DE1767801A1 - Verfahren zur Herstellung von gefriergetrocknetem,sofort loeslichem Kaffee - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gefriergetrocknetem,sofort loeslichem KaffeeInfo
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Description
P 1? 67 801.2
General goods Corporation 2jF. August 1970
Verfahren zur Herstellung von gefriergetrocknetem, sofort
löslichem Kaffee
. Die Erfindung betrifft die Herstellung eines verbesserten löslichen Kaffeeprodukts von verbessertem Geschmack und ^^^
Aroma und insbesondere die Verarbeitung von Kaffee-Extrakt
zu einem körnigen gefriergetrockneten Produkt,
Die Gefriertrocknung ist bis zu einem Entwicklungsstand vorangetrieben worden, an welchem sie als eines der erfolgversprechendsten
Verfahren zur Verdampfungskonzentration von Kaffee-Extrakt angesehen wird. Wegen der Kosten für die
Sublimation von Wasser aus einem Extrakt mit normalem Peststoff gehalt, der normalerweise nicht über 20 - j50 Gew.-^
liegt, ist es jedoch wünschenswert, den Extrakt vor dem Gefriertrocknen zu konzentrieren. Hierdurch kann der Gefriertrocknungszyklus
verkürzt und können die mit der Gefriertrocknung zusammenhängenden Kosten gesenkt werden. ätk
C. Einer der Hauptvorteile der Gefriertrocknung besteht in
der Möglichkeit, die gewünschten Gesohmak- und Aromastoffe
erhalten zu können, vorausgesetzt, daß die Temperaturen des Extrakts so niedrig gehalten werden, daß sowohl ein
Geschmaok- oder Aromaverlust als auch eine Verschlechterung
dieser Komponenten infolge der Verarbeitung vermieden werden. Durch die Gefrierkonzentration wirdmußerdem
jegliche stärkere Verschlechterung der Geschmack- und Aromaanteile infolge des Feuchtigkeitsentzugs aus dem nor-
-2-NeU« Unterlagen (Art7|1Ab«.2Nf.1Sate3de*Än(tarui«iew.*4.l-»e7!
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malen Perkolator-Abfluß vor dem Gefriertrocknen vermieden. Dennoch bestehen Schwierigkeiten bei der Anwendung der
Technik der Gefrierkonzentration auf die Gefriertrocknung von Kaffee.
Kaffee-Extrakt, d.h. beispielsweise ein 20 - ^O Gew.-^ an
Peststoffen enthaltender Perkolatorsud aus einer gemahlenen Röstkaffeecharge, der von einer Perkolatorsäule oder einem
anderen Extraktionsgefäß geliefert wird, enthält sowohl gelöste Gase als auch Teer- und Wachsbestandteile. Wenn
die gelösten Gase, typischerweise CO2, bei der Handhabung
des Extrakts vor oder während der Gefrierkonzentration einer Rührwirkung ausgesetzt werden, tragen sie in beträchtlichem
Ausmaß zur Tendenz zur Schaumbildung bei. Da die Gefrierkonzentration andererseits eine vergleichsweise
langzeitige Temperatursenkung erfordert, um sowohl eine Kristallisation als auch eine fortgesetzte Temperaturverminderung
zur Ermöglichung einer Abtrennung von Wasser in Porm von Eiskristallen vom Kaffee-Extrakt zu bewirken,
wird die Tendenz des Extrakts zu einer Ausfällung von Wachs- und Teer-Rückständen verstärkt. Wenn man berücksichtigt,
daß die Gefrierkonzentration im allgemeinen eine längere Kristallisationsstufe einschließt, bei welcher der Extrakt
während einer Zeitspanne von ein bis zwei Stunden auf tiefen Temperaturen gehalten wird, ist es offensichtlich, daß
das Problem der Wachsausfällung infolge der Kristallisation oder der nachfolgenden Abtrennung, beispielsweise durch
Zentrifugieren, ziemlich stark zutage tritt. Der während dieser Zeitspanne der Kristallisation unterworfene Kaffee-Extrakt
wird außerdem zwecks Kristallkernbildung und zur Förderung des fortschreitenden Wachstums von Wasser-Eiskristallen
gerührt, wobei alle diese mechanischen Behandlungen eine Tendenz des Extrakts, in der Kristallisationsvorrichtung selbst zu schäumen, begünstigen. Von noch
größerer Bedeutung ist die Tatsache, daß die Mutterlauge, die beispielsweise durch die Zentrifugalkraft in einer kontinuierlich
oder chargenweise arbeitenden Korb-Zentrifuge '
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■■.ftf
von den Wasser-Eiskristallen abgetrennt werden soll, mit
ziemlicher Wahrscheinlichkeit zum Schäumen in der Zentrifuge selbst neigt.
