DE1764034C3 - Elektronische Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre mit Kanalplatte - Google Patents
Elektronische Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre mit KanalplatteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektronische Bildwandler-
oder Bildverstärkerröhre mit einer Phoiokathodc, einer auf Sekundäremission beruhenden Verstärkervorrichtung
und einem elektronenoptischen System, das Rotationssymmetrie aufweist und eine elektronenoplitche
Achse hat, die mit der Rotationssymmetrieachse tusammenfällt und senkrecht auf der Oberfläche der
Photokathode steht, wobei die Hauptstrahlen der Photokathode zu einem gemeinsamen Kreuzungspunkt
hin gerichtet sind und die Verstärkervorrichtung jenseits dieses Kreuzungspunktes angebracht ist.
Eine solche Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre ist aus der DT-PS 9 12 726 bekannt.
Bei Verwendung von als Kanalplatten ausgebildeten Verstärkervorrichtungen (wenn sie einen Toil einer
elektronischen Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre bilden) wird eine elektrische Spannung zwischen die
beiden Elektroden der Platte gelegt, wodurch sich ein elektrisches Feld ergibt, das die Elektronen beschleunigt
und ein Spannungsgradient durch den Strom erzeugt wird der durch innerhalb der Kanäle gebildete
Flächen mit ohmschem Widemand oder (wenn es keine derartigen Kanalflächen gibt) durch das Material der
Platte fließt. Durch Sekundäremission in den Kanälen
erfolgt die Elektronenvervielfachung, und die Ausgangselektronen können durch ein zweites Beschleunigungsfeld
beeinflußt werden, das /wischen der Aus gangselektrode und einer geeigneten Prallplatte, z. B.
einem Leuchtschirm, erzeugt sein kann.
Kanalverstärkervorrichtungen der hier betrachteten Art mit durch Sekundäremission herbeigeführter
Elektronenvervielfachung enthalten eine Matrix, die als ohmscher Widerstand betrachtet werden kann und die
Form einer Platte hat, bei der eine der großen Flächen die Eingangsfläche und die andere die Ausgangsfläche
der Matrix biluen. Beide Flächen sind mit einer leitenden Schicht versehen, wobei die Schicht auf der
Eingangsfläche der Matrix als Eingangselektrode und die gesonderte leitende Schicht auf der Ausgangsfläche
der Matrix als Ausgangselektrode dient. In der Matrix sind langgestreckte Kanäle vorgesehen, die je einen
Durchgang von der Eingangsfläche zur Ausgangsfläche bilden, wobei die Verteilung und der Querschnitt der
Kanäle und der spezifische Widerstand der Matrix derartig sind, daß das Auflösungsvermögen und die
Elektronenvervielfachungscharakterisitk jeder beliebigen Flächeneinheit der Vorrichtung und jeder beliebigen
anderen Flächeneinheit sich genügend entsprechen. um Bilder zu erzeugen.
Beim Betrieb solcher Kanalplatten stellte es sich heraus daß die Verstärkung kritisch vom Länge-Durclv
messer-Verhältnis (L/D-Verhältnis) der Kanäle abhängt, was bedeutet, daß dieses Verhältnis für sämtliche
Kanäle auf der ganzen Fläche das gleiche sein muß. um eine überall gleiche Verstärkung zu erhalten. Zur
Vermeidung dieser kritischen Abhängigkeit vom Länge-Durchmesser-Verhältnis
kann man eine schräge Anordnung der Kanäle verwenden, wie sie aus der GB-PS
9 99 180 für eine Kanalplatte als Teil eines Bildwandlers der keine Strahlfokussierung aufweist, bekannt war.
Eine andere Schwierigkeit bezieht sich auf das Verhalten eines Elektrons, das sich einem Kanal aul
einer Bahn nähert, die parallel zur Kanalachse verläuft Ein derartiges Elektron kann gradlinig durch den Kanal
hindurchgehen, ohne auf die Kanalwand aufzutreten d. h., ohne eine Sekundäremission herbeizuführen. Be
einer Bildröhre, bei der die Pholokathode nahe det Kanalplatte angeordnet ist und die Elektronen sich ohne
die Zwischenschaltung eines elektronenoptischen Sy stems in der Richtung zur Verstärkervorrichtung hir
bewegen, kann dies Informationsverluste im ganzer überstnchenen Bereich verursachen. Bei Bildröhren
z. B. bei einer sogenannten elektronenoptischen Diode bei denen Elektronen auf divergierenden Wegen zi
einer Kanalplatte geführt werden, in der sämtliche Kanäle parallel zur elektronenoptischen Achse verlau
fen, wurde gefunden, daß die erwähnte nachteilig! Wirkung einen dunklen Fleck etwa in der Mitte de·
Bildes herbeiführt, wo die Zahl der Elektronenbahnen die nahezu parallel zu den Achsen der Kanäle verlaufen
am größten ist.
Diese zweite Schwierigkeit läßt sich in gewissen Maße dadurch beheben, daß ein plötzlicher Überganj
der Feldstärke an oder bei den Eingangsöffnungen de Kanäle (d. h. an oder bei der Eingangsfläche der Matrix
erzeugt wird, so daß sich bei jeder Eingangsöffnung cii konvergierendes oder divergierendes Linsenfeld ergib
Diese Schwierigkeit läßt sich auch dadurch beheben.
Saß das elektrische Feld schräg gelegt wird, wie dies
ν B. in der OE-PS 2 44 403 beschrieben ist. Bei
Elektroden hoher Energie oder hoher Geschwindigkeit *t jedoch die Auswirkung solcher Maßnahmen, die die
frzeugung einer Querfeldkomponerte bezwecken,
fäuiig unzureichend, um die erwünschte Ablenkung der
ßektronenbahnen herbeizuführen.
per Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Jer
Anbringung einer Kanalplatte als Verstärkervornch-
King in einer elektronischen Bildröhre mit einem
elektronenoptischen System solche Schwierigkeiten zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung dadurch gelöst, daß die Verstärkervorrichtung eine Kanalplatte.
ist deren Vorder- und Rückseiten senkrecht auf der optischen Achse stehen und deren Kanäle zueinander
parallel verlaufen und alle einen derartigen gleichen Winkel mit einer die elektronenoptisjhe Achse
enthaltenden Ebene bilden, daß keiner der Hauptstrahlen
parallel zu den Achsen der Kanäle ist.
Außer der die elektronenoptische Achse enthaltenden Ebene, in bezug auf die sämtliche Kanäle
ausgerichtet sind und unter einem bestimmten Winkel verlaufen, läßt sich eine zweite, die optische Achse
enthaltende Ebene erkennen, welche die Achsen der Kanäle enthalt, die sie schneidet. Diese Ebene wird als
die erste axiale Hauptebene bezeichnet, während die senkrecht auf ihr stehende axiale Ebene als die /weite
axiale Hauptebene bezeichnet wird.
Das elektronenoptische System bezweckt, alle aus einem bestimmten Punkt der Photokathode emittierten
Elektronen auf der Bild- oder Brennfläche des Systems in einem Punkt zu bündeln. Aus einem derartigen
Dingpunkt auf der Photokathode emittierte Elektronen verlassen die Kathode unter den verschiedensten
Winkeln innerhalb eines breiten Kegels. Die Bahn der Elektronen, die aus dem betreffenden Dingpunkt in
einer Richtung senkrecht zur Oberfläche der Photoku thode emittiert werden, wird als Hauptstrahl bezeichnet.
Durch den schrägen Verlauf der Kanäle wird erreicht, daß ein etwaiger »dunkler Fleck« zum Rand des
Bildfeldes in ein Gebiet verschoben wird, in dem die Störung weniger lästig ist, als wenn sie in der Mitte des
Bildes auftritt.
Die Winkel zwischen den Hauptstrahlen und den zugehörigen Kanälen schwanken zwischen einem
Mindest- und einem Höchstwert. Der Mindestwert dieser Winkel kann groß genug bemessen werden, um
zu verhüten, daß Elektronen geradewegs oder wenigstens mit genügender Vervielfachung dureii die Kanäle
hindurchgehen. Der Höchstwert der Winkel muß beschränkt werden, um zu verhindern, daß der
Astigmatismus, der bei schräg verlaufenden Kanälen auftritt und mit zunehmendem Winkel Φ zunimmt, allzu
stark wird.
Es hat sich gezeigt, daß die unvermeidliche Schwankung des Winkels keinen großen visuellen Güteunterschied
zwischen den verschiedenen Teilen des Bildes zur Folge hat. Deshalb ist es auch nicht erforderlich, eine
Matrix zu verwenden, deren Kanäle konvergierende oder divergierende Achsen aufweisen; eine solche
Matrix wäre äußerst schwer herstellbar.
Das elektronenoptische System kann vom Typ der elektronenoptischen Diode sein, wie diese in Philips
Research Reports, Band 7, S. 119 bis 130 (1952), beschrieben worden ist. Trotz der Tatsache, daß die
RiMphnne des elektronenoptischen Systems eine Krümmung
aufweist, wie dies aus »E c k a r t: Elektronenoptische Bildwandler und Röntgenbildverstärker, Leipzig
1962« bekannt ist, kann die Kanalplatte ebene Eingangsund
Ausgangsflächen besitzen, sofern das elektronenoptische System eine ausreichende Brennweite hat. Die
Kanalplatte kann jedoch auch gekrümmt sein, wobei die Krümmung im gleichen Sinne verläuft, und vorzugsweise
die gleiche ist wie die Krümmung der Bildebene.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden
näher beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 einen Axialschnitt durch eine Elektronenbildröhre
mit flacher Kanalverstärkervorrichtung,
F i g. 2 einen vergrößerten Schnitt durch einen Teil einer Kanalverstärkervorrichtung der Röhre der
Fig. 1, wobei die Zeichenebene die erste axiale Hauptebene ist,
F i g. 3 ein Diagramm zur Erläuterung der Bedingungen, die in der ersten axialen Hauptebene der Röhre
nach Fig.! auftreten,
Fig. 4 einen schemaiischen Schnitt zur Erläuterung
eines Verfahrens zum Herstellen schräger Matrizen.
F i g. ϊ einen Axialschnitt durch eine Röhre mit
gekrümmter KanaUerstärkervorriehuing.
In F i g. 1 ist eine äußere Strahlung von einem Objekt
Ü her mittels einer Linse auf eine Photokathode P gerichtet, wodurch auf dieser ein Bild er/eugt wird. Aus
sämtlichen Teilen der Photokathode werden Photoelektronen mit örtlich in Abhängigkeit vom erzeugten Bild
verschiedenen Intensitäten ausgelöst.
Die Phoiokathode P bildet zusammen mit einer konischen oder nahezu konischen Anode Λ eine
elektronenoptische Diode, deren elektronenoptisches System derartig ist. daß die emittierten Photoelektronen
zu einem Strahlenbündel R konzentriert werden, wobei dieses Bündel unter der Einwirkung der sphärischen
Äquipotentialflächen zwischen der Photokathode Pund der konischen Anode A konvergiert wird. Wenn das
Bündel durch die Öffnung in der konischen Anode A hindurchgeht, wird es durch die negative Linsenwirkung
bei der Konusöffnung weniger konvergierend gemacht, was eine Zunahme der Brennweite bedeutet. Das
Strahlenbündel R wird schließlich in der gestrichelt angegebenen Bildebene F zu einem Brennpunkt
konvergiert. In dieser Ebene, die eine erhebliche Krümmung aufweist, liegen sämtliche Bildpunkte.
Die Anode A hat einen zylindrischen Teil, der sich an die Eingangselektrode £1 einer als Kanalplatte ausgebildeten
Kanalverstärkervorrichtung /, die weiter cii.e Ausgangselektrode E2 aufweist, anschließt. Das elektronenoptische
System P-A weist Rotationssymmetrie um eine elektronenoptische Achse Z-Z auf, die senkrecht
auf der Oberfläche der Photokathode P und auf den Eingangs- und Ausgangsflächen der Kanalplatte / steht
an den Stellen, wo sie diese schneidet.
Wie aus F i g. 2, die einen vergrößerten Axialschnitt durch einen Teil der Vorrichtung darstellt, ersichtlich ist,
wird die Kanalplatte / gemäß einem regelmäßigen Muster von Kanälen C durchzogen, wobei die Achse
A-X jedes Kanals einen Winkel Φ mit der zweiten axialen Hauptebene (die senkrecht auf der Zeichenebene
steht, in der die Achse Z-Zliegt), einschließt.
F i g. 2 zeigt, wie Photoelektronen aus der Phoiokathode P auf Bahnen b die Kanalplatte / erreichen. In
jedem der Kanäle, in den in einem bestimmten Augenblick Photoelektronen eintreten, erfolgt durch
Sekundäremission eine Elektronenvervielfachung, z. B.,
wie dies schematisch in der Zeichnung angegeben ist, unter der Einwirkung des elektrischen Beschleunigungsfeldes, das dadurch erzeugt wird, daß die Elektroden Ei
und Ei mit einer schematisch durch ßi (Fig. 1)
dargestellten Spannungsquelle verbunden werden. Eine Quelle 02 erzeugt ein zweites Beschleunigungsfeld
zwischen der Elektrode £2 und einer leitenden Schicht, z. B. aus Aluminium, die einen Teil eines Leuchtschirmes
5 ( Fig. 1) bildet, der sich auf der Ausgangsseite der Kanalplatte befindet.
In Fi g. 2 wird der Einfachheit halber angenommen,
daß alle Photoelektronen b sich auf parallelen Bahnen senkrecht zur Matrixoberfläche bewegen und sich somit
den Kanälen unter einem konstanten Winkel Φ mit den Kanalachsen nähern. In Wirklichkeit ist dies nicht der
Fall außer (in erster Näherung) in der Mitte der Kanalplatte /.
In Wirklichkeit treffen die Hauptstrahlen, z. B. der in Fig. 1 durch Rp dargestellte Hauptstrahl, die Kanalplatte
/unter sich ändernden Winkeln, so daß sie mit den betreffenden Kanälen Winkel wie 0i, 02 und 03 machen,
die in F i g. 3 schematisch angegeben sind. F i g. 3 bezieht sich auf das, was sich in der ersten axialen
Hauptebene abspielt, d. h. in der Axialebene, in der die Achse Z-Z liegt und in der auch die Achsen X-X
derjenigen Kanäle liegen, die durch die Ebene geschnitten werden. Es ist deutlich, daß
03 = Φ + )>3,
wobei yz der Nennwinkel ist, unter dem der Hauptstrahl
Rph von einem imaginären Kreuzungspunkt Zo des elektronenoptischen Systems P-A divergiert. Die
Hauptstrahlen, wie z. B. der Strahl Rp in F i g. 1 und die Strahlen Rp\ bis Rpz in Fig.3, sind in der Praxis keine
genauen Geraden, aber sie werden dennoch durch die anfangs senkrechte Elektronenbahn im Emissionspunkt
auf der Photokathode P identifiziert.
Ähnlich ist
Ähnlich ist
0i = Φ — γ\,
wobei γ\ der Divergenzwinkel des Hauptstrahls /?pi ist.
In der Mitte (auf der Achse Z-Z) ist die Divergenz des
Hauptstrahls Rp2 Null und ist
02 = Φ.
Sofern der kleinste Winkel 0i groß genug ist, um zu verhindern, daß Elektronen gerade oder mit unzureichender
Vervielfachung durch den jeweiligen Kanal hindurchgehen, kann die ganze in F i g. 3 dargestellte
Matrix wirkungsvoll ohne »dunklen Fleck« arbeiten, weil die übrigen Winkel (02,03 usw.) alle größer sind. Es
ist jedoch gewünscht die Höchstwerte der Winkel 0 in der vorerwähnten Weise zu begrenzen, weil sich der
Astigmatismus um so stärker auswirkt je größer Φ ist
Bei einem praktischen Beispiel, das sich zur Anwendung auf die in F i g. 1 dargestellte Weise eignet,
können die Abmessungen der Röhre etwa wie folgt sein:
Länge der Kanäle = 2 mm.
Abstand zwischen ß und S
= etwa 4 mm.
Maximaler Divergenzwinkel γ
=12°.
Höchstwert des Winkels 0 - 27".
diesen Abmessungen und von den gegenseitigen Verhältnissen abgewichen.
Die große Diskrepanz zwischen der gekrümmten Bildebene F und der ebenen Eingangsfläche der
Kanalplatte / hat zu den Rändern des auf dem Schirm 5 wiedergegebenen Bildes hin einen gewissen Verlust an
Auflösungsvermögen zur Folge, aber dieser Effekt wird im allgemeinen durch die erwähnte große Brennweite
des elektronenoptischen Systems in annehmbaren Grenzen gehalten.
Die Matrix der Kanalplatte nach den F i g. 1, 2 und 3
ist flach, und ihre Kanäle machen einen konstanten Winkel Φ mit der Senkrechten auf den Eingangs- und
Ausgangsflächen. Diese Eigenschaften machen die Matrix geeignet zur Herstellung gemäß verhältnismäßig
einfacher Verfahren, bei denen unter anderem ein mit Kanälen versehener Block dadurch in Scheiben
geschnitten wird, daß der gemäß den unter einem geeigneten Winkel quer zu den Kanälen Cverlaufenden
schrägen Linien W zersägt wird, wie schematisch in F i g. 4 ingegeben ist.
In Γ i g. 5 sind entsprechende Teile mit den gleichen
Bezugsziffern bezeichnet. Die Kanalplatte / hat jetzt eine gekrümmte Gestalt, wobei die Eingangsfläche in
der gleichen Richtung gekrümmt ist wie die gekrümmte Bildebene F. Diese beiden Krümmungen können unter
Umständen zusammenfallen, obgleich dies in Anbetracht der erwähnten großen Brennweite nicht notwendig
ist, und es ist über das ganze auf dem Schirm S erzeugte Bild ein ausreichendes Auflösungsvermögen
erzielbar. Bei einer solchen Anordnung, bei der sowohl eine gekrümmte Matrix als auch schräge Kanäle
Anwendung finden, können die Vorteile beider Systeme gleichzeitig erhalten werden, d. h„ das Auflösungsvermögen
kann über das ganze Bild gut sein, und zu gleicher Zeit kann das Problem des dunklen Flecks
gelöst werden.
Die Folgen der Krümmung der Photokathode P gemäß F i g. 1 oder 5 und die Folgen der Krümmung des
Bildschirmes S gemäß Fig. 5 können in bekannter Weise mit Hilfe eines faseroptischen Systems F01 ganz
oder teilweise zunichte gemacht werden. Es kann eine aus einem faseroptischen System bestehende Eingangsplatte
benutzt werden, die auf einer Seite eine angemessene konkave Krümmung aufweist, die der
Krümmung der Photokathode angepaßt ist, während die Oberfläche an der Seite der eintreffenden Strahlung
nahezu flach oder in der entgegengesetzten Richtung gekrümmt ist.
Dadurch kann auch eine größere Krümmung der Photokathode Anwendung finden, wodurch die Krümmung der Bildebene f kleiner sein kann, so daß diese
Ebene leichter mit der Eingangsfläche der Kanalplatte / zusammenfallen kann. Statt dessen oder daneben kann
ein zweites faseroptisches System /to als das Fenster, auf dem der Schirm S angebracht ist benutzt werden,
wobei dieses Fenster eine Ausgangsfläche hat die z. B. eben sein kann, wie dies in F i g. 5 angegeben ist Der
Schirm Sweist in diesem und auch in den vorerwähnten
der Elektrode £2 in dem Sinne angepaßt ist daß dadurch
die Feldstärke zwischen B und S überall möglichst dif
gleiche ist
der Konus A und die Elektrode £1 miteinandei
verbunden sind, kann es manchmal gewünscht seiti diese »Dioden«-Anordnung dadurch zu ändern, daß /
von Et getrennt wird, so daß an diese beiden Element!
40
45
verschiedliche Potentiale gelegt weiden können. /. Ii..
mn eine optimale Kintrittsenergie l'iir sich den kaniilen
nähernde Elektronen /u erreichen. Dies kann dadurch erfolgen, daß A auf dem gleichen Potential gehalten
wird, wahrend das Potential von l'\ herabgesetzt wird.
Eine derartige Änderung ergibt gleichsam eine Triodenstruktur, und der imaginäre Kreu/ungspunki /.»( Y i g. 3)
kann ein virtueller Kreu/ungspunkt weiden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnunccn
Claims (5)
1. Elektronische Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre mit einer Photokathode, einer auf
Sekundäremission beruhenden Verstärkervorrichtung und einem elektronenoptischen System, das
Rotationssymmetrie aufweist und eine elektronenoptische Achse hat, die mit der Rotationssymmetrieachse
zusammenfällt und senkrecht auf der Oberfläehe der Photokathode steht, wobei die Hauptstrahlen
der Photokathode zu einem gemeinsamen Kreuzungspunkt hin gerichtet sind und die Verstärkervorrichtung,
jenseits dieses Kreuzungspunkts angebracht ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstärkervorrichtung eine Kanalplatte ist. deren Vorder- und Rückseiten senkrecht auf der
optischen Achse stehen und deren Kanäle zueinander parallel verlaufen und alle einen derartigen
gleichen Winkel (</>) mit einer die elektronenoptische
Achse enthaltenden Ebene bilden, daß keiner der Hauptstrahlen parallel zu den Achsen der Kanäle ist.
2. Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
elektronenoptische System vom Typ der elektronenoptischen Diode ist und eine konische oder nahezu
konische Anode aufweist, die elektrisch mit der Eingangselektrode der Kanalplatte verbunden ist.
3. Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Neigungswinkel (Φ) der Kanäle etwa 15° beträgt und daß die Winkel (ß) der Hauptstrahlen mit den
Achsen der Kanäle an einem Rand der Kanalplatte etwa 3° und am entgegengesetzten Rand etwa 27°
betragen.
4. Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kanalplatte eine der Bildebene des elektronenoptischen Systems
angepaßte gekrümmte Gestalt aufweist.
5. Bildwandler- und Bildverstärkerröhre nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bildebene des elektronenoptischen Systems mit der Eingangsfläche der Kanalplatte zusammenfällt.
45
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB04225/67A GB1164894A (en) | 1967-03-29 | 1967-03-29 | Improvements in or relating to Image Intensifier Devices |
| GB1422567 | 1967-03-29 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1764034A1 DE1764034A1 (de) | 1971-04-15 |
| DE1764034B2 DE1764034B2 (de) | 1976-04-01 |
| DE1764034C3 true DE1764034C3 (de) | 1976-11-11 |
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