DE1767215B2 - - Google Patents
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
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Description
Die GB-PS 9 33 236 beschreibt ein aus drei Komponenten bestehendes Katalysatorsystem zur
Herstellung eines kristallinen Polyolefins, das ein Titanhalogenid, Diäthylzink oder eine Organoaluminiumverbindung,
z. B. Triisobutylaluminium, und Diisobutylaluminiumhydrid, und einen Polyäther mit mindestens
einer Acryläthergruppe oder einen Aminoäther enthält; dabei wird anhand der Versuchsergebnisse festgestellt,
daß Monoamine und Monoäther die prozentuale Kristallinität des Produktes nicht wesentlich steigern.
In der GB-PS 9 63 908 ist ein Katalysatorsystem beschrieben, das im wesentlichen aus Titantetrachlorid
ίο oder -trichlorid, einem Aluminiumtrialkyl oder Aluminiumdialkylmonochlorid
und einem Glykoläther besteht, und es ist ausgeführt, daß es durch Verwendung dieses
Katalysatorsystems bei der Olefinpolymerisation möglich sei, die Menge an bei der Umsetzung gebildeten
Polymeren von niedrigerem Molekulargewicht zu verringern, und gleichzeitig die Bildung von Polymeren
von sehr hohem Molekulargewicht zu vermindern, wobei ein Polypropylen mit einem Molekulargewicht,
das beispielsweise zum Spritzgußformen geeignet ist, erhalten werde.
Die US-PS 1 56 681 beschreibt ein Katalysatorsystem,
welches eine wasserfreie kristalline Titanverbindung aus Aluminium, Titan und Chlor mit einem bestimmten
und charakteristischen Röntgenbeugungsschema, worin das Titan im wesentlichen dreiwertig ist, ein Aluminiumtrialkyl,
das beispielsweise durch Trimethylaluminium dargestellt wird, einen Vinylalkyläther, der beispielsweise
durch Isobutylvinyläther dargestellt wird, und einen aliphatischen Äther, der von nichtaromatischen Doppelbindungen
frei ist, und z. B. durch Diäthyläther dargestellt wird, enthält. In dieser Druckschrift wird
beschrieben, daß mittels dieses Katalysatorsystems Polymere von monoäthylenisch ungesättigten Kohlenwasserstoffen
mit Ci — Cio mit hohem Molekulargewicht und einer guten Reproduzierbarkeit eines hohen
Kristallinitätsgrades in verbesserten Ausbeuten erhalten werden.
Ferner ist in der FR-PS 13 71 723 ein Katalysatorsystem beschrieben, das aus violettem Titantrichlorid,
einem Monoalkylaluminiumdihalogenid und einem Äther der Formel
Ri-O-R2
hergestellt wurde, worin Ri eine Alkyl- oder Aralkylgruppe
und R2 eine Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder Alkarylgruppe bedeuten, wie z. B. Diisopropyläther und
Di-(n-butyl)-äther. Hierbei soll ein Molverhältnis von Äther zu Monoalkylaluminiumdihalogenid von 0,65 :1
bis 2,5 :1, vorzugsweise 0,95 :1 bis 1,5 :1, verwendet
so werden.
Die bekannten Katalysatorsysteme haben gemeinsam, daß sie aus einer Organoaluminiumverbindung,
einer Titanverbindung und einem Äther gebildet worden sind, und jedes derselben hat eine im
wesentlichen unterschiedliche Zusammensetzung.
Diese bekannten Katalysatorsysteme zeigen jedoch bei ihrem Einsatz zur Polymerisation von Olefinen einen
Induktionszeitraum und lassen außerdem hinsichtlich guter Eigenschaften der damit hergestellten Polyolefine
sowie bezüglich der Aktivität bei der Polymerisation unter Zufuhr von Wasserstoff zu wünschen übrig.
Außerdem verläuft die Herstellung der aus diesen Druckschriften bekannten Katalysatorsysteme sehr
stürmisch, so daß es sehr schwer ist, diese so zu regeln, daß ein Katalysatorsystem mit einheitlicher Qualität
und guter Reproduzierbarkeit entsteht.
Aus der NE-PS 66 12 101 ist außerdem ein Katalysatorsystem bekannt, das durch Umsetzen von (A) einer
Aluminiumverbindung der Formel
RAlX2
RAlX2
Titantrihalogenids oder zusammen mit dem Titantrihalogenid
einen Allyläther der Formel
CH2=CH-CH2-OY
worin X Chlor, Brom oder Jod und R einen Alkylrest mit
1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Phenylgruppe 5 worin Y eine Phenylgruppe oder eine Gruppierung
bedeuten, mit (B) einem Metallkomplex der Formel
M2MT6
worin M Li, Na oder K und M' Ti, Si, Sn oder Zr bedeuten, in einem inerten Kohlenwasserstoff und
Zugabe von (C) eines Titantrihalogenids, das durch Reduktion von TiCl4, TiBr4 oder TiJ4 mit Wasserstoff,
Aluminium, Silizium oder mit Organometallverbindungen eines Metalls der I. bis HI. Gruppe des Periodensystems
erhalten wurde, hergestellt worden ist
Auch dieses Katalysatorsystem läßt jedoch bezüglich seiner Aktivität bei der Polymerisation von Olefinen
noch zu wünschen übrig.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung eines Polymerisationskatalysatorsystems,
bei dem die Umsetzung zur Herstellung des Katalysatorsystems erleichtert ist, und das ein
Katalysatorsystem von einheitlicher Qualität mit besserer Reproduzierbarkeit ergibt.
