DE1763084A1 - Kraftspeicher fuer Schmelzsicherungen - Google Patents
Kraftspeicher fuer SchmelzsicherungenInfo
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Description
- "Kraftspeicher für Schmelzsicherungen" Die Erfindung betrifft einen Kraftspeicher für Schmelzsicherungen, bei welchen die Kraft einer durch einen Schmelzleiter in ihrer vorgespannten Lage gehaltenen, beim Durchschmelzen des Schmelzleiters frei werdenden Feder zur Unterbrechungsmeldung bzw. zur Betätigung einer Schalteinrichtung und/oder anderer Vorrichtungen dient. Hochspannungs-Sicherungseinsätze erhalten vielfach eine sogenannte Schlagvorrichtung, die beim Ansprechen des Sicherungseinsatzes bei Überstrom oder Kurzschluß im zu schützenden Leistungsabschnitt freigegeben wird und die dann entweder eine Signal- oder Meldeeinrichtung oder einen zugeordneten Last- oder Trennschalter betätigt bzw. auslöst. Die Freigabe einer Schlagvorrichtung wird stets durch thermische Wirkung des elektrischen Stromes, der den Einsatz durchflutet, hervorgerufen, indem entweder chemotechnische Treibsätze gezündet werden, die dann einen Schlagstift bewegen oder indem ein vorgespannter Kraftspeicher durch Abschmelzen einer Lötverbindung oder Durchschmelzen eines Stromleiters freigegeben wird, so daß sich der zugehörige Schlagstift bewegt. Es ist bekannt, einen Kraftspeicher durch einen Stromleiter in seiner vorgespannten Zage zu halten. Hierbei wird ein dünner Draht benutzt, der meist längs durch die Feder des . Kraftspeichers hindurchgezogen wird. Diese Drähte dürfen, da die thermischen und elelctrischen Vorgänge beim Ansprechen eines Sicherungseinsatzes in kürzester Zeit ablaufen müssen, nur einen sehr kleinen Durchmesser in der Größenordnung von 0,1 bis 0,2 mm haben. Wegen dieser sehr kleinen Querschnitte können nur geringe Kräfte, die für die Betätigung einer einfachen Anzeigevorrichtung ausreichen, abgefangen werden.
- Für die Betätigung von modernen Last- oder Trennschaltern werden aber am Schlagstift Anfangskräfte von 3 bis 5 kg benötigt. Um auf diese Kräfte zu kommen, hat man. bisher mehr oder weniger komplizierte Übersetzungseinrichtungen benutzt, bei denen meist durch den schwachen Kraftspeicher ein Klinken- oder Riegelwerk betätigt oder ausgelöst und sodann ein kräftiger vorgespannter Kraftspeicher freigegeben wird. Solche Tandemanordnungen sind aufwendig, kompliziert, benötigen viel Raum und können leicht zum Versagen führen.
- Es ist daher die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, einen Kraftspeicher zu schaffen, welcher ohne Klinken-oder Riegelwerk und dazugehörige Übersetzungseinrichtungen auskommt. Es ist ferner die Aufgabe der Erfindung einen Kraftspeicher zu@achaffen, welcher leicht montiert werden kann und zu welchem nur ein geringer Materialeinsatz notwendig ist. Insbesondere aber soll der Kraftspeicher nur sehr kleine Außenabmessungen aufweisen und in ihm Federkräfte gespeichert werden können, die am Schlägatift Anfangskräfte von 3 bis 5 kg und mehr bewirken.
- Die gestellte Aufgabe wird bei einem Kraftspeicher für Schmelzsicherungen, bei welchem die Kraft einer durch einen Schmelzleiter in ihrer vorgespannten Lage gehaltenen, beim Durchschmelzen des Schmelzleiters frei werdenden Feder zur Unterbrechungsmeldung bzw. zur Betätigung einer Schalteinrichtung anderer Vorrichtungen dient, dadurch gelöst, daß die Stirnflächen der Feder von zwei Isolierstoff-Haltern begrenzt werden, zwischen denen der Schmelzleiter über Halterhaken umgelenkt in mehreren Schleifen angeordnet ist. Der Schmelzleiter kann die Feder zi'ck-zaekförmig umfassen.
