DE1767059A1 - Biocides Mittel - Google Patents
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Description
DR. E. WIEGAND 8000 MÖNCHEN 15, 4(« JJK.. *
MÖNCHEN NUSSBAU-M-STIfASSElD CVt I Jäi& i
DIPL-ING. W. NIEWANN telefon= 555476
HAMBURG
PATENTANWÄLTE
9/sw
; . ' M0J3IL OIL COHPAHATIOI-T, .. ' .
Hew Xorkr- ■£.■■ I. (V.St.A.) .
Biocides Mittel
Die Erfindung betrifft Öl-in-Wasser-Emulsionenun <i insbesondere Emulsionen, die Wachs als disperse Phase
enthalten. Die Erfindung gibt. Emulsionen dieser Art an,
die verbesserte biocide Eigenschaften aufweisen. Insbesondere
schafft die Erfindung Öl-in-Wasser-Emulsionen, die bei
Aufbringung auf verschiedene Oberflächen und insbesondere
Oberflächen von Materialien cellulosischer/Natur- diese
Oberflächen gegen Angriff und Schädigung durch lebende Organismen, wie Insekten, Schädlinge, Schwammwachstum, Schimmel
oder andere S'ormen von tierischem und pflanzlichem Leben,
■schützen. -
Man hat Pentachlorphenol als biocides Mittel,/gewöhnlich in !Form von Lösungen in aromatischen Lösungsmitteln,
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zum Schutz von Oberflächen und insbesondere solchen von
cellulosischen Materialien gegen Angriff oder Schädigung
durch lebende Organismen, wie Insekten, Schädlinge, Schimonwachstum
oder Schimmel, verwendet. In der Holzindustrie unterliegen frisch gefällte Bäume, wenn sie auf dem Boden
liegen gelassen werden, einem Angriff durch mannigfaltige
!Formen von Insekten oder pflanzlichem Leben, z.B. Borkenkäfern,
die sich durch die Rinde bohren und das Holz beschädigen, oder Schwammwachstum oder Schimmelbildung, die
ebenfalls eine Schädigung herbeiführen. Bisher hat man in dem Bemühen, einen Schutz gegen Insekten und SchwammwachstuKi
zu erzielen, aromatische Lösungen von Pentachlorphenol zum Behandeln oder Überziehen der Baumstamme verwendet.
In vielen Fallen ist es notv/endig, die Stämme stromabwärts
zu flößen. Dabei hat sich jedoch gezeigt, daß bei Anwendung von aromatischen Lösungen von Pentachlorphenol als
biocide Mittel keine genügende Wasserbeständigkeit erreicht wird. Die Stämme nehmen nicht nur übermäßig große Mengen
an ¥/asser auf, sondern das Pentachlorphenol, das ein geringes aber doch deutliches Ausmaß an Wasserlöslichkeit
aufweist, wird auch von der Unterlage heruntergelaugt. Wenn es gelingt, das Pentachlorphenol auf die gewünschte
Oberfläche in einer solchen Form oder Zusammensetzung aufzubringen, daß seine biocide Aktivität ausgenutzt werden kann,
ohne eine Auslaugung infolge der Anwesenheit von Wasser,
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: Ζ? ■%■■.£ BADORIGiNAL
so bedeutet dies eine wesentliche Verbesserung für die Anwendung und Wirkung dieser biociden Mittel.
Die Erfindung schafft Öl-in-Wasser-Emulsionen, die Pentachlorphenol in einer zur Erteilung biocider Eigenschaften
hinreichenden Menge enthalten, bei denen praktisch kein Auslaugen der Pentachlorpheno!komponente eintritt, wenn
diese Emulsionen auf verschiedene Oberflächen aufgebracht und dann mit Wasser in Berührung gebracht werden. Ein weiterer
technischer Vorteil dieser Öl-in-Wasser-Emulsionen Ä
liegt darin, daß sie - zusätzlich zu der vorstehend erläuterten angestrebten biociden Wirkung - infolge der Anwesenheit
einer Wachskomponente Wasserbeständigkeit herbeiführen.
Die erstmalige Angabe einer Öl-in-Wasser-Emulsion, die
Pentachlorphenol enthält, verglichen mit der bisher üblichen
Verwendung von Lösungsmittelträgern, z.B. Pentachlorphenol enthaltenden aromatischen Lösungsmitteln, führt insgesamt
zu einer wesentlichen Verbesserung des Schutzes gegen
biociden Angriff und zu einer wesentlichen Verbesserung der V/asserbeständigkeit von Materialien, deren Oberflächen mit Sä
derartigen Emulsionen überzogen sind.
Das Pentachlorphenol wird, wie bereits erwähnt, in einer Menge benutzt, die genügt, um der Emulsion biocide
Eigenschaften zu erteilen; die im Einzelfall verwendet Menge
hängt naturgemäß von der im Einzelfall bereiteten Emulsion und deren beabsichtigter Verwendung ab. Allgemein wird jedoch
für eine wirksame Bekämpfung der meisten Formen von
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tierischem oder pflanzlichem Leben, insbesondere Insekten
oder Schwammwachstum, das Pentachlorphenol in einer Menge von etwa 1 % bis etwa 20 % und vorzugsweise'von etwa 5 %
etwa 10 Ge\v.-/v, bezogen auf das Gesamtgewicht der Emulsion,
verwendet.
Bei den zur Herstellung -der öl-in-V/asser-Emulsionen
gemäß der Erfindung verwendeten Wachsen handelt es sich vorzugsweise um Paraffinwachse; diese können aus mannigfaltigen
Quellen stammen, z.B. aus Erdöldestillationsverfahren, oder sie können Erdölwachse umfassen, die aus Destillatfraktionen
von Rohölen durch solche Arbeitsweisen, wie Lösungsmittelentwachsung, Abkühlung, Süßung, Pressung oder Entölung, erhalten
worden sind. Das Paraffinwachs v/ird vorzugsweise in einer Form verwendet, bei der Hormalparaffine überwiegen, es
können aber auch Wachse, die völlig frei von liormalparaffinen
sind, Anwendung finden. Vorzugsweise sollten die verwendeten Paraffinwachse Schmelzpunkte innerhalb des Bereichs von
etwa 38° bis etwa 93°C (100 - 2000P) aufweisen. Paraffinwachse
mit Schmelzpunkten zwischen etwa 4-8° und etwa 66 C (120 - 1500P) sind besonders günstig, da hierdurch die Bildung
von ölartigen Emulsionen vermieden v/ird, und gleichzeitig die Möglichkeit einer Färbung oder Beizung beim Aufbringen
dieser Emulsionen auf Hutzholzoberflächen so gering wie möglich gemacht wird. Die in den Emulsionen gemäß der Erfindung
verwendeten Wachse können Paraffinwachse in Kombination mit mikrokristallinem Wachs sowie Eohparaffin- oder
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,Jl.
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Gatschwachsen umfassen.
Gatschwachsen umfassen.
Lie Menge an Wasser, die in den Öl-in-Wasser-Emulsionen gemäß der Erfindung benutzt wird, hängt naturgemäß von der Konsistenz der im Einzelfall herzustellenden
Emulsion ab. Im allgemeinen kann die anwesende ?/assermenge
für die meisten praktischen Zwecke im Bereich von etwa 35 bis etwa SO ^ und vorzugsweise von etwa 50 "bis etwa 60 Gew.-bezogen
auf das Gesamtgewicht· der Emulsion, liegen.
