Vor- und rückwärts zählende Relaiskette --------------------------
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Die Erfindung bezieht sich auf vor- und rückwärts zählende Relaisketten.
Es sind bereite vorwärts zählende Relaisketten bekannt, die
pro
Stufe zwei Relais aufweisen, von denen das erste - das Zählrelais - den Anfang
und das zweite.- das Hilfsrelais - das Ende eines Zählimpulses auswertet. Beim Schliessen
den Impulskontaktes, der als Arbeitskontakt ausgebildet ist, wird dabei das Zählrelais
einer Stufe erregt und bereitet mit seinem Kontakt einen Haltekreis für sich und
für das zunächst noch kurzgeschlossene Hilfsrelais vor. Beim Öffnen des Impulskontaktes
wird der Kurzschluss aufgehoben und das Hilfsrelais wird erregt. Um das Hilfsrelais
ebenfalls als Zählrelais auszunutzen, wird der Impulskontakt durch eine die ursprüngliche
Impulsfrecuenz halbierende Taktrelaisschaltung, die beis;:)ielsweise wie eine bistabile
Kippnchaltung arbeitet, gesteuert. Die einzelnen Stufen dieser Zählketten werden
über eine Umschaltekontaktkette, die der Impulskontakt für Vor-%,rärtszählunge,',.
steuert, weitergeschaltet. In Ketten, die auch für nückwärtszählung Verwendung finden,
is-f ein weiterer Impulskontakt, an den das entgegengesetzte Potential gelegt wird
wie an den Impulskontakt für Vorwärtszählung, sowie eine weitere Umschalte lcontaktkette
notrendig. Bei Umkehrung der Zählrichtung wird dann immer auf den entsprechenden
Impulskontakt und die entsprechende Kontaktkette umgesteuert. lindere vor- und rüekwäii
zählende Relaisketten besitzen Relaisgruppen gerader und ungerader Ordnung, die
wecheelweise angesteuert worden. Diese Schaltungsanordnungen benötigen neben einer
Taktschaltung und Umschaltevorrichtungen für die zwei Zählrichtungen im allgemeinen
zur Steuerung ihres Funktionsablaufes pro Relais eine Vielzahl von Kontakten.
Die
Erfindung betrifft impulsgesteuerte, vor- und rückwärts zählende Relaisketten, bestehend
aus einem Relais mit einer Wicklung Je Zählstufe und einer gemeinsamen Taktschaltung
als Steuerstufe, wobei jedes Relais das in der vorgegebenen Zählrichtung nachgeordnete
Relais vorbereitend an die Impulsleitung anschaltet, durch gleichzeitigen Kurzschluss
jedoch bi;; zum Umsteuern der Taktschaltung am Wirksamwerden hindert. Aufgrabe der
Erfindung ist es, derartige Relaisketten so zu realisieren, dass sie einen minimalen
Aufwand an Schaltelementen erfordern. Dies wird dadurch erreicht, dass die Kettenrelais
Haftrelais sind und jeweils nur einen einzigen Umsehaltekon-takt für die Kettensteuerung
aufweisen, dass die Kettenrelais in zwei Gruppen gerader und ungerader Ordnungszahl
unierteilt und mit ihrem einen Wicklun gnende an unmittelbar mit einer gemeinsamen,
über einen Umschaltekontakt der Taktschaltung abwechselnd an das eine oder andere
Steuerpotential einer Spannungsquelle anschaltbaren Impulsleitung verbunden sind,
dass die Steuerkontakte der Relais mit ungerader Ordnun szahl eine Ruhekontaktkette
bilden, über die die Relais mit gerader Ordnungszahl bei positiver Zählrichtung
nacheinander über einen die Zählrichtung bestimmenden ersten Umschaltekontakt an
das@für diese Fortschalterichtung erforderliche Steuerpotential einer Spannungsquelle
anschaltbar sind und dass die Steuerkontakte der Relais mit gerader Ordnungszähl
eine Arbeitskontaktkette bilden, über die die Relais mit ungerader Ordnungszahl
bei positiver Zählrichtung nacheinander über einen die Zählrichtung bestimmenden
zweiten Umschaltekontakt an das für diese Fortschalterichtung erforderliche Gegenpotential
der Spannungsquelle anschaltbar sind, derart,
dass die einzelnen
Relais bei positiver Zählrichtung nacheinander eingeschaltet und bei negativer Zählrichtung
in umgekehrter Reihenfolge nacheinander wieder abgeworfen werden. Die Relaiskette
besteht also zur Zählung von n Iiapulsen@aus n Haftrelais, von denen jedes einen
Umschaltekontakt besitzt. Der geringe Aufwand wird durch die Verwendung von Haftrelais
und den symmetrischen Aufbau der Schaltung erreicht. Bei Umpolung der beiden, die
Zählrichtung bestimmenden Betricbsspannungsquellen vertauschen automatisch die beiden
Kontaktketten ihre Steuerfunktion, ohne dass zusätzliche Kontakte oder Kontaktketten
notwendig wären. Durch die geschickte symmetrische Anordnung der Umschaltekontakte
wird gleichzeitig erreicht, dass die Spannungsquellen immer gleichmässig belastet
werden. Der Stromverbrauch ist, da immer nur ein Relais erregt wird, sehr gering.
Die Umschaltung auf eine andere Zählrichtung erfordert wie bei der einen bekannten
Art von Relaisketten zwei Umschaltekontakte und kann bei jedem Zählschritt vorgenommen
werden. Sie kann auch zur Rückstellung der Kette ausgenutzt werden. Die Vorteile
der Erfindung werden nun anhand von zwei Figuren noch näher erläutert. Fig. 1 zeigt
die Schaltung der Zählkette Fig. 2 zeigt das Relaisdiagramm der Schaltung naca Fig.
1. Die in Fig. 1 dargestellte Schaltung ist für, sechs Zählschritte ausgelegt. Die
Impulafrcquenzuntersetzerschabung T ist derart ausgebildet, dass ein von ihr gesteuerter
Umschaltekontakt t beim Schliessen das Impulskontakten i jeweils seine ählrichtung
bestimmenden Kontakte Zage ändert. Ziegen die.die z zr1 und, zr2 sowie dar Umeehnlta.
.mpula- ,
kontakt t in der gezeichneten Stellung, so ist die Zählkette
in Ruhestellung. Schliesst nun der Impulskontakt so wird der Kontakt t umgesteuert
und das Relais A spricht über +Ut - t - A - b - zr1 - U1 an und bereitet- mit seinem
Kontakt a einen Erregerstromkreis für das Relais B vor. Dieses kann jedoch, solange
der Kontakt t an Erdpotential liegt, nicht ansprechen. Schaltet t auf negative Spannung
-Ut um, so spricht das Relais B über -Ut - t - B .- a - c -e - zr1 - +U2 an. Gleichzeitig-wird
der Stromkreis für das Relais A aufgetrennt. Der Kontakt des Haftrelais A bleibt
jedoch in Arbeitsstellung. Der Umschaltekontakt b bereitet den Ansprechstromkreis
für das Relais C vor, das beim nächsten Umlegen der Impulskontaktes entsprechend
Relais A erregt wird und zwar in dem Stromkreis +Ut - t -C - d - b-zr1 - U1. Es
werde nun angenommen, dass nach dem dritten vom Kontakt i abgegebenen Impuls, wenn
also die Relais A, B, C erregt sind und der Impulskontakt t an Erdpotential liegt,
eine Umschaltung der Zählrichtung durch Umlegen der Zählkontakte zr1 und.zr2 vorgenommen
wird. Es besteht dann für das noch nicht angesprochene Relais D zwar der Stromkreis
+Ut - t - D - c - e - zr2 - U2, doch der in diesem Stromkreis fliessende Strom ist
in seiner Richtung der zum Ansprechen nötigen Stromrichtung entgegengesetzt. Das
Relais C wird zunächst durch den Kontakt t noch kurzgeschlossen. Schaltet nun der
Umschaltekontakt t wieder auf das negative Potential zurück, so fliesst durch das
Relais C ein Strom über den Stromkreis -Ut - t - C - d - b - zr1 - +U1 und zwar
in umgekehrter Richtung wie bei dar Einstellung der Betriebsspannungsquellen für
Vorwä,rtszä.hlriehtung. Dadurch wird das Relais C abgeworfen. Das Relais B kann
noch nicht abfallen, da es durch den Kontakt t noch kurzgeschlossen ist. Beim nächsten
Impuls
schaltet t wieder auf Erdpotential zurück, sodass - für das Relais B ein Stromkreis
geschlossen wird, der von der Erde über t = B - a - c - e - zr2 zur negativen Betriebsspannungsq,uelle
-U2 führt. In diesem Stromkreis fliesst wieder ein Strom, dessen Richtung der bei
Erregung des Relais B für Vorwärtszählen entgegengesetzt ist und daher das Relais
B abwirft. Dadurch schaltet der Kontakt b wieder in seine Ruhelage zurück. Das Relais
A kann nicht in seine Ausgangslage zurizckkehren, da es durch den Kontakt t noch
kurzgeschlossen ist. Wenn t nun auf negatives Potential umschaltet, so fliesst durch
das Relais A ein Strom über -Ut - t - A - b - zr1 - +U1 und wirft das Relais A ab,
sodass die Zählkette wieder ihren ursprünglichen Zustand erreicht hat. In Fig. 2
ist das Relaisdiagramm der Schaltung nach Fig. 1 für sechs nacheinander vorwärtsgezählte
und für sechs nacheinander rückwärtsgezählte Impulse dargestellt. Die Umschaltung
der Zählrichtung muss immer nach Ansprechen des durch den letzten, noch in der alten
Richtung gezählten Impuls erregten Relais und vor dem Umlegen des Umochaltekontaktes
t in seine andere Stellung - zur Aussendung eines«Impulses, der in entgegengesetzter
Richtung gezählt werden soll - erfolgen. Wenn beispielsweise durch Vorwärtszählung
von drei Impulsen die drei Relais A, B, C erregt sind, deren Kontakte sich also
in Arbeitsstellung befinden und der vierte Impuls rückwärts gezählt werden soll,
so muss die Umschaltung der K)y@takte:.. .-.. . :. : -nach Ansprechen des C-Rolais
uuü 'N;@-@:'->::.@ eintrifft, vorgenommen werden. Die Umschaltung ist nach jedem
Impuls möglich, wobei allerdings die Kapazität der Kette in positiver wie in negativer
Richtung nicht überschritten werden kann.