- Er kann aber auch in der heder ähnlich den Seilen eines Flaschenzuges, jedoch mit gegeneinander versetzten Schleifen geführt sein.
- Zweckmäßig ist ein Halter als Schlagstift, ausgebildet und auf oder in der Feder befestigt.
- Zwei Ausführungen aes Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen beispielsweise und rein schematisch aargestellt. Es zeigt: Figur 1 einen Kraftspeicher im Schnitt, bei welchem der Schmelzleiter zick-zacklörmig um die Feder angeordnet ist, Figur 2 einen Schnitt entlang der Linie II - II in Fig. 1, Figur 3 einen Schnitt durch einen Kraftspeicher, bei welchem der Schmelzleiter in der Feder angeordnet ist, Figur 4 eine schematische Darstellung der Schmelzleiterführung gemäß Figur 3.
- i3ei der Ausführung nach Figur 1 und 2 besteht der erfindungsgemäße kraftspeicher aus einem zweiteiligen Gehäuse 1, in welchem die Feder 2 derart angeordnet ist, daß sie stirnseitig von zwei Isolierstoffhaltern 3, 4 begrenzt wird. Der Isolierstoffhalter 4 ist als Schlagstift ausgebildet. Er weist einen Kolbenteil auf, der mit einer Stirnfläche auf aer zugeordneten @,ederstirnlläche aufliegt und ferner einen Kolbenstangenteil, der den eigentlichen Schlagstift bildet uns der zentrisch im Gehäusedeckel geführt ist. Der Isolierstoffhalter 3 ist am Gehäuseboden befestigt.
- Beide Isolierctoffhalter 3, 4 sind mit einander zugekehrten Haken 3a, 4a versehen, die gegeneinander versetzt rings um die Feder 2 angeordnet sind. Die Haken 3a, 4a dienen zum Einhängen des Schmelzleiters 5, welcher die Feder 2 zickzackförmig umfasst. Der Schmelzleiter 5 ist zwischen den Isolierstoffhaltern 3, 4 so verlegt, daß er durch eine zentrale Bohrung im Halter 3 eingeführt bzw. durchgeführt zu einem der Haken 3e; verläuft und über diesen zu einen der Haken 4a,-der zu dem entsprechenden Haken 3a versetzt ist. Der Schmelzleiter 5 ist nun weiter zwischen den Haken 3a und 4a so verlegt, daß er, wie ausgeführt, die Feder 5 zick-zackförmig umfasst und schließlich aus einer Öffnung aus dem Kraftspeicher bzw. aus dem Gehäuse 1 herausgeführt wird, welche exzentrisch zur Einführungsbohrung liegt.
- Eine andere Ausführung des Erfindungsgegenstandes ist in den Figuren 3 und 4 dargestellt. Hier ist das Gehäuse 10 röhrenförmig ausgebildet und an einem Ende mit einer Kappe 10a versehen. Die Feder 11 ist innerhalb des Gehäuses 10 angeordnet und in diesem durch Einsicken der Gehäusewand befestigt. Die Isolierstoffhalter 12, 13 sind zapfenförmig ausgebildet und ragen in die Feder 11 hinein. Sie sind mit eingeschnittenen, versetzt übereinander angeordneten Haken 12a bzw. 13a versehen. Der Isolierstoffhalter 13 ist als Schlagstift ausgebildet. Sein auf der zugeordneten Federstirnfläche ruhender Kopf wird kolbenförmig in dem Gehäuse 10 geführt.
- Wie der Schmelzleiter 14 zwischen den Haltern 12, 13 geführt ist, ist am besten aus Figur 4 ersichtlich. Er ist durch eine Randöffnung des mit einem Kopf-15 versehenen Halters 12 in das Gehäuse 10 eingeführt, sodann um eine Nase 13a herumgelenkt, ferner in einer Schleife um eine Nase 12a,anschließend wieder in eine Schleife um eine Nase 13a und dann zentrisch aus dem Kopf 15 herausgeführt. In diesem ist ein Röhrchen 16 angeordnet, das eine Sicke aufweist, mit der das eine Ende des Schmelzleiters 14 gegen axiale Verschiebung gehalten wird. Das andere Ende des Schmelzleiters wird in beliebiger Weise am Gehäuse 10 befestigt.
- Der Halter 12 ist durch eine Sicke oder Rille im Gehäuse 10 gegen axiale Verschiebung gesichert, während der Halter 13 mittels eines erhabenen Gewindeganges 13b in die Feder 11 eingeschraubt ist. . Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Kraftspeichers wird erreidrt daB große Federkräfte allein durch den Schmelzleiter 2, 14 unter Spannung gehalten werden, ohne daß besondere Auslöse und Übersetzungseinrichtungen notwendig sind. Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Kraftspeichers sind nur wenige, einfache Teile nötig.
Claims (4)
- Pätentänsprüche 1.j Kraftspeicher für Schmelzsicherungen, bei welchem die Kraft einer durch einen Schmelzleiter in ihrer vorgespannten Zage gehaltenen, beim Durchschmelzen des Schmelzleiters frei werdenden Feder zur Unterbrechungsmeldung bzw. zur Betätigung einer Schalteinrichtung und/oder anderer Vorrichtungen dient, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen der Feder (2, 11) von zwei Isolierstoff-Haltern (3, 4 bzw. 12, 13) begrenzt werden, zwischen denen der Schmelzleiter (5, 14) über Halterhaken (3a, 4a bzwo 12a, 13a) umgelenkt in mehreren Schleifen angeordnet ist.
- 2. Kraftspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzleiter (5, 14) die Feder (2, 11) zickzackförmig umfasst. .
- 3. Kraftspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gchmelzleiter (5, 14) in die Feder (2, 11) ähnlich den Seilen eines Flaschenzuges, jedoch mit gegeneinander versetzten Schleifen geführt ist.
- 4. Kraftspeicher nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Halter (4, 13) als Schlagstift ausgebildet und auf oder in der Feder (2, 11) befestigt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681763084 DE1763084C3 (de) | 1968-04-02 | 1968-04-02 | Hochspannungs-Hochleistungssicherung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681763084 DE1763084C3 (de) | 1968-04-02 | 1968-04-02 | Hochspannungs-Hochleistungssicherung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1763084A1 true DE1763084A1 (de) | 1972-02-24 |
| DE1763084B2 DE1763084B2 (de) | 1973-06-20 |
| DE1763084C3 DE1763084C3 (de) | 1974-01-10 |
Family
ID=5697362
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681763084 Expired DE1763084C3 (de) | 1968-04-02 | 1968-04-02 | Hochspannungs-Hochleistungssicherung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1763084C3 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1097562B (de) * | 1958-08-18 | 1961-01-19 | Licentia Gmbh | Drosselspule in langgestreckter Form |
| DE1277438B (de) * | 1963-11-27 | 1968-09-12 | Jurij J Semel | Ballastdrosseleinrichtung, insbesondere fuer Gasentladungsroehren |
| DE1288676B (de) * | 1962-06-22 | 1969-02-06 | May & Christe Gmbh | Elektrische Drosselspule mit Jochen aus magnetisch leitfaehigen und magnetisch nichtleitfaehigen Materialanteilen |
| WO1997018571A3 (de) * | 1995-11-16 | 1997-08-07 | Aeg Niederspannungstech Gmbh | Vorrichtung zum zwangsweisen trennen von netzleitungen bei schaltgeräten |
| EP1369890A1 (de) * | 2002-06-07 | 2003-12-10 | Abb Research Ltd. | Schlagmeldersystem für eine Hochspannungssicherung |
-
1968
- 1968-04-02 DE DE19681763084 patent/DE1763084C3/de not_active Expired
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| EP1369890A1 (de) * | 2002-06-07 | 2003-12-10 | Abb Research Ltd. | Schlagmeldersystem für eine Hochspannungssicherung |
| US6831546B2 (en) | 2002-06-07 | 2004-12-14 | Abb Research Ltd | Impact signaling system for a high-voltage protective device |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1763084B2 (de) | 1973-06-20 |
| DE1763084C3 (de) | 1974-01-10 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |