DE1760025C3 - Schloß für Jacquard-Flachstrickmaschinen mit Umhänge-Einrichtung - Google Patents
Schloß für Jacquard-Flachstrickmaschinen mit Umhänge-EinrichtungInfo
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- D04B—KNITTING
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schloß für Jacquard-Flachstrickmaschinen
mit Umhängeeinrichtung, mit Nadel-, Haupt- und Hilfsstößerschloßbahnen, bei welcher in
jeder einem Nadelstrickschloßsystem zugeordneteir Hauptstößer-Schloßteilgruppe Heber zum Anheben der
Hauptstößer in die Strickstellung und diesen in Laufrichtung des Schlosses nachgeordnet Heber zum
Anheben der Hauptstößer in Fangstellung angeordnet sind und in der Hilfsstößerschloßbahn Heber zum
Anheben der Hauptstößer über die Hilfsstößer in die der Strick- bzw. Fangstellung entsprechende Hauptstößerschloßbahn
vorgesehen sind.
Bei einem bekannten Schloß dieser Art (DE-AS 81 852) ist die Umhängeeinrichtung im Nadelstrickschloß
vorgesehen. Die Anordnung dieser Umhängeeinrichtung im Nadelstrickschloß bedingt, daß im Nadelstrickschloß
Nadelheber fehlen. Der für die Maschenbildung erforderliche Nadelhub kann somit ausschließlich
über die Stößer bewirkt werden. Da jedoch die Stößer nur über die Jacquardkarten in Eingriff mit den
Schloßteilen gebracht werden können, ist es mit dem bekannten Schloß nicht möglich, ohne Jacquard-Einrichtung
mit sämtlichen Nadeln zu stricken oder Fang zu arbeiten. Auch kann die Maschine ohne aufgelegte
Jacquardkarten nicht in Betrieb genommen werden.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß an jedem Ende des Schlosses einige
Schloßkanäle zur Steuerung der übergebenden und der übernehmenden Nadeln aufweisende Umhängeeinrichtung
vorgesehen ist und daß jedes NadeistrickschloQ als
Fang-Schlauchschloß ausgebildet ist. Weil die Umhängevorrichtung getrennt vom Nadelstrickschloß angeordnet
ist, können im Nadelstrickschloß aus Schlauch- und Fangschloßteilen bestehende Nadelheber vorgesehen
werden. Diese ermöglichen ohne Betätigung der Jacquard-Einrichtung den Betrieb der Maschine, Ferner
ist bei der Herstellung von Strickstücken die nur in einzelnen Längenbereichen gemustert sind eine Ersparnis
erzielbar, denn das Stricken der ungemusterten Bereiche kann ohne Betätigung der Jacquard-Einrichtung
ausschließlich durch die Schaltkarten gesteuert werden.
Durch die Maßnahme nach Anspruch 2, daß an beiden Enden der beiden, den beiden Nadelbetten zugeordneten
Schloßhälften eine sowohl ein Kanal zur Steuerung der übergebenden als auch ein Kanal zur Steuerung der
übernehmenden Nadeln aufweisende Umhängeeinrichtung vorgesehen ist, ist ein Umhängen in beiden
Richtungen möglich. Dies ist bei dem eingangs genannten Schloß ausgeschlossen, weil Umhängeschioßteiie
für beide Richtungen innerhalb des Nadelstrickschlosses aus Platzgründen nicht untergebracht
werden können.
Ferner erlaubt der schaltbare Heber nach Anspruch 3 zum Anheben der übernehmenden Nadeln mittels der
Hauptstößer in die Übernahmestellung das wahlweise Umhängen ohne oder mit Auswahl der übernehmenden
Nadeln durch die Jacquard-Einrichtung.
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnungen beschrieben. In dieser
zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf das Schloß des vorderen Nadelbettes in einer seither üblichen Ausführung eines
Schlosses für Jacquard-Flachstrickmaschinen,
Fig.2 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes
Schloß,
F i g. 3 eine Draufsicht auf ein Schloß gemäß F i g. 2, in
der die Wege der Nadeln, Hauptstößer und Hilfsstößer beim Durchlaufen des Schlosses beivJcr Herstellung von
drei verschiedenen Maschinenbindungsarten dargestellt sind und
Fig.4 eine Draufsicht entsprechend der Fig.3 bei
einer anderen Einstellung der Schloßteile.
Wie aus F i g. 1 und 2 ersichtlich, sind an der Schloßplatte des Nadelschloss Na Strickschloßteile 1
bis 7, 9 und 10 angebracht, von denen die in Fig.2 schraffiert gezeichneten Schloßteile 2 und 3 durch in der
Zeichnung nicht dargestellte Schloßschieber heb- und
so senkbar sind und damit in oder außer Tätigkeit kommen. An der Schloßplatte des Naclelschlosses Na sind ferner
Schloßteile 13,14 bzw. 13', 14' für die Maschenübernahn.e
und Maschenübergabe angebracht. Die Schloßplatte des Hauptstößerschlosses Ha ist mit weiteren Maschenübergabeteilen
15, 15' ausgestattet. Während bei der herkömmlichen Ausführung (F i g. 1) auf der linken Seite
des Nadelschlosses Na Schloßteile 13, 14, die nur zur Maschenübernahme und auf der rechten Seite Schloßteile
13', 14', die nur zur Maschenübergabe dienen,
eo angebracht sind, sind bei dem erfindungsgemäßen Schloß auf beiden Seiten des Strickschlosses gleichgestaltete
bzw. spiegelgleiche drei Schloßteile 112, 113, 114 angeordnet, derart, daß zwischen den Schloßteilen
112 und 113 ein Schloßkanal 25 entsteht, der bei entsprechender Schloßeinstellung als Maschen-Übernahmekanal
wirksam wird, während der von den Schloßteilen 113, 114 gebildete Schloßkanal 26 als
Maschen-Übergabekanal dient.
Ferner sind dem Hauptstößerschloß Ha (Fig.2) auf
jeder Eingangsseite der Schloßteile 41', 41,43,44 für die
Maschen- und Henkelbildung noch weitere SchloBteilc 45, 46, 47 für die Auswahl der übergebenden und
übernehmenden Nadeln zugeordnet. Die Schloßteile 41 und 41' des Hauptstößerschlosses Ha enrsögüchen ein
nachträgliches weiteres Auswählen der Nadeln 30 durch die Haupistößer 3i.
Schließlich sind dem Hilfsstößerschloß Hi, d. h. den Schloßteilen 18 bis 21 auf beiden Seiten noch
Stößerhebtrf 22 \ιηά -senker 23,24, die gleichzeitig auch
als Einlaufteile wirksam werden, zugeordnet Dadurch wird eine zusätzliche Auswahl der Hauptstößer 31
(Fig.3) über die Hilfsstößer 32 schon vor dem
vorlaufenden Strickschloß ermöglicht, und die gleiche is
Aufgabe wird durch eine Unterteilung des mittleren Austriebsteiles des Hilfsstößerschlosses Hi in mehrere
Schloßteile 20, 20', 20" für das nachlaufende Strickschloß erfüllt
Die Wirkungsweise des beschriebenen Schlosses ist aus der Fig.3 ersichtlich, das dieses bei einem
Schlittenzug in Pfeürichtung von rechts nach links zeigt Die schraffiert dargestellten Schloßteile sollen in die
Schloßplatte versenkt sein und keine Wirkung atf die Nadel- bzw. Stößerfüße ausüben können. Die Nadeln 30
werden zwischen den Schloßteilen 10 und 114 in das Schloß eingeführt und durch das Schloßteil 112 bis in die
Übernahmestellung ausgetrieben. Diejenigen Nadeln 30, denen von den Nadeln bzw. dem Schloß des
gegenüberliegenden Nadelbettes eine Masche angeboten wird, übernehmen an der höchsten Stelle des
Schloßteiles 112 eine Masche, worauf sämtliche Nadeln 30 von dem Schloßteil 6 wieder in die Grundstellung
zurückgebracht werden. Die Hauptstößer 3?. sollen durch die Jacquardkarte (in der Zeichnung nicht
dargestellt) so verteilt worden sein, daß jeweils der zweite Hauptstößer 31 in Arbeitsstellung, also in die
Stellung des dargestellten Hauptstößers 3Γ kommt
Die Hilfsstößer 32 sollen durch die Jacquardkarten in der Weise verteilt worden sein, daß auf drei Hilfsstößer
32 in Grundstellung, ein Hilfsstößer 32' in Arbeitsstellung darauf einer in Grundstellung und wieder einer in
Arbeitsstellung folgt, worauf sich diese Verteiliingsart
wiederholt. Da in dem Nadelschloß Na die Nadelheber nämlich die Schloßteile 2, 3 und in dem Hauptstößerschloß
Ha die Schloßteile 46, 45 außer Tätigkeit sind, wird in dem voranlaufenden Schloßsystern nur denjenigen
Nadein JO' die für die Maschenbildung erforderliche
Verschubbewegung flberawac't die nbcr ihre zngfihöngjn
und von der |acquarcJkirtc au??c-,viiiiiicn Hillsstö-Oe."
32' und die entsprechenden Hauptstößer 31' bis i.i
die v, eitcäte Austriebsstellung gelangen. Es werden also
die singewählten Hilfsstößer 32' durch den Stößerheber
22 des Hilfsstößerschlosses Hi vorgetrieben, treffen auf
ihre zugehörigen Hauptstößer 31' und bringen diese irden Bereich des Schloßteiles 41 des Hauptstößerschlosses
Ha, das in Zusammenwirkung mit dem Schloßteil 43 des Hauptstößerschiüsses Ha die Hauptstößer 3Γ und
mit diesen auch die zugehörigen Nadein 30' bis in Maschenbildungsstellung vor bzw. wieder zurückbringt
Die ausgewählten Hauptstößer31' werden dagegen erst durch das Schloßteil 41' des Hauptstößerschlosses Ha
und nur so weit ausgetrieben, daß ihre zugehörigen Nadeln 30" bis in Fangstellung gelangen und somit nur
Henkel bilden. Schließlich bleiben diejenigen Nadeln 30'", die weder durch einen Hauptstößer 31 noch unter
Vermittlung eines Hilfsstößers 32 verschoben werden,
in der Ausgangsstellung, in die sie wie c'.;t;n beschrieben
durch einen N'adeisenker 6 gebracht wurden, liegen und
bilden überhaupt keine Masche. In dem nachfolgenden Schloßsystem wiederholt sich der beschriebene Vorgang
in sinngemäßer Weise, wobei wiederum über die ausgewählten Hilfsstößer 32 Maschen und über die
ausgewählten Hauptstößer 31 Henkel gebildet werden und die unbeeinflußten Nadeln 30 aussetzen, wodurch
an diesen Stellen der Faden den zuvor gebildeten Maschen hinterlegt wird.
Die F i g. 4 zeigt das Schloß des vorderen Nadelbettes ebenfalls bei einem Schlittenzug in Pfeürichtung von
rechts nach links, jedoch bei einer gegenüber der F i g. 3 veränderten Einstellung der Schloßteile des nachlaufenden
Hauptstößerschlosses Ha. Aus dieser Darstellung geht hervor, daß in dem voranlaufenden Schloßsystem,
wie oben zu F i g. 3 beschrieben, unter Vermittlung der ausgewählten Hilfsstößer 32' Maschen und durch die
ausgewählten Hauptstößer 3Γ Henkel gebildet werfen.
In dem nachlaufenden Schloßsystem werden dagegen alle durch ausgewählte Hilfsstößer 32' und/oder
HaupUtößer 31' beeinflußten Nadeln 30 zur Maschenbildung
gebracht, während in beiden Schloßsystemen, die weder durch Hilfsstößer 32 noch durch Hauptstößer
31 beeinflußten Nadeln 30 in Grundstellung verbleiben und demzufolge in beiden Schloßsystemen hinterlegen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Schloß für Jacquard-Flachstrickmaschinen mit Umhängeeinrichtuug mit Nadel-, Haupt- und HilfsstößerschloQbahnen,
bei welcher in jeder einem Nadelstrickschloßsystem zugeordneten Hauptstößerschloßteilgruppe
Heber zum Anheben der Hauptstößer in die Strickstellung und diesen in
Laufrichtung des Schlosses nachgeordnet Heber zum Anheben der Hauptstößer in Fangstellung
angeordnet sind und in der Hilfsstößerschloßbahn Heber zum Anheben der Hauptstößer über die
Hilfsstößer in die der Strick- bzw. Fangstellung entsprechende Hauptstößerschloßbahn vorgesehen
sind, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Ende des Schlosses eine Schloßkanäle (25,26)
zur Steuerung der übergebenden und der übernehmenden Nadeln (30) aufweisende Umhängeeinrichtung
vorgesehen ist und daß jedes Nadelstrickschloß als Fang-Scblauchschloß ausgebildet ist.
2. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Enden der beiden den beiden
Nadelbetten zugeordneten Schloßhälften eine sowohl einen Kanal (26) zur Steuerung der übergebenden
als auch einen Kanal (25) zur Steuerung der übernehmenden Nadeln (30) anweisende Umhängeeinrichlung
vorgesehen ist
3. Schloß nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß der Nadelheber (112) zum Anheben der
übernehmenden Nadeln (30) ausschaltbar ist und daß im Hauptstouerschloß (Ha) ein schaltbarer Heber
(45) zum Anheben der übv nehmenden Nadeln mittels der Hauptstößer (31) in die Obernahmestellung
vorgesehen ist
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|---|---|---|---|
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