DE1762189C3 - Fernsehempfänger mit einer Bildwiedergaberöhre - Google Patents
Fernsehempfänger mit einer BildwiedergaberöhreInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fernsehempfänger mit einer Bildwiedergaberöhre, die mindestens eine
Strahlerzeugungsvorrichtung mit einer Kathode und einer Steuerelektrode enthält, der ein Steuersignal mit
einem Bezugspegel zugeführt wird, wobei mit der Kathode eine Strahlstrommeßvorrichtung und ein elektronischer
Schalter verbunden ist, dem ein Aus- und Einschaltsignal zugeführt wird, um ihn mit dem Ausschaltsignal
während des Auftretens des Bezugspegels in den nichtleitenden und während der übrigen Zeit mit dem
Einschaltsignal in den leitenden Zustand zu bringen, so daß während der Zeit, wo der elektronische Schalter
das Ausschaltsignal empfängt, der Strahlstrom durch die Strahlstrommeßvorrichtung gemessen werden
kann, während der Strahlstrom weiter mit Hilfe einer, einer Stabilisierungsvorrichtung zugeführten, aus dem
gemessenen Strahlstrom hergeleiteten Regelgröße stabilisierbar ist
Aus der US-PS 22 59 538 ist ein Fernsehempfänger der obengenannten Art bekannt, in dem als elektronischer
Schalter eine Röhre verwendet wird. Eine Stabilisierung eines Bezugspegels in dem durch das Steuersignal
erzeugten Strahlstrom ist eine sehr gute Methode, die ftussteuerung einer Strahlerzeugungsvorrichtüng
mit dem Bezugspegel im Steuersignal zu koppeln. Der Strahlstrom ist nämlich ein direktes Maß für die Intensität
des wiedergegebenen Bildes. Bei einer anderen bisher viel angewandten Methode, den Bezugspegel im
Steuersignal mit einem bestimmten Wert der Spannung zwischen der Kathode und der Steuerelektrode zu koppeln,
gibt nämlich diese Spannung eine Leuchtdichte im Bild, die beispielsweise von der Größe der Speisespannungen
der Bildröhre und von anderen gegebenenfalls variablen Faktoren abhängig ist. Obschon also theoretisch
die Strahlstromstabilisierung in einem Fernsehempfänger der eingangs erwähnten Art auf einem Bezugspegel
im Steuersignal gegenüber der in anderen Fernsehempfängertypen oft angewandten Spannungsstabilisierung bevorzugt werden muß, haftet in der Praxis
dieser Strahlstromstabilisierungsmethode ein Nachteil an. Es stellt sich nämlich heraus, daß bei Anwendung
der bekannten Stromstabilisierung, bei der als elektronischer Schalter eine Röhre verwendet wird, eir
schlechter Kontrast im Bild entsteht, besonders be plötzlichen Übergängen von großer nach kleinei
Leuchtdichte in Bildpartien mit großen Kontrasten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dies« nachteiligen Auswirkungen auf das wiedergegeben!
Bild zu vermeiden; dies wird dadurch erreicht, daß ge maß der Erfindung der elektronische Schalter ein wäh
rend des Auftretens des Einschaltsignals in beide: Stromflußrichtungen leitender Schalter ist, der unab
hängig von der Art des Steuersignals an der Steuer
elektrode der Bildwiedergaberöhre ist
Es hat sich herausgestellt, daß die Kontrastverringerung
im Bild beim Gebrauch eines derartigen zweiseitig leitenden Schalters nicht mehr auftritt Die Erklärung
dieser Erscheinung ist, daß infolge der Kapazität zwisehen
der Steuerelektrode und der Kathode der Bildwiedergaberöhre ein Obersprechen von Steuerspannungen
der Steuerelektrode in die Kathode auftritt Bei negativen Spammngssprüngen, wie diese bei scharfen
Umrissen, also steilen Helligkeitssprüngen, im Bild auftreten können, gelangen diese über die erwähnte Kapazität
auch zur Kathode und somit zum Schalter. Wird, wie es bisher üblich war, eine Röhre als Schalter verwendet,
deren Anode mit der Kathode der Bildröhre verbunden ist, so kann diese Röhre durch die übersprechendeii
negativen Spannungssprünge gesperrt werden. Die Röhre weist dann einen großen Widerstand
auf und es tritt eine sehr starke Gegenkopplung an der Kathode der Bildröhre auf. Die Zeichnung im Bild wird
dadurch verwischt und es treten Fahnen im Bild auf. Wird jedoch nach der Erfindung ein zweiseitig leitender
Schalter verwendet, so kann die Stromrichtung im Schalter beim Auftreten von negativen Spannungssprüngen an der Steuerelektrode umkehren und die
Sperrung des Schalters somit nicht auftreten. Das Bild bleibt dann scharf und kontrastreisch und es treten keine
Fahnen mehr auf, weil im Kathodenkreis der Bildröhre keine unerwünschte Gegenkopplung mehr auftritt
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näherbeschrieben.
