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DE1765673A1 - Verfahren zur Herstellung von mittels Elektrophorese isolierten elektrischen Leitern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mittels Elektrophorese isolierten elektrischen Leitern

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DE1765673A1
DE1765673A1 DE19681765673 DE1765673A DE1765673A1 DE 1765673 A1 DE1765673 A1 DE 1765673A1 DE 19681765673 DE19681765673 DE 19681765673 DE 1765673 A DE1765673 A DE 1765673A DE 1765673 A1 DE1765673 A1 DE 1765673A1
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DE
Germany
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coating
solvent
coils
conductor
solidified
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DE19681765673
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DE1765673B2 (de
DE1765673C3 (de
Inventor
Yoichiro Onishi
Takashi Suetake
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Mitsubishi Electric Corp
Original Assignee
Mitsubishi Electric Corp
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Publication date
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    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
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    • H01B13/06Insulating conductors or cables
    • H01B13/065Insulating conductors with lacquers or enamels
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
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    • HELECTRICITY
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
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Description

13 750/68
Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha Tokyo (Japan)
Verfahren zur Herstellung von mittels Elektrophorese isolierten elektrischen Leitern
Gegenstand der Erfindung ist ein Herstellungsverfahren für elektrisch isolierte Leiter und Spulen. Gemäß der Erfindung wird der Außenüberzug des Leiters elektrophoretisch abgeschieden und danach verfestigt, wobei die Verfestigung in einem halbverfestigten Zustand einmal unterbrochen wird. Danach wird der so erhaltene isolierte Leiter zu Spulen od.dgl. geformt und der halbverfestigte Überzug wird endgültig verfestigt.
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Die Erfindung bezieht sich somit auf elektrisch isolierte leiter und insbesondere auf das Verfahren zum Erzeugen von Leitern mit elektrophoretisch abgeschiedener Isolierung und die Anwendung auf die Erzeugung von Spulen u.dgl.
Die Erfordernisse für die Isolierung von Spulen oder Wicklungen, die in elektrischen Maschinen oder Ausrüstungen verwendet -werden sollen, werden mit der Verbesserung von Isoliermaterialien und deren Anwendungstechniken immer strenger. Beispielsweise werden als Ergebnis der G-rößenverringerung der elektrischen Maschinen und Ausrüstungen strenge Anforderungen an die Isolierung gestellt, beispielsweise äußerste Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit, größter Widerstand gegen e rnsthafte Bedingungen, wie hohe Temperatur und starkes Haften zwischen den Leitern und anderen Materialien, wenn sie bei mit hoher Drehzahl laufenden Maschinen verwendet werden, insbesondere an den Spulenenden, wobei weiterhin ein Gleichgewicht der charakterisitschen Merkmale zwischen dem Leiterisolator und d en G-runäisoliermaterialein bzw. Erdisoliermaterialien aufrechterhalten werden soll. Außerdem sind die Erfordernisse hinsichtlich Einsparung von Fabrikationskosten, Rationalisierung der Arbeitskraft und der Arbeitszeit sowie der Automatisierung der Herstellung von Spulen- und Isoliermaterialien streng.
109835/0521
-.3
Aus den oben angegebenen Gründen besteht der Hauptzweck der Erfindung darin, ein neuartiges Isolierverfahren zu schaffen, welches die gesamten oben genannten Erfordernisse befriedigen kann.
Bin anderer Zweck der Erfindung besteht darin, ein besseres Verfahren zu schaffen, welches es ermöglicht, elektrophoretisch überzogene Leiter bei ausgeführten elektrischen Maschinen und Ausrüstungen als Magnetdraht bzw. Magnetleiter zu νerwenden.
