DE1765673A1 - Verfahren zur Herstellung von mittels Elektrophorese isolierten elektrischen Leitern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mittels Elektrophorese isolierten elektrischen LeiternInfo
- Publication number
- DE1765673A1 DE1765673A1 DE19681765673 DE1765673A DE1765673A1 DE 1765673 A1 DE1765673 A1 DE 1765673A1 DE 19681765673 DE19681765673 DE 19681765673 DE 1765673 A DE1765673 A DE 1765673A DE 1765673 A1 DE1765673 A1 DE 1765673A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- coating
- solvent
- coils
- conductor
- solidified
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B13/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
- H01B13/06—Insulating conductors or cables
- H01B13/065—Insulating conductors with lacquers or enamels
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
- C25D13/00—Electrophoretic coating characterised by the process
- C25D13/22—Servicing or operating apparatus or multistep processes
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B13/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
- H01B13/0033—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables by electrostatic coating
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01F—MAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
- H01F41/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties
- H01F41/02—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties for manufacturing cores, coils, or magnets
- H01F41/04—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties for manufacturing cores, coils, or magnets for manufacturing coils
- H01F41/12—Insulating of windings
- H01F41/122—Insulating between turns or between winding layers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Electrochemistry (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Insulating Of Coils (AREA)
- Processes Specially Adapted For Manufacturing Cables (AREA)
- Paints Or Removers (AREA)
- Insulated Conductors (AREA)
- Manufacture Of Motors, Generators (AREA)
Description
13 750/68
Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha
Tokyo (Japan)
Verfahren zur Herstellung von mittels Elektrophorese isolierten elektrischen Leitern
Gegenstand der Erfindung ist ein Herstellungsverfahren für elektrisch isolierte Leiter und Spulen. Gemäß der Erfindung
wird der Außenüberzug des Leiters elektrophoretisch abgeschieden und danach verfestigt, wobei die Verfestigung
in einem halbverfestigten Zustand einmal unterbrochen wird. Danach wird der so erhaltene isolierte Leiter zu Spulen
od.dgl. geformt und der halbverfestigte Überzug wird endgültig verfestigt.
10ΘΘ35/0521
Die Erfindung bezieht sich somit auf elektrisch isolierte leiter und insbesondere auf das Verfahren zum Erzeugen von
Leitern mit elektrophoretisch abgeschiedener Isolierung und die Anwendung auf die Erzeugung von Spulen u.dgl.
Die Erfordernisse für die Isolierung von Spulen oder
Wicklungen, die in elektrischen Maschinen oder Ausrüstungen verwendet -werden sollen, werden mit der Verbesserung von
Isoliermaterialien und deren Anwendungstechniken immer strenger. Beispielsweise werden als Ergebnis der G-rößenverringerung
der elektrischen Maschinen und Ausrüstungen strenge Anforderungen an die Isolierung gestellt, beispielsweise
äußerste Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit, größter Widerstand gegen e rnsthafte Bedingungen, wie hohe Temperatur und
starkes Haften zwischen den Leitern und anderen Materialien, wenn sie bei mit hoher Drehzahl laufenden Maschinen verwendet
werden, insbesondere an den Spulenenden, wobei weiterhin ein
Gleichgewicht der charakterisitschen Merkmale zwischen dem Leiterisolator und d en G-runäisoliermaterialein bzw. Erdisoliermaterialien
aufrechterhalten werden soll. Außerdem sind die Erfordernisse hinsichtlich Einsparung von Fabrikationskosten,
Rationalisierung der Arbeitskraft und der Arbeitszeit sowie der Automatisierung der Herstellung von Spulen- und Isoliermaterialien
streng.
109835/0521
-.3
Aus den oben angegebenen Gründen besteht der Hauptzweck der Erfindung darin, ein neuartiges Isolierverfahren zu
schaffen, welches die gesamten oben genannten Erfordernisse befriedigen kann.
Bin anderer Zweck der Erfindung besteht darin, ein besseres
Verfahren zu schaffen, welches es ermöglicht, elektrophoretisch überzogene Leiter bei ausgeführten elektrischen
Maschinen und Ausrüstungen als Magnetdraht bzw. Magnetleiter
zu νerwenden.
