DE1755977A1 - Bremseinrichtung mit Waermedaemmung - Google Patents
Bremseinrichtung mit WaermedaemmungInfo
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Description
Karl Schmidt GmbH Prankfurt/ίί., den 16. Juli 1968
prov. Nr. 5601
Bremseinrichtung mit Wärmedämmung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bremseinrichtung vorwiegend für Personenkraftwagen mit Wärmedämmung, die in Porm einer Wärmedämmschicht
zwischen dem Ort der Wärmeerzeugung und dem Betätigungselement der Bremse angeordnet ist. Bremsbeläge auf metallischer
Basis haben gegenüber solohen, die auf Asbestbasis aufgebaut sind, den Vorteil besserer und konstanterer Reibungsbeiwerte.
Letzteres trifft vor allem auoh bei höheren Temperaturen zu. Weiterhin sind Bremsbeläge auf metallischer Basis
für Scheibenbremsen weniger geräuschanfällig und auoh weitgehend unempfindlich gegen Nässe. Problematisch ist jedoch für alle
Bremsbeläge die Ableitung der beim Bremsen entstehenden Reibungswärme. Gelangt zu viel Wärme über den Bremsbelag, den
Bremsbelagträger und das Betätigungselement der Bremse zur Bremsflüssigkeit, so wird diese unzulässig hooh aufgeheizt,
woraus sich die verschiedensten Naohtelle ergeben können, die angesichts der Gefahren, die sie im gegebenen Falle naoh sioh
ziehen, keiner näheren Erläuterung bedürfen.
Ein zu starkes Aufheizen und damit ein Sieden der Bremsflüssigkeit
kann vermieden werden, wenn in die Wärmeleitwege sogenannte Wärmedämmschichten eingeschaltet werden. Diese werden bevorzugt
zwischen dem Bremsbelag und dessen Trägerelementen angeordnet.
So ist es beispielsweise durch die deutsche Patentschrift 877 bekanntgeworden, eine Wärmedämmschicht auf der dem Betätigungeglied
der Bremse zugewandten Seite der Bremsbelagrüokenplatte vorzusehen. Weiterhin sieht die deutsche Auslegeschrift 1 009
in diesem Zusammenhang das Zwischenschalten eines Luftspaltes zwischen dem Bremssattel und dem hydraulischen oder pneumatischen
Betätigungszylinder der Bremse vor. Die meisten Konstruktionen
von Bremsen neigen jedoch dazu, Wärmedämmschichten zu verwenden,
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da durch den Einsatz dieser Elemente die gesamte Bremseinrichtung kompakter und stabiler wird. Wärmedämmschichten
haben jedoch den »achteil, daß sie spröde und wenig schlagfest
sind. Sofern sie auf Asbeetbasis mit Kunststoffbinder aufgebaut sind, können sie außerdem keine hohen Temperaturen vertragen, so daß eine direkte Aufsinterung eines metallischen
Bremsbelages auf die Wärmedämmschicht nicht in Frage kommt. Wird die Wärmedämmschicht auf der dea Bremskolben zugekehrten
Seite der Bremsbelagrüokenplatte angebracht, wird sich der
Bremskolben in die Wärmedammeohicht einarbeiten und die Wärmedämmwirkung aufheben.
Zur Vermeidung der vorstehend aufgezeigten Haohteile ist seitens der Anmelderin schon der noch nicht veröffentlichte
Versuch unternommen worden, die Wärmedämmschichten dadurch zu
stabilisieren, daß der Bremsbelagträger aus zwei parallel
zueinander angeordneten metallischen Lagen besteht, zwischen denen eine Schicht aus einem die Wärme sohlecht leitenden
Material angeordnet ist. Diese Lösung hat entscheidende Vorteile gegenüber dem bekannten Stand der Technik. In verschiedenen
Fällen ist ee jedoch wünschenswert, den Bremsbelag direkt auf die Wärmedämmschicht und diesen auf die Brems belagrüokenplatte
aufzueintern.
