DE1763554A1 - Motorpumpe - Google Patents
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Description
Postanschrift; Patentanwalt Dr. W. Struck
2OSO Plnnebero' Holst. Postfach 134
Die Erfindung betrifft eine Motorpumpe mit an das Pumpengehäuse
angebautem trockenlaufenden Antriebsmotor, eine sogenannte Monoblookpumpe.
Insbesondere für kleinere Pumpenleistungen haben sich in neuerer Zeit
aus Kosten- und Plat ζ gründen in starkem Maße djie sogenannten Mo-no-,
blockpumpen durchgesetzt, insbesondere als Heizungsumwälzpumpen finden sie in großem Umfang Verwendung in den verschiedensten Konstruktionen.
\7eit verbreitet sind sogenannte Spaltrohrmotorpumpen mit nassem Rotorraum,
da sich hierbei relativ einfache Abdichtungsverhältnisse ergeben. nachteilig sind jedoch der durch das Spaltrohr verBchlechterte elektrische
Yfirkungsgrad und der dadurch bedingte relativ hohe Kupfer- und
Eisenanteil des Elektromotors und auch die allein schon hierdurch bedingten höheren Kosten für diese Pumpenart. Der ralativ schlechte Motor-Wirkungsgrad
rechtfertigt diese Bauart somit nicht für größere
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BAO
Pumpen- und damit Antriebsleistungen. Das Spaltrohr gibt jedoch besonders
bei kleinen Motorleistungen häufig zu Schwierigkeiten beim Wiederanlaufen
nach längerem Stillstand der Pumpe Anlaß, wenn sich der
enge Spalt zwischen Rotor und Spaltrohr durch Ablagerungsprodukte und Korrosionserscheinungen zusetzt, wodurch die Pumpe blockiert wird.
Ivlotorpumpen mit trocken laufendem, angeblockten Antriebsmotor, sogenannte
Monoblockpumpen sind hinsichtlich der für die erwähnte Naßlaufer-Pumpenbauart
aufgezeigten Mangel vorteilhafter. Sie sind jedoch für Einsatzfälle, die besonders geräuscharme Pumpen erfordern, z. B.
als Umwälzpumpe in Warmwasserheizungsanlagen, nur bedingt geeignet, da die magnetischen und mechanischen Motorgeräusche durch die starre
Verbindung zwischen Motor und Pumpe auf diese und die angeschlossenen Rohrleitungen übertragen werden, Um diese Geräusdhe zu verhindern,
bedient man sich besonders ausgesuchter Kugellager und niedrig gesättigter Motoren. Damit ist aber eine beträchtliche Kostenerhöhung
verbunden. Eine grundsätzlich andere Möglichkeit, die aufgezeigten und besonders bei Verwendung der Pumpen in Warmwasserheizungsanlagen
auftretenden fferäuschprobleme zu lösen, besteht darin, den Antriebsmotor
von der Pumpe zu trennen. Das erfordert aber, daß das Pumpenlaufrad nicht auf der verlängerten Motorwelle sondern auf einer zusätzlichen
Pumpenwelle befestigt wird, die in geräuscharmen Gleitlagern geführt wird. Außerdem wird zwecks Verbindung der Motor- und Pumpenwelle
eine elastische Kupplung erforderlich und darüber hinaus Anbaueinheiten
für eine geräusch-isolierende Fixierung des Motors relativ zur Pumpe.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Monoblockpumpe mit trocken laufendem
Motor und einer zwischen Pumpe und Motor befindlichen Abdichtung zu schaffen, bei der das Laufrad auf der verlängerten Motorwelle befestigt
ist und bei der der Motor gegenüber der Pumpe mit Hilfe elastischer Zwischenglieder derart gelagert ist, daß die vom Motor verursachten
Geräusche bzw. Schwingungen nicht auf die Pumpe und die angeschlossenen
Rohrleitungen übertragen werden können. Somit sollen die Vorteile der Spaltrohrmotorpumpe bezüglich dar Dichtheit gegenüber
Leckverlusten mit άβη Vorteilen der Monoblockpumpe mit trocken laufendem
Motor vereinigt werden, ohne daß die jeweiligen Nachteile dieser Pumpenbauarten in Kauf ,genommen werden müssen»
-5- 109846/0445
- 3- 176355A
Dieser Aufgabenstellung liegt die Überlegung zugrunde, daß die
erwähnte Abdichtung zwischen Pumpe und Motor ein höchstes Maß an
Betriebssicherheit gewährleisteten muß, da sich diese Pumpen wegen
ihre.r Geräuscharmut und ihrer gedrängten Bauweise in erster Linie für
den ,Einsatz in Warmwasserheizungsanlagen eignen und ein Defektwerden
der Dichtung zu unübersehbaren Folgeschäden führen kann. Eine wesentliche
Voraussetzung für eine einwandfreie und wartungslose und langlebige.
