-
Rahmen für Schuhwerk Die Neuerung betrifft einen aus Leder und Kunststoff
bestehenden Rahmen für Schuhwerk.
-
Bei einer bekannten Auaführungsform ist ein Kunststoffband auf der
dem Schuhoberteil zugekehrten Seite eines Lederrahmens ausschließlich zum Zwecke
der Form-und Farbgebung
| 'aufgebracht. Das unststoffband erfüllt hier keine tech- |
nische Funktion. Ein anderer bekannter Vorschlag beschreibt einen Rahmen aus Gummi
oder Kunststoffe der auf seiner der Sohle zugewandten Seite ein weichere Material
aufweist, das eine leichte Verschweißung mit der Sohle ermöglicht.
-
Diese Ausführungsform hat jedoch den Nachteil, daß beim Annähen eines
solchen Kunststoffrahmens am Schuh die Einstichstelle der Naht sich nicht wieder
schließen, wie dies beim Annähen von Leder der Fall ist, und daß außerdem kein mit
Pech versehener Faden verwendet werden kann, so daß durch die Nahtstelle Wasser
in das Schuhinnere eindringen kann.
-
Diese Nachteile werden bei der vorliegenden Neuerung vermieten, indem
sie einen Rahmen vorsieht, dessen dem Schuhschaft zugewandte Seite aus einem Lederstreifen
gebildet ist, der mit einem der Schuhsohle zugewandten Streifen aus Polyvinylchlorid
durch Kleben und Nähen fest verbunden ist. Die beiden Teile können durch Vernähen
mittels ein@er Doppelnaht
verbunden sein, um eine gute zusätzliche
Verbindung zwischen dem Leder und dem Kunststoff zu gewährleisten.
-
Anstelle von Polyvinylchlorid können auch andere geeignete thermoplastische
Kunststoffe zur Anwendung gelangen.
-
Zweckmäßig besteht die Klebeschicht aus 2-Chlor-Butadien-1. 3-Lösung,
Es ist aber auch mögliche die Verbindung zwischen dem Polyvinylchlorid und dem Lederstreifen
durch eine Sieb-
| schicht aus einem Butadien-Acrylsäurenitr11-Mischpòlymerisat, |
| nachchloriertem Polyvinylchlorid oder einem Polyvinylchlorid- |
| Polyvinylacetat-Mischpolymerisat herzustellen. Die angege- |
| benen Klebemittel können in der Klebechicht jeweils einzeln |
oder zusammen in der klebeschicht vorhanden sein.
-
Um das Aufbringen des Rahmens auf den Schuh zu erleichtern, kann der
der Schuhsohle zugewandte Streifen aus Polyvinylchlorid eine oder mehrere vorgeformte
Nährillen aufweisen.
-
Die Stärke des Polyvinylchloridstreifens kann in Richtung auf-die
Sohlenmitte abnehmen. Das Anbringen des Rahmens an den Schuhschaft kann dadurch
erfolgen, daß der Rahmen mit Hilfe einer weiteren Naht mit dem Schaft verbunden
wird, z. B. bei rahmen-oder zwiegenähten Schuhen. Dabei kann die Naht ausschließlich
im Federstreifen angeordnet sein, weil dadurch keine bleibenden Einstichstellen
im Sunststoffteil entstehen, die den Schuh wasserdurchlässig machen würden. Die
Naht, welche den Lederstreifen mit dem
Polyvinylchloridstreifen
verbindet, wird beim Aufbringen der Sohle und Verbinden der Sohle mit dem Rahmen
so abgedeckt, daß kein Wasser durch diese Naht in den Schuh eindringen kann.
-
Die neuerungsgemäßen Rahmen besitzen den Vorteil, daß sie
| durch Verschweißen oder Verkleben mit der Sohle zu einer |
| Einheit verbunden sein könnenf wobei trotzdem duröh den |
| <' |
| Federstreifen das übliche gute Aussehen des Schuhs gewahrt |
| bleibt. Da der Lederetreifen dem Obersehuh zugewandt iste |
ergibt sich ferner eine gute Reinigungsmöglichkeit des Rahmens sowie dessen gute
Kältebeständigkeit. Außerdem erhält man durch die unmittelbare Verschweißung der
Sohle
| mit dem Rahmen einen Schuhe der wegen des Fehlens der |
| JZwischensohle wesentlich biegsamer ist. |
| ~... |
| Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispielet |
| Fig. 1 bis 4 zeigen jeweils einen neuerungsgemäß ausge- |
bildeten Rahmen.
-
In Fig.. 1 ist der dem Oberschuh zugewandte federstreifen mit 1, der
Polyvinylchloridstreifen mit 2, die in dem Kunststoffstreifen befindliche Nährille
mit 3 bezeichnet. Die Verbindung zwischen dem Leder- und dem Polyvinylshloridteil
wird
durch die Klebeschicht 4 erreicht, die noch durch die Naht 5 unterstützt wird.
-
In Fig. 2 ist ein Rahmen dargestellte wie er insbesondere
| für rahmengenähte Schuhe Verwendung findet. Bei dieser |
| Ausführungsform ist der Lederteil 1 mit einer Wulst 6 ver- |
| sehen während die Klebeschicht 4 wiederum den Polyvinyl- |
chloridstreifen 2 mit dem Lederstreifen verbindet. Auch hier ist in Analogie zu
der Ausführungsform gemäß Fig. 1 der Lederstreiten mit dem Kunststoffstreifen zusätzlich
noch durch eine Naht 5, und zwar durch eine Doppelnaht
| verbunden.Die Abbildung 2äßt erkeImen, dáß bei"-der vor.... |
liegenden Ausführungsform der Lederstreifen und der Polyvinylchloridstreifen dieselbe
Breite besitzen, und daß der Polyvinylchloridstreifen 2 vorgeformte rillen 3 und
7 zur Aufnahme der Nähte aufweist. : Die mit 7 bezeichnete Rille ist für die Einstichnaht
vorgesehen zur Verbindung des Rahmens mit der Brandsohle.
-
Eine andere mögliche Ausführungsform zeigt Fig. 3. Der Lederstreifen
1 ist im Querschnitt winkelförmig ausgebildet, und der eine Schenkel des Winkels
ist mit dem Polyvinylohloridstreifen 2 durch eine Naht 5 und eine zusätzliche Klebschicht
4 verbunden. Diese Ausführungsform der Rahmen
| findet vorzugsweise für zwiegenähte Schuhe Anwendung. Der |
| dem Oberschuh zugewandte Teil 8 des Lederstreifens 1 wird |
an den mit 9 bezeichneten Stellen die Einstichnaht tragen.
| mit deren Hilfe der Rahmen am Oberschuh befestigt wird, |
| Fig ! 4 ist eine Ausführungaform der neuerungagemãßen |
| Rahmen, wie sie vorzugsweise für durchgenähte Schuhe Ver- |
wendung findet. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind der Lederstreifen 1 und der
Polyvinylehloridstreifen 2 wiederum von derselben Breite, wobei der Polyvinylchloridstreifen
wiederum vorgeformte Nährillen aufweist. Auch in diesem Falle ist der Lederstreifen
mit dem Polyvinylchloridstreifen durch eine Klebeschicht 4 und eine Naht 5 verbunden-Die
Nährille 3 dient bei dem abgebildeten Ausführungsbeispiel zur Aufnahme der Verbindungsnaht
zwischen Leder- und PolyviRylahloridstreifen, während die Nährille 10 zur Aufnahme
der Durchnähnaht dient. Hierbei können auch Klammern zur Befestigung dienen. Der
an der Außenseite des Schuhes angeordnete Teil 11 des Rahmens kann mit Verzierungen
versehen sein, die mit dem Bezugszeichen 12 versehen sind.