Das neuerdings entwickelte elektrophoretisch^ Überzugsverfahren umfaßt'-,das-Eintauchen des zu überziehenden Materials in ein Bad aus wasserlöslichem Harz oder.in ein Bad aus in "wasser suspendiertem oder dispergierten Harz zusammen mit der ■gegenüberliegenden Elektrode, Anlegen einer Gleichspannung zwischen dem zu überziehenden Material und der gegenüberliegenden Elektrode, wobei das Material im gewöhnlichen Pail mit der Anode verbunden ist, wodurch die Harzkomponente in dem Bad durch Elektrophorese zu der Anodenseite transportiert v/ird und dadurch die elektrische Ladung an die Anode verliert, wobei die Harzkomponente auf dem Material abgeschieden wird.
Ua das charakteristische Merkmal dieses elektrophoretischen Abscheideverfahrens darin.liegt, daß die Abscheidung durch
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elektrische Wirkung "bewirkt wird, wird die Abscheidung wahl-. weise an den Stellen ausgeführt, an denen der elektrische Widerstand vergleichsweise niedrig ist, mit anderen Worten ausgedrückt, dort, wo die Bildung des Überzugs nicht ausreichend ist. Als Ergebnis hat der Überzug, der schließlich
erhalten wird, eine außergewöhnlich gleichförmige Dicke mit im wesentlichen keinen liadellö'chern, und außerdem kann eine ) beträchtliche Dicke des Überzugs durch einen Abscheidungsvorgang erhalten werden.
Diese Merkmale sind besonders wirksam bei der Erzeugung elektrisch isolierter Leiter bzw. sogenannten Magnetdrahtes, der beispielsweise als Emaildraht bzw. Lackdraht od.dgl. verwendet wird. Der elektrisch isolierte Leiter, der durch das Verfahren gemäß der Erfindung erzeugt ist, hat gemäß vorstehender Beschreibung eine außergewöhnlich gleichmaßige Dicke, wodurch die Dickenänderung auf einem minimalen Wert gehalten werden kann und die·Zuverlässigkeit vergrößert ist. Außerdem kann durch das Merkmal minimaler Dickenabweichung die mittlere Dicke dünner als bei üblichem Lackdraht gemacht werden, wobei die minimale Dicke auf einem konstanten Wert gehalten wird. Andererseits kann für die mittlere Dicke ein größerer Wert gewählt werden, wobei der maximale Außenseitendurchmesser gut
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innerhalb der maximal zulässigen Grenzen gehalten wird. Weiterhin ist das Merkmal, daß im wesentlichen keine Nadellöcher oder Stichlöcher vorhanden sind, bemerkenswert und, da die Bildung des Überzuges durch elektrische Wirkung erfolgt, kann die Steuerung der Dicke des Überzugs bequem durch Regelung der elektrischen Wirkung erfolgen. Weiterhin kann das Merkmal, daß die gewünschte Überzugsdieke durch eine einzige Behandlung erhalten wird, die Produktionswirksamkeit beträchtlich verbessern im Hinblick auf die Tatsache, daß der übliche Lackdraht die fünf- bis zehnfache Anzahl von Behandlungen erfordert, um die gleiche Überzugsdicke zu erhalten.
Eine Anzahl von Versuchen wurde an mittels Elektrophorese überzogenen isolierten Drähten hinsichtlich der Überzugsdicke und des Vorhandenseins von Nadellöchern durchgeführt, und es wurden nachstehende Ergebnisse erhalten.
1 0 9 8 3 S / 0 6 2 1
Drahtdurchmesser Klasse
Elektrophoretisch überzogener Emaildraht Minimale Überzugsdicke Maximaler Enddurchmesser
Anzahl von Uade11öehern
Standardwert Gemessener
Wert
Standardwert
Gemessener Wert
Standardwert
Gemessener Wert
1,0
0 1
0,036 0,025 0,046
0,032
1,133 1,102
1,102 0,074
wenige wenige
0 0
O CD +) "0" äquivalent zu Dreifachaufbau
"1" äquivalent zu schwerem Aufbau bzw. UEMA Standard
cn
o cn to»
Probe-Nummer
Dicke 1,81 + 0,04
Breite 3,11 + 0,04
1,760
3,099 ■hlektrophoretisch überzogener Rechtecksdraht (ötandardüberzugsdicke '
0,15 mm) <* 3 4 5 ·
1,783
3,095
1,862
3,129
1,799
3,132
1,782
3,112
Aus diesen Ergebnissen ist■ersichtlich, daß die Drähte mit elektrophoretisch abgeschiedener Isolierung im wesentlichen gleichmäßige Dicke und keine Hadellöcher haben. Selbstvers tiindlich wurde die obengenannte Überzugsdicke durch einen einzigen Abscheidevorgang erhalten.
Lediglich mit dem Verfahren gemäß vorstehender Beschreibung ist es möglich, mittels Slektrophoreseabscheidung Isolierdraht bzw. besseren Isolierdraht zu erhalten, wie es oben angedeutet ist.
Im allgemeinen wurde für das Wickeln von Spulen elektrischer Maschinen und elektrischer Ausrüstungen der obenbeschriebene Lackdraht oder rechteckige Lackdraht verwendet. Wenn bei einer elektrischen Maschine einzelne Drähte verwendet werden, axe in Schlitzen angeordnet werden müssen, wird die geforderte Anzahl von Viindungen aus obenbeschriebenem Lackdraht direkt in die Schlitze des Statorkernes mittels einer wickelmaschine gewickelt, wonach der so gewickelte Stator in einen Isolierlack enthaltenden behälter zwecks Imprägnierunge ingetaucht, wieder herausgenommen und v/'-irmegetrocknet wird. Dies sind die grundsätzlichen Praktiken üblicher Isolierungsbehandlung der Spulen, In diesen Fällen spielt der iCmai!überzug der Drähte die Rolle der Isolierungen der einzelnen Drähte und der Lack hat die
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-s-
lunlction, diese Drähte selbst zu fixieren und zu verfestigen sowie diese Drähte und andere Materialien, so daß ein Eindringen von Feuchtigkeit und Staub in die Spule verhindert ist. Die fixierende bzw. hortende und verfestigende Nä"tur ist insbesondere bei Maschinen mit hoher Drehzahl für den am Spulenende und dgl. verwendeten lack erforderlich. Gemäß einer anderen Arbeitsweise zum Ersetzen der obenbeschriebenen ' Lackbehandlung wird eine Art eines selbstbindenden Emaildrahtes verwendet. !Für den Zweck, die vergleichsweise viel Zeit und Arbeitsstunden beanspruchende Lackbehandlung zu beseitigen, wird zuvor auf der Außenfläche der überzogenen Schicht des Emaildrahtes eine Klebmittelschicht vorgesehen, die aus einem thermoplastischen Harz bzw. einem durch Lösungsmittel erweichbaren Harz besteht, und nach dem Wickeln der Spulen wird die obengenannte thermoplastische Klebmittelschicht wärmebehandelt, so daß sie miteinander zusammenschmelzen, oder der Lösungsmittelerweichungs-Klebmittelschicht wird weiterhin ein Lösungs- ψ mittel zum Erweichen, der Schicht zugegeben und die Schicht wird einerWärmebehandlung und einer Kühlbehandlung unterworfen, so daß sie zusammenschmelzen und verfestigen. Auf diese Weise kann eine ähnliche Wirkung wie in dem Pail erhaltenwerden, in welchem üblicher Emaildraht zu Spulen gewickelt und danach mit Lack behandelt wird. Jedoch bestehen bei dieser Art eines
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Emaildrahtes Nachteile, beispielsweise weil ein "besonderes Verfahren für das Überziehen der äußersten Schicht erforderlich ist, und weil die Klebkraft bei der Betriebstemperatur geschwächt wird, wenn die Klebmittelschicht aus thermoplastischem Harz besteht.
