiten der versiegelten textlien Flächengebilde beeinträchtigen.
Es wurde nun gefunden, daß Heißsiegelmassen aus Polyurethanen, die aus aliphatischen Düsocyanaten, Glykolen mit aliphatisch gebundenen OH-Gruppcn und einem Molekulargewicht bis 400, unter Mitverwendung von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent (bezogen auf die Gesamtpolyurethanmassc) Alkoholen mit mindestens 3 aliphatischen Hydroxylgruppen und einem Molekulargewicht bis 400 erhalten worden sind, auf Grund ihrer Eigenschaften und ihrer einfachen Vcrarbeitungs- und Anwendungsmöglichkeiten als Heißsiegelkleber für wasch- und reinigungsbeständige Textilverklebungen besonders geeignet sind.
Gegenstand der Erfindung ist somit die Verwendung von Polyurethanen, die aus aliphatischen Düsocyanaten und Glykolen mit aliphatisch gebundenen Hydroxylgruppen vom Molekulargewicht bis 400 unter Mitverwendung von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf die Polyurethanmasse, an Alkoholen mit mindestens 3 aliphatischen Hydroxylgruppen vom Molekulargwicht bis 400 erhalten worden sind, zur Heißversiegelung von textlien Flächengebilden.
Die gemäß Erfindung vorzugsweise in Frage kommenden Polyurethane haben Schmelz- oder Erweichungsbereiche zwischen 80 und 200 C, vorzugsweise zwischen 100 und 150 C, so daß sie ohne Schädigung der Fasern der zu versiegelnden Textilien angewendet werden können.
Als Ausgangsverbindungen zur Herstellung der erfindungsgemäß zu verwendenden Polyurethane"kommen Glykole mit aliphatisch gebundenen Hydroxylgruppen, welche ein Molekulargewicht bis 400 aufweisen, wie Äthylenglykol, 1,3-PropylenglykoI, 1,4-Butandiol, 1,5-PentandioI, 1,6-Hexandiol, Methyl-1,6-hexandiol, Tri-methylhexandiol, Neopentylglykol, 1,4-Bis-hydroxymethylen-cyclohexan, Diäthylenglyk'ol, Thiodiglykol, Methyl-diäthanolamin, Xylylcnglykol oder Oxäthylierungsprodukte von 2wertigen Phenolen *° oderGlykolen, wie Bis-hydroxyäthylhydrochinon oder Hydroxyäthyl-l,6-hexandiol, in Frage. Vorzugsweise werden Mischungen verschiedener Glykole verwendet.
Als aliphatische Diisocyanate kommen beispielsweise 1,4-Butandiisocyanat, 1,6-Hexandiisocyanat, Trimethyl-hexandiisocyanat, Xylylendiisocyanat, MethylcycloheKandiisocyanat, Cyclohexandiisocyanat, Trimcthylcyclohexandiisocyanat, Methylendicyclohexandiisocyanat, Isophorondiisocyanat in Frage. 1,6-Hexandiisocyanat ist besonders bevorzugt.
Als Alkohole mit mindestens 3 aliphatischen Hydroxylgruppen und einem Molekulargewicht bis 400 können beispielsweise Hexantriol-( 1,2,6), Glycerin, Pentaerythrit, 2-HydroxymethylhexantrioI-1,2,6, 1,1,4, 4-Tetramethylol-cyclohexan, Trimethyloläthan und vorzugsweise Trimethylolpropan verwendet werden.
Die Komponenten werden im allgemeinen bei einem NCO/OH-Verhältnis von 0,8 bis 1,2, vorzugsweise 1:1, ze.r Reaktion gebracht.
Die Herstellung der erfindungsgemäß als Heißsiegelkleber zu verwendenden Polyurethane geschieht zweckmäßig in Lösungsverfahren, wobei solche Lösungsmittel verwendet werden, die mit den Polyisocyanaten und den Alkoholkomponenten nicht reagieren, wie beispielsweise Aceton, Tetrahydrofuran, Dioxan, Methyl-äthyl-keton, Benzol, Toluol, Xylol, Methylacetat, Butylacetat, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff. Chlorbenzol. Die Herstellung der Polyurethane erfolgt z. B. in der Weise, daß die Komponenten in dem Lösungsmittel gelöst werden. Die Reaktion wird zwischen 40 und 160 C, vorzugsweise 60 bis 130 C, durchgeführt. Die optimalen Temperaturen werden zweckmäßigerweise in Reihenversuchen ermittelt. Nach einiger Zeit beginnt die Ausscheidung des Polyurethans. Das ausgefallene Reaktionsprodukt wird abgesaugt und getrocknet.