Das neuerdings entwickelte elektrophoretisch^ Überzugsverfahren umfaßt'-,das-Eintauchen des zu überziehenden Materials
in ein Bad aus wasserlöslichem Harz oder.in ein Bad aus in "wasser suspendiertem oder dispergierten Harz zusammen mit der
■gegenüberliegenden Elektrode, Anlegen einer Gleichspannung zwischen dem zu überziehenden Material und der gegenüberliegenden Elektrode, wobei das Material im gewöhnlichen Pail mit der
Anode verbunden ist, wodurch die Harzkomponente in dem Bad durch Elektrophorese zu der Anodenseite transportiert v/ird
und dadurch die elektrische Ladung an die Anode verliert, wobei die Harzkomponente auf dem Material abgeschieden wird.
Ua das charakteristische Merkmal dieses elektrophoretischen
Abscheideverfahrens darin.liegt, daß die Abscheidung durch
109 8 357 0 S2 1
elektrische Wirkung "bewirkt wird, wird die Abscheidung wahl-.
weise an den Stellen ausgeführt, an denen der elektrische Widerstand vergleichsweise niedrig ist, mit anderen Worten
ausgedrückt, dort, wo die Bildung des Überzugs nicht ausreichend ist. Als Ergebnis hat der Überzug, der schließlich
erhalten wird, eine außergewöhnlich gleichförmige Dicke mit im wesentlichen keinen liadellö'chern, und außerdem kann eine
) beträchtliche Dicke des Überzugs durch einen Abscheidungsvorgang
erhalten werden.
Diese Merkmale sind besonders wirksam bei der Erzeugung elektrisch isolierter Leiter bzw. sogenannten Magnetdrahtes,
der beispielsweise als Emaildraht bzw. Lackdraht od.dgl. verwendet
wird. Der elektrisch isolierte Leiter, der durch das Verfahren gemäß der Erfindung erzeugt ist, hat gemäß vorstehender
Beschreibung eine außergewöhnlich gleichmaßige Dicke, wodurch die Dickenänderung auf einem minimalen Wert gehalten
werden kann und die·Zuverlässigkeit vergrößert ist. Außerdem
kann durch das Merkmal minimaler Dickenabweichung die mittlere Dicke dünner als bei üblichem Lackdraht gemacht werden, wobei
die minimale Dicke auf einem konstanten Wert gehalten wird. Andererseits kann für die mittlere Dicke ein größerer Wert
gewählt werden, wobei der maximale Außenseitendurchmesser gut
10983 6/0621
innerhalb der maximal zulässigen Grenzen gehalten wird. Weiterhin ist das Merkmal, daß im wesentlichen keine Nadellöcher
oder Stichlöcher vorhanden sind, bemerkenswert und, da die Bildung des Überzuges durch elektrische Wirkung erfolgt,
kann die Steuerung der Dicke des Überzugs bequem durch Regelung der elektrischen Wirkung erfolgen. Weiterhin
kann das Merkmal, daß die gewünschte Überzugsdieke durch eine
einzige Behandlung erhalten wird, die Produktionswirksamkeit
beträchtlich verbessern im Hinblick auf die Tatsache, daß
der übliche Lackdraht die fünf- bis zehnfache Anzahl von Behandlungen
erfordert, um die gleiche Überzugsdicke zu erhalten.
Eine Anzahl von Versuchen wurde an mittels Elektrophorese überzogenen isolierten Drähten hinsichtlich der
Überzugsdicke und des Vorhandenseins von Nadellöchern durchgeführt,
und es wurden nachstehende Ergebnisse erhalten.
1 0 9 8 3 S / 0 6 2 1
Drahtdurchmesser Klasse
Elektrophoretisch überzogener Emaildraht Minimale Überzugsdicke Maximaler Enddurchmesser
Anzahl von Uade11öehern
Standardwert Gemessener
Wert
Wert
Standardwert
Gemessener Wert
Standardwert
Gemessener Wert
1,0
0 1
0,036 0,025 0,046
0,032
0,032
1,133 1,102
1,102 0,074
wenige wenige
0 0
O CD +) "0" äquivalent zu Dreifachaufbau
"1" äquivalent zu schwerem Aufbau bzw. UEMA Standard
cn
o cn to»
Probe-Nummer
Dicke 1,81 + 0,04
Breite 3,11 + 0,04
1,760
3,099 ■hlektrophoretisch überzogener Rechtecksdraht (ötandardüberzugsdicke '
0,15 mm) <*
3 4 5 ·
1,783
3,095
1,862
3,129
1,799
3,132
1,782
3,112
Aus diesen Ergebnissen ist■ersichtlich, daß die Drähte
mit elektrophoretisch abgeschiedener Isolierung im wesentlichen gleichmäßige Dicke und keine Hadellöcher haben. Selbstvers tiindlich wurde die obengenannte Überzugsdicke durch einen
einzigen Abscheidevorgang erhalten.