Aufgabe der Erfindung ist es weiterhin ein Katalysatorsystem bereitzustellen, das bei der Polymerisation
von Olefinen keine Induktionszeiten mehr zeigt und mit guter Reproduzierbarkeit zu hochkristallinen Polymeren
führt, bei dessen Einsatz zur Olefinpolymerisation die Isotaktizität der gebildeten Polymeren selbst bei
Anwesenheit von Wasserstoff eine geringere Neigung zum Abfall bei Erhöhung der Polymerisationstemperaturen
zeigt als bekannte Katalysatorsysteme, so daß es nicht notwendig ist, die Polymerisationstemperatur auf
den niedrigst möglichen Wert einzuregein.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung eines für die Polymerisation mindestens
eines «-Olefins mit nicht weniger als 3 Kohlenstoffatomen oder zur Mischpolymerisation eines solchen
a-Olefins mit Äthylen sowie zur Homopolymerisation
von Styrol geeigneten Polymerisationskatalysatorsystems durch Umsetzen von (A) einer Aluminiumverbindung
der Formel
RAlX2
in der X Chlor, Brom oder Jod und R einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einen Phenylrest
bedeuten, mit (B) einem Metallkomplex der Formel
M2MT6
worin M Li, Na oder K und M' Ti, Si, Sn oder Zr bedeuten, in einem inerten Kohlenwasserstoff und
Zugabe von (C) eines Titantrihalogenids, das durch Reduktion von TiCl4, TiBr4 oder TiJ4 mit Wasserstoff,
Aluminium, Silizium oder mit Organometallverbindungen eines Metalls der I. bis IH. Gruppe des Periodensystems
erhalten worden ist, sowie gegebenenfalls Altern des Gemisches vor oder nach Zugabe des Titantrihalogenids
unter Rühren in einer Stickstoffatmosphäre bei einer Temperatur von 50 bis 180° C, wobei das
Molverhältnis der Komponente (A) zur Komponente (B) zwischen 7 :1 und 1 :2 und das Molverhältnis der
Komponente (A) zur Komponente (C) zwischen 1 :10 und 10 liegt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
dem Umsetzungsprodukt aus den Katalysatorkomponenten (A) und (B) entweder vor der Zugabe des
-CH
R2
in der Ri und R2 Wasserstoffatome oder gegebenenfalls
verzweigte Alkylgruppen darstellen und die Summe der Kohlenstoffatome der Reste Ri und R21 bis 10 beträgt,
bedeutet, als Katalysatorkomponente (D) zusetzt, wobei das Molverhältnis der Komponente (D) zur Komponente
(A) 1:100 bis 1:3 beträgt, und, daß das gegebenenfalls durchgeführte Altern nach Zusatz des
Allyläthers erfolgt.
Die beim Verfahren der Erfindung als Komponente (D) verwendeten Allyläther unterscheiden sich deutlich
von den bei bekannten Verfahren zur Herstellung eines Katalysatorsystems eingesetzten Äthern. Insbesondere
werden bei Verwendung der Allyläther gemäß der Erfindung, Verbesserungen der Katalysatorsysteme
hinsichtlich der Eigenschaften des damit hergestellten Polymeren, ausgezeichneter Reproduzierbarkeit, praktischen
Fehlens eines Induktionszeitraumes bei der Polymerisationsreaktion sowie Steigerung der Aktivität
bei der Polymerisation unter Zufuhr von Wasserstoff erzielt.
Die Umsetzung erfolgt bei der Herstellung des Katalysatorsystems gemäß der Erfindung auch nicht so
stürmisch wie bei den bekannten Katalysatorsystemen, die einen Äther als Komponente enthalten und, da keine
pyrophore Aluminiumkomponente verwendet wird, wird eine leichtere Arbeitsweise und Regelung bei der
Herstellung des Katalysatorsystems erhalten, so daß es möglich wird, ein Katalysatorsystem mit gleichförmiger
Qualität und in guter Reproduzierbarkeit zu erhalten. Durch Einsatz dieser erfindungsgemäß hergestellten
Katalysatorsysteme bei der Olefinpolymerisation ist es möglich, die gewünschten hochkristallinen Polymeren
mit guter Reproduzierbarkeit herzustellen.