Die Komponenten können auch in einem Lösungsmittel umgesetzt werden, in dem auch das Umsetzungsprodukt löslich ist. Solche Lösungsmittel sind z. B. Formamid, Dimethylformamid, Dimethylacetamid, Dimethylsulfoxid usw. Das gelöste Umsetzungsprodukt wird entweder durch Abdestillation des Lösungsmittels oder durch Ausfällen mit Wasser oder Lösungsmitteln, in denen sich das Umsetzungsprodukt nicht oder nur wenig löst und die mit den Lösungsmitteln, in denen sich das Polyurethan löst, gut oder wenigstens teilweise mischbar sind, isoliert, und von Lösungsmittelresten durch Trocknen, gegebenenfalls im Vakuum und gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur, befreit. Zur Ausfällung haben sich beispielsweise Tetrahydrofuran und Aceton als geeignet erwiesen. Bei dieser Ausführungsform werden besonders feinteilige Pulver erhalten.
Es ist auch möglich, aus den Lösungen das Polyurethan durch Sprühtrocknung zu isolieren, wobei die Lösung bei erhöhter Temperatur unter Druck durch Düsen in eine Trocknungskammer zerstäubt wird. Bei diesem Verfahren werden ebenfalls sehr kleine Durchsctinittskornerößen erhalten.
Das Polyurethan kann auch lösungsmittelfrei in der Schmelze durch Erhitzen auf 40 bis 200 C, vorzugsweise 60 bis 130 C, hergestellt werden.
Wenn der Heißsiegelkleber als rieselfähiges Pulver eingesetzt wird, wird das Rohprodukt entweder granuliert oder durch Zerkleinerung und Mahlung gegebenenfalls in Gegenwart von Trockeneis und fraktioniertes Sieben auf die gewünschte Korngröße gebracht.
Im allgemeinen schwankt die Durchschnittskorngröße der Polyurethanpulver zwischen 0,001 bis 0,5 mm. Entsprechend dem Verwendungszweck und der Einsatzform der Heißsiegelmassen werden beispielsweise Korngrößen zwischen 0,005 bis 0,1 mm oder 0,3 bis 0,5 mm verwendet. Polyurethanpulver mit Durchschnittskorngrößen von 0,001 bis 0,2 mm sind bevorzugt.
Anwendungsformen der Polyurethane in Faden-, Gewebe- oder Vliesform oder als Pasten ermöglichen eine einfache, gezielte, gleichmäßige und sparsame Verteilung ohne besondere Vorrichtungen zur Verteilung des Versiegelungsgutes. Ein Verlust an Vcrsiegelungsmaterial, wie er gelegentlich bei Verwendung von pulverförmigem Material, beim Aufpudern oder Ausstreuen entstehen kann, ist in diesen Fällen ausgeschlossen.
Die er'.ieüiaren Haftfestigkeiten und Gebrauchswerte erlauben eine breite und vielfältige Verwendung der Heißsiegelmassen zur Heißversiegelung von Geweben, Gewirken, Filzen und Vliesen aus natürlichen und synthetischen Fasern, vorzugsweise aus Baumwolle, Zellwolle, Wolle, Polyacrylnitril-, Polyamid- und Polyesterfasern.
Das versiegelte Textilmaterial ist wasch- und reinigungsbeständig und lichtecht.
Die Ausführung der Heißversiegelung erfolgt derart, daß man die pulverförmigen oder in Faden-, Vliesoder Gewebeform oder als Paste vorliegenden Polyurethane auf die textile Oberfläche aufbringt und mit Hilfe einer Wärmequelle bei 80 bis 200 C. vorzugsweise bei 120 bis 180 C aufsintert. Anschließend wird auf die so präparierte Oberfläche ein weiteres Gewebestück bei 120 bis 180 C, vorzugsweise etwa 130 bis 150 C, aufgebügelt.
Pulver werden durch Schütteln eines Siebes gleichmäßig auf der Oberfläche des Trägermaterials, beispielsweise eines Gewebes oder eines Vliesstoffes, z. B. in einer Auflagemenge von etwa 6 bis 30 g/m2 verteilt. Anschließend werden die bestreuten Trägermaterialien etwa 10 bis 20 see der Wirkung eines Infrarot-Strahlers ausgesetzt, dessen Abstand von der Oberfläche des Trägers z. B. 50 cm oder mehr und dessen Leistungsaufnahme z. B. 1500 Watt bei einer Strahlungsfläche von 300 cm2 beträgt. Die Oberflächentemperatur des Trägermaterials beträgt dann etwa 120 C oder mehr. Das Pulver beginnt zu sintern und verbindet sich dauerhaft mit der Oberfläche des Trägermaterials. Das Material wird aus der Heizzone entfernt und zu einem späteren Zeitpunkt mit einem weiteren Flächeiigebilde, beispielsweise mit einem Baumwoll-Popeline, Polyacrylnitril-Gewirke oder Vliesstoff, zu einem Verbundstoff vereinigt. Dazu werden Trägermaterial und das genannte zweite Material so aufeinander gelegt, daß der Heißsiegelkleber sich in der Mittelschicht zwischen den beiden Materialien befindet. Durch einen Hitzestoß von etwa 15 see Dauer und unter Anwendung eines Druckes von etwa 0,04 kg/cm2 werden die Materialien bei einer Temperatur von etwa 130 C in einer Bügelpresse miteinander vereinigt. Der Kleber
5 \ 6
wird in diesem Zeitraum plastisch und verklebt Träger- Das Pulver ward getrocknet zerkleinert und gernahmatcria! und aufgelegtes Material dauerhaft mitein- len. Durch fraktioniertes Sieben wird das erhalten ander. Der Verbundstoff wird aus der beispielsweise Polyurethan-Pulver auf die gewünschte Korngröße verwendeten Bügelpresse entfern· und ist nach dem gebracht. Schmelzbere-ch. 135 bis 140 C.
Abkühlen sofort verwendungsiähig. . 5 ß) Polyurethanpulver aus 60,2 Gewichtsprozent 1 6-Die Hcißversiegelung mit Polyurethanen in Pasten- Hexandiisocyanat, 23,6 Gewichtsprozent Inform geschieht im allgemeinen derart, daß man das Hexandiol, 13,9 Gewichtsprozent Neopentylglykol Granulat in einer Korngröße von 0,001 bis 0,2 mm und j^ Gewichtsprozent Trimethylolpropan.
mit eiacm wäßrigen Dispersionsbinder, beispielsweise . .
auf Butadien-Basis, eegebenenfalls auch in Form von « Nach mehrstündiger Umsetzung bei 80 C w.rd das Mischpolymerisaten "mit (Methacrylsäure und ihren ausgefallene Produkt abgesaugt und getrocknet. Nach Derivaten, Vinylverbindungen und Olefinen in einem Mahlen und Fraktionierung durch Sieben wird ein Verhältnis von etwa 1:1 bis 2:1, unter Umständen Polyurethan-Pulver mit einem Schmelzbereich von mit einem Zusatz von Verdickungsmit^ln, beispiels- 125 bis 135 C erhalten.
weise Cellulosederivaten und Alginaten, verrührt und *5 Polyurethanpulver aus 61,2 Gewichtsprozent 1 G-
mit Hilfe einer Schablone, Siebtrommel od. dgl. auf Hexandiisocyanat, 19,8 Gewichtsprozent IV
das Trägermaterial gleichmäßig, vorzugsweise punkt- Hexandiol II 6 Gewichtsprozent Neopentylglykol
förmig, aufdruckt, wobei die Auflage etwa 10 bis und 7,4 Gewichtsprozent Trimelhyiolpropan.
