DE1756585A1 - Ladegeschirr - Google Patents
LadegeschirrInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
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Description
Die Erfindung betrifft ein Ladegeschirr zum Verladen von standardisierten Großbehältern, d.h. Containern. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Ladegeschirr an Kranen, die dazu verwendet werden, Lastwagen, Eisenbahnwaggons und Schiffe mit Großbehältern zu beladen und zu entladen.
Es gibt zur Zeit eine Vielzahl verschiedener Arten von Containern, die zur Vereinfachung des Güterumschlages verwendet werden. Die meist im Gebrauch befindlichen Container haben einen Querschnitt von 8 x 8 Fuß und Längen von 10, 20, 24, 30 und 40 Fuß. Es gibt nicht nur Container verschiedener Größen; die Container unterscheiden sich auch durch die Art der Beschläge, mit denen sie an entsprechende Geschirre angehängt werden. Im wesentlichen gibt es Ladegeschirre, die mit herabhängenden Armen unter den Boden der Container fassen und sie auf diese Weise hochheben, und es gibt ferner Ladegeschirre bzw. Container, bei welchen die Container an ihrer Oberseite Beschläge aufweisen, die über verdrehbare Knebel die Verbindung zwischen Ladegeschirr und Container zum Verladen herstellen.
Es gibt Ladegeschirre, die zum Verladen von Containern mit einer Größe und einer bestimmten Art von Hebebeschlägen ausgebildet sind, d.h. also, dass diese bekannten Ladegeschirre nicht zum Verladen von Containern verschiedener Größe und
auch nicht zum Verladen von Containern mit verschiedenen Hebelbeschlägen verwendet werden können. Die Ladegeschirre hatten dabei an einer festen Stelle entsprechende Drehknebel-Beschläge zum Erfassen von Behältern an deren Oberseite, oder fest angebrachte Greifarme, welche seitlich am Behälter vorbei und unter dessen Boden greifen. Die bekannten Ladegeschirre mit Greifarmen (welche unter den Boden eines Containers greifen) können zwar sowohl Container transportieren, die auf Greifertransport eingerichtet sind, als auch Container, die an ihrer Oberseite Drehknebel-Beschläge aufweisen, aber diejenigen bekannten Ladegeschirre, die nur für das Heben von Containers mittels an deren Oberseite angebrachter Drehknebel-Beschläge ausgebildet sind, können keine Container transportieren, die nur für den Transport durch Greifer ausgebildet sind, die unter den Boden der Container fassen.
Ein universell einsetzbares Ladegeschirr für Container müsste also alle Größen und Arten von Containern erfassen können, insbesondere die fünf oben genannten Standardgrößen, und zwar sowohl mittels Drehknebel-Beschlägen, die an den Oberseiten der Container angebracht sind, als auch über Greifer, die unter den Boden der jeweiligen Container fassen.
Die Erfindung beschafft ein solches universell anwendbares Ladegeschirr, welches im wesentlichen folgende Merkmale aufweist:
Von einer Plattform des Ladegeschirrs hängen mindestens zwei Paare beweglich angeordneter Greifer (zum Untergreifen des Bodens eines Containers) herunter und es sind Mittel vorgesehen, die Greiferpaare an der Plattform entlang zu bewegen. An der Plattform sind ferner längs-beweglich mindestens zwei Paare von Drehknebel-Beschlägen angeordnet, die durch entsprechende Stelltriebe in der Längsrichtung der Plattform verstellt werden können. Das Ladegeschirr weist weiter Betätigungsmittel zum Betätigen, d.h. In- und Außereingriffbringen der Greifer bzw. Drehknebel-Beschläge auf. Bei dem Ladegeschirr nach der Erfindung können die Greifer und die Drehknebel-Beschläge am Ladegeschirr entlang in jeweils diejenige Stellung verfahren bzw. gestellt werden, die zum Ergreifen eines bestimmten Behälters erforderlich ist.
Die Erfindung schafft auch ein neues Verfahren zum Verladen von Containern unterschiedlicher Abmessungen und mit verschiedenartigen Ladebeschlägen. Das erfindungsgemäße Verfahren sieht die Verwendung eines Ladegeschirrs mit sowohl verstellbaren Greifern als auch verstellbaren Drehknebel-Beschlägen vor, welche durch geeignete Antriebe verstellbar
sind. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden dann die Hebel- oder Ladebeschläge an diejenigen Stellen des Ladegeschirres verfahren, an denen ein ausgeglichenes Tragen des Containers möglich ist. Anschließend gelangen die entsprechenden Beschläge oder Greifer in Eingriff mit dem Container und der Container kann dann wie bei allen bekannten Ladegeschirren für Container angehoben bzw. bewegt werden.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele unter Hinweis auf die Zeichnung. In dieser zeigen:
Figur 1 in Seitenansicht das eine Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Ladegeschirrs mit einem 40 Fuß langen Container, der über Drehknebel-Beschläge am Ladegeschirr hängt;
Figur 2 das Ladegeschirr nach Figur 1 mit einem 10 Fuß langen Container, der ebenfalls über Drehknebel-Beschläge angehängt ist;
Figur 3 das Ladegeschirr gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel in Seitenansicht mit einem mittelgroßen Container, der mittels dessen Boden untergreifende Greifer angehängt ist;
Figur 4 in Endansicht das Ladegeschirr nach den vorhergehenden Figuren beim Heben eines Containers mit dessen Boden untergreifenden Greifern;
Figur 5 einen Teilschnitt des Ladegeschirrs nach den Figuren 1 - 4 mit Darstellung der Teile dann, wenn ein Container durch dessen Boden untergreifende Greifer angehoben wird;
Figur 6 in Seitenansicht das Ladegeschirr gemäß dem zweiten zu beschreibenden Ausführungsbeispiel beim Tragen eines Containers durch Greifer;
Figur 7 das Ladegeschirr nach Figur 6 beim Tragen eines Containers über Drehknebel-Beschläge;
Figur 8 in Endansicht und teilweise geschnitten das Ladegeschirr gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel beim Tragen mittels den Boden des Containers unterfassenden Greifern;
Figur 9 einen Teilschnitt nach der Linie 9-9 der Figur 8; und
Figur 10 einen Schnitt nach der Linie 10-10 der Figur 8.
Zunächst wird das Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1-5 beschrieben. Der Rahmen oder die Plattform 11 eines Ladegeschirres
ist an Seilen 13 z.B. an einem Kran aufgehängt. Der Rahmen bzw. die Plattform weist zwei längs verlaufende Doppel-T-Träger 15 auf, die durch Schweißen mit dem Rahmen verbunden sind und Seitenschienen bilden. Die Schienen werden dabei vom unteren Querflansch 23 (siehe Figur 5) der Doppel-T-Träger gebildet, deren Mittelstege im wesentlichen vertikal verlaufen.
An den Längsträgern laufen je zwei Laufkatzen 17 auf den nach außen weisenden Innenflächen der Querstege 23 der Schienen. Anstelle der gezeigten Lagerung auf Rollen 19 könnte auch eine Gleitlagerung der Laufkatzen vorgesehen sein. Die zwei Paare von Laufkatzen sind in der Weise angeordnet, dass die beiden Laufkatzen an einer Schiene stets beiderseits der Mitte des Ladegeschirrs mit gleichem Abstand davon angeordnet sind. Die jeweils ein Paar bildenden Laufkatzen an verschiedenen Trägern weisen je ein Lager 25 zur drehbaren Lagerung eines Rohres 27 auf. Diese Rohre verlaufen (siehe Figur 5) unterhalb des Rahmens und sind unten an den Laufkatzen gelagert. Ein Antriebsmotor 29 ist an jeweils einer Laufkatze eines jeden Paares angebracht und jeder Motor 29 kann über Zahnräder 31, 33 das jeweils zwischen den Laufkatzen eines Paares verlaufende Rohr 27 drehen.
Ein Greifarm 35 ist an jedem Außenende eines jeden der drehbaren Rohre 27 schwenkbar befestigt. Jeder Greifer weist dabei einen Arm 37 auf, der in einer Ebene schwenkbar ist, welche
auch die Achse des drehbaren Rohres enthält. Es ist nicht notwendig, dass die Arme 37 in dieser Ebene schwenkbar gelagert sind, da sie auch versetzt gegen die Mittellinie der drehbaren Rohre angeordnet sein können. Die Schwenkanordnung gestattet ein Auseinanderspreitzen oder Zusammenführen der unteren Enden 39 der Greifer, was in Figur 4 zum Teil in strichpunktierten Linien dargestellt ist, um einen Container 41 zu ergreifen bzw. loszulassen.
Ein Betätigungszylinder 43 ist zur Verschwenkung eines jeden Greifarms vorgesehen. Zweckmäßig wählt man hydraulisch betätigte Zylinder, es können aber auch andere Betätigungsmittel, z.B. Druckluftzylinder oder Elektromagneten oder dergleichen zum Verschwenken der Greifarme vorgesehen werden, da diese nur zwei verschiedene Stellungen einnehmen müssen. Die Betätigungszylinder greifen an den oberen Enden der Greifer 37 oberhalb deren Schwenklager 45 an, um dem aufzunehmenden Container nicht im Wege zu sein. Wenn der Schwenkpunkt genügend hoch oberhalb der Oberkante des Containers angeordnet ist, dann können die Betätigungszylinder auch so angeordnet sein, dass sie die Greiferarme unterhalb der Schwenklager erfassen.
An der Vorderseite und an der Rückseite eines jeden Greifergehäuses 49 ist mit rechten Winkeln zur Greiferrichtung ein Drehknebel-Beschlag 47 angeordnet. Wenn die Greiferarme im Uhrzeigersinne
oder im Gegenuhrzeigersinne in die horizontale Position verschwenkt werden, weist jeweils einer der beiden Drehknebel-Beschläge nach unten, um mit der Oberseite eines Containers bzw. den daran zu diesem Zweck angebrachten Beschlägen in Eingriff kommen zu können.
Zur Betätigung der Drehknebel-Beschläge ist eine Betätigungseinrichtung 51 vorgesehen. Damit eine störungsfreie Betätigung der Drehknebel-Beschläge möglich ist, ist diese Betätigungseinrichtung jeweils im inneren der drehbaren Rohre 27 angeordnet. Diese Betätigungseinrichtung weist beim bevorzugten Ausführungsbeispiel einen Hydraulikzylinder 53 auf, der gegebenenfalls auch durch einen Druckluftzylinder, einen Elektromagneten oder dergleichen ersetzt werden könnte. Der Druckluftzylinder betätigt eine Schubstange 55, welche die beiden Hebel 57 verbindet, die ihrerseits zur Betätigung der Drehknebel-Beschläge dienen und an den gegenüberliegenden Enden der drehbaren Rohre in den gehäuseartigen Fortsätzen 49 angeordnet sind, die ihrerseits mit dem drehbaren Rohr verbunden sind. Durch Verschieben der Schubstange 55 werden die vorstehenden Zapfen der Drehknebel-Verschlüsse zum Herstellen einer Verbindung mit dem entsprechenden anderen Beschlagteil am Container um 90° gedreht.
Jede Schiene 15 des Ladegeschirrs trägt eine Stellspindel 59.
Jede Drehspindel steht mit einem Rechtsgewinde mit den Laufkatzen an einem Ende des Ladegeschirrs in Eingriff und über ein Linksgewinde mit der jeweils anderen Laufkatze, wobei die Steigungen der Rechts- und Linksgewinde gleich sind.
Zum synchronen Drehen der Spindeln 59 in einem oder dem anderen Drehsinne ist ein Antrieb 61 vorgesehen. Bei der bevorzugten Ausführung der Erfindung ist dieser Antrieb hydraulisch, um sicher zu sein, dass die beiden Spindeln 59 synchron angetrieben werden.