Es zeigt
F i g-1 ein skizzenmäßiges Schaltbild eines Fernsehempfängers
nach der Erfindung mit einer Bildwiedergaberöhre vom Indextyp und mit einem elektronischen
Schalter vom 4-Diodentyp im Kathodenkreis der Bildwiedergaberöhre,
F i g. 2 ein vereinfachtes ebenfalls skizzenmäßiges Schaltbild eines Fernsehempfängers nach der Erfindung
mit einer Bildwiedergaberöhre vom Typ mit drei Elektronenstrahleirzeugungssystemen und mit elektronischen
Schaltern vom Transistortyp im Kathodenkreis jedes der Elektronenstrahlerzeugungssysteme.
In den Figuren sind deutlichkeitshalber eine Anzahl zum Verständnis der Erfindung nicht wichtige Einzelheiten
fortgelassen. In F i g. 1 hat ein Teil 1 einen Eingang 3 und eine Anzahl Ausgänge 5, 7 und 9. Ein über
den Eingang 3 empfangenes Farbfernsehsignal wird im Teil 1 HF-und ZF-mäßig verstärkt, einmal demoduliert
und in ein Leuchtdichtesignal Y, das an einem Ausgang 5, ein Chrominanzsignal Chr, das an einem Ausgang 7,
und ein Synchronsignal 5, das an einem Ausgang 9 des Teils 1 zur Verfügung kommt, zerlegt. Die Ausgänge 5
und 7 sind mit den Eingängen 11 und 13 eines Wandlers
15 verbunden. In dem Wandler 15 werden die Signale Vund Chr für die Wiedergabe auf einer im Bildwiedergabeteil
18 befindlichen Bildröhre 17 vom Indextyp geeignet gemacht
Von der Indexröhre 17 wird dazu mit Hilfe eines Photoelektronenvervielfachers 19 in Indexsignal / erhalten,
das über einen Eingang 21 ebenfalls dem Wandler 15 zugeführt wird. Der Wandler 15 hat einen Ausgang
23, an dem ein Schreibsignal W von dem für die Wiedergabe auf der Indexröhre 17 geeigneten Typ zur
Verfügung steht Das Schreibsignal IVenthält einen auf bekannte Weise durch das Chrominanzsignal modulierten
Träger. Dieser Träger ist frequenzmäßig mit der Srhrpihneschwindiekeit des Elektronenstrahles in der
Bildröhre 17 gekoppelt Dies erfolgt mit Hilfe des Indexsignals /. Das Schreibsignal W enthält ein dem Träger
übe/lagertes, aus dem Leuchtdichtesignal Y und
dem Chrominanzsignal Chr hergeleitetes angepaßtes Leuchtdichtesignal, das sogenannte monochrome HeI-Hgkeitssignal.
Das Schreibsignal W wird über einen Kondensator 25 dem Steuergitter 26 einer Verstärkerröhre
27 zugeführt Der Anode der Röhre 27, die über einen Widerstand 29 an eine positive Speisespannung
gelegt ist, wird das in der Röhre 27 verstärkte Signal W entnommen und der Steuerelektrode 31 der Bildröhre
17 zugeführt Die Kathode der Röhre 27 wird über einen Spannungsteiler mit einem Widerstand 33 und
einer Zener-Diode 35 mit einer sehr konstanten Spannung versehen. Die Indexröhre 17 enthält weiter eine
Kathode 36, die zusammen mit der Steuerelektrode 31 einen Teil einer Strahlerzeugungsvorrichtung, kurz
Elektronenspritze genannt, bildet. Durch dieses Elektronenstrahlerzeugungssystem
wird der Strahlstrom in der Bildröhre intensitätsmäßig gesteuert abhängig vom Spannungsunterschied zwischen der Kathode 36 und
der Steuerelektrode 31. Während der Zeit, wo auf dem Wiedergabeschirm der Bildröhre 17 eine Bildzeile geschrieben
wird, darf der Strahlstrom durchschnittlich über einige aufeinanderfolgende Perioden des Trägers
im Schreibsignal W niemals null werden. Das Indexsignal / könnte dann nämlich wegfallen, was durch die
Art des Wandlers 15 ergeben würde, daß während des Restes jeder Bildzeile meistens keine gute Farbwiedergabe
mehr auftreten kann. Um zu verhindern, daß der Strahlstrom einen bestimmten Mindestwert unterschreitet,
wird er gemessen und stabilisiert Die Messung des Strahlstromes erfolgt während des Auftretens
eines periodisch wiederkehrenden Bezugspegels R im angepaßten, im Schreibsignal W vorhandenen Leuchtdichtesignal.
Dazu befindet sich im Kathodenkreis der Bildröhre 17 ein Widerstand 37 und ein Schalter 39, der
nach der Erfindung vom zweiseitig leitenden Typ ist. Der Widerstand 37 ist mit seinem anderen Ende an
eine positive Speisespannung gelegt, die etwas höher ist als die positive Speisespannung der Röhre 27. Der
Schalter 39 wird durch den Ausgängen 41 und 43 einer Zeitbasiserzeugungsvorrichtung 45 entnommene, den
Eingängen 47 und 49 jenes Schalters 39 zugeführte Schaltsignale gesteuert. Die Zeitbasiserzeugungsvorrichtung
45 empfängt über einen mit dem Ausgang 9 des Teils 1 verbundenen Ausgang 51 die Synchronsignale
5 und liefert weiter unter anderem über die Ausgänge 53 und 55 dem Bildwiedergabeteil 18 Ablenkströme.
Der Schalter 39 enthält vier Dioden, 57, 59, 61, 63. Durch ein über die Eingänge 47 und 49 zugeführtes
Einschaltsignal werden die Dioden 57, 59, 61 und 63 leitend und der Strahlstrom der Bildröhre wird durch
diese Dioden geführt. Dies erfolgt während des Auftretens des wiederzugebenden Teils des Schreibsignals W.
Das Schreibsignal W enthält, wie obenstehend bereits erwähnt, auch ein Bezugssignal R mit einem konstanten
Pegel im Schreibsignal W. Während des Auftretens dieses
Bezugssignals R wird den Eingängen 47 und 49 des Schalters 39 ein Ausschaltsignal zugeführt. Die Dioden
57, 59, 61, 63 werden dann gesperrt und der in die Kathode 35 der Bildröhre 17 gelangende Strahlstrom wird
über den Widerstand 37 geführt und erzeugt daran eine Spannung. Während des Auftretens des Einschaltsignals
entsteht am Widerstand 37 keine Spannung. Der Schalter 39 ist dazu nach der Erfindung vom zweiseitig
leitenden Typ. Das heißt, daß bei jeder Richtung des Kathodenstromes der Bildröhre 17 der Schalter 39 lei-
tend bleibt. Obschon der Kathodenstrom infoige des Strahlstromes immer nur eine Richtung aufweisen
kann, weil der Strahlstrom nicht negativ werden kann,
stellt es sich heraus, daß im Kathodenstrom eine Komponente auftritt, die eine andere Richtung aufweisen
kann. Es stellte sich heraus, daß diese Komponente durch Ladeströme der Kapazität zwischen dem Steuergitter
31 und der Kathode 36 verursacht wird. Der Kathodenstrom kann dadurch während des Auftretens der
steilen negativen Spannungssprünge an der Steuerelektrode 31 seine Richtung umkehren. Der Schalter 39 ist
vom zweiseitig leitenden Typ und ist auch bei Umkehrung der Kathodenstromrichtung nach wie vor leitend.
Der umgekehrte Kathodenstrom kann also am Widerstand 37 keine Gegenkoppelspannung erzeugen und
das durch die Bildröhre 17 wiedergegebene Bild bleibt kontrastreich und weist keine Fahnen auf. Am Widerstand
37 entsteht nur während des Auftretens des Ausschaltsignals eine Spannung. Bei richtig gewähltem
Zeitpunkt für das Ausschaltsignal ist die Spannung am Widerstand 37 ein Maß für den durch das Bezugssignal
R verursachten Strahlstrom. Die Spannung am Widerstand 37 wird über einen Kondensator 65 einem Verstärker
67 zugeführt und gelangt verstärkt an einen Kondensator 69. Der Kondensator 69 bildet mit einer
Diode 71 eine Schaltung, welche die Gleichstromkomponente wiederherstellt (einfache Schwarzwerthaltung).
Das Signal mit der wiederhergestellten Gleichstromkomponente wird durch eine Gleichrichterschaltung
mit einer Diode 73, einem Widerstand 75 und einem Kondensator 77, gleichgerichtet und über einen
Klemmenschalter 79 dem Steuergitter 26 der Röhre 27 zugeführt. Die Röhre 27 ist als ein Differenzverstärker
wirksam für die über den Klemmschalter 79 zugeführte Gleichspannung, die mit der konstanten Kathodenspannung
der Röhre 27 verglichen wird. Der Klemmschalter 79 wird durch von den Ausgängen 81, 83 der
Zeitbasiserzeugungsvorrichtung 45 herrührende Signale gesteuert. Jede Schwankung des während des Auftretens
des Bezugspegels gemessenen mittleren Strahlstromes der Bildröhre 17 wird dadurch vermieden. Dadurch
wird der Bezugspegel genauestens an einen bestimmten stabilisierten Strahlstromwert gekoppelt.
Durch die richtige Wahl des dem Bezugspegel entsprechenden Wertes des Strahlstromes läßt sich erreichen,
daß der Strahlstrom der Indexröhre 17 nicht gesperrt werden kann, was, wie obenstehend ausgeführt, für die
gute Wirkung dieser Röhre wesentlich ist. Als Bezugs- pegei R innerhalb des Schreibsignals W kann der minimale Pegel in diesem Signal oder ein anderer, gegebenenfalls künstlich in das Signal eingebrachter Pegel
dienen. - - . , -. -
Obschon in diesem Beispiel ein Farbfernsehempfänger mit einer_Büdröhre mit nur einem Elektronenstrahlerzeugungssystem. beschrieben wurde, dürfte es
einleuchten, daß auch in einem Schwarzweiß-Fernsehempfänger mit einer Bildröhre mit nur einem Elektronenstrahlerzeugungssystem die erfindungsgemäße
Schaltung ohne weiteres verwendbar ist
Es ist weiter möglich, statt Spannungsverstärkung
mit Hilfe des Verstärkers 67, wie in diesem Beispiel beschrieben wurde, Stromverstärkung anzuwenden.
In F i g. 2 empfängt ein Teil 101 über einen Eingang
103 ein Farbfernsehsignal Das empfangene Signal wird im Teil 101 HF- und ZF-mäBig verstärkt, einmal demoduliert und in ein Leuchtdichtesignal Y, ein Chrominanzsignal Chrund ein Synchronsignal S zerlegt Diese
Signale Y, Chr und S treten an Ausgängen 105, 107 bzw. 109 des Teiles 101 auf. Das am Ausgang 105 auftretende
Leuchtdichtesignal Y wird über einen Verstärker 111 einem Eingang 113 einer Matrixschaltung 115
zugeführt. Das am Ausgang 107 entstehende Chrominanzsignal Chr wird durch eine Verstärker- und Demodulatorschaltung
117 in Farbdifferenzsignale zerlegt, die den Eingängen 119 und 121 der Matrixschaltung
115 zugeführt werden. Die Matrixschaltung 115 hat drei Ausgänge 123, 125 und 127, an denen aus dem
ίο Leuchtdichtesignal und den Farbdifferenzsignalen zusammengestellte
Farbsignale R, G und B erzeugt werden. Jedes dieser Farbsignale wird einer Verstärkerund
Stabilisierungsschaltung 129, 131 bzw. 133 zugeführt. Diese Schaltungen haben Ausgänge 135,137 und
139, die mit je einer Steuerelektrode 145, 143 bzw. 141 einer Bildröhre 147 mit drei Elektronenstrahlerzeugungssystemen
verbunden sind, welche Röhre sich in einem Bildwiedergabeteil 149 befindet. Die Bildröhre
147 hat drei Kathoden 151,153 und 155, die mit je einer
Strahlstrommeßvorrichtung 157, 159 bzw. 161 verbunden sind.
Von diesen Strahlstrommeßvorriehtungen 157, 159 und 161 sind Ausgänge 163, 165 bzw. 167 mit den Eingängen
168, 170 bzw. 172 der Verstärker- und Stabilisierungsschaltungen 133, 131 bzw. 129 verbunden. An
den Ausgängen 163, 165 und 167 entsteht eine Regelspannung,
die ein Maß ist für den Strahlstrom der betreffenden Kathode der Bildröhre während des Auftretens
eines Bezugspegels in den Signalen R, C und B.
Die Strahlstrommeßvorrichtungen 157, 159 und 161
enthalten je einen Eingang 169, 171 und 173, dem ein Schaltsignal zugeführt wird. Dieses Schaltsignal rührt
von einem Ausgang 175 einer Zeitbasiserzeugungsvorrichtung 177 her. Die Zeitbasiserzeugungsvorrichtung
3S 177 bekommt über einen Eingang 179 Synchronsignale
S aus dem Ausgang 109 des Teils 101 zugeführt Die Zeitbasiserzeugungsvorrichiung 177 liefert weiter über
die Ausgänge 181 und 183 dem Bildwiedergabeteil 149 Zeitbasisströme zur Ablenkung des Elektronenstrahls
der Bildröhre 147.
Die Wirkungsweise einer Strahlstrommeßvorrichtung 161 und einer mit dieser zusammenarbeitenden
Stabilisierungsvorrichtung 129 wird nun beschrieben. Im Kathodenkreis der Kathode 155 der Bildröhre
147 befindet sich ein Schalter 185. Dieser Schalter wird durch einen Transistor 187 gebildet, dessen Basis über
einen Widerstand 189 ein Schaltsignal zugeführt bekommt Während des Auftretens eines Bezugspegels ir
dem der Steuerelektrode 145 der Bildröhre 147 zuge:
führten Farbsignal wird der Transistor 187 durch da;
Schaltsignal an seiner Basis gesperrt und der Strahl strom wird der Basis eines zweiten Transistors 191 zu
geführt An dem Kollektor dieses Transistors entsteh dadurch an einem "Widerstand 193 eine Spannung, di<
ein Maß für den Strahlstrom ist Während der übrigei Zeit empfängt der Transistor 187 an seiner Basis ein«
derartige Spannung, Einschaltsignal genannt, daß e nach der Erfindung unabhängig von der Art des Steuer
Signals an der Steuerelektrode 145 leitend bleibt Di'
Spannung des Kollektors dieses Transistors ist daiu
der Spannung des Emitters praktisch gleich, und in di
Basis des zweiten Transistors 191 wird praktisch kei Strom fließen. Am Kollektorwiderstand 193 des zwei
ten Transistors 191 entsteht somit eine Wechselspar
nung, die mit Hilfe einer GleichrichterschaJtung m
einem Kondensator 195, einer Diode 197 und einer Widerstand 199 in eine am Ausgang 167 auftretend
Gleichspannung umgewandelt wird Der Schalttrans
\ΰ
stör 187 ist ein im leitenden Zustand zweiseitig lertender
Schalter. Sein B&sisstirom wird dazu durch das Einschaltsignat
groß genug gehalten. Unabhängig von der
Polarität der Spannung zwischen dem Kollektor und
dem Emitter bleibt dian» der Transistor 187 leitend. Abhängig
von der genaaarateni Polarität kann der Strom in
der entsprechendem Richtung durch den Transistor fließen. Dies ist notwendig, weil» wie bereits im vorigen
Beispiel beschrieben wmrde; über die Kapazität zwischen
der Steuerelektrode 145 und der Kathode 155 negative Spannungsspriimge an dieser Kathode auftreten
können, die dem Schalter 185 nicht sperren dürfen. Die am Ausgang 167 erhaltene Gleichspannung wird
dem Eingang 172 der Verstärker- und Stabilisierungsstufe 129 zugeführt Diese Stufe enthält eine Verstärkerröhre
20t deren· Stetiergitter das rote Farbsignal
zur Verstärkung angeboten wird. Dieses Steuergitter empfängt zugleich üfoeir einen Widerstand 203 die dem
Eingang 172 zugefitete Gleichspannung. In den Anodenkreis
der Röhre TSA ist ein Widerstand 205 aufgenommen,
an dem die an das Steuergitter angelegten Spannungsschwankfflngem verstärkt erscheinen. Dadurch,
daß die Anadie dier Röfere 201 unmittelbar an die
Steuerelektrode t4S der Bi&köhre 147 gelegt ist, beeinflußt
die dem Steiaergttter der Röhre 201 zugefShrte.
von der StromicteSvOCTiciitung 181 herrührende
Gleichspannung den Stntfelsirom derart, daß jede Abweichung im StraiMistroin, die gegenüber einen gewünschten
eingesteffitem Wen während des Besrogspegels
im Steuersignal an der Anode der Röhre 20t auftritt,
vermieden wird. Eiae Zunahme des Strahlstromes ergibt nämlich eine ZiMtaiiiine der Gleichspannung am
Steuergitter der Röhre 201, wodurch der Anodenstrom zunimmt und sich die Anodenspannung verringert. Die
Spannung an der Steuerelektrode nimmt dann auch ab und die Strahlstromabnahme wird somit weitgehend
ausgeglichen. Mit jedem Elektronenstrahlerzeugungssystem der Bildröhre 167 des Farbfernsehempfängers
ist eine Meß- und Stabilisierungsvorrichtung verbunden. Dadurch kann unter allen Umständen eine ausgezeichnete
Farbbalance in dem durch die Bildröhre 147
ίο wiedergegebenen Bild eingehalten werden, auch bei
sehr geringer Leuchtdichte des Bildes. Dies wäre mit Hilfe der üblichen Farbschaltungen, bei denen der Bezugspegel
an eine bestimmte Spannung an der Steuerelektrode der Bildröhre gekoppelt wäre, nicht möglich.
Eine derartige an den Bezugspegel gekoppelte bestimmte Spannung zwischen der Steuerelektrode und
einer zugehörenden Kathode der Bildröhre ergibt nämlich nicht unter allen Umständen denselben Strahlstrom.
Mit der in diesem Ausfühningsbeispiel beschriebenen Schaltung wird bei einem Bezugspegel im
Steuersignal immer derselbe Strahlstrom erhalten. Es können dann sogar große Schwankungen in den Speisespannungen
der Bildröhre 147 zugelassen werden ohne daß diese den Farbbelaub beeinflussen.
2s Obschon in den beschriebenen Ausführungsbeispie
len die von dem gemessenen Strahlstrom hergeleitet« Regelspannung der Wehneltelektrode der Bildwieder
gaberöhre zugeführt wird, ist es auch möglich, die Spei sespannung einer anderen Elektrode der Bildröhre, wii
beispielsweise der Kathode oder des Schirmgitters, zu Stabilisierung des Strahlstromes zu beeinflussen.
Hierzu: 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Fernsehempfänger mit einer Bildwiedergaberöhre, die mindestens ein Elektronenstrahlerzeugungssystem
mit einer Kathode und einer Steuerelektrode enthält, der ein Steuersignal mit einem
Bezugspegel zugeführt wird, wobei mit der Kathode eine Strahlstrommeßvorrichtung und ein elektronischer
Schalter verbunden ist, dem ein Aus- und Einschaltsignal zugeführt wird, um ihn mit dem Ausschaksignal
während des Auftretens des Bezugspegels in den nichtleitenden und während der übrigen
Zeit mit dem Einschaltsignal in den leitenden Zustand zu bringen, so daß während der Zeit, wo der
elektronische Schalter das Ausschaltsignal empfängt, der Strahlstrom durch die Strahlstrommeßvorrichtung
gemessen werden kann, während der Strahlstrom weiter mit Hilfe einer einer Stabilisierungsvorrichtung
zugeführten, aus dem gemessenen Strahlstrom hergeleiteten Regelgröße stabilisiert
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronische Schalter (39, 16t) ein während des
Auftretens des Einschaltsignals in beiden Stromflußrichtungen leitender Schalter ist, der unabhängig
von der Art des Steuersignals an der Steuerelektrode der Bildwiedergaberöhre ist.
2. Fernsehempfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronische Schalter (39)
eine Parallelschaltung zweier Reihenzweige (57,59; 61, 63) ist, in der jeder Reihenzweig zwei in Reihe
geschaltete mit ihren gleichartigen Elektroden miteinander verbundene Dioden enthält und wobei die
an die Kathode der Bildröhre angeschlossenen Elektroden der Dioden (57,51) jedes Reihenzweiges
ungleichartige Elektroden sind, wobei das Schaltsignal den Verbindungspunkten der Dioden in den
Reihenzweigen zugeführt wird, und eine derartige Amplitude hat, daß der Schalter während des Auftretens
des Einschaltsignals unabhängig von der Art des Steuersignals leitend bleibt.
3. Fernsehempfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronische Schalter ein
Transistor (187) ist, dessen Basis das Schaltsignal zugeführt wird, und mit dessen anderer Elektrode
die Kathode (155) der Bildröhre (147) verbunden ist, während das Schaltsignal mit einer derartigen Amplitude
der Basis zugeführt wird, daß der Transistor unabhängig von der Art des Steuersignals durch das
Einschaltsignal gesättigt wird.
4. Fernsehempfänger nach Anspruch 3 zur Wiedergabe von Farbfernsehsignalen mit einer
Bildwiedergaberöhre mit drei Elektronenstrahlerzeugungssystemen. dadurch gekennzeichnet, daß in
den Kathodenkreis jedes der Elektrodenstrahlerzeugungssysteme (151, 153, 155) ein zweiseitig leitender
elektronischer Schalter aufgenommen ist und mit jedem der Elektronenstrahlerzeugungssysteme
eine Strahlstrommeß- und Stabilisierungsvorrichtung (157,159,161) verbunden ist.
5. Fernsehempfänger nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem ein wiederzugebendes Signal
über ein Verstärkerglied der Steuerelektrode eines ElektronenstraMerzeugungssystems zugeführt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß dem Eingang <>5 des erwähnten Verstärkergliedes zugleich eine aus
der Größe des gemessenen Strahlstromes hergeleitete Gleichspannung z.igefrhrt wird, wozu das er
wähnte Verstärkerglied zugleich als Verstärker geschaltet ist
6. Fernsehempänger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das erwähnte Verstärkerglied
als Differentialverstärker geschaltet ist, wobei dem
Verstärkerglied die aus der Größe des gemessenen Strahlstromes hergeleitete Gleichspannung einer
Steuerelektrode und eine mit Hilfe einer Zener-Diode erhaltene konstante Gleichspannung einer
anderen Steuerelektrode des Verstärkergliedes zugeführt wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL6708375.A NL158343B (nl) | 1967-06-16 | 1967-06-16 | Televisieontvanger met een beeldweergeefbuis en een aan een kathode van deze buis verbonden bundelstroommeetinrichting. |
| NL6708375 | 1967-06-16 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1762189A1 DE1762189A1 (de) | 1970-08-13 |
| DE1762189B2 DE1762189B2 (de) | 1976-06-16 |
| DE1762189C3 true DE1762189C3 (de) | 1977-02-03 |
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