Lediglich mit dem Verfahren gemäß vorstehender Beschreibung
ist es möglich, mittels Slektrophoreseabscheidung Isolierdraht bzw. besseren Isolierdraht zu erhalten, wie es oben
angedeutet ist.
Im allgemeinen wurde für das Wickeln von Spulen elektrischer Maschinen und elektrischer Ausrüstungen der obenbeschriebene
Lackdraht oder rechteckige Lackdraht verwendet. Wenn bei
einer elektrischen Maschine einzelne Drähte verwendet werden, axe in Schlitzen angeordnet werden müssen, wird die geforderte
Anzahl von Viindungen aus obenbeschriebenem Lackdraht direkt
in die Schlitze des Statorkernes mittels einer wickelmaschine gewickelt, wonach der so gewickelte Stator in einen Isolierlack
enthaltenden behälter zwecks Imprägnierunge ingetaucht, wieder
herausgenommen und v/'-irmegetrocknet wird. Dies sind die grundsätzlichen
Praktiken üblicher Isolierungsbehandlung der Spulen,
In diesen Fällen spielt der iCmai!überzug der Drähte die Rolle
der Isolierungen der einzelnen Drähte und der Lack hat die
109835/0621
-s-
lunlction, diese Drähte selbst zu fixieren und zu verfestigen
sowie diese Drähte und andere Materialien, so daß ein Eindringen von Feuchtigkeit und Staub in die Spule verhindert
ist. Die fixierende bzw. hortende und verfestigende Nä"tur ist
insbesondere bei Maschinen mit hoher Drehzahl für den am Spulenende und dgl. verwendeten lack erforderlich. Gemäß
einer anderen Arbeitsweise zum Ersetzen der obenbeschriebenen ' Lackbehandlung wird eine Art eines selbstbindenden Emaildrahtes
verwendet. !Für den Zweck, die vergleichsweise viel Zeit und
Arbeitsstunden beanspruchende Lackbehandlung zu beseitigen, wird zuvor auf der Außenfläche der überzogenen Schicht des
Emaildrahtes eine Klebmittelschicht vorgesehen, die aus einem thermoplastischen Harz bzw. einem durch Lösungsmittel erweichbaren
Harz besteht, und nach dem Wickeln der Spulen wird die obengenannte thermoplastische Klebmittelschicht wärmebehandelt,
so daß sie miteinander zusammenschmelzen, oder der Lösungsmittelerweichungs-Klebmittelschicht
wird weiterhin ein Lösungs- ψ mittel zum Erweichen, der Schicht zugegeben und die Schicht
wird einerWärmebehandlung und einer Kühlbehandlung unterworfen, so daß sie zusammenschmelzen und verfestigen. Auf diese Weise
kann eine ähnliche Wirkung wie in dem Pail erhaltenwerden,
in welchem üblicher Emaildraht zu Spulen gewickelt und danach mit Lack behandelt wird. Jedoch bestehen bei dieser Art eines
109835/0521
Emaildrahtes Nachteile, beispielsweise weil ein "besonderes
Verfahren für das Überziehen der äußersten Schicht erforderlich
ist, und weil die Klebkraft bei der Betriebstemperatur geschwächt wird, wenn die Klebmittelschicht aus thermoplastischem
Harz besteht.