100 2/m2, vorzuesweise 50 g/m2, beträgt. Anschließend
wird" das bedruckte Trägermaterial, beispielsweise ein « Das Produkt wird durch mehrstündige Umsetzung
Gewebe oder ein VlicsT «n einem Trockenkanal ge- in Dimethylformamid bei 120 C hergestellt und durch
trocknet.Hierbci werden diePoIyurethanpartikeln durch Zugabe von Aceton ausgefällt. Das abfiltnertc, ausge-
den Disperionsbinder so fest mit dem Trägermaterial waschene und von Lösungsmitteiresten befreite, sehr
verbunden, daß die Textilbahncn ohne Schwierigkeiten feinkörnige Pulver wird mit Wasser angepastet, feucht
aufgerollt werden können. Die Vereinicung mit einem 25 granuliert und getrocknet. Die erhaltenen Körner
weiteren Textil, wie z. B. einem Gewebe, Gewirke oder werden zur Erhöhung der Kornhärte leicht angesintert
Vlies, zu einem Verbundstoff geschieht dann dadurch, und dann durch Sieben fraktioniert. Schmelzbcreich:
daß dieses auf die mit Kunststoff bedruckte Fläche des 130 bis 140 C.
Trägers aufgebracht und die Verklebung durch einen Beispiel 1
Hitzestoß unter Druck, beispielsweise in einer Bügel- 3°
presse, herbeigeführt wird. Der Verbundstoff wird Auf ein ungefärbtes Baumwoll-Kreuzkörpergewebe dann sofort aus der Bügelpresse entnommen und kann mit einem m2-Gewicht von 200 g werden mittels eines nach Abkühlen unmittelbar verwendet werden. So Siebes 28 bis 30 g/m2 des Polyurethan-Heißsiegeipulhergestellte Laminate weisen auf Grund der gleich- vers A mit einer Korngröße von 0,3 bis 0,5 mm aufmäßigen Verteilung des Bindemittels einen vorteilhaft 35 gesiebt. Das bestreute Baumwollgewebe wird anschlicweichen textlien Griff auf. ßcnd 15 see mit einem Infrarotstrahler mit 1300 Watt Fasern oder darauf hergestellte Gebilde sind eine und einer Oberfläche von 300 cm2 im Abstand von weitere Anwendungsform der erfindungsgemäß zu 8 cm bestrahlt. Danach ist das Heißsiegelpulver oberverwendenden Polyurethane. Hierzu werden in an sich flächlich erweicht und haftet nach Abkühlen auf dem bekannter Weise z. B. bei Temperaturen von etwa 100 4o Gewebe. Auf die besinterte Gewebefläche wird ein bis 200 C unter Luftabschluß aus der Schmelze Fasern Baumwoll-Trikot aufgelegt und unter emer 160 C gezogen und in Stapel geschnitten. Aus diesen können heißen Bügelpresse bei einem Druck von 5C0 g/cm2 durch an sich bekannte Methoden Vliese gebildet, in 15 see verpreßt. Der erhaltene Verbundstoff zeigt Fäden gesponnen und zu Geweben, Gewirken und nach dem Abkühlen folgende Trennfestigkeiten:
Gelegen weilerverarbeitet werden. Zur Heißversiege- 45 Ohne Behandlung 1,5 bis 2,5 kp/5 cm
lung von Textilien werden diese Flächengebilde auf nacn grj^C
das Trägermaterial aufgebracht und entweder zwecks Maschinenwäsche 1,5 bis 2,2 kp/5 cm
«paterer weiterer Verbügelung angesintert oder aber · nach Kochwäsche 1,3 bis 1,8 kp/5 cm
direkt mit einem zweiten Material, z. B. einem Ge- nach Chemisch-Reinigung
wirke, Gewebe oder Vlies aus bei den Verarbeitungs- 5< > Jn Perchioräthy|en .... 1,7 bis 2,5 kp/5 cm
temperaturen nicht thermoplastischen Materialien,
durch einen Hitzestoß unter Druck . fhügelt. Hierzu Die angegebenen Werte stellen die Trennfestigkeit
lind Bügelpressen wie Kalander geeignet. Bei diesem von 5 cm breiten Prüfkörpern im trockenen Zustand
Verfahren erhält man ebenfalls weiche Verbundstoffe, dar.
die sich durch gute Beständigkeit gegenüber der Ein- 55
wirkung von Wasser und Lösungsmitteln auszeichnen. Beispiel 2
Herstellung der erfindungsgemäß zu verwendenden _ Ein Baumwoll-Kreuzkörpergewebe wird nach der in Polyurethanpulver (Korngröße von 0,3 bis 0,5 mm 1"8P*'1 aIWbe"en Weise mit dem Polyurethan-Durchmesser) · 6o Pulver B mit einer Korngroße von 0,3 bis 0,5 mm besintert und mit einem zweiten Baumwollgewebe in A) Polyurethanpulver aus 60,1 Gewichtsprozent 1,6- gleicher Weise verpreßt.