Das soweit beschriebene Ladegeschirr arbeitet wie folgt:
Die beiden Katzenpaare werden zunächst mit gleichem Abstand zur Lastmitte des Ladegeschirres an dessen Enden eingestellt und in Eingriff mit den Spindeln 59 gebracht. Diese Spindeln werden zur synchronen Bewegung der Katzen entlang den Schienen gedreht, wodurch die beiden Laufkatzen eines Paares stets gleichen Abstand vom Lastangriffspunkt des Ladegeschirres haben. Die Laufkatzen werden durch die Spindeln 59 in diejenige Längsstellung verfahren, die zum Eingriff mit einem bestimmten Container erforderlich ist. Wenn die Greifer verwendet werden sollen, um den Container unter dessen Boden zu erfassen, dann werden die Greifer in der in Figur 4 strichpunktiert gezeigten, gespreizten Stellung gehalten, während die Laufkatzen sich in
die richtige Stellung bewegen. Wenn die Lautkatzen die richtige Stellung eingenommen haben und das Ladegeschirr mittig über dem Container schwebt, dann werden die Betätigungszylinder 43 entsprechend gespeist, um die Greifer in die in Figur 4 ausgezogen dargestellte Lage zu bringen, in welcher sie den Container erfassen.
Wenn das Ladegeschirr zum Anheben eines Containers verwendet wird, der die Gegenbeschläge für Drehknebel-Beschläge an seinen oberen Ecken aufweist, dann werden die Greiferarme in die horizontale Stellung verdreht. Wenn es sich um einen relativ langen Container handelt (siehe Figur 1), dann werden die Arme nach innen an die Träger herangeklappt, damit sie nicht über die Außenenden der Träger vorstehen und dort stören. Wenn es sich um einen relativ kleinen, d.h. kurzen Container handelt, wie in Figur 2 dargestellt ist, werden die Greiferarme nach außen geschwenkt, damit sie sich nicht gegenseitig stören. Aufgrund der Gesamtlänge des Ladegeschirrs können die Greiferarme immer in eine solche Stellung gedreht werden, dass sie sich nicht gegenseitig stören und dass sie nicht über die Enden des Ladegeschirrs hinausstehen. Nachdem dann das Ladegeschirr auf den Container aufgesetzt wurde, wird die Einrichtung zum Betätigung der Drehknebel-Beschläge in Betrieb gesetzt, um die Drehknebel ihrerseits mit den für diese vorgesehenen Öffnungen am Container in Eingriff zu bringen.
Zusätzlich zu der relativ einfachen Ausbildung des oben beschriebenen Ausführungsbeispiels sind eine Vielzahl weiterer Ausführungen möglich, ohne genau dieselben Bauelemente zu verwenden. Es ist z.B. möglich, zwei Paare von Drehknebel-Beschlägen und zwei Paare von Greifarmen unabhängig voneinander am Rahmen des Ladegeschirrs aufzuhängen und es können auch unabhängige Mittel zum Betätigen eines jeden Paares von Drehknebel-Beschlägen bzw. eines jeden Paares von Greifern vorgesehen sein.
Um jedoch die Notwendigkeit zu vermeiden, immer beide Sätze von Greifern und Drehknebel-Beschlägen einzustellen, wenn vom Einsatz der einen Befestigungsmittel auf die anderen übergegangen wird, ist es zweckmäßig, wenn die Greifer bei ihrer Bewegung am Ladegeschirr nicht durch die Drehknebel-Verschlüsse behindert werden können, und umgekehrt. Man könnte dies z.B. auch dadurch erreichen, dass man getrennte Schienen vorsieht oder die Greifer und Drehknebel-Beschläge in solcher Weise verbindet, dass sie sich gegenseitig nicht stören können. Man könnte auch die Drehknebel-Beschläge und deren Antrieb getrennt von den Greifern bzw. deren Antrieb an jeweils derselben Laufkatze anbringen.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel können die Greifarme und die Drehknebel-Beschläge synchron bewegt werden, so dass
die entsprechenden Paare der Greifer bzw. Drehknebel-Beschläge ständig den gleichen Abstand von der Mitte des Rahmens haben. Die synchrone Bewegung wird bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel durch die Spindeln 59 erreicht. Es ist aber auch vorstellbar, dass eine außermittige Anhebung eines Containers notwendig ist. Dies ist normalerweise dann der Fall, wenn ein Container auf einem Lastkraftwagen-Anhänger befestigt ist und der Container zusammen mit dem Anhänger angehoben werden soll, was bei bestimmten Transportsystemen üblich ist, wobei diese Einheit aus Lastkraftwagen-Anhänger und Container dann auf einen Eisenbahnwagen geladen wird. Man könnte z.B. Einzelantriebe für jede der Spindeln 59 vorsehen, die dann sowohl einen unabhängigen wie auch einen synchronen Betrieb der beiden Spindeln gestatten. Man kann auch bei getrennten Motoren die Spindeln so antreiben, dass die Laufkatzen synchron verstellt werden, indem man die Laufkatzen mit gleichem Abstand von der Mitte des Rahmens anordnet und dann die Motorsteuerschalter an einen gemeinsamen übergeordneten Schalter legt.