Die Erfindung beabsichtigt, ein neuartiges Verfahren zum Herstellen von selbstbindenden Drähten mit elektrophoretisch abgeschiedener Isolierung zu schaffen und dadurch Spulen für elektrische Maschinen und elektrische Ausrüstungen zu bilden und zu verfestigen. Dies wird erreicht, erstens durchelektrophoretisches Abscheiden einer Schicht aus Harz auf der Oberfläche des blanken Leiters (runden oder rechteckigen Querschnitts) bis zu der geforderten Dicke. In diesem fall sind die überlegenen Eigenschaften eines in Wasser dispergierten Harzes in großem Ausmaß erkannt, weil es ermöglicht,, als endgültige verfestigte Dicke des Überzugs eine Dicke von beispielsweise 0,03 bis 0,5 mm zu erhalten, was der Dicke der Isolierschichten zwischen den Leitern oder jeder Windung der Leiter gleichwertig ist, und weil es weiterhin ermöglicht, die geforderten elektromechanischen Eigenschaften für den Überzug zu erhalten. Verfestigung dieses Harzes wird erhalten erstens durch Zugabe eines teilweise oder vollständig wasserlöslichen Lösungsmittels, beispielsweise N,Nf-Dimethylformamid, Dimethylacetamid und dgl., wenn es
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erforderlich ist. Die Verfestigung setzt sich bis zur letzten Stufe über das bei niedriger Temperatur erfolgte Verfestigungsverfahren fort, wenn dies erforderlich ist.
Gemäß der Erfindung wird die obenbeschriebene Verfestigung einmal angehalten, bevor der Überzug endgültig verfestigt ist (nachstehend als halbverfestigter Zustand "bezeichnet), und nach dem Anhalten wird der Draht zu Spulen der elektrischen Maschinen gewickelt. In anderen Worten ausgedrückt, werden die Spulen so gebildet, daß die Spulenleiter, welche den obenbeschriebenen halbverfestigten Isolieruberzug aufweisen, einander berühren. Es ist zu bemerken, daß die Verfestigung soweit vorangetrieben wird, daß keine Probleme beispielsweise Abschaben, Abschürfen oder Deformierung des Überzugs während des Wickelverfahrens auftreten, wobei dieses Ausmaß der Verfestigung weiterhin geändert v/erden kann in Abhängigkeit von der iirt der Leiter, der Gestalt der Spulen, dem Wickelverfahren und anderen Umgebungsbedingungen. Danach wird das obenbeschriebene Lösungsmittel den so gebildeten Spulen zugegeben, wenn es erforderlich ist. Dieses Zugeben kann durch Eintauchen der Spulen in das Lösungsmittel oder durch vorhergehendes Anordnen des Drahtes zwischen zwei in Lösungsmittel eingetauchte Pilztuche während der Bildung der Spulen erfolgen. Das Lösungsmittel
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-■ 11 -
wirkt'auf die Oberfläche der Spulen und vergrößert die Adhäsion bg,,/. das Anhaften des halbverfestigten Isolier-'Überzugs und es ist dies der Grund, daß es nützlich ist, die gleiche Art von Lösungsmittel zu verwenden, wie sie bei der obenbeschriebenen Abscheidung verwendet wurde. Das Ausmaß zuzugebenden Lösungsmittels sollte in das Ausmaß begrenzt sein, bei dem es gerade in den Oberflächenteil des Überzugs hineindiffundiert , und diese Menge kann geändert werden, beispielsweise durch den Grad der Halbverfestigung und andere Verf.estigungsbedingungen nach der Zugabe des Lösungsmittels. Jedoch wird in einigen Fällen wenigstens der nahe der Oberfläche liegende Teil des Überzugs in dem noch nicht verfestigten Zustand gehalten, wodurch die Spulenleiter über diese Schichten leicht aneinander haften. Erhitzen für die Verfestigung kann entweder mittels eines üblichen Heizofens oder durch Erregen der Spulen durch Anlegen elektrischen Stromes erfolgen. Andererseits kann mechanischer Druck zusammen mit der Erhitzung angelegtwerden, wodurch die Klebkraft zwischen den Spulenleitern verstärkt werden kann. Dieses Verfahren kann beispielsweise angewendet werden, wenn rechtwinkligen Querschnitt aufweisende Leiter zu Statorspulen gebildetwerden oder wenn solche Leiter zu kantenweise
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gewickelten Feldspulen gebildet werden, wobei auf diese Weise diese Spulen mit der zugelassenen.Genauigkeit zu den geforderten endgültigen Abmessungen gebildet und verfestigtwerden können.