Hexandiisocyanat, 24,4 Gewichtsprozent 1,6- Das erhaltene Verbundstoff weist folgende Trenn-
Hexandiol, 14,3 Gewichtsprozent Neopentylglykol festigkeiten auf:
und 1,2 Gewichtsprozent Trimethylolpropan. 6j Qhne Behandlung 2,5 bis 3,0 kp/5 cm
Das Polyurethan wird durch mehrstündige Um- nach 60 C
Setzung bei 95 C in Toluol hergestellt. Gegen Ende der Maschinenwäsche 2,3 bis 2,8 kp/5 cm
Reaktion fällt das Produkt aus. nach Kochwäsche 1,9 bis 2,4 kp/5 cm
nach Chemisch-Reinigung
in Perchloräthylen ... .2,3 bis 2,6 kp/5 cm
Der Verbundstoff widersteht mehreren chemischen Reinigungen in Perchlortähylen unter Praxisbedingungen ohne Einbuße seiner Haftfestigkeit.
Beispiel 3
Ein Baumwollgewebe wird mit dem Polyurethanpulver C mit einer Korngröße von 0,3 bis 0,5 mm gemäß Beispiel 1 besintert und mit einem zweiten Baumwollgewebe in gleicher Weise verpreßt.
Der erhaltene Verbundstoff zeigt folgende Trennfestigkeiten:
Ohne Behandlung 2,4 bis 2,8 kp/5 cm
nach 60'C
Maschinenwäsche 2,4 bis 2,7 kp/5 cm
nach Kochwäsche 2,1 bis 2,0 kp/5 cm
nach Chemisch-Reinigung
in Perchloräthylen ... .2,0 bis 2,5 kp/5 cm
Vergleichsbeispiel
Vergleichsweise wird ein Polyurethanpulver aus 56,6 Gewichtsprozent 1,6-Hexandiisocyanat, 7,9 Gewichtsprozent 1,6-Hexandiol und 35,5 Gewichtsprozent Methyl- 1,6-hexandiol-lsomerengemisch (aus technischem Methylcyclohexanol-lsomerengemisch hergestellt) mit einem Schmelzpunkt von 118 bis 1200C in der in Beispiel 1 angegebenen Weise verwendet.
Die erhaltenen Verbundstoffe zeigen eine sehr geringe Gebrauchstüchtigkeit, da das verwendete Polyurethanpulver auf Grund seines sehr engen Schmelzbereiches und seiner niedrigen Schmelzviskositäi be der Verarbeitung (Ansintern und Verbügeln) in sehi kurzer Zeit schmilzt, schnell in das Gewebe abfließ und dadurch für den Klebeprozeß verloren geht.
ttß96

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung von Polyurethanen, die aus aliphatischen Düsocyanaten und Glykolen mit aliphatisch gebundenen Hydroxylgruppen vom Molekulargewicht bis 400 unter Mitverwendung von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf die Polyurethanmasse, an Alkoholen mit mindestens drei aliphatischen Hydroxylgruppen vom Molekluargewicht bis 400 erhalten worden sind, zur Heißversiegelung von textlien Flächengebilden.
DE19681769482 1968-05-30 1968-05-30 Verwendung von Polyurethanen zur HeiBversiegelung von textlien Flächengebilden Expired DE1769482C3 (de)

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GB2688869A GB1214778A (en) 1968-05-30 1969-05-28 A process in which polyurethanes are used for heat sealing textile sheets
NL6908123A NL6908123A (de) 1968-05-30 1969-05-28
SE760169A SE348016B (de) 1968-05-30 1969-05-29
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DE1769482A1 DE1769482A1 (de) 1971-10-14
DE1769482B2 DE1769482B2 (de) 1976-06-16
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