Zur Bildung der vorstehend beschriebenen Öl-in-Y/asser-Emulsionen
kann irgendein Emulgiermittel oder eine Kombination von Emulgiermitteln verwendet werden, vorausgesetzt,
daß eine Emulgierung des geschmolzenen Wachses in
den "'./asser gewährleistet ist. Das Emulgiermittel sollte
eine solche Verträglichkeit mit den übrigen Komponenten besitzen,
daß·es die Aufnahme aes Pentachlorphenols in die
Ölphase der Emtilsion nicht verhindert. Zu den Emulgiermitteln,
die sich als für diesen Zweck geeignet erwiesen haben, gehören Aminsalze von organischen Säuren, wobei geradkettige
Säuren niederen Molekulargewichts bevorzugt werden. Die
Amine sind vorzugsweise aliphatisch mit einem Gehalt von
etwa 8 bis etwa 22 Kohlenstoffatomen, und sie können primäre Amine oder Diamine umfassen. Allgemein können verschiedene
Klassen von Emulgiermitteln für denvorgenannten Zweck
benutzt werden, einschließlich anionischen, nicht-ionischen und kationischen oberflächenaktiven Mitteln. Als typischer
Vertreter der anionischen Emulgiermittel sei Triäthanol-
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aminseife von Stearinsäure genannt. Typische Beispiele für
nicht-ionische Emulgiermittel sind A'thyeUnoxydderivate von
Isooctylphenol. Eine Beispiel eines kationischen Emulgiermittels, das bevorzugt wird, ist im Beispiel 1 beschrieben.
Bei der Bildung der Öl-in-Wasser-Emulsionen gemäß der Erfindung wird eine solche Menge des Emulgiermittels verwendet,
die genügt, um die Emulgierung der geschmolzenen Wachskomponente in der Wasserphase sicherzustellen. Allgemein kann
das Emulgiermittel unter praktischen Gesichtspunkten in einer Menge von etwa 1 % bis etwa 10 % und vorzugsweise von etwa
1 bis etwa 5 Gew.-?o, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Emulsion, verwendet werden.
Um die Lösung des Pentachlorphenols in der Wachsphase zu erleichtern, wird vorzugsweise ein gemeinsames Lösungsmittel
angewendet. Für diesen Zweck kann, wenn eine solche Anwendung zweckmäßig erscheint, irgendein Lösungsmittel
benutzt werden, das eine hinreichende Affinität für das Pentachlorphenol hat. Derartige Lösungsmittel können
aromatische Lösungsmittel umfassen, wie sie normalerweise aus Erdöl erhalten werden. Lösungsmittel mit einer Farbe von
ASTM 2 oder darunter werden bevorzugt, um eine unerwünschte Färbung der zu behandelnden Oberflächen zu vermeiden.
Typische Eigenschaften eines geeigneten Lösungsmittels sind im Beispiel 1 angegeben. Es wird eine solche Lösungsmittelmenge
für diesen Zweck benutzt, wie sie erforderlich ist, um.Lösung des Pentachlorphenols in der Wachsphase sicherzu-
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— 7 - ■■ ■■
stellen. Allgemein, kann das Lösungsmittel unter praktischen
.Gesichtspunkten in einer Menge von etwa 2. "bis etwa 20 %
und vorzugsweise von etwa 5 bis etwa 20 Gew.-^ bezogen auf
das Gesamtgewicht der Emulsion, angewendet werden.
Es können darüherhinaus mannigfaltige andere Additive
und Materialien in die neuartigen Öl-in-Wasser-Emulsionen
gemäß der Erfindung einverleiht werden, um zusätzliche Vorteilhafte
Eigenschaften herbeizuführen. Als solche weiteren Additive kommen beispielsweise andere verträgliche biocide
Mittel, einschließlich Schädlingsbekämpfungsmitteln, Mitteln gegen Schwammwachstum, Oxydationsinhibitoren, insektenabstoßende
Mittel und geruchsverhindernde Mittel in Betracht. Als Schädlingsbekämpfungsmittel zur Kombination mit den
Öl-in-Y/asser-Emulsionen gemäß der Erfindung werden allgemein
solche bevorzugt, die entweder völlig unlöslich oder nur wenig löslich in Wasser sind. Diese können entweder natürlieher
oder synthetischer Herkunft und entweder organischer
oder aliorganischer Katur sein. Derartige Materialien können
auch Synergistika und "Knock-down"-Mittel sowie andere
Materialien, die bleibende toxische Wirkungen haben, und
Kombinationen oder Gemische solcher Stoffe umfassen, hierzu
gehören z.B. synthetische halogenierte organische Verbindungen, wie alicyclische und aromatische chlorierte Kohlenwasserstoffe,
organische Stickstoffverbindungen, Thiocyanate, organische Phosphorverbindungen, z.B. funktioneile Addukte
von Thiophosphorsäureestern, natürliche organische Insekti-
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zide, z.B. Pyrethrine, beide mit und ohne synergistischen
Mitteln, z.B. Piperonylsulfoxyd, Butoxyd u.dgl., sowie Rotenon, und deren Derivate.
Die Öl-in-Wasser-Emulsionen gemäß der Erfindung werden
vorzugsweise hergestellt, indem man zunächst eine Wachsphase bildet; hierzu werden zweckmäßig "das Paraffinwachs,
das Pentachlorphenol und das Lösungsmittel zunächst unter Erhitzen bei einer Temperatur zwischen etwa 82 und etwa
830C ( 180 - 1900F) zu einem Gemisch vereinigt. Die Wasserphase
wird ebenfalls getrennt bereitet, indem man zuerst die gewünschte Menge an Wasser auf eine Temperatur zwischen
etwa 66° und etwa 880G (150 - 1900F) erhitzt und dann getrennt
erst das gewünschte Aiain und dann die organische Säure zugibt, um das Aminsalz-Emulgiermittel an Ort und
Stelle zu bilden. Danach werden die in dieser Weise erhaltenen Wachs- und Wasserphasen vereinigt und eine Vordispersion
durch Rühren gebildet. Dann wird diese Vordispersion einer Homogenisierung unterworfen, wobei die endgültige
Öl-in-Wasser-Emulsion erhalten wird; diese ist beständig und trennt sich beim Stehenlassen nicht.
Die biociden Öl-in-Wasser-Emulsionen gemäß der Erfindung
können in irgendeiner für den Einzelfall zweckmäßigen
Weise auf die ge\?ünschte Oberfläche aufgebracht werden.
Dies kann beispielsweise durch Aufstreichen, Tauchen oder
vorzugsweise unter Anwendung irgendeiner herkömmlichen Sprüheinrichtung erfolgen oder das Material kann in Form
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_ 9 — ' ■ ■
eines Aerosols Oder mit Dnicksprühung unter Verwendung ir-■
gendeines der im Handel erhältlichen Treibmittel, beispielsweise Butan oder Stickstoff oder derartige Substanzen
enthaltende Gemische, zur Anwendung gebracht werden.
Die Öl-in-Wasser-Emulsionen gemäß der Erfindung, ihre Herstellung und ihre Überlegenheit und Wirksamkeit
als biocide Mittel gegenüber vergleichbaren Substanzen wer den nachstehend anhand von Beispielen weiter veranschaulicht.
Unter Anwendung der vorstehend beschriebenen Arbeitsmethode wurde eine biocide Öl-in-Wasser-Emulsion
der nachstehenden Zusammensetzung hergestellt:
fiew.-ff
Paraffinwachs (Fp. ^O - 510G (122 - 1240F),
ASKvI D 87) 30,0 ■■·■■■■
Pentachlorphenol 5>0
■* Aromatisches Lösungsmittel 10,0
N-Octadecyl-1,3-propylendiamin 2,7
Eisessig 0,6
Wasser . 5157
.: ;'- .109 8 33/1900
| 1,0458 | |
| hell 2 | |
| 53 | |
| 160 | (320) |
| -6,7 | (20) |
| 19,3 | (66,9) |
- 10 -
* Aromatisches Lösungsmittel:
Spezifisches Gewicht, 15,6/15,60O,
ASOJM D 1298
Farbe, ASTM D 15OO
Viskosität, SUS bei 380O, ASTM D Flammpunkt, o.öJ. (GOG), 0C (0P),
ASTM D 92
Fließpunkt, 0C (0I1), ASTM D 97
Mischanilinpunkt, 0G (0P), ASTM D 611
Destillationsbereich, G (0F),
ASTM D 86 274-371 (524-700)
** Berechnet aus der kinematischen Viskosität, ASTM D 445
Die vorstehend beschriebene Öl-in-Wasser-Emulsion wurde hergestellt, indem zunächst das Paraffinwachs, das
Pentachlorphenol und das aromatische Lösungsmittel vereinigt und auf eine Temperatur von etwa 880G (1900P) erhitzt wurden.
Dann wurde das Wasser getrennt hiervon auf eine Temperatur von 88 0 (1900P) erhitzt und danach wurden' das Amin
und die Essigsäure aufeinanderfolgend zugegeben. Die in dieser Weise bereitete wäßrige Phase wurde dann mit der vorstehend
beschriebenen Wachsphase vereinigt und es wurde eine rohe Vordispersion unter Verwendung eines Schnellaufenden
Mischers gebildet. Das sich ergebende Material wurde dann durch eine zweistufige Homogenisiereinrichtung geleitet, die
in der ersten Stufe bei einem Druck von 176 atü (2500 psig)
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und in der at:eiten Stufe "bei 35 atü (·5ΟΟ psig) gehalten
wurde. Bei dieser Behandlung wurde ein beständige Öl-in-Wasser-Emulsion erhalten, die sich beim Stehenlassen nicht
trennte.
Un die Eigenschaften der Öl-in-Wasser-Emulsionen gemäß der Erfindung hinsichtlich des Auslaugens der Pentachlorphenolkomponente
zu prüfen, vmrden Vergleichsuntersuchungen durchgeführt. Diese erfolgten mit Holzblöcken, die
mit einer 5 gewichtsprozentigen Lösung von Pentachlorphenol
in den im Beispiel 1 beschriebenen aromatischen,Lösungsmittel
behandelt worden waren, und Holzblöcken, die mit der
ira Beispiel 1 beschriebenen Y/achsemulsion, die ebenfalls
5 je'.7.-p Pentachlorphenol enthielt, behandelt worden waren.
Die Holzblöcke wurden über Zeiträume von 1 bis 25 Stunden
in Wasser geweicht. Die in jedem Falle1 erhaltenen Extrakte wurden durch Ultrav-iolettspektrometrie analysiert. Die erhaltenen
Werte ergaben, daß etwa 1,2 mg Pentachlorphenol,
plus anderen Eaterialien, in 1 Stunde aus dem mit der Emulsion überzogenen Block extrahiert wurden, während aus dem Block,
der mit der vorstehend angegebenen Lösung von Pentachlorphenol in dem aromatischen Lösungsmittel behandelt worden
war, eine viel größere Materialmenge (Pentachlorphenol plus Lösungsmittel plus wasserlöslichen Holzbestandteilen) extrahiert wurde. Dies veranschaulicht die Fähigkeit der Emul-
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sionen gemäß der Erfindung, die Auslaugung von wasserlöslichen Holzbestandteilen zu verringern, zusätzlich zu der
anderen erwünschten Eigenschaft einer Verringerung der Auslausung der biociden Eomponente.
Zum Nachweis der fungiciden Eigenschaften der Emulsionen
gemäß der Erfindung wurden Holzblöcke von etwa 5,1 cm
(2") im Quadrat mit der Emulsion gemäß Beispiel 1 behandelt, trocknen gelassen und -in Petrischalen eingesetzt, die mit
Aspergillus Niger geimpfte Doppelagarnährböden (double agar malts) enthielten. Each Brüten bei 280C über 6 Tage wurden
sterile Bereiche von 30, 32 und 33 mm Durchmesser (für die
drei geprüften Hölzer) um die Holzblöcke herum festgestellt. Außerhalb dieser Bereiche wurde starkes schwarzes Sciimnelwachstum
beobachtet. Dies zeigt, da£ das Fungicid das Holz und einen begrenzten Bereich rand um das Holz schützt. Der
Bereich ist wegen der beschränkten Löslichkeit des Pentachlorphenol s in dem wäßrigen Medium so begrenzt. Dies bedeutet
einen wesentlichen Torteil gegenüber wasserlöslichen Fungiciden, die sich über einen weiteren Bereich in dem
wäßrigen Medium verteilen, mit dem Endergebnis, daß eine ungenügende Menge an biocidem Mittel in dem Holz verbleibt.