Bei willkürlich bzw. beliebig gewickelten Maschinenspulen, bei denen jeder Leiter direkt in die Schlitze der Maschinenkerne gewickelt wird, wird eine sogenannte Schlitzisolierung in jedem Schlitz vorgesehen, um die Isolierung gegen Erdung der Spulen zu schaffen. Für d iese Schlitzisolierung sind verschiedene Arten von bahnenförmigen Isoliermaterialien verwendet worden, beispielsweise Polyester--Papier-Folie, kombiniertes Schichtpapier (sogenannte "Mylar-Kombination"). Neuerdings ist ein anderes Verfahren unter Verwendung von Epoxyharzpulver oder Polyesterharzpulver entwickelt worden, bei welchem diese Pulver direkt auf die Innenseitenfläche der Kernschlitze mittels Vibrationsüberziehen oder Aufsprühen des Überzugspulvers aufgebracht worden sind.
Die Abscheidung des Überzugs auf einen elektrisch leitenden Körper, die bei der Erfindung verwendet wird, kann ebenfalls für solche Schlitzflächen verwendet w erden und auf d iese ".,reise kann die Schlitzisolierung gebildet w erden, wie es bereits bekannt ist.
10933B/0E21 MDOfWINM.
Der selbstbindende elektrophoretisch überzogene Leiter gemäß der Erfindung kann weiterhin auf Kerne gewickelt werden, bei denen die Schlitzisolierung Harzschichten aufweist, die auf ähnliche Weise, wie oben beschrieben, abgeschieden und verfestigt sind. In diesem Pail kann, wenn die Verfestigung der Schlitzisolierschicht zweckentsprechend ausgewählt ist, ■ das Anhaften zwischen der Schicht und äem Leiterüberzug, welches das Hauptmerkmal der Erfindung darstellt, verbessert werden, und die Leiterisolierung kann einheitlieh mit der Schlitzisolierung verfestigt werden.
Da die gemäß vorstehender Beschreibung gebildeten Spulenwicklungen nunmehr ausreichend verfestigt sind, ist keine der üblichen'Lackbehandlungen erforderlich. Wenn es jedooh erforderlich ist, kann Lack auf übliche Weise aufgebracht werden, und in einem solchen Fall wird für den Zweck der Erdisolierung eine geforderte Anzahl von Bandwindungen auf jeder der Spulen gebildet, beispielsweise nach Beendigung der Behandlung zum Überziehen des Leiters- und der Verfestigung des Überzugs gemäß vorstehender Beschreibung.
Weiterhin ist es gemäß einer Abwandlung der Erfindung möglich, eine kleine Lackmenge dem Lösungsmittel zuzugeben, in welches die bereits gebildeten Spulen gemäß vorstehender Beschreibung eingetaucht werden oder welches zugegeben wurde,
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U: C
-H-
während die Spulen gebildet wurden. Wenn der Kern in das lösungsmittel eingetaucht wird, dem Lack zugegeben- ist, kann die Oberfläche des Kernes mit dem Lack überzogen werden, was ermöglicht, daß sie korrosionsbeständig wird, und andere Isoliermaterialien, beispielsweise Band und/oder lasern, können mit dem Lack imprägniert werden, wodurch die Wasserdichtheit dieser Materialien verbessertwerden kann. w Die Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen
näher erläutert.