Dichtung besteht konstruktionsseitig darin, daß die aufeinander gleitenden Dichtflächen der für diese Pumpen in erster Linie
infrage kommenden Gleitringdiohtungen keine anderen Relativbewegungen
zueinander ausführen als lediglich die drehende Bewegung. Hit anderen
Y/orten:, Jegliche Vibration der Dichtungshälften zueinander müssen
durch,konstruktive Maßnahmen ausgeschlossen sein.
Zur Losung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, bei
einer Motorpumpe mit an das Pumpengehäuse angebautem trockenlaufenden
Antriebsmotor den Motor mit dem Pumpenlaufrad und der Wellendichtung einschließlich des Gehäuseteils, in den die stationäre Abdichtung
der Wellenabdichtung befindlich ist, zu einer Baueinheit zusammenzufassen, die über elastische und geräuschdämpfende Mittel mit dem
Pumpengehäuse verbunden ist. Durch die erfindungsgemäße Pumoenausführung
befindet sich insbesondere sowohl die Dichtstelle der 'Wellenabdichtung,
die gegenüber der Yfelle abdichtet,als auch die Dichtstelle
der Wellenabdichtung ,die gegenüber dem Gehäuse abdichteten einer
Baueinheit, so daß innerhalb der Dichtung keine Relativ- und Schwiiigungsbewegungen
auftreten können, die eine Undichtheit der 7/ellenabdichtung
zur Folge haben. :
Bei den bisher bekannt gewordenen Konstruktionen, bei denen zwar
zwischen Motor und Pumpe geräusch- und schwingungsabsorbierende
Mittel zur Befestigung des "Motors verwandt werden, und bei denen
ebenfalls das Laufrad auf der verlängerten Motorwelle befestigt ist,
sind Undichtigkeiten im Bereich der Wellendurchführung durch das Motorgenäuse unausbleiblich, da die Tielle als Teil des Motors schwingungsbehaftet
ist und somit gegenüber der im Punipengehäuse angeordneten
feststehenden Dichtfläche vibriert.
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J " BAD ORIGINAL/
Es hat-sich als zweckmäßig erwiesen, die Wellendichtung ale Gleitringdichtung
mit Gegenlaufring auszuführen, wobei dann der Gegenlaufring in dem zu der Baueinheit gehörenden Gehäuseteil angeordnet
ist bzw. stationär dichtend gegen diesen Gehäuseteil anliegt.