Es ist auch möglich, am oberen Ende eines jeden Greifers nur einen Drehknebel-Beschlag vorzusehen und die Greifer könnten um ihre Oberenden schwingbar ausgebildet sein, wodurch ein einzelner Drehknebel-Beschlag ausreichend sein würde, um den jeweiligen Container an einer seiner Halterungen aufzunehmen. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist aber an jedem
Greifer ein Paar von Drehknebel-Beschlägen vorgesehen, um in jedem Fall sicherzustellen, dass die Greifer beim Verbringen in die horizontale Lage weder über das Ladegeschirr vorstehen noch einander stören können.
Obwohl Drehknebel-Beschläge mit einem vorstehenden Teil, welches in eine entsprechende Ausnehmung eingeführt und darin durch Verdrehen verriegelt werden kann, die übliche Art der Befestigung eines Containers mit seiner Oberseite an einem Ladegeschirr darstellen, können auch ähnliche, miteinander fest in Eingriff bringbare, jeweils zweiteilige Beschläge am Geschirr bzw. am Container Verwendung finden.
Die Erfindung schafft mithin nicht nur ein neues Ladegeschirr; sie schafft ferner eine besonders zweckmäßige Kombination verschiedener Einrichtungen zum Ergreifen von Containern, d.h. im vorliegenden Fall die Ausbildung der Drehknebel-Beschläge an den oberen Enden der schwenkbaren Greifer. Gleichzeitig mit dem Verbringen der Greifen in eine Stellung, in welcher sie nicht stören, werden die Drehknebel-Beschläge in Wirkstellung gebracht.
Im folgenden wird auf die Figuren 6 - 10 Bezug genommen, in welchen Einzelheiten des zweiten hier zu beschreibenden Ausführungsbeispiels gezeigt sind. Die grundsätzliche Anordnung
ist etwa die des oben beschriebenen Ausführungsbeispieles; jedoch sind bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel die Mittel zum Verriegeln der Drehknebel-Beschläge nicht an den schwenkbaren Greifern angeordnet, sondern vielmehr unabhängig davon an den Laufkatzen in fester Lager unterhalb der Verbindungsstelle zwischen Greifer und Laufkatze. Die Mittel zum Verschieben der Laufkatzen weisen bei dem zweiten Ausführungsbeispiel zumindest eine Zahnstange auf, die entlang dem Rahmen des Ladegeschirrs angeordnet ist, und jede Laufkatze weist einen Motor auf, der mindestens ein Zahnrad antreibt, welches mit der Zahnstange in Eingriff steht.
Der Rahmen des Ausführungsbeispiels nach den Figuren 6 - 10 ähnelt dem Rahmen des zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiels. Zwei Doppel-T-Träger 103 tragen auf den Innenflächen der Unterflansche 105 zwei Laufkatzen-Paare 107. Die Lagerung der Laufkatzen ist dieselbe wie beim oben beschriebenen Ausführungsbeispiel, wobei auch hier Laufrollen 109 auf den Unterflanschen 111 der Träger laufen, und zwar je zwei Laufräder auf gegenüberliegenden Seiten des Mittelflansches 113.
Den drehbaren Rohren 27 des zuerst beschriebenen Ausführungsbeispieles entsprechende drehbare Träger 115 hängen unten an jedem Paar der Laufkatzen und überbrücken damit die Träger 103. Jedes Paar von Laufkatzen weist fernerhin eine Einrichtung 117
zum Drehen dieses Trägers auf. Im vorliegenden Falle ist ein Druckluft- oder Hydraulikzylinder 119 vorgesehen, der am Rahmen der Katze angelenkt ist und eine Zahnschiene 121 verschiebt, die in Führungen 123 im Rahmen der Laufkatze angeordnet ist. Die Zahnschiene kämmt entweder mit beiden oder mit einem Zahnrad von zwei Zahnrädern 125, die ihrerseits ein größeres Zahnrad 127 antreiben, welches auf dem drehbaren Träger 115 befestigt ist. Bei Betätigung des Zylinders wird der Träger 115 verdreht.
Es werden die in Figur 9 dargestellten zwei Zahnräder 125 verwendet, um den Zylinder so tief wie möglich an der entsprechenden Laufkatze befestigen zu können. Es könnte auch ein unmittelbarer Eingriff der Zahnstange 121 mit dem Zahnrad 127 vorgesehen sein, wenn dies zweckmäßig erscheint.
Ähnlich wie beim zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel ist an jedem Ende der drehbaren Träger 115 ein Greifer 129 angeordnet. Die Greifer weisen Tragarme 131 auf, die am oberen Ende schwenkbar an den drehbaren Trägern 115 gehaltert sind, um das Öffnen und Schließen der Greifer zu ermöglichen, wie es etwa in Figur 4 dargestellt ist. Die Greiferarme sind auf Zapfen
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drehbar gelagert, welche durch die Seitenflansche 133 der Greiferarme und den jeweiligen drehbaren Träger führen.
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drehbar gelagert, welche durch die Seitenflansche 133 der Greiferarme und den jeweiligen drehbaren Träger führen.
Zum Abspreizen und Schließen der unteren Enden der Greifer sind Betätigungszylinder 137 vorgesehen, und zwar oberhalb des Schwenklagers zwischen Greifer und drehbarem Träger. Selbstverständlich könnten diese Zylinder auch unterhalb des Schwenklagers angeordnet sein, wenn dazu genügend Platz ist.
Unterhalb jeden Laufkatzenpaares ist ein festes Rohr 139 angeordnet. An jedem Ende eines solchen festen Rohres sind Drehknebel-Beschläge 141 und dazugehörige Einrichtungen 143 zum Betätigen der Drehknebel-Beschläge innerhalb des Rohres angeordnet. Die Betätigungsanordnung weist dabei je einen Zylinder 145 auf, der über einen Winkelhebel 147 Schubstangen 149 betätigt, die ihrerseits mit den Drehknebel-Beschlägen verbunden sind.
An jedem Greiferarm ist eine Abschirmung 151 befestigt, welche nach innen weist und unterhalb der vorstehenden Drehknebel-Beschläge angeordnet ist. Diese Abschirmungen verhindern ein unbeabsichtigtes Beschädigen eines Containers, wenn das Ladegeschirr auf einen Container aufgesetzt wird, bevor die Greifarme ihn erfassen. Wenn die Greifarme gedreht werden, dann werden die Drehknebel-Verschlüsse freigegeben, woraufhin sie mit den entsprechenden Ausnehmungen am Container in Eingriff kommen können.
Längs eines jeden Trägers des Rahmens läuft eine Zahnstange 153. Anstelle einer Zahnstange kann auch eine entsprechende Zahnradkette an der unteren Oberfläche der Träger gespannt sein. Ein hydraulischer oder Elektromotor 155 ist an jedem Laufkatzenpaar angeordnet und treibt zwei Ritzel 157 über eine Welle 159 an, die ihrerseits vom Motor über ein Untersetzungsgetriebe 151 angetrieben wird. Der Motor kann unabhängig oder synchron zum Antrieb der Laufkatzen am Rahmen gesteuert sein.
Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden beschriebenen Ausführungsbeispielen sind so groß, dass der ihnen innewohnende gemeinsame Erfindungsgedanke ohne weiteres erkennbar ist.
Die Erfindung schafft nicht nur ein besonders zweckmäßiges Ladegeschirr für das Verladen von Containern, sondern auch ein entsprechendes grundsätzliches Verfahren: Nach diesem Verfahren wird ein Ladegeschirr verwendet, welches sowohl bewegliche Greifarme als auch bewegbare Drehknebel-Beschläge aufweist, die in der Weise angetrieben werden, dass man mit ihnen einen entsprechenden Container ergreifen kann. Bei dem Verfahren werden je nach Ausbildung des Containers entweder die Greifarme oder die Drehknebel-Beschläge an solche Stellen am Ladegeschirr verfahren, dass das Ergreifen des jeweiligen Behälters möglich wird.
Das Verfahren nach der Erfindung schafft eine Einrichtung zum Anheben von Großraumbehältern bzw. Containern, die sowohl über den Boden des Containers über greifende Haken als auch durch Drehknebel-Beschläge anzuheben sind. Es ist darauf hinzuweisen, dass durch die funktionelle Verbindung der Greifarme mit den Drehknebel-Beschlägen nur eine Betätigungseinrichtung für diese Mittel erforderlich ist. Weiter ist darauf hinzuweisen, dass - obwohl Drehknebel-Beschläge zur Verfügung stehen - in vielen Fällen die den Boden eines Behälters ergreifenden Greifer leichter auch bei solchen Behältern verwendet werden können, die ihrerseits mit den zum Zusammenwirken mit den Drehknebel-Beschlägen ausgebildeten Beschlägen versehen sind. Es bleibt somit der Bedienungsperson überlassen, auf welche Weise der Container zu ergreifen ist.
Besonders zweckmäßig ist es, zwei Paare von Greifer-Drehknebel-Beschlag-Kombinationen zu verwenden, die schwenkbar angeordnet sind und bei denen die Drehknebel-Beschläge im wesentlichen an den oberen Enden der Greifer angeordnet sind. Beim Ergreifen eines Containers kann dieser mit den Greifern aufgenommen werden, wenn er keine Beschläge für das in Eingriffbringen mit den Drehknebel-Beschlägen aufweist, oder man kann die Greifarme in eine solche Stellung schwingen, dass die Drehknebel-Beschläge mit den entsprechenden Beschlägen an den Oberseiten des Containers in Eingriff geraten. Bei einer
besonders zweckmäßigen Weiterbildung dieses Verfahrens verdrehen sich die Greifarme im Uhrzeiger- oder Gegenuhrzeigersinn in solcher Weise, dass die Greifer einer Seite sich nicht gegenseitig stören können und auch nicht über den Außenumriss des Ladegeschirrs vorstehen.
Die Erfindung schafft damit ein universell einsetzbares Ladegeschirr zum Verladen von Containern verschiedener Größe und mit verschiedenen Mitteln zum Anhängen an das Ladegeschirr.
Claims (2)
1. Ladegeschirr für Großraum-Transportbehälter, d.h. Container mit verschiedenen Abmessungen und verschiedenen Hebebeschlägen, mit einem an Seilen aufgehängten Rahmen, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Paare von Laufkatzen (17) in Längsrichtung verschiebbar unten am Rahmen (11) angeordnet sind und jedes Paar von Laufkatzen (17) ein drehbares Rohr (27) aufweist, welches seinerseits an jedem Ende einen Greiferarm (39) und - um 90° in der Drehebene des Rohres versetzt - einen Drehknebel-Beschlag (47) trägt, so dass die beiden Paare von Laufkatzen (17) aufeinander zu und voneinander weg bewegt werden können, um an Container verschiedener Länge angepasst zu werden, und dass die drehbaren Rohre (27) um 90° drehbar angeordnet sind, derart, dass entweder die den Boden des Containers unterfassenden Greifer (39) oder die Drehknebel-Beschläge (47) in Wirkstellung verbringbar sind.
2. Ladegeschirr, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes von zwei Paaren von Laufkatzen (17) sowohl ein drehbares Rohr (139) trägt, an dessen beiden Enden Drehknebel-Beschläge (151) angeordnet sind, sowie eine drehbare Welle (115), die an jedem Ende einen Greifer
(129) trägt, so dass die Drehknebel-Beschläge (141) und die Greifer (129) unabhängig voneinander in Wirkstellung bringbar sind.
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