Die Erfindung beabsichtigt, ein neuartiges Verfahren zum
Herstellen von selbstbindenden Drähten mit elektrophoretisch abgeschiedener Isolierung zu schaffen und dadurch Spulen für
elektrische Maschinen und elektrische Ausrüstungen zu bilden und zu verfestigen. Dies wird erreicht, erstens durchelektrophoretisches
Abscheiden einer Schicht aus Harz auf der Oberfläche
des blanken Leiters (runden oder rechteckigen Querschnitts) bis
zu der geforderten Dicke. In diesem fall sind die überlegenen Eigenschaften eines in Wasser dispergierten Harzes in großem
Ausmaß erkannt, weil es ermöglicht,, als endgültige verfestigte
Dicke des Überzugs eine Dicke von beispielsweise 0,03 bis 0,5 mm
zu erhalten, was der Dicke der Isolierschichten zwischen den
Leitern oder jeder Windung der Leiter gleichwertig ist, und
weil es weiterhin ermöglicht, die geforderten elektromechanischen Eigenschaften für den Überzug zu erhalten. Verfestigung dieses
Harzes wird erhalten erstens durch Zugabe eines teilweise oder vollständig wasserlöslichen Lösungsmittels, beispielsweise
N,Nf-Dimethylformamid, Dimethylacetamid und dgl., wenn es
10983B/Ö521
erforderlich ist. Die Verfestigung setzt sich bis zur letzten Stufe über das bei niedriger Temperatur erfolgte Verfestigungsverfahren
fort, wenn dies erforderlich ist.
Gemäß der Erfindung wird die obenbeschriebene Verfestigung einmal angehalten, bevor der Überzug endgültig verfestigt
ist (nachstehend als halbverfestigter Zustand "bezeichnet), und nach dem Anhalten wird der Draht zu Spulen der elektrischen
Maschinen gewickelt. In anderen Worten ausgedrückt, werden die Spulen so gebildet, daß die Spulenleiter, welche den obenbeschriebenen
halbverfestigten Isolieruberzug aufweisen, einander berühren. Es ist zu bemerken, daß die Verfestigung soweit
vorangetrieben wird, daß keine Probleme beispielsweise Abschaben, Abschürfen oder Deformierung des Überzugs während
des Wickelverfahrens auftreten, wobei dieses Ausmaß der Verfestigung
weiterhin geändert v/erden kann in Abhängigkeit von der iirt der Leiter, der Gestalt der Spulen, dem Wickelverfahren
und anderen Umgebungsbedingungen. Danach wird das obenbeschriebene Lösungsmittel den so gebildeten Spulen zugegeben, wenn es
erforderlich ist. Dieses Zugeben kann durch Eintauchen der Spulen in das Lösungsmittel oder durch vorhergehendes Anordnen
des Drahtes zwischen zwei in Lösungsmittel eingetauchte Pilztuche während der Bildung der Spulen erfolgen. Das Lösungsmittel
109835/0521
-■ 11 -
wirkt'auf die Oberfläche der Spulen und vergrößert die
Adhäsion bg,,/. das Anhaften des halbverfestigten Isolier-'Überzugs
und es ist dies der Grund, daß es nützlich ist, die gleiche Art von Lösungsmittel zu verwenden, wie sie
bei der obenbeschriebenen Abscheidung verwendet wurde. Das Ausmaß zuzugebenden Lösungsmittels sollte in das
Ausmaß begrenzt sein, bei dem es gerade in den Oberflächenteil des Überzugs hineindiffundiert , und diese
Menge kann geändert werden, beispielsweise durch den
Grad der Halbverfestigung und andere Verf.estigungsbedingungen
nach der Zugabe des Lösungsmittels. Jedoch wird in einigen Fällen wenigstens der nahe der Oberfläche
liegende Teil des Überzugs in dem noch nicht verfestigten Zustand gehalten, wodurch die Spulenleiter über diese
Schichten leicht aneinander haften. Erhitzen für die Verfestigung kann entweder mittels eines üblichen Heizofens
oder durch Erregen der Spulen durch Anlegen elektrischen Stromes erfolgen. Andererseits kann mechanischer Druck
zusammen mit der Erhitzung angelegtwerden, wodurch die
Klebkraft zwischen den Spulenleitern verstärkt werden kann.
Dieses Verfahren kann beispielsweise angewendet werden, wenn rechtwinkligen Querschnitt aufweisende Leiter zu Statorspulen
gebildetwerden oder wenn solche Leiter zu kantenweise
10983B/0521
gewickelten Feldspulen gebildet werden, wobei auf diese Weise diese Spulen mit der zugelassenen.Genauigkeit zu
den geforderten endgültigen Abmessungen gebildet und verfestigtwerden können.