Ein Katalysatorsystem dieser Art besitzt für die Olefinpolymerisation gewöhnlich eine höhere Polymerisationsaktivität
bei höheren Temperaturen, wobei jedoch die Isotaktizität des gebildeten Polymeren bei
so Erhöhung der Reaktionstemperaturen abfällt. Bei Verwendung der erfindungsgemäß hergestellten Katalysatorsysteme
zeigt, verglichen mit bekannten Katalysatorsystemen, die Isotaktizität der erhaltenen Polymeren
eine geringere Neigung zur Abnahme, selbst bei hohen Temperaturen, so daß diese praktisch vernachlässigt
werden kann. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß es nicht notwendig ist, sorgfältig die Polymerisationstemperatur auf den niedrigst möglichen Wert einzuregeln.
Die Abnahme der Kristallinität (Abfall des isotaktischen Gehaltes) ist normalerweise auch unvermeidlich,
wenn die Polymerisation in Anwesenheit von molekularem Wasserstorf durchgeführt wird, um das Molekulargewicht
des erhaltenen Polymeren zu regeln. Bei Verwendung des erfindungsgemäß hergestellten Katalysatorsystems
kann dagegen das Molekulargewicht geregelt werden, ohne daß gleichzeitig die Kristallinität
verschlechtert wird.
Das erhaltene Polymere hat eine große scheinbare Dichte, und man kann solche Nachteile, die auf eine
kleine scheinbare Dichte zurückzuführen sind, vermeiden.
Bei den bisher bekannten Katalysatorsystemen, die einen Äther als Komponente enthielten, konnten diese
zahlreichen Verbesserungen nicht gleichzeitig erhalten werden und falls eine Verbesserung in der einen
Richtung erzielt wurde, trat unvermeidlich eine Verschlechterung bei einer anderen Eigenschaft auf.
Durch Verwendung des erfindungsgemäß hergestellten Katalysatorsystems wurden diese gleichzeitigen Verbesserungen
zum ersten Mal erhalten.
Als Komponente (A) der vorstehend angegebenen Formel RAIX2 sind geeignet
Äthylaluminiumdichlorid,
Äthylaluminiumdibromid,
Isopropylaluminiumdichlorid, Butylaluminiumdichlorid,
Butylaluminiumdibromid,
Amylaluminiumdichlorid,
Hexylaluminiumdichlorid und Phenylaluminiumdichlorid,
wobei Alkylaluminiumdichloride besonders bevorzugt sind.
Bei den durch die vorstehend angegebene Formel M2MT6 angegebenen Verbindungen der Komponente
(B) werden solche Verbindungen besonders bevorzugt, worin M Natrium oder Kalium und M' Titan oder
Zirkon bedeuten.
Als Komponente (C) werden insbesondere die Chlorverbindungen bevorzugt.
Für die Komponente (D) werden insbesondere solche Allylalkyläther besonders bevorzugt, worin die Summe
der Anzahl der Kohlenstoffatome der Reste Ri und R2 einen Wert von 2 bis 8 beträgt.
Vinylalkyläther enthaltende Ziegler-Katalysatorsysteme zeigen eine Neigung, daß der Äther in das
erhaltene Polyolefin eingeht und die Eigenschaften des Polyolefins verändert, und das Ausmaß der Veränderung
variiert ohne Reproduzierbarkeit. Andererseits zeigen die Allylalkyl- oder Allylphenyläther gemäß der
obengenannten allgemeinen Formel enthaltende Ziegler-Katalysatorsysteme diese Nachteile nicht. Ferner
gibt ein einen Vinylalkyläther enthaltendes Katalysatorsystem einen merklichen, wenn auch kurzen Induktionszeitraum vor der Polymerisation, während bei den
Allylalkyl- oder Allylphenyläthern enthaltenden Ziegler-Katalysatorsystemen praktisch kein Induktionszeitraum
besteht. Weiterhin erfolgt bei der Polymerisation in Gegenwart von Wasserstoff bei Verwendung von
Vinylalkyläther in Ziegler-Katalysatorsystemen praktisch kein wesentlicher Einfluß auf die Erhöhung der
Polymerisationsaktivität, während die Aktivität bei Zusatz der Allylalkyl- oder Allylphenyläthern zu
Ziegler-Katalysatorsystemen zunimmt.
Geeignete Allylalkyläther sind
Allyläthyläther, Allyl-n-propyläther,
AHylisopropyläther.Allyl-n-butylätner,
Allylisobutyläther.Allyl-sek.-butyläther,
Allyl-n-amyläther, Allylisoamyläther, Allyl-n-hexyläther, Allyl-n-heptyläther und
Allyl-n-octyläther.
Andere verwendbare Allyläther sind Allylmethyläther und
Allylphenyläther.
Allylphenyläther.
Beim Vermischen der Katalysatorbestandteile gemäß dem Verfahren der Erfindung geeignete Kohlenwasserstoffe
sind Pentan, Hexan, Heptan, Kerosin, Cyclohexan, Benzol, Toluol und Xylol.
Das erfindungsgemäß hergestellte Katalysatorsystem wird für die Polymerisation von a-Olefinen mit
mindestens drei Kohlenstoffatomen oder für die Homopolymerisation von Styrol verwendet, wobei
stereospezifische Homo- und Copolymere aus Propylen, Buten bzw. den verzweigtkettigen a-Olefinen 3-Methylbuten(l),
4-Methylpenten(l), 3-Methylhexen(l) und 5-Methylhexen(l) bzw. stereospezifische Homopolymere
von Styrol erhalten werden.
Bei der Copolymerisation werden Copolymerisate mit statistischer Verteilung der Monomereneinheiten
erhalten. Beispielsweise kann ein Gemisch aus Propylen und Äthylen, worin das Molverhältnis 95 :5 beträgt, mit
dem erfindungsgemäß hergestellten Katalysatorsystem unter Bildung eines statistischen Copolymeren in
Berührung gebracht werden. Jedoch wird zur Herstellung von hochkristallinen Polymeren unter Verwendung
eines Gemisches von mehreren «-Olefinen, wie sie vorstehend aufgeführt wurden, vorzugsweise das
Verhältnis der beiden verschiedenen α-Olefine so
gewählt, daß eines weniger als 10 Molprozent ausmacht.
Auch Blockcopolymere können unter Verwendung
des erfindungsgemäß hergestellten Katalysatorsystems hergestellt werden. Bei der Durchführung der Blockcopolymerisation
werden zwei oder mehrere unterschiedliehe «-Olefine zum Teil getrennt oder teilweise im
Mischzustand in Berührung gebracht, jedoch kann die Reihenfolge der Kombinierung geändert werden. Um
hochkristalline Hochpolymere, die Copolymerisatblökke von zwei oder mehreren a-Olefinen mit statistischer
Verteilung der Monomereneinheiten enthalten, zu erhalten, wird eine solche Zusammensetzung bevorzugt,
daß die erhaltene Polymerkette überwiegend aus einem der verwendeten a-Olefinmonomeren besteht, d. h., daß
die Einheiten des zweiten a-Olefinmonomeren weniger als 15 Molprozent ausmachen.
Bei der praktischen Ausführung der Erfindung können die üblichen bekannten Verfahren zur Polymerisation
verwendet werden. Ganz gleich, ob ein ansatzweises oder kontinuierliches Verfahren zur
Durchführung der Stufen des Vermischens und Alterns des Katalysatorsystems und der Polymerisation der
«-Olefine angewandt wird, können die Arbeitsgänge sehr leicht ohne Auftreten irgendwelcher Störungen
durchgeführt werden. Wie vorstehend ausgeführt, kann ein inerter Kohlenwasserstoff als Verdünnungsmittel
bei der Durchführung der Polymerisation eingesetzt werden, oder die Polymerisation kann durch Suspension
des Katalysatorsystems in den Monomeren ohne irgendeine Verwendung eines Verdünnungsmittels
durchgeführt werden.
Zur Polymerisation geeignete Verdünnungsmittel sind Pentan, Hexan, Heptan, Kerosin, Cyclohexan,
Benzol, Toluol und Xylol.
Temperatur und Druck können zum Zeitpunkt der Polymerisation in der gewünschten Weise in Abhängigkeit von solchen Faktoren, wie Art des zu polymerisierenden Monomeren, Konzentration des Katalysatorsystems und gewünschtem Ausmaß der Polymerisation, gewählt werden, jedoch werden üblicherweise Temperaturen im Bereich zwischen -20 bis 1000C und Drücke im Bereich von vermindertem Druck, beispielsweise 3A Atmosphären, bis zu einem Druck in der Größenordnung von 50 Atmosphären und bevorzugt von 1 bis
Temperatur und Druck können zum Zeitpunkt der Polymerisation in der gewünschten Weise in Abhängigkeit von solchen Faktoren, wie Art des zu polymerisierenden Monomeren, Konzentration des Katalysatorsystems und gewünschtem Ausmaß der Polymerisation, gewählt werden, jedoch werden üblicherweise Temperaturen im Bereich zwischen -20 bis 1000C und Drücke im Bereich von vermindertem Druck, beispielsweise 3A Atmosphären, bis zu einem Druck in der Größenordnung von 50 Atmosphären und bevorzugt von 1 bis
Atmosphären angewandt. Selbstverständlich können auch höhere Drücke als 50 Atmosphären eingesetzt
werden.
Es können bei der Polymerisation auch die Kettenübertragungsmittel
gasförmiger Wasserstoff, Alkylhalogenide und organische Verbindungen mit aktivem
Wasserstoff zugesetzt werden, um in geeigneter Weise das Molekulargewicht des erhaltenen Polymeren
einzuregeln. In diesem Fall verursacht das Einbringen des Kettenübertragungsmittels keinen merklichen Abfall
der Kristallinität des erhaltenen Polymeren.
Beispiel 1
Herstellung des Katalysatorsystems
Herstellung des Katalysatorsystems
Ein Reaktionsgefäß von 500 ml wurde mit 300 ml Hexan und den nachfolgend in Tabelle I angegebenen
Mengen von Äthylaluminiumdichlorid, Kaliumtitanfluorid und Allyl-n-butyläther beschickt. Die Masse wurde
während 8,5 Stunden bei 60° C umgesetzt und auf Raumtemperatur abgekühlt. Anschließend wurde unter
ausreichendem Rühren die erhaltene Suspension in zwei Teile unterteilt. Ein Teil wurde direkt als Suspension als
ein Bestandteil des Katalysatorsystems verwendet. Der andere Teil wurde einen Tag stehengelassen und die
überstehende Lösung als ein Bestandteil des Katalysatorsystems verwendet.
30 ml der wie vorstehend hergestellten Suspension bzw. der wie vorstehend beschriebenen erhaltenen
überstehenden Lösung wurden jeweils in ein 500-ml-Glasgefäß gegeben, das mit 250 ml Kerosin beschickt
worden war. Anschließend wurden 1,54 g eines Titantrichlorids der Zusammensetzung
TiCl3 - i/a AlCl3
zugegeben.
Polymerisation
Unter kontinuierlichem Einleiten von Propylen in
ίο dieses 500-ml-Glasgefäß in der Weise, daß der
Innendruck des Reaktionsgefäßes bei Atmosphärendruck gehalten wurde, wurde die Polymerisationsreaktion
bei einer Temperatur von 70°C während 2 Stunden ausgeführt
Nach beendeter Polymerisation wurde das System auf Raumtemperatur abgekühlt und das Katalysatorsystem
durch Zugabe von Methanol zersetzt. Beim anschließenden Filtrieren und Trocknen des Reaktionsproduktgemisches
wurden Ag, wie in Tabelle I angegeben, eines weißen pulverförmigen Polymerisats
erhalten. Weiterhin wurde die Kerosinschicht von dem Filtrat gewonnen und eingeengt. Die Menge von B g des
in Kerosin löslichen Polymeren wurde bestimmt. Weiterhin wurde das weiße pulverförmige Polymere
mit siedendem Heptan extrahiert und die Menge des Rückstandes bestimmt Der Prozentsatz des gesamten,
in siedendem Heptan unlöslichen Extraktionsrückstandes C gegen die Gesamtmenge des Polymeren wurde
entsprechend folgender Gleichung berechnet:
Extraktionsrückstand in siedendem Heptan (%) gegen Gesamtmenge des Polymeren =
Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle I zusammengefaßt. Tabelle I
A(g) + B(g)
| Beispiel | Katalysatorsystem hergestellt aus ... | (mMol) | Allyl- | Form | Polypropylen | Extrak | in Kerosin | gesamter, in sieden |
| Nr. bzw. | + Ti-Verbindung | ;: 25 | n-äther | tionsrück | lösliches | dem Heptan | ||
| Vergleichs | 25 | bzw. | Pulver | stand C | Polymeres | unlöslicher Extrak | ||
| versuch | Diisopro- | B | tionsrückstand gegen | |||||
| C2H5AlCl2 K2TiF6 | pyläther*) | Ausbeute | (%) | Gesamtpolymeres | ||||
| 25 | (mMol) | A | 97,5 | |||||
| 25 | 18 | Suspension | 97,4 | (g) | (%) | |||
| 0 | 18 | über | 1,4 | 94,8 | ||||
| 0 | stehende | (g) | 1,3 | 95,2 | ||||
| la | (mMol) | 0 | Lösung | 50,1 | 95,8 | |||
| Ib | 150 | 0 | ebenso | 52,4 | - | |||
| 150 | 18 | ebenso | - | 1,7 | 92,0 | |||
| 18 | ebenso | 94,0 | - | - | ||||
| A | 150*) | ebenso | 40,0 | — | 0,4 | |||
| B | 150 | 18*) | ebenso | 0 | 8,6 | 79,1 · | ||
| C | 0 | 0,4 | 0,3 | —' | ||||
| D | 150 | 45,8 | ||||||
| E | .150 | 0,3 | ||||||
| 150 | ||||||||
Beispiel 2
Herstellung des Katalysatorsystems
Herstellung des Katalysatorsystems
Ein Glaskolben von 51 wurde mit 4,01 Kerosin, 2 Mol
Äthylaluminiumdichlorid und 1 Mol Kaliumtitanfluorid beschickt und die Masse während 3 Stunden bei 6O0C
umgesetzt Anschließend wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und durch Zugabe von 0,15 Mol Allyläthyläther
die Lösung des Katalysatorbestandteils hergestellt. '
38 ml der Lösung des Katalysatorbestandteils wurden
in ein 500-ml-Glasgefäß gegeben, das mit 250 ml
Kerosin beschickt worden war. Anschließend wurden 1,54 g Titantrichlorid mit der in Beispiel 1 angegebenen
Zusammensetzung zugegeben.
909 538/18
ίο
Polymerisation
Wie in Beispiel 1 wurde Propylen unter Verwendung dieses Katalysatorsystems polymerisiert. Es wurden
59,2 g eines weißen pulverförmigen Polypropylens erhalten. Der gesamte, in siedendem Heptan unlösliche
Extraktionsrückstand gegen das Gesamtpolymerisat betrug 95,4%.
Herstellung des Katalysatorsystems
Ein Glaskolben von 51 wurde mit 4,01 Kerosin, 2 Mol
Äthylaluminiumdichlorid und 1 Mol Kaliumtitarifluorid beschickt und die Masse während 3 Stunden bei 600C
umgesetzt. Anschließend wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und einen Tag stehengelassen. Dann wurde
die überstehende Lösung abgenommen. Die Konzentration der Organoaluminiumverbindung in dieser Lösung
wurde durch Analyse auf 7,8 g/l, angegeben als Aluminium, bestimmt. Die Katalysatorlösüng wurde
durch Zusatz von 15 Molprozent, bezogen auf Aluminium, an Allyläthyläther zu dieser Lösung
hergestellt. Eine 10 m-Mol, angegeben als Aluminium,
entsprechende Menge dieser Katalysatorlösung wurde in ein 500-ml-Glasgefäß gegeben, das mit 250 ml
Kerosin beschickt worden war. Anschließend wurden 1,54 g Titantrichlorid der im Beispiel 1 angegebenen
Zusammensetzung zugegeben.
Polymerisation
Wie in Beispiel 1 wurde Propylen unter Anwendung dieses Katalysatorsystems polymerisiert. Dabei wurden
58,1 g weißes pulverförmiges Polypropylen erhalten. Der gesamte in siedendem Heptan unlösliche Extraktionsrückstand
betrug gegenüber dem Gesamtpolymerisat 95,8%.
In der nachfolgenden Tabelle II sind die Ergebnisse von Versuchen zusammengefaßt, die entsprechend dem
vorstehenden Verfahren, jedoch in Abwesenheit von Allyläthyläther oder unter Zusatz von anderen Allyläthern
oder gesättigten Äthern durchgeführt wurden.
| Tabellen | Ätherart | Zusatzmenge | einer Menge | Ausbeute an weißem pulverigen Polymerisat |
Gesamter, in siedendem Heptan unlöslicher Extraktionsrückstand gegenüber Gesamtpolymerisat |
| Beispiel Nr. bzw. Vergleichs versuch |
(Mol-%, ange geben als Aluminium) |
(g) | (%) | ||
| Allylisopropyläther | 20 | 64,0 | 95,3 | ||
| 3a | Allyl-n-butyläther | 20 | 66,2 | 94,7 | |
| 3b | Allylisobutyläther | 20 | 65,5 | 95,0 | |
| 3c | Allylisoamyläther | 20 | 69,4 | 95,3 | |
| 3d | Allyl-n-octyläther | 20 | 68,1 | 94,1 | |
| 3e ; | Allylphenyläther ■ | 15 | 51,8 | 94,0 | |
| 3f | ohne | - | 53,3 | 92,4 | |
| F | Di -n-butyläther | 20 | 69,5 | 78,8 | |
| G | Di-n-hexyläther | 20 | 75,4 | 80,3 | |
| H | Diisopropyläther | 20 | 65,7 | 79,0 | |
| I | Diisoamyläther | 20 | 66,5 | 80,3 | |
| J | Anisol | 20 | 49,2 | 90,0 | |
| K | Phenetol | 20 | 50,1 | 89,4 | |
| L | Diäthyläther + Vinylisobutyläther | 20 | 69,6 | 83,5 | |
| M | Beispiel 4 | von 15 Molprozent zu dieser Lösung | |||
Herstellung des Katalysatorsystems
Ein Glaskolben von 500 ml wurde mit 250 ml Kerosin, 0,125 Mol Äthylaluminiumdichlorid und 0,063 Mol
Kaliumzirkonfluorid beschickt und die Masse während 1,5 Stunden bei 130° C umgesetzt. Anschließend wurde
auf Raumtemperatur abgekühlt und während eines Tages stehengelassen. Dann wurde die überstehende
Lösung gewonnen. Die Konzentration der Organoaluminiumverbindung in der Lösung betrug aufgrund der
Analyse 6,8 g/l, angegeben als Aluminium. Die Katalysatorlösung wurde durch Zusatz von Allyläthyläther in
bezogen auf Aluminium, hergestellt. 40 ml dieser Lösung wurden in ein 500-ml-Glasgefäß gegeben, das
mit 250 ml Kerosin beschickt worden war. Anschließend wurden 1,54 g Titantrichlorid mit der im Beispiel 1
angegebenen Zusammensetzung zugegeben.
Polymerisation
Wie in Beispiel 1 wurde Propylen unter Verwendung dieses Katalysatorsystems polymerisiert. Dabei würden
62,8 g Polypropylen erhalten. Der gesamte in siedendem Heptan unlösliche Extraktionsrückstand gegenüber
dem Gesamtpolymerisat betrug 94,9%.
Herstellung des Katalysatorsystems
Ein Glaskolben von 500 ml wurde mit 250 ml Kerosin, 0,125 Mol Äthylaluminiumdibromid und 0,063 Mol
Kaliumtitanfluorid beschickt und die Masse während 5 Stunden bei 1300C umgesetzt Anschließend wurde auf
Raumtemperatur abgekühlt und die Katalysatorlösung durch Zusatz von 9,5m-Mol Allyl-n-butyläther hergestellt.
40 ml dieser Lösung wurden in ein 500-ml-Glasgefäß gegeben, das mit 250 ml Kerosin beschickt worden
war. Anschließend wurden 1,54 g Titantrichlorid mit der in Beispiel 1 angegebenen Zusammensetzung zugegeben.
Polymerisation
Wie in Beispiel 4 wurde Propylen polymerisiert. Es wurden 31,4 g Polypropylen erhalten. Der gesamte in
siedendem Heptan unlösliche Extraktionsrückstand gegenüber dem Gesamtpolymerisat betrug 95,2%.
Beispiel 6
Herstellung des Katalysatorsystems
Herstellung des Katalysatorsystems
Ein Glaskolben von 500 ml wurde mit 250 ml Kerosin, 0,125 Mol n-Propylaluminiumdichlorid und 0,063 Mol
Kaliumtitanfluorid beschickt und die Masse während 3 Stunden bei 6O0C umgesetzt. Anschließend wurde auf
Raumtemperatur abgekühlt und die Katalysatoriösung durch Zusatz von 9,5 m-Mol Allyläthyläther hergestellt.
40 ml dieser Lösung wurden in ein 500-ml-Glasgefäß gegeben, das mit 250 ml Kerosin beschickt worden war.
Anschließend wurden 1,54 g Titantrichlorid mit der im Beispiel 1 angegebenen Zusammensetzung zugegeben.
Polymerisation
Wie in Beispiel 4 wurde Propylen polymerisiert. Es wurden 49,9 g Polypropylen erhalten. Der gesamte in
siedendem Heptan unlösliche Extraktionsrückstand gegenüber dem Gesamtpolymerisat betrug 95,5%.
Herstellung des Katalysatorsystems
Das Verfahren nach Beispiel 6 wurde wiederholt, jedoch Phenylaluminiumdichlorid anstelle von n-Propylaluminiumdichlorid
verwendet. Es wurde in der gleichen Weise die Katalysatorlösung erhalten, von der
dann 40 ml mit dem Titantrichlorid mit der im Beispiel 1 angegebenen Zusammensetzung vermischt wurden.
Polymerisation
Wie in Beispiel 4 wurde Propylen polymerisiert. Es wurden 32,4 g Polypropylen erhalten. Der gesamte in
siedendem Heptan unlösliche Extraktionsrückstand gegenüber dem Gesamtpolymerisat betrug 94,1 %.
Beispiel 8
Herstellung des Katalysatorsystems
Herstellung des Katalysatorsystems
Ein Gefäß von 500 ml wurde mit 250 ml gereinigtem n-Heptan und 1,54 Titantrichlorid mit der im Beispiel 1
angegebenen Zusammensetzung beschickt, woran sich der Zusatz von 10 mMol, berechnet als Aluminium, der
nach Beispiel 3 hergestellten Lösung der übrigen Katalysatorbestandteile anschloß. Die Masse wurde auf
40°C erhitzt.
Polymerisation
Nun wurden 100 ml 4-Methylpenten(l) tropfenweise im Verlauf von 20 Minuten zugegeben und die
Polymerisation bei dieser Temperatur während 3 Stunden ausgeführt. Das Katalysatorsystem wurde
durch Methanol zersetzt und das Produkt mehrmals mit Methanol gewaschen und dann getrocknet. Es wurden
52 g Poly-(4-methylpenten(l)) erhalten. Der in siedendem Heptan unlösliche Extraktionsrückstand dieses
Polymerisats betrug 96,7%.
In der gleichen Weise wie bei Beispiel 8 wurde das Katalysatorsystem hergestellt und wurden anschließend
50 ml Styrol während 2 Stunden bei 700C polymerisiert.
Es wurden 16 g Polystyrol erhalten. Der in siedendem Methyläthylketon unlösliche Extraktionsrückstand dieses
Produktes betrug 95,8%.
Beispiel 10 Herstellung des Katalysatorsystems
Ein Reaktionsgefäß aus Glas von 21 wurde mit 11
Kerosin und 57OmMoI Äthylaluminiumsesquichlorid
beschickt und bei einer Temperatur unterhalb Raumtemperatur wurden 65OmMoI Titantetrachlorid tropfenweise
im Verlauf von 30 Minuten zugegeben. Anschließend wurde die Masse auf 400C erhitzt und die
Umsetzung während 3 Stunden durchgeführt. Der erhaltene in Kohlenwasserstoffen unlösliche Niederschlag
wurde durch Dekantieren abgetrennt und einige Male mit Kerosin gewaschen. Die erhaltene Suspension
wurde während 2 Stunden auf 1400C erhitzt und die Konzentration des dreiwertigen Titans titrimetrisch auf
0,864 Mol/l, angegeben als Titan, bestimmt. Nun wurde ein Gefäß von 500 ml mit 250 ml Kerosin, 10 mMol
dieser in siedendem Kohlenwasserstoffen unlöslichen Katalysatorbestandteilsuspension und 10 mMol, angegeben
als Aluminium, der nach Beispiel 3 hergestellten Lösung der übrigen Katalysatorbestandteile beschickt.
Polymerisation
Die Polymerisation und Nachbehandlung wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt. Es
wurden 62,5 g eines pulverförmigen Polypropylens erhalten. Der gesamte in siedendem Heptan unlösliche
Extraktionsrückstand gegenüber dem Gesamtpolymerisat betrug 95,7%. y
Die Herstellung des Katalysatorsystems erfolgte wie im Beispiel 8.
4-Methylpenten(l) wurde unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 8 polymerisiert, während
langsam ein Stickstoffgas, das 5 Volumenprozent Äthylen enthielt, eingeströmt wurde. Dabei wurden
22,4 g eines weißen pulverförmigen Polymeren erhalten. Durch Infrarotanalyse dieses Produktes wurde festgestellt,
daß es aus einem Copolymeren mit 3,2 Mol-% Äthyleneinheiten bestand.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung eines für die Polymerisation mindestens eines «-Olefins mit nicht
weniger als 3 Kohlenstoffatomen oder zur Mischpolymerisation eines solchen «-Olefins mit Äthylen
sowie zur Homopolymerisation von Styrol geeigneten Polymerisationskatalysatorsystems durch Umsetzen
von (A) einer Aluminiumverbindung der Formel
RAlX2
in der X Chlor, Brom oder Jod und R einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einen Phenylrest
bedeuten, mit (B) einem Metallkomplex der Formel
M2MT6
worin M Li, Na oder K und M' Ti, Si, Sn oder Zr bedeuten, in einem inerten Kohlenwasserstoff und
Zugabe von (C) eines Titantrihalogenids, das durch Reduktion von TiCU, TiBr4 oder TiJ4 mit Wasserstoff,
Aluminium, Silizium oder mit Organometallverbindungen eines Metalls der I. bis III. Gruppe des
Periodensystems erhalten worden ist, sowie gegebenenfalls Altern des Gemisches vor oder nach Zugabe
des Titantrihalogenids unter Rühren in einer Stickstoffatmosphäre bei einer Temperatur von 50
bis 180° C, wobei das Molverhältnis der Komponente (A) zur Komponente (B) zwischen 7 :1 und 1 :2
und das Molverhältnis der Komponente (A) zur Komponente (C) zwischen 1 :10 und 10 liegt,
dadurch gekennzeichnet, daß man dem Umsetzungsprodukt aus den Katalysatorkomponenten
(A) und (B) entweder vor der Zugabe des Titantrihalogenids oder zusammen mit dem Titantrihalogenid
einen Allyläther der Formel
CH2 = CH-CH2-OY worin Y eine Phenylgruppe oder eine Gruppierung
R1
-CH
in der Ri und R2 Wasserstoffatome oder gegebenenfalls
verzweigte Alkylgruppen darstellen und die Summe der Kohlenstoffatome der Reste Ri und R21
bis 10 beträgt, bedeutet, als Katalysatorkomponente (D) zusetzt, wobei das Molverhältnis der Komponente
(D) zur Komponente (A) 1 :100 bis 1:3 beträgt, und daß das gegebenenfalls durchgeführte
Altern nach Zusatz des Allyläthers erfolgt.
2. Verwendung eines nach Anspruch 1 hergestellten Polymerisationskatalysatorsystems zur Polymerisation
mindestens eines «-Olefins mit nicht weniger als 3 Kohlenstoffatomen oder zur Mischpolymerisation
eines solchen a-Olefins mit Äthylen sowie zur Homopolymerisation von Styrol.
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| DE1767215C3 DE1767215C3 (de) | 1980-05-29 |
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