Beispiel 1
Zwei Proben wurden hergestellt, wobei weiche rechteckigen Querschnitt aufweisende Kupferstangen ( 2 mm χ 9 mm) in ein Wasserdispersions-Lackbad eingetaucht wurden. Es wurde eine Gleichspannung zwischen diesem Leiter und einer gegenüberliegend angeordneten Kathode angelegt, um einen Harzüberzug elektrophoretisch an dem Leiter abzuscheiden. Danach wurde N,N'-Dimethylformamid auf den so abgeschiedenen Überzug zugegeben und der Überzug wurde gehärtet, um eine Halbverfestigung zu erhalten. Die beiden Proben wurden weiterhin in IT,N1-Dimethylformamid eingetaucht und dann in überlappter Lage (etwa 20 mm) zusammengebracht und endgültig dadurch verfestigt, daß sie während 4 Stunden auf einer Temperatur
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von 15CrpC gehalten wurden. Die so erhaltenen Proben wurden dem dielektrischen Test und dem Ücherfestigkeitstest unterworfen. Die Herstellungsbedingungen und die Testergebniäse cind in der nachstehenden Tabelle wiedergegeben.
Proben-Nummer 1 2 3 4
Halbverfestigungs- .. .
temperatur (0G)
80 80 80 80
Halbverfestigungs-
Zeitperiode Xmin)
t
60
20 ■ 20 10
'DHP Viiedereintauchperiode (min) - 10 3 -
Zusammendrücken für endgültige Verfestigung (g/cm2) - 300 400
Scherfestigkeit
(kg/cm2) - 36,8 54 72,2
Durchbruchsspannung (HV) 12,5 8,0 11,5 1,8. +) Mit DHP ist gemeint K,N'-Dimethylformamid
Beispiel 2
Ein Harzüberzug wurde elektrophoretisch an einem weichen Kupferdraht eines Durchmessers von 1 mn auf eine Dicke e.bgeschieden, aie nach Verfestigung der Dicke der Klasse 0,
109335/0521 BADORIG.NAL
176S673
die schwerem Aufbau äquivalent ist, entsprach, und der so erhaltene Überzug wurde danach halbverfestigt. Die auf diese Weise hergestellte Probe wurde dann dem Adhäsionstest und dem Hochspannungsdurchschlagtest unterworfen. Der erste Test wurde in Übereinstimmung mit dem Test vorgenommen, der von Mr. Straker (siehe USA Technical Magazine "Insulation", Oktober 1964» Seiten 41 ff) vorgeschlagen wurde, und der zweite Test wurde so durchgeführt, wie es in JISO 3203 "Polyvinyl-Pormal-Lackdraht" (two conductor twist pair cordtest) wiedergegeben ist. Die Probe wurde nach der Halbverfestigung zusammengebündelt bzw. zusammengedreht und mit oder ohne Zugabe von Lösungsmittel endgültig verfestigt. Die Herstellungsbedingungen und die Testergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle wiedergegeben.
• 109835/0521
Bezug , Bezug Proben-Hummer 1 23 4 5 6 7 -j++)
+) Halbverfesti- ·
gungsbedingung AA B- B AA A
Eintauchen in
lösungsmittel
(min)
- 3 1 3 1 1 1 - ;-'.■-■■ - 20 5 20
Adhäsion (kg) 15,3 - - - 2 -
bei Räumtemp. 10,7 16 16 18 - 14,6 - 17
500O - - - 10,7 10
1000C - 6,4 - — _
1500O - - _ -
iurchbruch«
spannung
6,7 - 10,3 -
+) Grad der Halbverfeatigung bei B ist weiter vorangetrieben
als bei A
++) Üblicher Lackdraht mit Phenollack behandelt
+++) Üblicher Lackdraht mit modifiziertem Phenollack behandelt.