ErfindungsgemäB wird vorgeschlagen, die Wärmedämmschicht aus
einem metallischen Faserwerkstoff herzustellen, der mit einem die Wärme schlecht leitenden Material getränkt ist. Der
metallische Faeerwerkstoff kann ein Skelett aus einem Fasermetallvlies sein. Eine solche Wärmedämmschicht hat den Vorteil,
daß auf organische und/oder weniger temperaturfeste Bindemittel zur Erhöhung der Elastizität der wärmedämmenden Mittel,
die meist aus keramischen oder dergleichen Werkstoffen bestehen, verziohtet werden kann. Außerdem besteht bei der
erfindungsgemäßen Dämmschicht die Möglichkeit der Verbindung
mit den Naohbarteilen durch Sintern, was bedeutende herstellungsteohnisohe Vorteile bietet. Weiterhin ist im Rahmen
der Erfindung daran gedacht, die normalerweise nur aus Metall
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bestehende Rüokenplatte, auf welcher der Bremsbelag angeordnet
ist, als Wärmedämmschicht auszubilden. In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn der metallische Paserwerkstoff nur
in der dem Bremsbelag abgewandten Zone mit einem die Wärme schlecht leitenden Material getränkt ist. Hierdurch werden
günstige Sinterbedingungen geschaffen zwischen de» Reibbelag
und dem als Wärmedämmschicht ausgebildeten Reibbelagträger. Schließlich kann die vorstehend aufgezeigte als Wärmedämmschicht ausgebildete Rückenplatte den Reibbelag auch seitlich
einfassen. In diesem PaIIe kommen die Stirnkanten der Rüokenplatte bzw. der Wärmeschicht in die Arbeitsebene des Reibbelages zu liegen. Da hierbei auch ein Seil der Rückenplatte
Bremsfunktion ausüben kann, empfiehlt es sich, den metallischen
Faserwerkstoff mit einem Wärmedämmwerkstoff zu tränken, der zusätzlich günstige Reibwerte besitzt.
In den Abbildungen ist die Erfindung zeichnerisch erläutert. Die Abbildung 1 zeigt eine Seitenansicht auf eine Bremseinrichtung gemäß der Erfindung. Sie Abbildung 2 zeigt ausschnittweise und ebenfalls als Seitenansicht eine Sonderausführung des Erfindungsgegenstandes.
In der Abbildung 1 ist die erfindungsgemäße Wärmedämmschicht
mit dem Bezugszeichen 1 versehen, die hier gleichzeitig die Funktion einer Reibbelagrückenplatte übernimmt. Der Reibbelag
trägt das Bezugszeichen 5. In der Zone 2 ist die Wärmedämmschicht mit einem die Wärme schlecht leitenden Material getränkt, während die Zone 3 als reiner metallischer Faserwerkstoff erhalten bleibt. Dies hat den Vorteil, daß die Sinterbedingungen zur Befestigung des Reibbelages 5 verbessert werden.
Wie aus der Abbildung 2 hervorgeht, ist der seitliche Rand des Reibbelages 5 von dem hier verwendeten metallischen Faserwerkstoff 4-, aus dem die Wärmedämmschicht unter anderem besteht, eingefaßt.
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11 Patentansprüche
Claims (5)
1. Bremseinrichtung mit Wärmedämmung, die in Form einer Wärmedämmschicht zwischen dem Ort der Wärmeerzeugung und dem Betätigungselement der Bremse angeordnet ist, gekennzeichnet
duroh eine Wärmedämmschicht (1) aus einem metallischen Faserwerkstoff, der mit einem die Wärme schlecht leitenden
Material getränkt ist.
2. Bremseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als metallischer Faserwerkstoff ein Fasermetallvlies
dient.
3. Bremseinrichtung naoh den Ansprüchen 1 und/oder 2, dadurch
gekennzeichnet. daß die Bremsbelagrückenplatte als Wärmedämmschicht (1) ausgebildet ist, wobei der metallische
Faserwerketoff nur in der dem Reibbelag (5) abgewandten
Zone mit einem die Wärme schlecht leitenden Material getränkt ist.
4. Bremseinrichtung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet,
daß der Reibbelag (5) auch seitlich von der Wärmedämmschicht eingefaßt ist, wobei deren Stirnkanten in der
Arbeiteebene des Reibbelage (5) liegen.
5. Bremseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das die Wärme schlecht leitende Material gute Reibeigenschaften besitzt.
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2013203A1 (de) | 1970-03-27 |
| GB1232539A (de) | 1971-05-19 |
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