Bei willkürlich bzw. beliebig gewickelten Maschinenspulen, bei denen jeder Leiter direkt in die Schlitze der
Maschinenkerne gewickelt wird, wird eine sogenannte Schlitzisolierung
in jedem Schlitz vorgesehen, um die Isolierung gegen Erdung der Spulen zu schaffen. Für d iese Schlitzisolierung
sind verschiedene Arten von bahnenförmigen Isoliermaterialien verwendet worden, beispielsweise Polyester--Papier-Folie,
kombiniertes Schichtpapier (sogenannte "Mylar-Kombination"). Neuerdings ist ein anderes Verfahren
unter Verwendung von Epoxyharzpulver oder Polyesterharzpulver entwickelt worden, bei welchem diese Pulver direkt auf die
Innenseitenfläche der Kernschlitze mittels Vibrationsüberziehen oder Aufsprühen des Überzugspulvers aufgebracht
worden sind.
Die Abscheidung des Überzugs auf einen elektrisch leitenden
Körper, die bei der Erfindung verwendet wird, kann ebenfalls für solche Schlitzflächen verwendet w erden und
auf d iese ".,reise kann die Schlitzisolierung gebildet w erden,
wie es bereits bekannt ist.
10933B/0E21 MDOfWINM.
Der selbstbindende elektrophoretisch überzogene Leiter
gemäß der Erfindung kann weiterhin auf Kerne gewickelt werden,
bei denen die Schlitzisolierung Harzschichten aufweist, die auf ähnliche Weise, wie oben beschrieben, abgeschieden und
verfestigt sind. In diesem Pail kann, wenn die Verfestigung
der Schlitzisolierschicht zweckentsprechend ausgewählt ist, ■
das Anhaften zwischen der Schicht und äem Leiterüberzug, welches das Hauptmerkmal der Erfindung darstellt, verbessert
werden, und die Leiterisolierung kann einheitlieh mit der
Schlitzisolierung verfestigt werden.
Da die gemäß vorstehender Beschreibung gebildeten Spulenwicklungen
nunmehr ausreichend verfestigt sind, ist keine der üblichen'Lackbehandlungen erforderlich. Wenn es jedooh erforderlich ist, kann Lack auf übliche Weise aufgebracht
werden, und in einem solchen Fall wird für den Zweck der
Erdisolierung eine geforderte Anzahl von Bandwindungen auf
jeder der Spulen gebildet, beispielsweise nach Beendigung der Behandlung zum Überziehen des Leiters- und der Verfestigung
des Überzugs gemäß vorstehender Beschreibung.
Weiterhin ist es gemäß einer Abwandlung der Erfindung
möglich, eine kleine Lackmenge dem Lösungsmittel zuzugeben, in welches die bereits gebildeten Spulen gemäß vorstehender
Beschreibung eingetaucht werden oder welches zugegeben wurde,
109 8 35/05 21
U: C
-H-
während die Spulen gebildet wurden. Wenn der Kern in das
lösungsmittel eingetaucht wird, dem Lack zugegeben- ist, kann
die Oberfläche des Kernes mit dem Lack überzogen werden, was ermöglicht, daß sie korrosionsbeständig wird, und
andere Isoliermaterialien, beispielsweise Band und/oder lasern, können mit dem Lack imprägniert werden, wodurch die
Wasserdichtheit dieser Materialien verbessertwerden kann.
w Die Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen
näher erläutert.
Zwei Proben wurden hergestellt, wobei weiche rechteckigen
Querschnitt aufweisende Kupferstangen ( 2 mm χ 9 mm) in ein Wasserdispersions-Lackbad eingetaucht wurden. Es wurde
eine Gleichspannung zwischen diesem Leiter und einer gegenüberliegend angeordneten Kathode angelegt, um einen Harzüberzug
elektrophoretisch an dem Leiter abzuscheiden. Danach wurde N,N'-Dimethylformamid auf den so abgeschiedenen Überzug
zugegeben und der Überzug wurde gehärtet, um eine Halbverfestigung zu erhalten. Die beiden Proben wurden weiterhin
in IT,N1-Dimethylformamid eingetaucht und dann in überlappter
Lage (etwa 20 mm) zusammengebracht und endgültig dadurch verfestigt, daß sie während 4 Stunden auf einer Temperatur
109835/0521
von 15CrpC gehalten wurden. Die so erhaltenen Proben wurden
dem dielektrischen Test und dem Ücherfestigkeitstest unterworfen.
