DE1758320C - Einrichtung zur Halterung einer Folie u. dgl., vorzugsweise an den Kufen einer durch einen Ofen hindurchgeführten Palette, welche mit einem von der Folie abgedeckten Stapel keramischer Erzeugnisse, insbesondere Ziegel, beladen ist - Google Patents
Einrichtung zur Halterung einer Folie u. dgl., vorzugsweise an den Kufen einer durch einen Ofen hindurchgeführten Palette, welche mit einem von der Folie abgedeckten Stapel keramischer Erzeugnisse, insbesondere Ziegel, beladen istInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Halterung einer Folie an den Kufen einer durch
einen Ofen hindurchgeführten Palette, welche mit einem von der Folie abgedeckten Stapel keramischer
Erzeugnisse beladen ist, wobei die Paletten von einer aus einem Paar Plattentransportbändern bestehenden
Transportvorrichtung bewegt werden, an deren Platten längs Führungen bewegbare Ketten gelagert sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung dieser Art zu schaffen, mit welcher das Haltern der
Folie vorzugsweise an den Kufen der Palette während des Durchganges, durch den. Ofen;·mit einfachen, betriebssicheren
und in der Herstellung billigen Mitteln erreicht werden kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß am Außenrand zumindest eines Teiles der Platten Halteelemente angelenkt
sind, deren Schwerpunkte außerhalb der Anlenkpunkte liegen, und daß im Ofenbereich etwa in
Höhe der oberen Plattentrume Steuerschienen zum Andrücken der Halteelemente gegen die Schrumpffolie
vorgesehen sind.
In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens sind die Steuerschiene^ am Auflaufende zur
besseren Aufnahme der Halteelemente abgebogen.
Weitere Merkmale gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Die erfind.mgsgemäße Einrichtung ist in der
Zeichnung noch etwas näher veranschaulicht. In dieser zeigt in rein schematischei Weise
Fig. 1 eine Draufsicht auf ^ie erfindungsgemäße
Einrichtung,
Fig. 2 eine Ansicht der Anordnung nach Fig. 1,
F i g. 3 eine isometrische Teildarstellung der Einrichtung gemäß der Erfindung,
F i g. 4 einen senkrechten Schnitt in vergrößertem Maßstab längs der Linie IV-IV in F i g. 3.
Mit 1 sind verfahrbare Plateauwagen bezeichnet, auf welchen Paletten 2 gelagert sind. Diese Paletten 2
dienen als Unterlage für Stapel keramischer Erzeugnisse,
insbesondere Ziegelstapel 3
Diese mit Ziegelstapeln 3 beladcnen Paletten werden mit Hilfe einer Schürvorrichtung 4 auf ein Transportband
5 geschoben und mitteis einer Ausrichtvorrichtung 6 ausgerichtet, so daß die Seitenflanken des
Ziegelstapels 3 parallel zum Transportband 5 verlaufen.
Dann wird über die Ziegelstapel 3 eine Folie 7 ge-•tülpt,
deren unterer Rand bis etwa in Höhe der unteren Platte 2 a (F i g. 4) der Palette 2 reicht.
Der so abgedeckte Ziegelstapel 3 wird dann auf «ine Transportvorrichtung umgesetzt, welche aus
einem Paar Plattentransportbändern 8, 9 besteht. Zumindest
mit einem Teil der Platten, z. B. 10, 11. sind
Halteelemcnte 12, 13 über Anlenkpunkte 14, 15 gelenkig
verbunden (Fig. 3, 4). Diese Halteelemcnte 12, 13 besitzen bei der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsform zwei Druckstößel 16, 17 und ein Gleitstück 18, 19.
Die Druckstößel 16, 17 stehen unter der Einwir kling einer Druckfeder 27 (F i g. 4). deren Federkraft
mit Hilfe einer als Widerlager dienenden Stellschraube 20 veränderbar ist.
Hin jedes Halteelemcnt. z. B. 12, ist so bemessen, daß dessen Schwerpunkt S außerhalb des Anlenkpunktes,
z. H. 14, liegt, derart, daß das Halteelemcnt 12 in der Aullcrbctriebsstellung (Löststellung) einem
in entgegengesetztem Uhrzeigersinn wirkenden Drehmoment
ausgesetzt ist, dessen Größe dem Produkt aus der Gewichtskraft des Halteelementes 12 und
dem Abstand α entspricht.
Die Steuerung' der HaJtcelemente, z. B. 12, 13,
wird von beidseitig der Plattentransportbänder 8, 9 angeordneten Steuerschienen 21, 22 (F i g. 3, 4) bewirkt,
auf welche die Halteelemente 12 bzw. 13 vor dem Ofen 23 auflaufen und die während der weiteren
Bewegung von diesen Steuerschienen 21, 22 in die Außerbetriebsstellung, also Lösestellung überführt
werden.
Die Steuerschienen 21, 22 sind am vorderen Ende geschränkt (Fig. 3).
Die Platten, z. B. 10, stehen mit Ketten 24 in Verbindung, welche längs Führungen 25 abrollen.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung ist folgende:
Die Halteelemente, z. B. 12, 13, welche in der Lösestellung nach unten hängen, laufen während der
Bewegung der Transportbänder 8, 9 auf den geschränkten Teil der Steuerschienen 21, 22 auf und
werden hierdurch in Richtung des Ziegelstapeis 3 verschwenkt. Im Verlaufe der weiteren Bewegung legen
sich die Halteitemente 12, 13 gegen die Folie 7 an
und drücken sie gegen die Kufe 2 b der Platte 2. Dann wird der mit der Folie 7 abgedeckte Ziegelstapel 3 in
den Ofen 23 eingefahren und einer Wärmebehandlung unterworfen, weiche bewirkt, daß die Folie an dem
Ziegelstapel 3 und der entsprechenden Kufe, z. B. 2b festbackt, so daß sie nur mit Gewalt gelöst werden
kann.
Der Ziegelstapel 3 wird dann von den Plattentransportbändern 8, 9 aus dem Ofen 23 herausgefahren,
wobei die Halterungselemente, z. B. 12, 13, so lange in der Halterungsstellung sii/d als die Gleitstücke 18,
19 an den Steuerschienen 21, 22 anliegen. An den Enden der Steuerschienen 21, 22 werden die Halteelemente
12, 13 freigegeben, welche — nur noch der Einwirkung der Schwerkraft unterliegend — in die
LösLStellung (Außerbetriebsstellung) nach unten ausschwenken.
Der mit der Folie 7 abgedeckte Ziegelstapel 3 wird dann über eine Fördereinrichtung 26 abtransportiert.
Claims (4)
1. Einrichtung zur Halterung einer Folie an den Kufen einer durch einen Ofen hindurchgeführten
Palette, welche mit einem von der Folie abgedeckten Stapel keramischer Erzeugnisse beladen
ist, wobei die Paletten von einer aus einem Paar Plattentransportbändern bestehenden Transportvorrichtung
bewegt werden, an deren Platten längs Führungen bewegbare Ketten gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß am
Außenrand zumindest eines Teiles der Platten (10, 11) Halteelemente (12, 13) angelenkt sind,
deren Schwerpunkte (S) außerhalb der Anlenkpunkte (14) liegen, und daß im Ofenbereich (23)
etwa in Höhe der oberen Plattentrume Stcuerschiencn
(21, 22) zum Andrücken der Haltcelemcnle (12, 13) gegen die Schrumpffolie (7)
vorgesehen sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschienen (21, 22) am
Auflaufende zur besseren Aufnahme der Halteelemcnte (12. 13) abgeboben sind.
3. Hinrichtung nach Anspruch 1 und 2, wobei
ein jedes Halteelement zumindest einen Druckstößel besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß der
Druckstößel (z. B. 16) unter der Einwirkung eines eine Rückstellkraft ausübenden Elementes, insbesondere
einer Druckfeder (27) steht.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Widerlager der Druckfeder
(27) eine Stellschraube (20) vorgesehen ist mit welcher die Rückstellkraft der Druckfeder (27)
veränderbar ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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