DE1755020B - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine pneumatisch betätigbare Vorrichtung zur Demontage von segmentierten
Felgen, welche zwei zueinander hin- und herbeweglich
angeordnete Teile aufweist, zwischen welchen ein mit Preßluft beaufsch'agbarer Balg vorgesehen
ist.
Bekannt sind bereits Vorrich .ungen zum Demontieren
von segmentierten Felgen, bei welchen durch radiales Aufweiten und Auseinanderpressen von zwei
Segmenten das dritte automatisch zum Ausklinken gebracht wird. Ferner sind hydraulische und pneumatische
Pressen bekannt, die manuell betätigt werden. Bei den bekannten Geräten für die Demontage muß
jedoch die Arretierung der Abstützung mittels Klemmen durch Schraub-Spannung durchgeführt werden,
was in den wenigsten Fällen befriedigt und auch zeitraubend ist. Hydraulische Geräte weisen den Nachteil
auf, daß die aufzubringende Kraft zum Aufweiten und Auseinanderpressen der Segmente nicht in ausreichender
Weise dosiert werden kann, um eine Gefahr der Deformation der Felgensegmente bzw. der
Uberbeanspruchung derselben zu vermeiden.
Es ist auch bekannt, bei Vorrichtungen zum Abdrükken
bzw. Aufbringen von Lastwagen reifen von den bzw. auf die zugehörigen Felgen den erforderlichen
Arbeitsdruck zur Betätigung der Vorrichtung mittels eines aufblasbaren Balges zu erzeugen. Da bei diesen
bekannten Vorrichtungen die Kraft des Balges unmittelbar auf den Reifen wirkt, ist eine Dosierung nicht
möglich.
Es müssen besonders bei segmentierten Felgen für groß dimensionierte Reifenformen sehr erhebliche
Kräfte beim Zerlegen der Felgensegmente aufgewendet werden, weil der Drahtkern des Reifens die Segmente gegenseitig verspannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Demontieren von segmentierten
Felgen zu schaffen, mit welcher die den bekannten Vorrichtungen anhaftenden Nachteile vermieden
werden und welche eine feine Dosierung der zum Lösen der Felgenteile erforderlichen Kraft ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß an den äußeren Enden der zueinander hin-
und herbeweglich angeordneten Teile mindestens ein Puffer aus einem nachgiebigen Material angeordnet
ist, Weitere Erfindungsmerkmale sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausfuhrungsbeispiele der erfindungsgeraäß ausgebildeten Vorrichtung in vereinfachter Darstellungsweise, und zwar
Die Zeichnung zeigt zwei Ausfuhrungsbeispiele der erfindungsgeraäß ausgebildeten Vorrichtung in vereinfachter Darstellungsweise, und zwar
F i g. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Vorrichtung in der Vorderansicht, teilweise geschnitten, wobei
sich die Vorrichtung in der Betriebsstellung zwisehen drei Felgensegmenten befindet.
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel der Vorrichtung
in einem teilweisen Längsschnitt durch die Vorrichtung und
Fig. 3 die Schnittansicht durch ein Entleerungs-
ventil gemäß der LinieΤ-Γ in der Fig. 2, jedoch in
einem größeren Maßstab.
Der Aufbau und die Arbeitsweise der Vorrichtung zum Demontieren von segmentierten Felgen sind folgende:
Gemäß F i g. 1 besteht die Vorrichtung aus einem rohrförmigen, feststehenden Teil 1 und einem in dem
Teil 1 hin- und herbeweglich geführten Teil 2. Das rohrförmige Teil 1 weist zur Abstützung auf den Felgensegmenten
3 und 4 zwei voneinander gespreizte Stützbeine 6 und 7 auf, die an ihren Enden je mit
mindestens einem elastischen Puffer 8 versehen sind.
An dem Ende der Vorrichtung, an welchem sich die Stützbeine 6 und 7 befinden, weist das rohrförmige
Teil 1 einen Boden 9 auf, welcher mit einer Bohrung 10 versehen ist. Durch die Bohrung 10 ist
eine Stange 11 hindurchgeführt, die sich ir> zentraler Lage durch den zylindrischen Innenraum des rohrförmigen
Teiles 2 erstreckt. Die Stange 11 ist mit einem
Ende an dem Boden 9, beispielsweise durch Verschraubung, befestigt. An dem gegenüberliegenden
Ende der Stange 11 ist ein Federteüer 12 zur Abstützung einer Schraubenfeder 13 befestigt, welche ihrerseits
mit dem gegenüberliegenden Ende auf einem mit dem rohrförmigen Teil 2 fest verbundenen Federteller
14 aufliegt. Der Federteller 14 ist mit einer Bohrung 15 versehen, durch welche die Stange 11 hindurchgeführt
ist, so daß der Federteller 14 gegenüber der Stange 11 eine hin- und hergehende Bewegung
ausführen kann. Annähernd im mittleren Bereich des rohrförmigen Teiles 1 ist am äußeren Umfang desselben
eine Ringscheibe 16 durch Schweißverbindung befestigt. Mit der Scheibe 16 sind die Stützbeine 6
und 7 fest verbunden, die, wie bereits erwähnt, mit Puffern 8 versehen sind und sich über das Ende des
rohrförmigen Teiles 1 erstrecken. An der gegenüberliegenden Seite der Ringscheibe 16 ist am äußeren
Umfang derselben ein Ende des Balges 17 mit Hilfe eines Klemmringes 18 und mit Schrauben 19 befestigt.
Das andere Ende des Balges 17 ist ebenfalls mit Hilfe eines Klemmringes 20 und mit Schrauben 21 an
dem äußeren Umfang einer Ringscheibe 22 befestigt, welche an ihrem inneren Umfang mit dem rohrförmigen Teil 2, annähernd im mittleren Bereich desset-
ben, durch Verschweißung fest verbunden ist. Der Balg 17 weist in seinem mittleren Bereich in an sich
bekannter Weise einen Stützring 23 auf, durch welchen verhindert werden soll, daß der Balg 17 im Bereich des StUtzringes 23 in radialer Richtung expan-
dieren kann. An einem Ende des rohrförmigen Teiles 2 1st eine Scheibe 24 durch Schweißverbindung
befestigt. An der Scheibe 24 sind mindestens zwei Puffere aus einem nachgiebigen Material angeord-
net, welche der Abstützung der Vorrichtung an den Felgensegmenten dienen. Die Ringscheibe 22 weist
eine zylindrische Bohrung 25 auf, durch welche Preßluft von einer nicht näher dargestellten Druckquelle
über eine Leitung in den Balg 17 geleitet wird. Wie in Fig. 1 dargestellt, befindet sich ein Ende der Anschlußleitung
26, die mit der Scheibe 22 durch Schweißung fest verbunden ist, in der Bohrung 25.
Die Anschlußleitung 26 ist so gebogen, daß sie auch als Traggriff für die Vorrichtung dienen kann.
Zur Demontage; der Felge wird die Vorrichtung an
drei Felgensegmenten 3, 4 und 5 angesetzt, wie es in
Fig. 1 dargestellt ist. Bei der Beaufschlagung des Balges 17 mit Preßluft gelangt der auf die Ringscheiben
16 und 22 und der auf die Seitenwandungen des Balges 17 ausgeübte Druck über die an den Stützbeinen
6 und 7 sowie an der Scheibe 24 angeordneten Puffer 8 gleichzeitig an den drei Segmenten 3, 4 und
5 zur Wirkung. Hierbei wird das segment 5 gegenüber dem Segment 4 in radialer Richtung nach außen
verschoben, wodurch das Segment 4 nach innen aus seiner Verhängung ausklinkt.
Nach der Ausklinkung des Segmentes 4 wird die Preßluftzufuhr unterbrochen, wobei die gegeneinander
verschiebbaren Teile 1 und 2 mit Hilfe der Schraubenfeder 13 wieder in ihre Ausgangsstellung
verbracht werden, wie sie in F i g. 1 dargestellt ist.
Die in F i g. 2 dargestellte Vorrichtung zur Demontage der segmentierten Felge weist nur geringfügige
Unterschiede gegenüber der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung auf.
Die Vorrichtung nach F i g. 2 verfügt im Gegensatz
zur Vorrichtung nach Fig. 1 nicht über eine Feder 13, mit welcher die ineinander verschiebbaren Teile 1
und 2 wieder in ihre Ausgangsstellung verbracht werden kjnnen. Das Teil 1 steht über eine Anschlußleitung
27 vielmehr mit einem Entleerungsventil 28, wie es in F i g. 3 gezeigt ist, und mit einer nicht näher dargestellten
Druckluftquelle in Verbindung.
Gemäß Fig, 3 besteht das Entleerungsventil 28
aus einem Anschlußstutzen 29 und einer imt-4em Anschlußstutzen
fest verbundenen Düse 30, Ein zylindrischer Abschnitt 37 des Stutzens 29 und die Düse
20 sind von einem Rohr 31 umschlossen, wobei der zylindrische Abschnitt 37 des Stutzens 29 m<t dem
Rohr 31 fest verbunden ist. An das Rohr 31 ist ferner ein Hahn 32 angeschlossen, durch welchen die Zufuhr
von Preßluft in den Balg 17 bzw. die Entleerung desselben geregelt wird. Die Austrittsöffnung 33 der
Düse 30 ist gegenüber einer im Rohr 31 befindlichen Bohrung 34 durch eine zylindrische Mantelfläche des
Düsenkörpers 30 abgedeckt. Durch den zylindrischen Düsenkörper 30 verläuft eine schräg geneigte Schnittebene
35, welche sich in , .römungsrichtung der Luft
gesehen, wie sie durch Pfeil 25 gezeigt ist, von einem unter der Bohrung 34 liegenden Bereich der zylindrischen
Mantelfläche des Düsenköipers 30 schräg nach oben erstreckt.
Für die Zufuhr von Preßluft in den Balg 17 wird der Hahn ?2 geschlossen, so daß Preßluft von der
Zufuhrleitung über das Entleerungsventil 28 und die Anschlußleitung 27 in den Balg 17 gelangt. Wird dagegen
der Hahn 32 geöffnet, so strömt die Luft durch das Entleerungsventil 28 und durch den geöffneten
Hahn 32 in Richtung des Pfeiles 36 und übt auf die zum Balg 17 führende Leitung 27 eine Sogwirkung
aus, wodurch die ineinander verschiebbaren Teile 1 und 2 wieder in ihre zusammengezogene Ausgangsstellung
verbracht werden.
Die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung kann an das Druckluftsystem der Fahrzeuge oder an
eine andere Druckluftquelle angeschlossen werden. Die Vorrichtung ist verhältnismäßig einfach in der
Bauweise und in der Handhabung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Pneumatisch betätigbare Vorrichtung zur Demontage von segmentierten Felgen, welche
zwei zueinander hin- und herbeweglich angeordnete Teile aufweist, zwischen welchen ein mit
Preßluft beaufschlagbarer Balg vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß an den
äußeren Enden der zueinander hin- und herbeweglich angeordneten Teile (1 und 2) mindestens
ein Puffer (8) aus nachgiebigem Material angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Rückdruckfeder
(13) zwischen den Teilen (1 und 2).
H. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Entleerungsventils
(28) zwischen der Vorrichtung und einer Druckquelle.
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