Wie oben beschrieben, wird die Erfindung lediglich durch
Verwendung eines durch elektrophoretische Abscheidung isolierten leiters oder Drahtes verwirklicht, bei welchem ein gleichmäßiger Überzug der geforderten Dicke durch einen einzigen Abscheidungsvorgang gebildet ist. Bei dem üblichen Lackdraht oder Leiter
109 8 35/052
erfolgen fünf bis zehn Mal so viele Überzieh- und Backvorgänge, bevor die geforderte gleichmäßige Dicke 'erhalten ist, und bei jedem Behandlungsvorgang wurde der Überzug endgültig verfestigt. Als Ergebnis war es unmöglich, eine solche Klebkraft, wie sie oben beschrieben ist, lediglich durch Aufbringen von lösungsmittel auf die Außenfläche zu erhalten. Aus diesem Grunde wurde bisher bei selbstbindendem Isolierdraht, der für einen ähnlichen Zweck verwendet wurde, eine besondere Schicht, die aus einem thermoplastischen Harz besteht oder aus einem Klebharz mit Iiösungsmittelzugabe, und aif die Außenfläche des Emailüberzugs für den Zweck aufgebracht, die Klebkraft bzw. Adhäsion zu vergrößern. Jedoch erforderte das zusätzliche Aufbringen der besonderen Schicht unvermeidbar eine Verlängerung der Behandlungszeit und eine Zerstörung forzw. Aufhebung der Klebkraft bei hoher Temperatur. Da bei dieser Art von Isolierdraht eine Klebschicht vorhanden ist, die aus einem Material besteht, das dem Material des Isolierüberzugs nicht ähnlich ist, war es nicht möglich, eine vollständig einheitliche oder vereinigte Isolierung zu erhalten.
Gemäß der Erfindung ist die Klebschicht aus einem Harz gebildet, das dem Hsrz des Isolierüberzuges ähnlich ist, und, wenn die Erdisolierung ebenfalls in Übereinstimmung mit der
Ί09835/0Β21
Erfindung aus ähnlichem Harz gebildet ist, kann eine vollständig vereinigte und einheitliche Isolierung erhalten werden, durch welche Tatsache die vorteilhaften Merkmale der Drähte verstärktverden, deren Isolierung durch elektrophoretische Abscheidung gebildet ist.
Weiterhin können gemäß der Erfindung nicht nur die Herstellungsvorgänge für den Isolierdraht auf einem Minimum gehalten werden, sondern die Iiackbehandlung nach dem Wickelverfahren ist beseitigt, so daß das Isolierverfahren wirtschaftlicher durchgeführt werden kann, liebenden obengenannten Vorteilen- ist durch die Erfindung kontinuierliche Erzeugung von Spulen aus blanken Kupferleitern möglich gemacht.
9 8 3 5/0521

Claims (6)

  1. Patentansprüche
    ·. ird, dadurch gekennzeichnet, daß der Verfestigungsvorgang bei einem halbverfestigter. Zustand des Überzuges unterbrochen v/ird, der Leiter zu einer elektrischen Strornkreiskomponente gebildet wird, und dann der Überzug endgültig verfestigt -wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im halbverfestigten Zustand des Überzuges während oder nach der Bildung des Leiters zu der Stromkrtiskomponente Lösungsmittel auf den Überzug aufgebracht v/ird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennseichnet, daß nach der endgültigen Verfestigung ein Lacküberzug aufgebracht v/ird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, da£ als Lösungsmittel IT,IP -Dimethylformamid verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Lösungsmittel ein Lack zugegeben wird«.
    BAD ORIGINAL 10 9 8 3 5/0621
    1765R73
  6. 6 c Verfahren ruiot einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch, gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel das gleiche Lösungsmittel wie für äie Ear-:dispersion oder -emulsion zur Bildung des ÜToerauges verwendet wird. ,
    BAD ORlGJNAL 109335/0521
DE1765673A 1967-06-28 1968-06-28 Verfahren zum Herstellen von isolierten Leitern Expired DE1765673C3 (de)

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DE1765673B2 DE1765673B2 (de) 1978-12-21
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JP (1) JPS4811338B1 (de)
DE (1) DE1765673C3 (de)
FR (1) FR1570293A (de)
GB (1) GB1211392A (de)

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Publication number Publication date
JPS4811338B1 (de) 1973-04-12
FR1570293A (de) 1969-06-06
DE1765673B2 (de) 1978-12-21
US3616389A (en) 1971-10-26
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