Die Herstellungsbedingungen und die Testergebniäse cind in der nachstehenden Tabelle wiedergegeben.
| Proben-Nummer | 1 | 2 | 3 | 4 |
| Halbverfestigungs- .. . temperatur (0G) |
80 | 80 | 80 | 80 |
| Halbverfestigungs- Zeitperiode Xmin) |
t 60 |
20 ■ | 20 | 10 |
'DHP Viiedereintauchperiode
(min) - 10 3 -
Zusammendrücken für endgültige Verfestigung (g/cm2) - 300 400
Scherfestigkeit
(kg/cm2) - 36,8 54 72,2
Durchbruchsspannung (HV) 12,5 8,0 11,5 1,8.
+) Mit DHP ist gemeint K,N'-Dimethylformamid
Ein Harzüberzug wurde elektrophoretisch an einem weichen
Kupferdraht eines Durchmessers von 1 mn auf eine Dicke e.bgeschieden,
aie nach Verfestigung der Dicke der Klasse 0,
109335/0521 BADORIG.NAL
176S673
die schwerem Aufbau äquivalent ist, entsprach, und der so erhaltene
Überzug wurde danach halbverfestigt. Die auf diese Weise hergestellte Probe wurde dann dem Adhäsionstest und dem
Hochspannungsdurchschlagtest unterworfen. Der erste Test wurde in Übereinstimmung mit dem Test vorgenommen, der von
Mr. Straker (siehe USA Technical Magazine "Insulation", Oktober 1964» Seiten 41 ff) vorgeschlagen wurde, und der
zweite Test wurde so durchgeführt, wie es in JISO 3203 "Polyvinyl-Pormal-Lackdraht" (two conductor twist pair cordtest)
wiedergegeben ist. Die Probe wurde nach der Halbverfestigung zusammengebündelt bzw. zusammengedreht und mit
oder ohne Zugabe von Lösungsmittel endgültig verfestigt. Die Herstellungsbedingungen und die Testergebnisse sind in
der nachstehenden Tabelle wiedergegeben.
• 109835/0521
Bezug , Bezug Proben-Hummer 1 23 4 5 6 7 -j++)
+) Halbverfesti- ·
gungsbedingung AA B- B AA A
| Eintauchen in lösungsmittel (min) |
- 3 | 1 3 | 1 1 1 | - | ;-'.■-■■ - | 20 | 5 | 20 |
| Adhäsion (kg) | 15,3 - - | - | 2 | - | ||||
| bei Räumtemp. | 10,7 16 | 16 18 | - 14,6 - | 17 | ||||
| 500O | - | - | - 10,7 | 10 | ||||
| 1000C | - | 6,4 - — | _ | |||||
| 1500O | - - | _ - | ||||||
| iurchbruch« spannung |
6,7 - | 10,3 - |
+) Grad der Halbverfeatigung bei B ist weiter vorangetrieben
als bei A
++) Üblicher Lackdraht mit Phenollack behandelt
+++) Üblicher Lackdraht mit modifiziertem Phenollack behandelt.
+++) Üblicher Lackdraht mit modifiziertem Phenollack behandelt.
Wie oben beschrieben, wird die Erfindung lediglich durch
Verwendung eines durch elektrophoretische Abscheidung isolierten leiters oder Drahtes verwirklicht, bei welchem ein gleichmäßiger Überzug der geforderten Dicke durch einen einzigen Abscheidungsvorgang gebildet ist. Bei dem üblichen Lackdraht oder Leiter
Verwendung eines durch elektrophoretische Abscheidung isolierten leiters oder Drahtes verwirklicht, bei welchem ein gleichmäßiger Überzug der geforderten Dicke durch einen einzigen Abscheidungsvorgang gebildet ist. Bei dem üblichen Lackdraht oder Leiter
109 8 35/052
erfolgen fünf bis zehn Mal so viele Überzieh- und Backvorgänge, bevor die geforderte gleichmäßige Dicke 'erhalten
ist, und bei jedem Behandlungsvorgang wurde der Überzug endgültig verfestigt. Als Ergebnis war es unmöglich, eine solche
Klebkraft, wie sie oben beschrieben ist, lediglich durch Aufbringen von lösungsmittel auf die Außenfläche zu erhalten.
Aus diesem Grunde wurde bisher bei selbstbindendem Isolierdraht, der für einen ähnlichen Zweck verwendet wurde, eine
besondere Schicht, die aus einem thermoplastischen Harz besteht oder aus einem Klebharz mit Iiösungsmittelzugabe, und aif die
Außenfläche des Emailüberzugs für den Zweck aufgebracht, die Klebkraft bzw. Adhäsion zu vergrößern. Jedoch erforderte
das zusätzliche Aufbringen der besonderen Schicht unvermeidbar eine Verlängerung der Behandlungszeit und eine Zerstörung
forzw. Aufhebung der Klebkraft bei hoher Temperatur. Da bei dieser Art von Isolierdraht eine Klebschicht vorhanden
ist, die aus einem Material besteht, das dem Material des Isolierüberzugs nicht ähnlich ist, war es nicht möglich,
eine vollständig einheitliche oder vereinigte Isolierung zu erhalten.
Gemäß der Erfindung ist die Klebschicht aus einem Harz gebildet, das dem Hsrz des Isolierüberzuges ähnlich ist, und,
wenn die Erdisolierung ebenfalls in Übereinstimmung mit der
Ί09835/0Β21
Erfindung aus ähnlichem Harz gebildet ist, kann eine vollständig vereinigte und einheitliche Isolierung erhalten werden,
durch welche Tatsache die vorteilhaften Merkmale der
Drähte verstärktverden, deren Isolierung durch elektrophoretische
Abscheidung gebildet ist.
Weiterhin können gemäß der Erfindung nicht nur die
Herstellungsvorgänge für den Isolierdraht auf einem Minimum
gehalten werden, sondern die Iiackbehandlung nach dem Wickelverfahren
ist beseitigt, so daß das Isolierverfahren wirtschaftlicher durchgeführt werden kann, liebenden obengenannten Vorteilen- ist durch die Erfindung kontinuierliche
Erzeugung von Spulen aus blanken Kupferleitern möglich
gemacht.
9 8 3 5/0521
Claims (6)
- Patentansprüche·. ird, dadurch gekennzeichnet, daß der Verfestigungsvorgang bei einem halbverfestigter. Zustand des Überzuges unterbrochen v/ird, der Leiter zu einer elektrischen Strornkreiskomponente gebildet wird, und dann der Überzug endgültig verfestigt -wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im halbverfestigten Zustand des Überzuges während oder nach der Bildung des Leiters zu der Stromkrtiskomponente Lösungsmittel auf den Überzug aufgebracht v/ird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennseichnet, daß nach der endgültigen Verfestigung ein Lacküberzug aufgebracht v/ird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, da£ als Lösungsmittel IT,IP -Dimethylformamid verwendet wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Lösungsmittel ein Lack zugegeben wird«.BAD ORIGINAL 10 9 8 3 5/06211765R73
- 6 c Verfahren ruiot einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch, gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel das gleiche Lösungsmittel wie für äie Ear-:dispersion oder -emulsion zur Bildung des ÜToerauges verwendet wird. ,BAD ORlGJNAL 109335/0521
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP42041436A JPS4811338B1 (de) | 1967-06-28 | 1967-06-28 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1765673A1 true DE1765673A1 (de) | 1971-08-26 |
| DE1765673B2 DE1765673B2 (de) | 1978-12-21 |
| DE1765673C3 DE1765673C3 (de) | 1979-08-23 |
Family
ID=12608305
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1765673A Expired DE1765673C3 (de) | 1967-06-28 | 1968-06-28 | Verfahren zum Herstellen von isolierten Leitern |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3616389A (de) |
| JP (1) | JPS4811338B1 (de) |
| DE (1) | DE1765673C3 (de) |
| FR (1) | FR1570293A (de) |
| GB (1) | GB1211392A (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5965577U (ja) * | 1982-10-23 | 1984-05-01 | ティーディーケイ株式会社 | ノイズフイルタのケ−ス構造 |
| US5173162A (en) * | 1989-07-05 | 1992-12-22 | Mitsui Toatsu Chemicals, Inc. | Multi-layered electrostrictive effect element |
| US5580654A (en) * | 1995-02-22 | 1996-12-03 | W. L. Gore & Associates, Inc. | Insulated electrical conductor |
| EP1851845B1 (de) * | 2005-02-14 | 2011-03-02 | Etel S.A. | Elektromotor mit einem aus mehreren blechpaketen gebildeten segmentierten teil und verfahren zum zusammenfügen der blechpakete |
| US20210367483A1 (en) * | 2020-05-19 | 2021-11-25 | Ge Aviation Systems Llc | Method and system for thermally insulating portions of a stator core |
-
1967
- 1967-06-28 JP JP42041436A patent/JPS4811338B1/ja active Pending
-
1968
- 1968-06-27 GB GB30790/68A patent/GB1211392A/en not_active Expired
- 1968-06-27 FR FR1570293D patent/FR1570293A/fr not_active Expired
- 1968-06-28 US US740857A patent/US3616389A/en not_active Expired - Lifetime
- 1968-06-28 DE DE1765673A patent/DE1765673C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS4811338B1 (de) | 1973-04-12 |
| FR1570293A (de) | 1969-06-06 |
| DE1765673B2 (de) | 1978-12-21 |
| US3616389A (en) | 1971-10-26 |
| DE1765673C3 (de) | 1979-08-23 |
| GB1211392A (en) | 1970-11-04 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3440929C2 (de) | Verfahren zum Abscheiden eines isolierenden Überzugs auf blanke Teile von elektrischen Verbindungselementen | |
| DE3784008T2 (de) | Spule fuer elektrische maschinen und verfahren zur herstellung der spule. | |
| DE3346031A1 (de) | Spulenisolationsverfahren fuer elektrische maschinen | |
| EP0368038A1 (de) | Hochspannungsisoliersystem für elektriche Maschinen | |
| DE102009004193A1 (de) | Stator für einen schlitzlosen Motor | |
| DE19917579A1 (de) | Dynamo-elektrische Maschine und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE2104600B2 (de) | Elektrischer leiter fuer supraleitende wicklungen oder schaltstrecken, und verfahren zur herstellung eines solchen leiters | |
| DE3011047A1 (de) | Waermebestaendiger isolierter elektrischer leitungsdraht und verfahren zu dessen herstellung und verarbeitung | |
| DE2613814A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines isolierten erzeugnisses | |
| DE102021201666A1 (de) | Nutisolationssystem für eine elektrische rotierende Maschine, Verfahren zur Herstellung eines Nutisolationssystems | |
| DE69323194T2 (de) | Bandförmiger leiter für transformatoren | |
| EP0133220A2 (de) | Elektrischer Leiter | |
| DE3114420C2 (de) | Elektrischer Leiter mit einer aus Glimmerbändern gewickelten Isolierhülse | |
| DE2906862A1 (de) | Mehrphasiger motor und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE1765673A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von mittels Elektrophorese isolierten elektrischen Leitern | |
| DE2330466A1 (de) | Windungsisolation fuer die spulenwicklungen von elektrischen maschinen | |
| DE19917057A1 (de) | Anker für eine dynamoelektrische Maschine | |
| DE3440928C2 (de) | Zubereitung für eine elektrolytische Abscheidung | |
| DE3045462C2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Glimmschutzschicht am Nutaustritt eines Ständerwicklungsleiters einer elektrischen Maschine | |
| EP1371124B1 (de) | Verfahren zum herstellen eines leiterstabes | |
| DE1665075B1 (de) | Verfahren zur Isolierung eines elektrischen Gegenstandes | |
| DE2917156A1 (de) | Elektrischer leiter mit einer kontinuierlichen induktiven last und verfahren zu seiner herstellung | |
| EP3607569B1 (de) | Elektroisoliertes elektrisches leitungsband, insbesondere für elektromotoren und transformatoren | |
| EP2520623A1 (de) | Isolationslack und Isolationslaminat | |
| DE1613107A1 (de) | Verfahren zum Umordnen und Binden elektrischer Spulen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: KOHLER, M., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN |