DE1760056B2 - Verfahren und vorrichtung zum zufuehren von fasermaterial zu einer anzahl von karden - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum zufuehren von fasermaterial zu einer anzahl von kardenInfo
- Publication number
- DE1760056B2 DE1760056B2 DE19681760056 DE1760056A DE1760056B2 DE 1760056 B2 DE1760056 B2 DE 1760056B2 DE 19681760056 DE19681760056 DE 19681760056 DE 1760056 A DE1760056 A DE 1760056A DE 1760056 B2 DE1760056 B2 DE 1760056B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- vibrating
- shafts
- shaft
- fiber material
- individual
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 239000002657 fibrous material Substances 0.000 title claims description 22
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 7
- 239000000835 fiber Substances 0.000 claims description 15
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 claims description 15
- 238000009960 carding Methods 0.000 description 4
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 3
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 2
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 2
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 230000003534 oscillatory effect Effects 0.000 description 1
- 229920003023 plastic Polymers 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
- D01G23/00—Feeding fibres to machines; Conveying fibres between machines
- D01G23/02—Hoppers; Delivery shoots
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zuführen ι Fasermaterial zu einer Anzahl von Karden, von
denen jede mit einsm Rüttelschacht ausgerüstet ist, der
eine bewegliche Rüttelplatte enthält, die zur Unterstützung des Faservorschubs in dem Rüttelschacht hin- und
herbewegt wird, wobei das Fasermaterial zu den einzelnen Rütteischächten in einem Luftstrom transportiert
wird. Außerdem betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
Beispielsweise aus der FR-PS 14 35 978 ist es bekannt eine Anzahl Karden nebeneinander anzuordnen, jede
der Karden mit einem Rüttelschacht auszurüsten und den einzelnen Rüttelschächten Fasermaterial in einem
Luftstrom zuzuführen, der einen Kanal durchströmt, an
den die einzelnen Rüttelschächte eingangsseitig angeschlossen sind. Das Fasermaterial wird jeweils mittels
einer an eine Unterdruckquelle angeschlossene Siebtrommel und einem dieser zugeordneten rotierenden
Abstreifer aus dem Kanal in die einzelnen Rüttelschächte eingebracht, in denen es durch eine hin- und
herbewegbare Rüttelplatte verdichtet und auf die Karde zu vorgeschoben wird, /ede Rüttelplatte besteht dabei
aus einer Anzahl nebeneinanderliegender, jeweils durch einen eigenen Nocken angetriebener Leisten, doch ist es
auch, etwa aus der US-PS 30 62 393 bzw. der DT-PS 11 35 346 bekannt, Rüttelschächte mit einstückiger
Rüttelplatte zu verwenden, wobei die Rüttelplatte durch einen Kurbel- oder einen Nockenmechanismus angetrieben
und um eine im Bereiche ihrer oberen oder unteren Berandung liegende horizontale Schwenkachse
verschwenkbar ist.
In der Praxis hat sich gezeigt, daß bei einer Kardieranlage, die mehrere in einer Reihe angeordnete
Karden aufweist, die über Rüttelschächte mit Fasermaterial versorgt werden, das in einem Luftstrom über
einen Transportkanal in die einzelnen Rüttelschächte eingespeist wird, in den von den Karden abgelieferten
Faserbändern Unregelmäßigkeiten insoweit auftreten daß die üblicherweise vorhandenen wellenförmigen
Unregelmäßigkeiten in ihrer Amplitude eine periodisch zunehmende Tendenz aufweisen.
Aufgabe der Erfindung ist es, hier abzuhelfen und einen Weg zu weisen, der es gestattet, das Auftreten
solcher wellenförmiger Unregelmäßigkeiten mit steigender Amplitudentendenz bei aus mehreren in der
erwähnten Weise gemeinsam pneumatisch mit Fasermaterial versorgten Karden zu verhindern.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäC derart vorgegangen, daß das Fasermaterial in einenaufeinanderfolgend
zu den einzelnen Rüttelschächter strömenden Luftstrom transportiert wird und die
Rüttelplatte zumindest eines der Rüttelschächte mii einer von der Geschwindigkeit der Hin- und Herbewe
gung der Rüttelplatte der anderen Rüttelschächte odei der Rüttelplatte wenigstens eines der Rüttelschächte
unterschiedlichen Geschwindigkeit hin- und herbewegi wird.
Eine zur Durchführung dieses Verfahrens eingerich tete Vorrichtung ist gemäß weiterer Erfindung dadurcl
gekennzeichnet, daß die Rüttelplatte in zumindes einem der Rüttelschächte durch ihre zugeordneter
Antriebsmittel mit einer von der Geschwindigkeit dei Hin- und Herbewegung der Rüttelplatten in der
anderen Rüttelschächten oder der Rüttelplatte wenig stens eines der Rüttelschächte unterschiedlichen Ge
schwindigkeit hin- und herbewegbar ist.
Die Erfindung geht von der überraschenden Erkennt nis aus, daß die bei einer solchen Kardieranlage in der
abgelieferten Faserbändern auftretenden Unregelmä ßigkeiten auf den Umstand zurückgeführt werder
können, daß die Rüttelbewegungen bei wenigstens einigen der Rüttelplatten während einer so langen
Zeitspanne miteinander in Phase sind, daß sich ein übermäßiger Druckaufbau in den Förderkanälen und
Speiseschächten ergibt Wenn nun die Uüttelschächte der einzelnen Karden - wie dies eos Gründen eines
einfachen, wirkungsvollen Aufbaus der Anlage erwünscht ist — mit Fasermaterial in einem aufeinanderfolgend
zu den einzelnen Rüttelschächten ströjni.nden
Luftstrom versorgt werden, sind die einzelnen Rüttel- )0
schächte nämlich pneumatisch miteinander gekoppelt Der durch die Balgwirkung der hin- und hergehenden
Rüttelplatten in den einzelnen Rüttelschächten und in den Luftkanälen erzeugte, verhältnismäßig lang andauernde
und große Luftdruckanstieg führt zu einer stark komprimierten Fasermaterialmasse in den Rüttelschächten,
die ihrerseits zur Folge hat, daß die Dichte des von den einzelnen Karden abgelieferten Faserbandes
ebenfalls verhältnismäßig hoch ist Sowie jedoch die Hin- und Herbewegung der einzelnen Rüttelplatten
wegen unvermeidbarer geringer Unterschiede der Geschwindigkeit und der Einstellung außer Phase
kommen, tritt ein Druckiuftabfall in den Rüttelschächten und den Luftkanälen auf, wodurch eine Verringerung
der Dichte des Fasermaterials in den Rüttelschächten sowie des von den Karden abgelieferten Faserbandes
bedingt ist Über längere Betriebszeiten ergibt sich somit eine niederfrequente Änderung der Dichte der
abgelieferten Faserbänder, d. h. eben das Auftreten von wellenförmigen Unregelmäßigkeiten der Faserbänder
mit veränderlicher Amplitudentendenz.
Die Erfindung hat erkannt, daß zur Abhilfe dieser Unregelmäßigkeiten, deren Ursachen bisher immer in
dem pneumatischen Faserversorgungssystem oder in der einzelnen Karde selbst gesucht wurden, auf die
gegenseitige Zuordnung der Rüttelbewegungen der Rüttelplatten der einzelnen Rüttelschächte Eingriff
genommen, d.h. ein neuer Weg beschritten werden muß, zu dem die bekannten Kardieranlagen mit
voneinander unabhängigem Einzelantrieb der Rüttelplatten der einzelnen Rütteischäthte keinen Hinweis
gaben.
In der Praxis hat es sich gezeigt, daß bei einer Kardieranlage, wie sie üblicherweise mit sechs Karden
ausgerüstet ist, sich besonders vorteilhafte Verhältnisse dann ergeben, wenn die Geschwindigkeit der Hin- und
Herbewegung der beweglichen Rüttelplatten der einzelnen Rüttelschächte in der Reihenfolge des
Zuströmens des Luftstroms zu den einzelnen Rüttelschächten gesehen jeweils 120,140,160,140,130 und 120
Hin- und Herbewegungen pro Minute beträgt.
Ein sehr einfacher konstruktiver Aufbau des Rüttelantriebs der einzelnen Rüttelplatten ergibt sich, wenn
die Antriebsmittel für die einzelnen Rüttelplatten jeweils in an sich bekannter Weise aus einem an die
Rüttelplatte angeschlossenen Kurbelmechanismus bestehen, dessen zugeordnetes Untersetzungsgetriebe die
Antriebsscheibe eines Riementriebes treibt, welcher eine auf einer die Kurbel des jeweiligen Kurbelmechanismus
tragenden Welle sitzende Riemenscheibe aufweist, und daß die Antriebsscheibe zumindest eines der
für alle Kurbelmechanismen vorgesehenen Riementriebe einen anderen Durchmesser aufweist wie die
Antriebsscheibe eines anderen, einem anderen Kurbelmechanismus zugeordneten Riementriebes.
Um die Amplitude in der Hin- und Herbewegung der einzelnen Rüttelplatten in einfacher Weise verändern zu
können, ist es zweckmäßig, wenn die Kurbel jedes Kurbelmechanismus von der zugeordneten Weile
einfach abnehmbar und durch eine solche unterschiedlichen Hubs ersetzt ist
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstands der Erfindung dargestellt Es zeigt
F i g. 1 eine Vorrichtung gemäß der Erfindung für eine Anzahl Karden in einer Hintersicht,
F i g. 2 die Vorrichtung nach F i g. 1 in der Draufsicht,
F i g. 3 den Rüttelschacht einer der Karden nach Fig. 1, geschnitten längs der Linie ΙίΙ/ΙΠ der Fig. 1, in
einer Seitenansicht und in einem anderen Maßstab,
Fig.4 den Rüttelschacht nach Fig.3, geschnitten
längs der Linie IV/IV der F i g. 3, in einer Teildarstellung,
F i g. 5 das untere Ende des Rüttelschachts nach F i g. 3 in einer Ansicht längs des Pfeils A der F i g. 3,
insbesondere zur Veranschaulichung des Mechanismus zur Verschwenkung der beweglichen Rüttelplatte des
Rüttelschachts und
F i g. 6 einen Teil des Mechanismus zur Verschwenkung der beweglichen Rüttelplatte des Rüttelschachts
nach F i g. 5 in einer Einzeldarstellung.
In F i g. 1 ist eine Reihe von sechs Karden Cl bis C6
in Abständen nebeneinander in einer Linie angeordnet, wobei jeJe der Karden mit einem Rüttelschacht 11
versehen ist, in dem in den Oberteil eingefülltes Fasermaterial eine Verdichtung erfährt, so daß es am
Boden des Rüuelschachts bahnförmig austritt, wo es der Einzugswalze oder dem Vorreißer der Karde zugeführt
wird. Jeder der Rüttdschächte 11 weist in der in Fi g. 1
veranschaulichten Rücksicht eine trapezförmige Gestalt auf, wobei der Oberteil etwas breiter als der Bodenteil
ist, so daß der Schacht gegen den Boden zu etwas verjüngt ist.
Wie aus Fig. 3 zu ersehen, besteht jeder der Rüttelschächte 11 aus einer Rückplatte 12, zwei
Seitenplatten, von denen lediglich eine in Fi 5.3 bei 13
dargestellt ist, und einer Deckplatte 14, die einstückig mit der Rückplatte 12 ausgebildet ist, sowie einer
Vorder- oder Rüttelplatte 15, die derart angeordnet ist, daß sie an ihrer oberen Kante um einen Drehpunkt 16
im Bereich der Vorderseite der Deckplatte 14 schwenkbar ist, wobei ihr die Schwenkbewegung über
eine Kurbelstange 17 und eine Kurbel 18 eines Kurbelmechanismus 17, 18 erteilt werden kann, der an
den Bodenteil der Vorderplatte 15 angekuppelt und von einem Motor 19 angetrieben ist. Diese Übertragung der
Schwenkbewegung auf die Vorderplatte 15 wird im einzelnen noch an Hand der Fig.5 und 6 erläute.-t
werden.
Wie aus F i g. 3 zu ersehen, erstreckt sich die Rückplatte 12 nach unten bis in die unmittelbare Nähe
der Klemmstelle der Speisewalze 20 und der Speisemulde 21 der Karde, die beide üblicher Bauart sind. Der
Rüttelschacht 11 ist an dem Gestell der Karde beidseitig
jeweils oben mittels Lasche.i 22 befestigt, die von dem
Drehzapfen 16 der Vorderplatte 15 zu einem aufrechtstehenden Rahmenteil 23 sich erstrecken, das an seinem
Unterteil an der Karde verankert ist. Die Gestalt der ttststehenden Rückplatte i2 sowie deren Anordnung in
bezug zu der Vorderwand sind derart, daß die Querschnittsabmessungen des Rüttelschachts mit zunehmender
Tiefe auf das Auslaßende des Rüttelschachts zu stetig abnehmen. Die Vorder- oder Rüttelplatte 15
des Rüttelschachts besteht aus einem durchsichtigen Kunststoffmaterial; sie ist durch Mctallseitenteile 24
sowie zwischen diesen sich erstreckenden Rippen 25,26 verstärkt. Der obere Teil des Rüuelschachts ist durch
eine öffnung in der Rückplatte 12 zugängig, die
während des Betriebs des Rüttelschachts durch einen Deckel 27 verschlossen ist.
Die beiden Seitenwände 13 des Rüttelschachts 11 sind
mit einer trapezförmigen öffnung 28 versehen, deren vordere und rückwärtige Berandung im wesentlichen
parallel zu der Vorder- bzw. Rückplatte des Rüttelschachts verläuft, wobei die Kanten in der Richtung auf
den Unterteil des Rüttelschachts 11 konvergieren. Die in einer Seitenwand befindliche öffnung, die als
Einlaßöffnung dient, ist langer als die Öffnung in der gegenüberliegenden Seitenwand, welche eine Auslaßöffnung
darstellt Die Einlaßöffnung ist, wie in Fig.4
dargestellt, an den Auslaß eines Zufuhrkanals 29 der gleichen Querschnittsgestalt wie die öffnung 28
angeschlossen, dessen Querschnittsabmessungen auf den Auslaß des Kanals zu stetig zunehmen. Die
Auslaßöffnung ihrerseits ist, wie aus den F i g. 1 und 2 zu entnehmen, mit einem Auslaßkanal 30 der gleichen
Querschnittsgestalt und mit stetig zunehmenden Querschnittsabmessungen verbunden. Dieser Kanal dient als
Faserzufuhr- oder -speisekanal für den nächstfolgenden Rüttelschacht.
Wie aus F i g. 4 zu ersehen, ist der Zufuhrkanal 29 mit Endflanschen 31, 32 versehen, die unter Winkelstücke
33, 34 eingreifen, welche in Gestalt von Bändern ausgebildet und an der Seitenwand 13 des Rüttelschachts
befestigt sind. Wie aus Fig.3 hervorgeht,
verläuft das Winkelband 33 oberhalb der Öffnung 28, während das Winkelband 34 sich unterhalb der öffnung
erstreckt und ein weiteres Winkelband 35 zwischen den beiden Bändern 33, 34 vor der öffnung 28 an der
Seitenwand nach unten verläuft. Der Zufuhrkanal 29 ist in der Weise an dem Rüttelschacht 11 befestigt, daß er
von hinten über die Seitenwand 13 des Rüttelschachts mit unter die Winkelbänder 33,34 greifenden Flanschen
31, 32 geschoben wird, und zwar so weil, bis ein Seitenflansch an der Mündung des Zufuhrkanals 29, der
genauso wie die Flanschen 31,32 ausgebildet ist, hinter das Winkelband 35 des Rüttelschachts gelangt. In dieser
Stellung ist die trapezförmige Auslaßöffnung des Rüttelschachts U auf die trapezförmige öffnung 28 in
der Seitenwand 13 des Rüttelschachts 11 ausgerichtet. Die Auslaßöffnung der anderen Seitenwand des
Rüttelschachts ist kurzer als die öffnung 28, doch weist
die Einlaßmündung des Kanals 30 eine entsprechende Größe auf. Der Kanal 30 ist im übrigen in der gleichen
Weise an die Seitenwand des Rüttelschachts 11 angeschlossen wie das Auslaßende des Zufuhrkanals 29.
Aus F i g. 1 ist zu entnehmen, daß alle Kanäle 30 die gleichen Abmessungen aufweisen. Um den Faserdurchsatz durch jeden der Rottelschächte 11 zu steuern, kann
zwischen die Flansche des Kanals und die zugeordnete Seitenwand des Rüttelschachts 11 eine Eipsatzplatte 36
eingefügt werden, die eine öffnung 37 aufweist, welche die gleiche Gestalt wie die öffnung 28. jedoch eine
etwas verringerte lichte Weite hat, so daß sich der gewünschte Durchsatz in den Rüttelschacht oder aus
diesem heraus ergibt
Die F i g. 1 und 2 zeigen, daß die Einlaßöffnung des Rütteischachts 11 der ersten Karde CI über den
Zufuhrkanal 29 an den Auslaßkanal 38 eines Zentrifugalgebläses 39 angeschlossen ist, das Fasern von einem
nicht weiter dargestellten Kirschnerflügel ansaugt und diese mit hoher Geschwindigkeit in einem Luftstrom in
den Kanal 29 fördert (Der Kirschnerflügel wird aus einer nicht dargestellten üblichen öffnungs· und
Reinigungsanlage mit Fasermaterial versorgt.) Die Auslaßöffnung des Rüttelschachts jeder der Karden, mit
Ausnahme jener der letzten Karde, ist jeweils über den Kanal 30 mit der Einlaßöffnung des nächstfolgenden
Rüttelschachts verbunden. Der Zufuhrkanal 29 und die s einzelnen Kanäle 30 sind im wesentlichen horizontal
angeordnet, wobei ihre Querschnittsabmessungen vom einlaßseitigen Er.ue zum auslaßseitigen Ende jeweils
stetig zunehmen. Die Auslaßöffnung des letzten Rüttelschachts ist an einen Auslaßkanal 40 angeschlossen,
der zur Abfuhr etwa in dem Luftstrom verbleibenden überschüssigen Fasermaterials zu dem nicht weiter
dargestellten vorderen Kastenspeiser dient, welcher Fasermaterial von der erwähnten öffnungs- und
Reinigungsanlage erhält und dieses dem Kirschnerflügel
ι s zuführt.
Im Betrieb wird dem Zufuhrkanal 29 in der erwähnten Weise Fasermaterial in einem Luftstrom zugeführt
Wegen des stetig zunehmenden Querschnitts des Zufuhrkanals 29 nimmt die Luftgeschwindigkeit beim
Durchströmen des Kanals ab. Der Strömungsquerschnitt der Luftströmung wird plötzlich größer, wenn
die Fasern in den oberen Teil des Rüttelschachts 11 der
ersten Karde C1 gelangen; das Ergebnis ist eine weitere
Verringerung der Fasergeschwindigkeit die ausreicht, um die Ablage der Fasern in den Rüttelschacht 11 zu
gestatten, vorausgesetzt, daß die Füllhöhe der Fasern in dem Rüttelschacht 11 unterhalb des Unterteils der
Einlaßöffnung liegt Wenn die Füllhöhe der Fasern, wie sie durch die gestrichelte Linie in F i g. 1 angedeutet ist,
über das Niveau der Einlaßöffnung 28 ansteigen will, ergibt sich eine Verringerung der in dem Rüttelschacht
11 für den Durchgang des Luftstroms zur Verfugung
stehenden Querschnittsfläche, womit die Fasern über den Rüttelschacht hinweg zu dem Kanal 30 transports
tiert werden. Der Einlaß des Kanals 30, d. h. die Auslaßöffnung in der anderen Wand des Rüttelschachts
11, weist eine kleinere Querschnittsfläche auf. als der Auslaß des Zufuhrkanals 29 oder die Querschnittsfläche
des oberen Teils des Rüttelschachts 11. Demzufolge tritt
eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit des Luftstroms bei dessen Eintritt in den Kanal 30 auf, die
ausreicht, um den Luftstrom auf eine Strömungsgeschwindigkeit der zum Fasertransport erforderlichen
Größe zu bringen. Fasern, die nach Eintritt in den Rüttelschacht nicht abgelagert werden, gelangen in den
Kanal 30 und uamii zu dem nächsten in Reihe liegenden
Rüttelschacht.
Die in dem Rüttelschacht 11 gesammelten Fasern werden durch die Wirkung der oszillierenden Vorder-
oder Rüttelplatte 15 verdichtet und zu dem Auslaß des
zwischen der Speisewalze 20 und der Speisemulde 21
einmündet
5.S Karde. Um nun die Entstehung und Aufrechterhaltung eines unerwünscht hohen Luftdrucks in den einzelnen
Rüttelschächten 11 sowie den Kanälen 29, 30 zu vermeiden, führen die einzelnen Vorder- oder Rüttelplatten 15 eine solche Schwenk- oder Oszillationsbewe-
gung aus, daß keine Vorder- oder Rüttelplatte 15 mit der gleichen Geschwindigkeit wie die jeweils entsprechende Vorder- oder Rüttelplatte des in der Reihe
vorausgehenden und/oder nachfolgenden Rüttelschachts oszilliert Die im folgenden angeführten
f>5 Oszillationsgeschwindigkeiten wurden schon für die
einzelnen Vorder- oder Rüttelplatten 15 verwendet wobei sich gezeigt hat daß sich mit diesen Geschwindigkeiten eine wesentlich erhöhte Gleichmäßigkeit der von
den einzelnen Karden abgelieferten Faserbänder ergibt, verglichen mit einer identischen Kardenanordnung, Dei der
alle Rüttelschächte synchron oszillieren:
Karde Π C2 Ci ("4 (5 Cb
Anzahl der Oszillation pro Minute 120 140 IbO 140 130 120
Es wurde bereits erwähnt, daß die Oszillationsbewegung der einzelnen Vorder- oder Rüttelplatten 15
jeweils durch einen von einem Motor 19 angetriebenen Kurbelmechanismus 17, 18 geschieht, der im einzelnen
in F i g. 3 dargestellt ist. Die Erzeugung der Oszillationsbewegung der Vorder- oder Rüttelplatten 15 soll nun im
einzelnen an Hand der F i g. 5 und 6 erläutert werden:
Der Antrieb geschieht von dem Motor 19 über ein is Untersetzungsgetriebe 41 zu einer Antriebsscheibe 42
und von dieser über einen Riemen 43 zu einer angetriebenen Riemenscheibe 44, welche fest auf einer
Antriebskurbelwelle 45 sitzt. Die Welle 45, die in einem Lager 46 gelagert ist, ragt an ihrem einen Ende in einen
hülsenförmigen Fortsatz 47 der Kurbel 18, wobei dieser hülsenförmige Fortsatz 47 einstückig mit einem
Kurbelzapfen 48 ausgebildet ist. In der Wandung des hülsenförmigen Fortsatzes 47 ist ein durchgehender
Axialschnitt 49 vorgesehen, der an dem dem Kurbelzapfen 48 entfernt liegenden Ende des Fortsatzes randoffen
ausgebildet ist und in den ein radial vorstehender Zapfen 50 der Welle 45 eingreift. Der Zapfen 50 wirkt
mit beiden Seitenwandungen des Schlitzes 49 zusam men und verhütet somit eine relative Verdrehung der \o
Kurbel 18 bezüglich der Welle 45. Die Kurbel 18 kann aber in einfacher Weise durch Axialverschiebung
bezüglich der Welle 45 von dieser abgenommen werden. Damit ist es ohne Mühe möglich, die Kurbel 18
abzunehmen und durch eine andere entsprechende ;*
Kurbel mit unterschiedlichem Kurbelhub zu ersetzen, wodurch die Amplitude der Oszillationsbewegung der
Platte 15 einfach verändert werden kann.
Die dargestellte Anordnung des Lagers 46. des
hülsenförmigen Kurbelfortsatzes 47, des Kurbelzapfens 4S, des Sriiülies 49 des Zapfens 50 und der
Kurbelstange 17 ist am anderen Ende der Antriebswelle 45 nochmals vorhanden, was in Fig. 5 jedoch nicht
dargestellt ist. In Wirklichkeit erhält somit jede Vorderoder Rüttelplatte 15 ihre Oszillationsbewegung von
zwei im Abstand der Breite der Vorder- oder Rüttelplatte angeordneten Kurbelstangen 17.
Bei der in den F i g. 5 und 6 dargestellten Antriebseinrichtung kann die Geschwindigkeit der Oszillationsbewegung
jeder der Vorder- oder Rüttelplatten 15 dadurch geändert werden, daß der Durchmesser der
zugeordneten Antriebsscheibe 42 entsprechend geändert wird. Dieser Umstand wird dazu ausgenutzt, um
den erforderlichen Unterschied der Oszillationsgeschwindigkeiten zwischen aufeinanderfolgenden Vorder-
oder Rüttelplatten 15 zu erzeugen. So weisen z. B. die den Karden Cl und C6 zugeordneten Antriebsscheiben
42 gleiche Durchmesser auf; die den Karden C2 und C4 zugeordneten Antriebsscheiben entsprechen
einander im Durchmesser, verfugen jedoch über einen größeren Durchmesser als die Antriebsscheiben
42 für die Karden Cl und C6; die der Karde C3 zugeordnete Antriebsscheibe weist den größten Durchmesser
aller Antriebsscheiben auf, während die Antriebsscheibe 42 für die Karde C5 über einen
Durchmesser verfügt, der zwischen jenem der Antriebsscheiben für die Karden C1 und Cb auf der einen Seite
und der Karden C2und C4 auf der anderen Seite liegt.
Aus F i g. 3 ist zu ersehen, daß die einzelnen Kurbelstangen 17 jeweils aus zwei Teilen bestehen,
nämlich einem inneren Teil 51, der an den Kurbelzapfen 48 angeschlossen ist. und einem äußeren Teil 52, der mit
der Vorder- oder Rüttelplatte 15 des Rüttelschachts verbunden ist. Die beiden Teile 51, 52 sind jeweils
miteinander verschraubt, so daß die Gesamtlänge der Kurbelstangen 17 jeweils in einfacher Weise verstellt
werden kann.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum Zuführen von Fasermaterial zu einer Anzahl von Karden, von denen jede mit einem
Rüttelschacht ausgerüstet ist, die eine bewegliche Rüttelplatte enthält, die zur Unterstützung des
Faservorschubs in dem Rüttelschacht hin- und herbewegt wird, wobei das Fasermaterial zu den
einzelnen Rüttelschächten in einem Luftstrom ίο
transportiert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fasermaterial in einem aufeinanderfolgend zu den einzelnen Rüttelschächten strömenden
Luftstrom transportiert wird und die Rüttelplatte zumindest eines der Rüttelschächte mit einer von ■
der Geschwindigkeit der Hin- und Herbewegung der Rüttelplatten der anderen Rüttelschächte oder
der Rüttelplatte wenigstens eines der Rüttelschächte unterschiedlichen Geschwindigkeit hin- und herbewegt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 zum Zuführen von Fasermaterial zu sechs Karden, dadurch gekennieichnet,
daß die Geschwindigkeit der Hin- und Herbewegung der Rüttelplatten der einzelnen
Rüttelschächte, in der Reihenfolge des Zusirömens des Luftstroms zu den einzelnen Rüttelschächten
gesehen, jeweils 120,140,160.140,130 und 120 Hin-
und Herbewegungen pro Minute beträgt
3. Vorrichtung zum Zuführen von Fasermatenal
zu einer Anzahl in Reihe nebeneinander angeordne ler Karden, von denen jede mit einem Rüttelschacht
ausgerüstet ist, dem Fasermaterial in einem Luft Itrom zuführbar ist, wobei jeder der Rüttelschächte
mit einer durch Antriebsmittel hin- und herbewegba ren Rüttelplatte versehen ist, dadurch gekennzeich
net, daß die Rüttelplatte (15) in zumindest einem der Rüttelschächte durch ihre zugeoidneten Antriebs
mittel mit einer von der Geschwindigkeit der Hin und Herbewegung der Rüttelplatten (15) in den
anderen Rüttelschächten oder der Rüttelplatte (15) wenigstens eines der Rüttelschächte unterschied!!
chen Geschwindigkeit hin- und herbewegbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsmittel für die einzelnen Rüttelplatten jeweils in an sich bekannter Weise aus
einem an die Rüttelplatte (15) angeschlossenen Kurbelmechanismus (17, 18) bestehen, dessen zugeordnetes
Untersetzungsgetriebe (41) die Antriebsicheibe (42) eines Riementriebes treibt, welcher eine
auf einer die Kurbel (18) des jeweiligen Kurbelme-Chanismus (17, 18) tragenden Welle (45) sitzende
Riemenscheibe (44) aufweist, und daß die Antriebsscheibe (42) zumindest eines der für alle Kurbelmechanismen
vorgesehenen Riementriebe einen anderen Durchmesser aufweist wie die Antriebsscheibe
(42) eines anderen in einem anderen Kurbelmechanismus zugeordneten Riementriebes.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurbel (18) jedes Kurbelmechanismus
(17,18) von der zugeordneten Welle (45) einfach abnehmbar und durch eine solche unterschiedlichen
Hubes ersetzbar ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1490567 | 1967-03-31 | ||
| GB04905/67A GB1217146A (en) | 1967-03-31 | 1967-03-31 | Improvements in and methods of and arrangements for feeding textile fibrous material to cards |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1760056A1 DE1760056A1 (de) | 1971-12-09 |
| DE1760056B2 true DE1760056B2 (de) | 1977-06-08 |
| DE1760056C3 DE1760056C3 (de) | 1978-01-26 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1559433A (de) | 1969-03-07 |
| US3542434A (en) | 1970-11-24 |
| BE713003A (de) | 1968-07-31 |
| ES352223A1 (es) | 1970-02-01 |
| GB1217146A (en) | 1970-12-31 |
| DE1760056A1 (de) | 1971-12-09 |
| CH501070A (de) | 1970-12-31 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH631750A5 (de) | Vorrichtung zur entnahme von textilen fasern aus einem die fasern fuehrenden luftstrom in einem kanal und zum bilden eines vlieses aus diesen fasern. | |
| DE3206544C2 (de) | ||
| DE2744522A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen mischen von holzspaenen mit bindemittel | |
| DE1510368C2 (de) | Verfahren zum Abscheiden von aufgelösten Faserflocken aus einem Transportluftstrom | |
| DE2657743A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von lignozellulose-fasermatten | |
| CH669610A5 (de) | ||
| EP1442855B1 (de) | Vorrichtung zum Streuen von Streugut auf eine kontinuierlich bewegte Unterlage | |
| DE3516909C2 (de) | Zigaretten-Fertigungsmaschine | |
| EP0016904B1 (de) | Vorrichtung zum Bunkern, Vereinzeln und Dosieren von Fasergut | |
| DE2638687C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer gleichmäßigen Schicht von losen Fasern oder Partikeln auf einer bewegten porösen Trägerbahn | |
| DE69518535T2 (de) | Kardenabfallüberwachung | |
| DE1760056C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Zuführen von Fasermaterial zu einer Anzahl von Karden | |
| DE1760056B2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum zufuehren von fasermaterial zu einer anzahl von karden | |
| DE1290853B (de) | Anlage zum Speisen einer Kardengruppe | |
| DE2132551B2 (de) | Vorrichtung zum Herstellen eines Wirrfaservliesstoffes | |
| EP0255602A1 (de) | Anordnung zum Beliefern einer Faserbearbeitungsmaschine | |
| DE2950923C2 (de) | Vorrichtung zum kontinuierlichen Aufbringen eines breiigen Gemisches auf flache Formen zur Herstellung zementgebundener Holzspanplatten | |
| DE2422487A1 (de) | Verfahren zur verbesserung des sichteffektes beim aufstreuen eines vlieses aus unsortierten bestandteilen, vorzugsweise pflanzlicher herkunft auf eine transportvorrichtung und einrichtung zur ausuebung des verfahrens | |
| DE2812628C2 (de) | Förderbandreinigungseinrichtung | |
| DE2812286C2 (de) | Vorrichtung zum Trennen von Schwergut und Leichtgut eines Feststoffgemisches | |
| DE19853581C2 (de) | Verfahren zum Sengen von Garnen, insbesondere von thermoplastischen Spinnfaserteppichgarnen und Sengmaschine | |
| DE2552892A1 (de) | Maschine zur herstellung von wirrfaservliesen | |
| DE668712C (de) | Mahlvorrichtung, insbesondere zur Behandlung von Papierstoff in hoher Stoffdichte | |
| DE2611847A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum auslenken eines stromes streufaehiger teilchen | |
| DE945497C (de) | Verfahren zur Herstellung von Platten aus einem Brei, insbesondere aus einem faserhaltigen Zementbrei und Einrichtung zu seiner Ausfuehrung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |