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Flaschenbehandlungsmaschine Die Neuerung bezieht sich auf eine Maschine
zum Behandeln von Gefäßen, vornehmlich zum Pasteurisieren von mit Flüssigkeit gefüllen
und verschlossenen Flaschen, Es sind bereits Flaschenbehandlungsmaschinen bekannt
geworden, die umlaufende Rostflächen aufweisen, auf denen die Flaschen der Einwirkung
von verschieden temperierten Behandlungsmedien, meist Wasser, Wasserdampf, bezw.
Dampf-Luft-Gemischen, ausgesetzt werden. Solche Maschinen sind üblicherweise zu
Zwecken des Pasteurisierens in eine Aufwärm-, eine Warmhalte- und eine Abkühlzone
aufgeteilt und weisen auch ganz den entsprechenden Aufbau auf. Die großen Sammelbehälter
für die Flüssigkeit,) eder Zone erfordern eine schwere, massive Bauweise, die außerdem
durch die im Maschineninneren unvermeidliche Korrosion und Rostbildung bedingt ist,
Die starke Korrosion zerstört nicht nur die Bauelemente, sondern beeinträchtigt
auch den Betrieb solcher Maschinen, denn einerseits werden unter Umständen Rostteilchen
auf den Flaschen abgelagert, und andererseits dringen diese Rostteilchen in die
Lagerstellen der beweglichen Maschinenteile ein und verursachen erheblichen Verschleiß
und Betriebs" störungen, falls nicht verhältnismäßig kurzfristige Überholungsarbeiten
durchgeführt werden.
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Um diese Nachteile zu vermeiden, wird zur Behandlung bezw. Pasteurisierung
von Flaschen eine Flaschenbehandlungsmaschine mit umlaufenden,"die Flaschen in aufrechter
Stellung aufnehmenden Rostflächen vorgeschlagen, die gemäß der Neuerung aus mehreren,
weitgehend gleichen Maschinenabschnitten zusammengesetzt ist,
wobei
diese Maschinenabachnitte jeweils außen vorzugsweise verkleidete Portalrahmen und
innen eine dünnwandige, im unteren Teil beokenartig durchgewölbte und nur hier jeweils
durch zwei etwa halbhohe Frontbleche geschlossene Auskleidungen, vorzugsweise aus
nicht rostendem Stahlblech, aufweisen. Durch die absohnittweise beckenartig durchhängenden
und weitgehend selbsttragenden Sammelbecken für das versprühte Behandlungsmittel
kann, im Gegensatz zu den bisher bekannten Ausführungen, auf eine dickwandige, biegungssteife
Innenkonstruktion verzichtet werden und es kann nunmehr also dünnwandiges Blech
zur Verarbeitung kommen, das weitgehend von Biegebeanspruchung frei ist und darüberhinaus
als rostfreie Innenhaut für den betreffenden Behandlungstunnelabschnitt vorgesehen
ist.
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Ein weiteres wesentliches Merkmal der Neuerung, das ganz allgemet
für alle dünnwandigen, wasserdicht miteinander zu verbindenden Einsätze und Auskleidungen
mit Vorteil, insbesondere aber bei der neuerungsgemäßen Flaschenbehandlungsmaschine
Anwendung findet, ist darin zu sehen, daß die dünnwandigen inneren Auskleidenen
der aneinander anschließenden Maschinenabachnitte nur durch an sich bekannte elastische
Klemmprofils verbunden und miteinander abgedichtet sind.
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Bei der Montage der Maschinenabschnitte werden hierbei nur die äußeren
Rahmen und Träger durch Schrauben oder dgl. fest miteinander verbunden, während
die Innenauskleidung an den Bördelstellen nur über die Klemmprofile aneinander angeschlossen
werden, was zu erheblichen Vorteilen bei der Fertigung, Montage und bei Überholungsarbeiten
führt und erst die neuerungsgemäße Teilung einer Maschine mit innerer Auskleidung
in zahlreiche unter sich gleiche Abschnitte ermöglicht. Durch die Verbindung der
inneren Auskleidung an den Stoßstellen mit elastischen Klemmprofilen werden auch
alle größeren Wãrmespannungen unterbunden, die bei festem
Anschluß
einer den verschiedenen Behandlungstemperaturen ausgesetzten Innenhaut unvermeidlich
sind.
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In weiterer Ausbildung der Neuerung wed vorgeschlagen, den Felsschenträgerrost
innerhalb des freien, durch die Klemmprofilè miteinander verbundenen tunnelartigen
oberen Teils der inneren Auskleidung hin-und unterhalb der inneren Auskleidung wieder
zurückzuführen. In der Nähe des tiefsten Punktes des beokenartig durohgewolbten
Teils der inneren Auskleidung ist ein nach außen
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| geführtes Ansaugrohr angeordnet, das mit der Umwälzpumpe dessel- |
| ben oder eines anderen Masohinenabschnittes verbunden sein
kann. |
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| Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung gemäß der Neuerung bei- |
| spielsweise und schematisch an fünf Abbildungen dargestellt
und |
nachfolgend näher erläutert. Es zeigen Abb. 1 die Seitenansicht der Flaechenbehandlungsmasohine,
Abb. 2 einen Schnitt durch die Maschine gemäß Schnitt A-B der Abb. 1
| Abb.3 eine innere Verkleidung in axonometrischer Darstel- |
| lung, |
Abb. 4 einen Schnitt C - D gem. Abb. 3 und die Verbindung der inneren Verkleidung
benachbarter Maschinenabschnitte, Abb. 5 den Schnitt durch ein Klemmprofil zur Verbindung
der inneren Verkleidungen.
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Die zu behandelnden Flaschen 1 gelangen auf einer Transportbahn zum
Aufgabeteil 2 der Behandlungsmaschine 3 und wandern auf dem Rost 4 durch die unter
sich baulich weitgehend gleichen Raschnenabsohnitte 5 bis zur Flaschenabgabe 6.
Jeder Masohinenabschnitt 5 weist einen oder mehrere Portalrahmenträger 7 auf und
ist außen durch Blech 8, Wärmedämmplatten oder dgl. verkleidet. An diesen Trägern
7 ist innen eine dünnwandige, rostfreie Stahlblechauskleidung 9, die im unteren
Teil als Wassersammelbecken 9a durchgewölbt und beiderseits jeweils durch ein halbhohes
Frontbleoh geschlossen ist angeordnet. Oberhalb dieser Front «
bleche
10 verläuft der in Transportrichtung geführte Transportrost 4, auf dem die Flaschen
1 durch Besprühen aus den Düsen 11 mit temperierte Wasser behandelt werden und unterhalb
des Wassersammelbeckens 9a ist der Transportrost 4a wieder zurückgeführt.
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Das Absaugrohr 12 ist mit dem Saugstutzen einer von Motor 12a angetriebenen
Pumpe verbunden und führt das im Wassersammelbecken 9a aufgefangene Behandlungswasser
nach entsprechender Aufheizung und evtl. Reinigung durch Filter den Düsen 11 desselben
oder eines anderen Maschinenabschnittes 5 zu. Hierdurch kann bei der Wiederabkühlung
von Flaschen erwärmtes Kühlwasser zur Vorwärmung der in die Maschine eintretenden
Flaschen und das hierbei abgekühlte Wasser wiederum zur Abkühlung der die Maschine
verlassenden Flaschen Verwendung finden.
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Die Temperatur der Behandlungsflüssigkeit wird hierbei thermostatisch
in bekannter Weise geregelt. Für die mit Umwälzpumpe versehenen Masohinenabschnitte
5 sind unter sich gleiche Förderaggregate bestehend aus Filtersatz, Wärmeaustauscher
mit Thermostat, Pumpe und Antriebsmotor 12a, vorgeschen, die in einem gemeinsamen
Gehäuse an dem äußeren Rahmengestell des Maschinenabschnittes 5 aufgehängt sind.
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Die Stahlblechauskleidung 9 weist an ihrem oberen Teil umgebordelte.
Ränder 13 auf (Abb. 3 - 5), die in die beiden halbhohen Frontbleche 10 fugenlos
übergehen.
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Diese Ränder 13 und die Oberkanten der Frontbleohe 10 werden gemäß
der Neuerung nur mit einer Gummiprofilleiste 14 (Fig. 5 und 6) umfaßt und durch
die Spannwirkung der Einlagebänder 15 festeklemmt und wasserdicht verbunden. Durch
Herausziehen der Einlagebänder 15 aus der Profilleiste 14 wird die Verbindung sofort
gelöst und umgekehrt kann durch Einziehen der Einlagebänder die dichte Verbindung
innerhalb weniger Minuten hergestellt werden.
Diese Art der Profilleisten
14 ist in ähnlicher Form bereits bekannt. nicht aber in dieser speziell zur Verbindung
von Blechen geeigneten Ausführung und zum elastischen, lösbaren Verbinden der Innenauskleidungen
von Maschinen, Behältern und dgl.