DE1762542C - Brücken schaltung zur Ansteuerung einer Dreistrahlfarbbildröhre - Google Patents
Brücken schaltung zur Ansteuerung einer DreistrahlfarbbildröhreInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Brückenschaltung zur Ansteuerung einer Dreistrahlfarbbildröhre, in deren
Zweigen drei Widerstände und eine Luminanzverstärkerstufe angeordnet sind.
Da bei einer Farbbildröhre die Wirkungsgrade der Leuchtstoffe und die Steilheiten der drei Kathodenstrahlsysteme
unterschiedlich sind, müssen Einstellmöglichkeiten vorhanden sein, um diese Unterschiede
auszugleichen. Hierfür können beispielsweise drei Potentiometer für die Einstellung der den drei
Kathoden der Farbbildröhre zugeführten Ausgangsspannung des Luminanzverstärkers verwendet
werden.
Die Einstellung der Spannungen, bei denen die Elektronenkanonen gerade gesperrt werden (Sperrpunkte),
erfolgt in der Praxis nach Abschalten der Bildablenkung, so daß nur drei Striche in den Grundfarben
Rot, Grün und Blau auf dem Bildschirm sichtbar sind. Die Schirmgiiterspannungen werden dann
so eingestellt, daß diese Striche gerade verschwinden, während der Pegel für den Wevl »Schwarz« des Luminanzsignals
z. B. durch einen an Stelle des Luminanzverstärkers eingeschalteten Widerstand genau
nachgebildet wird.
Es ist eine Schaltung zur Ansteuerung einer Farbbildröhre
bekannt (s. USA.-Patentschriften 3 114 794, 3 202 865 und 3 251 93} sowie Grundig Technische
Informationen, 1967, Hefi 4, S. 250 und 251), die eine leichte »Sperrpunkt- und Weiß-Einstellung« zuläßt.
Die Funktion dieser Schaltung wird im folgenden
an Hand der letztgenannten Druckschrift erläutert. Es handelt sich um eine Briickenschaltung,
in deren Zweigen drei Widerstünde und eine Luminanzverstärkerstufe
angeordnet sind. Die zum Verstärkerausgang führende Diagonale besteht aus zwei parallelgeschalteten Potentiometern, deren Schleifer
mit den Kathoden für Grün und Blau der Farbbildröhre verbunden sind. Die Kathode für Rot ist direkt
an den Verstärkerausgang angeschlossen. Der anderen Diagonale wird die Betriebsspannung zugeführt.
Die Brücke ist so abgeglichen, daß sie genau dann im Gleichgewicht ist, wenn der Pegel am Verstärkerausgang
dem Wert »Schwarz« des Luminanzsignals entspricht. Zum Einstellen der Sperrpunkte wird der
Luminanzverstärker durch einen entsprechenden Widerstand ersetzt, so daß auch hierbei die Brücke
im Gleichgewicht ist. Dadurch ergeben sich unabhängig von der Stellung der Potentiometer gleiche
Pegel an den drei Kathoden der Farbbildröhre. Nach Einstellen der Sperrpunkte — z. B. mit den Schirmgitterspannungen
der Bildröhre — wird ein Testbild (möglichst mit Graukeil) eingeschaltet, nach welchem
die Potentiometer der Brückendiagonale so einzustellen sind, daß die Bildröhre alle Grautöne auch als
Grau — also uime bunte Farbtöne — wiedergibt.
Diese Brückenschaltung hat den Nachteil, daß sich der Luminanzverstärker nicht bis zur angelegten Betriebsspannung
aussteuern läßt, da der an der gleichen Bezugsspannung liegende Widerstand des benachbarten
Zweiges über die Potentiometer der Diagonale einen Nebenschluß für den Verstärker darstellt.
Dadurch kann z. B. beim Sperren des Verstärkers der Ausgangspegel nur bis zu dem Wert ansteigen,
der durch den aus den Brückenwiderständen /»«bildeten Spannungsteiler bestimmt ist.
Diese Einengung des Aussteuerbereichs des Luminanzverstärkers läßt es nicht zu, eine einfache Helligkuitscinslclliing
durch Verändern der Vorspannung dieses Verstärkers vorzunehmen, da besonders die
Synchronimpulse durch die starke Krümmung der Kennlinie in der Nähe des Sperrpunktes stark verkürzt
werden. Für das von diesem Verstärker ebenfalls belieferte Amplitudensieb werden jedoch die
Synchronimpulse mit voller Amplitude benötigt.
Eine Helligkeitseinstellung durch Verändern der Vorspannung des Luminanzverstärkers ist erwünscht,
da die bisher bekannten Schalungen diese Einstellt lung an den Wehneltzylindem der Farbbildröhre vorsehen,
was aber ohne aufwendige Gegenmaßnahmen zu Farbtonverfälschungen führt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Aussteuerbereich eines in einer Brückenschaltung betriebenen
Luminanzverstärkers zu vergrößern, um eine einfache und nicht farbtonverfälschende Helligkeitseinstellung ohne Verkürzung der Synchronimpulse zu
ermöglichen.
Die Erfindung geht aus von einer Brückenschaltung
so der oben beschriebenen Art, wobei die zum Ausgang
des Verstärkers führende Diagonale aus drei parallelgeschalteten Potentiometern gebildet ist, deren
Schleifer mit den drei Kathoden der Farbbildröhre verbunden sind. Erfindungsgemäß ist zwischen dem
Ausgang des Verstärkers und dem ihm zugeordneten Verbindungspunkt der drei Potentiometer eine derart
gepolte Diode eingefügt, daß sie bei gesperrtem Luminanzverstärker ebenfalls gesperrt ist.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Diode in der gleichen Diagonale, jedoch
auf der dem Verstärkerausgang abgewandten SeiIl der drei Potentiometer, eingefügt.
Die Erfindung ermöglicht ■:£. den Luminanzverstärker
bis zur angelegten Betriebsspannung auszu-
steuern, so daß ohne Verkürzung der Synchrorimpulse
eine einfache und nicht den Farbton verfälschende Helligkeitseinstellung durch Ändern dei
Vorspannung dieses Verstärkers vorgenommen werden kann. Für den Fall, daß die Helligkeitseinstellunu
nach wie vor direkt an der Farbbildröhre erfolgen soll, kann unter Verzicht auf eine Erhöhung des Aussteuerbereichs
des Luminanzverstärkers die Betriebs spannung entsprechend herabgesetzt werden. Ferner
kann der während der Einstellung der Sperrpunk'e an Stelle des Luminanzverstärkers einzuschaltende
Widerstand entfallen, so daß auch der Umschaltkontakt des diesbezüglichen Schalters durch einen
einfachen Arbeitskontakt zu ersetzen ist.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der
Zeichnung näher erläutert; darin sind die beiden Figuren Ausführungsbeispiele der Erfindung.
In F i g. 1 ist mit 1 der Luminanzverstärker bezeichnet,
der zusammen mit den Widerständen 2, 3, 4 die Zweige einer Brückenschallung bilden. An Stelle
SS der in F i g. 1 als Beispiel dargestellten Rohre kann
auch ein Transistor verwendet werden. Der in die Zuleitung zum Luminanzverstärker 1 eingefügte Schalter
16 ermöglicht es, diesen Verstärker zu sperren. Die zum Verstärkerausgang 7 führende Diago·
nale 7, 8 enthält drei parallelgeschaltete Potentiometer
11, 12, 13, deren Schleifer mit den drei Kathoden der Farbbildröhre verbunden sind, und in Serie
dazu eine Diode 14, während der anderen Diagonale S1 6 die Betriebsspannung B zugeführt ist. Die
Diode 14 liegt zwischen dem Verstärkerausgang 7 und dem ihr zugeordneten Verbindungspunkt 9 der drei
Potentiometer 11, 12, 13 und ist derart gepolt, daß sie bei gesperrtem Verstärker 1 ebenfalls gesperrt ist.
In F i g. 2 ist die Diode 14 in der gleichen Diagonale
7, 8 jedoch auf der dem Verstärkerausgang 7 abgewandten Seite der drei Potentiometer 11, 12, 13,
eingefügt. Der Schalter 16 ist hier ein Umschalter, mit dem an Stelle des Luminanzverstärkers 1 ein
Widerstand 15 in den Brückenzweig eingeschaltet werden kann.
Sowohl in F i g. 1 als auch in F i g. 2 kann eines
der drei Potentiometer 11, 12, 13 entfallen, wenn die zugehörige Kathode der Farbbildröhre an den
Verbindungspunkt 9 der Potentiometer angeschlossen wird. Das kann z. B. für diejenige Kathode geschehen,
deren zugeordneter Leuchtstoff den kleinsten Wirkungsgrad im Vergleich zu den anderen Leuchtstoffen
hat.
Der Luminanzverstärker 1 wird mit einem positiven Luminanzsignal angesteuert. Am Verstärkerausgang
7 entsteht durch die Phasenumkehr ein negatives Luminanzsignal.
Die Brücke ist so abgeglichen, daß sie bei kurz- ao
geschlossener Diode 14 für eine schwarze Bildstelle im Gleichgewicht ist.
Für alle Bildstellen, die heller sind als schwarz, also für den gesamten Bildinhalt, wird die Diode 14
in Durchlaßrichtung vom Strom durchflossen, da der as
Pegel am Verstärkerausgang 7 dabei immer nur negative Werte gegenüber dem Wert bei Gleichgewicht
annimmt.
Die Synchronimpulse dagegen verschieben den Pegel am Verstärkerausgang 7 über den Gleichgewichtspunkt
hinaus zu positiven Werten, so daß die Diode 14 gesperrt wird. Dadurch entfällt für die
Synchronimpulse der durch den Widerstand 4 über die Potentiometer 11, 12, 13 gebildete Nebenschluß
für den Luminanzverstärker 1, so daß der Widerstand 2 allein als Arbeitswiderstand wirkt und sich
der Verstärkungsfaktor entsprechend erhöht. Außerdem kann der Luminanzverstärker 1 bis zur Betriebsspannung
B ausgesteuert werden.
Zum Einstellen der Sperrpunkte der Farbbildröhre wird der Schalter 16 geöffnet, wodurch die Spannung
am Verstärkerausgang 7 auf den Wert der Betriebsspannung
B ansteht. Die Diode 14 wird gesperrt, und die drei Kathoden der Farbbildröhre erhalten d.e
gleiche Spannung, die auch am Bruckcnpunkt 8 herrscht. Das aber ist auf Grund der Gle.chgcw.chsbedingung
für die Brücke diejenige Spannung, die dem Wert des Luminanzsignals für »Schwarz« entspricht.
Es kann also auf den be. der bekannten Schaltung an Stelle des Luminanzverstärkers I anschaltenden
Widerstand IS (F i g 2) verzichtet werden, wodurch sich auch der Schalter 16 verem-
Da die Diode 14 nur dann leitend ist, wenn sich der Pegel am Verstärkerausgang 7 im Bereich des
Bildinhalts bewegt, gelangt nut der Bildinhalt — ohne Austast- und Synchronimpulsc — an die Kathoden
der Farbbildröhre..
Claims (2)
1. Brückenschaltung zur Ansteuerung einer Dreistrahlfarbbildröhre, in deren Brückenzweigen
drei Widerstände (2,3, 4) und eine Luminanzverstärkerstufe (1) angeordnet sind, wobei die
zum Verstärkerausgang (7) führende Diagonal (7, 8) aus drei parallelgeschaltetcn Potentiometern
(11,12,13) gebildet ist, deren Schlcifer
mit den drei Kathoden der Farbbildröhre verbunden sind, und deren anderer Diagonale (5, 6)
die Betriebsspannung (B) zugeführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
Verstärkerausgang (7) und dem ihm zugcordne ten Verbindungspunkt (9) der drei Potentiometer
(11,12,13) eine derart gepolte Diode (14) eingefügt ist, daß sie bei gesperrtem Luminanzverstärker
(1) ebenfalls gesperrt ist.
2. Brückenschaltung nach Anspruch 1, da durch gekennzeichnet, daß die Diode (14) in der
gleichen Diagonale (7, 8), jedoch auf der dem Verstärkerausgang (7) abgewandten Seite der drei
Potentiometer (11,12,13), eingefügt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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