Der während des Zentrifugieren bei der Gefrierkonzentration
entstehende Schaum überfließt die Aufnahmebehälter für die Mutterlauge, wobei dieser Überlauf nicht verwendet werden
kann. 'Außerdem kann der Schaum eine Geschmackverschlechterung
hervorrufen, wenn er sich über eine längere Zeitspanne
hinweg auflösen kann. Dieser Schaum bedeutet daher nicht nur einen Verlust an Kaffee-Feststoffen, sondern macht
schließlieh eine Stillsetzung der Gewinnunganlage erfor- tP^
derlich. Außerdem können sich die in der Mutterlauge enthaltenen Teer-Rückstände, welche als Teil eines aus Wasser
und Eis bestehenden Schlamms in die Zentrifuge eintreten, am Zentrifugensieb selbst absetzen und hierdurch das Abtrennvermögen
der Zentrifuge weitgehend einschränken und sie schließlich unwirksam machen,
Da die Aufgabe der Gefrierkonzentration in einer möglichst maximalen Heraufsetzung des Feststoffgehalts des Extrakts
vor dem Gefriertrocknen und mithin in einer Verminderung
der dem Gefriertrocknungsvermögen entgegenwirkenden Belastung besteht, schränken diese Schaumbildungs- und Entwachsungsprobleme
weitgehend die Möglichkeit einer Durch- w
führung einer Gefrierkonzentration ein, bei welcher ein Feststoffgehalt von wesentlich mehr als ^0% erzielt werden
könnte.
Aus diesem Grund besteht ein Bedarf für ein Verfahren
zur Verbesserung der Tendenz von Kaffee-Extrakt zur Schaum- ,
bildung und zur Ausschaltung der mit der Wachsausfällung zusammenhängenden Probleme unter gleichzeitiger Lieferung
einer Mutterlauge, die schließlich unter Gewährleistung , eines Produkts des gewünschten Geschmacks gefriergetrocknet
werden kann. Insbesondere besteht ein Bedarf für ein
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Verfahren zur Lieferung eines Produkts, das frei von allen
Ausfällungen oder "Flecken", d.h. von unlöslichen Stoffen ist, welche durch die Arbeitsschritte der Gefrierkonzentration
und Gefriertrocknung in.das Produkt hineingelangt sind und
Vielehe sich nach der Zubereitung in der Tasse als unerwünschte
und abstoßende Feststoffe zeigen. Dieses Problem der Verunreinigung ist im wesentlichen dasselbe Problem wie die
Wachsentfernung beim Gefrierkonzentrieren, so daß die Ausschal tuns des einen Problems auch zur Beseitigung des
anderen führt«
Diese Aufgaben werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
zur Herstellung von gefriergetrocknetem,, sofort löslichem Kaffee, bei welchem wässriger Kaffee-Extrakt eingefroren
und der gefrorene Stoff gefriergetrocknet wird, dadurch gelöst, daß der wässrige Kaffee-Extrakt zunächstzwecks
Ausfällung von Wachs-Feststoffen, die dann durch Zentrifugieren unter einem Druck von mindestens etwa
2,11 kg/cm abgetrennt werden, gekühlt und danach zur
Abscheidung von Eis weiter gekühlt wird, und daß anschließend das Eis unter Zurücklassung eines konzentrierten,
für das endgültige Gefriertrocknen verwendbaren Extrakts mit einem Feststoffgehalt von mehr als 35/& abgetrennt
wird.
Erfindungsgemäß wird somit ein industriell üblicher Extrakt
mit einem Feststoffgehalt im Bereich von 20 - J50^ und
typischerweise von 25 - 28$ und mit einer Temperatur von
etwa 88 - 93°C auf eine Temperatur von 4,5 - 15,6°C gekühlt
und JO min bis 2 Std. lang bzw· so lange auf dieser
Temperatur belassen, bis alle wachsartigen, ausfällbaren Bestandteile durch bekannte Zentrifugier- oder Abtrennverfahren
abtrennbar geworden sind. Der Extrakt wird anschließend vom Vorbehandlungsgefäß zu einem Abscheidergefäß,
beispielsweise einer Zentrifuge, überführt und in
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der Abtrennzone unter einem Druck von wesentlich mehr als etwa 2,11 kg/cra^ und typiseherweise im Bereich
von 2,1 - 5,5 k:g/cm^ gehalten. Bei der Abtrennung der
Wachs-Rückstände von der abgestandenen Lauge unter dem Einfluß von Zentrifugalkräften wird somit im Abseheidergefäß
ein beträchtlicher, auf die Lauge einwirkender Überdruck aufrechterhalten, der gewährleistet, daß die
gelösten Gase in Lösung gehalten werden und eine Schaumbildung bei der Wachsabtrennung in beträchtlichem oder φ
störendem Ausmaß vermieden wird.
Dieser Überdruck wird durch Regulierung der die' Lauge
vom Vorbehandlungs- bzw. Absetzbehälter zum Abscheider fördernden Pumpe α.dgl. Fördereinrichtung sowie der in der
Zentrifuge selbst erzeugten Zentrifugalkraft in Verbindung mit einer entsprechenden Öffnungseinstellung der Drosselvorrichtung
im Auslaß des Abscheiders hervorgebracht. Die zwischen dem Entwachsungs- bzw. Absetzbehälter und dem Abscheider
angeordnete Pumpe kann von beliebiger Art sein, vorzugsweise wird eine Zentrifugal- bzw. Kreiselpumpe verwendet.
Der Abscheider selbst kann mit herkömmlichen Drehzahlen von 5000 - 6000 U/min betrieben werden, bei welchen ™
Fliehkräfte von mehr als 1000 G und bis zu 5000 G, üblicherweise
im Bereich von etwa 4000 G erzeugt werden. Die Drosselwirkung am Auslaß zum Abscheidergefäß sollte so
bemessen sein, daß der Durchsatz an geklärtem Extrakt beschränkt ist, wodurch gewährleistet wird, daß im Abscheider
ein ausreichender Druck aufrechterhalten bleibt, während er zur Verhinderung einer Gasentwicklung in ausreichendem
Maß gefüllt gehalten wird. Diese Drosselung erfolgt durch
eine Durchsatzbeschränkung, so daß die Extrakt-Durchsatzmenge vom Abscheider im entsprechenden Verhältnis zur Extrakt-Zufuhrmenge
zum Abscheider geregelt und hierdurch eine Druckminderung unter den oben genannten Bereich vermieden wird.
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Im Anschluß an die Drosselstelle wird der Extrakt vor dem Einführen in die Gefrierkonzentrationszone in einen einfachen
Speicherbehälter eingeleitet.
Der auf diese Weise geklärte Extrakt erleidet einen Peststoffverlust
von 0,5 - 2$. Der teilweise oder praktisch von
Wachsen befreite und im wesentlichen schaumfreie Extrakt kann dann zu einem Kristallisator überführt werden, in welchem
er einer TemperatürSenkung ausgesetzt wird, durch welche seine
Temperatur unter allgemein bekannten Kristallisationsbedingungen von seinem Eisbildungspunkt auf eine Temperatur von etwa
-9,5 bis 3,9°C gesenkt werden kann. Üblicherweise kristallisiert ein Anteil an vorhandenem Wasser bei einer Temperatur
von etwa 3,j53°C zu Eis, wodurch die gewünschte Konsistenz
des Extrakts in Form eines Wasser-Eis-Schlamms hervorgebracht wird, welcher anschließend weiter gekühlt werden kann,
um einen größeren Anteil an Eiskristallen zu erzeugen. Diese Kristallisation kann in einem mit Wandabstreifern
versehenen Wärmetauscher in einem passenden Gefäß mit Kühlmantel erfolgen, auf dessen Oberfläche der Extrakt ständig
einer Temperatursenkung ausgesetzt wird, so daß das V/asser schließlich zu Eis kristallisiert. Wie bei Kristallisatoren
mit Wandabstreifern üblich, wird das aus dem Wasser gebildete Eis durch die Abstreifwirkung einer Rührschaufel oder einer
Reihe solcher Schaufeln von den Kristallisatorwanden abgetragen. In den meisten Kristallisatoren wird der Extrakt
im Bereich an der Oberfläche des KUhlgefäßes unterkühlt und wird das Eis abgekratzt oder anderweitig abgetragen, um Wasser-.Eiskristallkerne
zu erzeugen, durch welche das weitere Wachstum von Eiskristallen begünstigt wird.
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Das Absetzen von Teer-Rückständen an der Kristallisatorwand,
wodurch die Wärmeübertragung behindert werden würde, wird
vermieden. Bei der Behandlung des so geklärten Extrakts
sind die im Kristallisator entstehenden Eiskristalle selbst beim anschließenden Zentrifugieren leichter behandelbar,
wobei angenommen wird, daß sie leichter von etwa eingeschlossenen Kaffee-Feststoffen befreit werden können. Die für die
Förderung des Extrakts zum Kristallisator verwendeten Geräte und Pumpen bleiben vergleichsweise frei von störendem Schlamm g^
oder anderen Rückständen, welche eine häufige Reinigung oder ^
eine zeitweilige Stillegung der Ausrüstung erforderlich machen wirden.
Die Mutterlauge des im folgenden als "angereicherter Extrakt"
bezeichneten kristallisierten "Extrakts" kann ohne weiteres und ohne die bei Schaumbildung entstehenden Schwierigkeiten
beispielsweise mittels Pumpen zur Abscheiderzone überführt
worden, in welcher die angereicherte Lauge und das aus dem
Wasser gebildete Eis zentrifugiert werden, um eine Phasenauftrennung
zu erreichen. Das aus dem Wasser gebildete Eis wird in Form eines Betts bzw. Kuchens gesammelt, während die
angereicherte Laugenphase mit oder ohne Überdruck auf 4M
physikalischem Weg abgetrennt wird. In den offenen Bereichen ^
der Abßcheidersieböffnungen, über welche die angereicherte
Phase durch das angesammelte Wasser-Eiskristall-Bett hindurchgelassen
wird, tritt nur ein Mindestmaß an Wachsablagerung auf. Die Abtrennung erfolgt unter Atmosphärendruck oder geringfügig
erhöhtem Druck, wobei die beim Zentrifugieren gebildete
Schaummenge unterhalb der Menge liegt, durch welche das Ver- · fahren undurchführbar werden würde. Im Vergleich zur Masse
des angereicherten Extrakts wird nur eine so kleine Menge an
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Schaum erzeugt, daß sie ohne weiteres durch Stehenlassen
vernichtet oder wahlweise als Teil der Extraktphase verwendet werden kann. Vorzugsweise kann der angereicherte
Extrakt innerhalb der Ausrüstung über längere Zeitspannen von typischerweise 10 - JO min hinweg zentrifugiert werden;
während dieser Zeitspanne werden in den Eiskristallen eingeschlossene Feststoffe sowie die Peststoffe in der angereicherten
Laugenphase selbst wirksam entfernt. Das Eis wird mit einem Mindestmaß an darin enthaltenen Feststoffen, beispielsweise
nur etwa 1 - 5 % Feststoffe, erhalten und kann nach der
Gewinnung aus der Zentrifuge geschmolzen und konzentriert werden. Der angereicherte Extrakt kann aufeinanderfolgenden
Kristallisationsschritten unterzogen und anschließend zentrifugiert werden; wahlweise kann der Extrakt auch einem
einzigen Kristallisationsschritt unterzogen und anschließend einmal zentrifugiert werden, worauf der angereicherte
Extrakt ebenfalls auf erfindungsgemäße Weise weiter kristallisiert und weiter zentrifugiert werden kann, indem
geklärte Lauge verwendet wird, die so vorbehandelt worden
istj daß sie ein Mindestmaß an wacheartigen Rückständen
und störenden Tendenzen zur Schaumbildung vor, während oder nach der Kristallisation besitzt.
Nach der Rückgewinnung besitzt die angereicherte Lauge einen Feststoffgehalt von 35 - 45 %, typischerweise etwa 40#,
und befindet sich nunmehr in einem Zustand, in welchem sie weiterverarbeitet werden kann, typischerweise mittels
eines Band-Gefrierverfahrens, bei welchem der Extrakt einer AbleitkUhlung auf einer WärmeabfubJovorrichtung unterzogen
wird, wie sie beispielsweise in der USA-Patent-'schrift
5 255 ^20 beschrieben ist. Die Lauge wird vorzugsweise
langsam während einer längeren Zeitspanne von mehr als 10 min eingefroren, wobei die gewünschten Farbeffekte,
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nämlich eine dunkle Färbung in Trockenproduktform, erreicht
werden. Üblicherweise wird der angereicherte Extrakt durch Ablagerung auf einer Band-Gefriereinrichtung eingefroren., wobei
er in einem Bett mit einer Dicke von etwa 1j5 mm verfestigt
Als Hilfsmittel für das erfindungsgemäße Gefrierkonzentrations-Verfahren
kann wahlweise ein Schaumbildungsmittel verwendet werden, beispielsweise ein gasförmiges Medium, wie
Luft, vorzugsweise jedoch ein Inertgas, wie Stickstoff oder W
Kohlendioxyd, das in die Masse der angereicherten Phase
eingeblasen wird, während letztere so stark gerührt wird, daß das Gas in Form von Blasen im Extrakt gleichmäßig
verteilt wird. Diese Gaseinblasung und Schaumbildung wird so lange durchgeführt, bis die Dichte des aufgeschäumten Extrakts der gewünschten reduzierten Produktdichte entspricht.
Typischerweise liegt der bei.diesem Rühren und Gaseinblasen hervorgerufene Überlauf pro Teil des angereicherten,
schäumenden Extrakts nach der Schaumbildung gegenüber der Masse des angereicherten Extrakts vor dem
Aufschäumen im Verhältnis von■1:1 bis 2:1. Dieser schäumende
Extrakt kann auf ähnliche Weise zur Ableitkühlung ^ mit gleichmäßiger Bettdicke auf ein Wärmeübertragungs- . ~~
bzw. -abfuhrband aufgebracht und auf ähnliche Weise zu
einer verfestigten Schicht eingefroren werden; wahlweise
kann der Extrakt gewünschtenfalls auch in die Form von Strängen oder in andere leicht handhabbare Formen stranggepreßt werden.
Eine weitere Verfeinerung der zuletzt beschriebenen wahlweisen
Möglichkeit des Aufschäumens besteht darin, entweder ein festes oder vorzugsweise flüssiges Kühlmittel,
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wie festes Trockeneis oder vorzugsweise flüssiger Stickstoff, in den Extrakt einzuführen, während dieser mechanisch
gerührt wird; hierdurch werden gleichzeitig Wasser-Eis-Kristalle und ein schlammiger Schaum gebildet, welcher für
das zuverlässige Einfrieren auf einem Band Formstabilität besitzt, so daß die erforderliche Gefrierleistung für
die Verfestigung des Schaums herabgesetzt wird. Zur Hervörbringung
des bevorzugten Überlaufs wird eine zumindest dem Volumen des verwendeten angereicherten Extrakts entsprechende
Menge eines flüssigen Kühlgases, wie Stickstoff, angewandt; im allgemeinen werden jedoch ein bis zwei
Teile an flüssigem Stickstoff pro Teil des aufzuschäumenden
angereicherten Extrakts eingesetzt. Durch die Verwendung solcher Kühlgase, wie Stickstoff in flüssigem Zustand,
wird eine gleichmäßigere Blasenverteilung durch die Matrix des angereicherten Extrakts hindurch erzielt, was zu einem
gleichmäßigeren verfestigten, aufgeschäumten Produkt führt. Das für die Hervorbringung dieser Schaumbildung erforderliche
Ausmaß an Rührwirkung wird so bemessen, daß ein gleichmäßiges Schema der Gasverteilung und Blasenbildung
erzielt wird,
Durch Ausschaltung des Schaums als wesentlicher Faktor in einem geflierkonzentrierten, angereicherten Extrakt kann
letzterer auf einer Band-Gefriereinrichtung abgelagert und kann zuverlässig die endgültige Dichte bestimmt werden.
Dieses Merkmal des angereicheten Extrakts läßt sich vorteilhaft nicht nur auf einen nicht aufgeschäumten,
sondern auch auf einen auf vorher beschriebene Weise aufgeschäumten Extrakt anwenden. Auf diese Weise kann zweck-
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mäßig die gewünschte Menge des Aufschäummittels zugemessen
und der Extrakt entsprechend gerührt werden, um auf steuerbare
Weise einen aufgeschäumten, angereicherten Extrakt zu erzeugen, der sich in schlammfö'rmigem oder nicht schlammförmigem
Zustand, d.h. m$t oder ohne Wasser-Eis-Kristalle, befinden kann. Durch Aufbringung des aufgeschäumten angereicherten
Extrakts auf das Gefrierband oder auf eine andere formverfestigende Wärmeübertragungseinrichtung wird
ein Bett erhalten, welches eine entsprechende Granulation und Fülldichte gewährleistet. Im Fall eines nicht aufge- Wr
schäumten Extrakts, d.h. im Fall eines Extrakts, dem kein zusätzliches Aufschäummittel zugeführt worden ist, läßt .
sich mithin die angereicherte Extraktphase ebenfalls auf vorhf^hestimmbare Weise auf der Gefrierstation ablagern
und Tlßt sich die gewünschte verfestigte Schicht erzeugen, die sich entsprechend granulieren läßt und in gefriergetrockneter Form gleichförmige Fülldichten gewährleistet.
Di f* auf diese Weise gebildete feste Schicht wird vorzugswp1
r-e vor dem Gefriertrocknen granuliert und vorteilhafterweirveiner
Grobp;ranulation auf eine durchschnittliche
Teilchengröße unterzogen, bei welcher zumindest 90$ des
granulierten Materials auf einem Sieb mit einer Maschen- - W
vielte von etwa 0,42 mm (40 mesh U*S. Standard Sieve series) ^
zurückgehalten wird.
Tm allgemeinen zeigt es sich besonders vorteilhaft, den
auf diese Weise granulierten Extrakt nach dem Verfahren gemäß der USA-Patentsohrlft j5 365 806 einer Gefriertrocknung zu
unterziehen«
Im folgenden ist die Erfindung anhand von Beispielen
näher erläutert. - 12 - '
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Kaffee-Extrakt wurde auf herkömmliche Weise auf einen Feststoffgehalt von 22,5$ perkoliert und anschließend
wurde der nach dem Perkolieren eine Temperatur Von etwa 90°C besitzende Extrakt auf 29,4°C gekühlt. Der Gehalt
an abgesetzter Extraktsubstanz bei dieser Temperatur wurde
durch Kreiseltests auf einer DeLaval Gyro-Testing-Zentrifuge bei J545O U/min bestimmt und betrug auf Volumenbasis
0,2$. Dieser Extrakt wurde weiter auf eine Temperatur
von 4,5°C gekühlt und 60 min lang auf dieser Temperatur
gehalten, um Teere, Wachse und andere im Extrakt enthaltene Sedimente auszufällen. Ein bei diesem Extrakt durchgeführter
Kreiseltest ergab nunmehr einen Gehalt von 1$ an abgesetzter Substanz. Der die Sedimente in Form von
suspendierten Teeren, Wachsen und anderen unlöslichen Stoffen enthaltende temperaturbehandelte Extrakt wurde
dann geklärt, indem er durch eine kontinuierlich arbeitende Entschlammungs-Zentrifuge hindurchgeleitet wurde, die eine
Fliehkraft von 900 G und mehr erzeugte und deren Auslaß
mit einem Drosselventil zur Aufrechterhaltung eines Überdrucks am Extrakt von K,9 - 5,27 kg/cm2 (absolut) während
des Zentrifugierens versehen war, wobei die Druckmessung an einem stromauf des Drosselventils gelegenen Punkt erfolgte.
Eine typische, bevorzugt verwendete Zentrifuge ist eine solche mit kegelförmigen Abscheiderscheiben, vorzugsweise
ein Westphalia-Abscheider Modell SATVI (V-5036), wie
er im Westphalia-Bulletin 2656 beschrieben ist, oder eine
äquivalente Zentrifuge. Infolge des Durchleitens des Extrakts durch diese Zentrifuge wurden die ausgefällten
unlöslichen Stoffe bis auf einen Gehalt an abgesetzter Substanz von unter 0,3 - 0,4 % entfernt. Während dieser
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Arbeitsgänge wurde der Extrakt auf einer Temperatur von
unter 21,10C gehalten und wurde der geklärte Extrakt in
ein Aufnahmegefäß eingeführt,, um dann einem Gefrierkonzentrat
ionsvorgang zugeführt zu werden.
Der entwachste und geklärte Extrakt war nunmehr praktisch
schaumfrei und besaß vorzugsweise eine Temperatur von IjT0C. Anschließend wurde der Extrakt durch einen Kristallisator
hindurchgeschickt, in welchem in der Kaffee-Extraktlösung
die Bildung von Eis eingeleitet wurde, indem der Extrakt durch eine Reihe von von Kühlmittel umgebenen
Rohren hindurchgeleitet wurde. Während der Eisbildung wurde der Extrakt in den Rohren durch schwingende Arme gerührt,
wodurch ein aus Eis und Extrakt bestehender Schlamm gebildet wurde, dessen Eisgehalt etwa 40$ betrug,
während der Kaffee-Peststoffgehalt des Kaffee-Konzentrats
etwa 35$ betrug. Das Rühren wurde hierbei derart
vorgenommen, daß die Eiskristallbildung hauptsächlich im Inneren des die Rohre durchströmenden Extrakts und nicht
an den Rohrwandungen stattfand. Der Temperaturunterschied zwischen dem Extrakt und dem Kühlmittel betrug etwa 5*5 11°C
und der Eis-Extrakt-Schlamm besaß eine Temperatur von etwa -3>9°C· Der Eis-Extrakt-Schlamm wurde dann durch
eine Zentrifuge geleitet, in welcher das Eis vom konzentrierten
Extrakt abgetrennt wurde. Hierzu wurde eine Horizontal-Korbzentrifuge
mit einer Korbdrehzahl von 2300 U/min und einer mit etwas höherer Drehzahl von 2306 U/min umlaufenden
Förderschnecke, welche das Eis vom Korb in einen Schmelzbehälter förderte, verwendet. Die Sieböffnungen der Zentrifuge
besaßen eine Größe von etwa 0,2 mm und die offene Siebfläche
betrug 32$. Das aus dem Schlamm abgetrennte Eis enthielt
etwa 7 -■ 10$ an eingeschlossenen Kaffee-Feststoffen.
Bei dieser Abtrennung wurde etwas Schaum erzeugt, der sich an-der Oberfläche des den Abfluß vom Abscheider aufnehmenden
Produktbehälters zeigte und dort gesammelt wurde. Die
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Schaumbildung erreichte jedoch kein störendes Ausmaß und der Schaum konnte durch Aufblasen einer mäßigen Dampfmenge
auf die schäumende Masse zurückgewandelt werden. Das durch das Zentrifugieren abgetrennte Eis wurde im Schmelzbehälter
mittels einer Dampfschlange bei gleichzeitigem Rühren geschmolzen und ergab eine verdünnte Kaffee-Lauge mit einem
Gehalt an Kaffee-Peststoffen von etwa 7 - 10 %, welche anschließend
durch Hindurchleiten durch einen von der Firma A.P.V. Company, Ltd., Crawley, England, hergestellten APV-Verdampfer,
d.h. einen Platten-Wärmetauscher, in welchem die Flüssigkeit erhitzt und in einer Vakuumkammer schlagartig
verdampft wird, konzentriert. Die Verdampfung erfolgte unter einem Unterdruck von KQj mm Hg in der Dampfkammer
und von 660 mm Hg in der Schnellverdampfkammer, bis die verdünnte Lauge auf etwa denselben Feststoffgehalt wie
der zentrifugierte Extrakt, d.h. J>5%» konzentriert war.
Die verdampfte Lauge wurde dann mit dem zentrifugierten
Extrakt vereinigt, so daß sich praktisch keine Feststoff-Verluste während der Gefrierkonzentration ergaben. Dieser
mit der Lauge vereinigte, konzentrierte Extrakt, der im folgenden, ebenso wie vorher, als "angereicherter Extrakt"
bezeichnet wird, wurde sodann eingefroren und gefiiergetrocknet.
Während des ganzen Gefrierkonzentrationsvorgangs trat keinerlei Verschmutzung, Zusetzung oder Verstopfung der
Abscheiderausrüstung ein, wie dies der Fall war, wenn der Extrakt lediglich auf 4,5°C gekühlt und gefiltert, aber nicht
4o min lang zum Absetzen stehengelassen worden war.
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Beispiel 2
Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde mit einem vom Perkolator
gelieferten Extrakt mit einem Feststoffgehalt von 27,7 %■
wiederholt/Dieser Extrakt besaß bei 3O,6°C'einen Gehalt
an abgesetzter Substanz von 0,4$, gemessen auf einer
DeLaval Gyro-Test-Zentrifuge bei 3450 U/min, und wurde
dann auf 4,5°C gekühlt und 60 min lang auf dieser Temperatur gehalten, worauf sich der Gehalt an abgesetzter φ
Substanz auf 0,8$ erhöhte. Der Extrakt wurde auf die in Beispiel 1 beschriebene Weise durch die dort verwendete
Entschlammungs-Zentrifuge geleitet, wobei der Gehalt an
abgesetzter Substanz auf 0,4$ reduziert wurde. Das Gefrierkonzentrieren
des Extrakts warf keinerlei Schwierigkeiten bozüFilich einer Verschmutzung, Zusetzung oder Verstopfung
de- Abseheiderausrüstung auf. Eine Schaumbildung infolge
d^_- Abscheidung der Sedimente vom abgestandenen Extrakt
war nicht zu beobachten und der zur Gefrierkonzentriereini'icihtunp;
überführte. Extrakt ließ sich ohne weiteres •Jn dieser handhaben, ohne Wachs abzuscheiden oder übermäßig
•/xx schäumen.
Beispiel 3 . ■ · C
Das Vorfahren nach Beispiel 1 wurde mit dem Unterschied wiederholt, daß der vom Perkolator erhaltene Extrakt einen
Gehalt an löslichen Kaffe-Feststoffen von 25,7$ besaß.
Der Gehalt dieses Extrakts an abgesetzter Substanz bei
300Q betrug gemäß Messung auf einer DeLaval Gyro-Test-'
Zentrifuge bei 3450 ü/min 1,0 Vol.-#. Der Extrakt wurde
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auf 5,O°C veMihlt und 45 min auf dieser Temperatur belassen.
Nach dem Absetzen betrug der Gehalt an abgesetzter Substanz dann 2,2 Vol.-$. Der ausgefällte Niederschlag
vmrde durch Zentrifugieren in einer Vollmaterial-Behälterzentrifuge,
vorzugsweise mit automatischer Entleerung wie bei der vorher beschriebenen Entschlammungsvorrichtung,
abgetrennt, so daß ein geklärter Extrakt mit nur 0,15$ an
Sedimenten erhalten wurde. Dieser Extrakt verursachte keine Verunreinigung der Abscheidervorrichtung während des
Gefrierkonzentrierens.
Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde bezüglich des Absetzenlassens
des Extrakts und der Entfernung der ausgefällten
Teere, Wachse und anderen unlöslichen Sedimenten wiederholt.
Anschließend wurde der Extrakt in einer Reihe von drei jeweils von einem ein Kühlmittel enthaltenen Mantel
umschlossenen Rohren kristallisiert. Die Rohre bildeten ,Oberflächenabstreifer-Wärmetauscher der von der Firma.
Votator Division of Chemetron Corporation hergestellten Art, bei welchen die Eiskristalle von den Innenflächen
der Kristallisatorrohrwandungen abgestreift werden. In dieser Vorrichtung erfolgte eine schnelle Eiskristallbildung,
wobei die gebildeten Eiskristalle gegenüber den im Kristallisator gemäß Beispiel 1 gebildeten Eiskristallen
klein waren. Der Temperaturunterschied zwischen dem Kühlmittel μηά dem Extrakt betrug 22 - 39°C, wobei der
aus dem. Eis und dem Extrakt bestehende Schlamm eine Temperatur von -5,O0C, einen Eisgehalt von 40$ und eine
Peststoffkonzentration von 40$ besaß. Das in dem vom
Kristallisator gelieferten Schlamm enthaltene Eis wurde durch Zentrifugieren in einer Baker Perkins-Horizontalzentrifuge
unter Anwendung eines Chargenverfahrens abge-
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trennt, bei welchem der Schlamm in eine Laugen*· und eine
Eisphase aufgetrennt und das auf dem Korb der Zentrifuge zurückgehaltene Eis entfernt wurde. Die eine Oberfläche
von 0,42 m besitzende Zentrifuge wurde mit einer Zufuhrge-*
schwindlgkeit von 31,8 kg/min mit Schlamm beschickt, um eine
gleichmäßige Eisverteilung zu erreichen. Die Zentrifugendrehzahl betrug 1700 U/min. Für die Abtrennung des Eises
wurde ein Nylön-Elnfadenfiltertuch mit einer Maschenweite
von 0,177 mm (SO mesh U.S. Standard Sieve) auf einem rostfreien
Stahlsieb mit einer Maschenweite von 2,5-8-mm (8 mesh)
verwendet. Eisbetten von bis zu etwa 76 mm Tiefe erwiesen
sich als brauchbar. Das abgetrennte Eis wurde dann geschmolzen,
und auf die gleiche Konzentration wie der zentrifugierte
Extrakt, d.h. auf 40$, eingedampft, so daß die löslichen
Feststoffe praktisch zu 100$ rückgewonnen wurden.
Bei dieser Behandlung traten keinerlei Schwierigkeiten bezüglich eines Verschmutzens oder Verstopf ens der- Abscheideraus-,
rüstung infolge der Gefrierkonzentration auf, während sich bei der Verarbeitung von nicht abgesetztem'bzw. abgestandenem
Extrakt Schwierigkeiten bezüglich einer Verstopfung der Aus-*
rüstung ergaben, wodurch das Verfahren undurchführbar wurde,
Abwandlungen der vorstehend beschriebenen Verfahren wurden
mit praktisch gleichen Ergebnissen erprobt. Diese verschie-s
denen Abwandlungen und Änderungen des Gefrierkonzentrationsverfahrens
sind im Hinblick auf den Absetzschritt unwesentlich, welcher eine wichtige Vorbedingung für alle Gefrierkonzentrations-Arbeitsgänge
unter Verwendung mechanischer AbscheiderausrUstungen, wie Siebe oder Filter, zur Abtrepnun,g
des Eises vom konzentrierten Extrakt darstellt.
- 18 -
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BAD
Obgleich die Erfindung vorstehend in Verbindung mit speziellen Beispielen zur Hervorbringung einer einwandfreien Waehsentfernung
in einem geklärten Extrakt, der durch Kristallisatoren unterschiedlicher Bauart geleitet werden soll, beschrieben
ist, können innerhalb des Rahmens der Erfindung selbstverständlich auch ander»Äbscheidervorrichtungen
als die vorstehend beschriebenen angewandt werden. Ebenso ist zu beachten, daß die durch die Gefrierkonzentration
gewonnene angereicherte Extraktphase auch auf die in der USA-Patentschrift 3 3^5 806 beschriebene Weise eingefroren,
granuliert und gefriergetrocknet werden kann. Gleichermaßen kann der angereicherte Kaffee-Extrakt nach dem Verfahren
SO
gemäß der USA-Patentschrift J 309 779 aufgeschäumt wie
aufgeschlämmt werden. Aus diesem Grund sollen die Offenbarungen dieser vorgenannten USA-Patentschriften zur voll*»
ständigen Beschreibung der Verfahren zur Behandlung des
fertigen gefrierkonzentrierten, angereicherten Extrakts
für die nachf&gende Gefriertrocknung einen Teil der stehenden Beschreibung bilden.
- 19 -
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung von gefriergetrocknetem,
sofort löslichem Kaffee, bei welchem wässriger Kaffee-Extrakt eingefroren und der gefrorene Stoff gefriergetrocknet
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der wässrige Kaffee-Extrakt zunächst zwecks Ausfällung von
Wachs-Feststoffen, die dann durch Zentrifugieren unter einem Druck von mindestens etwa 2,11 kg/cm
abgetrennt werden, gekühlt und danach zur Abscheidung von Eis weiter gekühlt wird, und daß anschließend das
Eis unter Zurücklassung eines konzentrierten, für das
endgültige Gefriertrocknen verwendbaren Extrakts mit einem Feststoffgehalt von mehr als 55$ abgetrennt wird.
.?'. Vorfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Extrakt auf eine Temperatur von unter 15,6°C
abgekühlt und mindestens 10 min lang auf dieser Temperatur belassen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Extrakt unter einen Druck von 2,1 - 5,27 kg/cm^
gesetzt wird, während er mit 900- bis 5000-facher
Schwerkraft zentrifugiert wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der konzentrierte Extrakt während einer Zeitspanne von mindestens 10 min auf >
eine Temperatur unterhalb seines eutektischen Punkts _ (.
gekühlt wird. / < ' M
■ - 20 -■.'..
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Neue Unterlagen (Art. 7 § l Abs. 2 Nr. I Sau 3 des Änderunosfle*. v. 4.9. »967
6AD
5· Verfahren nach einem der voranp/ohenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der konzentrierte Extrakt vor dem Gefrieren mittels eines Inertgases auf einen
Überlauf von mindestens 1:1 aufgeschäumt wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein gasförmiges Medium
in den konzentrierten Extrakt eingeblasen wird, der gerührt
und gekühlt wird, so daß ein schlammiger öohaurn
gebildet wird, welcher dann durch weitere Kühlung verfestigt wird, worauf die verfestigte Masse granuliert
und gefriergetrocknet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Konzentrat vor dem Gefriertrocknen 0,5 - 3*0$ Wachse entzogen wurden und daß doa Konzentrat
vor dem Gaseinblasen und Rühren praktisch schaumfrei ist.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7* dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Bildung des schlammigen Schaums Wassereiskristalle im Schlamm erzeugt werden.
.9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Rühren während der Schaumbildung
derart vorgenommen wird, daß ein gleichmäßiges Schema der Gasverteilung und Blasenbildung gewährleistet
wird ·-,""."■■
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der schaumige Schlamm durch
Kondukt ionsirilhlung auf einer Band-Gefriervorrichtung
während einer Zeitspanne von mindestens 10 min verfestigt wird. . . . ■ - ?1 -
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M. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadir-oh cekenm'-eichnet, daß das Eis mittels einer
Zr-rurLfufie vorn konzentrierten Extrakt abgei"v>ona;,
und unter Bildung eines verdünnten Kaffee-E-trakts
■■"'esct'.ino.U'.ca wird, weicher dann konzentriert und r-.lt
den vorher konaentr Lerten Extrakt vereinigt wird.
]?. Verfahren nach Anspruch if, dadurch gekennzeichnet,
daß die verdünnte Lösung eine Kaffeefeststoff-Konzentration
von 7 - 10^ besitzt und durch V/ärmeaustausoh-Verdampfunn;
im Vakuum auf einen Feststoff.-.■•ehalt
von mehr als 35$ verdampft vrlrd.
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UnlCf !äüen (A«!. 7 g Γ ASj. 2 fI.. I SuU 3 JjS ^mjenlngsom. V. 4. 5.
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Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681767801 DE1767801C (de) | 1968-06-19 | Verfahren zur Herstellung von ge friergetrocknetem, sofort löslichem Kaffee | |
| GB5874368A GB1240842A (en) | 1968-06-19 | 1968-12-10 | Process for the manufacture of dried instant coffee |
| CA037,502A CA944213A (en) | 1968-06-19 | 1968-12-11 | Process for the manufacture of dried instant coffee |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681767801 DE1767801C (de) | 1968-06-19 | Verfahren zur Herstellung von ge friergetrocknetem, sofort löslichem Kaffee |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1767801A1 true DE1767801A1 (de) | 1972-02-10 |
| DE1767801C DE1767801C (de) | 1973-06-14 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1240842A (en) | 1971-07-28 |
| CA944213A (en) | 1974-03-26 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHV | Ceased/renunciation |