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- 13 Beispiel 4
Zur Veranschaulichung der biociden Wirkung der Emulsionen gemäß der Erfindung hinsichtlich Insekten wurden
sowohl unbehandelte als auch mit den im Beispiel 1 beschriebenen Emulsionen gemäß der Erfindung behandelte Baumstämme
in einem Gebiet, in dem sie dem Angriff von Käfern und
.mannigfaltigen anderen Insekten ausgesetzt sind, auf dem Boden liegen gelassen. Danach wurde gefunden, daß bei den
unbehandelten Stämmen eine wesentliche Schädigung der Stämme
eingetreten war, während der Zustand der behandelten Stämme
unverändert blieb.
Die Emulsionen gemäß der Erfindung sind besonders
geeignet zur Aufbringung als Überzüge zum Oberflächenschutz von cellulosischen Materialien gegen Angriff und Schädigung
durch lebende Organismen, wobei diesen Oberflächen gleichzeitig wasserbeständige Eigenschaften erteilt werden. Der
Schutz von Holzoberflächen bildet ein besonders wichtiges Anwendungsgebiet, das cellulosische Material kann aber auch
in mannigfaltigen anderen Formen vorliegen, z*B. als Papier,
Baumwollgewebe, Baumwollband, Pressstoff, Pressplatten und
zahlreichen anderen verwandten Materialien, deren Oberflächen normalerweise einem biociden Angriff oder einer Schädigung
ausgesetzt sind. Weiterhin ist zu beachten, daß die neuartigen Öl-in-Wasser-Emulsionen gemäß der Erfindung als Insectizid
allgemein gegen alle Arten von kriechenden und fliegenden Insekten wirksam sind, hierzu gehören, außer den vorgenannt
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ten Käfern, Fliegen, Steckmücken, Schaben, Küchenschaben,
Läuse, Bettwanzen, Rüsselkäfer, Getreidekäfer, Ameisen,
Kleidermotten, Teppichkäfer (carpet beetles), flügellose Insekten (silver fish), Termiten u.dgl.
Aus d,en vorstehenden Erläuterungen ist ersichtlich, daß ein wichtiges Merkmal der Erfindung in der nunmehr eröffneten
Möglichkeit liegt, Pentachlorphenol als biocides Mittel in Wachsemulsionen einzuverleiben. Dessen Bedeutung
wird unterstrichen durch die Tatsache, daß Pentachlorphenol einen verhältnismäßig hohen Schmelzpunkt (177°C) hat und
in Wachs oder Wasser nicht leicht löslich ist. Andererseits können Lösungen von wasserlöslichen Salzen von Pentachlorphenol
leicht hergestellt werden, diese weisen je.doch alle
die eingangs erläuterten Nachteile derartiger Lösungen auf. Im Vergleich hierzu schafft die Erfindung demgegenüber eine
öl-in-Y/asser-Emulsion, in der Pentachlorphenol anwesend ist
und dieses seine biocide Wirkung in ausgezeichneter Weise ausübt, bei deren Anwendung das Pentachlorphenol bei Einwirkung
von Wasser nicht oder jedenfalls nicht in einem auch nur entfernt vergleichbaren Ausmaß herausgelaugt wird,
und die darüber hinaus als weiteren maßgeblichen Vorteil die Fähigkeit besitzt, Wachs auf der überzogenen Oberfläche
abzuscheiden, so daß eine erhöhte Beständigkeit gegen Angriff und Schädigung durch Wasser selbst erzielt wird.
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Claims (2)
1. Biocides Mittel, insbesonders zum Schutz
von Holz und ähnlichen Substanzen gegen Angriff durch lebende Organismen, das Pentachlorphenol enthält, dadurch
gekennzeichnet, daß es aus einer Pentachlorphenol enthaltenden Öl-in-Wasser-Emulsion besteht.
2. Bioeides Mittel nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die disperse Phase der Emulsion Y/achs, insbesondere ein Paraffinwachs, umfasst und
dieses das Pentachlorphenol enthält.
3· Bioeides Mittel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion ein aromatisehes
Lösungsmittel in einer zur Erleichterung der Lösung des Pentachlorphenols in der ölphase hinreichenden
Menge enthält.
109833/1900
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