Die Mittel, die gleichzeitig zur elastischen Verbindung und zur Abdichtung
der Baueinheit gegenüber dem Pumpenghäuse dienen, sollen gegenüber dem Pumpengehäuse auf einem kleineren Durchmesser angebracht
sein, als dem StatordurchmeBser des Antriebsmotors entspricht. Es werden dabei dann besonders günstige Verhältnisse in Bezug auf die
Abdichtung und auf die Schwingungen erzielt. Zur Abstützung des Reaktionsmomentes des Motors müssen bei der Motorpumpe besondere
Mittels vorgesehen sein. Erfindungsgemäß soll zwischen dem Pumpengehäuse
und dem Antriebsmotor, vorzugsweise an der dem Pumpengehäuse abgewandten Seite des Motors, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung
einer Stütz- oder Abdeckhaube, ein elastisches, nicht rotationssymmetrisches Abstützglied vorgesehen sein. Es ist dann also auch an
dieser Stelle eine geräuschdämpfende Verbindung zwischen Antriebsmotor und Pumpengehäuse vorhanden.
Der Teil des Pumpengehäuses, der mit dem Pumpenlaufrad zusammen
die Spaltdichtung zwischen Saug- und Druckraum der Pumpe bildet, soll in die mit dem Pumpengehäuse über elastische und gerauschdämpfende
Mittel verbundene aus Motor, Laufrad, Wellendichtung sowie Dichtungsgehäuse bestehende Baueinheit einbezogen werden. Bei seitlich einseitig
offenen Laufrädern, kann das Teil dabei als Schleißplatte
ausgebildet sein, bei seitlich beidseitig geschlossenen Laufrädern kann das ÜJeil mit einem Gehäusespaltring versehen sein.
Burch die Erfindung wird eine Monoblockpumpe mit trockenem Motorraum
geschaffen, die eine Übertragung der Motorschwingungen auf die Pumpe
mittels schwingungsdämpfender Zwischenglieder verhindert und die
durch Einbeziehen des gesamten Dichtungssystems in den ungedampften
Motorteil und der nur dadurch möglichen Unterbindung von die einwandfreie
Dichtung gefährdenden Relativschwingungen der aufeinander gleitenden Dichtungselemente eine besonders schwingungsärme, sicher abgedichtete
und preiswerte Pumpe ermöglicht.
- 5 - 109846/0445
An Hand der Zeichnung soll die Erfindung nachstehend noch näher
erläutert werden. .
Y/ie die Zeichnung erkennen läßt, ist in einem Pumpengehäuse 6 über
Dichtungselemente 7> die gleichzeitig der Geräuschdämpfung dienen
eine Baueinheit gelagert, die aus dem Antriebsmotor.1 besteht, auf
dessen verlängerter Pumpenwelle das Pumpenlaufrad 2 befestigt ist,
und die noch die aus Gleitring 3 und Gegenlaufring 4 bestehende
Wellenabdichtung umfaßt und auch noch das Gehäuse 5» in dem der Gegenlaufring 4 und eine Dichtung 13 angeordnet ist. Bei der dargestellten
Pumpenausführung ist mit dem Gehäuse 5 verbunden und mit
diesem eine Einheit bildend auch noch ein Gehäuseteil 10 vorgesehen,
der an seiner "Förderwand als Schleißplatte ausgebildet istf Dieser
aus den Teilen 5 und 10 bestehende Gehäuseteil ist gegenüber dem
Bumpengehäuse durch eine ^lchtung 14 abgedichtet. Bei der dargestellten Pumpe sind die Dichtungselemente 7 in einer besonderen Abdeckplatte
15 angeordnet, da sich dadurch eine einfachere Gestaltung der verschiedenen Pumpenteile ergibt. An dieser Abdeckscheibe 15 und damit t
da diese Scheibe fest mit dem Pumpehgehäuse 6 verbunden ist, praktisch
am Pumpengehäuse selbst, ist eine Stütz- oder Abdeckhaube 8 angebracht,
die ein Abstützglied für das Eeaktionsmoment des Motors trägt. Dieses
Abdeckstützglied ist noch gesondert dargestellt. Man kann erkennen,
daß dieses Abstützglied nicht rotationssymmetrisch ausgeführt ist,
so daß es sich nicht in der Stütz- oder Abdeckhaube drehen kann.
Das Heaktionsmoment des Motors wird hier also aufgefangen. Dieses Abetützglied kann natürlich auch an irgendeiner anderen Stelle der
Monoblockpumpe angebracht sein·
Bei der dargestellten Pumpe ist nun also im Pumpengehäuse 6 bzW. in
der Abdeckplatte 15» die mit dem Pumpengehäuse wasserdicht aber fest verbunden ist, eine Baueinheit gelagert, die aus den weiter oben
schon angegebenen verschiedenen Teilen des Antriebsmotors, der Wellenabdichtung und des Pumpenlaufrades besteht. Diese ganze Baueinheit
kann jetzt um die Dichtungs- und Verbindungselemente 7 herumschwingen,
ohne daß eine Undichtheit des Pumpengehäuees 6 gegenüber dem trockenen
Motorraum eintritt. Insbesondere die Wellenabdichtung , bei der beide
Teile, nämlich der Gleitring 3 und der Gegenlaufring 4 mitschwingen,
* ■
- 6 - ■ 109846/0445
braucht nur ihre eigentliche Dichtungsaufgabe erfüllen, und ist von allen Nebenbewegungen, die durch gewisse Schwingungen zwischen
Pumpe und Motor auftreten können, entlastet. Damit kann praktisch keinerlei Undichtheit an der Wellenabdichtung auftreten. Die stationäre»
Abdichtung«* zwischen Gegenlaufring und Zwischengehäuse und Zwischengehäuse
und Abdeckscheibe 15 bzw. Pumpengehäuse 6 bereitet keinerlei
Schwierigkeiten.
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Claims (6)
- Patentansprüche ' ' wvn»J Motorpumpe mit an das Pumpengehäuse angebautem trockenlaufenden Antriebsmotor, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (1) mit dem Pumpenlaufrad (2) und der Wellendichtung (j,4) einschließlich des Gehäuseteiles (5), in dem die stationäre Abdichtung der Wellendichtung befindlich ist, zu einer Baueinheit zusammengefaßt sind, die über elastische und geräuschdämpfende Mittel (7) mit dem Pumpengehäuse (6) verbunden ist.
- 2.) Motorpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellendichtung eine aus Gleitring (3) und Gegenlaufring (4) bestehende Dichtung ist, deren Gegenlaufring (4) in dem zu der Baueinheit gehörenden Gehäuseteil (5) angeordnet ist,
- 3.) Motorpumpe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (7) zur elastischen Verbindung und Abdichtung der Baueinheit gegenüber dem Pumpengehäuse (6) auf einem kleineren Durchmesser angebracht sind, als dem Statordurchmesser des Antriebsmotors entspricht.
- 4.) Motorpumpe nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß zur • Abstützung des Beaktionsmomentes des Motors zwischen dem Pumpengehäuse (6) und dem Antriebsmotor (1), vorzugsweise an der dem Pumpengehäuse abgewandten Seite des Motors, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Stütz- oder Abdeckhaube (8), ein elastisches, nicht rotationssymmetrisches Abstützglied (9) vorgesehen ist.
- 5·) Motorpumpe nach Anspruch 1 bis 4» dadurch gekennzeichnet, daß der Teil (1O) des Pumpengehäuses, der mit dem Pumpenlaufrad (2) zusammendie Spaltdichtung zwischen Saug- (11) und Druckraum (12) der Pumpe bildet, in die iit dem Pumpengehäuse über elastische und geräuschdämpfende Mittel (7) verbundene.aus Motor, Laufrad, Wellendichtung sowie Dichtungsgehäuse bestehende Baueinheit einbezogen ist,
- 6.) Motorpumpe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei seitlich einseitig offenen Laufrädern (2) das Teil (iO) als Schleißplatte ausgebildet ist.' '7·)..Motorpumpe nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß bei seitlichbeiderseitig geschlossenen Laufrädern das Teil (1O) mit einem Gehäuse-' spaltring versehen ist.- . 109846/0445BAD ORIGINALLeeseite
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